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Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

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Die RBW-Vertreterversammlung hat getagt

Als Züchter des Jahres der Rasse Fleckvieh wurede Simpert Dangelmaier, Simmisweiler vom Vorsitzenden Georg Häckel, Osterstetten geehrt Als Züchter des Jahres Holsteins konnte Manfred Erthle, Eggingen vom Stellv. Vorsitzenden Markus Mock, Markdorf ausgezeichnet werden

Rinderzüchter blicken auf ein erfolgreiches Jahr

 

Bei der Vertreterversammlung der RBW am 19.6.2015 in Ulm-Seligweiler konnten die Rinderzüchter des Landes Baden-Württemberg auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2014 blicken. Trotz vieler Auflagen hinsichtlich notwendiger Blutuntersuchungen, beispielsweise auf das Schmallenberg-Virus konnte der Export von Zuchtrindern erneut belebt werden. Zudem waren die Mitglieder und Mitarbeiter der RBW trotz umfangreicher Schau- und Messeveranstaltungen und von deutlich unter Druck stehenden Kälberpreisen in der Lage, die Stückzahl der vermarkteten Tiere erneut auf 76.500 zu erhöhen.

 

Mit einem Gesamtviehumsatz von 33 Mio. € gehört die RBW sowie ihre Töchter KKS GmbH und agroService GmbH zu den größten Tiervermarktern im Süden Deutschlands. Gleichzeitig machte es die sehr hochwertige Produktpalette im Bereich Besamung möglich, die Marktanteile an der Besamung in Baden-Württemberg erneut auszubauen. Auch 2014 konnte die Zahl der vermarkteten Dosen gesteigert werden. Zudem wurden für 607.000 € Sperma exportiert, so dass in der Summe 2014 ein Gesamtsamenumsatz von 8,293 Mio. € erzielt werden konnte und damit ein solider Grundstock für ein positives Ergebnis gelegt werden konnte. In der Summe erreichte die RBW bei einem Bilanzvolumen von 46,23 Mio. € einen Gewinn von 760.719 €. Aufgrund der soliden wirtschaftlichen Lage der RBW wurde bekannt gegeben, dass der Beirat beschlossen habe, ab dem Jahr 2015 in Abhängigkeit des jeweilig erzielten Jahresergebnis den Besamungsmitgliedern einen Treuebonus zu gewähren.

 

Dr. Mathiak erörterte in seinem Geschäftsbericht, dass besonders die ausufernde Bürokratie und die ungleiche Abwicklung von Exporten innerhalb benachbarter Bundesländer zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil führe und dies zudem kein positiver Beitrag zur Verbesserung des Tierwohls bedeute. Dr. Weidele führte aus, dass vor allem die intensiv geführten Zuchtprogramme den Erfolg der Landwirte und der Organisation ausmachen. Mit der flächendeckenden Typisierung wird das genetische Potential aller Mitglieder erschlossen und gleichzeitig wieder sehr viel Geld an die Mitgliedsbetriebe transferiert. Der Vorsitzende Georg Häckel sowie sein Stellvertreter Markus Mock bedankten sich in ihren Grußworten vor allem bei den intensiv vermarkteten Betrieben sowie ausdrücklich bei den Mitarbeitern der RBW für das Geleistete im abgelaufenen Jahr. Mit RBW-Schau, verschiedenen Bundesschauen, EuroTier, LWH und vielen weiteren Veranstaltungen waren Großteile der Mitarbeiter über das ganze Jahr hinweg mit weiteren Aufgaben betraut gewesen.

 

Im Zuge der Vertreterversammlung konnten in diesem Jahr mit den Auszeichnungen Züchter des Jahres verdiente Züchter mit der höchsten züchterischen Auszeichnung der RBW geehrt werden. Preisträger des abgelaufenen Jahres waren Simpert Dangelmaier, Simmisweiler (Fleckvieh), Manfred Erthle, Eggingen (Holsteins) und Martin Hänsler, Wangen (Braunvieh). Mit der Marketing-Münze in Silber wurden Stefan Göggerle, Rainau (Fleckvieh), Kerstin und Markus Mock, Markdorf (Holsteins) und Robert Schwarz, Argenbühl (Braunvieh) ausgezeichnet.

 

Als Gastreferentin konnte Frau Dr. Lind, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR) gewonnen werden. Sie referierte über die Herausforderungen der Rinderzucht und betonte, dass die Rinderzucht heute in einem vielschichtigen Spannungsfeld von Tierwohl, Tierschutz, Umweltschutz, Ökonomie und vielen weiteren Faktoren stehe. Dies mache es erforderlich, sich als Rinderzucht gemeinsam neu aufzustellen. In diesem Zusammenhang warb sie für die Neuorganisation der deutschen Rinderzucht, die eine Verschmelzung von ASR, DHV, DLQ, BDF und ZDS mit der ADR anstrebe.