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RBW-Auktionsberichte


 

Anzeige in Kürze stattfindenden Auktionen mit Veröffentlichung von Auktionsinformationen (Auftriebszahlen, Uhrzeiten) und Ansicht von Auktionskatalogen und Gemelkslisten: siehe hier


Auktion am 14. Juli 2021 in Bad Waldsee

Kat. 18 Helau Tochter aus dem Betrieb Arthur Ulrich. Einer der Top Seller der Auktion für 2.400 €

Brown Swiss

 

Bei der Juli-Auktion wurde die hervoragende Brown Swiss-Qualität mit einem Durchschnittspreis von knapp 1.800 € belohnt. Es zeigt sich, dass durch die Zunahme der Kreuzungsbesamungen, vor allem in Norddeutschland, Zuchtvieh zukünftig weiterhin begehrt bleibt.

 

Interessantes Bullenangebot – 1.850 € erlöste der Naturel-Halbruder zu dem weltweit eingesetzten RBW-Brown Swiss-Vererber Canyon Der starke L-Kuhstamm der Familie Hörmann, Unteropfingen, überzeugt in Leistung und Eutervererbung. Dies spiegelte auch dieser harmonische und fundamentstarke Bulle in seinen genomischen Zahlen wider.

 

Ein weiteres Highlight war der jüngste Bulle der Auktion, vorgestellt von Martin Rehm, Ochsenhausen. Auch er ein Naturel-Sohn, diesmal aus Auranto Noemi, welche auf die Vigor Noris-Kuhfamilie zurückgeht, aus welcher auch die Bullen Figaro und Antonov stammen. Er wird seine hohen positiven genomischen Zuchtwerte für Eiweiß und eine Eutervererbung von 115 im Raum Bad Wurzach weitergeben.

 

Extrem hochwertig war das Angebot bei den Jungkühen. Überzeugend, wie auch schon auf den letzten Auktionen, sind die Töchter der RBW-Vererber. Absolute Spitze war die Kat. -Nr. 18, eine Helau Tochter mit 38,5 kg Milch bei bester Melkbarkeit. Die sehr rumpfige, harmonische Jungkuh bestach durch ein breites Hintereuter mit starkem Zentralband und ging nach einem harten Bieterduell für 2.400 € nach Nordrhein-Westfalen. Ebenso gefragt war die Kat.-Nr.14, eine Astorio-Tochter, mit 40,5 kg Marktgemelk. Diese milchtypische und mit bestem Fundament ausgestattete Jungkuh überzeugte durch ihr straffes und sehr drüsiges Euter. Auch sie wurde von einem weiteren Betrieb in NRW ersteigert. Beide Jungkühe wurden vom Betrieb Arthur Ulrich, Essingen vorgestellt, der zudem auch noch eine schaufertige Alasko-Jungkuh anbot. Hoch in der Käufergunst war eine Axoy-Tochter aus einer Erafax vom Betrieb Hubert Schupp, die frisch gekalbt schon 30 kg gab und mit hervorragendem Fundament glänzte. Ebenfalls die 2.000 € Marke knackte die jüngste abgekalbte Brown Swiss der Auktion mit 33,0 kg, von Hermann Miller aus Gutenzell. Sie blieb im eigenen Zuchtgebiet.

 

Ein Teil der Brown Swiss-Jungkühe wurde von einem italienischen Kunden ersteigert. Es zeigt sich, dass gesext weiblich besamen die Strategie ist, um die wachsende Nachfrage nach Zuchttieren erfüllen zu können. Die Brown Swiss-Kälber wurden flott auktioniert. Hier erlösen Kälber, welche mind. 4 Wochen alt und aus Mehrkalbskühen stammen, gute Preise.

 

Fleckvieh

 

Ein kleineres, aber qualitativ hochwertiges Angebot stand bei den Fleckvieh-Tieren zum Verkauf. Im Nachtrag des Kataloges waren zwei interessante Zuchtbullen – ein Hazard-Sohn von Edwin Schelkle, Herbertingen mit langlebiger und fruchtbarer Kuhfamilie im Background, sowie ein genomisch typisierter Weissensee-Sohn von Alois Müller aus Bad Waldsee mit überdurchschnittlichen Zuchtwerten. Er begeisterte vor allem in der Eutervererbung. Seine positive Inhaltstoffvererbung widerspiegelt die Qualität der tiefen G-Familie. Für beide Bullen kam jedoch kein Gebot.

 

Den Anfang der Auktion machte eine sehr wüchsige Zum Besten-Tochter vom Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) in Aulendorf. Mit einem lebhaften und festsitzenden Euterkörper, sowie überdurchschnittlicher körperlicher Entwicklung zählte sie zu der Spitzengruppe. Sie war bereits wieder sicher trächtig. Eine Miami-Tochter vom Aufzuchtbetrieb Siegbert Blum, Wald folgte ihr nach. Mit 35 kg Marktgemelk zählte sie zu der Spitze in diesem Merkmal. Treu ihrem Vater glänzte sie überdies mit einem makellosen Fundament. Im Euter waren das Zentralband und die optimale Stichplatzierung ihre Stärke.

 

Ebenfalls von Siegbert Blum war eine erst kurz abgekalbte Hurly-Enkelin im Angebot. Ganz am Anfang ihrer Laktation zeigte sie sich sehr vielversprechend im Euter und vor allem auch in der Leistung. Aus einer bewährten Mutter mit sechs abgeschlossenen Laktationen und über 70.000 kg Milch, sowie dem Besamungsbullen Samstein in der Verwandtschaft, bot Alfred Berger, Herbertingen eine züchterisch interessante Hosianna-Tochter an. Die quellige Jungkuh wusste zudem in Fundament und Euter zu überzeugen. Ebenfalls hoch in der Käufergunst stand eine noch junge Wave-Tochter von Thomas Kemmler, Kusterdingen, sowie eine leistungsbereite Harun-Tochter von Jürgen Reklau, Attenweiler.

 

Holsteins

 

Die 11 angebotenen Holsteinbullen deckten eine breite Linienvielfalt ab und mit zwei Hornlosbullen und zwei Rotbuntbullen war für jeden Anspruch etwas dabei.

Spitzenbulle dieser Auktion war ein genomisch typisierter Yearwood-Sohn aus der bekannten Blümchen Kuhfamilie von der Erthle GbR aus Ulm-Eggingen. Seine Mutter, die Barly-Tochter Barbie, hat ihre zweite Laktation mit nahezu 15.000 kg Milch bei 4,68% F und 3,65% E abgeschlossen. Der typstarke, dunkel gezeichnete Bulle bewegte sich auf hervorragenden Fundamenten mit sehr feinen Sprunggelenken und besten Klauen. Mit großem Käuferinteresse konnte dieser Bulle über 2.000 € zugeschlagen werden. Der Reservesieger, ein genetisch hornloser Gymnast-Sohn aus der Mr. Spoll-Kuhfamilie, stammte ebenfalls vom Betrieb Erthle. Der sehr breite, und mit besten Beinen ausgestattete Bulle fand ebenfalls großes Käuferinteresse.

 

Mit 48 Jungkühen war diese Auktion etwas knapper bestückt. Trotzdem fanden sich zahlreiche leistungs- und exterieurstarke Tiere. Die leistungsstärkste Jungkuh der Aktion war dieses Mal auch das teuerste Tier. Die Flavio-Tochter vom renommierten Zuchtbetrieb Tobias Kreidler aus Markdorf konnte nicht nur mit 45 kg Milch, sondern auch durch ihre Harmonie punkten. Die fehlerfreie und schwer gebaute Jungkuh bewegte sich sehr gut auf ihrem perfekten Fundament und wurde für deutlich über 2.000 € verkauft.

 

Ebenfalls aus Markdorf und sehr gefragt war eine Kenosha-Tochter vom bekannten Zuchtbetrieb Mock. Dieses sehr rahmige und körperstarke Tier mit einem Marktgemelk von 44 kg zeigte ein perfekt aufgehängtes Euter mit optimaler Stichplatzierung und sehr drüsigem Euterkörper. Sehr begehrt war auch eine Bostoni-Jungkuh von der Erthle GbR. Die mittelrahmige, edle Jungkuh gab frisch abgekalbt schon 34 kg Milch und bewegte sich auf einem sehr guten Fundament. Auch der Aufzuchtbetrieb der Familie Schnell aus Amtzell war wieder mit guter Qualität vertreten. So stand unter anderem eine mittelrahmige Malinus-Tochter mit optimalem Robotereuter und 33 kg Milch zum Verkauf. Auch sie konnte jenseits der 2.000 €-Marke zugeschlagen werden.Im Allgemeinen gestaltete sich der Marktverlauf nicht ganz so flott wie bei den vorangegangenen Auktionen, aber trotzdem konnte einen Schnittpreis von 1.681 € erzielt werden. Nach diesem Markt hoffen wir wieder auf größere Stückzahlen für die kommenden Monate.           

 

Die nächste Großviehauktion in Bad Waldsee findet am Mittwoch, den 11. August 2021 statt.

 

Preisspiegel

Kategorie

Anzahl

Minimum

Maximum

Durchschnitt

Brown Swiss:

Bullen

4/3

1300

1850

1493

Jungkühe

13/13

1300

2400

1792

Zuchtkälber

8/7

200

290

247

Fleckvieh:

Bullen

2/0

-

--

 

Jungkühe

20/20

1300

2100

1698

Holsteins:

Bullen

11/9

1300

2200

1533

Jungkühe

48/48

1300

2500

1681

Ältere Kühe

1/1

1450

1450

1450

Zuchtkälber

2/2

130

180

155

Kat. 18 Helau Tochter aus dem Betrieb Arthur Ulrich. Einer der Top Seller der Auktion für 2.400 €Kat. 203 Zum Besten-Tochter vom LAZBW, AulendorfKat. 820 Kenosha-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Mock, MarkdorfRBW Spitzentiere Brown Swiss. v.l.n.r Kat. 18 Helau 38,5 kg, Kat. 14 Astorio 40,5 kg, Kat. 20  Figaro 33,0 kg RBW Vererber Helau,  hoch positive Inhaltsstoffe, sehr gute Euter

Auktion am 7. Juli 2021 in Donaueschingen

Vorderwälder übers Internet wegen Blauzunge

Fleckvieh: An erster Stelle konnte sich ein sehr gut entwickelter Remo Sohn aus dem Betrieb Alfred Berger aus Herbertingen- Mieterkingen platzieren. Er stammte aus der langlebigen K-Familie des Betriebes, die für hohe Leistungen und typstarke Kühe steht. Er wechselte zum Tageshöchstpreis von 2.150 € in den Linzgau Vorderwälder: Spitzenbulle war Igrapiro P, ein Igragar PP Sohn aus einer sehr starken Kuhfamilie. Mit 15 von 18 möglichen Punkten war er am besten bewertet, 8 in Bemuskelung und 7 in der Äu-ßeren Erscheinung. Um der Hornloszucht einen Schub zu geben, wurde er in den Testein-satz geschickt. Klaus Duffner aus Haslach ist der Züchter

Das aufgetriebene Großviehangebot bei Fleckvieh auf der Auktion am 7. Juli in Donaueschingen konnte bis auf einen Bullen vollständig und sehr flott verkauft werden.

 

Die angebotenen fünf Fleckviehzuchtbullen decken eine breite Linienvielfalt ab und zeigten sich ideal im Zweinutzungstyp.

 

An erster Stelle nach der Körung konnte sich ein sehr gut entwickelter Remo Sohn aus dem Betrieb Alfred Berger aus Herbertingen- Mieterkingen platzieren. Er stammt aus der langlebigen K-Familie des Betriebes, die für hohe Leistungen und typstarke Kühe steht. Er wechselte zum Tageshöchstpreis von 2.150 € in den Linzgau.

 

Der Betrieb Edwin Schelkle - ebenfalls aus Herbertingen- Mieterkingen – bot einen sehr korrekten Hazard Sohn an, der aus einer mittelrahmigen Ofir Tochter stammt. Ebenfalls sehr gefragt war ein weiterer Remo Sohn, der genomisch untersucht war. Er wusste im Exterieur zu überzeugen und wechselte in einen Betrieb an den Hochrhein.

 

Die aufgetriebene Jungkuh von Bernhard Vögtle aus Messkirch fand flott einen neuen Besitzer.

 

Bei den Vorderwäldern wurden fünf Bullen angeboten, allerdings leider nicht auf dem Markt in der Donauhalle. Denn die neue Blauzungenregelung, die Ende Juni in Kraft trat, verhinderte dies. Also wurden die Burschen ab Stall gekört und über die RBW-Homepage mit Foto, Reihung und Katalog übers Telefon vermarktet. Drei wechselten den Besitzer, sie gehörten Klaus Duffner aus Haslach. Spitzenbulle war Igrapiro P, ein Igragar PP Sohn aus einer sehr starken Kuhfamilie mit 123 GZW bei der Mutter. Mit 15 von 18 möglichen Punkten war er am besten bewertet, 8 in Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung. Um der Hornloszucht einen Schub zu geben, wurde er in den Testeinsatz geschickt. Die RBW-Besamungszentrale Herbertingen übernahm ihn zum Garantiepreis für BPS-Bullen.

 

Zweitplatziert ging ein mit zweimal 7 bewerteter Iggiosohn aus einer Pigasmutter ins Rennen Hier kam eine Nachfrage von einem Züchterkollegen aus St. Georgen-Peterzell und er erhielt den Zuschlag für 1.600 €. Iropir P, ein Irola P Sohn mit einer sehr starken mütterlichen Abstammung wird eine außergewöhnliche Karriere einschlagen. Er wurde im Kaufauftrag für 1.750 € gesteigert. Bewertet wurde Iropir P wie der Spitzenbulle mit 8 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung. Das Besondere ist, dass er in einem Betrieb in Niedersachsen eingesetzt wird, um stabile hornlose Nachkommen zu zeugen.

 

Die zwei jüngsten Bullen, ein Iggardianenkel und ein Reussohn blieben im Überstand, sie warten auf Kaufinteressenten auf der RBW-Homepage www.rind-bw.de.

 

Die nächste Großviehversteigerung findet am Mittwoch, den 1. September 2021 statt. Der nächste Kälbermarkt ist bereits am Mittwoch, den 4. August 2021.

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Anzahl

Preisspanne

D-Preis

Bullen

5/4

1.800 – 2.150

1.925

Vorderwälder

Bullen

5/3

1.600 – 3.000

2.117

 


 

Kälberpreise weiter auf hohem Niveau

 

Am 07. Juli 2021 fand die Kälberauktion der RBW in Donaueschingen statt. Die Auktion war mit 263 Kälbern für die Jahreszeit gut beschickt. Das Angebot an Vorderwälder-Kuhkälber war diesmal sehr klein und sehr schnell vergriffen.

 

Bei den Vorderwälder-Bullenkälber entwickelte sich bei sehr guter Qualität ein sehr flotter  Marktverlauf. Bei 87kg waren die Kälber schwerer als gewohnt. Im Durchschnitt erlöste ein 87 kg Kalb 335€ und konnten somit im Preis nochmal zulegen.

 

Auch bei den Fleckvieh-Kuhkälber konnten sich die Preise auf dem Niveau der Vormonate halten. Besonders die schwereren Kälber waren sehr gefragt. Ein 85kgKalb erlöste im Durchschnitt 290€.

 

Die Fleckvieh-Kuhkälber waren ebenfalls schnell vergriffen und liegen im Durchschnitt stabil bei knapp 6€. Gut entwickelte Kälber entwickelten sich sogar deutlich darüber. Im Durchschnitt erlöste eine 84 kg Kalb 500€.

 

Die nächste Kälberauktion in Donauseschingen findet am Mittwoch den 4.August 2021 statt.

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

38

38

85

2,07

4,49

Bullenkälber

186

186

84

2,38

6,62

Vorderwälder

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

3

3

71

1,69

2,18

Bullenkälber

36

36

87

2,54

4,26

An erster Stelle konnte sich ein sehr gut entwickelter Remo Sohn aus dem Betrieb Alfred Berger aus Herbertingen- Mieterkingen platzieren. Er stammte aus der langlebigen K-Familie des Betriebes, die für hohe Leistungen und typstarke Kühe steht. Er wechselte zum Tageshöchstpreis von 2.150 € in den LinzgauDie von Bernhard Vögtle aus Messkirch aufgetriebene Jungkuh fand flott einen neuen BesitzerSpitzenbulle war Igrapiro P, ein Igragar PP Sohn aus einer sehr starken Kuhfamilie. Mit 15 von 18 möglichen Punkten war er am besten bewertet, 8 in Bemuskelung und 7 in der Äu-ßeren Erscheinung. Um der Hornloszucht einen Schub zu geben, wurde er in den Testein-satz geschickt. Klaus Duffner aus Haslach ist der ZüchterZweitplatziert ging ein mit zweimal 7 bewerteter Iggiosohn aus einer Pigasmutter ins Ren-nen. Hier kam eine Nachfrage von einem Züchterkollegen aus St. Georgen-Peterzell und er erhielt den Zuschlag für 1.600 €.Iropir P, ein Irola P Sohn mit einer sehr starken mütterlichen Abstammung wird eine außer-gewöhnliche Karriere einschlagen. Bewertet wurde Iropir P wie der Spitzenbulle mit 8 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung. Das Besondere ist, dass er in einem Be-trieb in Niedersachsen eingesetzt wird. Er wurde im Kaufauftrag für 1.750 € gesteigert

Kälberauktion in Herrenberg am 07. Juli 2021

Flotte Nachfrage hält bei steigender Auftriebszahl an

Im Gegensatz zu den traditionell auftriebsschwachen Frühsommermonaten waren im Juli wieder deutlich mehr Kälber im Angebot, welche auch qualitätsorientiert flott vom Markt aufgenommen werden konnten.

 

Mit 36 Kuhkälbern war das Angebot außerordentlich umfangreich. Die angebotenen Tiere konnten auch zügig am Markt platziert werden. Im Schnitt waren die 83,9 kg schweren Kuhkälber der Käuferschaft 268 Euro wert, was 3,20 Euro je Kilo entspricht.

 

Gut entwickelte junge Kälber halten sich konstant bei über 6 Euro je Kilo und sind weiterhin heiß begehrt. Kälber ohne Blauzungenstatus sind aufgrund des verkleinerten Restriktionsgebietes nur noch mit großer Mühe und unter starken Preiszugeständnissen am Markt zu platzieren.

 

Unter dem Strich kann ein Durchschnittspreis von 5,67 Euro bei einem Gewicht von gut 83 Kilo genannt werden. Der Spitzenpreis belief sich auf 6,67 Euro. Ein männlicher Fresser fand ebenfalls einen neuen Besitzer.

 

Die nächste Auktion in Herrenberg findet am Mittwoch, 04. August statt.

 

Preisspiegel

 

 

Aufge-
trieben

Ver-
kauft

Ø-Gew

Preisspanne/kg, netto

Durch-

schnitt

Von

Bis

Kuhkälber

36

36

83,9

1,82

3,98

3,20

Bullenkälber

141

141

83,1

1,08

6,67

5,67

 


Auktion am 23. Juni 2021 in Ilshofen

Großvieh etwas ruhiger, Kälber knapp und teuer

Am 23. Juni fand in Ilshofen die Zuchtrinder- und Nutzkälberauktion der Rinderunion Baden - Württemberg in Ilshofen statt.

 

Es wurden neben 37 Stück Großvieh 338 Kälber zum Verkauf angeboten.

 

Die melkenden Tiere konnten nicht ganz den Preis der Vorauktion halten, während speziell bei den Bullenkälbern ein knappes Angebot auf eine hohe Nachfrage trifft.

 

Holsteins:

 

Die angebotene Jungkuh konnte aufgrund einer Euteransage günstig für 1000.- Euro erworben werden.

 

Fleckvieh:

 

Die drei angebotenen Jungbullen wurden für durchschnittlich 1817.- Euro verkauft. An der Spitze ging ein hervorragend entwickelter Impossum – Sohn aus einer leistungs- und inhaltsstoffstarken Vorum – Mutter aus der Zucht von Familie Hägele aus Holzleuten. Herr Hägele Junior hatte den Bullen mehr als vorbildlich zur Auktion hergerichtet und zog bei seiner ersten Marktbeschickung viele bewundernde Blicke auf sich und seinen klasse Bullen. Glückwunsch dem jungen Züchter auch von dieser Seite aus. 1900.- Euro waren der verdiente Lohn.

 

Die 33 vorgestellten Jungkühe erbrachten ein rekordverdächtiges Durchschnittsgemelk von 31,8 kg Milch. Allerdings hatten die hohen Temperaturen Vorwoche doch etwas ihre Spuren hinterlassen, so dass auch hier einige Tiere mit Euteransagen behaftet waren, die dann allesamt auch kein Gebot erhielten. Letztendlich wurden 28 Stück zu durchschnittlich 1590.- Euro verkauft. Der leichte Preisrückgang gegenüber der Vorauktion lag vor allem daran, dass das Kaufverhalten speziell im besseren Segment etwas verhaltener war.

 

An der Spitze rangierte eine enorm wuchtige, körperhafte und mit bestem Fundament ausgestattete Vulkan – Tochter von der Elzhof GbR aus Scheidental, die 33,4 kg Milch leistete und mit Trächtigkeitsgarantie verkauft wurde. Sie erlöste mit 1900.- Euro den Tageshöchstpreis. Preislich folgte eine voll im Doppelnutzungstyp stehende Mahango – Tochter von Familie Dangelmeier aus Simmisweiler, die 35,1 kg Mich vorweisen konnte und 1820.- Euro erlöste, sowie eine rahmige und euterstarke Horizont – Tochter mit 34,1 kg Milch von der Markert GbR aus Creglingen - Schön für 1800.- Euro, die beide die Reise ins benachbarte Bayern antraten.

 

60 Kuhkälber wogen im Mittel 77 kg und erlösten einen Nettopreis von 2,96.- Euro je kg bzw. 224.- Euro je Tier.

 

Die 278 Bullenkälber waren mit durchschnittlich 85 kg schwerer als üblich, trafen aber auf eine weiterhin sehr hohe Nachfrage seitens der Mäster und Fresseraufzüchter und erlösten im Mittel 5,86.- Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 497.- Euro je Tier.

 

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden jeweils am Mittwoch, den 14. Juli (Kälber Fleckvieh) sowie am 28. Juli (Großvieh u. Kälber Holsteins u. Fleckvieh) statt.

 

Preisspiegel

Gattung

Anzahl

Preisspanne

Durchschnittspreis

Jungkuh Holsteins

1

-

1000.-

Bullen Fleckvieh

3

1600.- - 1950.-

1817.-

Jungkühe Fleckvieh

28

1300.- - 1900.-

1590.-


Kälberauktion am 02. Juni 2021 in Donaueschingen

Kälberpreise im Höhenflug

Kat.Nr. 236
Schöne VW-Bullenkälber

Am 02. Juni 2021 fand die Kälberauktion der RBW in Donaueschingen statt. Die Auktion war mit 277 Kälbern für die Jahreszeit gut beschickt. Die Preise erreichten ein Rekordniveau im Vergleich der letzten Jahre.

 

Das Angebot an Vorderwälder-Kuhkälber war diesmal sehr klein und war schnell vergriffen. Bei den Vorderwälder-Bullenkälber entwickelte sich bei sehr guter Qualität ein sehr zügiger Marktverlauf. Bei  81kg waren die Kälber etwas leichter wie gewohnt. Im Durchschnitt erlöste ein 81 kg Kalb 305€.

 

Optimale Kälber erreichten sogar einen Durchschnittspreis von über 4 €/kg.

 

Auch die Fleckviehkuhkälber konnten sich in der Preisspirale nochmals nach oben entwickeln. Für einen Paukenschlag sorgte ein mit 129 GZW sehr hoch typisiertes Kuhkalb aus der Zucht von Philipp Ewald aus Bräunlingen. Dieses Kalb sicherte sich ein Kaufinteressent aus der Ortenau für über 700€.

 

Die Fleckvieh-Bullenkälber knackten im Durschnitt die 6 € Marke. Gut entwickelte Kälber entwickelten sich sogar deutlich darüber. Im Durchschnitt erlöste ein 82 kg Kalb 500€.

 

Die nächste Kälberauktion in Donauseschingen findet  am Mittwoch den 7. Juli 2021 statt.

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

41

41

85

1,43

5,02

Bullenkälber

195

195

82

2,20

7,33

Vorderwälder

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

3

3

78

2,11

2,59

Bullenkälber

38

38

81

2,18

4,46


Limousin-Online-Hofauktion am 10. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation wurde der diesjährige Limousin-Frühschoppen als reine Online-Auktion durchgeführt. Die Tiere wurden auf den Betrieben gekört, fotografiert und gefilmt. Somit konnten sich die Käufer ein Bild ihres Wunschtieres machen. Die Tiere standen dann mit Bild und Körergebnissen zwei Tage auf unserer Online-Plattform im Netz, so dass sich die Kunden rechtzeitig einloggen und mitbieten konnten. Mit dem Zuschlag des ersten Tieres begann dann die Auktion pünktlich um 12 Uhr und im Fünf-Minuten-Takt wurde dann jedes weitere Tier ausgeboten. Die Kollektion wurde von einem deckerfahrenen Bullen angeführt, der dann für den Höchstpreis einen Abnehmer fand. Es zeigte sich auch deutlich, dass reinerbig hornlose Bullen stärker im Käuferfokus lagen. Daneben durften sich auch die Bio-Tiere einer gesteigerten Nachfrage erfreuen.

Somit lagen die Durchschnittspreise bei den Bullen bei 2950.-€ und bei den Rindern bei 2100.-€.

 

 


 

Fleckvieh-Fleisch-Online-Night-Sale am 10. April 2021

Die Fleckvieh-Fleisch-Online-Auktion fand unter den gleichen Bedingungen, wie die Limousin-Auktion statt. Allerdings hat sich hier von Anfang an ein erfreulicheres Bieten eingestellt, so dass diese Auktion gleich mit Geboten belebt wurde. Somit konnten diese Bullen im Durchschnitt für 2683.-€ und die Rinder für 1400.-€ verkauft werden.

Wobei man auch bei diesen Online-Auktionen das große Bedürfnis der Kunden nach einer Präsenzveranstaltung gespürt hat, was sich bezüglich des Kaufverhaltens der Kunden widerspiegelte, nicht alle Tiere fanden ihren Abnehmer.

 

 


 

Dritte Telefonauktion bei den Hinterwäldern am 9. April 2021

An der Spitze der drei Mutterkuhbullen lief Walron aus der Zucht von Kuttler Manfred aus dem Kleinen Wiesental- Raich. Er ist mit Bemuskelung 8 und Äußerer Erscheinung 6 überdurchschnittlich. Zum Preis von 1.750 € erhielt ein Züchter aus Heddesheim, nähe Heidelberg den Zuschlag

Pandemiebedingt musste die Vermarktung der Hinterwäldertiere auch im April 2021 wieder über eine Telefonauktion durchgeführt werden. Die Tiere wurden im Vorfeld begutachtet, gekört und auf der Plattform der Rinderunion (www.rind-bw.de) mit Bildern, Körliste und Katalog angeboten. Die Interessenten konnten am 9.4.2021 von 10 -12 Uhr ihre Gebote abgeben und die Tiere ersteigern. Es wurden 6 Zuchtbullen, ein männlicher Fresser, 1 Kalbin und 6 weibliche Rinder angeboten.

 

Bei den Mutterkuhbullen kam es beim Körsieger und dem Reservesieger zu einem deutlichen Steigern. Bei den Milchviehbullen ging einer zum Anschlagspreis und ein weiterer mit dem Höchstpreis an die neuen Besitzer. Ein Mutterkuhbulle und ein Milchkuhbulle blieben im Überstand. Auch bei allen weiblichen Tieren fanden sich leider keine Interessenten. Die Tiere sind auf der Homepage der Rinderunion www.rind-bw.de unter Angebote eingestellt und können bei Interesse dort abgerufen werden.

 

An der Spitze der drei Mutterkuhbullen lief Walron aus der Zucht von Manfred Kuttler, Kleines Wiesental- Raich. Den Spitzenplatz erzielte er durch 1.220 g tägliche Zunahmen, eine Bemuskelung (B) von 8 und eine 6 in der Äußeren Erscheinung (ÄE). Er ging zum Preis von 1.750 € nach Heddesbach in die Nähe von Heidelberg. Der zweitplatzierte Konlaf von Heinrich Till aus Schluchsee- Äule erzielte den Preis von 1.800 €. Der Bulle war jeweils mit der Note 7 in B und ÄE und 884 g tägl. Zunahmen ein sehr ausgeglichenes Tier mit typischen Hinterwäldereigenschaften in Größe und Farbe. Den Zuschlag erhielt ein Züchter aus dem Kraichtal, also auch außerhalb des Zuchtgebiets. Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, wie weit die Hinterwälderzucht doch verbreitet ist.

 

Bei den Milchviehbullen konnte Walthum aus der Walterlinie den Höchstpreis von 1.900 € erzielen. Mit zweimal Note 6 in B und ÄE und einer täglichen Zunahme von 856 g liegt der Bulle im durchschnittlichen Bereich. Hervor sticht seine Mutter mit einem MW von 105, 7 Kälbern und einer durchschnittlichen Leistung von 4.681 kg. Das Tier bleibt im Zuchtgebiet bei einem Züchterkollegen in der Gemeinde Münstertal. Der Milchkuhbulle Napsilt von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg wurde zum Anschlagspreis von 1.400 € ebenfalls von einem Züchterkollegen aus Bernau gesteigert.

 

Der nächste Markt findet am Freitag den 8.10.2021 hoffentlich wieder am Vermarktungsort in Schönau statt. Wer zwischenzeitlich Hinterwäldertiere benötigt, wende sich bitte wie üblich an Herrn Preiser, Tel. 0172/9645246.

 

Preisspiegel:

Verkaufsklasse

Verkauft

Preis netto €

Preis von-bis

Bullen Klasse 2

3

1.816

1.750 – 1.900

Bullen Klasse 3

1

1.400

-

An der Spitze der drei Mutterkuhbullen lief Walron aus der Zucht von Kuttler Manfred aus dem Kleinen Wiesental- Raich. Er ist mit Bemuskelung 8 und Äußerer Erscheinung 6 überdurchschnittlich. Zum Preis von 1.750 € erhielt ein Züchter aus Heddesheim, nähe Heidelberg den ZuschlagDer Bulle Walthum von Kiefer Klaus aus Aitern führt die Milchviehbullen an. Er war mit 6 in B und 6 in AE bewertet. Der Bulle erhielt ein Gebot zum Höchstpreis von 1.900 € und wechselt zu einem Züchter ins MünstertalDer wunderschöne Mutterkuhbulle Konlaf aus der Zucht von Till Heinrich, Schluchsee-Äule findet für 1.800 € eine neue Heimat im Kraichtal-Neuenbürg bei Karlsruhe

Fleischrindertage 2021 – Online ein voller Erfolg! – 06. Februar 2021

Schön aufgereiht, die Kollektion der Angusbullen bei Peter Schumacher, Heidelberg, 5 wurden letztlich angeboten und verkauft, davon 2 in die Schweiz

Mal ganz anders, unsere 14. Süddeutschen Fleischrindertage jetzt am 6. Februar. Aufgrund der bekannten Rahmenbedingungen haben wir unseren Markt „digitalisiert“, d.h. alle Bullen wurden im Internet angeboten und via „Live-Stream“ verkauft. Alles Neuland für uns, niemand wusste genau, klappt das oder wird es ein Flopp. Aber, hurra, am Ende lief es viel besser als gedacht, ja sogar fast besser als jemals zuvor. Vorteil für alle: man konnte bequem zuhause sitzen, eine Woche lang Körergebnisse, Bilder und Videos aller Bullen studieren. Und wer wollte, der konnte sich zusätzlich vor Ort „seinen“ Favoriten auf den Betrieben ansehen. Einige nutzten diese Gelegenheit.

 

Im Vorfeld der Online-Auktion war viel zusätzliche Organisation notwendig: statt turnusgemäß in der Rezathalle in Ansbach, nun Körungen der fast 70 Bullen auf 31 Zuchtbetrieben in ganz Süddeutschland. Alles ca. drei Wochen vorab, inkl. Erstellung werbewirksamer Fotos und Videos, und das bei echtem Winterwetter! Das war echtes Neuland für uns, aber wir gingen es hochmotiviert mit zwei Körkommissionen plus Fotograf, respektive Kameramann/-frau an: der bayerische Zuchtleiter Konrad Wagner fuhr mit unserem Limousinzüchter Steffen Heer aus Ottenbach (Göppingen) insgesamt vier Tage auf 15 Betrieben in beiden Bundesländern alle Charolais- und Limousinbullen sowie die meisten Simmental und einen Pinzgauer ab, unterstützt dabei von Astrid Roswag (FVB) als Verantwortliche für das Bildmaterial.

 

Unser Zuchtleiter für Baden-Württemberg, Dr. Thomas Schmidt, körte gemeinsam mit Heinrich Bauersachs aus Mitwitz (Oberfranken) auf 16 Betrieben in Bayern und BW insgesamt 35 Bullen: alle Angus sowie je einen Pinzgauer und Fleckvieh/Simmental. Dabei legte seine Körkommission in drei Tagen bei Schnee und Eis fast 1700 km zurückgelegt, von Heidelberg über Franken und dem Südrand des Fichtelgebirges bis in den Raum München. Dieter Kraft als unser Kameramann nutzte dabei jede Tageslichtminute, abends halfen Scheinwerfer, manchmal streikten jedoch die Gaslampen. Bullen gingen auch schon mal alleine spazieren, Glatteis auf den Höfen ließ uns die Präsentation auf die Straße verlegen, Waagen versagten, usw. Egal, am Ende hatten wir viele tolle Bullen gekört und in Fotos und Videos dargestellt, alles für den richtigen Eindruck beim Interessenten, alles für die Chance auf Vermarktung trotz Corona-Restriktionen. Immerhin konnten wir so auch viele tolle Züchterfamilien in ganz Süddeutschland kennenlernen, überall wurden wir herzlich empfangen und unterstützt, leider war nur die Zeit immer zu knapp.

 

Am Freitag, 5. Februar, 10 Uhr startete das sogenannte „Warm Up“, die verbliebenen 65 Bullen waren im Netz eingestellt, es konnte bereits geboten werden. Am Samstag begann pünktlich um 11:00 Uhr die heiße Phase mit Live-Versteigerung im Studio bei Live-Sales in Wettringen an der holländischen Grenze; bis dahin hatte sich im Netz noch gar nicht viel getan. Doch dann, mit dem Start der Übertragung, ging es richtig gut los: als Konrad Wagner statt in Ansbach nun „online“ alle Besucher und Kaufinteressenten begrüßte, da waren hunderte bereits „online“ dabei.

 

Versteigert wurde nach Katalog-Nr., denn mangels perfekter Vergleichbarkeit aller Bullen an einem Ort wurde auf die Auslobung von Körsiegern, etc. verzichtet. Dr. Schmidt stellte die von ihm gekörten und im Rennen verbliebenen 31 Angusbullen mit präzisen Hintergrundinfos gekonnt in Szene, dann startete Dr. Josef Dissen – Zuchtleiter und erfahrener Auktionator des Fleischrinderherdbuches Bonn – sein kunstvolles Werk; er ist immer in der Lage, jeden Bullen passend zu kommentieren und auf amüsante Art an den Mann oder die Frau zu bringen. Herzlichen Dank für seine tolle Unterstützung! Die Vorstellung der Rassen Charolais, Fleckvieh-Fleisch (Simmental), Limousin und Pinzgauer übernahm dann Konrad Wagner ebenso fundiert, kannte der doch von seinen vier Tagen Körungen nahezu jeden dieser Bullen ebenfalls persönlich.

 

Angus startete gleich verheißungsvoll, der erste – ein schwarzer BIO-Bulle von Hertfelders mit RZF 113 und interessantem Pedigree – ging für 3100,- € zu einem fast benachbarten Zuchtbetrieb in Hohenlohe. Beim zweiten entbrannte das erste von vielen Bieterduellen, dieser schwarze, 8-7-8 gekörte BIO-Bulle von Rainer Bauereiß aus Colmberg (Bay.) interessierte viele mit tollen Typ und RZF 118, für 5000 € darf er jetzt im Schwarzwald decken. Teuerster Angus wurde der 8-8-8 gekörte schwarze DM-Tiger-Sohn aus einer Red-Label-Tochter, ein schicker Allround-Vererber aus dem Betrieb Markus Lindner in Hohenlohe, erst bei 5100 € wurde er in die Schweiz zugeschlagen.

 

Ein schwarzer BIO-Bulle von Heinrich Bauersachs ging für 4400 € nach Schleswig-Holstein, ein roter BIO-Bulle von Fam. Winhart für 4300 € nach Hessen. Ein sehr eleganter, harmonischer Roter von Fam. Knaus in Bad Berneck (Oberfranken), 8-8-7 gekört und mit besten Zuchtwerten, war der Besamungsstation Neustadt/Aisch 4000 € wert, diese Genetik ist somit bald für viele zu haben! Aber auch für 2100 € wurden schon sehr gute Bullen verkauft, für jeden war wirklich was dabei, wobei die 13 BIO-Bullen im Mittel rund 550 € mehr erzielten. Insgesamt hatten wir bei Angus 44 verschiedene Bieter für die komplett verkauften 31 Bullen.

 

Bei Charolais gab es leider nur 3 Bieter für 7 Bullen, somit kein Wunder, dass 3 ohne Gebot und die Preise hinter den Erwartungen zurückblieben. Zwei konnten in die Schweiz zugeschlagen werden, einer wurde noch direkt danach verkauft.

 

Auch bei Fleckvieh-Fleisch hätte es ein wenig mehr Bieter für diese 5 guten Jungbullen geben dürfen. Letztlich wurden aber alle zugeschlagen, davon je einer nach Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und in die Schweiz.

 

Anders bei Limousin: hier boten insgesamt 51 Interessenten auf 20 sehr gute Jungbullen. Ergebnis sind die höchsten Durchschnittspreise aller Rassen und das beste Verkaufsergebnis Limousin in Süddeutschland aller Zeiten. Trotzdem waren auch hier schöne Bullen bereits ab 2200 € zu haben. Hervorstechend jedoch der Teuerste, ein 8-8-8 gekörter, reinerbig hornloser Lucas-Sohn von Tobias Stallmann in Lehrberg (Mittelfranken), der einem Schweizer Züchter 6000 € wert war. Top RZF von 111 sowie mit fast 1600 g Tageszunahmen die höchsten aller Auktionsbullen dürften dafür Gründe sein. Ein weiterer PP-Bulle von Fam. Büttner aus Krombach (Unterfranken) mit RZF 112 und traumhaften Körnoten von 8-9-8 darf jetzt für 5800 € auf der Ostalb decken. Die besten Körnoten überhaupt wiesen mit jeweils 9-9-8 zwei Bullen von unseren Betrieben Lamparth (Altensteig) und Spieler (Eberhardzell) auf. Der Pp-Taifun-Sohn von Fam. Spieler deckt nun für 4400 € im bayerischen Schwaben, der gehörnte Romeo-Sohn von Andreas Lamparth für 3800 € auf der Zollernalb.

 

Sicher ein Verdienst der Online-Auktion: diesmal fanden auch unsere beiden züchterisch sehr interessanten, genetisch reinerbig hornlosen und gut herausgebrachten Jungbullen der Rasse Pinzgauer-Fleisch ihre Käufer. Der 8-8-7 gekörte Simpert von Martin Augustin hat nun einen glücklichen Käufer im Sauerland (NRW) gefunden, der gut jährige Gigant (8-7-8) von Fam. Leibold steht jetzt in Hohenlohe.  

 

Das Gesamtergebnis der Online-Auktion überraschte uns alle sehr positiv: nahezu alle Bullen wurden verkauft. Es war ein guter Markt für Verkäufer und auch Käufer, denn noch nie konnte sich vorab mit genügend zeitlichem Vorlauf so gut zu den Tieren informiert werden. Die Statistik weist für einzelne exzellente Tiere entsprechend gute Preise aus; nicht überraschend, boten doch insgesamt 101 verschiedene registrierte Nutzer auf das Angebot von 65 Tieren, mehr als 400 Besucher waren insgesamt zur Auktion eingeloggt. 13 Bullen gingen in die Schweiz, 9 in sechs weitere Bundesländer, davon alleine 3 nach Hessen. Der mittlere Preis aller verkauften Bullen beträgt 3343 €, von 2100 bis 6000 €.

 

Besonderer Dank gebührt unserem Auktionator Dr. Josef Dissen, der die neue Herausforderung der Online-Auktion nach Jahrzehnten Erfahrung in der Hallenpräsenz hervorragend meisterte. Und natürlich ein herzlicher Dank an Astrid Roswag und insbesondere auch Dieter Kraft, die beide sehr engagiert für bestes Bildmaterial gesorgt und somit sehr zum Gelingen beigetragen haben! Wer weiß, ob, wann und wie wir wieder auf diese neuen Erfahrungen zählen dürfen oder müssen. Auf jeden Fall wird es kommendes Jahr unsere 15. Süddeutschen Fleischrindertage geben, Auktion ist geplant am 12. Februar 2022 in Ilshofen. Mal schauen, wie digital und/oder real wir da sein werden!

 

Dr. Schmidt

(Fotografen: Dieter Kraft, Astrid Roswag, Dr. Schmidt)

 

Dieter Kraft als Kameramann unter Corona-Bedingungen im Einsatz, hier die Körung bei Markus Lindner – HohenloheSchön aufgereiht, die Kollektion der Angusbullen bei Peter Schumacher, Heidelberg, 5 wurden letztlich angeboten und verkauft, davon 2 in die SchweizDie Nr. 1, Erik BIO (ANG) von Hertfelders bestens präsentiert, mit ihm ging es gut losSo gut lichtete Dieter Kraft die schicke Nr. 2 Barcley BIO (ANG) von Fam. Bauereiß (Bay.) ab, 8-7-8 gekört, für 5000 € jetzt im SchwarzwaldNr. 8 Lothar (ANG) von Knaus (Bay.), für 4000 € zur Besamung nach Neustadt/AischDer teuerste Angus mit 5100 € ging in die Schweiz, Tramper von Markus Lindner, ein 8-8-8 gekörter Allround-Verbesserer mit RZF 111, Nr. 13 als Glückzahl!Auch viel Schnee und Eis hielten uns nicht auf, Katalog-Nr. 19 bei Fam. Knaus in Bad Berneck – am Rande des FichtelgebirgesMit Schnee und Corona-Maske: Nr. 21 Ferrari BIO (ANG) von Raps (Bay.), für 3500 € nach WürttembergGanz speziell: der rote Aberdeen von Franz Kosma, erst 11 Monate, mit 1524 g top Tageszunahme bei Angus und Nr. 3 aller Marktbullen, für 3900 € nach BayernBei Charolais waren Käufer knapp, Emilio Pp, schicker 8-8-7 Bulle von Thomas Rott für nur 2100 € in die SchweizZukunft PP, mit 9-8-8  top-gekörter FV-Fleisch-Bulle von Fam. Fech (Bay.) mit 843 kg, für 3700 € in die PfalzNr. 46 mit gut einem Jahr schon 605 kg, 8-8-8 gekört, Diemor PP (FVF) von Simon Essig, für 2800 € nun im SchwarzwaldNr. 48 Cyrus PP (LIM) von Fam. Spieler, 9-8-8 gekört und jetzt für 3800 € in BayernNr. 50 Talis PS (LIM), einer der beiden top-gekörten mit 9-9-8, für 4400 € von Fam. Spieler nach Bayern verkauftNr. 51 Robert (LIM) ebenfalls top-gekört 9-9-8, von Andreas Lamparth für 3900 € in den ZollernalbkreisNr. 53 Marius PP von A. Lamparth, bester RZF aller LIM mit 115, 9-8-7 gekört, für 3700 € in die SchweizNr. 57 Tamme PP u. BIO von Büttner (Bay.), 8-9-8 gekört u. RZF 112, für enorme 5800 € auf die OstalbNr. 59 Lenard PP (LIM) von Fam. Stallmann (Bay.), 8-8-8 gekört, höchste Tageszunahme mit fast 1600 g, für 6000 € in die Schweiz, Tageshöchstpreis!Beide Pinzgauer waren gefragt, der sehr gut entwickelte Simpert PP von Augustin (Bay.), 
8-8-7 gekört, macht für 3100 € einen Betrieb im Sauerland (NRW) glücklichSo sah es im Studio in Wettringen bei Live-Sales aus, Konrad Wagner bewirbt gerade Simmental vor zwei Kameras und neben Auktionator Dr. Dissen (re. verdeckt)Hier ist ein Teil der Technik und des Personals dahinter zu sehen, viel Know How sorgte für den reibungslosen Ablauf