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RBW-Auktionsberichte


 

Anzeige in Kürze stattfindenden Auktionen mit Veröffentlichung von Auktionsinformationen (Auftriebszahlen, Uhrzeiten) und Ansicht von Auktionskatalogen und Gemelkslisten: siehe hier


Auktion am 13. Oktober 2021 in Bad Waldsee

2500 € für diese Jungkuh aus einer bekannten Kuhfamilie: Mit der Blutführung Bisto x Hupays x Dynasty x Eagle x President x Genesis Even Victoria US geht das Tier auf die Mutter von Vigor US zurück. Ihre neue Heimat ist im Stall des Holsteinzüchters Markus Mock, Markdorf.
Foto: Rinderzucht Braunvieh, Josef Berchtold

Die Rinderunion Baden-Württemberg e.V. demonstrierte mit der ersten halfterlosen Auktion, dass sie die führende Organisation in der Zuchtrindervermarktung in Süddeutschland ist. Zwei Drittel der aufgetrieben Jungkühe wurden bereits halfterlos auktioniert. Das breite und qualitativ hochwertige Angebot über alle Rassen fand bei der Käuferschaft großen Anklang. Dies spiegelte sich im Durchschnittspreis für Jungkühe von weit über 1.800 € wider.

 

Brown Swiss

 

Die angebotenen Brown Swiss-Bullen stammten alle aus inhaltsstoffstarken, langlebigen Kuhfamilien. Der Körsieger, ein Leonhard-Sohn aus einer Highway-Mutter mit 6 Laktationen, kam vom Zuchtbetrieb Helmut Schöllhorn aus Ummendorf, war bereits deckerfahren und zeigte sich sehr fundamentstark. Leider war ein Überangebot an Brwons Swiss-Bullen vorhanden.

 

Dafür startete die Auktion der Jungkühe gleich mit zwei Highlights aus dem Betrieb von Martin Riß, Dietmanns. Die sehr rumpfige, breite und mit bestem Fundament ausgestatte Piero-Tochter stammt aus einer langlebigen Kuhfamilie. Sowohl die Mutter mit 5 Kälbern als auch die Großmutter mit 12 Kälbern versprachen Langlebigkeit für die mit 40 kg Tagesgemelk bei bester Melkbarkeit angebotene Jungkuh. Sie blieb für 2.350 € im RBW-Zuchtgebiet.

 

Gleich darauf folgte eine elegante und typstarke Bisto-Tochter. Ihre perfekte Voreuteranbindung und das breite und hohe Hintereuter lassen sie auf jeder Brown Swiss-Schau zum Favoritenkreis zählen. Sie stammt aus der US-Kuhfamilie von Even Victoria und weist einen gGZW von 128 auf. Nach einem harten Bieterduell ging sie an einen Holstein-Zuchtbetrieb im Bodenseekreis. Beeindruckend war die Kollektion aus der Betriebsaufgabe von Gebhard Heim aus Tettnang. Hier wurden alle Tiere vom Rind bis zur Siebtkalbskuh halfterlos auktioniert. Die Tiere präsentierten sich bestens im Ring und die Käufer sahen den natürlichen Bewegungsablauf der Verkaufstiere.

 

Dass Top Brown Swiss-Genetik gefragt ist, zeigte die Fünftkalbskuh Huvi Heike. Sie ist die Mutter des RBW-Vererbers Piccard. Mit gGZW139, 9.100 kg Durchschnittleistung und bei 3,96% Eiweiß war die Bullenmutter heiß begehrt und wechselte nach einem intensiven Bieterduell für 4.500 € an einen Käufer aus Baden-Württemberg. Zudem knackte eine frisch gekalbte Erafax-Jungkuh aus dem starken Z-Kuhstamm des Betriebes Heim, die 2.000 €-Marke. Diese typstarke Jungkuh mit bestem Becken und hohem Euterboden wird zukünftig in Bayern gemolken. Bei den Rindern kamen Tiere mit sehr hohen Mutterleistungen und bestem Exterieur zum Verkauf.

 

Eine tragende und sehr kalibrige Bisto-Tochter aus Vesuv Helma, welche mit knapp 9.460 kg Milch und 4,00% Eiweiß in 5 Laktationen glänzte, ging nach einem spannenden Winkerduell für 2.100 € an den Niederrhein. Absoluter Top Seller der Oktober-Auktion war das 10 Monate alte, sehr feingliedrige Amorie-Rind aus Cadence Zitrone mit gGZW 135. Auch die genomischen Zahlen für Fitness 115 und Euter gEU 123 sind beeindruckend. Amorie Zyklon wurde schlussendlich für 4.600 € zugeschlagen und findet ihre neue Heimat in Bayern. Die angebotenen Brown Swiss-Kälber waren sehr gefragt und konnten zum guten Preisen verkauft werden. 

 

Fleckvieh

 

Eine flotte Auktion ergab sich bei den vier hochwertigen Fleckvieh-Zuchtbullen. Der Körsieger, ein Walcott-Sohn von Alfred Berger, Herbertingen glänzte als vorbildlicher Vererber der Doppelnutzung. In seiner prächtigen Erscheinung widerspiegelten sich die überdurchschnittlichen Zunahmen. Seine Mutter, eine Manton-Tochter, leistet auf fehlerfreien Fundamenten im mehrjährigen Schnitt über 11.000 kg Milch.

 

Alois Müller, Bad Waldsee stellte mit seinem Memphis-Sohn den Reservesieger der Körung und mit Mutters-Vater Evergreen eine gewisse Blutalternative. Mit knapp 12.000 kg Milch bei der Mutter und guten Kalbeeigenschaften der Väter war er sehr begehrt. Ein Giorgio-Sohn von Edwin Schelkle, Herbertingen, sowie ein weiterer Walcott-Sohn mit überdurchschnittlichen Zuchtwerten von Alfred Berger, Herbertingen konnten ebenfalls flott zugeschlagen werden.

 

Aufgrund der guten Absätze in der Fleischvermarktung waren die Auftriebszahlen bei Fleckvieh nur durchschnittlich, aber dafür die Nachfrage nach Zuchtvieh sehr groß. Ein Durchschnittspreis von beinahe 1.850 € resultierte daraus – rekordverdächtig! Spitzentiere überstiegen die 2.000 €-Marke leicht. Dazu gehörten eine formschöne und euterstarke Wettendass-Tochter von der Deigendesch GbR, Rosenfeld. Mit 32,4 kg Milch, flotter Melkbarkeit und starker Mutterleistung konnte sie leicht überzeugen.

 

Eine frisch abgekalbte Herzau-Tochter bot Wilhelm Gollmer, Römerstein zum Verkauf an. Wie es von Herzau zu erwarten ist, glänzte die Jungkuh mit einem sehr langen, gut aufgehängten Euter, viel Milch und fehlerfreiem Fundament. Eine frühe Malaga Pp*-Tochter hatte Joachim Keller, Allmendingen in seiner Kollektion. Rahmig und auch sie mit einem feinen und stark beaderten Euter ausgestattet, lenkte sie schnell die Aufmerksamkeit auf sich.

 

Holsteins

 

Auch bei den Holsteins setzte sich der flotte Markverlauf fort. Die zahlreich aufgetriebenen Bullen, mit teilweise sehr interessanten Abstammungen und genomischen Zuchtwerten, lockten eine größere Käuferschaft an. Von den 16 Bullen fanden 12 einen neuen Besitzer. Zwei sehr gefragte Bullen kamen dieses Mal vom weit angereisten Zuchtbetrieb Kurt Horn aus Vorbachzimmern in Hohenlohe. Mit einem RZG von 145 war der sehr körperstarke VH Crown-Sohn aus der sehr erfolgreichen Barnaby-Kuhfamilie sehr begehrt. Auch der fehlerfreie Reservesieger, ein Freemax-Sohn mit 151 RZG aus einer US-Familie, war bei sehr vielen Kunden auf dem Wunschzettel. Körsieger an diesem Tag war ein Chief-Sohn aus der Neblina-Familie von Manfred Erthle, Eggingen, der für sein Alter eine enorme Entwicklung zeigte.

 

Bei den Holstein-Jungkühen wurde die hohe Qualität von den Käufern honoriert. So konnten zahlreiche Tiere deutlich über 2.000 € verkauft werden. Besonders auffällig bei den vorgeführten Tieren war eine Hotspot P-Tochter vom Zuchtbetrieb Armin Arnegger, Stadel. Diese mittelrahmige Jungkuh konnte durch ihr perfektes Euter und ihr tadelloses Fundament überzeugen. Von dem Bullen Hotspot P war jedoch noch ein Spitzentier im Angebot. Auch diese vom Zuchtbetrieb Thomas Bentele, Adelsreute angebotene Hotspot P Tochter bestach mit ihrem überragenden Euter. Trotz ihres sehr hohen Euterbodens kommt sie auf 37 kg Tagesgemelk.

 

Für Freunde von Kuhfamilien und Zuchtwerten hatte der Zuchtbetrieb Günther Stehle, Bad Waldsee einen Leckerbissen. Die ganz frisch abgekalbte Gywer-Tochter mit 34 kg Milch kommt aus der bekannten DE-SU Georgia-Familie und hat immer noch einen RZG von 147. Die fehlerfreie und stabil gebaute Jungkuh war dadurch auch sehr begehrt. Auch die halfterlosen Tiere konnten teilweise für deutlich über 2.000 € verkauft werden. Bestes Beispiel dafür war eine Aramis-Tochter vom Zuchtbetrieb Dominik Waldvogel aus Titisee-Neustadt. Diese sehr harmonische Jungkuh bewegte sich auf einem perfekten Fundament und hatte ein sehr hohes und breites Hintereuter. Auch die sehr breit gebaute Stoic-Tochter von der Burth GbR aus Laubbach lag in der Käufergunst vorne. Mit ihrem fest angesetzten und robotertauglichen Euter erfüllte sie problemlos jegliche Kundenwünsche.

 

Die erfreuliche, wenn auch geringe Steigerung der angebotenen Tiere konnte die Nachfrage jedoch nicht stillen. So hoffen wir bei den nächsten Auktionen auf steigende Beschickungszahlen.

 

Die RBW-Oktober-Auktion in Bad Waldsee war der gelungene Start in ein neues Vermarktungszeitalter! Dank der Mithilfe vom gesamten RBW-Team und der Jungzüchter konnte dies realisiert werden. Es zeigt sich, dass sich interessante Genetik und genomische Typisierung auszahlt! Mitglieder erzielen einen Mehrwert für ihre Zuchttiere und Käufer haben eine breite Auswahl an leistungsfähigen und gesunden Zuchtbullen und Milchkühen.

 

Die nächste Großviehauktion in Bad Waldsee findet am Mittwoch, den 10. November 2021 statt.

 

Preisspiegel

Kategorie

Anzahl

Minimum

Maximum

Durchschnitt

Brown Swiss:

Bullen

3/0

-

-

-

Jungkühe

11/11

1300

2500

1836

Ältere Kühe

18/16

1000

4500

1581

Rinder

12/9

700

4600

1478

Zuchtkälber

8/8

200

370

261

Fleckvieh:

Bullen

4/4

1850

2050

1950

Jungkühe

14/14

1400

2250

1846

Holsteins:

Bullen

16/12

1300

2000

1516

Jungkühe

54/54

1150

2600

1809

Ältere Kühe

2/2

1450

1650

1550

Zuchtkälber

7/7

75

130

106

 

2500 € für diese Jungkuh aus einer bekannten Kuhfamilie: Mit der Blutführung Bisto x Hupays x Dynasty x Eagle x President x Genesis Even Victoria US geht das Tier auf die Mutter von Vigor US zurück. Ihre neue Heimat ist im Stall des Holsteinzüchters Markus Mock, Markdorf.
Foto: Rinderzucht Braunvieh, Josef BerchtoldBereits in der 5. Laktation ist diese mit GZW 135 zuchtwertstarke Huvi-Tochter. Heike ist zugleich die Mutter des KB-Stieres Piccard, und das machte sie so begehrt. Die Fünftkalbskuh wurde für 4500 € versteigert.
Foto: Rinderzucht Braunvieh, Josef BerchtoldDie teuersten Tiere der Oktober-Auktion in Bad Waldsee: Das Amorie-Rind aus Cadence geht für 4600 € ins Weilheimer Zuchtgebiet und Huvi Heike, die Mutter von Piccard, bleibt für 4500 € im RBW-Gebiet.
Foto: Rinderzucht Braunvieh, Josef BerchtoldHalfterlose AuktionGebhard Heim mit dem von ihm gezüchteten Amorie-Rind aus der Z-Linie. Das Tier mit GZW 135 wechselte für 4600 € den Besitzer.
Foto: Rinderzucht Braunvieh, Josef BerchtoldKat. 213 Hosianna-Tochter von Joachim Keller, AllmendingenKat 217 Malaga Pp*-Tochter von Joachim Keller, AllmendingenKat. 841 Hotspot P-Tochter von Armin Arnegger, Markdorf-Stadelli. Kat 875 Stoic-Tochter von der Burth GbR, Ostrach-Laubbach, re. Kat. 863 Aramis-Tochter von Dominik Waldvogel, Titisee-Neustadt-Lorenzenhof

Hinterwälder-Auktion am 08. Oktober 2021 in Schönau

Erfreulich guter Herbstmarkt

Waron von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental in Raich-Hoheneck führte das Feld an. 7 war die Note für die Bemuskelung und 6 die in der Äußeren Erscheinung. Ein Züch-terkollege aus dem Münstertal hat ihn für 1.350 € ersteigert

Auf dem Herbstmarkt für Hinterwälder in Schönau am Freitag, den 8. Oktober 2021 konnten sieben Bullen gekört werden, vier aus der Mutterkuh- und drei aus der Milchviehhaltung.  Erfreulicher Weise konnten alle verkauft werden bis auf einen Bullen aus der Milchviehhaltung. Dieser ist eingestellt als Hinterwälderangebot unter www.rind-bw.de.

 

Das Angebot aus der Mutterkuhhaltung wusste zu gefallen. Die Zunahmen lagen über 1.000 g pro Tag. Es führte an Waron, ein Walsillab-Waltersohn aus einer Ronlabmutter von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental in Raich-Hoheneck. 7 war die Note für die Bemuskelung, 6 die in der Äußeren Erscheinung. Der harmonische Jungbulle erzielte 1.350 € durch einen Züchterkollegen aus dem Münstertal. Zweitgereicht war ein Halbruder des ersten, Walroub aus einer Roubentochter. Er war gleich bewertet wie sein Halbruder und wechselt nach Laudenbach im Odenwald für 1.250 €.

 

Dann kam Sahlab, ein Sahlysohn aus einer Labhannestochter, der mit je Note 6 für Bemuskelung und Äußere Erscheinung in den Ring ging. Ewald Kiefer aus Fröhnd-Ittenschwand bot Sahlab an, für 1.250 wechselt er nach Baiersbronn. Dann kam der mit 8 am besten in der Bemuskelung bewertete jüngste Marktbulle zum Verkauf. Mit 1.171 g hatte er die höchsten Tageszunahmen. Um Sisiagor kam es zu einem Bieterduell, das bei 1.550 € zugunsten einen Hinterwälderzüchters in Mecklenburg-Vorpommern endete. Züchter von Sisiagor ist Rainer Kiefer aus Zell-Pfaffenberg.

 

Als nächste kamen die drei Bullen aus der Milchviehhaltung. An der Spitze lief der harmonische Silbenapsohn Silbensil. Er erhielt die Note 6 in der Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung und kam auf 128 Körindex. Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg bot ihn an. Für 1.500 kann ihn ein Züchterkollege aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Oberhäusern sein eigen nennen.

 

Zweitplatziert war der Bulle Naplabe mit dem höchsten Körindex von 150 Punkten. Napfocki zum Vater und die Labefittochter Elfriede mit 123 MW machten ihn zum Pedigreesieger. Jeweils Note 5 war der Ergebnis für die Bemuskelungs- und Äußere Erscheinungsbewertung. Fridolin Wiesler aus Münstertal hieß der Züchter, Felix Schätzle zog ihn auf und Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg sicherte sich den Bullen für 1.400 €. Kein Interesse fand der zweite Silbenapsohn mit der Bewertung 5 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung. Er ist auf der RBW-Homepage eingestellt. 

 

Der Frühjahrsmarkt für Hinterwälder findet am Freitag, den 8. April 2022 in Schönau statt, wer zwischenzeitlich Hinterwäldertiere benötigt, wende sich wie üblich an Herrn Preiser, Telefon:  0172/9645246.

 

Preisspiegel

Verkaufsklasse

verkauft

Preis netto €

Preis von - bis €

Bullen Milchkuh

2

1.450

1.400 – 1.500

Bullen Mutterkuh

4

1.350

1.250 – 1.550

Waron von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental in Raich-Hoheneck führte das Feld an. 7 war die Note für die Bemuskelung und 6 die in der Äußeren Erscheinung. Ein Züch-terkollege aus dem Münstertal hat ihn für 1.350 € ersteigertZweitgereicht war Walroub, ein Halbruder des ersten. Er war gleich bewertet wie sein Halb-ruder und wechselt nach Laudenbach im Odenwald für 1.250 €Sahlab, der mit je Note 6 für Bemuskelung und Äußere Erscheinung bewertet war, kam als nächster in den Ring ging. Ewald Kiefer aus Fröhnd-Ittenschwand bot Sahlab an, für 1.250 wechselte er nach BaiersbronnBester mit 8 in der Bemuskelung und 1.171 g täglichen Zunahmen war der jüngste Markt-bulle Sisiagor von Rainer Kiefer aus Zell-Pfaffenberg. Um ihn kam es zu einem Bieterduell, das bei 1.550 € zugunsten eines Hinterwälderzüchters in Mecklenburg-Vorpommern ende-teBester Bulle aus der Milchviehhaltung war der harmonische Silbenapsohn Silbensil. Er er-hielt die Note 6 in der Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung und kam auf 128 Körindex. Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg bot ihn an. Für 1.500 € kann ihn ein Züchter-kollege aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Oberhäusern sein eigen nennen

Kälberauktion am 06. Oktober 2021 in Donaueschingen

Kälberpreise entwickeln sich unterschiedlich

Kat.Nr. 378 Schöne VW-Bullenkälber

Bei der Kälberauktion der RBW in Donaueschingen am 6.Oktober standen 329 Kälber im Angebot. Die aufgetriebenen Vorderwälder Kuhkälber wurde sehr gut vom Markt aufgenommen.

 

Das Kontigent der Vorderwälder Bullenkälber war ebenfalls rege nachgefragt. Im Durschnitt erlöste ein 81kg Kalb 300€. Auch bei den Fleckvieh Kuhkälber entwickelter sich bei sehr guter Qualität ein sehr flotter Marktverlauf, hier konnten die Preise gegenüber der September Auktion sogar nochmal zulegen.

 

Mit 91kg Durschnittsgewicht waren die Kälber etwas schwerer als üblich und erzielten im Durchschnitt 310€.

 

Bei den Fleckvieh Bullenkälber wirkten sich die laufenden Erntearbeiten auf den Marktverlauf aus. Trotzdem zeigte sich hier der Kälbermarkt im Oktober im Gegensatz zu anderern Jahren sehr robust.

 

Bei durchschnittlicher Qualität konnte für ein 86kg im Mittel 440€ erlöst werden. Passende Kälber lagen deutlich darüber.

 

Die nächste Kälberauktion in Donauseschingen findet am Mittwoch den 3.November 2021 im Anschluß an die Großviehauktion statt.

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

40

40

91

1,95

4,47

Bullenkälber

215

215

86

2,67

6,08

Vorderwälder

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

10

10

86

1,62

4,26

Bullenkälber

58

58

81

1,86

4,00


Kälberauktion in Herrenberg am 06. Oktober 2021

Großes Angebot trifft ruhigere Nachfrage

Aufgetrieben und verkauft wurden 29 weibliche Nutzkälber. Eine normale Qualität traf in diesem Segment auf mittlere Nachfrage, so dass der Schnittpreis auf 3,04 Euro nachgab, was bei 76 Kilo mittlerem Gewicht einem Kopfpreis von 233 Euro entspricht.

 

Bei den Fleckviehbullenkälbern wirkte sich sowohl das recht umfangreiche Angebot nicht BT-immunisierter Kälber wie auch die Maiserntearbeiten in den norddeutschen Mastregionen negativ auf die Preisbildung aus. Zudem kommen wieder deutlich mehr Kälber auf den Markt.

 

Unter dem Strich pendelte sich der Preis bei 5,05 Euro ein, was bei gut 82 Kilo einem Preis pro Kopf von 422 Euro entspricht. Gute Qualitäten kosteten weiterhin über 5,50 Euro und sind sehr gefragt. Untergewichtige Kälber unter 65 Kilo und solche mit Mängeln sind mit fortschreitendem Herbst immer schwieriger und nur mit massiven Preiszugeständnissen am Markt zu platzieren.

 

Die nächste Auktion in Herrenberg findet am Mittwoch, 03. November statt.

 

Preisspiegel

 

 

Aufgetrieben

verkauft

Ø-Gewicht

Preisspanne/kg, netto

Durch-

Von

Bis

schnitt

Kuhkälber

29

29

76,7

0,71

3,71

3,04

Bullenkälber

146

145

82,6

0,86

5,97

5,05


Auktion am 22. September 2021 in Ilshofen

Begrenztes Angebot trifft auf stetige Nachfrage

Das Spitzenduo der Fleckvieh-Jungkühe vom Zuchtbetrieb Gommel, Ditzingen. Rechts eine Horizont-Tochter, links eine der ersten abgekalbten Mogens-Töchter

Am 22. September 2021 fand in Ilshofen die Zucht- und Nutzviehauktion der Rinderunion in Baden-Württemberg statt. Vor allem das weiterhin recht knappe Angebot an melkenden Tieren traf auf eine hohe Nachfrage, so dass hier die Preise nochmals anzogen.

 

Fleckvieh:

 

Sehr zügig zu durchschnittlich 2.183 wechselten die drei angebotenen Bullen ihren Besitzer. Hart umkämpft von mehreren Interessenten war der Spitzenbulle. Der von Stefan Göggerle, Rainau-Dalkingen angebotene Jungbulle aus der Kombination Miami x Weburg x Manitoba erlöste 2.800 Euro. Solider Leistungshintergrund, 18 Abkalbungen bei Mutter und Großmutter zusammen und frei von Hutera-Blutführung machten den Bullen so interessant.

 

Weiterhin recht überschaubar ist das Angebot an melkenden Tieren. Diese trafen wiederum auf eine starke Nachfrage, so dass der Durchschnittspreis nochmals leicht gegenüber der Vorauktion auf 1.737 Euro anstieg. Mit drei klasse Kühen war der Zuchtbetrieb Michael Gommel aus Ditzingen vertreten, zwei davon bildeten das Spitzenduo. Vornweg eine gewaltige Horizont-Tochter mit 31,5 kg Milch, die zum Tageshöchstpreis von 2.240 Euro in einen Zuchtbetrieb auf die Ostalb wechselte. Ihr folgte eine mit 23 Monaten abgekalbte Mogens-Tochter mit absolutem Schaupotential, die für 2.180 von einem Zuchtbetrieb aus dem Main-Tauber-Kreis erworben wurde.

 

Der Betrieb Balmberger aus Schrozberg-Krailshausen stellte mit seiner korrekten Manton-Tochter die drittplatzierte Jungkuh, die 1.980 Euro kostete. Das Spitzenquartett vervollständigte eine sicher tragende Haruto-Tochter mit 30,6 kg Milch von Familie Haag aus Sulzbach/Murr-Berwinkel, die 2.060 Euro erlöste.

 

Eine hochtragende Kalbin sowie 5 Jungrinder komplettierten das Großviehangebot und konnten sehr zügig abgesetzt werden.

 

77 angebotene Kuhkälber mit durchschnittlich 81 kg erlösten im Mittel 3,41 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 276 Euro je Tier.

 

Die 313 Bullenkälber brachten ein mittleres Gewicht von 81 kg auf die Waage. Hier pendelte sich der Durchschnittspreis bei 5,55 Euro netto je kg Lebendgewicht bzw. 450 Euro je Tier ein.  Allerdings mussten Kälber mit unter 65 kg doch deutliche Preiseinbußen hinnehmen, was auch den Durchschnittpreis drückte. Deshalb die Bitte an die Kälbermarktbeschicker, in den Herbst- und Wintermonaten die Kälber nicht zu leicht zur Vermarktung zu bringen, hier wird dann doch Geld verschenkt.

 

Die nächsten Auktionen finden jeweils am Mittwoch, den 13. Oktober 2021 (Kälber Fleckvieh) sowie am 27. Oktober 2021 (Großvieh und Kälber Holsteins u. Fleckvieh) statt.

 

Preisspiegel

Gattung

Anzahl

Preisspanne

Durchschnittspreis

Bullen Fleckvieh

3

1.600 – 2.800

2.183

Jungkühe Fleckvieh

23

1.340 – 2.240

1.737

Kalbin Fleckvieh

1

-

1.440

Jungrinder Fleckvieh

5

640 – 820

732

Eine gewaltige Horizont-Tochter mit 31,5 kg Milch vom Betrieb Gommel aus Ditzingen Eine mit 23 Monaten abgekalbte Mogens-Tochter aus Raldi gezogen von Familie Gommel aus Ditzingen. Diese Jungkuh macht Lust auf mehr Mogens!! Das Spitzenduo der Fleckvieh-Jungkühe vom Zuchtbetrieb Gommel, Ditzingen. Rechts eine Horizont-Tochter, links eine der ersten abgekalbten Mogens-Töchter

Auktion am 1. September 2021 in Donaueschingen

Ordentlicher Marktverlauf

Dieser sehr gut entwickelte Maydarling Sohn aus dem Betrieb Alfred Berger aus Herbertingen-Mieterkingen führte die Bullenrangierung eindeutig an. Er schrammte mit einem GZW von 132 nur knapp am Besamungseinsatz vorbei. Für 1.900 € sicherte sich ihn ein Zuchtbetrieb im Kreis Sigmaringen

Beim aufgetriebenen Großviehangebot bei Fleckvieh auf der Auktion am 1. September in Donaueschingen konnten von sieben aufgetriebenen Bullen fünf verkauft werden.

 

Die angebotenen sieben Fleckviehdeckbullen waren linienmäßig breit aufgestellt und zeigten sich ideal im Zweinutzungstyp.

 

An erster Stelle nach der Körung konnte sich ein sehr gut entwickelter Maydarling Sohn aus dem Betrieb Alfred Berger aus Herbertingen-Mieterkingen platzieren. Er schrammte mit einem GZW von 132 nur knapp am Besamungseinsatz vorbei. Ihn sicherte sich ein Zuchtbetrieb im Kreis Sigmaringen.

 

An zweiter Stelle rangierte ein Walcott Sohn mit bestem Fundament und sehr guten täglichen Zunahmen. Er stammte aus dem gleichen Zuchtbetrieb und verrichtet seine Dienste zukünftig in der Ortenau.

 

Sehr gefragt war ein hornloser Mato P Sohn. Aufgezogen und vorgestellt von Christian Hug, Waldshut-Tiengen-Krenkingen stammte er aus dem Zuchtbetrieb von Lothar Baumann aus Immendingen-Zimmern, und fand einen Käufer aus dem Kinzigtal.

 

Die zwei aufgetriebenen Jungkühe von Andreas Winterhalder aus VS-Tannheim wussten zu überzeugen und fanden flott einen neuen Besitzer. Die Spitzenjungkuh war einem Käufer 1.900 € wert.

 

Leider konnten wegen der Blauzungenverordnung und der aus ihr folgenden Gebietskulissen wiederum keine Vorderwälderbullen in Donaueschingen aufgetrieben werden. Die angemeldeten Tiere sind ab Stall gekört und gereiht worden und mit Foto und Körergebnissen auf der RBW-Homepage eingestellt.

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Anzahl

Preisspanne

D-Preis

Bullen

7/5

1.600 - 1.950

1.820

Jungkühe

2/2

1.350 - 1.900

1.620

 


 

Kälberpreise halten sich auf hohem Niveau

 

Am 01. September 2021 fand die Kälberauktion der RBW in Donaueschingen statt. Trotz der noch anhatenden Erntearbeiten entwickelte sich ein flotter Auktionsverlauf. .Das Angebot an Vorderwälder Kuhkälber war diesmal kleiner als zuletzt und erfreute sich reger Nachfrage. Auch bei den Vorderwälder Bullenkälber entwickelter sich bei sehr guter Qualität ein zügiger Auktionsverlauf. Mittlerweile kommen fast alle Kälber in einem optimalen Gewichtsbereich auf die Auktion.Im Mittel erlöste ein 81 kg Kalb 306€.

 

Die Fleckviehkuhkälber konnten sich die Preise wieder sehr gut behaupten. Auch diesmal waren einige Kälber mit sehr guten Abstammungen dabei. Im Durchschnitt erlöste ein 78 kg Kalb 280€.

 

Weiterhin sehr gefragt sinf die Fleckvieh Bullenkälber. Wenn auch die extreme Preisspitze etwas gebrochen ist erlösten passende Kälber weiterhon über 6€.

 

Die nächste Kälberauktion in Donauseschingen findet am Mittwoch den 6.Oktober 2021 statt.

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

46

46

78

2,40

5,47

Bullenkälber

171

171

84

2,27

6,13

Vorderwälder

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

4

4

82

1,46

2,27

Bullenkälber

50

50

81

2,82

4,44

Sehr gefragt mit 1.950 € Spitzenpreis war dieser hornlose Mato P Sohn. Aufgezogen und vorgestellt wurde er von Christian Hug aus Waldshut-Tiengen-Krenkingen, er stammte aus dem Zuchtbetrieb von Lothar Baumann aus Immendingen-Zimmern und fand einen Käufer aus dem KinzigtalDieser sehr gut entwickelte Maydarling Sohn aus dem Betrieb Alfred Berger aus Herbertingen-Mieterkingen führte die Bullenrangierung eindeutig an. Er schrammte mit einem GZW von 132 nur knapp am Besamungseinsatz vorbei. Für 1.900 € sicherte sich ihn ein Zuchtbetrieb im Kreis SigmaringenDiese hervorragende Jungkuh von Andreas Winterhalder aus VS-Tannheim wusste voll zu überzeugen und fanden für 1.900 € flott einen neuen Besitzer

Limousin-Online-Hofauktion am 10. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation wurde der diesjährige Limousin-Frühschoppen als reine Online-Auktion durchgeführt. Die Tiere wurden auf den Betrieben gekört, fotografiert und gefilmt. Somit konnten sich die Käufer ein Bild ihres Wunschtieres machen. Die Tiere standen dann mit Bild und Körergebnissen zwei Tage auf unserer Online-Plattform im Netz, so dass sich die Kunden rechtzeitig einloggen und mitbieten konnten. Mit dem Zuschlag des ersten Tieres begann dann die Auktion pünktlich um 12 Uhr und im Fünf-Minuten-Takt wurde dann jedes weitere Tier ausgeboten. Die Kollektion wurde von einem deckerfahrenen Bullen angeführt, der dann für den Höchstpreis einen Abnehmer fand. Es zeigte sich auch deutlich, dass reinerbig hornlose Bullen stärker im Käuferfokus lagen. Daneben durften sich auch die Bio-Tiere einer gesteigerten Nachfrage erfreuen.

Somit lagen die Durchschnittspreise bei den Bullen bei 2950.-€ und bei den Rindern bei 2100.-€.

 

 


 

Fleckvieh-Fleisch-Online-Night-Sale am 10. April 2021

Die Fleckvieh-Fleisch-Online-Auktion fand unter den gleichen Bedingungen, wie die Limousin-Auktion statt. Allerdings hat sich hier von Anfang an ein erfreulicheres Bieten eingestellt, so dass diese Auktion gleich mit Geboten belebt wurde. Somit konnten diese Bullen im Durchschnitt für 2683.-€ und die Rinder für 1400.-€ verkauft werden.

Wobei man auch bei diesen Online-Auktionen das große Bedürfnis der Kunden nach einer Präsenzveranstaltung gespürt hat, was sich bezüglich des Kaufverhaltens der Kunden widerspiegelte, nicht alle Tiere fanden ihren Abnehmer.

 

 


 

Dritte Telefonauktion bei den Hinterwäldern am 9. April 2021

An der Spitze der drei Mutterkuhbullen lief Walron aus der Zucht von Kuttler Manfred aus dem Kleinen Wiesental- Raich. Er ist mit Bemuskelung 8 und Äußerer Erscheinung 6 überdurchschnittlich. Zum Preis von 1.750 € erhielt ein Züchter aus Heddesheim, nähe Heidelberg den Zuschlag

Pandemiebedingt musste die Vermarktung der Hinterwäldertiere auch im April 2021 wieder über eine Telefonauktion durchgeführt werden. Die Tiere wurden im Vorfeld begutachtet, gekört und auf der Plattform der Rinderunion (www.rind-bw.de) mit Bildern, Körliste und Katalog angeboten. Die Interessenten konnten am 9.4.2021 von 10 -12 Uhr ihre Gebote abgeben und die Tiere ersteigern. Es wurden 6 Zuchtbullen, ein männlicher Fresser, 1 Kalbin und 6 weibliche Rinder angeboten.

 

Bei den Mutterkuhbullen kam es beim Körsieger und dem Reservesieger zu einem deutlichen Steigern. Bei den Milchviehbullen ging einer zum Anschlagspreis und ein weiterer mit dem Höchstpreis an die neuen Besitzer. Ein Mutterkuhbulle und ein Milchkuhbulle blieben im Überstand. Auch bei allen weiblichen Tieren fanden sich leider keine Interessenten. Die Tiere sind auf der Homepage der Rinderunion www.rind-bw.de unter Angebote eingestellt und können bei Interesse dort abgerufen werden.

 

An der Spitze der drei Mutterkuhbullen lief Walron aus der Zucht von Manfred Kuttler, Kleines Wiesental- Raich. Den Spitzenplatz erzielte er durch 1.220 g tägliche Zunahmen, eine Bemuskelung (B) von 8 und eine 6 in der Äußeren Erscheinung (ÄE). Er ging zum Preis von 1.750 € nach Heddesbach in die Nähe von Heidelberg. Der zweitplatzierte Konlaf von Heinrich Till aus Schluchsee- Äule erzielte den Preis von 1.800 €. Der Bulle war jeweils mit der Note 7 in B und ÄE und 884 g tägl. Zunahmen ein sehr ausgeglichenes Tier mit typischen Hinterwäldereigenschaften in Größe und Farbe. Den Zuschlag erhielt ein Züchter aus dem Kraichtal, also auch außerhalb des Zuchtgebiets. Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, wie weit die Hinterwälderzucht doch verbreitet ist.

 

Bei den Milchviehbullen konnte Walthum aus der Walterlinie den Höchstpreis von 1.900 € erzielen. Mit zweimal Note 6 in B und ÄE und einer täglichen Zunahme von 856 g liegt der Bulle im durchschnittlichen Bereich. Hervor sticht seine Mutter mit einem MW von 105, 7 Kälbern und einer durchschnittlichen Leistung von 4.681 kg. Das Tier bleibt im Zuchtgebiet bei einem Züchterkollegen in der Gemeinde Münstertal. Der Milchkuhbulle Napsilt von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg wurde zum Anschlagspreis von 1.400 € ebenfalls von einem Züchterkollegen aus Bernau gesteigert.

 

Der nächste Markt findet am Freitag den 8.10.2021 hoffentlich wieder am Vermarktungsort in Schönau statt. Wer zwischenzeitlich Hinterwäldertiere benötigt, wende sich bitte wie üblich an Herrn Preiser, Tel. 0172/9645246.

 

Preisspiegel:

Verkaufsklasse

Verkauft

Preis netto €

Preis von-bis

Bullen Klasse 2

3

1.816

1.750 – 1.900

Bullen Klasse 3

1

1.400

-

An der Spitze der drei Mutterkuhbullen lief Walron aus der Zucht von Kuttler Manfred aus dem Kleinen Wiesental- Raich. Er ist mit Bemuskelung 8 und Äußerer Erscheinung 6 überdurchschnittlich. Zum Preis von 1.750 € erhielt ein Züchter aus Heddesheim, nähe Heidelberg den ZuschlagDer Bulle Walthum von Kiefer Klaus aus Aitern führt die Milchviehbullen an. Er war mit 6 in B und 6 in AE bewertet. Der Bulle erhielt ein Gebot zum Höchstpreis von 1.900 € und wechselt zu einem Züchter ins MünstertalDer wunderschöne Mutterkuhbulle Konlaf aus der Zucht von Till Heinrich, Schluchsee-Äule findet für 1.800 € eine neue Heimat im Kraichtal-Neuenbürg bei Karlsruhe

Fleischrindertage 2021 – Online ein voller Erfolg! – 06. Februar 2021

Schön aufgereiht, die Kollektion der Angusbullen bei Peter Schumacher, Heidelberg, 5 wurden letztlich angeboten und verkauft, davon 2 in die Schweiz

Mal ganz anders, unsere 14. Süddeutschen Fleischrindertage jetzt am 6. Februar. Aufgrund der bekannten Rahmenbedingungen haben wir unseren Markt „digitalisiert“, d.h. alle Bullen wurden im Internet angeboten und via „Live-Stream“ verkauft. Alles Neuland für uns, niemand wusste genau, klappt das oder wird es ein Flopp. Aber, hurra, am Ende lief es viel besser als gedacht, ja sogar fast besser als jemals zuvor. Vorteil für alle: man konnte bequem zuhause sitzen, eine Woche lang Körergebnisse, Bilder und Videos aller Bullen studieren. Und wer wollte, der konnte sich zusätzlich vor Ort „seinen“ Favoriten auf den Betrieben ansehen. Einige nutzten diese Gelegenheit.

 

Im Vorfeld der Online-Auktion war viel zusätzliche Organisation notwendig: statt turnusgemäß in der Rezathalle in Ansbach, nun Körungen der fast 70 Bullen auf 31 Zuchtbetrieben in ganz Süddeutschland. Alles ca. drei Wochen vorab, inkl. Erstellung werbewirksamer Fotos und Videos, und das bei echtem Winterwetter! Das war echtes Neuland für uns, aber wir gingen es hochmotiviert mit zwei Körkommissionen plus Fotograf, respektive Kameramann/-frau an: der bayerische Zuchtleiter Konrad Wagner fuhr mit unserem Limousinzüchter Steffen Heer aus Ottenbach (Göppingen) insgesamt vier Tage auf 15 Betrieben in beiden Bundesländern alle Charolais- und Limousinbullen sowie die meisten Simmental und einen Pinzgauer ab, unterstützt dabei von Astrid Roswag (FVB) als Verantwortliche für das Bildmaterial.

 

Unser Zuchtleiter für Baden-Württemberg, Dr. Thomas Schmidt, körte gemeinsam mit Heinrich Bauersachs aus Mitwitz (Oberfranken) auf 16 Betrieben in Bayern und BW insgesamt 35 Bullen: alle Angus sowie je einen Pinzgauer und Fleckvieh/Simmental. Dabei legte seine Körkommission in drei Tagen bei Schnee und Eis fast 1700 km zurückgelegt, von Heidelberg über Franken und dem Südrand des Fichtelgebirges bis in den Raum München. Dieter Kraft als unser Kameramann nutzte dabei jede Tageslichtminute, abends halfen Scheinwerfer, manchmal streikten jedoch die Gaslampen. Bullen gingen auch schon mal alleine spazieren, Glatteis auf den Höfen ließ uns die Präsentation auf die Straße verlegen, Waagen versagten, usw. Egal, am Ende hatten wir viele tolle Bullen gekört und in Fotos und Videos dargestellt, alles für den richtigen Eindruck beim Interessenten, alles für die Chance auf Vermarktung trotz Corona-Restriktionen. Immerhin konnten wir so auch viele tolle Züchterfamilien in ganz Süddeutschland kennenlernen, überall wurden wir herzlich empfangen und unterstützt, leider war nur die Zeit immer zu knapp.

 

Am Freitag, 5. Februar, 10 Uhr startete das sogenannte „Warm Up“, die verbliebenen 65 Bullen waren im Netz eingestellt, es konnte bereits geboten werden. Am Samstag begann pünktlich um 11:00 Uhr die heiße Phase mit Live-Versteigerung im Studio bei Live-Sales in Wettringen an der holländischen Grenze; bis dahin hatte sich im Netz noch gar nicht viel getan. Doch dann, mit dem Start der Übertragung, ging es richtig gut los: als Konrad Wagner statt in Ansbach nun „online“ alle Besucher und Kaufinteressenten begrüßte, da waren hunderte bereits „online“ dabei.

 

Versteigert wurde nach Katalog-Nr., denn mangels perfekter Vergleichbarkeit aller Bullen an einem Ort wurde auf die Auslobung von Körsiegern, etc. verzichtet. Dr. Schmidt stellte die von ihm gekörten und im Rennen verbliebenen 31 Angusbullen mit präzisen Hintergrundinfos gekonnt in Szene, dann startete Dr. Josef Dissen – Zuchtleiter und erfahrener Auktionator des Fleischrinderherdbuches Bonn – sein kunstvolles Werk; er ist immer in der Lage, jeden Bullen passend zu kommentieren und auf amüsante Art an den Mann oder die Frau zu bringen. Herzlichen Dank für seine tolle Unterstützung! Die Vorstellung der Rassen Charolais, Fleckvieh-Fleisch (Simmental), Limousin und Pinzgauer übernahm dann Konrad Wagner ebenso fundiert, kannte der doch von seinen vier Tagen Körungen nahezu jeden dieser Bullen ebenfalls persönlich.

 

Angus startete gleich verheißungsvoll, der erste – ein schwarzer BIO-Bulle von Hertfelders mit RZF 113 und interessantem Pedigree – ging für 3100,- € zu einem fast benachbarten Zuchtbetrieb in Hohenlohe. Beim zweiten entbrannte das erste von vielen Bieterduellen, dieser schwarze, 8-7-8 gekörte BIO-Bulle von Rainer Bauereiß aus Colmberg (Bay.) interessierte viele mit tollen Typ und RZF 118, für 5000 € darf er jetzt im Schwarzwald decken. Teuerster Angus wurde der 8-8-8 gekörte schwarze DM-Tiger-Sohn aus einer Red-Label-Tochter, ein schicker Allround-Vererber aus dem Betrieb Markus Lindner in Hohenlohe, erst bei 5100 € wurde er in die Schweiz zugeschlagen.

 

Ein schwarzer BIO-Bulle von Heinrich Bauersachs ging für 4400 € nach Schleswig-Holstein, ein roter BIO-Bulle von Fam. Winhart für 4300 € nach Hessen. Ein sehr eleganter, harmonischer Roter von Fam. Knaus in Bad Berneck (Oberfranken), 8-8-7 gekört und mit besten Zuchtwerten, war der Besamungsstation Neustadt/Aisch 4000 € wert, diese Genetik ist somit bald für viele zu haben! Aber auch für 2100 € wurden schon sehr gute Bullen verkauft, für jeden war wirklich was dabei, wobei die 13 BIO-Bullen im Mittel rund 550 € mehr erzielten. Insgesamt hatten wir bei Angus 44 verschiedene Bieter für die komplett verkauften 31 Bullen.

 

Bei Charolais gab es leider nur 3 Bieter für 7 Bullen, somit kein Wunder, dass 3 ohne Gebot und die Preise hinter den Erwartungen zurückblieben. Zwei konnten in die Schweiz zugeschlagen werden, einer wurde noch direkt danach verkauft.

 

Auch bei Fleckvieh-Fleisch hätte es ein wenig mehr Bieter für diese 5 guten Jungbullen geben dürfen. Letztlich wurden aber alle zugeschlagen, davon je einer nach Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und in die Schweiz.

 

Anders bei Limousin: hier boten insgesamt 51 Interessenten auf 20 sehr gute Jungbullen. Ergebnis sind die höchsten Durchschnittspreise aller Rassen und das beste Verkaufsergebnis Limousin in Süddeutschland aller Zeiten. Trotzdem waren auch hier schöne Bullen bereits ab 2200 € zu haben. Hervorstechend jedoch der Teuerste, ein 8-8-8 gekörter, reinerbig hornloser Lucas-Sohn von Tobias Stallmann in Lehrberg (Mittelfranken), der einem Schweizer Züchter 6000 € wert war. Top RZF von 111 sowie mit fast 1600 g Tageszunahmen die höchsten aller Auktionsbullen dürften dafür Gründe sein. Ein weiterer PP-Bulle von Fam. Büttner aus Krombach (Unterfranken) mit RZF 112 und traumhaften Körnoten von 8-9-8 darf jetzt für 5800 € auf der Ostalb decken. Die besten Körnoten überhaupt wiesen mit jeweils 9-9-8 zwei Bullen von unseren Betrieben Lamparth (Altensteig) und Spieler (Eberhardzell) auf. Der Pp-Taifun-Sohn von Fam. Spieler deckt nun für 4400 € im bayerischen Schwaben, der gehörnte Romeo-Sohn von Andreas Lamparth für 3800 € auf der Zollernalb.

 

Sicher ein Verdienst der Online-Auktion: diesmal fanden auch unsere beiden züchterisch sehr interessanten, genetisch reinerbig hornlosen und gut herausgebrachten Jungbullen der Rasse Pinzgauer-Fleisch ihre Käufer. Der 8-8-7 gekörte Simpert von Martin Augustin hat nun einen glücklichen Käufer im Sauerland (NRW) gefunden, der gut jährige Gigant (8-7-8) von Fam. Leibold steht jetzt in Hohenlohe.  

 

Das Gesamtergebnis der Online-Auktion überraschte uns alle sehr positiv: nahezu alle Bullen wurden verkauft. Es war ein guter Markt für Verkäufer und auch Käufer, denn noch nie konnte sich vorab mit genügend zeitlichem Vorlauf so gut zu den Tieren informiert werden. Die Statistik weist für einzelne exzellente Tiere entsprechend gute Preise aus; nicht überraschend, boten doch insgesamt 101 verschiedene registrierte Nutzer auf das Angebot von 65 Tieren, mehr als 400 Besucher waren insgesamt zur Auktion eingeloggt. 13 Bullen gingen in die Schweiz, 9 in sechs weitere Bundesländer, davon alleine 3 nach Hessen. Der mittlere Preis aller verkauften Bullen beträgt 3343 €, von 2100 bis 6000 €.

 

Besonderer Dank gebührt unserem Auktionator Dr. Josef Dissen, der die neue Herausforderung der Online-Auktion nach Jahrzehnten Erfahrung in der Hallenpräsenz hervorragend meisterte. Und natürlich ein herzlicher Dank an Astrid Roswag und insbesondere auch Dieter Kraft, die beide sehr engagiert für bestes Bildmaterial gesorgt und somit sehr zum Gelingen beigetragen haben! Wer weiß, ob, wann und wie wir wieder auf diese neuen Erfahrungen zählen dürfen oder müssen. Auf jeden Fall wird es kommendes Jahr unsere 15. Süddeutschen Fleischrindertage geben, Auktion ist geplant am 12. Februar 2022 in Ilshofen. Mal schauen, wie digital und/oder real wir da sein werden!

 

Dr. Schmidt

(Fotografen: Dieter Kraft, Astrid Roswag, Dr. Schmidt)

 

Dieter Kraft als Kameramann unter Corona-Bedingungen im Einsatz, hier die Körung bei Markus Lindner – HohenloheSchön aufgereiht, die Kollektion der Angusbullen bei Peter Schumacher, Heidelberg, 5 wurden letztlich angeboten und verkauft, davon 2 in die SchweizDie Nr. 1, Erik BIO (ANG) von Hertfelders bestens präsentiert, mit ihm ging es gut losSo gut lichtete Dieter Kraft die schicke Nr. 2 Barcley BIO (ANG) von Fam. Bauereiß (Bay.) ab, 8-7-8 gekört, für 5000 € jetzt im SchwarzwaldNr. 8 Lothar (ANG) von Knaus (Bay.), für 4000 € zur Besamung nach Neustadt/AischDer teuerste Angus mit 5100 € ging in die Schweiz, Tramper von Markus Lindner, ein 8-8-8 gekörter Allround-Verbesserer mit RZF 111, Nr. 13 als Glückzahl!Auch viel Schnee und Eis hielten uns nicht auf, Katalog-Nr. 19 bei Fam. Knaus in Bad Berneck – am Rande des FichtelgebirgesMit Schnee und Corona-Maske: Nr. 21 Ferrari BIO (ANG) von Raps (Bay.), für 3500 € nach WürttembergGanz speziell: der rote Aberdeen von Franz Kosma, erst 11 Monate, mit 1524 g top Tageszunahme bei Angus und Nr. 3 aller Marktbullen, für 3900 € nach BayernBei Charolais waren Käufer knapp, Emilio Pp, schicker 8-8-7 Bulle von Thomas Rott für nur 2100 € in die SchweizZukunft PP, mit 9-8-8  top-gekörter FV-Fleisch-Bulle von Fam. Fech (Bay.) mit 843 kg, für 3700 € in die PfalzNr. 46 mit gut einem Jahr schon 605 kg, 8-8-8 gekört, Diemor PP (FVF) von Simon Essig, für 2800 € nun im SchwarzwaldNr. 48 Cyrus PP (LIM) von Fam. Spieler, 9-8-8 gekört und jetzt für 3800 € in BayernNr. 50 Talis PS (LIM), einer der beiden top-gekörten mit 9-9-8, für 4400 € von Fam. Spieler nach Bayern verkauftNr. 51 Robert (LIM) ebenfalls top-gekört 9-9-8, von Andreas Lamparth für 3900 € in den ZollernalbkreisNr. 53 Marius PP von A. Lamparth, bester RZF aller LIM mit 115, 9-8-7 gekört, für 3700 € in die SchweizNr. 57 Tamme PP u. BIO von Büttner (Bay.), 8-9-8 gekört u. RZF 112, für enorme 5800 € auf die OstalbNr. 59 Lenard PP (LIM) von Fam. Stallmann (Bay.), 8-8-8 gekört, höchste Tageszunahme mit fast 1600 g, für 6000 € in die Schweiz, Tageshöchstpreis!Beide Pinzgauer waren gefragt, der sehr gut entwickelte Simpert PP von Augustin (Bay.), 
8-8-7 gekört, macht für 3100 € einen Betrieb im Sauerland (NRW) glücklichSo sah es im Studio in Wettringen bei Live-Sales aus, Konrad Wagner bewirbt gerade Simmental vor zwei Kameras und neben Auktionator Dr. Dissen (re. verdeckt)Hier ist ein Teil der Technik und des Personals dahinter zu sehen, viel Know How sorgte für den reibungslosen Ablauf