Ihr Partner rund ums Rind – fair und kompetent

Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

Home|Aktuelles|News|11. Süddeutsche Fleischrindertage 2018 Arena Hohenlohe in Ilshofen

11. Süddeutsche Fleischrindertage 2018 Arena Hohenlohe in Ilshofen

Siegertiere

Der Süden geht gemeinsam voran

 

Beim gemeinsamen Markt des Fleischrinderverband Bayern e.V und der Rinderunion Baden-Württemberg e.V. am 19. und 20. Januar 2018 konnten Bullen und Jungrinder von sechs verschiedenen Rassen versteigert werden.

 

Die schon seit mehreren Jahren bestehende gute Zusammenarbeit zwischen der Rinderunion Baden-Württemberg e.V. (RBW) und des Fleischrinderverband Bayern e.V. (FVB) hat sich auch dieses Jahr wieder bewährt, so dass ein sehr interessantes Angebot an Zuchttieren geboten wurde.

 

Insgesamt wurden 98 Tiere aufgetrieben, 94 Jungbullen und vier Elite Jungrinder.

Der Marktverlauf war sehr erfreulich. Besonders rege war die Nachfrage nach Angus und Limousin.

Das gesamte Auktionsbild war dadurch geprägt, dass mittlerweile fast ausschließlich genetisch hornlose Bullen angeboten waren.

Besonders belebend wirkte die gezielte Nachfrage durch Kunden aus der Schweiz. Bullen der Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh-Simmental und Limousin werden für Nachkommen in unserem Nachbarland sorgen.

 

In der imposanten Arena Hohenlohe wurden die Besucher mit der Vorstellung der Siegerbullen (Sieger, Reservesieger, Bemuskelungssieger) der Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh-Simmental, Hereford, Limousin, und Pinzgauer auf die Auktion eingestimmt. Dabei entstand ein sehr eindrucksvolles Bild der züchterischen Leistungen.

In der gut besuchten Auktionshalle übernahm Auktionator Markus Werner die Regie. Erstmals im Einsatz für die Fleischrinder, trug er auch hier durch seine professionelle Arbeit zu einer lebendigen und erfolgreichen Auktion bei.

 

Die Extensivrassen Galloway und Zwergzebu wurden auch dieses Jahr wieder in der sogenannten „Stillen Auktion“ angeboten.

 

Jungzüchter

 

Fester Bestandteil der Fleischrindertage ist seit vielen Jahren der Jungzüchterwettbewerb. Preisrichter waren Mathias Gerber (Präsident Mutterkuh Schweiz) und Franz Büchelmaier (RBW). Die JungzüchterInnen zeigten ihr Geschick, wie ihre Zuchttiere optimal präsentiert werden. Dabei legten die Richter Wert auf Blickkontakt zu den JungzüchterInnen und bewerteten deren Reaktionen auf das geführte Tier.

 

Im Alter von 11 bis 25 Jahren haben 23 JungzüchterInnen in zwei Altersklassen ihr Können beim Vorführen im Ring unter Beweis gestellt. In der Junior-Gruppe sahen die Preisrichter Annika Böttinger (15 Jahre) an der Spitze, gefolgt von Ruben Fellmann (16 Jahre). Der Sieger unter den älteren Teilnehmern war aus vier Gruppen zu ermitteln. Carolin Sackenreuther (22 Jahre) wurde mit einer sehr souveränen Vorführleistung Senior-Champion, Matthias Schneider (17 Jahre) errang den Reservesieg. Alle Teilnehmer konnten sich über Sachpreise und Stallplaketten freuen.

 

Angus

 

Insgesamt wurden 38 Angusbullen, davon 9 Aberdeen Angus für die Auktion aufgetrieben. Dieses breite Angebot stammte von insgesamt 15 Zuchtbetrieben, davon 5 aus Baden-Württemberg.

 

Körsieger wurde bemerkenswerterweise der mit 8/8/8 gekörte Prinz Sohn Paolo, aus dem Zuchtbetrieb von Manfred u. Christine Winhart, Herrieden. An zweiter Stelle und damit Reservesieger wurde der kompakte und typvolle Fritz Sohn Fredi aus dem Zuchtbetrieb Klaus Raps, Bindlach. Den Bemuskelungssieger, der Lancester Sohn Lord und das angebotene AA-Elite Jungrind stellte der Zuchtbetrieb Bauereiß, Colmberg.

 

10 Angus Bullen aus Baden-Württemberg haben ebenfalls einen neuen Besitzer gefunden. Alleine 6 dieser Bullen stammen aus der Zucht von Peter Schumacher, Heidelberg. Drei davon Aberdeen Angus, darunter auch der mit 3.500 € begehrteste, Turn On Sohn aus einer Killin Tochter, Tobi. Ebenfalls beeindruckend der von Hertfelders, Kreßberg, angebotene Bulle Coldplay. Dieser mit 8/8/7 gekörte Bulle wies zur Körung starke 1.334 g tägliche Zunahmen bei BIO-Fütterung auf und deckt zukünftig in der Schweiz. Der vom Betrieb Kosma, Benningen, angebotene AA Bulle mit einem UK-D Pedigree bleibt der Landeszucht erhalten und wechselte für 2.700 € den Besitzer. Vom Betrieb Lindner, Vellberg, wechselten zwei Bullen den Besitzer wobei einer im Land bleibt und einer zukünftig in Bayern decken wird.

 

Charolais

 

Im Angebot standen acht hornlose Vererber. Den hornlosen Körsieger Carlo, aus einer Tillstar Mutter, stellte mit einer Bewertung von 7/8/7 Thomas Rott, Aidlingen. Zum Reservesieger gekört wurde der Heynckes-Sohn Hugo des Züchters Christian Spona, Markt Bibart. Über den Bemuskelungssieger und damit über einen Doppelerfolg freute sich ebenfalls Thomas Rott. Dieser mit 7/8/6 gekörte FHZ Janosch Sohn aus einer Arif Mutter, wies ordentliche 1.400 g tägliche Zunahmen zur Körung auf und bleibt in Baden-Württemberg. Der jüngste seiner 4 Bullen, ein reinerbig hornloser Hestor Sohn aus einer Virgil Mutter ging für 2.600 € in die Schweiz.

 

Zu einem Durchschnittspreis von 2.540 € haben alle Charolais Bullen einen Käufer gefunden.

 

Fleckvieh-Simmental

 

Sehr erfreulich ist die stabile Angebotsentwicklung der Rasse Fleckvieh-Simmental am Markt. Von den zwölf Bullen aus fünf bayerischen Betrieben waren zehn reinerbig hornlos.

 

Sieger und Bemuskelungssieger mit den Körnoten 8/9/7 wurde der typ- und bemuskelungsstarke reinerbig hornlose Elf-Sohn Erlkönig aus der Zuchtstätte Fech GbR, Buttenwiesen. Dieselbe Zuchtstätte stellte mit einem Stratego-Sohn den Reservesieger und konnte somit einen Dreifacherfolg erlangen.

 

Der Durchschnittspreis von 2.430 € spiegelte allerdings leider nicht die angebotene Qualität wieder und es konnte somit nicht an den Vorjahreserfolg angeknüpft werden. Bei der gebotenen Qualität sollte es sich allerdings auch im Laufe der Zeit im restlichen Bundesgebiet herumsprechen, dass die Süddeutschen Fleischrindertage auch bei dieser Rasse eine TOP Adresse sind.

 

Limousin

 

Die Limousinkollektion präsentierte sich auch dieses Jahr wieder auf sehr hohem Qualitätsniveau, was sich in den Körergebnissen verdient widerspiegelte.

 

Der Zuchtbetrieb Andreas Lamparth, Altensteig, stellte dabei den Körsieger. Der behornte Casimir-Sohn „Cesar“ überzeugte die Körkommission in allen Bewertungskriterien, 9/8/8 war sein verdientes Körergebnis. Mit dem gleichen Ergebnis stand der Lewin-Sohn „Landor“ vom Zuchtbetrieb Gerhard u. Johannes Büttner, Krombach, an zweiter Stelle. Der schwerste Bulle dieser Kollektion, ein TST Tarzan-Sohn, präsentierte eindrucksvoll das Fleischleistungspotential der Rasse und wurde Bemuskelungssieger. Johannes Fehn, Steinbach, stellte diesen mit 8/9/7 bewerteten Bullen vor.

 

Von den 27 aufgetriebenen Bullen stammten leider nur 7 aus Baden-Württemberg. Drei der Bullen vom Betrieb Spieler, Ampfelbronn. Am stärksten hierbei der mit 8/8/8 bewertete und starken 1.323 g täglichen Zunahme aufgetriebene hornlose Uranos Sohn aus einer Calvi Mutter. Dieser Bulle deckt zukünftig im Odenwald. Neben dem Körsieger Cesar bot der Betrieb Lamparth noch einen weiteren behornten Bullen an. Ein imposanter mit 8/8/8 bewerteter Sohn des Interbreed Champions und Landessiegers Boy Scout, der glücklicherweise der Landeszucht erhalten bleibt. Der reinerbig hornlose Bulle Indor, ein Index Sohn aus einer Barman Tochter vom Betrieb Böttinger, Gechingen, wurde mit 8/7/8 bewertet und bleibt ebenfalls im Land. Der dritte aufgetriebene behornte Bulle stammte vom Betrieb Lutz, Seewald. Dieser Erode Sohn aus einer Urville Tochter brachte stramme 1.461 g tägliche Zunahmen zur Körung auf die Waage und wurde ebenfalls mit 8/8/8 bewertet. Er deckt zukünftig in Bayern.

 

Insgesamt konnte bei den Limousin Bullen immerhin noch ein Durchschnittspreis von 2.810 € erzielt werden.

 

Hereford

 

Erstmals auf der Auktion wurden Tiere der Rasse Hereford angeboten. Zwei Bullen und zwei Jungrinder, alle Tiere reinerbig hornlos, konnten verkauft werden. Der sehr typvolle und sehr gut bemuskelte Bulle „Sir“ aus der Zuchtstätte Rösch GbR, Wangen, stand an der Spitze, gefolgt von UE Fritz, der von Norbert Uebler, Hirschbach, vorgestellt wurde.

 

Die beiden sehr typvollen Hereford Rinder der Rösch GbR brachten am Auktionstag jeweils 600 kg auf die Waage und fanden beide Ihre Liebhaber. Eines bleibt im Schwarzwald, das andere geht nach Bayern.

 

Pinzgauer

 

Die Rasse Pinzgauer ist wegen ihrer begehrten Fleischqualität längst aus dem Alpenraum herausgewandert und findet begeisterte Züchter in ganz Bayern und Baden-Württemberg. Vier Zuchtbetriebe stellten mit sieben Bullen und einem Jungrind ein interessantes genetisch hornloses Angebot.

 

An der Spitze der Pinzgauer Bullen stand mit einem UE Windstone-Sohn aus dem Zuchtbetrieb von Norbert Uebler, Hirschbach, ein 8/7/8 gekörter mischerbig hornloser Bulle. Den Reservesieger, einen Bastian-Sohn, mit gleichem Körergebnis stellte ebenfalls Norbert Uebler.

 

Das Jungrind aus dem Betrieb Wolfgang Wild, Monheim, wurde nach Sachsen verkauft.

 

Das breite Angebot und die hervorragende Qualität aller Zuchttiere aus einer Vielzahl von bayerischen und baden-württembergischen Zuchtbetrieben bestätigte die Attraktivität der Süddeutschen Fleischrindertage erneut. Auf ein Wiedersehen 2019 in Ansbach! 

 

Marktspiegel - 11. Süddeutsche Fleischrindertage 2018
Rasse Anzahl ø Preis € max.Preis €
 Angus 35 2.990 3.900
 Charolais 8 2.540 4.000
 Fleckvieh Fleisch 9 2.430 3.600
 Limousin 26 2.810 3.300
 Pinzgauer 2 2.100 2.200
 Hereford 1 2.000 2.000
 Rind Angus 1 2.100 2.100
 Rind Hereford 2 1.850 1.900
 Rind Pinzgauer 1 1.600 1.600

 

Zugriff auf das RBW-Online-Fotoalbum

Astrid Roswag, Dr. T. Sommer