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Waldseer Braunviehtag 2018

Bei der Präsentation der Nachzucht des Bullen Anibay konnte die Züchterfamilie Sauter, Krattenweiler vom RBW-Vorsitzenden Josef Volkwein zu ihrem Zuchterfolg beglückwünscht werden

Mit einer vollen Halle und 142 Kühe im Katalog war der diesjährige Waldseer Braunviehtag wieder ein Fest der schönen Kuh. Gleichzeitig nutzten die Freunde der Braunviehrasse die Gelegenheit eine neue Braunviehkönigin zu wählen, die von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL gekrönt wurde.

 

Mit 25 hochmotivierten, zum Teil sehr jungen Jungzüchtern, die von der noch amtierenden Braunviehkönigin Beate Bühler gerichtet wurden, startete der Schautag. Bei den Kleinsten konnten sich Franziska Schmaus, Haslach und Sonja Brauchle, Leutkirch durchsetzen. Die mittlere Jungzüchterklasse wurde von Jannik Utz, Rot/Rot und Johannes Brauchle, Leutkirch gewonnen. Bei den Größten konnten sich Lennart Reichert, Erolzheim und Annika Brauchle, Leutkirch durchsetzen. Dabei betonte die Preisrichterin, dass gerade hier schon sehr viel Professionalität und Können zu den Entscheidungen beigetragen habe. Zum Start der Schau segnete Diakon Maier, Bad Waldsee sowohl die Kinder als auch alle Rinder und sprach den Segen für Haus und Hof.

 

Die fast 120 Schaukühe wurden von Georg Riedl aus Tirol in vier Altersklassen gerichtet. Bei den Jungkühen mit einem Kalb traten insgesamt 33 Kühe in 5 Ringen an. Dabei fielen die sehr zahlreichen Töchter der RBW-Bullen sehr massiv auf. Besonders Bullen wie Vavigo, Virand, Vaju, Huxel und vor allem Anibay konnten die verschiedenen Klassen dominieren. Allein 8 Töchter von Anibay nahmen am Jungkuhwettbewerb teil. Gleich in der ersten Klasse konnten die drei Anibay-Töchter aus den Betrieben Ernst Rau, Bünzwangen, Hubert Detzel, Herbrazhofen und Josef Hecht, Ochsenhausen die ersten drei Plätze belegen. Anibay Brownie von Ernst Rau sollte sich zudem den Reservesiegertitel der Jungkühe sichern.

 

Die zweite Jungkuhklasse ging an Glenn Iglena von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Virand Gelli von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell. Iglena ist eine Halbschwester des Bullen Anibay, von dem insgesamt drei Halbschwestern im Wettbewerb sehr erfolgreich starteten. Die dritte Jungkuhklasse ging an die beiden Huvi-Töchter Fürstin von der Beigger GbR, Felben vor Strasse von Michael Heinzler, Hifringen. Klasse vier ging an Anibal Lasole von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Anibay Samos der Albinger GbR, Winterreute. Der Betrieb Albinger konnte sich auch die 5. Klasse sichern, in der die Himalaya-Tochter Aida vor der Huvi Tochter Träumle von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell platziert wurde. Die spannende und sehr hochkarätige Siegerauswahl der Jungkühe konnte schließlich Anibal Lasole von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Anibay Brownie von Ernst Rau, Bünzwangen für sich entscheiden.

 

Die jungen Kühe mit 2 Kälbern wurden ebenfalls in 5 Ringen gerichtet. Die erste Klasse wurde von der überzeugenden, sehr gut entwickelten und mit bestem Euter ausgestatteten Anibay-Halbschwester Glenn Ilena von Friedrich Sauter, Krattenweiler gewonnen. Sie konnte sich vor die sehr stilvolle Jubev Finka von Edwin Kling, Murrwangen setzen. Auch die nächste Klasse konnte der Betrieb Sauter mit der Anibal-Tochter Las Vegas für sich entscheiden. Die dritte Klasse brachte dem Betrieb Bernhard Fuchs GbR, Eglofs mit der Feuerstein-Tochter Hariet und der Erafax-Tochter Fuchsi einen Doppelsieg.

 

Der Betrieb Edwin Kling, Murrwangen war in der darauffolgenden Klasse mit einer sehr harmonischen und reifen Payssli-Tochter vor einer Paray-Tochter aus dem Betrieb der Härle GbR, Dellmensingen erfolgreich. Die Heckenberger GbR, Hochdorf konnte sich mit der Volvo-Tochter Polly aufgrund ihrer guten Rippe und der festen Euteraufhängung vor die Salomon-Tochter Fernanda der Albinger GbR, Winterreute setzen. Die Siegerauswahl der Zweitkalbskühe konnte schließlich Glenn Ilena von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor der Feuerstein-Tochter Hariet der Bernhard Fuchs GbR, Eglofs leicht für sich entscheiden.

 

Die mittleren Kühe mit 3 und 4 Kälbern traten in 6 Klassen gegeneinander an. Diese waren von den Bullen Vassli und Payssli geprägt, die überragende Töchter in allen Klassen stellen konnten. Die erste Klasse ging jedoch an eine sehr rahmige Salomon-Tochter aus dem Bestand der Albinger GbR, Winterreute. Die 2. Klasse wurde von einer sehr breiten und reifen Payssli-Tochter aus dem I-Stamm der Familie Sauter, Krattenweiler gewonnen. Die dritte Klasse ging mit der Huxoy-Tochter Galaxy an Edwin Kling, Murrwangen, die sich vor die Vassli-Tochter Liane der Heckenberger GbR, Hochdorf setzen konnte.

 

Die erste Klasse der Viertkalbskühe war auf den ersten drei Plätzen mit Payssli- Töchtern besetzt. Gewinnen konnte Payssli Donna der Albinger GbR, Winterreute vor Payssli Gala aus dem gleichen Bestand und vor Payssli Thesa von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell. Auch die nächste Klasse ging mit Payssli Zitta aus dem Betrieb der Karl und Martin Rehm GbR, Ochsenhausen an diesen Bullen. Schließlich konnte sich Huxoy Indina von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Joel Gusta von Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell setzen. Den Kampf um den Titel der mittleren Kühe machten dann auch zwei Payssli-Töchter untereinander aus. Hier setzte sich Payssli Inova von Friedrich Sauter, Krattenweiler vor Payssli Donna von Albinger GbR, Winterreute, die sich mit einem Kalb weniger noch etwas breiter im Körper und etwas frischer im Euter zeigte.

 

Die Fünftkalbskühe wurden mit einer ganz besonderen Kuh eröffnet. Die amtierende Grand Champion-Kuh der RBW-Schau und Mutter des Bullen Bisto, Easton Forteas der Albinger GbR, Winterreute konnte leicht die erste Klasse für sich entscheiden. Die nächste Klasse gewann Payssli Kolibri von Norbert King, Isny, die sich vor Payssli Britty von Franz und Gabriele Kramer, Edelbeuren platzierte. Die erste Klasse der alten Kühe wurde von Zaster Zentis von Karl und Martin Rehm, Ochsenhausen gewonnen. Diese Kuh mit 9 Kälbern überzeugte durch eine gewaltige Rippe und ein noch sehr gut beadertes Euter. Ebenso konnte die Vasir-Tochter Lena von Peter Rohmer, Oberopfingen mit 6 Kälbern ihre Klasse für sich entscheiden. Bemerkenswert war die Qualität der ganz alten Kühe, die sich zum Teil mit 100.000 kg Milch noch sehr frisch, gut aufgehängt im Euter und mit feinen Fundamenten präsentierten.

 

Die Wahl der Siegerkuh alt fiel schließlich ganz klar auf die Easton-Tochter Forteas der Albinger GbR, Winterreute, die sich in einem wunderbaren Schaubild vor Payssli Emma der Fuchs GbR, Eglofs setzen konnte.

 

Die Wahl der Eutersiegerin fiel auf Glenn Ilena, die damit schon die letzte Entscheidung, die Wahl zum Grand Champion, vorwegnahm. Somit konnte Glenn Ilena auch diesen Titel für sich erringen und sicherte damit der Familie Sauter den Titel des Grand Champions, den Eutersieg und drei Siegertitel auf der Schau und machte den Betrieb zum erfolgreichsten Aussteller.

 

Neben dem sehr hohen Niveau der Schaukühe konnte mit Töchtergruppe von Anibay eine hoch interessante Nachzuchtgruppe gezeigt werden. Die insgesamt 8 ausgestellten Töchter bestätigten den Bullen als Exterieurvererber mit viel Milch. Anibay-Töchter sind groß, stilvoll und zeigen dennoch genug Breite. Glanzpunkte der Vererbung sind vor allem die sehr korrekt gestellten, feinen Beine sowie die hochangesetzten und sehr breiten Euter. Die Striche sind ideal gestellt und zeigen eine sehr gute Form. Anibay kann unter Beachtung der Inhaltsstoffe zudem zur Verbesserung von Melkbarkeit, Eutergesundheit, Persistenz und Nutzungsdauer eingesetzt werden. Anibay stammt aus der Zucht von Friedrich Sauter, Krattenweiler, der vom RBW-Vorsitzenden Josef Volkwein anlässlich der Schau geehrt werden konnte.

 

Einer der Höhepunkte der Schau war die Wahl der neuen Braunviehkönigin. Die scheidende Braunviehkönigin Beate Bühler, Bad Waldsee bedankte sich in ihrer Abschiedsrede bei allen Verantwortlichen für die Unterstützung und reflektierte die Arbeit der letzten 2 Jahre. Josef Volkwein hob in seinen Dankesworten den besonderen Einsatz von Beate Bühler hervor, für den sie auch von der Stadt Waldsee eine besondere Ehrung erhielt. Als Kandidatinnen stellten sich Regina Dilger, Ostrach, Helena Hiller, Degerloch und Selina Müller, Leutkirch zur Wahl, die sich sehr unterhaltsam vorstellten und als Ehrendamen die gesamte Schau begleiteten. Bei der vom Publikum durchgeführten Wahl konnte sich schließlich Regina Dilger aus Ostrach als neue Braunviehkönigin durchsetzen, die im Anschluß von Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL gekrönt und in ihr Amt eingeführt wurde, das sie die nächsten zwei Jahre innehaben wird.

 

In der Summe war der diesjährige Braunviehtag ein voller Erfolg. Eine bis auf den letzten Platz voll besetzte Halle, eine überragende Nachzucht und hochwertige Schaukühe machten für die Rasse Braunvieh auf höchstem Niveau Werbung. Ein besonderer Dank geht an den Preisrichter Georg Riedl, Steinach in Tirol, der in souveräner Weise sehr sicher seine Entscheidungen traf und diese auch sehr exakt begründete.

 

Zugriff auf das RBW-Online-Fotoalbum (mit vielen Fotos zur Schau)

Glenn Ilena (rechts), die Halbschwester zu Anibay aus dem Bestand von Friedrich Sauter wurde Siegerkuh jung, Euterchampion und Grand Champion des Waldseer Braunviehtages 2018, hier im Ring bei der Siegerauswahl jung, Reservesiegerin wurde  Hariet von Bernhard Fuchs, Eglofs (links im Bild)Siegerkühe mittel: r.: Payssli Inova von Friedrich Sauter Krattenweiler, Reservesiegerin Payssli Donna aus der Albinger GbR, WinterreuteEaston Forteas,  die Mutter des Bullen Bisto aus dem Bestand der Albinger GbR, Winterreute konnte sich den Titel der Siegerkuh alt sichern, als Ehrendamen fungierten die Kandidatinnen zur Wahl der Braunviehkönigin Regina Dilger, Helena Hiller und Selina Müller(rechts im Bild)Die Jungzüchter waren hoch motiviert schon mit ihren Kälbern dabeiChampionkuh Ilena am Halfter von Niklas Sauter erhält den Ehrenpreis von der neuen Braunviehkönigin Regina Dilger.(r. RBW-Vorsitzender Josef Volkwein und Preisrichter Georg Riedl)PinacoladasWahl von Regina Dilger zur 5. Braunvieh-Königin