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Hervorragende Absetzerleistungen bei den Hinterwäldern

Mit einem 224 Tagealter  erreicht dieser quellige Singlerabsetzer  mit 318 kg Gewicht 65,8 % seines Muttergewicht und traumhafte Zunahmen von 1.308 g pro Tag Etwas schwächer als sein Kollege, aber immer noch im deutlich positiven Bereich, lag dieser Fällernachkomme. Mit einem Alter von 243 Tagen wog er 293 kg, was 1.103 g tägliche Zunahmen bedeuten.  Dieses Gewicht entspricht 63,4 % des Muttergewichtes

Badenmesse Freiburg stellt den Rahmen

 

Auf der Badenmesse in Freiburg waren die beiden Mutterkühe mit ihren männlichen Absetzern von Armin Roser aus Müllheim- Britzingen- Muggardt ausgestellt. Am sechsten Ausstellungstag wurden auf der fahrbaren Viehwaage der Gemeinde Bernau exemplarisch einige Tiere der verschiedenen Rassen und - als Anlass der Wiegung - die Absetzer und ihre Mütter gewogen. Die Ergebnisse waren sehr beeindruckend. Der jüngere Bursche mit Vater Singler wog mit 224 Tagen 318 kg, was 1.308 g täglichen Zunahmen entspricht. In der Bemuskelung wurde er mit der Note 8 bewertet. Seine Mutter, eine Napbärtochter, wog 483 kg.

 

Bezieht man das Absetzergewicht zum Muttergewicht, so ergibt sich ein Wert von 65,8 Prozent. Der andere aus der gezielten Anpaarung mit Fäller war 243 Tage alt und wog mit 293 kg 25 kg weniger als sein Kumpane. Er landete damit bei 1.103 täglichen Zunahmen und seine Bemuskelung erzielte die Note 7. Seine Mutter, eine Hummelenkelin, wog 462 kg und das Verhältnis Kalb- zu Kuhgewicht lag bei 63,4 kg. Gewogen wurde auch eine Charolaiskuh und ihr männlicher Spross aus dem bekannten Zuchtbetrieb Gerhard Grether aus Badenweiler: 828 kg wog die Mutter und 445 der Nachkomme, was mit dem Alter von 293 Tagen 1.369 g tägliche Zunahmen ergibt. Das Verhältnis Kalb- zu Kuhgewicht ergibt den Wert 53,7 %, die Note 7 gab es für die Bemuskelung des Absetzers.

 

Herr Roser wird die beiden Hinterwälderabsetzer beim Frühjahrsmarkt in Schönau anbieten und wir können gespannt sein, wie der weitere Wachstumsverlauf sein wird. Es ist bekannt, dass die Absetzerleistungen stark von der Umwelt abhängen. Und diese sind bei Armin Roser in der Vorbergzone des Schwarzwaldes sicherlich besser als im traditionellen Hinterwäldergebiet. Aber die Werte zeigen, zu was die Hinterwälder in der Mutterkuhhaltung in der Lage sind. Die beiden Nachkommen sind auch der Beleg, dass das Jugendwachstum der Hinterwälder sehr hoch ist. Ihr Gewichtsverhältnis zu den Müttern von deutlich über 60 % im jungen Alter von 7 ½ und 8 Monaten spricht eine eindeutige Sprache.

 

Da die Mutterkühe in der Zwischenzeit 80 % der Herdbuchkühe umfassen, wird in diesem Herbst bei vier weiteren Betrieben die Absetzerwiegung durchgeführt. Diese Wiegung auf der Badenmesse war ein toller Einstand.