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Aktuelles zur Wälder-Zuchtwertschätzung 08/2021

Radgipa HB 430162: Radgipa, ein Radraulsohn aus einer Gipadamutter ist der Neuling mit 112 GZW und 111 MW. Gute Melkbarkeit und Fitness mit 106, in der Fitness ist er bester. Bestens ist der paternale Kalbeverlauf mit 114 und noch besser der Vitalitätswert mit 121. Ein Rinderbulle ohne Wenn und Aber. Das hängt mit seiner Rahmennote von t 82 zusammen. Allerdings liegt die mittlere Kreuzbeinhöhe der 21 Töchter bei 135,3 cm, was noch gut in die Vorderwälderzucht passt. Bemuskelung (104) und Fundament der Töchter (108) sind gut, herausragend ist Eutervererbung mit 121

Vorderwälder: Radgipa neu dabei

 

Die Zuchtwertschätzung für Vorderwälder hatte es in sich. Zum einen wurde die Basis von den Bullen weg auf die sechs- bis achtjährigen Kühe umgestellt. Dies erhöhte die Milchwerte um knapp fünf Punkte und erniedrigte die Kalbeverlaufswerte um den gleichen Betrag. Dazu gibt es drei neue Merkmale, der Eutergesundheits- der Fruchtbarkeits- und der Vitalitätswert. Abgekürzt EGW, FRW und VIW. In einem gesonderten Beitrag wird darüber berichtet. 

 

Igamack führt mit GZW von 119 (+1), MW 121 (+4) und FW 108 (-3) Die Melkbarkeit gilt es mit 94 (+1) zu beachten, die Fitness liegt bei nur 95 (-8) und im EGW erreicht er 103. Im Exterieur seiner Töchter ist er kein Held. Sein paternaler Kalbeverlauf liegt bei 70, er passt nur auf geburtserfahrene Kühe. 

 

Es folgt Olefaz mit 116 (+3) GZW und 117 (+3) MW auf Grundlage von 45 (+1) Töchterleistungen. Er ist ein Milchmengenvererber mit gutem EGW und ordentlicher Melkbarkeit (103 +1). Sein FW liegt bei 100 (-2), der paternale Kalbeverlauf liegt bei 96 (-4) und gut ist er im VIW und FRW. 27 Töchter zeigen alle Hauptnoten dreistellig, haben eine gute Größe, mit 111 das beste Fundament und erzielen die Euternote 105 (+1). Stark positiv ist die Voreuteraufhängung und der Eutersitz. 

 

Dann kommt Igguss.  Er hat einen GZW von 113 (+2), einen MW von 113 (+4) und bester ist er im FW mit 113 (-1). Igguss ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,49 Fett- und 0,32 Eiweißprozent. Melkbarkeit ist stark und EGW sind positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf liegt bei 101 (-6). 22 Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Kalibers gute Werte. Eine Ausnahmeerscheinung ist er mit 107 (+2) in der Töchterbemuskelung. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren. 

 

Radgipa, ein Radraulsohn aus einer Gipadamutterist der Neuling. Er steigt ein mit 112 GZW und 111 MW. Ein ordentliches Plus vererbt er im Fettgehalt. Seine Melkbarkeit liegt bei 106 wie die Fitness, womit er bester ist. Bestens ist der paternale Kalbeverlauf mit 114 und noch besser der Vitalitätswert mit 121. Ein Rinderbulle ohne Wenn und Aber. Das ist auch nicht verwunderlich, denn seine Rahmennote beträgt 82. Allerdings liegt die mittlere Kreuzbeinhöhe der 21 Töchter bei 135,3 cm, was noch gut in die Vorderwälderlandschaft passt. Bemuskelung (104) und Fundament der Töchter (108) sind gut, herausragend ist Eutervererbung mit 121. 

 

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 318 (+12) Kühen, die einen MW von 117 (+5) erzielen. Im FW liegt er bei 96 (-1). Die Melkbarkeit von 172 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 103. Sein Exterieur mit 120 bewerteten Töchtern ist - wie bei Olefaz - in allen Hauptnoten dreistellig. Er kann allerdings - wie Igamack auch - nur für Kuhbesamungen verwendet werden. 

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter ist ein Gewinner der Schätzung. Er ist der klassische Doppelnutzungsbulle mit 105 (+5) MW und 111 (-2) FW. Die Melkbarkeit und der EGW sind mit 107 (+3) beziehungsweise 106 als gut zu bezeichnen, aber sein Geburtsverlauf liegt mit 84 (-8) unterm Schnitt. In der Töchterbewertung ist Radraul in Bemuskelung, Fundament und Euter dreistellig. Im GZW hat er am meisten zugelegt mit 109 (+6). VIW und FRW liegen bei 105 und bei 103.  

 

Gipig hat einen Punkt im GZW (104) und drei im MW (107) gewonnen. Ein Wermutstropfen ist die schlechte Inhaltsstoffvererbung. Der FW liegt bei 97 (-2), in der Melkbarkeit ist er mit 111 (+2) bester und im Euter mit 112 ist er zweitbester. Es sind lange Euter, die vorne eine sehr gute Aufhängung haben, einzig die Striche tendieren etwas zu kurz (94) und dick (107). Der paternale Kalbeverlauf liegt bei 101 (-7) Punkten. Gut ist der FRW mit 106.  

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir drei Bullen anzubieten. Igguss mit FW 113, Radraul mit FW 111 und Igamack I mit FW 108.

 

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW-Homepage. 

 

Anmerkung zur Besamung von Rindern: 

 

Kalbinnengeburten sind mit doppelt bis mehrfach häufigeren Schwierigkeiten verbunden wie Kuhgeburten. Von der Empfehlung her müssen wir sagen, dass der Neuling Radgipa toll ist. Er hat bei 26 bisherigen Kalbinnengeburten keine Schwer- und keine Totgeburt. Das wird sich ändern, wenn er gehäuft auf Kalbinnen eingesetzt wird. Nach wie vor sind für gut entwickelte Rinder Gipig und Igguss eine Alternative für Rinderbesamungen. 

 

Hornlosvererbung:

 

Wer hornlos besamen möchte, kann zum einen den mischerbig hornlosen Gigior P einsetzen. Daneben wird der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein. 

 

Gesextes weibliches Sperma:

 

Für die Vorderwälderzucht begann ein neues Zeitalter, von den Testbullen Gomez und demnächst vom Ragossohn Radetzky werden für 28 € pro Dosis gesextes weibliches Sperma angeboten. Es steht die Entscheidung an, ob Ramossperma ebenfalls gesext wird. Bisher sind 35 Bestellungen da, es bräuchte noch weitere Nachfragen. Leider kann Altbullensperma nicht gesext werden, das geht nur mit Frischsperma von Testbullen.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Fockernap steigt auf Milchwert

 

Wir haben sechs Bullen mit Töchterergebnissen in Milch aus sechs Linien im Angebot, Benforal, Fockernap, Labflort, Napfocki, Ronlab und Siltben. Alle sechs Bullen mit neun bis 54 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die positive Entwicklung im Milchwert hängt mit der Basisänderung weg von der Bullen-, hin zu Kuhjahrgängen zusammen. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich. Fockernap erweist sich mit neun Töchtern und 114 MW als bester in der Milchempfehlung.  

 

Für die Mutterkuhhaltung sind neben den elf aufgeführten Bullen auch zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

Hier eine typische Radgipatochter von der Stallgemeinschaft Büchern UG & Co KG in MühlenbachRadgipa HB 430162: Radgipa, ein Radraulsohn aus einer Gipadamutter ist der Neuling mit 112 GZW und 111 MW. Gute Melkbarkeit und Fitness mit 106, in der Fitness ist er bester. Bestens ist der paternale Kalbeverlauf mit 114 und noch besser der Vitalitätswert mit 121. Ein Rinderbulle ohne Wenn und Aber. Das hängt mit seiner Rahmennote von t 82 zusammen. Allerdings liegt die mittlere Kreuzbeinhöhe der 21 Töchter bei 135,3 cm, was noch gut in die Vorderwälderzucht passt. Bemuskelung (104) und Fundament der Töchter (108) sind gut, herausragend ist Eutervererbung mit 121Eine der neun Fockernaptöchter, die ihrem Vater den Milchwert 114 bescheren. Sie stammt aus der Schelshorn GbR in Bernau-Dorf. Damit hat der Fockeralsohn die Erwartungen voll erfüllt. Im Milchbereich sollte er verstärkt zum Einsatz kommenDie neue Zuchtwertschätzung schätzt die Fitnessmerkmale besser und bedeutet ein Meilenstein zu fruchtbaren, gesunden und langlebigen Vorderwälderkühen