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Rinderunion stellt sich neu auf

Die neue Vorstandschaft der RBW

Mit der Vertreterversammlung ging mit der Verabschiedung des langjährigen Vorsitzenden Georg Häckel, Osterstetten eine Ära in der heimischen Rinderzucht zu Ende. Nach 10 Jahren Vorsitz und jahrzehntelangem ehrenamtlichen Engagement in der Rinderzucht, der Besamung, im Genossenschaftswesen und der Kommunalpolitik schied Georg Häckel nun turnusgemäß altersbedingt aus dem Amt des Vorsitzenden der Rinderunion Baden-Württemberg e.V. RBW aus.

 

Sein Nachfolger, Josef Volkwein, Amtzell, würdigte in seiner Laudatio den unglaublichen Einsatz, den Georg Häckel über Jahre in seinem Amt gezeigt hatte. Er war wesentlicher Motor zur Gründung der RBW, trug zur Gründung der KKS bei und setzte sich sehr stark für die Neuorganisation der deutschen Tierzucht unter dem Dach des Bundesverbandes Rind und Schwein (BRS) ein. Für seine Verdienste um die Rinderzucht würdigten ihn Vorstand und Beirat mit der Auszeichnung des Ehrenvorsitzenden. Ebenso schieden Franz Käppeler, Seelfingen und Markus Mock, Markdorf aus dem Vorstand aus.

 

Bei den anstehenden Wahlen zum Vorstand wurde Josef Volkwein, Amtzell zum neuen Vorsitzenden gewählt, er bekleidete das Amt des 2. stellvertretenden Vorsitzenden bereits seit 5 Jahren. Stellvertretende Vorsitzende wurde Ingrid Epting, Erdmannsweiler, 2. stellvertretender Vorsitzender wurde Joachim Keller, Allmendingen. Zudem wurden in den Vorstand gewählt: Marlies Müller, Grünkraut, Hubert Schönenberger, Windegg und Hermann Gehringer, Schonach.

 

Neu in den Beirat wurden Jan Mayer, Engen und Norbert Bertel, Horgenzell gewählt.

 

In einem ausführlichen Geschäftsbericht beleuchtete Dr. Weidele noch einmal die wichtigsten Eckpunkte des Jahres 2017. Mit sehr guten Zahlen im Samenexport und Verkäufen von Samen in andere deutsche Zuchtgebiete war es erneut gelungen, ein positives Ergebnis auszuweisen. Gleichzeitig war die Vermarktung sehr stark von hohen Kälberpreisen und guter Exportnachfrage geprägt.

 

Darüber hinaus stand die tägliche Arbeit der RBW vor allem im Zeichen der genomischen Zuchtprogramme der Rassen Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh, die sich mit der Etablierung von weiblichen Lernstichproben beschäftigten. Dr. Weidele hob hervor, dass künftig eben solche Lernstichproben das Fundament der bäuerlichen Rinderzucht darstellen werden und diese deshalb als Gemeinschaftsaufgabe aller interessierten Rinderzüchter zu verstehen seien.

 

In einem aufmerksam verfolgten Vortrag erläuterte Sebastian Klein, Förderverein Bioökonomieforschung (FBF) die aktuellen Entwicklungen im Bereich Gene Editing. An sehr plastischen Beispielen konnte er aufzeigen, dass diese Methode in vielen Pflanzen- und Tierzuchtbereichen inzwischen Anwendung finden könnte. Im aktuellen rechtlichen Rahmen ist allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es sich bei der Anwendung um den Einsatz von Gentechnik handelt. Da mit der Anwendung neben fachlichen und rechtlichen Fragen auch ethische Belange eine Rolle spielten, verwies er auf das Memorandum der deutschen Zuchtorganisationen, das in Federführung von BRS und FBF eine Leitlinie für den Einsatz darstelle.

Die neue Vorstandschaft der RBWHerr Häckel wird zum Ehrenvorsitzenden der RBW ernannt