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Aktuelle Zuchtwertschätzberichte Wäldervieh 08/2019

Olefaz ist ein guter Neueinsteiger mit 118 GZW. Auf dem Bild präsentiert sich mit Wolke eine seiner besten Töchter sowohl in der Äußeren Erscheinung als auch in der Leis-tung. Sie stammt von der Breiteckhof GbR in Gütenbach, wo Olefaz im Natursprung eingesetzt wurde. Mit Ihrer Leistung von 7.436 kg Milch bei 4,04 % Fett- und 3,35 % Ei-weißgehalt in 291 Laktationstagen erreicht sie einen selten vorkommenden GZW von 131 und einen MW von 132 Punkten. Sie wurde bereits in das Bullenmütterregister eingetragen

Vorderwälder: Olefaz neu, Olefelk draußen

 

Acht Besamungsbullen aus fünf Linien können wir unseren Besamungsbetrieben empfehlen.

 

Iggardian ist unverändert Spitzenreiter im GZW und MW. Vermehrt anfallende Schlachtdaten haben seinen FW um 4 Punkte auf 107 sinken lassen. Fünf neue Töchter aus dem Zweiteinsatz sind in der Milch bereits hinzugekommen.

 

Mit GZW von 122 folgt Igamack I, der Neuling vom letzten Mal. Er hat die höchste Milchmengenveranlagung und schwächelt etwas im Fettgehalt. Die Melkbarkeit gilt es mit 95 zu beachten, die Fitness liegt bei 104 und im Zellgehalt ist er mit 110 zweitbester. Im Exterieur seiner Töchter ist er kein Held. In allen vier Hauptnoten liegt er unter 100. Am meisten weichen ab die Körperlänge mit 89, das gesäbelte Sprunggelenk mit 115, der Euterboden und die Strichstellung nach außen mit 92 beziehungsweise 93. Die Striche sind etwas dicker. Mit 111 FW liegt er auf Platz zwei. Seine paternalen Kalbe- und Totgeburtenwerte sind leider so, dass er nicht auf Kalbinnen passt.

 

Platz drei nimmt der Neuling Olefaz ein, mit 118 GZW und 117 MW bei 75 % Sicherheit ein erfreulich guter Neueinsteiger. Olefelk ist der Vater, seine Mutter geht auf Ignaz zurück. Er ist eher ein Mengenvererber mit bestem Zellgehalt, guter Melkbarkeit und Fitness. Sein FW liegt bei 103, die Kalbeverläufe sind leicht unter dem Schnitt. Elf Töchter zeigen eine gute Größe, haben gute Fundamente und erzielen die Euternote 103. Stark positiv ist die Voreuteraufhängung und der Eutersitz. Die Strichplatzierung vorne ist außen angesetzt, hinten auch, aber weniger stark ausgeprägt.

 

Dann kommt Igguss. Er hat seinen GZW mit 112 behauptet und einen Punkt im MW dazugewonnen. Er ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,41 Fett- und 0,29 Eiweißprozent. Melkbarkeit und Zellgehalt sind positiv. Igguss hat im FW drei Punkte gewonnen, mit 108 ist er nun dritter. Sein paternaler Geburtsverlauf liegt bei 102. 19 Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Kalibers gute Werte. Ohne Schwachstelle kommt das Euter auf 109, wobei der Euterboden mit 111 am besten ist. Im Fundament erreicht er 102. Eine Ausnahmeerscheinung ist er mit 110 in der Bemuskelung. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren.

 

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 192 Tieren. Im FW blieb er bei 94 stehen. Die Melkbarkeit von 107 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 100. Sein Exterieur mit 117 bewerteten Töchtern ist in allen Hauptnoten Rahmen, Bemuskelung, Fundament und Euter positiv. Er kann nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

 

Pigdian II folgt mit 108 GZW und MW. In der Melkbarkeit ist er mit 112 bester, eine gute Fitness mit 107, eine gute Fundament- (102) und Eutervererbung (107) zeichnen ihn aus. Im paternalen Geburtsverlauf hat er nochmals zwei Punkte gewonnen, er liegt mit guten 118 auf dem ersten Platz. Zu berücksichtigen gilt es bei Pigdian II die Bemuskelungs-vererbung mit 81, sowie den FW von 83. 

 

Erfreulicher Weise ist Gipig nach seinem Einbruch das letzte Mal mit 107 GZW stabil geblieben. Mit 48 Töchtern in Milch landet er bei 107 MW. Ein Wermutstropfen ist die schlechte Inhaltsstoffvererbung. In der Fitness hat Gipig 3 Punkte gut gemacht auf 98. Im FW erreicht er 101, in der Melkbarkeit ist er mit 109 zweitbester genauso wie im paternalen Kalbeverlauf mit 117. Euternote 112 bedeuten den Spitzenplatz. Es sind lange Euter, die vorne eine sehr gute Aufhängung haben, einzig die Stichdicke neigt zu dick.

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter ist ein klassischer Doppelnutzungsbulle mit 105 MW und 117 FW. Er bringt plus 458 kg Milchmenge, seine Melkbarkeit ist mit 105 in Ordnung und sein Geburtsverlauf liegt mit 98 fast im Mittel. Aufpassen muss man auf die Fettvererbung, im Fitnessbereich ist er 4 Punkte gewonnen. Mit 95 ist er natürlich noch kein Held. In der Töchterbewertung ist Radraul als mittlerer Bulle anzusprechen. Mit 104 in der Bemuskelung seiner Töchter tendieren sie zur Stabilität.

 

Olefelk haben wir aus der Empfehlung genommen, weil mit seinem Sohn Olefaz ein deutlich besseres Kaliber die O-Linie vertritt.

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir weiterhin drei Bullen anzubieten. Radraul mit FW 117, Igamack I mit FW 111 und Igguss mit FW 108.

 

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW- Homepage.

 

Für Rinder sind in der Reihenfolge passend: Pigdian II vor Gipig und Igguss für die kräftigeren Rinder.

 

Hornlosvererbung: Im begrenzten Umfang werden die beiden mischerbig hornlosen Wartebullen Radmig P und Igfex P und der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Er war vor kurzem Testeinsatz. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein. Er ist ein Igfex P- Sohn aus einer Radmark P- Mutter.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Walter und Fockernap bereichern das Angebot

 

Wir haben vier Bullen mit Töchterergebnisse in Milch aus vier Linien im Angebot, Bennasch, Labflort, Napfocki und Siltben. Alle vier Bullen mit 25 bis 42 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich. Bennasch sollte wegen der höheren Totgeburtenrate nur auf Kühe eingesetzt werden.

 

Mit Fockernap und Walter können wirzweineue Besamungsbullen sowohl für Milch- als auch für die Fleischnutzung empfehlen. Fockernap ersetzt seinen Vater Fockeral, Mutter und Sohn waren erfolgreich auf der Schau 2017, Fockernap als Reservesiegerbulle und Samia als Miss Hinterwälder.

 

Walter entstand aus der Linienneugründung mit Fäller angepaart an die Humfälb-Hummeltochter Gerda, einer euterstarken Mutterkuh. Die Großmutter stammt aus der Milchviehhaltung und erreichte sehr hohe Inhaltsstoffe. Neben Hummel findet sich auch ein anderer bekannter Bulle im Pedigree, Benbär. Auffallend ist bei Fockernap und Walter, dass ihre Kälber sehr leicht zur Welt kommen.  

 

Für die Mutterkuhhaltung sind zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.