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Aktuelles zur Wälder-Zuchtwertschätzung 12/2020

Der aktuelle Testbulle Iggupir soll die Stärken seines Vaters Igguss weitergeben. Dazu zählen die Inhaltsstoffe, die Melkbarkeit und der Zellgehalt, stabile, gut befußte und beeuterte Kühe sowie eine gute Fleischleistung

Vorderwälder: Stabile Verhältnisse

 

Iggardian ist unverändert Spitzenreiter im GZW und MW mit je einem Rückgang um drei Punkte. Sein FW ist bei 110 stabil geblieben. 30 Töchter aus dem Zweiteinsatz sind in der Milch, 14 in der Melkbarkeit und 18 im Exterieur neu hinzugekommen. Die paternalen Werte bei Kalbeverlauf und Totgeburten sind dreistellig geblieben.

 

Mit GZW von 119 und MW 118 folgt Igamack I. Die Melkbarkeit gilt es mit 93 (0) zu beachten, die Fitness liegt bei 104 (+1) und im Zellgehalt ist er mit 109 (+1) zweibester. Im Exterieur seiner Töchter ist er kein Held. Mit 112 FW liegt er auf Platz zwei. Seine paternalen Kalbe- und Totgeburtenwerte sind leider so, dass er nicht auf Rinder passt.

 

Es folgt Olefaz, 115 (0) GZW und 117 (+1) MW auf Grundlage von 41 Töchterleistungen. Er ist ein Milchmengenvererber mit bestem Zellgehalt und ordentlicher Melkbarkeit (102). Sein FW liegt bei 103 (+1), der paternale Kalbeverlauf liegt bei 98 (+4) und die paternale Totgeburtenrate bei 94 (+3). 26 (+2) Töchter zeigen alle Hauptnoten dreistellig, haben eine gute Größe, mit 112 das beste Fundament und erzielen die Euternote 104. Stark positiv ist die Voreuteraufhängung und der Eutersitz.

 

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 278 (+16) Kühen. Im FW liegt er bei 97 (+1). Die Melkbarkeit von 146 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 100. Sein Exterieur mit 119 bewerteten Töchtern ist - wie bei Olefaz - in allen Hauptnoten dreistellig. Er kann allerdings nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

 

Dann kommt Igguss. Er hat einen GZW und einen MW von 110 (0) und einen guten FW von 111 (+1). Er ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,50 Fett- und 0,30 Eiweißprozent. Melkbarkeit und Zellgehalt sind positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf ist bei 105 geblieben. 21 Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Kalibers gute Werte. Eine Ausnahmeerscheinung ist er mit 106 in der Bemuskelung. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren. 

 

Pigdian II folgt mit 109 (+2) GZW und 109 (+1) MW. 17 weitere Töchter aus dem Zweiteinsatz sind dazugekommen. In vier Merkmalen steht er vorne: In der Melkbarkeit zusammen mit Gipig, im paternalen Kalbeverlauf, der Nutzungsdauer und in der Fitness. Eine gute Fundament- (104) und Eutervererbung (109) zeichnen ihn aus. Wissen muss man, dass bei Pigdian II die Bemuskelungsnote der Töchter bei 83, sowie der FW nur bei 80 (+2) Punkten liegt.

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter ist ein klassischer Doppelnutzungsbulle mit 103 (-1) MW und 115 (0) FW. Die Melkbarkeit und der Zellgehalt sind mit 106 (0) beziehungsweise 104 (-1) in Ordnung und sein Geburtsverlauf liegt mit 93 (-2) unterm Schnitt. In der Töchterbewertung ist Radraul als mittlerer Bulle anzusprechen. 103 in der Bemuskelung seiner Töchter bestätigen seinen herausragenden Fleischwert anhand seiner männlichen Verwandtschaft. 

 

Gipig hat je einen Punkt in GZW und MW gewonnen. Er kommt auf 107 an Hand von 51 (0) Töchtern. Ein Wermutstropfen ist die schlechte Inhaltsstoffvererbung. Der FW liegt bei 100 (0) und in der Melkbarkeit ist er mit 109 (0) bester genauso wie im Euter mit 112. Es sind lange Euter, die vorne eine sehr gute Aufhängung haben, einzig die Striche tendieren etwas zu kurz (94) und dick (107). Der paternale Kalbeverlauf ging leider von 111 auf 107 Punkte zurück.

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir weiterhin vier Bullen anzubieten. Radraul mit FW 115, Igamack I mit FW 112, Igguss mit FW 111 und Iggardian mit FW 110.

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW-Homepage.

 

Anmerkung zur Besamung von Rindern:

Es gab Hinweise aus der Praxis, dass Gipig trotz seines Zuchtwertes nicht gut sei fürs Kalben bei Rindern. Tatsächlich zeigten die vorhandenen 238 Kalbinnengeburten mit 10,1 % Schwer- und 8,0 % Totgeburten einen ernüchternden Wert. Hilfreich und interessant ist ein Vergleich zu Pigdian II, dort liegen bereits 502 Kalbinnengeburten vor mit 6,2 % Schwer- und 4,8 % Totgeburten. Der Vater von Gipig, Gipada war bei Kühen mit 0,7 % Schwergeburten ein absoluter Leichtgeburtenmacher. Was denken Sie, wie seine 914 Kalbinnengeburten ausfielen? 5,1 % Schwergeburten, hätten Sie das gedacht?

 

Was kann man sagen? Kalbinnengeburten sind mit doppelt bis mehrfach häufigeren Schwierigkeiten verbunden wie Kuhgeburten. Von der Empfehlung her müssen wir sagen, dass Pigdian II eindeutig am besten ist. Aber 6,2 % sind natürlich auch kein Pappenstiel, was heißt, es kann auch bei ihm etwas schiefgehen. Für gute entwickelte Rinder sind Gipig und Igguss nach wie vor eine Alternative.

 

Hornlosvererbung: Wer hornlos besamen möchte, kann zum einen den mischerbig hornlosen Gigior P einsetzen. Daneben wird der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Benforal und Ronlap neu; Fockernap kommt mit guten Anlaufwerten

 

Wir haben fünf Bullen mit Töchterergebnisse in Milch aus fünf Linien im Angebot, Benforal, Labflort, Napfocki, Ronlab und Siltben. Alle fünf Bullen mit 13 bis 51 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich.

 

Fockernap kommt mit guten Milch-Anlaufergebnissen bei sechs Töchtern auf einen Milchwert von 111. Die Töchter zeichnen sich aus durch mittleren Rahmen und sehr ansprechende Euterformen. Fockernap ersetzt seinen Vater Fockeral. Fockernap und seine Mutter Samia waren erfolgreich auf der Schau 2017, Fockernap als Reservesiegerbulle und Samia als Miss Hinterwälder. Fockernap empfiehlt sich für Milch- und Mutterkuhhaltung. 

 

Für die Mutterkuhhaltung sind zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

Der aktuelle Testbulle Iggupir soll die Stärken seines Vaters Igguss weitergeben. Dazu zählen die Inhaltsstoffe, die Melkbarkeit und der Zellgehalt, stabile, gut befußte und beeuterte Kühe sowie eine gute FleischleistungBella DE 0816837230, Belinda DE 0816837227 und Liesel DE 0816837239: Hier sind zu sehen drei Jungkühe mit Vater Fockernap auf dem Betrieb Schelshorn GbR in Ber-nau-Dorf. Fockernap stammt von der Schelshorn GbR und ist vor der Samenabnahme im eigenen Betrieb im Einsatz gewesen. Es sind mittelrahmige Kühe mit ansprechen-den Eutern und guten FormmerkmalenBella DE 0816837230, Belinda DE 0816837227 und Liesel DE 0816837239: Hier sind zu sehen drei Jungkühe mit Vater Fockernap auf dem Betrieb Schelshorn GbR in Ber-nau-Dorf. Fockernap stammt von der Schelshorn GbR und ist vor der Samenabnahme im eigenen Betrieb im Einsatz gewesen. Es sind mittelrahmige Kühe mit ansprechen-den Eutern und guten FormmerkmalenBella DE 0816837230, Belinda DE 0816837227 und Liesel DE 0816837239: Hier sind zu sehen drei Jungkühe mit Vater Fockernap auf dem Betrieb Schelshorn GbR in Ber-nau-Dorf. Fockernap stammt von der Schelshorn GbR und ist vor der Samenabnahme im eigenen Betrieb im Einsatz gewesen. Es sind mittelrahmige Kühe mit ansprechen-den Eutern und guten Formmerkmalen