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Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

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Mannheimer Maimarkt 2016

Bei strahlender Sonne stellten sich die Rinderzüchter aus Baden-Württemberg und Hessen vor ungewohnt großer Zuschauerkulisse dem Wettbewerb.

 

Waren die vorausgegangenen Tage noch nass und kalt, so zeigte sich das Wetter am Wochenende zum 1. Mai von seiner besten Seite. Gerade aus diesem Grund nutzten wohl die Besucher des Maimarkts die Tribüne, um sich vom Trubel in den Zelten zu erholen und bei unseren Rinderzüchtern zuzuschauen. So waren die Ränge voll und der Kreis schließt sich wieder zwischen Verbrauchermarkt und alter Maimarkttradition.

 

Selbstverständlich nutzten die Preisrichter die Möglichkeit, dem überwiegend fachfremden Publikum die Arbeit unserer Rinderzüchter näher zu bringen und erklärten ihre Entscheidungen genauer.

 

Die Fleckviehkühe waren wiederholt ein Beispiel für die Entwicklung dieser Zweinutzungsrasse. So richtete der Preisrichter Hubert Schönenberger aus Stockach-Windeck 31 Tiere aus Baden-Württemberg und Hessen. Bei den jungen Kühen setzte sich in einer starken Gruppe von Erstkalbskühen die „Wettendass“ Tochter „Andrea“ aus dem Besitz von Thomas Heilmann, Schrozberg, gegen „Gina“, einer „Vaudela“ Tochter der Familie Kübler aus Oberrot-Glashofen durch. Dies wurde mit ADR Bronze und MMM Gold belohnt, der Platz der Reservesiegerin konnte immerhin noch mit MMM Silber geadelt werden. Bei den Kühen mit 2 und 3 Kalbungen war „Cayenne“, eine „Rocky“ Tochter, aus dem bekannten Züchterstall Hillerich aus Reinheim-Überau an diesem Tage nicht zu schlagen. Wurde zudem Eutersiegerin und bekam hierfür MMM Gold und den MLR Teller. Knapp geschlagen nur war „Lauretta“, eine weitere „Vaudela“ Tochter, aus dem Betrieb Eckhard Sperr aus Satteldorf-Bölgental und wurde dafür noch mit ADR Bronze und MMM Silber ausgezeichnet. Bei den älteren Kühen siegte die bekannte Schaukuh „Tantche“, eine „Wichtl“ Tochter aus dem Betrieb Habermehl in Allmenrod. Sie wurde gleichzeitig Fleischsiegerin und konnte mit MMM Gold und der BML Medaille in Bronze bedacht werden. Reservesiegerin in dieser Altersklasse wurde die „Samut“ Tochter „Sophie“ aus dem Betrieb von Thomas Heilmann, Schrozberg. Sie bekam ADR Silber und MMM Silber.

 

Die Stallsammlungen sind die Königsklasse und waren dieses Mal eine rein baden-württembergische Sache. 5 Betriebe konnten in diesem Wettbewerb antreten, aus dem die Familie Nagel mit ihrem Dreigespann hervorgehen konnte. Sie wurden mit dem Ministerpräsidententeller und MMM Gold geehrt, für den zweiten Platz bekam Familie Heilmann noch MMM Silber.

 

Die traditionell kleine Gruppe von Holsteins war schnell gerichtet. Die junge Preisrichterin Jana Schramm aus Fichtenberg machte ihre Sache gut und bestimmte bei den jungen Kühen die „Goldday“ Tochter „Bea“ aus dem Betrieb Maas, Dossenheim, zur Siegerin und Eutersiegerin. Familie Maas wurde dafür mit ADR Bronze und MMM Gold ausgezeichnet.

 

Sieger Alt wurde „Heidi“, eine „Macdur“ Tochter aus der Zucht von Gerd und Steffen Gieser, Heidelberg-Kirchheim, und wurde mir ADR Silber und MMM Gold belohnt. Für die Gesamtleistung und vor allem die Züchtersammlung bekam Familie Maas dieses Mal die Glocke der Rinderunion.

 

Ein weiterer Programmpunkt sind die Jungzüchterwettbewerbe. 27 junge Züchter konnten sich beim Tierbeurteilungswettbewerb in 3 Altersklassen messen. Sieger in der Klasse von 10 – 14 Jahren wurde Luisa Kühnle, in der Klasse von 15 – 18 Jahren war ihre Schwester Laura erfolgreich. Bei den Älteren siegte mit Maike Hagel eine weitere Vertreterin aus Baden-Württemberg. Eine starke Leistung unserer jungen Damen.

 

Publikumsmagnet ist nach wie vor der Vorführwettbewerb. 12 Kinder im Alter von 5 – 13 Jahren traten an, um zu zeigen, was sie mit ihren Tieren trainiert hatten. Bei den Jüngsten war Anna-Lena Läßle aus Neckar-Katzenbach erfolgreich, bei den Älteren Norman Baas aus Mörlenbach. Bei den Ältesten setzte sich ein alter Hase an die Spitze, Nils Jäger, ebenfalls aus Mörlenbach. Da es bei diesem Wettbewerb, wie immer, nur Sieger und keine Verlierer gibt, strahlten die Kinder mit der Sonne um die Wette.

 

Zum Abschluss sei noch Mal allen Mitwirkenden gedankt. In dieser schwierigen Zeit ist es den Züchtern hoch anzurechnen, dass sie Zeit und Energie für diese Veranstaltung aufbringen. Auch wenn es für den einen oder anderen der einzige „Urlaub“ im Jahr ist, bleibt zu Hause doch viel Arbeit liegen. Und dennoch sagen alle beim Auseinandergehen „Bis nächstes Jahr zum Maimarkt!“

 

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Auszug aus dem Ring bei toller KulisseJungkühe Holsteins