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Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

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Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Nach intensiven Verhandlungen zwischen dem Bund und den Ländern ist es auf Initiative des MLR in Stuttgart gelungen, für das Verbringen von Kälbern aus möglichen Blauzungenrestriktionszonen in freie Gebiete folgende Lösung zu erarbeiten:

 

Kälber bis zu 4 Monaten Alter dürfen demnach innerhalb von Deutschland ohne Impfung und ohne zusätzliche Blutuntersuchung aus einer Restriktionszone verbracht werden, sofern deren Muttertier nach den Vorgaben des Impfstoffherstellers vollständig geimpft und dem Kalb Biestmilch in ausreichender Menge verabreicht wurde. Das Einhalten dieser Verbringungsvoraussetzung hat der Tierhalter über eine entsprechende Tierhaltererklärung nachzuweisen. Die Tierhaltererklärung steht zum Herunterladen auf unserer Homepage (www.rind-bw.de) bereit.

 

Mit dieser Regelung ist es gelungen, dass im Falle der Ausweisung von Restriktionszonen in Baden-Württemberg, die Vermarktung von Nutzkälbern weiterhin sichergestellt werden kann und unterstreicht nochmals die Wichtigkeit einer Impfung der Rinderbestände gegen die Blauzungenkrankheit.

 

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ist freiwillig. Die Tierseuchenkasse übernimmt die Kosten für den Impfstoff. Zusätzlich stellt das Land Baden-Württemberg insgesamt 700.000 € zur Unterstützung der Tierhalter in Bezug auf die tierärztlichen Verrichtungskosten im Zusammenhang mit der Impfung bereit. Dabei wird jede Impfung mit 1 € (max. 2 € pro Rind) durch das Land gefördert. Bei Bestandsimpfungen, die über Stundensätze verrechnet werden, übernimmt das Land 50 % der angefallenen Nettokosten.

 

Die Impfung wird, nach heutigem Kenntnisstand, ab der 2. Aprilhälfte möglich sein. Eine simultane Impfung gegen die beiden Baden-Württemberg bedrohenden Virustypen 8 und 4 ist laut Herstellerangaben möglich. Vor der Impfung von hochträchtigen Rindern sollte sicherheitshalber mit dem Betreuungstierarzt Rücksprache genommen werden.

 

Die Rinderhalter sind dringend aufgefordert, wie bereits angekündigt, ihren Impfstoffbedarf ihrem Betreuungstierarzt sowohl für den Virustyp 8 als auch für den Virustyp 4 umgehend, spätestens jedoch bis zum 11.03.206 zu melden, damit die Tierseuchenkasse die benötigten Impfstoffdosen umgehend bestellen kann.