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Aktuelles zur Wälder-Zuchtwertschätzung 08/2020

Besamungsbulle Radraul führt die Riege der besten Fleischvererber mit FW 115 an. Auch seine Töchter zeigen eine überdurchschnittliche Bemuskelung. Das Bild stammt von der Vorderwälderverbandschau 2017 in St. Märgen

Vorderwälder: Geringe Veränderungen

 

Iggardian ist unverändert Spitzenreiter im GZW und MW. Sein FW ist bei 110 stabil geblieben. Weitere 27 Töchter aus dem Zweiteinsatz sind in der Milch, 11 in der Melkbarkeit und 27 im Exterieur neu hinzugekommen. Die paternalen Werte bei Kalbeverlauf und Totgeburten sind dreistellig geblieben.

 

Mit GZW von 119 und MW 118 (-1) folgt Igamack I. Die Melkbarkeit gilt es mit 93 (+1) zu beachten, die Fitness liegt bei 103 (+3) und im Zellgehalt ist er mit 108 (+1) drittbester. Im Exterieur seiner Töchter ist er kein Held. Mit 112 FW liegt er auf Platz zwei. Seine paternalen Kalbe- und Totgeburtenwerte sind leider so, dass er nicht auf Kalbinnen passt.

 

Es folgt Olefaz, ein Olefelksohn aus einer Ignazmutter mit 115 (0) GZW und 116 (0) MW auf Grundlage von 40 Töchterleistungen. Er ist eher ein Milchmengenvererber mit bestem Zellgehalt und ordentlicher Melkbarkeit (103). Sein FW liegt bei 102 (-1), der paternale Kalbeverlauf liegt bei 94 (-2) und die paternale Totgeburtenrate bei 91 (-1). 24 (+3) Töchter zeigen alle Hauptnoten dreistellig, haben eine gute Größe, mit 110 gute Fundamente und erzielen die Euternote 105. Stark positiv ist die Voreuteraufhängung und der Eutersitz.

 

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 262 (+11) Kühen. Im FW liegt er bei 96 (0). Die Melkbarkeit von 136 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 100. Sein Exterieur mit 119 bewerteten Töchtern ist in den Hauptnoten Rahmen, Fundament und Euter positiv und liegt in der Bemuskelung bei 99. Er kann allerdings nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

 

Dann kommt Igguss. Er hat einen GZW von 110 und einen MW von 110 (-1) und einen guten FW von 110 (0). Er ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,48 Fett- und 0,30 Eiweißprozent. Melkbarkeit und Zellgehalt sind positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf ist bei 105 geblieben. 20 Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Kalibers gute Werte. Ohne Schwachstelle kommt das Euter und der Euterboden auf 109. Im Fundament erreicht er 104. Eine Ausnahmeerscheinung ist er mit 108 in der Bemuskelung. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren. 

 

Pigdian II folgt mit 107 (-1) GZW und 108 (0) MW. 11 weitere Töchter aus dem Zweiteinsatz sind dazugekommen. In vier Merkmalen steht er vorne: In der Melkbarkeit zusammen mit Gipig, im paternalen Kalbeverlauf, der Nutzungsdauer und in der Fitness. Eine gute Fundament- (104) und Eutervererbung (107) zeichnen ihn aus. Wissen muss man, dass bei Pigdian II die Bemuskelungsnote der Töchter nur bei 82 liegt, sowie der FW 6 Punkte gefallen ist auf 78.

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter ist ein klassischer Doppelnutzungsbulle mit 104 (-1) MW und 115 (+1) FW. Die Melkbarkeit und der Zellgehalt sind mit 106 (+2) beziehungsweise 105 (0) in Ordnung und sein Geburtsverlauf liegt mit 95 (-1) unterm Schnitt. In der Töchterbewertung ist Radraul als mittlerer Bulle anzusprechen. 103 in der Bemuskelung seiner Töchter bestätigen seinen herausragenden Fleischwert anhand seiner männlichen Verwandtschaft.

 

Gipig hat leider je 2 Punkte in GZW und MW verloren. Er kommt auf 106 an Hand von 51 (+1) Töchtern. Ein Wermutstropfen ist die schlechte Inhaltsstoffvererbung. Der FW liegt bei 100 (-1) und in der Melkbarkeit ist er mit 109 (-2) bester. Auf dem zweiten Platzbefindet er sich im paternalen Kalbeverlauf mit 111 (0) und seine Euternote 112 bedeuten den Spitzenplatz. Es sind lange Euter, die vorne eine sehr gute Aufhängung haben, einzig die Striche tendieren etwas zu kurz (94) und dick (107).  

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir weiterhin vier Bullen anzubieten. Radraul mit FW 115, Igamack I mit FW 112 und Iggardian sowie Igguss mit FW 110.

 

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW-Homepage.

 

Für Rinder sind in der Reihenfolge passend: Pigdian II vor Gipig und Igguss für die kräftigeren Rinder.

 

Hornlosvererbung: Wer hornlos besamen möchte, kann zum einen den mischerbig hornlosen Gigior P einsetzen. Daneben wird der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Benforal und Ronlap neu - Fockernap kommt mit guten Anlaufwerten

 

Wir haben fünf Bullen mit Töchterergebnisse in Milch aus fünf Linien im Angebot, Benforal, Labflort, Napfocki, Ronlab und Siltben. Alle vier Bullen mit 12 bis 49 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich. Zwei Veränderungen gibt es: Bennasch haben wir ersetzt durch Benforal, weil er vier Milchwertpunkte mehr hat und einen sehr günstigen Kalbeverlauf. Ronlab haben wir neu dazu genommen, 4 Töchter zeigen in der Melkbarkeit den Spitzenwert von 1,83 kg pro Minute.

 

Fockernap kommt mit guten Milch-Anlaufergebnissen bei fünf Töchtern auf einen Milchwert von 110. Die Töchter zeichnen sich aus durch mittleren Rahmen und sehr ansprechende Euterformen. Fockernap ersetzt seinen Vater Fockeral, Mutter und Sohn waren erfolgreich auf der Schau 2017, Fockernap als Reservesiegerbulle und Samia als Miss Hinterwälder. Fockernap empfiehlt sich für Milch- und Mutterkuhhaltung. 

 

Für die Mutterkuhhaltung sind zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

Besamungsbulle Radraul führt die Riege der besten Fleischvererber mit FW 115 an. Auch seine Töchter zeigen eine überdurchschnittliche Bemuskelung. Das Bild stammt von der Vorderwälderverbandschau 2017 in St. MärgenHier sind zu sehen drei Jungkühe mit Vater Fockernap auf dem Betrieb Schelshorn GbR in Bernau-Dorf. Fockernap stammt von der Schelshorn GbR und vor der Samen-abnahme ist er im eigenen Betrieb im Einsatz gewesen. Es sind mittelrahmige Kühe mit ansprechenden Eutern und guten FormmerkmalenHier sind zu sehen drei Jungkühe mit Vater Fockernap auf dem Betrieb Schelshorn GbR in Bernau-Dorf. Fockernap stammt von der Schelshorn GbR und vor der Samen-abnahme ist er im eigenen Betrieb im Einsatz gewesen. Es sind mittelrahmige Kühe mit ansprechenden Eutern und guten FormmerkmalenHier sind zu sehen drei Jungkühe mit Vater Fockernap auf dem Betrieb Schelshorn GbR in Bernau-Dorf. Fockernap stammt von der Schelshorn GbR und vor der Samen-abnahme ist er im eigenen Betrieb im Einsatz gewesen. Es sind mittelrahmige Kühe mit ansprechenden Eutern und guten Formmerkmalen