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Aktuelle Zuchtwertschätzberichte Wäldervieh 04/2020

Besamungsbulle Igguss macht schönes Vieh. Hier zu sehen am mit Abstand begehr-testen Bullen des Märzmarktes 2020, dem zweitplatzierten Iggrack. Er konnte mit je 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung bewertet werden. Klaus Duffner aus Haslach bot diesen Prachtburschen aus einer langlebigen Rackespmutter an Dies ist eine mütterliche Halbschwester vom Besamungsbullen Walter. Es ist die Frage, ob es ein eleganteres Hinterwälderrind geben kann. Es ist 14 Monate alt und stammt von Armin Roser aus Müllheim-Muggardt und war im Angebot der kürzlich durchge-führten Telefonvermarktung. Für 900 € konnte es vermittelt werden

Vorderwälder: Acht Bullen aus fünf Linien

 

Iggardian ist unverändert Spitzenreiter im GZW und MW. Sein FW ist um zwei Punkte auf 110 gestiegen. Deswegen wird er auch wieder für die Fleischvererbung empfohlen. Weitere 48 Töchter aus dem Zweiteinsatz sind in der Milch, 17 in der Melkbarkeit und 13 im Exterieur neu hinzugekommen. Die paternalen Werte bei Kalbeverlauf und Totgeburten sind dreistellig geworden.

 

Mit GZW von 119 (-1) und MW 119 (+1) folgt Igamack I. Die Melkbarkeit gilt es mit 92 (-2) zu beachten, die Fitness liegt bei 100 (-5) und im Zellgehalt ist er mit 107 (-3) drittbester. Im Exterieur seiner Töchter ist er kein Held. Mit 112 FW liegt er auf Platz zwei. Seine paternalen Kalbe- und Totgeburtenwerte sind leider so, dass er nicht auf Kalbinnen passt.

 

Es folgt Olefaz, ein Olefelksohn aus einer Ignazmutter mit 115 (-1) GZW und 116 (+1) MW bei 79 % Sicherheit. Er ist eher ein Milchmengenvererber mit bestem Zellgehalt, ordentlicher Melkbarkeit und Fitness. Sein FW liegt bei 103 (-1), der paternale Kalbeverlauf liegt bei 96 und die paternale Totgeburtenrate bei 94. 21 Töchter zeigen eine gute Größe, haben mit 107 gute Fundamente und erzielen die Euternote 105. Stark positiv ist die Voreuteraufhängung und der Eutersitz.

 

Ragos behauptet sich wacker, er hat in der Milch die meisten Töchter mit 251 (+35) Tieren. Im FW liegt er bei 96 (+1). Die Melkbarkeit von 132 Töchtern ergibt einen Zuchtwert von 100. Sein Exterieur mit 119 bewerteten Töchtern ist in den Hauptnoten Rahmen, Fundament und Euter positiv und in der Bemuskelung bei 99. Er kann allerdings nur für Kuhbesamungen verwendet werden.

 

Dann kommt Igguss. Er hat einen GZW von 110 und einen MW von 111 (+1) und einen FW von guten 110 (+1). Er ist der Inhaltsstoffvererber mit plus 0,48 Fett- und 0,30 Eiweißprozent. Melkbarkeit und Zellgehalt sind positiv. Sein paternaler Geburtsverlauf ist bei 105 geblieben. 20 Töchter sind bewertet und zeigen mit Ausnahme des Kalibers gute Werte. Ohne Schwachstelle kommt das Euter und der Euterboden auf 109. Im Fundament erreicht er 104. Eine Ausnahmeerscheinung ist er mit 108 in der Bemuskelung. Wenn Rahmen und Milchmenge verankert sind, passt Igguss gut, bei Rindern für die kräftigeren.

 

Gipig ist der nächste, er erzielt 108 Punkte in GZW und MW an Hand von 50 Töchtern. Ein Wermutstropfen ist die schlechte Inhaltsstoffvererbung. In der Fitness hat Gipig einen Punkt mit 99 einen Punkt verloren. Der FW bleibt bei 101, in der Melkbarkeit ist er mit 111 bester, im paternalen Kalbeverlauf ist er zweitbester mit 112 (+2). Euternote 112 bedeuten den Spitzenplatz. Es sind lange Euter, die vorne eine sehr gute Aufhängung haben, einzig die Striche tendieren etwas zu kurz (93) und dick (108).

 

Pigdian II folgt mit ebenfalls mit 108 GZW und MW. Er hat sich darin nicht verändert. In der Melkbarkeit ist er mit 109 zweitbester, eine gute Fitness mit 108, eine gute Fundament- (103) und Eutervererbung (107) zeichnen ihn aus. Im paternalen Geburtsverlauf hat er seinen ersten Platz mit sehr guten 120 behaupten können. Zu berücksichtigen gilt es bei Pigdian II die Bemuskelungsvererbung mit 81, sowie den FW von 84 (-1). 

 

Radraul, ein Radisohn aus einer Raultochter ist ein klassischer Doppelnutzungsbulle mit 105 MW und 114 FW. Die Melkbarkeit und der Zellgehalt sind mit 104 (+1) beziehungsweise 105 in Ordnung und sein Geburtsverlauf liegt mit 96 (-1) etwas unterm Schnitt. Sein Fitnesszuchtwert ist um einen Punkt gestiegen und erreicht nun 100. In der Töchterbewertung ist Radraul als mittlerer Bulle anzusprechen. Mit 105 in der Bemuskelung seiner Töchter tendieren sie zur Stabilität.

 

Für die Fleischleistung zur Doppelnutzung und die Mutterkuhhaltung haben wir weiterhin vier Bullen anzubieten. Radraul mit FW 114, Igamack I mit FW 112 und Iggardian sowie Igguss mit FW 110.

 

Die weiteren Details entnehmen sie bitte aus der Empfehlung, die Balkendiagramme finden Sie auf der RBW- Homepage.

 

Für Rinder sind in der Reihenfolge passend: Pigdian II vor Gipig und Igguss für die kräftigeren Rinder.

 

Hornlosvererbung: Im Moment ist der mischerbig hornlose Gigior P im Testeinsatz. Seine Mutter hat einen Milchwert von 110. Daneben wird der reinerbig hornlose Igragar PP ausgegeben. Seine gesamte Nachzucht wird genetisch hornlos sein.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.

 


 

Hinterwälder: Walter und Fockernap bereichern das Angebot

 

Wir haben vier Bullen mit Töchterergebnisse in Milch aus vier Linien im Angebot, Bennasch, Labflort, Napfocki und Siltben. Alle vier Bullen mit 27 bis 49 Töchtern können auch für die Fleischnutzung eingesetzt werden. Beim Milchwert und der Anzahl Geburten sind die Veränderungen gegenüber der letzten Schätzung vor vier Monaten aufgezeigt. Die Geburtsverläufe sind recht günstig vor allem im Rassevergleich. Einzig Bennasch sollte wegen der höheren Totgeburtenrate nur auf Kühe eingesetzt werden.

 

Mit Fockernap und Walter können wirzweineue Besamungsbullen sowohl für Milch- als auch für die Fleischnutzung empfehlen. Fockernap ersetzt seinen Vater Fockeral, Mutter und Sohn waren erfolgreich auf der Schau 2017, Fockernap als Reservesiegerbulle und Samia als Miss Hinterwälder.

 

Walter entstand aus der Linienneugründung mit Fäller angepaart an die Humfälb-Hummeltochter Gerda, einer euterstarken Mutterkuh. Die Großmutter stammt aus der Milchviehhaltung und erreichte sehr hohe Inhaltsstoffe. Neben Hummel findet sich auch ein anderer bekannter Bulle im Pedigree, Benbär. Auffallend ist bei Fockernap und Walter, dass ihre Kälber sehr leicht zur Welt kommen. 

 

Für die Mutterkuhhaltung sind zwei besondere Bullen in der Empfehlung, Arinax P und Siltnax P. Sie vererben in 50 % Prozent der Fälle genetisch hornlos.

 

Wir haben für die beiden Schwarzwaldrassen Hinterwälder und Vorderwälder ein ansprechendes Besamungsangebot, das auch linienmäßig genügend breit angelegt ist.

 

Die vollständige Bullenempfehlung finden Sie im Internet unter www.rind-bw.de.