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RBW-Schau 2012

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176 Kühe der Rassen Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh stellten sich am 11.März 2012 anlässlich der RBW-Schau in der Arena Hohenlohe den kritischen Augen der Preisrichter und des Publikums. Wie zu erwarten war, zeigten die Tiere vor allem eine klare Selektion auf sehr gute Euter und gute Fundamente und brachten damit die Schwerpunkte der baden-württembergischen Rinderzucht in beeindruckender Weise zum Ausdruck. Mit diesem Aufgebot an Tieren und der großen Besucherzahl gehört die RBW-Schau mittlerweile zu den größten Rinderschauen in Deutschland.

 

Hoher Besuch

 

Traditioneller Weise wird die RBW-Schau beim Züchterabend mit Nachzuchtpräsentationen und Züchterehrungen eingeläutet. Erfreulicher Weise konnte im diesem Jahr als Ehrengast Herr MD Reimer begrüsst werden, der es sich nicht nehmen ließ, zu vielen von der Rinderzucht angesprochenen Themen Stellung zu nehmen. Zudem suchte er während eines ausführlichen Stallrundganges den Kontakt zu Landwirten und Ehrenamt.

 

Züchter geehrt

 

Traditionell wird die RBW Schau genutzt, um verdiente Züchter auszuzeichnen. Als Züchter des Jahres werden Betriebe ausgezeichnet, die sich im letzten Jahr sowohl durch züchterische Erfolge im Rahmen des Zuchtprogrammes, auf Schauen und durch ihre Dauerleistungskühe hervorgetan haben. Als Züchter des Jahres der Rasse Fleckvieh konnte der Betrieb Simpert Dangelmaier, Simmisweiler ausgezeichnet werden, der vor allem mit seinen im Zuchtprogramm entscheidenden Bullen Ogad, Odin und Ippo punkten konnte. Zudem ist er der Züchter des Bullen Wille, der aktuellen Nr. 1 der Fleckviehzucht. Die Familie Dangelmier konnte bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet werden. Als bester Holsteinszüchter konnte erneut der Betrieb Franz und Markus Mock, Markdorf mit der Goldenen Graf-Douglas Medaille ausgezeichnet werden. Vor allem die Bullen Migol, Ashzen aber auch seine Schauerfolge auf Landes- und Bundesebene trugen zu der Punktüberlegenheit bei. Der Betrieb wurde bereits zum 7. Mal ausgezeichnet. Für die Rasse Braunvieh konnte der Betrieb Albinger GbR in Winterreute ausgezeichnet werden. Neben seinen Bullenmüttern zählten bei diesem Betrieb vor allem die große Anzahl an Dauerleistungstieren. Als beste Vermarkter der RBW wurden mit der Marketing Münze in Silber die Betriebe Josef Göggerle, Rainau, Franz und Markus Mock, Markdorf und Wilhelm Kraft, Berghof ausgezeichnet.

 

Ein Streifzug durch die Geschichte

 

Mit dem Jahr 2012 blickt die RBW auf eine 130-jährige Geschichte der organisierten Rinderzucht im Südwesten. Damit ist die RBW nicht nur eines der ältesten Rinderzuchtgebiete in Deutschland sondern auch die Wiege der organisierten Fleckviehzucht. Die RBW nahm dies zum Anlass, Dr. Franz Werkmeister MR a.D. als Referenten zu laden, um einen Überblick über die gesamte Entwicklung der Rinderzucht im Gebiet der RBW zu geben. Er berichtete in seinem sehr kompetenten Vortrag über die Anfänge der Genossenschaften in Oberbaden bis hin zu den Einkreuzungen bei Braunvieh und Holsteins in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zur Einführung der genomischen Selektion im 21. Jahrhundert.

 

Drei Nachzuchten aus dem Wiedereinsatz

 

Mit gleich drei Fleckviehnachzuchten aus dem Wiedereinsatz untermauerte die RBW die solide Durchführung der Zuchtprogramme. Mit Renwart konnte der breit als Bullenvater eingesetzte Rentar-Sohn mit Töchtern aus dem breiten Einsatz vorgestellt werden. Gleichzeitig wurde der Züchterabend genutzt, auch den Züchter des Bullen, Herrn Karl-Heinz Bischoff aus Mahlspüren zu ehren. Renwart-Töchter zeigen sich knapp mittelrahmig, mit guten Fundamenten ausgestattet und überzeugen vor allem in allen Eutermerkmalen. Die Euter sind sehr gut in Vordereuter und Schenkeleuter platziert und werden von einem deutlichen Zentralband gehalten. Die Strichplatzierung ist ideal, auch wenn die Striche kurz und dünn sind. Mit seiner nun in größerer Zahl anlaufenden Töchterzahl aus dem Wiedereinsatz bestätigt er die hohen Erwartungen aus dem Testeinsatz.

 

Mit Robi wurde zudem ein Romel-Sohn aus dem Wiedereinsatz gezeigt, dessen Töchter aus dem Schaukontingent rekrutiert werden konnten. Robi war über Jahre der meist eingesetzte Bulle des Gebietes, da er sich durch leichten Kalbverlauf und gute Euter auszeichnete. Vor allem die Überlegenheit im Euter konnten die am Züchterabend präsentierten Töchter deutlich unterstreichen. Sehr kompakte Euter, gute Zentralbänder und ideale Strichstellung und –form rundeten den Gesamtweindruck ab. Robi braucht zur Paarung eine stabile, rahmige Grundlage, kann dann allerdings Schaukühe produzieren, am Schautag sollte sich zeigen, dass er in der Lage ist Eutersiegerkühe zu hinterlassen.

 

Als dritter Bulle wurde eine Gruppe von Vodach-Töchtern gezeigt. Seine Töchter befanden sich zum Teil bereits in der zweiten und dritten Laktation und überzeugten durch eine tiefe, offene Rippe und unglaubliche Kapazität. Dabei bewegten sie sich auf sehr feinen optimal gestellten Beinen. Glanzpunkt waren auch hier die Euter, die ähnlich wie die ersten beiden Bullen unterstrichen, dass vor allem die Eutervererbung in Baden-Württemberg ein besonders wichtiges Merkmal darstellt. Die ausgestellten vier Vodach-Töchter ließen bereits am Züchterabend erahnen, dass der Schauwettbewerb am nächsten Tag besonders spannend werden würde. Während von Vodach jedoch das Sperma inzwischen zur Neige gegangen ist, ist von Robi und Renwart noch Sperma vorhanden, von Renwart befindet sich bereits mit Reonis sein interessantester Sohn im Besamungseinsatz.

 

Große Jungkuhklassen

 

Mit fünf Jungkuhklassen waren es vor allem die jungen Kühe, die bei der Rasse Fleckvieh deutlich beeindrucken konnten. Als Preisrichter war der aus Haundorf in Bayern stammende Johannes Huber doch einige Male gefordert im Detail zu entscheiden, welche Kuh ganz vorne auf dem Treppchen steht. Insgesamt stellten sich 80 Fleckviehkühe dem Wettbewerb. Vor allem die sehr gut herausgebrachten Euter zeigten sehr eindrucksvoll, wo die Schwerpunkte der Züchter liegen. Diese hohe Qualität an Euterkühen traf aber auch den Schwerpunkt des Preisrichters, der sich vor allem bei den jungen Kühen für jugendliche Kühe mit fehlerfreien Eutern entschied. Erfreulich bei der Durchsicht der Klassen war zudem, dass sehr viele heimische Bullen erfolgreich waren allein 9 der 13 Fleckviehklassen wurden von RBW Bullen gewonnen. Neben den vielen Robi- und Vodach-Töchtern fielen zudem die ersten sehr guten Iner-Töchter sowie Töchter von Ratgeber, Ifrat, Vandol und Zasromen auf.

 

Heimische Bullen bestimmend

 

Die ersten beiden Jungkuhklassen waren gekennzeichnet durch sehr frische jugendliche Jungkühe, die erste Klasse endete mit einem Doppelsieg für den Betrieb Hans Wirth, Hermaringen, der mit einer sehr kompletten, schicken Rotax-Tochter vor einer sehr feinen Rau-Tochter die Klasse gewinnen konnte. Die zweite Klasse der Jungkühe wurde von der sehr großen, aber bereits sehr tiefen Vodach-Tochter Barbara aus dem Betrieb der Haussler GbR, Pfedelbach gewonnen, die durch eine hervorragendes Schenkeleuter überzeugen konnte. Die dritte Jungkuhklasse konnte von einer sehr stilvollen Iner-Tochter aus dem Bestand von Dieter Stier aus Untermünkheim vor einer Robi-Tochter aus dem Betrieb Martin Albrecht, Gingen für sich entschieden werden. Auch die vierte Jungkuhklasse ging an eine Iner-Tochter, an die Kuh Rosa von Gerhard Fassnacht in Horb. Diese mittelrahmige Kuh war fehlerfrei und sehr harmonisch in allen Körpermerkmalen und konnte sich vor allem wegen des besser ausbalancierten Euters vor die Robi-Tochter Enny des Betriebes Kuppler, Reupoldsrot an die Spitze der Klasse setzen. Die letzte Klasse der Jungkühe zeigte schon reifere und weiter entwickelte Jungkühe und konnte folgerichtig von der sehr stabilen aber immer noch sehr korrekten Imo-Tochter Leika von Otto Hennegriff aus Limbach für sich entschieden werden. Die Siegerentscheidung bei den Erstkalbskühen wurde dann zwischen der Rotax-Tochter Lorett und der Iner-Tochter Rosa ausgetragen. Der Preisrichter entschied sich für die etwas größere, feinere Lorett womit der Siegertitel der Jungkuhklassen an den Betrieb Hans Wirth, Hermaringen ging.

 

Euter vor Typ

 

Die Zweitkalbskühe wurden in drei Kuhklassen gerichtet und waren mit Siegerkühen der vergangenen Jahre stark besetzt. Die erste Klasse konnte gleich klar von der Reservesiegerjungkuh des letzten Jahres, der Kuh Hanni von Heinz Hagel, Sulzbach für dich entschieden werden. Diese Kuh nun mit zwei Kälbern zeigte einen beeindruckenden Euterkörper, mit unglaublicher Textur. Dies kombinierte sie mit einer guten Körperbreite. Sie schlug in ihrer Klasse zwei sehr harmonische kompakte Kühe aus dem Betrieb Bertel, Hasenweiler, die sich dem unglaublichen Euterausdruck geschlagen geben mussten. Die zweite Klasse konnte die Ratgeber-Tochter Luzifer aus dem Betrieb Andrea und Rudolf Raff, Möhringen, die bereits vor zwei Jahren Siegerin der Erstkalbskühe gewesen war, für sich entscheiden. Sie konnte vor allem durch ihre gewaltigen Körpermaße und den beeindruckenden Schautyp die Marel-Tochter Halisares aus dem Betrieb Wirth, Hermaringen schlagen. Die dritte Klasse wurde von der Siegerjungkuh des letzten Jahres der Hutmann-Tochter Ginster des Betriebes Markus Scheuing, Berg gewonnen. Sie war bereits länger in Milch und zeigte einen korrekten, geschlossenen Körperbau, musste sich aber bei der Siegerentscheidung den frischen Kühen Hanni und Luzifer geschlagen geben. Diese sicher spannende Entscheidung konnte die Inny-Tochter Hanni von Heinz Hagel, bedingt durch den lebendigeren Euterausdruck für sich entscheiden.

 

Zasromen stellt Sieger

 

Die Klassen der Drittkalbskühe wurden von der Zasromen-Tochter Forewer von Joachim Keller, Allmendingen vor der sehr euterstarken Robi-Tochter Bastei aus dem Betriebe Thomas Bidlingmaier, Eislingen für sich entscheiden.

 

Forewer zeigte nicht nur einen sehr hohen Euterboden sondern auch ein nahezu fehlerfreies Fundament und trotz der drei Kälber eine sehr jugendliche Frische. Die zweite Klasse konnte die Grand Championkuh des letzten Jahres, Herta von Robert Böttle, Unlingen für sich entscheiden. Aufgrund des besseren Euterausdruckes ging die Siegerentscheidung an die Zasromen-Tochter Forewer vor der Watmorr-Tochter Herta als Reservesiegerin.

 

Die alten Kühe wurden in drei Klassen gerichtet, wobei die erste Klasse von der sehr kalibrigen Romsel-Tochter Omine aus dem Betrieb von Georg Henner, Ballendorf, gewonnen wurde, auch sie konnte damit den Erfolg des Vorjahres wiederholen. Die zweite Klasse ging an die bekannte Regens-Tochter Ariane aus dem Betrieb der Kubach GbR, Langenbrettach. Die dritte Klasse ging an eine der ältesten Kühe der Schau, die Kuh Ulli von Heinz Hagel, Sulzbach, die sich dann auch in der Siegerentscheidung gegen die Regens-Tochter Ariane durchsetzen konnte, auch wenn Ariane über das korrektere Schenkeleuter verfügt hat.

 

Die Entscheidung des Grand Champion wurde schließlich ausgemacht zwischen den Siegern der Zweit- und Drittkalbskühe und konnte aufgrund des kompakteren Euters mit dem noch deutlicheren Zentralband von der sehr ausbalancierten Zasromen-Tochter Forewer für sich entschieden werden, der Titel ging somit an den Betrieb Joachim Keller, Allmendingen. Der Eutersieg der Rasse Fleckvieh ging an die Robi-Tochter Bastei von Thomas Bidlingmaier, Eislingen.

 

Starke Jungkuhklassen

 

Die aufgetriebenen Holsteinkühe wurden in neun Klassen gerichtet. Vor allem die Erst- und Zweitkalbskühe zeigten ein sehr hohes Niveau. Dabei fiel auf, dass über alle Klassen hinweg ein sehr einheitliches großrahmiges Format mit guten Eutern aufgetrieben worden war. Der Preisrichter Stefan Widmer aus der Schweiz setzte bei seinen Entscheidungen sehr stark auf die Eutermerkmale, vor allem die Ausprägung des Hintereuters, konnte sich aber auch für sehr milchtypische Kühe mit gutem Seitenbild begeistern. Gleich die erste Färsenklasse konnte von einem sehr beeindruckenden Duett bestimmt werden. Die Baxter-Tochter Edeldame von Dieter Schänzel, Essingen setzte sich vor die mittelhandstarke Dolores des Betriebes Rainer Kurz, Berglen. Dabei zeigte Edeldame eine beeindruckende Hintereuterhöhe kombiniert mit einem sehr jugendlichen ausbalancierten Körperbau.

 

Die zweite Färsenklasse wurde von der Gibson-Tochter Jessi von Uwe Maier, Reitprechts für sich entschieden. Die dritte Färsenklasse ging an eine sehr körperstarke Jasper-Tochter aus dem Betrieb Franz und Markus Mock, Markdorf, die schließlich mit Edeldame um den Siegertitel der Färsen kämpfte. Schlussendlich konnte diese Entscheidung Edeldame aufgrund ihres noch besseren Hntereuters für sich entscheiden.

 

Gewaltige Typtiere

 

Auch die drei Klassen der Zweitkalbskühe zeigten ein unglaubliches Niveau. Bereits sehr großrahmige ausbalancierte Kühe mit sehr gut sitzenden, drüsigen Eutern bestimmten das Bild. Die erste Klasse ging hierbei an Uwe Maier, Reitprechts mit der Kuh Europa. Die zweite Klasse wurde zur Entscheidung zwischen unterschiedlichen Typen, da mit Masha eine sehr reife körperstarke Talent-Tochter aus der bekannten Maryrose des Betriebes Mock, Markdorf, gegen eine nicht weniger beeindruckende Talent-Tochter der Kuh Katrin von Markus Kreuzer, Oberbelzenhofen antrat. Der Preisrichter entschied sich für den gewaltigen Körper und das hohe Hintereuter von Masha, honorierte aber den unglaublichen Rahmen und Ausdruck von Katrin, was schließlich dazu führte, dass diese beiden Kühe schließlich auch den Sieg unter sich ausmachten und somit Masha zur Siegerin und Katrin Reservesiegerin der Zweitkalbskühe ernannt wurden. Die dritte Klasse wurde gewonnen von der Fabulous-Tochter Very Nice von Josef Gloning, Buchhausen, der Siegerfärse des Vorjahres.

Die zwei Klassen der Dritt- und Viertkalbskühe wurden von der Banderas-Tochter Frisby von Johannes Wenger, Biberach, sowie der Ramos-Tochter Hillary, die sich vor der sehr euterstarken jugendlichen Goldwin-Tochter Shakira der Bentele GbR Adelsreute platzieren konnte. Hillary, die bereits mehrfach in der Vergangenheit auf Schauen brillieren konnte, war noch reifer geworden und konnte durch ihre Feinzelligkeit und den kompletten Ausdruck im Euter deutlich punkten.

 

Die älteste Kuhklasse wurde von der Encore-Tochter Esprit von Uwe Maier für sich entschieden, auch diese Kuh war in der Vergangenheit schon erfolgreich gewesen und konnte sich gegen die sehr feine und körperstarke Rudolph-Tochter Kussi von Willi Stahl, Westernbach durchsetzen. Der Championtitel ging schließlich an die ausbalancierte Ramos-Tochter Hillary des Betriebes Franz und Markus Mock, Markdorf, der Eutersieg an die Goldwin-Tochter Shakira der Bentele GbR, Adelsreute.

 

Huray Jungkühe bestimmend

 

Auch die Braunviehkühe wurden in diesem Jahr von Stefan Widmer gerichtet, der kurzfristig für den erkrankten Markus Ostenried eingesprungen war. Seine klaren und zügigen Entscheidungen unterstützten einen flotten, sehr interessanten Ablauf und trugen sehr zum Gelingen der Schau bei. Bereits die ersten Jungkuhklassen beeindruckten den Preisrichter mit den vielen sehr gut ausbalancierten jungen Kühen, die zum einen fest ansitzende drüsige Euter und zum anderen beste Fundamente zeigten. Auffallend war hierbei die große Anzahl an Huray-Töchtern. Die erste Klasse wurde von einer ganz frischen stilvollen Tochter diesen Bullen der Kuh Hazda des Betriebes Helga und Bernhard Neuhauser, Dietenheim gewonnen. Auch die zweite Klasse ging eine Huray-Tochter des gleichen Formates, die Kuh Minka aus dem Bestand von Reinhold Welte, Bad Wurzach. Diese konnte sich vor einer sehr feinen Huray-Tochter des Betriebes Werner Frey, Rot an der Rot durchsetzen. Die dritte Klasse wurde bestimmt von einer sehr großrahmigen noch entwicklungsfähigen Joel-Tochter von Karl Schwarz, Argenbühl. Die Siegerauswahl der jüngsten Braunviehkuhklassen wurde dann aber innerhalb er Huray-Töchter ausgemacht. Der Preisrichter entschied sich für ein feinzelliges, sehr euterstarkes Duo in dem er die Minka von Reinhold Welte, Bad Wurzach vor ihrer Klassengefährtin Helas von Werner Frey, Rot a.d.Rot zu Sieger und Reservesieger ernannte.

 

Breite Spitze

 

Die erste Klasse der Zweitkalbskühe begann mit einer spektakulären Entscheidung. Um den Sieg dieser Klasse rangen die Etvei Tochter Enrike von Franz und Gabriele Kramer, Erolzheim, die Zaster-Tochter Grazia von Edwin Kling Murrwangen und die Payssli-Tochter, Marylin von Ulrich Graf, Saamen. Diese Klasse untermauerte in beeindruckender Weise, dass diese Landesschau durchaus Bundesqualitäten hatte. Siegreich hervor ging schließlich Enrike vor Grazia, die dann auch den Sieg unter sich ausmachten.

 

Stefan Widmer gab Enrike den Vorzug, da sie etwas höher im Hintereuter war, auch wenn Grazia ein breiteres Hintereuter zeigte, beides waren jedoch Kühe auf ganz hohem Niveau. Die zweite Klasse wurde von der Fernando-Tochter Grazie von Alois Renz, Bad Wurzach gewonnen.

 

Bekannte ältere Damen

 

Aufgrund des kleineren Braunviehkontingentes waren die mittleren und älteren Kuhklassen nur mit jeweils einer Klasse besetzt, die jedoch mit Klassen- und Championsiegern der letzten Jahre durchsetzt waren. Die Klasse der mittleren Kühe wurde von der bekannten Schau- und Championkuh Madonna von Alois Renz, Bad Wurzach gewonnen. Mit ihrem unglaublichen Körper konnte sie ihre Klasse bestimmen. Die älteren Kühe wurden klar von der General-Tochter Larry aus dem Bestand von Friedrich Sauter, Krattenweiler gewonnen, die bereits 2010 Champion gewesen war.

 

Die Siegerentscheidung zum Champion der Rasse Braunvieh war bereits nach der Entscheidung zum besten Euter vorweg genommen, da sich der Preisrichter bei der beeindruckenden Euterauswahl für das höchste Hintereuter entschied und so den Eutertitel der Etvei-Tochter Enrike zusprach, was zur Folge hatte, dass diese Kuh aus dem Bestand von Franz und Gabriele Kramer, Erolzheim auch den Titel des Grand Champions Braunvieh mit nach Hause nehmen konnte.

 

In der Summe war die RBW-Schau eine runde Sache, die aufgrund der guten Preisrichterleistungen exakt im Zeitplan durchgeführt werden konnte und einen guten und breiten Eindruck von der züchterischen Arbeit in Baden-Württemberg vermitteln konnte. Die Schwerpunkte der heimischen Züchter, auf gute Euter und Fundamente zu züchten konnten mit der Präsentation der Spitzentiere aller drei Rassen deutlich unterstrichen werden und zeigten auf sehr einheitlich hohem Niveau den Stand der Rinderzucht des Landes. Dies konnte pünktlich um 15.00 Uhr mit dem beeindruckenden Schlussbild aller Siegertiere unterstrichen werden.

 

Zugriff auf das RBW-Online-Fotoalbum

 

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