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Aktuelle Zuchtwertschätzberichte Wäldervieh (12/2018)

Salute ist eine ausgezeichnete Gipigtochter vom Betrieb Stefan Weiss in Schönwald. Ein einheitlich gutes Exterieur mit der Euternote 8 ist zu sehen. 6.443 kg Milch in 294 Tagen zeichnen seine gute Milchveranlagung aus und 3,16 % Eiweiß auch seinen Schwachpunkt. Mit MW 119 ist Salute auch im Bullenmütterregister. Im Kalbeverlauf ist Gipig sehr gut Wir freuen uns, den Fällersohn Walter neu anbieten zu können. Damit können wir wieder eine neue Linie weiterverbreiten. Auf der letztjährigen Schau in Utzenfeld war er drittplatziert

Vorderwälder: Keine gravierenden Änderungen

 

Acht Besamungsbullen aus sechs Linien können wir unseren Besamungsbetrieben empfehlen.

 

Iggardian ist mit leichten Einbußen unverändert Spitzenreiter im GZW und MW. Im FW ist er zweiter. Iggardian ist sehr gut in der Melkbarkeit und hat positive Inhaltsstoffe trotz der hohen Mengenleistung. Die Eutervererbung ist so, dass er auf Kühe kommen sollte, die einen guten Eutersitz aufweisen und deren vordere Striche mittig bis innen sitzen. Die paternalen Werte im Kalbeverlauf sind nochmals um einen Punkt auf 97 besser geworden. Zurzeit kommen viele Zuchtbullen und Kälber auf die Märkte, die seine gute Fleischvererbung bestätigen.

 

Gipig, neuer Bullen seit der Augustschätzung, liegt mit 114 GZW auf Platz zwei. Gipada ist sein Vater, die Mutter Silvia eine Ignaztochter. Mit 35 Töchtern in Milch sind sechs weitere dazugekommen, er landet bei 113 MW. Ein Wehrmutstropfen ist die schlechte Eiweißvererbung mit -0,30 %. In der Fitness und im FW bleibt Gipig bei 101, in der ME ist er mit 111 der zweitbeste. Mit 114 im paternalen Kalbeverlauf ist er Spitzenreiter knapp vor Pigdian II. Im Rahmen liegt er im Vergleich mit 91 unter dem Mittel, vor allem in Breite und Tiefe. Das Fundament ist durchschnittlich. Mit 113 ist Gipig der zweitbeste Eutervererber nach Marfelk. Es sind lange Euter, die vorne eine sehr gute Aufhängung haben, einzig der Euterboden tendiert mit 96 Richtung tief und die Strichdicke neigt mit 110 zu dick. Mit 101 in der Bemuskelung tendieren die Töchter zur Stabilität.

 

Auf Platz drei liegt nun Igguss, der von Igdian aus einer Gushalltochter abstammt. Er hat einen GZW-Punkt verloren und kommt auf 112 GZW und MW. Igguss ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,39 Fett- und 0,27 Eiweißprozent. Melkbarkeit und Zellgehalt sind deutlich positiv. Igguss punktet mit FW 106 (+2) und im paternalen Geburtsverlauf mit 106. 18 Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Kalibers gute Werte. Ohne Schwachstelle kommt das Euter auf 109, wobei der Euterboden mit 110 am besten ist. Im Fundament mit 102 sticht die gute Fessel (106) ins Auge. Die Größe ist mit 106 dreistellig, Länge, Breite und vor allem die Tiefe sind unterdurchschnittlich. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, auch auf Rinder.

 

Pigdian II folgt mit 110 GZW und 109 MW (-1) MW. In der Melkbarkeit ist er mit 113 bester, gute Fitness mit 108, eine gute Fundament- (102) und Eutervererbung (107) zeichnen ihn aus. Im paternalen Geburtsverlauf hat er zwei Punkte gewonnen, er liegt mit guten 113 auf dem zweiten Platz. Zu berücksichten gilt es bei Pigdian II die Rahmen- und Bemuskelungsvererbung mit 87 und 80, sowie den FW von 82.

 

Ragos hat im GZW (110) und im MW (113) einen Punkt gewonnen, im FW (95) leider einen verloren. 155 Töchter sind nun in der Leistungsprüfung, 16 mehr als im August. Die Melkbarkeit liegt im Mittel der Rasse mit 100. Sein Exterieur mit 113 bewerteten Töchtern ist in den Hauptnoten Rahmen, Bemuskelung, Fundament und Euter positiv. Er kann nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter ist ein klassischer Doppelnutzungsbulle mit 106 MW (-1) und 116 FW (+2). Er bringt plus 542 kg Milchmenge, seine Melkbarkeit ist mit 107 gut und sein Geburtsverlauf liegt mit 101 im Mittel. Aufpassen muss man auf die Fettvererbung, im Fitnessbereich ist er mit 90 am Ende der acht Bullen. In der Töchterbewertung ist Radraul als mittlerer Bulle anzusprechen. Die Körperlänge ist etwas kurz, im Fundament fallen das volle Sprunggelenk (84) und die gute Fessel (105) auf. Das Euter kommt auf 98, positiv sind der Euterboden mit 103 und die Strichstellung hinten nach innen (119). Zu beachten sind die Vordereuteraufhängung (91) und die dünnen Striche (82).

 

Marfelks Stärke ist die Fundament- (103) und vor allem die Eutervererbung (121) mit einem Milchfluss von 105. Die Abstammung, Vater Marksee aus einer Felkhormutter, ist eine nicht alltägliche.

 

Olefelk hat vier weitere Töchter in der Leistungsprüfung, insgesamt sind es jetzt 179. Nach wie vor ist er ein guter Inhaltsstoff- und Fundamentvererber.

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir weiterhin zwei Bullen anzubieten. Radraul mit FW 116 und Iggardian mit FW 112. Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW-Homepage.

 

Für Rinder sind in der Reihenfolge passend: Gipig, Pigdian II vor Igguss.

 

Hornlosvererbung: Im begrenzten Umfang werden die beiden mischerbig hornlosen Wartebullen Radmig P und Igfex P und der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Er war vor kurzem Testeinsatz. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein. Er ist ein Igfex P- Sohn aus einer Radmark P- Mutter.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Walter und Fockernap bereichern das Angebot

 

Wir haben vier Bullen aus vier Linien mit Milchwerten von 88 bis 104 für die Milchviehhaltung im Angebot, Bennasch, Labflort, Napfocki und Siltben. Alle vier Bullen mit Töchterergebnissen können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich. Bennasch sollte wegen der höheren Totgeburtenrate nur auf Kühe eingesetzt werden.

 

Wir freuen uns sehr, mit Fockernap und Walter zweineue Besamungsbullen sowohl für Milch- als auch für die Fleischnutzung empfehlen zu können. Fockernap ersetzt seinen Vater Fockeral, der mit MW 107 nach Hummel den zweiten Platz einnimmt. Seine Mutter Samia stammt von Napfock ab mit dem hohen MW von 115. Beide Tiere waren erfolgreich auf der Schau 2017, Fockernap als Reservesiegerbulle und Samia als Miss Hinterwälder. Walter entstand aus der Linienneugründung mit Fäller angepaart an die Humfälb-Hummeltochter Gerda, einer euterstarken Mutterkuh. Die Großmutter stammt aus der Milchviehhaltung und hat 105 MW bei 5,14 % Fett und 3,97 % Eiweiß. Neben Hummel findet sich auch ein anderer bekannter Bulle im Pedigree, Benbär. Auffallend ist bei Walter, dass von den bisherigen 60 Geburten keine Schwergeburt und nur eine Totgeburt bei einer Kalbin registriert sind. 

 

Für die Mutterkuhhaltung sind zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein lukratives Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.