Auktion am 07. Februar 2024 in Bad Waldsee

Brown Swiss
Die Brown Swiss-Kollektion zeichnete sich über alle Kategorien mit hervorragender Qualität und guter Stückzahl aus. Dies honorierten die Käufer mit angemessenen Preisen.

Die zehn im Angebot stehenden Brown Swiss-Bullen wiesen sehr hohe genomische Zuchtwerte auf und stammten aus den besten Kuhfamilien der Brown Swiss-Zucht. Der Körsieger, ein New York-Sohn mit 139 GZW, welcher von Andreas Hörmann, Unteropfingen gezüchtet wurde, stammt aus der hochleistenden Canyon-Tochter Exquisa mit knapp 11.000 kg Erstlaktation. Sein Halbbruder ist im Besamungseinsatz. Dieser harmonische Zuchtbulle blieb im Zuchtgebiet. Top Seller mit 2.200 € war ein gut entwickelter Västeras-Sohn aus einer leistungsstarken Vip-Tochter mit über 12.100 kg Durchschnittsleistung bei 3,82% Eiweiß, vorgestellt von Helmut Schöllhorn, Ummendorf. Er punktete mit positiver Inhaltsstoffvererbung und einem Euterzuchtwert von 120. Auch er verblieb im Allgäu.

Mit durchschnittlich 31 kg Tagesgemelk setzten die Brown Swiss-Kühe einen neuen Rekord! Ein absolutes Highlight war eine Dixiboy-Tochter mit 37,5 kg von Michael Schmaus, Haslach. Sie stammt aus einer Sinatra-Mutter mit über 4,10% Eiweiß. Ihr hoch angesetztes Euter mit bester Euteranbindung glänzte. Nach einem harten Bieterduell ging sie für 3.050 € an einen Betrieb in Nordrhein-Westfalen. Martin Riß, Dietmanns stellte eine kapitale O’Malley-Tochter mit 34 kg Durchschnittsgemelk bei bester Melkbarkeit vor. Ihr extrem breites Hintereuter und das sehr feine Fundament beeindruckten einen Züchter vom Niederrhein. Ebenfalls die 3.000 €-Marke erreichte eine typstarke Zweitkalbskuh von der Kienle GbR, Steinhausen. Diese wuchtige Canyon-Tochter leistet kurz gekalbt weit über 43 kg. Sie verblieb im Zuchtgebiet. Ebenfalls sehr begehrt war eine euterstarke Canyon-Tochter aus einer sehr langlebigen Kuhfamilie von Andreas Hörmann, Unteropfingen. Sie ging an einen Stammkunden aus Nordrhein-Westfalen.

Alle Zuchtkälber konnten flott verkauft werden.

2024-02-Kat.-19-O-Malley-Tochter-von-Martin-Riss-mit-34-kg-und-super-Melkbarkeit

 

Fleckvieh
Zwei der drei gemeldeten Zuchtbullen sind für die Auktion in Donaueschingen am 14.02.2024 vorgesehen. Der dritte Bulle wurde ebenfalls nicht aufgetrieben.

Die Gruppe der Fleckviehtiere konnte wieder einmal mit ihrer Qualität in der Breite überzeugen. Bereits die gemeldeten Marktgemelke mit knapp 32 kg im Durchschnitt ließen leistungsbereite Kühe erwarten.

Erfreulich war, dass auch die Qualität, allem voran im Euter, aber auch im Format der Tiere, die Erwartungen erfüllten.

Besonders aufgefallen sind zwei Ephraim-Töchter von Martin Bosch, Ballendorf und Edwin Schelkle, Herbertingen. Beide wurden aufgrund ihrer Euter und der körperlichen Überlegenheit zu Spitzenpreisen auktioniert. Von der Bücheler GbR, Aulendorf war eine ganz frisch abgekalbte Hofmeister-Tochter im Angebot. Erst drei Wochen abgekalbt zeigte sie sich schon sehr klar im Euter und war mit bereits 30,5 kg äußerst leistungsbereit. Mit jeweils vier Tieren hatte Joachim Keller, Allmendingen und die Deigendesch GbR, Rosenfeld umfangreiche, aber auch ansprechende Kollektionen im Angebot. So war es eine schon wieder sicher tragende What Else-Tochter von der Familie Deigendesch, die als bestes Komplettpaket den Tageshöchstpreis erzielte. Blickfang war ihr festsitzendes Euter, welches mit einer feinen Beaderung überzogen war. Von Joachim Keller war es eine kalibrige Hardenberg-Tochter, sowie eine euterstarke Edelstein-Tochter, die am höchsten in der Käufergunst standen. Eine sehr einheitliche Gruppe stellte zudem Jan Mayer, Engen zum Verkauf. Für interessierte Biobetriebe bot die Wielath GbR, Horgenzell drei hochwertige Bio-Jungkühe an.

Die Auktion war sehr gut besucht, viele private Käufer honorierten die gute Qualität beim Fleckvieh. Nicht jeder Kaufauftrag konnte erfüllt werden. Melden Sie deshalb bereits jetzt für die nächste Auktion im März. Hochwertige Kühe werden sicherlich gefragt bleiben.

Kollektion-vom-Zuchtbetrieb-Deigendesch

 

Holsteins
Klein aber hochkarätig besetzt war das Bullenangebot bei den Holsteins. Der Körsieger, ein genomisch typisierter Ridercup-Sohn von der Erthle GbR aus Ulm, glänzte mit 145 RZG, 143 RZM und 134 RZE. Der Zuchtbulle, der über eine VG85 Punkte Freemax-Tochter auf die MUH Chanel-Familie zurück geht, präsentierte sich mit einem hervorragenden Fundament und einer guten Entwicklung. Der Bulle stieß demensprechend auf großes Interesse, was dann in einem Spitzenpreis von 3.000 € resultierte. Ein genetisch hornloser Holister P-Sohn von der Kettenacker GbR, Dürmentingen konnte ebenfalls über 2.000 € erzielen. Auch dieser Zuchtbulle präsentiere sich sehr korrekt und stammte aus einer sehr leistungsstarken Mutter.

Im Gegensatz zu den Bullen bot sich bei den Abgekalbten mit über 100 Tieren ein sehr großes Angebot. Der Marktverlauf startete zunächst etwas verhalten - mit zunehmend steigender Qualität bei den jüngeren Tieren entwickelte sich die Auktion allerdings etwas flotter. Unter der Käuferschaft befanden sich zwei ausländische Großkunden aus Italien und Kroatien, welche etwa die Hälfte der Auktion abdeckten. Die heimischen Kunden waren zahlenmäßig schwächer vertreten, sicherten sich aber oft die teuersten Tiere.

An der Spitze der Preisskala lag an diesem Tag eine Migel-Halbschwester zum Besamungsbullen Masur PP vom Zuchtbetrieb Erthle, Ulm. Die körperstarke Jungkuh aus der Aria-Familie begeisterte mit 142 RZG, 34 kg Milch und einem sehr drüsigen Euter. Einer Kundin aus dem Schwarzwald war sie 2.750 € wert. Aus dem gleichen Bestand konnte eine Greyhound-Tochter mit sehr hohem und breitem Euter im Kaufauftrag an einen Kunden aus Bayern verkauft werden. Ebenfalls begehrt war die Kollektion von Martin Glökler, Tuningen. Die 4 Jungkühe des Zuchtbetriebes erzielten im Schnitt über 2.400 € und gehörten damit zu den gefragtesten Tieren der Auktion. Diese Jungkühe hatten mit den Bullen Brentano, Sideswipe, Chilton und Adrian PP zwar unterschiedliche Väter, präsentierten sich aber mit sehr viel Stabilität, Euterstärke und Leistungsbereitschaft sehr einheitlich. Eine weitere Adrian PP-Tochter von Willi Schmeh, Horgenzell ging an einen Betrieb aus dem Main-Tauber-Kreis. Die mittelrahmige Jungkuh lag frisch gekalbt bereits bei 38 kg Milch. Sehr positiv zeigten sich auch Töchter der Bullen Sartre RDC und Murray PP. Die Stärken von Sartre konnte eine Jungkuh von Tobias Kreidler, Leimbach deutlich unterstreichen. Körperstark und korrekt zeigte sie ein sehr gutes Euter und lag bei 35 kg Milch. Sie ging ebenfalls an einen Kunden aus Bayern. Etwas feinzelliger und mit ähnlich gutem Euter präsentierte sich eine Murray PP-Tochter von der Schädler GbR aus Leutkirch. Diese rotbunte Jungkuh mit fast 40 kg Milch sicherte sich ein Kunde aus dem Schwarzwald. Ähnlich leistungsstark präsentierte sich die Hopper PP-Tochter von Marc Gührer, Kressbronn, welche mit sehr viel Stärke und einem hervorragenden Euter beeindrucken konnte. Ein Kunde aus der Region sicherte sich diese sehr komplette Jungkuh.

Merken Sie sich jetzt schon den Auktionstermin 06. März 2024 vor!

Preisspiegel:

 

Anzahl

Minimum

Maximum

Durchschnitt

Brown Swiss

Bullen

10/7

1400

2200

1693

Jungkühe

29/27

1200

3050

2078

Ältere Kühe

2/2

1850

3000

2425

Zuchtkälber

3/3

220

300

263

Fleckvieh

Jungkühe

29/29

1500

2650

2245

Ältere Kühe

2/2

1750

2500

2125

Holsteins

Bullen

2/2

2100

3000

2550

Jungkühe

103/103

1250

2750

2012

Ältere Kühe

7/7

1450

2300

1821

Zuchtkälber

1/1

200

200

200


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