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Zwei Hinterwäldertiere nach Kärnten - Österreich

Kann man die Freude über die Tiere besser ausdrücken aus Natascha Rimbrecht

Natascha und Andreas Rimbrecht, die ehemaligen Besitzer des Randenhofs in Fützen, einem Ortsteil von Blumberg, wanderten Ende letzten Jahres nach Kärnten aus. Sie konnten dort einen Bergbauernhof mit Käserei und Schlachthaus, mit Gastwirtschaft und Möglichkeiten für Fremdenwohnungen erwerben. Auf genau 1.300 Meter liegt das nach Süden abfallende Anwesen in herrlicher Panoramalandschaft. An diesem Ort wird ein Lebenstraum wahr – endlich „nur noch Bauer“ sein, den ganzen Tag mit den Tieren und in der Natur arbeiten und wirklich gute Lebensmittel herstellen. Endlich ein Leben mit Sinn, ganz weg vom Büroalltag! Kärnten ist im sonnigen Süden Österreichs und hier werden auch Nicht-Landwirte sehr gut unterstützt und gefördert.

 

Den Randenhof bewirtschafteten die beiden in den letzten 15 Jahren nur im Nebenerwerb, zuerst gab es dort nur Pferde. Im Laufe der Zeit begannen die damaligen „Randenhöfler“ ein wenig mit der Selbstversorgung – Gemüsegarten, Hühner, eigenes Fleisch musste auch sein. Also kamen im Frühjahr 2011 die ersten beiden Hinterwälder auf den Hof und im Herbst gab es dann das vorzügliche Weiderindfleisch. In den folgenden Jahren wurden wieder jeweils zwei Rinder über Sommer gekauft – und die Begeisterung für die Hinterwälder wuchs immer weiter und damit auch der Wunsch, die Milch zu nutzen.

 

Äule einen entsprechenden Kurs. Dabei lernte sie natürlich auch die Hinterwälderherde von Ehemann Heinrich Till kennen und bald entstand er Wunsch, zwei ausgesuchte Tiere, eine Kuh und eine Kalbin, beide trächtig, nach Kärnten mitzunehmen. Eine erste Anfrage  Freiheit Österreichs bei uns eine vierwöchige Quarantäne der Tiere wegen dieser Viruserkrankung erfordert. Freundlicher Weise konnte diese bei Familie Alexander und Annette Happle in Hüfingen OT Hausen vor Wald stattfinden. Dort existiert ein leerer Milchviehstall der Eltern von Alexander, in dem Boxen normaler Weise für Pferde eingerichtet sind.

 

Sie unterstützten den Zuchtverband schon früher mit der Zwischenunterbringung von Vorderwälderkälbern. So erhielt jedes Tier eine geräumige Box und sie fühlten sich sichtlich wohl in der Unterbringung. Die vier jungen Kinder von Annette und Alexander hatten ebenfalls eine große Freude mit ihnen und der Abschied nach vier Wochen fiel allen etwas schwer. Junior Johannes Till fuhr die Tiere über Nacht vom 25. auf den 26. April nach Radenthein-Kaning. Dort haben sich die beiden Tiere gut eingelebt. Frau Rimbrecht berichtete, dass die beiden anfangs wie wild die steilen Weiden rauf und runter „gebrettert“ seien, dass ihr nicht ganz wohl war wegen eines möglichen Unfalls. Aber in der Zwischenzeit sind sie ruhiger geworden und zeigen sich mit Ihrer Trittsicherheit und Genügsamkeit täglich von der besten Seite.

 

Jetzt warten alle gespannt auf das Kalb von Kuh Tattu, welches Mitte Juli kommen wird. Damit kann die Käse-Produktion auch bald beginnen.

 

Kann man die Freude über die Tiere besser ausdrücken aus Natascha RimbrechtUm diese Aussicht aus 1.300 m Höhe kann man dem Ehepaar Rimbrecht etwas neidisch werdenKurz vor der Abfahrt aus der Quarantäne in Hüfingen- Hausen vor Wald  nach Kärnten von links: Quartiermeister Alexander und (im Hintergrund) Werner Happle, Heinrich und Johannes Till mit den beiden Tieren und die Kinder Judith, Rebecca, Salome und AronNachdem die beiden vierbeinigen Schwarzwälderinnen anfangs über die Weidenflächen gerast sind, gingen Sie bald wieder in Ruhe ihrer Lieblingsbeschäftigung nachWohlbehalten sind die Hinterwäldertiere bei Natascha und Andreas Rimbrecht in Radenthein- Kaning in Kärnten angekommenTattu hat Ihr fünftes Kalb, ein kräftiges Bullenkalb am 19. Juli in nur 15 Minuten gesund zur Welt gebracht (Foto Rimbrecht)Hinterwälderbullenkalb Tarzan lacht sich bereits mit 14 Tagen die Weidegenossinnen der Ziegenfraktion an (Foto Rimbrecht)