Zuchtwertschätzung Wäldervieh

Zuchtwertschätzung Wäldervieh


Zuchtwertschätzung Vorderwälder - Kein Samen mehr von Igragar PP

Steht als Testbulle mit normalem und gesextem weiblichen Sperma zur Verfügung, der Gigior P Sohn Gigirad P. Gezüchtet wurde er von Konrad Hermann aus Gütenbach, er steht nun bei der Stallgemeinschaft Büchern UG &Co.KG in Mühlenbach im Natursprungeinsatz

Piwer bleibt eindeutig auf dem ersten Platz: 128/-3 GZW, 121/-1 MW, 110 FW und 109/-4 FIT zeichnen ihn aus. Nicht genug damit, auch in der Melkbarkeit, im Rahmen, im Eiweißgehalt, in der Nutzungsdauer, im FRW und VIW findet man ihn in den Vererbungsschwerpunkten. Absolute Spitze zeigt er in der Persistenz mit 122/-3, offensichtlich ziehen die Kühe in der Laktation super durch. Im maternalen Kalbeverlauf blieb er bei 120, paternal bei 102. 21 Töchter sind bewertet, das sind acht mehr als das letzte Mal. Im Rahmen sind die Tiere tiefrippig und breit, in der Bemuskelung ist eine Verbesserung zu sehen, 91 gegenüber 84. Dagegen fiel die Fundamentnote um 6 auf 87 wegen der Fesselungsnote von 91. Die Euter sind lang und könnten etwas höher (94) sitzen, im Strichbereich gibt es nichts zu bekritteln außer dass die vorderen Striche stärker außen angesetzt sind (88). Der hohe Fleischwert kommt vor allem von den hohen Zunahmen und nicht von Fleischanteil und Handelsklasse, weswegen er nicht für Fleischleistung empfohlen wird. Piwer ist ein Pirbrachysohn aus einer Igachymutter.

Es folgt Olefaz mit 113/-2 in GZW und 114/-1 im MW auf Grundlage von 46 Töchterleistungen. Er ist ein Milchmengenvererber mit gutem EGW und ordentlicher Melkbarkeit (102/+1). Sein FW verlor allerdings 5 Punkte und liegt bei 95 und der paternale Kalbeverlauf bliebt bei 99. Gut ist er im VIW mit 108, allerdings ist er 5 Punkte gefallen. 28 Töchter zeigen alle Hauptnoten dreistellig, haben eine gute Größe mit 140 cm Kreuzbeinhöhe, mit 111 das beste Fundament und erzielen die Euternote 107. Stark positiv sind die Voreuteraufhängung und der Eutersitz, die Striche sind vor allem vorne außen platziert, Note 84.

Dann kommt Magnus, der mit 111/-3 GZW und 113/-2 MW anhand 28 Töchtern etwas verloren hat. In der Fitness kommt er auf 97/-2 und im FW auf 99/-1. Die Inhaltsstoffe bleiben unterdurchschnittlich, die Melkbarkeit liegt bei 102 und der EGW bei 105 (+2). Die Rahmennote der 17/+2 bewerteten Töchter liegt bei 93 mit 139,5 cm Kreuzbeinhöhe, Bemuskelung, Fundament und Euter sind dreistellig. Mit Kalbeverlauf paternal von 101/-1 und VIW 108 kann Magnus auch für Rinder eingesetzt werden.

Bei Igguss kamen neun weitere Töchter aus dem Zweiteinsatz in die Milchleistung. Er gewinnt einen Punkt in GZW (111) und der MW (107) bleibt. Im FW bleibt er bei 110 und wird wegen guter Fleischfülle der Söhne für die Fleischleistung hervorgehoben. Igguss ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,44 Fett- und 0,28 Eiweißprozent. Die Melkbarkeit ist mit 114 (+2) sehr gut und der EGW ist mit 107/+2 positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf stieg auf 107 (+2). 33 (+3) Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Rahmens gute Werte. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren.

Gipirgi hat nun Ragos hinter sich gelassen. Er stiegt auf 110 (+2) GZW und mit 108 (+3) MW. Die Fitness liegt bei 102 (-2), der FW blieb bei 105. 37 (+1) Töchter sind in der Milchzuchtwertschätzung. In der Töchterbewertung liegen 24 (+5) Tiere zugrunde. Bis auf den Rahmen mit 89 sind alle Noten im dreistelligen Bereich, Bemuskelung und Fundament erreichen 103 und Euter 104. Die Kreuzbeinhöhe von 137,2 cm liegt im ordentlichen Bereich. 31 Töchter bringen eine Melkbarkeit von 104 (-1). 113 (+1) im EGW sprechen für sich, Kpat 106 und VIW von 103 erlauben auch den Einsatz auf Rinder.

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 350 (+7) Kühen, die einen MW von 114 (+-0) erzielen. Der GZW beträgt 108, im FW liegt er leider nur bei 95. Die Melkbarkeit von 180 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 104. Sein Exterieur mit 133 bewerteten Töchtern ist - wie bei Olefaz - in allen Hauptnoten dreistellig. Er kann allerdings nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

Radgipa, ein Radraulsohn aus einer Gipadamutter, erreicht 104 in GZW (-3) und 105 im MW (-2). Sein FW liegt bei 97. Ein ordentliches Plus vererbt er im Fettgehalt. Seine Melkbarkeit liegt bei 107 und die Fitness bei 98 (-4). Bestens ist der paternale Kalbeverlauf mit 115 und noch besser der Vitalitätswert mit 121. Ein Rinderbulle ohne Wenn und Aber. Das ist auch nicht verwunderlich, denn seine Rahmennote beträgt 79. Allerdings liegt die mittlere Kreuzbeinhöhe der 33/+2 Töchter bei 135,3 cm, was noch gut in die Vorderwälderlandschaft passt. Bemuskelung (112) und Fundament der Töchter (107) sind gut, sehr gut ist die Eutervererbung mit 115.

Radraul schließ den Reigen. Er ist der klassische Doppelnutzungsbulle mit 102 (+-0) MW und 108 (-1) FW. Die Melkbarkeit ist mit 109 (+1) als gut zu bezeichnen, aber sein Geburtsverlauf liegt mit 84 unterm Schnitt und er sollte nicht auf Rinder kommen. In der Töchterbewertung ist Radraul in Bemuskelung, Fundament und Euter dreistellig. Im GZW liegt er bei 104 (-1).

Hornlosvererbung:

Überrascht waren wir, dass von Igragar PP die Spermavorräte zu Ende gingen.

Als Ersatz können wir die beiden mischerbig hornlosen Testbullen Igrapiro P HB.Nr. 430184, LN DE 000817552437, einen Igragar PP Sohn und Gigirad P HB Nr. 430183 LN Nr. 000817993973, einen Gigior P Sohn anbieten. Von beide Bullen wurde gesextes weibliches Sperma gewonnen, das sofort zur Verfügung steht.

Empfehlung Fleisch:

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir zwei Bullen anzubieten. Igguss und Radraul mit FW 110 und 108 mit Schwerpunkten in Fleischanteil und Handelsklasse

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW- Homepage.

Seit kurzem haben wir für die Mutterkuhhalter und für die Fleischerzeugung mit Igfingo PP einen Spezialbullen im Angebot. Er bringt nur hornlose Nachkommen. Details finden Sie hier.

Anmerkung zur Besamung von Rindern:

Kalbinnengeburten sind mit doppelt bis mehrfach häufigeren Schwierigkeiten verbunden wie Kuhgeburten. Von der Empfehlung her müssen wir sagen, dass diesbezüglich Radgipa toll ist. Ein Nachteil sind die teilweise leichten Kälber. Gipirgi, Piwer und Magnus können auch für Rinder eingesetzt werden. Nach wie vor ist für gut entwickelte Rinder Igguss eine Alternative.

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.


Zuchtwertschätzung Hinterwälder: Milchwerte gefallen

Dieser schöne Arinax P Sohn von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg war auf dem Hinterwäldernmarkt in Schönau. Dieser war genetisch behornt, in 50 % der Fälle sind die Nachkommen hornlos. Die A-Linie steht für gute Fleischleistung, neb

Wir haben sechs Bullen mit Töchterergebnissen in Milch aus sechs Linien im Angebot, Benforal, Fockernap, Labflort, Napfocki, Ronlab und Siltben. Alle sechs Bullen mit zehn bis 55 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Leider sind die Milchwerte bei allen zurückgegangen. Es führt Napfocki mit 105 vor Ronlab mit 102 und Labflort und mit 102. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich.

Als jüngster dabei ist Silbenap. Ihn empfehlen wir sowohl für die Milch- als auch für die Fleischleistung. Details finden Sie hier.

Für die Mutterkuhhaltung sind neben den elf aufgeführten Bullen auch zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.



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