Zuchtwertschätzung Wäldervieh

Zuchtwertschätzung Wäldervieh


Zuchtwertschätzung Vorderwälder - Piwer steigt

Hier die Piwertochter Kira von Lothar Ebner aus Höchenschwand-Unterweschnegg. Kira zeigt ein gutes Exterieur. Das Bild wurde in der Trockenstehphase zur zweiten Ab-kalbung aufgenommen. Kira kommt auf 122 GZW und 117 MW, hat eine sehr gute Melkbarkeit und g

Piwer, der neue vom letzten Mal, bekräftigt eindeutig den ersten Platz: 131/+3 GZW, 122+3 MW, 110/-1 FW und 113/+1 FIT zeichnen ihn aus. Nicht genug damit, auch in der Melkbarkeit, im Rahmen, im Eiweißgehalt, in der Nutzungsdauer, im FRW und VIW findet man ihn in den Vererbungsschwerpunkten. Absolute Spitze zeigt er in der Persistenz, er stieg von 116 auf 125, offensichtlich ziehen die Kühe in der Laktation super durch. Im maternalen Kalbeverlauf stieg er auf 120/+2. 13 Töchter sind bewertet, in der Bemuskelung schneiden sie unterdurchschnittlich ab, im Fundament muss die Fesselung (95) beachtet werden. Die Euter sind lang und könnten etwas höher (94) sitzen, im Strichbereich gibt es nichts zu bekritteln. Das nächste Mal sollten deutlich mehr Töchter bewertet sein. Der hohe Fleischwert kommt vor allem von den hohen Zunahmen und nicht von Fleischanteil und Handelsklasse, weswegen er nicht für Fleischleistung empfohlen wird. Piwer ist ein Pirbrachysohn aus einer Igachy-Mutter.

Es folgt Olefaz mit 115 in GZW und 115 im MW auf Grundlage von 46 Töchterleistungen. Er ist ein Milchmengenvererber mit gutem EGW und ordentlicher Melkbarkeit (101/-1). Sein FW liegt bei 100 (0), der paternale Kalbeverlauf bei 99, womit er drei Punkte besser wurde. Gut ist er im VIW mit 113/+3. 28 Töchter zeigen alle Hauptnoten dreistellig, haben eine gute Größe mit 140 cm Kreuzbeinhöhe, mit 111 das beste Fundament und erzielen die Euternote 104. Stark positiv sind die Voreuteraufhängung und der Eutersitz.

Dann kommt Magnus, der mit 114 GZW und 115 MW anhand 28 (+1) Töchtern stabil blieb, in Fitness kommt er auf 99 und im FW auf 100. Die Inhaltsstoffe sind unterdurchschnittlich, die Melkbarkeit liegt bei 102 und der EGW bei 103 (+2). Die Rahmennote der 15 bewerteten Töchter liegt bei 95 mit 139,7 cm Kreuzbeinhöhe, Bemuskelung, Fundament und Euter sind dreistellig. Mit Kalbeverlauf paternal von 102 und VIW 107 kann Magnus auch für Rinder eingesetzt werden.

Bei Igguss kommen 13 weitere Töchter aus dem Zweiteinsatz in die Milchleistung. Er verliert 2 Punkte in GZW (110) und MW (107). Im FW bleibt er bei 110 und wird wegen guter Fleischfülle der Söhne für die Fleischleistung hervorgehoben. Igguss ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,50 Fett- und 0,32 Eiweißprozent. Die Melkbarkeit ist mit 112 (+2) gut und der EGW ist mit 105 positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf liegt bei 105 (+1). 33 (+3) Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Rahmens gute Werte. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren.

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 343 (+4) Kühen, die einen MW von 114 (-1) erzielen. Der GZW beträgt 108, im FW liegt er leider nur bei 95. Die Melkbarkeit von 177 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 104. Sein Exterieur mit 121 bewerteten Töchtern ist - wie bei Olefaz - in allen Hauptnoten dreistellig. Er sollte allerdings nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

Gipirgi hat sich etwas gefangen mit 108 (+1) GZW und mit 105 (+1) MW. Die Fitness liegt bei 104 (-1), der FW blieb bei 105. 36 (+12) Töchter sind in der Milchzuchtwertschätzung. In der Töchterbewertung liegen 19 (+2) Tiere zugrunde. Bis auf den Rahmen mit 88 sind alle Noten im dreistelligen Bereich, Bemuskelung 107, Fundament 105 und Euter 108. Die Kreuzbeinhöhe von 137,3 cm liegt im ordentlichen Bereich. 30 Töchter bringen eine Melkbarkeit von 105 (+1). 112 (-2) im EGW sprechen für sich, Kpat 106 und VIW von 103 (-1) erlauben auch den Einsatz auf Rinder.

Radgipa, ein Radraulsohn aus einer Gipadamutter, erreicht je 107 in GZW (-2) und MW (-1). Sein FW liegt bei 97. Ein ordentliches Plus vererbt er im Fettgehalt. Seine Melkbarkeit liegt bei 106 und die Fitness bei 102 (-3). Bestens ist der paternale Kalbeverlauf mit 115 und noch besser der Vitalitätswert mit 120. Ein Rinderbulle ohne Wenn und Aber. Das ist auch nicht verwunderlich, denn seine Rahmennote beträgt 79. Allerdings liegt die mittlere Kreuzbeinhöhe der 31 Töchter bei 135,3 cm, was noch gut in die Vorderwälderlandschaft passt. Bemuskelung (114) und Fundament der Töchter (109) sind gut, sehr gut ist die Eutervererbung mit 115.

Radraul blieb stabil. Bei ihm sind 4 Töchter in der Milch hinzubekommen. Er ist der klassische Doppelnutzungsbulle mit 102 (-1) MW und 109 (-1) FW. Die Melkbarkeit und der EGW sind mit 108 beziehungsweise 103 als gut zu bezeichnen, aber sein Geburtsverlauf liegt mit 85 unterm Schnitt und er sollte nicht auf Rinder kommen. In der Töchterbewertung ist Radraul in Bemuskelung, Fundament und Euter dreistellig. Im GZW liegt er bei 105 (-2). VIW und FRW liegen bei 101 (-2).

Hornlosvererbung:

Zum ersten Mal in der Zuchtgeschichte haben wir mit Igragar PP einen reinerbig hornlosen Bullen im Zweiteinsatz. Damit soll der Druck aufs Enthornen vor allem im Biobereich genommen werden. Er stammt ab von Igfex P aus einer Radmark P Mutter. 95 (+30) Töchter bringen einen Milchwert von 100 und einen Melkbarkeit von 103. Der GZW liegt er auch bei 100. Im Rahmen gehört er zu den vier besten mit 140 cm Kreuzbeinhöhe und Rahmen 101 (+1), Die Bemuskelung der Töchter ist mit 122 hervorragend bewertet, der über die Söhne erfasste FW liegt leider nur bei 92 (+2). Das Fundament liegt bei 101 (+2), die Fessel erreicht gute 112 und die Trachtenhöhe liegt bei 101. 91 ist die Euterbewertung, die Voreuteraufhängung erreicht nur 88, die restlichen Balken streuen wenig um den Mittelwert. Der Euterboden erreicht 98, die Striche sind etwas länger (113) und dicker (114). Leider liegt der Kalbeverlauf paternal nur bei 84 und Igragar PP kann nur auf Kühe eingesetzt werden. Der VIW erreicht gute 110 Punkte.

Empfehlung Fleisch:

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir zwei Bullen anzubieten. Igguss und Radraul mit FW 110 und 109 mit Schwerpunkten in Fleischanteil und Handelsklasse

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW- Homepage.

Seit kurzem haben wir für die Mutterkuhhalter und für die Fleischerzeugung mit Igfingo PP einen Spezialbullen im Angebot. Er bringt nur hornlose Nachkommen-Details finden hier.

Anmerkung zur Besamung von Rindern:

Kalbinnengeburten sind mit doppelt bis mehrfach häufigeren Schwierigkeiten verbunden wie Kuhgeburten. Von der Empfehlung her müssen wir sagen, dass diesbezüglich Radgipa toll ist. Ein Nachteil sind die teilweise leichten Kälber. Gipirgi und Magnus können auch für Rinder eingesetzt werden. Nach wie vor ist für gut entwickelte Rinder Igguss eine Alternative.

Gesextes weibliches Sperma:

Es ist ein Ziel, von allen Testbullen gesextes weibliches Sperma für 28 € pro Dosis anzubieten. Dazu sollten etwa 100 Dosen pro Testbulle nachgefragt werden. Es gibt noch Restposten von Ramos und Obelix ist voll in der Ausgabe. Da wir dadurch mehr weibliche Tiere bekommen, sollten wir mehr Testbullen pro Jahr durchziehen können.

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.


Zuchtwertschätzung Hinterwälder: Milchwerte gefallen

Das ist der Prachtbulle Silbenap mit 5 ¼ Jahren auf der Weide von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg aufgenommen. Ihn empfehlen wir sowohl für die Milch- als auch für die Fleischleistung. Er stammt aus der S-Linie als fünfte Generation nach dem Besa-mungsbul

Wir haben sechs Bullen mit Töchterergebnissen in Milch aus sechs Linien im Angebot, Benforal, Fockernap, Labflort, Napfocki, Ronlab und Siltben. Alle sechs Bullen mit 10 bis 55 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Leider sind die Milchwerte bei allen zurückgegangen. Es führt Napfocki mit 106 vor Labflort und Ronlab mit 103. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich.

Als jüngster dabei ist Silbenap. Ihn empfehlen wir sowohl für die Milch- als auch für die Fleischleistung. Details finden Sie hier.

Für die Mutterkuhhaltung sind neben den elf aufgeführten Bullen auch zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.



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