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Hinterwälderzuchtbulle nach Österreich

Große Freude herrscht über den Export des Altbullen Naxnafo bei (von links) Betriebshelfer Georg Gutmann Münstertal- Itzenwald, der Bullenreiterin Diana Hetenyi, dem neuen Besitzer Alexander Lässer, Zuchtleiter Dr. Franz Maus und Bullenhalter Emil Pfefferle, Münstertal- Neuhof

Alexander Lässer aus Geboltskirchen in Oberösterreich hat dieser Tage den vierten Hinterwälderdeckbullen zum Einsatz in seiner Milchviehherde importiert. Den ersten holte er im Jahre 2008, die nächsten im Zweijahresabstand, damit keine Töchteranpaarungen vorkommen. Ursprünglich wollte Alexander Lässer mit den Ankauf noch eine Zeit lang warten, bis der Vorgängerbulle Ronfock abgängig ist. Der  Besuch der Hinterwälderjubiläumsschau Anfang Mai 2014 führte dann aber zu einem Umschwung. Denn es fiel das  Augenmerk auf den ältesten Schaubullen, Naxnafo aus dem bekannten Züchterstall Helmut Dietsche aus Münstertal- Breitnau. Er gehörte der Gemeinde Münstertal und stand in der Haltung Emil Pfefferle, Neuhof. Naxnafo wurde in der starken Schaukonkurrenz mit der Bewertung 7 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung drittplatziert. Er wog 814 kg und maß 138 cm im Widerrist im Alter von 3 ¾ Jahren.

 

 Was aber den Ausschlag gab, waren die Ahnen des Bullen: Die Mutter Gemsi,  eine Naxbentochter, war auf der Schau Ringsiegerin und auf der letzten Schau 2011 Altkuhsiegerin.  Ihre  väterliche Halbschwester Heike überragte alle 88 Schaukühe:  Sie landete den Altkuh-, und Fundamentsieg und auch der Titel „Miss Hinterwälder“ konnte ihr zugesprochen werden. Last not least war sie auch in der Euterauswahl zu finden. Gemsi  hat neunmal, Heike achtmal abgekalbt, sie sind lebende Beweise der Langlebigkeit der Hinterwälderrasse.

 

Zu ihrem Vater Naxben ist zu sagen, dass er - noch zu DM- Zeiten - erst bei  4000,00 DM den Zuschlag erhielt, weil er der Sohn der legendären Bentochter Goldi  von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg war. Übrigens wurde die damalige Versteigerung kurzerhand anhand von Bildern der Bullen im Gasthaus Eiche in Utzenfeld durchgeführt, weil im Frühjahr 2001wegen MKS- Gefahr keine Verkaufsveranstaltungen durchgeführt werden konnten.

 

Auf der Schau 2014 hat auch Bella beeindruckt, eine väterliche Halbschwester von Naxnafo, sie  landete mit zwei Abkalbungen den Reservesieg in der starken Euterkonkurrenz. Diese gute Verwandtschaft  war genügend Beweggrund, dass Alexander Lässer sich für diesen Bullen entschied.

 

Es galt daraufhin eine 30- tägige Hofquarantäne mit Untersuchung aller Tiere auf IBR/IPV durchzuführen, weil Österreich EU- anerkannt frei von dieser Krankheit ist. Am 30. Juni 2014 war der Abholtermin und der sauber herausgebrachte Naxnafo konnte das Münstertal Richtung Osten über den Feldberg verlassen. Er ist wohlbehalten in Geboltskirchen angekommen und wartet ebenfalls eine 30 Tage Quarantänefrist ab bis zum Einsatz in der Milchviehherde.

 

Dr. Franz Maus - Zuchtleiter

Große Freude herrscht über den Export des Altbullen Naxnafo bei (von links) Betriebshelfer Georg Gutmann Münstertal- Itzenwald, der Bullenreiterin Diana Hetenyi, dem neuen Besitzer Alexander Lässer, Zuchtleiter Dr. Franz Maus und Bullenhalter Emil Pfefferle, Münstertal- NeuhofSo sah Naxnafo bei der Körung und dem Ankauf durch die Gemeinde Münstertal im Herbst 2011 aus: Sehr lang in der Mittelhand und in der Bemuskelung erhielt er die zweitbeste Note 8. Veronika Dietsche hat den Bullen in der Hand, Emil Pfefferle freut sich mit Klaus Pfefferle, dem Vertreter der GemeindeGemsi, die Mutter von Naxnafo als Altkuhsiegerin der Schau 2011 mit Veronika Dietsche. Bei der diesjährigen Schau wurde sie RingsiegerinHeike, die väterliche Halbschwester von Gemsi, war „die“ Kuh der diesjährigen Jubiläumsschau, im Titel „Miss Hinterwälder“ kommt das gut zum Ausdruck. Veronika Dietsche freut sich darüberBella ist die väterliche Halbschwester von Naxnafo. Sie wurde in starker Konkurrenz Reservesiegerin in der EuterauswahlAuf der Jubiläumsschau Anfang Mai 2014 entstand der Gedanke zum Ankauf von Naxnafo. Den freundlichen Gesichtern von Alexander Lässer aus Geboltskirchen und Zuchtleiter Dr. Franz Maus ist abzulesen, dass der Entscheidungsprozess positiv gelaufen ist