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Aktuelles zur Wälder-Zuchtwertschätzung 12/2021

Gipirgi fotografiert nach der Samentnahme in Herbertingen, anschließend kam er zur Wendelin und Andreas Schwär GbR nach St. Märgen in den Deckeinsatz. Er stammt von Gipada ab und seine Mutter ist eine Pirastochter. Er ist ein nahezu perfekter Bulle ohne Schwächen

Vorderwälder: Magnus und Gipirgi neu dabei, Gipig draußen

 

Dies ist die zweite Zuchtwertschätzung für Vorderwälder nach dem neuen Modell. Zum einen ist die Basis von den Bullen weg auf die sechs- bis achtjährigen Kühe umgestellt. Dazu gibt es drei neue Merkmale, der Eutergesundheits- der Fruchtbarkeits- und der Vitalitätswert. Abgekürzt EGW, FRW und VIW. 

 

Mit Igamack und Olefaz gibt es ein Führungsduo nach GZW mit 118 Punkten. Igamack hat einen höheren MW und führt deswegen die Liste an. 

 

Igamack kommt auf MW 120 (-1) und auf FW 111 (+3) Die Melkbarkeit gilt es mit 94 (+-0) zu beachten, die Fitness liegt bei nur 94 (-1) und im EGW bleibt er bei 103. Im Exterieur seiner Töchter ist er kein Held. Sein paternaler Kalbeverlauf liegt bei 70, er passt nur auf geburtserfahrene Kühe. 

 

Es folgt Olefaz mit 118 (+1) MW auf Grundlage von 46 (+1) Töchterleistungen. Er ist ein Milchmengenvererber mit gutem EGW und ordentlicher Melkbarkeit (103 +-0). Sein FW liegt bei 99 (-1), der paternale Kalbeverlauf liegt bei 97 (+1) und gut ist er im VIW und FRW. 27 Töchter zeigen alle Hauptnoten dreistellig, haben eine gute Größe mit 140 cm Kreuzbeinhöhe, mit 111 das beste Fundament und erzielen die Euternote 104 (-1). Stark positiv sind die Voreuteraufhängung und der Eutersitz. 

 

Dann kommt Neuling Magnus, ein Markgussohn aus einer Gisgardiantochter. Er startet mit 111 GZW, 112 MW mit 25 Töchtern, in Fitness kommt er auf 99 und im FW auf 100. Die Inhaltsstoffe sind unterdurchschnittlich, Melkbarkeit und EGW durchschnittlich. Die Rahmennote der 15 bewerteten Töchter liegt bei 95 mit 139,2 cm Kreuzbeinhöhe, Bemuskelung, Fundament und Euter sind dreistellig. Mit Kalbeverlauf paternal von 102 und VIW 106 kann er auch für Rinder eingesetzt werden. 

 

Radgipa, ein Radraulsohn aus einer Gipadamutter, der Neuling der letzten Schätzung, erreicht ebenfalls 111 GZW (-1) und 110 MW (-1). Sein FW liegt bei 96. Ein ordentliches Plus vererbt er im Fettgehalt. Seine Melkbarkeit liegt bei 105 (-1) und die Fitness bei 106, womit er bester ist. Bestens ist der paternale Kalbeverlauf mit 114 und noch besser der Vitalitätswert mit 122. Ein Rinderbulle ohne Wenn und Aber. Das ist auch nicht verwunderlich, denn seine Rahmennote beträgt 79. Acht weitere Töchter sind dazugekommen. Allerdings liegt die mittlere Kreuzbeinhöhe der 29 Töchter bei 135,4 cm, was noch gut in die Vorderwälderlandschaft passt. Bemuskelung (110) und Fundament der Töchter (109) sind gut, sehr gut ist Eutervererbung mit 115. 

 

Der zweite Neuling Gipirgi stammt von Gipada ab aus einer Pirastochter. Er startet auch mit 111 GZW und kommt auf 109 MW. Die Fitness liegt bei 105 und der FW bei 103. 24 Töchter sind in der Milchzuchtwertschätzung. In der Töchterbewertung liegen 16 Tiere zugrunde. Bis auf den Rahmen mit 87 sind alle Noten im dreistelligen Bereich, Bemuskelung 105, Fundament 108 und Euter 111. Die Kreuzbeinhöhe von 137,2 cm liegt im ordentlichen Bereich. 21 Töchter bringen eine gute Melkbarkeit von 108. 111 im EGW sprechen für sich, Kpat 106 und VIW von 104 erlauben auch den Einsatz auf Rinder. 

 

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 322 (+4) Kühen, die einen MW von 116 (-1) erzielen. Der GZW beträgt 110, im FW liegt er bei 96. Die Melkbarkeit von 173 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 102. Sein Exterieur mit 121 bewerteten Töchtern ist - wie bei Olefaz - in allen Hauptnoten dreistellig. Er sollte allerdings - wie Igamack auch - nur für Kuhbesamungen verwendet werden. 

 

Igguss.  Er hat einen GZW von 109 (-4) und einen MW von 106 (-7). Das sind starke Rückgänge. Vermutlich kommen sie von den 15 hinzugekommenen Töchtern in der Milch. Warten wir noch die nächste Schätzung ab. Im FW ist er bester mit 112 (-1). Igguss ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,47 Fett- und 0,30 Eiweißprozent. Die Melkbarkeit ist gut und der EGW ist positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf liegt bei 103 (+2). 30 Töchter (+8) sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Rahmens gute Werte. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren. 

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter blieb stabil. Bei ihm sind 7 Töchter hinzubekommen. Er ist der klassische Doppelnutzungsbulle mit 105 (+-0) MW und 110 (-1) FW. Die Melkbarkeit und der EGW sind mit 107 beziehungsweise 105 als gut zu bezeichnen, aber sein Geburtsverlauf liegt mit 84 unterm Schnitt und sollte nicht auf Rnderkommen. In der Töchterbewertung ist Radraul in Bemuskelung, Fundament und Euter dreistellig, sechs Töchter sind dazugekommen.  Im GZW liegt er bei 108 (-1). VIW und FRW liegen bei 105 und bei 103. 

 

Empfehlung Fleisch:

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir drei Bullen anzubieten. Igguss mit FW 112, Igamack mit FW 111 und Radraul mit FW 110.

 

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW- Homepage. 

 

Seit kurzem haben wir für die Mutterkuhhalter mit Igfingo PP einen Spezialbullen im Angebot. Details finden Sie hier.

 

Anmerkung zur Besamung von Rindern:

 

Kalbinnengeburten sind mit doppelt bis mehrfach häufigeren Schwierigkeiten verbunden wie Kuhgeburten. Von der Empfehlung her müssen wir sagen, dass der Neuling Radgipa toll ist. Die beiden Neulinge Gipirgi und Magnus können auch für Rinder eingesetzt werden. Nach wie vor ist für gut entwickelte Rinder Igguss eine Alternative.

 

Hornlosvererbung:

 

Wer hornlos besamen möchte, kann zum einen den mischerbig hornlosen Gigior P einsetzen. Daneben wird der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein. Bei Igragar PP wird sich bei der nächsten Schätzung klären, ob er in den Zweiteinsatz kommt. 

 

Gesextes weibliches Sperma:

 

Für die Vorderwälderzucht begann ein neues Zeitalter, von den Testbullen Gomez, Radetzky und Ramos wird für 28 € pro Dosis gesextes weibliches Sperma angeboten. Leider kann Altbullensperma nicht gesext werden, das geht nur mit Frischsperma von Testbullen.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Silbenap neu in der Besamung

 

Wir haben sechs Bullen mit Töchterergebnissen in Milch aus sechs Linien im Angebot, Benforal, Fockernap, Labflort, Napfocki, Ronlab und Siltben. Alle sechs Bullen mit neun bis 54 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die positive Entwicklung im Milchwert hängt mit der Basisänderung weg von der Bullen-, hin zu Kuhjahrgängen zusammen. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich. Fockernap erweist sich mit neun Töchtern und 112 (2) MW als bester in der Milchempfehlung. 

 

Neu dabei ist Silbenap. Ihn empfehlen wir sowohl für die Milch- als auch für die Fleischleistung. Details finden Sie hier.

 

Für die Mutterkuhhaltung sind neben den elf aufgeführten Bullen auch zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

Bullenempfehlungen Wäldervieh 08/2021 und Infos zu Neuerungen in der Vorderwälder-ZuchtwertschätzungHier eine herausragende Gipirgitochter von der Knöpfle-Willmann GbR in T.-N.-Schwärzenbach. Sie erreicht Milchwert 117 und 2,60 kg pro Minute MelkbarkeitMit Magnus hat es nach längerer Zeit wieder ein M -Linienvertreter in den Zweiteinsatz geschafft. Das Bild stammt ebenfalls nach der Samenentnahme in Herbertingen. An-schließend deckte er bei der Breiteckhof GbR in Gütenbach. Er stammt ab vom Testbul-len Margus aus einer Gisgardiantochter. Auch er ist mit Ausnahme der schwächeren Inhaltsstoffe ein harmonisch vererbender Bulle Olefaz bringt richtig gutes Vieh. Hier der erste Testbulle Obelix aus der Zucht von Hans-Peter Eble aus Glottertal-FöhrentalNeu dabei ist Silbenap. Ihn empfehlen wir sowohl für die Milch- als auch für die Fleischleistung