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Zuchtvereinsberichte vor 2006
Jungzüchter
/ Fleckviehzuchtverein Gaildorf
Lehrfahrt 2005
Siehe
Bericht auf Jüngzüchter-Seite !

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Erster
Stammtisch des Zuchtvereins Gaildorf
zusammen mit dem Jungzüchterclub
Am Mittwoch, den
23.11.2005 hatte der Fleckviehzuchtverein Gaildorf zu seinem ersten
Stammtisch eingeladen.
Der Vorsitzende Helmut Grau konnte 40 interessierte
Fleckvieh- und Jungzüchter im Gasthaus Hirsch in Mittelrot begrüßen.
Der lehrreiche Teil bestand aus zwei Kurzreferaten, zu
Beginn berichtete Dieter Mebus von der RBW über die brandaktuelle Zuchtwertschätzung vom
November 2005, er ging auf jeden einzelnen Bullen ein und besprach seine Vor und
Nachteile, hierbei wurde deutlich das eine gezielte Anpaarung in jedem Züchterstall
wichtig ist, da es bei fast jedem Bullen auch negative Vererbungspunkte gibt.
Im Anschluss referierte Uwe Beißwenger vom LKV über
Cross Compliance, hierbei ging er besonders darauf ein, wie die Betriebsleiter drohende
Kürzungen der Betriebsprämie verhindern können. Ein Punkt ist hierbei die Beratung
durch ein anerkanntes Beratungsunternehmen, hierzu können bis zu 70% Fördermittel
beantragt werden, die LKV Beratung und Service GmbH bietet unter anderem eine solche
Beratung an.
Im Anschluss wurde noch über aktuelles diskutiert, so
verging der erste Stammtisch wie im Fluge, aufgrund der guten Resonanz wird in naher
Zukunft ein weiterer Stammtisch geplant.
Uwe Beißwenger |
Lehrausflug der Viehzuchtvereine
Rottweil u. Zollern-Alb an den Ammersee
Die Mitglieder der beiden Fleckviehzüchter Vereine
besuchten auf ihrer Lehrfahrt die Bayrische Lehr und Versuchsanstalt Achselschwang.
Nach 3 Stunden Fahrzeit begrüßte LtLD Roman Sarreiter
die Gruppe und stellte den Betrieb vor.
Das Staatsgut Achselschwang besteht seit dem Jahr 760 und
umfasst 4 Betriebe mit einer Fläche von 660 ha. Gehalten werden 1100 Stück Rindvieh,
davon 200 Milchkühe. Die Kuhherde setzt sich aus 4 Rassen zusammen, die Milchleistung
beträgt 7408 kg Milch bei 4,21 % Fett und 3,55 % Eiweiß.
Während sich alle Milchkühe in Achselschwang befinden,
wird die gesamte Aufzucht auf dem Hofgut Hübschenried durchgeführt.
Der neue Außenklimastall war dann auch das
Besichtigungsobjekt. Von einer Plattform aus konnten die Besucher den gesamten Stall
überblicken, während Direktor Roman Sarreiter nähere Ausführungen zum Stallbau und den
Kosten machte.

Der Stall beherbergt 165 laktierende Kühe, ist nach allen
Seiten offen und hat auch keine Windnetze. Der Außenfressplatz ist überdacht aber der
Laufhof ist nach oben offen, damit die Tiere jederzeit Sonne tanken können. Die
Laufgänge sind als Rundgang ausgelegt so dass schwächere Kühe auch zu ihrem Recht
kommen.
Die Liegeboxen haben eine Matte aus einem Strohhäcksel
Kalkgemisch und werden bei Bedarf maschinell nachgestreut.
Gemolken wird in einem Fischgrätenmelkstand doppel 8 und
einem doppel 3 er Autotandemmelkstand.
Gefüttert wird nur TMR in 2 Leistungsgruppen auf 32 kg
und 23 kg Milch eingestellt. Außerdem werden im selbstfahrenden Futtermischwagen eine
Mischung für Trockensteher und eine Transitmischung hergestellt.
Die Besucher waren begeistert von der Stallaufteilung und
der Ruhe die im Stall herrschte.

Da zu den Aufgaben des Fachzentrums die überbetrieblich
Ausbildung, die berufliche Weiterbildung und die Versuchsdurchführung gehören, verfügt
der Stall über zusätzliche Einrichtungen und die Kosten so Direktor Sarreiter seien
nicht vergleichbar mit privaten Milchviehställen.
Ein Abstecher zum Hofgut Hübschenried wo die gesamte
Jungviehaufzucht betrieben wird, rundete die Besichtigung ab. Im Zuge einer
Altbausanierung wurde dort ein Liegeboxen und Laufstall mit Fressplatz eingebaut.
Der Vorsitzende, Paul Maier bedankte sich bei Roman
Sarreiter für die interessante Führung.
Nach einem reichhaltigen Mittagessen beim Staudenwirt in
Finning sollte das kulturelle Programm nicht zu kurz kommen.
Eine Stadtführung in Landsberg am Lech vermittelte den
Besuchern einen Eindruck vom historischen Stadtkern.
Schon im Mittelalter hatte die Stadt Landsberg ihre
Blütezeit als Salz, Holz und andere Güter auf dem Lech transportiert wurden und die
Stadt von den Kaufleuten für die Durchfahrt noch Zölle erheben durften. Der renovierte
Salzstadel aus dem 14. Jahrhundert erinnert an diese Blütezeit.
Das historische Rathaus aus dem Jahr 1711 mit der
Stuckfassade von Dominikus Zimmermann vermittelt einen Eindruck vom damaligen Reichtum der
Stadt.
Der Lehrausflug fand seinen Abschluss im Brauereigasthof
Adler in Hundersingen wo Paul Maier die Eindrücke des Tages zusammenfasste und den
Züchtern als Landwirt keine rosigen Zeiten prophezeite. Es ist deshalb auch nicht
verwunderlich, dass sich einige der Teilnehmer noch Luft machten und über die neuen
Schikanen der Behörden in Richtung Landwirtschaft, schimpften.
Karl Gebert |
Jahreshauptversammlung des
Fleckviehzuchtverein Hegau - Bodensee e.V.
Die Mitglieder des Fleckviehzuchtvereins
"Hegau-Bodensee" trafen sich im Gasthaus "Hecht" in Orsingen zu ihrer
regulären Jahresversammlung.
Nach der Begrüßung ließ der Vorsitzende Hubert
Schönenberger in seinem Geschäftsbericht das Jahr 2004 nochmals Revue passieren.
Dabei kann der Verein auf ein aktives Jahr mit
Jahresversammlung und Züchterstammtisch zurückblicken. Ein besonderer Höhepunkt war
aber die Fleckviehschau im Zusammenhang mit dem Hoffest der Familien Erwin und Andreas
Deyer auf dem Altschorenhof in Mühlingen.
20 Mitgliedsbetriebe zeigten ihre besten Fleckviehkühe
und Hubert Schönenberger lobte die sehr gute Qualität der Tiere. Die Mühe hat sich für
die Züchter gelohnt, das Preisgericht konnte fast nur erste Staatspreise vergeben.
Außerdem gab es wertvolle Ehrenpreise als Anerkennung für die züchterische Leistung der
Aussteller.
Der Jungzüchterwettbewerb erfreute sich besonderer
Aufmerksamkeit durch die Schaubesucher. Selbst die Jüngsten konnten die Fragen zu ihrem
Tier perfekt beantworten.
Beim Züchterabend mit Tanz im Festzelt wurde
Kameradschaft gepflegt und fachlich diskutiert.
Der Vorsitzende war sich sicher, die Schau war eine gute
Werbung für die Rasse Fleckvieh.
Unter Punkt Ehrungen konnte Matthias Schupp von der RBW,
zahlreichen Züchtern eine Plakette überreichen für Lebensleistungen von mehr als 60000
kg Milch.
Eine silberne RBW-Plakette für mehr als 8500 kg
Herdenleistung und eine bronzene Plakette für mehr als 8000 kg Stalldurchschnitt durften
die Züchter, Längle Martin u. Marianne, Überlingen und Schmid Michael,
Emmingen-Liptingen in Empfang nehmen.

Längle junior und Schmid Michael mit ihren RBW-Plaketten
Nach den Grußworten gab Leistungsinspektor Karl Gebert
vom Landwirtschaftsamt Donaueschingen einen Überblick über die Ergebnisse der
Leistungsprüfungen im Jahr 2004.
Karl Gebert gratuliert dem Verein zu seiner
Vereinsleistung von 6459 kg Milch und 498 kg Fett/Eiweiß. Der Verein liegt mit dieser
Leistung über den Vereinsleistungen der Region.
Die höchste Jahresleistung brachten die Kuh
"Gerdi" von Züchter Längle Martin u. Marianne aus Überlingen mit 12253 kg
Milch und 985 kg Fett/Eiweiß. Es folgen die Kuh "Berlin" mit 11577 kg Milch vom
Betrieb Längle und die Kuh "Grisella" des Zuchtbetriebes Ziegler GbR aus
Leustetten.
Die höchsten Herdenleistungen erreichten Längle Martin
u. Marianne, Überlingen mit 8512 kg Milch und 686 kg Fett/Eiweiß gefolgt von Schmid
Kurt, Emmingen-Liptingen mit 8106 kg Milch 624 kg Fett/Eiweiß und Keller Bernd,
Deggenhausertal mit 8289 kg Milch und 618 kg Fett/Eiweiß.
Am meisten Milch in ihrem Leben gab die Kuh
"Reisa" von Kurt Schmid, Emmingen-Liptingen.mit 98672 kg Milch u. 4509 kg Fett,
gefolgt von der Kuh "Sascha" die mit einer Lebensleistung von 90346 kg Milch
auftrumpfen kann.
Anschließend referierte Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele
von der RBW über "Aktuelles aus der Fleckviehzucht in Baden
Württemberg".
Dr. Weidele stellte die Vereinsleistungen aller
Viehzuchtvereine im Land vor. Obwohl im vergangenen Jahr kein Fleckviehbetrieb die 10000
kg Herdenleistung erreichte, brachte es eine stattliche Zahl von Betrieben auf mehr als
8000 kg bzw. 9000 kg Milch in ihren Herden.
Im weiteren Verlauf seines Referates ging Dr. Weidele auf
das Bullentestprogramm, die Zuchtviehmärkte und Zuchtviehverkäufe, die Arbeit der
Außendienstmitarbeiter und das Zuchtprogramm der RBW ein.
Dr. Alfred Weidele sieht dabei Schwerpunkte in der
Anpaarungsberatung und der Vermarktung von Zuchttieren.
Der Zuchtviehmarkt in Donaueschingen bringe gute
Ergebnisse und soll künftig noch mehr gestärkt werden. Noch mehr gute Jungkühe sollten
angeboten werden und für die Vermarktung von Bullenkälbern seien die Auktionen der
richtige Weg für gerechte Preise, meint Dr. Weidele. Der Export von Zuchttieren laufe zur
Zeit gut, die Züchter sollten weibliche Tiere laufend der RBW melden. Dr. Weidele fordert
die Züchter auf, ihre Organisation zu fordern durch Meldung von verkäuflichen Tieren und
Anforderung von Beratung.
Die RBW werde noch im Februar das neue Vermarktungszentrum
in Ilshofen in Betrieb nehmen und die Anlage am 12./13.03.2005 mit einer RBW-Schau
feierlich eröffnen. Dr. Weidele fordert die Züchter auf, an den Feierlichkeiten
teilzunehmen.

Königliche Hoheit Max Markgraf von Baden und Dr. Otto
Kötteritzsch;
zwei engagierte Tierzüchter im Gespräch
Im weiteren Verlauf seines Referates geht Dr. Weidele auf
das Testprogramm ein. Im Jahr 2004 wurden 63 Bullen geprüft von denen 38 Prüfbullen die
Spitzenbullen Poldi u. Regio als Bullenväter hatten. Vorgesehen sei im Testbulleneinsatz
eine vertragliche Bindung von Betrieben durch höhere Prämien bei Einsatz eines höheren
Testbullenanteils im Bestand.
Zuchtleiter Dr. Weidele spricht auch das
SuperETProgramm und das ETServiceProramm an. Beide Programme seien
interessant für Zuchtbetriebe mit Bullenmüttern die hohe Leistungen und Zuchtwerte
vorweisen könnten.
Eine klare Position bezog Dr. Weidele zum Einsatz von
sogenannten Heckenschützen im Bestand. Seiner Meinung nach handle es sich dabei nicht
mehr um Zucht sondern eher um Vermehrung mit dem Risiko, die genetische Grundlage im
Bestand zu verschlechtern. Der Deckbulle im Bestand sei als Managementhilfe gut,
züchterisches Instrument müsse aber die Besamung bleiben.
Der Zuchtleiter stellt die aktuelle Zuchtwertschätzungen
der Besamungsbullen vor und gibt Empfehlungen für deren Einsatz in den Betrieben.
Absoluter Spitzenbulle der RBW ist zur Zeit "
Romsel" mit einem Gesamtzuchtwert von 131 und besten Nachzuchtbewertungen.
Damit die Spitzengenetik im Zuchtbestand auf die richtige
Kuh kommt, bietet die RBW ihren Mitgliedern eine Anpaarungsberatung mit
"Alta-Mate" an.
Den Marktbericht brachte Mattias Schupp von der RBW zu
Gehör.
Matthias Schupp berichtet von einer sehr guten Entwicklung
des Marktortes Donaueschingen, begründet durch ein gutes Angebot. Besonders der Verkauf
von Zuchtbullen sei in Donaueschingen sehr gut und mit 51 verkauften Bullen werden an
diesem Marktort 50 Prozent aller Zuchtbullen verkauft.
Noch höher dürfte das Angebot an guten Jungkühen sein.
Mit 100 verkauften Jungkühen waren es 15 Kühe weniger als im Vorjahr. Die aufgetriebenen
Kühe sind mit 25 kg Tagesgemelk und guten Melkbarkeiten von guter Qualität so Matthias
Schupp.
Beim wichtigsten Verkaufsprodukt den Bullenkälbern konnte
die Zahl an verkauften Tieren von 1625 auf 1959 Kälber gesteigert werden und die sehr
guten Preise der Februar-Auktion bestätigten, dass die Züchter gut beraten sind wenn sie
ihre Bullenkälber über die Versteigerung vermarkten.
Matthias Schupp fordert die Züchter zu einer
kontinuierlicheren Beschickung der Märkte auf. Schwankungen im Angebot sind seiner
Meinung nach auch verantwortlich für schwankende Preise.
Als sehr gut bezeichnete Matthias Schupp die Exportchancen
für Kalbinnen und Rinder. Bereits für Ende Januar 2005 sind Exporte nach Algerien
vorgesehen und die Züchter sollten verkäufliche Tiere anmelden.
Der Verkauf von Tieren ab Stall erfreut sich steigender
Beliebtheit und sollte nach Meinung von Matthias Schupp noch stärker genutzt werden.
Unter Punkt Lichtbilder zeigt Matthias Schupp interessante
Dias von der RBW-Schau 2004 von den Auktionen und von der Bezirksrindviehschau anlässlich
des Hoffestes bei Andreas und Erwin Deyer in Mühlingen.
Am Ende der harmonischen Versammlung erinnert der
Vorsitzende, Hubert Schönenberger nochmals an die geplante Busfahrt am 13.03.05 zur
RBW-Schau nach Ilshofen zu der sich die Züchter noch anmelden können. Er wünscht
außerdem seinen Mitgliedern alles Gute in Haus und Hof.
Karl Gebert |
Jahreshauptversammlung der
Viehzuchtvereine Rottweil und Zollern - Alb
Die Mitglieder der Fleckviehzuchtvereine "Rotteil und
Zollern-Alb" trafen sich am 11. Februar 2005 im Gasthaus "Rößle" in
Irslingen zu ihrer regulären Jahresversammlung.
Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Paul
Maier vom Zuchtverein Rottweil,
referierte Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele von der
RBW.über "Aktuelles aus der Fleckviehzucht in Baden Württemberg".
Dr. Weidele stellte die Vereinsleistungen aller
Viehzuchtvereine im Land vor. Obwohl im vergangenen Jahr kein Fleckviehbetrieb die 10000
kg Herdenleistung erreichte, brachte es eine stattliche Zahl von Betrieben auf mehr als
8000 kg bzw. 9000 kg Milch in ihren Herden.
Mehr als 8500 kg Herdenleistung schafften Kurt Blickle aus
Winterlingen und Jörg Engler aus Sulz. Über 8000 kg Milch schafften Michaela Banholzer
und Andreas Banholzer aus Bösingen. Für ihre züchterischen Leistungen erhielten diese
Züchter eine silberne bzw. bronzene RBW-Plakette. Weitere 11 Züchter durften eine
Plakette in Empfang nehmen für Kühe mit mehr als 60000 kg Lebensleistung.

v.l.: Banholzer Hermann - Blickle Kurt - Heizmann Gebhard -
Lohrmann Christian
Im weiteren Verlauf seines Referates ging Dr. Weidele auf
das Bullentestprogramm, die Zuchtviehmärkte und Zuchtviehverkäufe, die Arbeit der
Außendienstmitarbeiter und das Zuchtprogramm der RBW ein.
Dr. Alfred Weidele sieht dabei Schwerpunkte in der
Anpaarungsberatung und der Vermarktung von Zuchttieren.
Der Zuchtviehmarkt in Donaueschingen bringe gute
Ergebnisse und soll künftig noch mehr gestärkt werden. Noch mehr gute Jungkühe sollten
angeboten werden und für die Vermarktung von Bullenkälbern seien die Auktionen der
richtige Weg für gerechte Preise, meint Dr. Weidele. Der Export von Zuchttieren laufe zur
Zeit gut, die Züchter sollten weibliche Tiere laufend der RBW melden. Dr. Weidele fordert
die Züchter auf, ihre Organisation zu fordern durch Meldung von verkäuflichen Tieren und
Anforderung von Beratung.
Die RBW werde noch im Februar das neue Vermarktungszentrum
in Ilshofen in Betrieb nehmen und die Anlage am 12./13.03.2005 mit einer RBW-Schau
feierlich eröffnen. Dr. Weidele fordert die Züchter auf, an den Feierlichkeiten
teilzunehmen.
Im weiteren Verlauf seines Referates geht Dr. Weidele auf
das Testprogramm ein. Im Jahr 2004 wurden 63 Bullen geprüft von denen 38 Prüfbullen die
Spitzenbullen Poldi u. Regio als Bullenväter hatten. Vorgesehen sei im Testbulleneinsatz
eine vertragliche Bindung von Betrieben durch höhere Prämien bei Einsatz eines höheren
Testbullenanteils im Bestand.
Zuchtleiter Dr. Weidele spricht auch das
SuperETProgramm und das ETServiceProramm an. Beide Programme seien
interessant für Zuchtbetriebe mit Bullenmüttern die hohe Leistungen und Zuchtwerte
vorweisen könnten.
Eine klare Position bezog Dr. Weidele zum Einsatz von
sogenannten Heckenschützen im Bestand. Seiner Meinung nach handle es sich dabei nicht
mehr um Zucht sondern eher um Vermehrung mit dem Risiko, die genetische Grundlage im
Bestand zu verschlechtern. Der Deckbulle im Bestand sei als Managementhilfe gut,
züchterisches Instrument müsse aber die Besamung bleiben.
Der Zuchtleiter stellt die Zuchtwertschätzungen der
Besamungsbullen vor und gibt Empfehlungen für deren Einsatz in den Betrieben.
Absoluter Spitzenbulle der RBW ist zur Zeit "
Romsel" mit einem Gesamtzuchtwert von 132 und besten Nachzuchtbewertungen.
Damit die Spitzengenetik im Zuchtbestand auf die richtige
Kuh kommt, bietet die RBW ihren Mitgliedern eine Anpaarungsberatung mit
"Alta-Mate" an.
Den Kurzbericht über die Ergebnisse der
Milchleistungsprüfungen 2004 erstattete OAR Karl Gebert vom Landwirtschaftsamt
Donaueschingen.
In seinem Vortrag lobte er die Züchter für ihre hohen
Einzelleistungen und Herdenleistungen, bedauerte aber dass der Verein Rotteil mit 6243 kg
Milch und 479 kg Fett u. Eiweiß nur an 7. Stelle und der Verein Zollern-Alb mit 5973 kg
Milch und 463 kg Fett u. Eiweiß an 9. Stelle in der Region rangierten.
Die höchste Leistung im Jahr 2004 erbrachte die Kuh
" Alexa" von Christoph Rall in Lackendorf mit 10326 kg Milch und 876 Kg
Fett/Eiweiß vor "Karola" von Richard Haberer aus Wittershausen mit 10918 kg
Milch bei 868 kg Fett/Eiweiß und "Wenke" von Christian Lohrmann aus
Heiligenzimmern mit 9839 kg Milch und 849 kg Fett/Eiweiß.
Die beste Herdenleistung erzielte Kurt Blickle,
Winterlingen mit 8515 kg Milch und 632 kg Fett/Eiweiß vor Michaela Banholzer, Bösingen
mit 8380 kg Milch, 630 kg Fett/Eiweiß und Andreas Banholzer, Bösingen mit 8092 kg Milch
und 614 kg Fett/Eiweiß.
Die Kuh "Nordsonne" im Stall von Siegfried
Otterbach, Hechingen brachte mit 90952 kg Milch u. 3517 kg Fett die höchste
Lebensleistung vor "Flora" von Erich Frommer, Isingen mit 72008 kg Milch und
3138 kg Fett.
Den Marktbericht brachte Robert Hepp von der RBW zu
Gehör.
Robert Hepp berichtet von einer sehr guten Entwicklung des
Marktortes Donaueschingen, begründet durch ein gutes Angebot. Besonders der Verkauf von
Zuchtbullen sei in Donaueschingen sehr gut und mit 51 verkauften Bullen werden an diesem
Marktort 50 Prozent aller Zuchtbullen verkauft.
Noch höher dürfte das Angebot an guten Jungkühen sein.
Mit 100 verkauften Jungkühen waren es 15 Kühe weniger als im Vorjahr. Die aufgetriebenen
Kühe sind mit 25 kg Tagesgemelk und guten Melkbarkeiten von guter Qualität so Robert
Hepp.
Beim wichtigsten Verkaufsprodukt den Bullenkälbern konnte
die Zahl an verkauften Tieren von 1625 auf 1959 Kälber gesteigert werden und die sehr
guten Preise der Februar-Auktion bestätigten, dass die Züchter gut beraten sind wenn sie
ihre Bullenkälber über die Versteigerung vermarkten.
Robert Hepp fordert die Züchter zu einer
kontinuierlicheren Beschickung der Märkte auf. Schwankungen im Angebot sind seiner
Meinung nach auch verantwortlich für schwankende Preise.
Als sehr gut bezeichnete Robert Hepp die Exportchancen
für Kalbinnen und Rinder. Bereits für Ende Januar 2005 sind Exporte nach Algerien
vorgesehen und die Züchter sollten verkäufliche Tiere anmelden.
Der Verkauf von Tieren ab Stall erfreut sich steigender
Beliebtheit und sollte nach Meinung von Robert Hepp noch stärker genutzt werden.
Unter Vereinsregularien erstattete Vorsitzender Volker
Lang vom Viehzuchtverein Zollern-Alb und Geschäftsführer Mauch für den Verein Rottweil
den Geschäftsbericht.
Von der Gemeinde Dietingen überbrachte Bürgermeister
Frank Scholz die besten Wünsche.
Kreisobmann Alexander Schäfer vom Kreisbauernverband
Zollern-Alb spricht die Agrarreform und deren Auswirkungen für die Milchbauern an.
Unter Punkt Lichtbilder zeigt Robert Hepp interessante
Dias von der RBW-Schau 2004 und von der Bezirksrindviehschau anlässlich des Hoffestes bei
Andreas und Erwin Deyer in Mühlingen.
Am Ende der harmonischen Versammlung wünschte der
Vorsitzende, Paul Maier den Mitgliedern beider Vereine alles Gute in Haus und Hof.
Karl Gebert |
Bericht zur
Generalversammlung
des Braunviehzuchtvereins Schwarzwald
am 15.01.2005
Der Bezirksverein Schwarzwald
veranstaltete vergangene Woche in Furtwangen-Schönenbach seine diesjährige
Generalversammlung.
Der Vorsitzende Herr Dold konnte
zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste begrüßen. Darunter aus der Vorstandschaft der RBW
Herrn Baisch und den Zuchtleitungsassistenten Herrn Heinzler. Einen besonderen
Willkommensgruß galt dem Hauptreferenten Herrn Dr. Jilg von der LVVG in Aulendorf.
Geschäftsführer Martin Ganter hielt
einen Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2004. In seinem Tätigkeitsbericht berichtete er
über die abgehaltenen Vorstandssitzungen, die Kanufahrt für die Jungzüchter auf der
Donau in der Region Beuron, außerdem über den alljährlichen Ausflug der dieses mal den
Zuchtverein nach Oberschwaben führte. Eine Besichtigung der LVVG in Aulendorf und des
Bierkrugmuseums waren die Hauptprogrammpunkte. Außerdem kam der gemütliche Teil mit
einem Besuch des Aulendorfer Ritterkellers nicht zu kurz .Der Abschluß fand im Gasthof
Sternen in Kirchen- Hausen statt.
Dr. Jilg referierte über die Transitphase
der Milchkuh. Wichtige Punkte die es zu beachten gibt sind: angepasste Energieversorgung
im letzten Laktationsdrittel, Trockensteher energetisch knapp versorgen und eine gezielte
Vorbereitungfütterung durchführen. Eine faserbetonte Anfütterung wirke sich positiv auf
das Abkalbeverhalten und den Stoffwechsel aus, so der Referent. Weitere wichtige
Maßnahmen sind bei den kalbenden Kühen höchsten Kuhkomfort zu bieten und Maßnahmen die
zur Stoffwechselstabilisierung beitragen, durchzuführen: Vitamin D3- Gabe 7 Tage vor der
Geburt, möglichst viel Wasser nach der Geburt anzubieten und mit Propylenglykol eine
bessere Verwertung der Körpersubstanz erzielen.
Den Kurzbericht über die Ergebnisse der
Leistungsprüfungen 2004 gab Leistungsinspektorin Michaela Reinhart.
Die höchste Leistung im Jahr 2004
erbrachte "Hirse" von Duffner Ulrich in Furtwangen- Neukirch mit 10.645 kg und
831 kg Fett/Eiweiß vor "Florance" der Familie Ketterer Claus, Stegen-
Rechtenbach mit 10.163 kg Milch und 816 kg Fett/Eiweiß und "Toni" von Müller
Stefan in Mühlenbach mit 10.457 kg Milch und 801 kg Fett/Eiweiß.
Die beste Herdenleistung erzielte Müller
Stefan, Mühlenbach mit 8.870 kg Milch und 693 kg Fett/Eiweiß vor Ketterer Claus, Stegen-
Rechtenbach mit 8.237 kg Milch und 646 kg Fett/Eiweiß und Gamb Thomas und Bettina,
Emmingen- Liptingen 7.722kg Milch und 612 kg Fett/Eiweiß.
Die Kühe mit den höchsten
Lebensleistungen im Zuchtverein Schwarzwald stehen bei Gamb Thomas und Bettina in
Emmingen- Liptingen und auf dem Biobetrieb von Meyer Ulrich in Emmendingen- Hochburg.
Aktuelles aus der Braunviehzucht stand im
Mittelpunkt des Referates von Zuchtleitungsassistent Alfred Heinzler. Er präsentierte die
neuen Zuchtwertschätzungen der Besamungsbullen und gab Stärken und Schwächen jedes
einzelnen Vererbers bekannt.
Karl Baisch berichtete über die Arbeit
der Geschäftsführung und Vorstandschaft der RBW. Er forderte die Mitglieder auf, sich
noch stärker an der Vermarktung sowohl von Nutz- und Zuchtkälber als auch Kalbinnen zu
engagieren.
Mit der Bekanntgabe, dass ein
Jungzüchtertag am 19.02.05 für die Region Schwarzwald statt findet und im Oktober 05 ein
Klauenpflegeseminar wurde die Versammlung beendet.
M.Ganter |
Jahreshauptversammlung des
Fleckviehzuchtverein "Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.
am 14.01.2005
Die Fleckviehzuchtverein "Schwarzwald-Baar-Heuberg
trafen sich im Gashaus "Hirschen" in Oberbaldingen zu ihrer regulären
Jahresversammlung.
Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden, Robert
Schwörer ließ dieser die Veranstaltungen des vergangenen Jahres nochmals Revue
passieren. In seinem Tätigkeitsbericht äußerte sich der Vorsitzende zufrieden über die
letzte Jahresversammlung, die Lehrfahrt in die Schweiz, das Züchtertreffen bei der
Familie Hofer in Tuttlingen, den Workshop und den Züchterstammtisch.
Geschäftsführer, Karl Gebert berichtete über geordnete
Finanzen und geplante Projekte wie Besuch der RBW-Schau in Ilshofen, Züchtertreffen bei
Familie Weißhaar in Klengen, Workshop in Aulendorf und ein Züchterstammtisch im Dezember
2005.
Die Entlastung der Vorstandschaft wurde von der
Versammlung einstimmig erteilt.
RBW - Aussendienstmitarbeiter, Robert Hepp konnte
verschiedene Züchter für besonders leistungsfähige Kühe ehren. Die selten vergebene
Plakette für Kühe mit einer Lebensleistung von 60000 kg Milch erhielten die Züchter,
Frank Hofer, Weißhaar Helmar, Eugen Hess, Eduard Maurer, Angelika Mink und Ferdinand
Staiger.

von links > Frank Hofer, Tuttlingen; Helmar Weißhaar,
Klengen;
Eugen Hess, Balgheim; Eduard Maurer, Kolbingen; Angelika Mink, Oberflacht;
Ferdinand Staiger, Kolbingen.
RBW - Plakette für je eine Kuh mit 60000 kg Milch
Lebensleistung
Unter Grußworte der Gäste berichtete Dr. Schwab vom
Veterinäramt Tuttlingen über die Seuchensituation in den Landkreisen Tuttlingen und
Schwarzwald-Baar. Den Sanierungs-stand bei BHV1 bezeichnete Dr. Schwab als sehr günstig
und was den Status betrifft lägen beide Landkreise in Baden-Württemberg vorne.
OLR Bücheler vom LRA VS erinnerte an den gemeinsamen
Antrag und die Antragsfristen.
Kreisobmann Bäurer vom BLHV sprach die Agrarreform an und
deren Auswirkungen auf die Milchviehbetriebe welche wohl die Verlierer seien.
Den Kurzbericht über die Ergebnisse der
Milchleistungsprüfungen 2004 erstattete OAR Karl Gebert von der LVVG Aulendorf.
In seinem Vortrag lobte er die Züchter für ihre hohen
Einzelleistungen und Herdenleistungen, bedauerte aber dass der Verein mit 6154 kg Milch
und 472 kg Fett u. Eiweiß nur an 8. Stelle in der Region rangiert.
Die höchste Leistung im Jahr 2004 erbrachte die Kuh
" Risotto" der Familie Hofer GbR in Tuttlingen mit 10952 kg Milch und 879 Kg
Fett/Eiweiß vor "Kamilla" von Martin Messner, Trossingen mit 9912 kg Milch und
"Linde" von Moriz Siegbert, Kirchen - Hausen mit 10209 kg Milch und 837 kg
Fett/Eiweiß.
Die beste Herdenleistung erzielte Josef Mink, Seitingen -
Oberflacht mit 7950 kg Milch und 633 kg Fett/Eiweiß vor Hofer GbR, Tuttlingen mit 8071 kg
Milch, 606 kgt Fett/Eiweiß und Bäurer Klaus, Hüfingen-Behla mit 7545 kg Milch und 596
kg Fett/Eiweiß.

von links > Thomas Berchtold, Mühlheim; Frank Hofer,
Tuttlingen;
Vors. Robert Schwörer.
RBW-Plakette für 8000 kg Milch Herdenleistung im Jahr 2004.
Die Kuh "Erle" im Stall von Klaus Bäurer, Behla
brachte mit 77537 kg Milch u. 3287 kg Fett die höchste Lebensleistung vor
"Witwe" von Hofer GbR, Tuttlingen mit 76992 kg Milch und 3136 kg Fett.
Den Marktbericht brachte Robert Hepp von der RBW zu
Gehör.
Robert Hepp berichtet von einer sehr guten Entwicklung des
Marktortes Donaueschingen, begründet durch ein gutes Angebot. Besonders der Verkauf von
Zuchtbullen sei in Donaueschingen sehr gut und mit 51 verkauften Bullen werden an diesem
Marktort 50 Prozent aller Zuchtbullen verkauft.
Noch höher dürfte das Angebot an guten Jungkühen sein.
Mit 100 verkauften Jungkühen waren es 15 Kühe weniger als im Vorjahr. Die aufgetriebenen
Kühe sind mit 25 kg Tagesgemelk und guten Melkbarkeiten von guter Qualität so Robert
Hepp.
Beim wichtigsten Verkaufsprodukt den Bullenkälbern konnte
die Zahl an verkauften Tieren von 1625 auf 1959 Kälber gesteigert werden.
Robert Hepp fordert jedoch die Züchter zu einer
kontinuierlicheren Beschickung der Märkte auf. Schwankungen im Angebot sind seiner
Meinung nach auch verantwortlich für schwankende Preise.
Als sehr gut bezeichnete Robert Hepp die Exportchancen
für Kalbinnen und Rinder. Bereits für Ende Januar 2005 sind Exporte nach Algerien
vorgesehen und die Züchter sollten verkäufliche Tiere anmelden.
Der Verkauf von Tieren ab Stall erfreut sich steigender
Beliebtheit und sollte nach Meinung von Robert Hepp noch stärker genutzt werden.
Aktuelles aus der Fleckviehzucht war das Thema des
Referates von Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele von der RBW.
Dr. Weidele stellte die Vereinsleistungen aller
Viehzuchtvereine im Land vor. Obwohl im vergangenen Jahr kein Fleckviehbetrieb die 10000
kg Herdenleistung erreichte, brachte es eine stattliche Zahl von Betrieben auf mehr als
8000 kg Milch in ihren Herden.
Diese 8000 kg Herdenleistung schafften auch 2 Mitglieder
des VZV SBH und Robert Hepp durfte Frank Hofer aus Tuttlingen und Tomas Berchtold aus
Mühlheim die RBW-Plakette überreichen.
Im weiteren Verlauf seines Referates ging Dr. Weidele auf
die Bullentestung, die Zuchtviehmärkte und Zuchtviehverkäufe,die Arbeit der
Aussendienstmitarbeiter und das Zuchtprogramm der RBW ein.
Dr. Alfred Weidele sieht Schwerpunkte in der
Anpaarungsberatung und der Vermarktung von Zuchttieren.
Der Zuchtviehmarkt in Donaueschingen bringe gute
Ergebnisse und soll künftig noch mehr gestärkt werden. Dr. Weidele fordert die Züchter
auf, ihre Organisation zu fordern durch Meldung von verkäuflichen Tieren und Anforderung
von Beratung.
Die RBW werde noch im Februar das neue Vermarktungszentrum
in Ilshofen in Betrieb nehmen und die Anlage am 12./13.03.2005 mit einer RBW-Schau
feierlich eröffnen. Dr. Weidele fordert die Züchter auf, an den Feierlichkeiten
teilzunehmen. Der hiesige Fleckviehzuchtverein wird mit einem Omnibus zu dieser Schau
fahren.
Im weiteren Verlauf seines Referates erläutert Dr.
Weidele die neuen Zuchtwertschätzungen der Besamungsbullen und gibt Empfehlungen für
deren Einsatz in den Betrieben.
Unter Punkt Lichtbilder zeigt Robert Hepp interessante
Dias von der RBW-Schau 2004 und von der Bezirksrindviehschau anlässlich des Hoffestes bei
Andreas und Erwin Deyer in Mühlingen.
Am Ende der harmonischen Versammlung wünschte der
Vorsitzende, Robert Schwörer seinen Mitgliedern alles Gute in Haus und Hof.
Karl Gebert |
Workshop
an der LVVG Aulendorf
Hohe Lebensleistungen und Nutzungsdauer bei Milchkühen
Möglichkeiten und Grenzen der Zucht und Haltung
Ende November 2004 nahmen 17 Mitglieder des
Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V. an diesem interessanten Workshop der
LVVG Aulendorf teil.
Der Workshop war inhaltlich gegliedert in
"Tierfreundliche Aufstallungen für Milchkühe, Zuchtwertschätzung,
Exterieurbewertung der Milchkuh in der Praxis, Laufflächenausführungen und deren Einsatz
bei Milchkühen und Paarungsplanung im eigenen Betrieb.
Uwe Eilers von der LVVG Aulendorf stellt in seinem Referat
die Probleme wie ökonomische Auswirkungen einer längeren Nutzungsdauer, nicht
Ausschöpfen des Leistungspotentials, mehr als 10000 kg Milch lohnen nicht und abnehmende
Nutzungsdauer mit steigender Leistung in den Raum.
Herr Eilers macht deutlich, dass Gesundheit und Verhalten,
Leistung und Nutzungsdauer bestimmen. Aus diesem Grund müssten die Stressfaktoren die auf
die Tiere einwirken, deutlich reduziert werden. Kuh Komfort ist das Zauberwort.
Kuh-Komfort fördere die Tiergesundheit und beeinflusse
damit positiv die Remontierungsrate, die Abgangsrate und die Tierarztkosten.
Kuh-Komfort fördere das artgerechte Verhalten wie
Ruheverhalten, Fressverhalten und Ruhe in der Herde. Alles zusammen führt zur Steigerung
der Milchleistung und Fruchtbarkeit. An einer Graphik wurde verdeutlicht, dass Kuhkomfort
eine höhere Milchleistung bringen kann.
Kuhorientiertes Management trägt außerdem zur Steigerung
der Leistung und Nutzungsdauer der Kühe bei.
An zahlreichen Beispielen wie optimierte Boxen, Aufbau von
Boxenbelägen, Dicke der Liegepolster, Komfortmatratzen und Gestaltung der Liegefläche
machte Herr Eilers deutlich, dass sich Liegekomfort bezahlt macht.
Dazu verhaltensgerechte Fressplätze, optimale
Tränkenversorgung und besonderen Komfort für trockenstehende Kühe führen zum Erfolg
sprich zur Kompensation des höheren Aufwandes durch höhere Leistung, niedrigere
Remontierung und geringere Tierarztkosten.
Am Ende des Referates waren die Workshopteilnehmer davon
überzeugt, dass der Weg zum Erfolg über Kuhkomfort möglich ist.
Über die Zuchtwertschätzung und welche Informationen
bietet sie, referierte Dr. Joachim Kieninger vom ALLB Ulm Referat Tierzucht.
In seinem Referat macht Dr. Kieninger die Züchter zuerst
mit den Grundlagen der Zuchtwertschätzung vertraut. Er erläutert an Beispielen die
Erblichkeit verschiedener Merkmale, was ist ein Relativzuchtwert, was ist Zucht nach
Gesamtzuchtwert, Einfluss der Nutzungsdauer, Persistenz, Kalbeverlauf und Totgeburten.
Dr. Kieninger bezeichnete die Zuchtwerte als
unverzichtbare Hilfe für die Praxis. Es sollten jedoch mindestens 30 Töchter mit 5 bis 6
Probegemelken und einer Sicherheit von 70 Prozent der Schätzung zugrunde liegen.
Zu beachten sei außerdem, dass sich Zuchtwerte ändern
durch Veränderung der Informationen, der Basis und des Zuchtwertschätzmodells.
Bei der anschließenden Praxisdemonstration im Stall
erläuterte Dr. Kieninger den Züchtern an mehreren Kühen, die lineare Beschreibung beim
Fleckvieh.
Sehr gründlich ging Dr. Kieninger auf die einzelnen
Merkmale ein und erklärte ihren Wert für die Züchtung und die Wirtschaftlichkeit der
Kuh.

Die Teilnehmer entwickelten bei ihrer Beurteilung der
Kühe ein sehr starkes Interesse und Dr. Kieninger konnte sich über Fragen und
Diskussionsbeiträge nicht beklagen.

Über Laufflächenausführungen und deren Einsatz in der
Milchviehhaltung sprach Wolfgang Sekul von der LVVG Aulendorf.
Der Redner stellte die Anforderungen an die
Laufflächengestaltung heraus. An Beispielen erläuterte er die Vor und Nachteile
der einzelnen Spaltenböden und Laufflächen in der Rinderhaltung.
Die Workshopteilnehmer zeigten sich sehr interessiert an
den Ausführungen zu Betonspaltenböden, Betonlaufflächen, Asphaltlaufflächen und
Gummilaufflächen. Besonders interessierten die Lösungsansätze zur Sanierung und
Erneuerung von alten Laufflächen und Betonspalten.
Paarungsplanung im eigenen Betrieb war Thema von Dr.
Joachim Kieninger. In seinem Referat entwickelte Dr. Kieninger, Anpaarungsstrategien als
Hilfe zur gezielten Paarung im eigenen Betrieb.
Bei der Grundsatzfrage, Decken oder Besamen ließ der
Redner keine Zweifel daran, dass der Bulleneinsatz eine Investition in die Zukunft ist und
nur beste Genetik eingesetzt werden sollte. Der Deckbulle sollte nur im Notfall eingesetzt
werden.
Dr. Kieninger ließ auch keinen Zweifel daran, dass auf
jeden Fall der Betriebsleiter entscheidet, welcher Bulle für seine Kuh verwendet wird was
natürlich voraussetzt, dass er über seine Kühe und die angebotenen Bullen Bescheid
weiß.
An Beispielen erläutert Dr. Kieninger die Bullenauswahl,
Vorauswahl, Zahl der benötigten Bullen und welchen Bullen soll ich auf welche Kuh nehmen.
Seine These bei der Auswahl ist, Vorzüge festigen und
dabei Schwächen verbessern. Derjenige Bulle ist der am besten geeignete, der die
Vorzüge, die eine Kuh selbst hat, ebenfalls vererbt und der dann noch in der Lage ist,
vorhandene Schwächen der Kuh zu verbessern.
Nach einer lebhaften Diskussion über die
Bullenenempfehlungen brachten die Züchter zum Ausdruck, dass sich die Teilnahme am
Workshop gelohnt hat.
Später war zu erfahren, dass die Teilnehmer begeistert
waren von der Thematik und vor allem von der praxisnahen, lehrreichen Darstellung durch
die Referenten.
Karl Gebert |
Fleckviehzuchtvereine
Rottweil und Zollern-Alb
auf Lehrfahrt (2004)
Unter dem Motto "Warum in
die Ferne schweifen" stand die Lehrfahrt der Fleckviehzüchter aus dem Raum Rottweil
und Zollern Alb.
Erste Station war der Fleckvieh Zuchtbetrieb von
Hubert Schönenberger in Stockach Windegg.
Hubert Schönenberger bewirtschaftet 51 ha LN und hält 55
Fleckviehkühe im neuen Aussenklimastall den er im Jahr 2002 bezogen hat. Die Nachzucht,
60 weibliche und 30 männliche Jungtiere werden im Betrieb aufgezogen. Bullenkälber aus
gezielter Anpaarung gehen über die Bullenprüfstation und werden wie auch die nicht für
die Bestandsergänzung gebrauchten Jungkühe über die RBW auf den Auktionen und ab Stall
verkauft. Besonders der Bulle "Hostress" hat hervorragendes Zuchtmaterial
gebracht.

Stall von Hubert Schönenberger
Nach der Umstellungsphase im Boxenlaufstall konnte die
Herdenleistung wieder auf 7029 kg Milch bei 3.94 % Fett und 3,49 % Eiweiß gesteigert
werden und Hubert Schönenberger möchte demnächst 8000 kg Milch von seinen Kühen
melken.
Im neuen Boxenlaufstall mit stroheingestreuten Hochboxen
stellte RBW Mitarbeiter, Matthias Schupp den Gästen die 5 Bullenmütter des Betriebes
vor.

Paul Maier und Hubert Schönenberger vor dem Stall
Die Einladung zu einem Umtrunk gab Gelegenheit zu
interessanten Gesprächen und Diskussionen. Die Gäste bedankten sich bei der Familie
Schönenberger mit einem Geschenk.
Zweite Station war der Betrieb "Fritz u. Alexander
Straub GbR Negelhof in Überlingen-Bonndorf.
Fritz Straub, Vorsitzender des Holsteins
Rasseausschusses in der RBW stellte seinen ca. 100 ha großen Betrieb vor.
Die Familie Straub hat 1958 auf Holsteins umgestellt und
im Jahr 2000 für 80 Kühe einen Boxenlaufstall erstellt. Heute werden ca. 200
Holstein-Tiere, davon 85 Kühe gehalten. Embryotransfer als Mittel zur Vermehrung setzt
Fritz Straub seit 1985 verstärkt ein.

Fritz Straub im Element
Das Wohlbefinden der Tiere liegt der Züchterfamilie
Straub besonders am Herzen.
Kuhkomfort, optimale Klimabedingungen, Hygiene,
leistungsgerechte Fütterung rund um die Uhr und tiergerechter Umgang sind nach Meinung
von Fritz Straub die Garanten für erwartete hohe Milchleistungen, gute Fruchtbarkeit und
optimale Tiergesundheit.
Mit seinen jungen Färsen die 50 bis 60 kg Milch je Tag
melken können und seiner leistungsfähigen Herde möchte Fritz Straub in diesem Jahr die
Herdenleistung von 11000 kg Milch erreichen.

Im Stall der Familie Straub
Die Nachzucht wird komplett aufgezogen. Die Jungbullen und
nicht im Betrieb gebrauchten Färsen werden über die RBW vermarktet und finden Käufer im
In-und Ausland. Die Familie Straub ist auf jeder Auktion der RBW in Bad Waldsee vertreten,
betont Fritz Straub nicht ohne Stolz.
Embryotransfer wird im Betrieb nach den Schwierigkeiten
der letzten Jahre wieder verstärkt durchgeführt. 90 Prozent der Rinder und 20 Prozent
der Kühe sind aus ET tragend.
Fritz Straub vermittelt den Fleckviehzüchtern aus dem
Raum Rottweil Zollern-Alb aber auch wertvolle Informationen für die Fütterung
einer Hochleistungsherde.
Im Betrieb Straub wird Voll TMR ohne Transponder
gefüttert. Die Fütterung erfolgt abends, weil nach Meinung von Fritz Straub, die Hälfte
des Futters bei Nacht gefressen wird. Deshalb und zur Vermeidung von Unfällen geht im
Stall der Familie Straub auch nachts das Licht nicht aus. Bei der Mischung setzt der
Betrieb auf Einzelkomponenten wobei das im Betrieb erzeugte Getreide vollständig über
die Rinderfütterung verwertet wird. Dass bestes Grundfutter geerntet werden muss und
deshalb eine gute Grünlandwirtschaft notwendig ist, daraus macht Fritz Straub kein Hehl.
Neben Maissilage, Grassilage und Heu zur freien Aufnahme
kommt in die Mischung als Kraftfutter, Weizen. Gerste, Mais, Soja, Raps, Bierhefe und
Mineralfutter.
Damit die Kühe dort fressen können wo es ihnen am besten
schmeckt, lehnt Fritz Straub eine Arretierung der Tiere beim Fressen ab. Das Bedürfnis
seiner Kühe geht Fritz Straub über alles.
Bei der Besichtigung der Herde im Stall geht Fritz Straub
auf die Anpaarung ein und gibt den Gästen wertvolle Tipps. Beim Rundgang stellt Alexander
Straub einige seiner Kühe vor. Fritz und Alexander Straub schwören auf das
Anpaarungsprogramm "AltaMate". Für sie ist eine detaillierte Antwort über die
eigenen Linien und Kuhstämme und die Bullenväter sehr wichtig. Deshalb wird schon
morgens beim Frühstück über die Anpaarung der Kühe diskutiert.
Gerne folgten nach dieser interessanten Besichtigung die
Gäste der Einladung zu einem Umtrunk mit duftendem Hefezopf aus der Küche von Ruth
Straub.
Mit seinem Motto "Wer kämpft geht nicht unter"
ermuntert Fritz Straub die Fleckviehkollegen für eine erfolgreiche Zuchtarbeit.
Der Vorsitzende des Fleckviehzuchtverein Rottweil, Paul
Maier bedankt sich im Namen der Gäste für die Gastfreundschaft mit einem Geschenk.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand die Besichtigung
der Bodensee Wasserversorgung auf dem Sipplinger Berg auf dem Programm.
Eine interessante Führung durch die Anlagen zur
Wasseraufbereitung vermittelte den Besuchern den Wert des Wassers aus dem Bodensee für
die Menschen in Baden Württemberg.
Ein Abstecher zum Haldenhof mit herrlicher Sicht auf den
Bodensee rundete die erfolgreiche Lehrfahrt der Viehzüchter ab.
Karl Gebert |
| Fleckviehzuchtverein
Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V. Züchtertreffen am 2.05.2004 auf unserem Mitgliedsbetrieb
Hans und Frank Hofer in Tuttlingen
Etwa 50 Vereinsmitglieder mit ihren Familien trafen sich
auf dem Betrieb der Familie Hofer in Tuttlingen, Talhöfe zum Züchterplausch mit
Grillfest.
Die Tische in der Maschinenhalle waren festlich gedeckt
als die Züchterfamilien mit Kindern zu Besuch kamen und ihr mitgebrachtes Grillgut zum
Braten auf den Grill gaben. Zusammen mit den gespendeten Salaten mundete das individuell
zusammengestellte Festessen hervorragend.
Nach dem Mittagessen führte Frank Hofer seine Gäste
durch den Betrieb.

Die Betriebsgemeinschaft der Familie Hofer bewirtschaftet
115 ha LN und hält 75 Kühe der Rassen Fleckvieh und Holsteins im erweiterten
Boxenlaufstall. Nachdem der alte Boxenlaufstall zu klein wurde entschied sich die Familie
für einen Anbau in Form eines Kaltstalles. Wegen des ausgezeichneten Klimas halten sich
die Kühe überwiegend dort auf und gehen nur zum Fressen in den alten Stall zurück. Die
weibliche Nachzucht bleibt im Betrieb, die Bullenkälber werden über die RBW vermarktet.
Für das Jungvieh hat Frank Hofer ein ausgedientes Fahrsilo zum Tieflaufstall mit
Fressplatz im Freien umgebaut, wie es scheint eine ausgezeichnete Lösung.
Nach einer Aufstockungsphase ist der Betrieb jetzt in der
Lage, neben der Bestands-Ergänzung, gute Jungkühe zu vermarkten. Immerhin konnte die
Herdenleistung bei der Rasse Fleckvieh auf knapp 7800 kg Milch bei 4,05 % Fett und 3,42 %
Eiweiß gesteigert werden.
Stillstand gibt es allerdings bei Hofers nicht, denn der
Milchtank ist zu klein geworden und der 25 Jahre alte Melkstand entspricht nicht mehr den
Anforderungen so dass weitere Investitionen nötig sind.
Frank Hofer erläutert seinen Kollegen die
Wirtschaftsweise seines Betriebes und seine Philosophie bei der Auswahl der Bullenväter
für die Anpaarung seiner Kühe. Dabei überlässt er nichts dem Zufall sondern er
studiert die Ergebnisse der Zuchtwartschätzungen genau und wählt kritisch die für seine
Kühe richtigen Bullen aus.
Eine rege Diskussion über züchterische und
agrarpolitische Alltagsprobleme konnten die ruhig fressenden Kühe nicht aus der Ruhe
bringen.
Bei Kaffee und Kuchen kamen anschließend private
Gespräche auf ihre Kosten und die Stimmung konnte nicht besser sein.
Mit der nahenden Stallzeit löst sich die Runde auf und
der Zweck des Familientreffens scheint erfüllt zu sein. Die Züchterfamilien gaben ihrem
Kollegen die Ehre und folgten sehr zahlreich seiner Einladung.
Der Vereinsvorsitzende, Robert Schwörer war voll des
Lobes und bedankte sich bei der Gastgeberfamilie für die offene Türe und die
Organisation des Treffens.
Karl Gebert |
Lehrfahrt
des Fleckviehzuchtvereines
Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.
"Fleckviehzüchter
aus dem Raum Villingen Donaueschingen und Tuttlingen
informieren sich bei ihren Schweizer Kollegen."
Ein kalter Wintertag
erwartete die Viehzüchter auf ihrer Lehrfahrt in die benachbarte Schweiz.
Erstes Besichtigungsobjekt war die eidgenössische
Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik in Tänikon. Die Forschungsanstalt,
untergebracht auf dem Gelände des ehemaligen Frauenklosters Tänikon bei Frauenfeld,
forscht auf dem Gebiet der tiergerechten Haltungssysteme, der Landtechnik und
Arbeitswirtschaft. Die Forschungsergebnisse sind Entscheidungsgrundlagen mit dem Ziel
einer nachhaltigen Landwirtschaft.
Dr. Werner Luder hat die Fleckviehzüchter empfangen und
nach einem Film über die Aufgaben der Anstalt folgte die Besichtigung der Stallungen und
des Melkzentrums.
Fachkundig geführt von Franz Nydegger, konnten sich die
Besucher informieren über den Boxenlaufstall mit Laufhof und Transponderfütterung. Die
60 Braunviehkühe mit einer Leistung von 7300 kg Milch, 4,20 % Fett und 3,40 % Eiweiß
werden gefüttert mit Belüftungsheu, Gras und Maissilage und Zuckerschnitzelsilage
aus der benachbarten Zuckerfabrik.
Die Nachzucht wird im Tieflaufstall mit
Außenliegebereich, Tränkeautomat und Kraftfutter-automat gehalten. Franz Nydegger
informiert die Besucher über die Ergebnisse der Fütterungsversuche und Arbeitsanalysen.
Das Melkzentrum stellte Christoph Moriz vor. Dipl.Ing.Agr.
Christoph Moriz ein Züchtersohn aus Kirchen Hausen promoviert in der Anstalt über
Arbeitswirtschaft und hat die Besichtigung für die Züchter aus der Heimat organisiert.
Christoph Moriz erläutert die Vor und Nachteile
des Melkzentrums. Über einen Warteraum kommen die Kühe in den 2 X3 Autotandem
Melkstand mit Fußbodenheizung und Bodenleuchten zur besseren Ausleuchtung des Euters. Vor
dem Melken und nach dem Melken gehen die Kühe über eine Waage um Gewichtsveränderungen
zu erlassen. Das Melkzentrum verfügt zu Forschungszwecken über alles was die Technik
möglich macht. Die Motorenprüfstation der Anstalt fanden die Besucher besonders
interessant.
Dr. Werner Luder erläuterte die Schnellprüfung bei der
die Motorenleistung an der Zapfwelle und der Kraftstoffverbrauch gemessen wird. Die
Prüfberichte sind sehr wichtig für die Industrie und für den Landwirt, wenn er einen
neuen Schlepper anschaffen möchte. Die Prüfberichte kann jeder Landwirt kostenlos im
Internet abrufen oder schriftlich anfordern.
Krönender Abschluss war ein Rundgang durch das
"Agrotechnorama" der landtechnischen Entwicklungsschau. Begeisterte Diskussionen
gab es beim Anblick der alten Landmaschinen und Geräte aus verschiedenen Epochen.
Dieselrösser, Lanz-Bulldog, Traktoren von Bührer und
Hürlimann und der Autotraktor von Citroen wurden von Dr. Werner Luder mit Herz
vorgestellt.
Nach einem reichhaltigen Mittagessen im anstaltseigenen
Restaurant ging die Fahrt zum Schloss Herdern, seit über 100 Jahren, Wohn Arbeits
und Beschäftigungsstelle für psychisch sozial und alkoholkranke
Menschen.
Neben Werkstätten aller Art spielt für die Therapie, die
Beschäftigung in der Landwirtschaft, Tierhaltung, Forst, Obst und Weinbau eine
wichtige Rolle.

Boxenlaufstall des Braunviehzuchtbetriebes Schloss Herden
Abteilungsleiter Alfred Bürgin begrüßte die
Fleckviehzüchter im neuen Boxenlaufstall mit Greifer, Heutrocknung und Melkkarussell. Im
Boxenlaufstall mit Faltschieber werden 70 Braunvieh Zuchtkühe gehalten mit einer
Leistung von 8300 kg Milch, 3,80 % Fett und 3,40 % Eiweiß. Die Kühe werden im 16 er
Melkarussell gemolken, die Milch geht in die betriebseigene Schlosskäserei wo ein
würziger Tilsiter produziert wird.
Der Laufstall selbst wurde ganz aus Holz vom eigenen
Forstbetrieb erstellt. Die Heutrocknung hat eine große Bedeutung, da der
Hartkäsereibetrieb kein Silofutter einsetzen darf. Die Nachzucht verbringt das
Sommerhalbjahr auf der eigenen Alpe im Appenzellerland.
Natürlich interessierten sich die Besucher, selbst
Betriebsleiter mit Boxenlaufställen für Vor und Nachteile der Aufstallung und
technische Einzelheiten. Bei Diskussionen mit Alfred Bürgin und dem Melkermeister haben
die Viehzüchter von Baar und Heuberg fast die Kaffeepause im Speisesaal vergessen.

Gruppenfoto der Teilnehmer vor dem Stall auf Schloss Herden
Nach einem heißen Kaffee und Kuchen war die Winterkälte
des Tages vergessen und ein fröhlicher Abschluss beim "Singenden Wirt" in
Riedböhringen beschloss die gelungene Lehrfahrt.
Karl Gebert |
Jahresversammlung
des
Fleckviehzuchtverein
Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.
Die diesjährige
Jahresversammlung des Fleckviehzuchtvereins Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V. fand im Gasthaus
" Hirschen" in Oberbaldingen statt.
Nach der Begrüßung ließ der Vorsitzende Robert
Schwörer in seinem Geschäftsbericht das vergangene Vereinsjahr nochmals Revue passieren.
Als Höhepunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr bezeichnete
Robert Schwörer die Fleckviehschau im Freilichtmuseum Neuhausen o.E. wo die Mitglieder
bei herrlichem Frühlingswetter und ansprechender Besucherkulisse ihre besten Kühe zeigen
konnten.
Ein weiterer Höhepunkt war die Lehrfahrt an den Bodensee
mit Besichtigung des bekannten Holstein Zuchtbetriebes von Franz und Markus Mock in
Markdorf und des Fleckviehzucht-betriebes von Martin und Marianne Längle in Überlingen.
Bei einem Züchtertreffen bei Christoph Riegger in
Hüfingen-Hausen mit Besichtigung des Melkroboters kam die Geselligkeit nicht zu kurz.
Fortbildung wird im Verein groß geschrieben und zu diesem
Zweck trafen sich die Mitglieder zum Workshop bei der Besamungsstation Herbertingen und zu
einem Züchterstammtisch.
In Theorie und Praxis ging es um Fruchtbarkeit der Kühe
und Einsatz von besten Bullen bei der Besamung der Kühe.
Robert Schwörer äußerte sich zufrieden über das
vergangene Jahr und forderte die Mitglieder auf, sich an der Lehrfahrt am 2.3.04 nach
Tänikon in der Schweiz zu beteiligen.
Nach dem Kassenbericht von Geschäftsführer Karl Gebert
standen Ehrungen auf dem Programm.
Geehrt wurde Elfriede Rönnefarth für 15 jährige
Tätigkeit im Dienste der Leistungsprüfung.

von links: Elfriede Rönnefarth, Robert Schwörer, Bernhard
Grimm, Michaela Reinhart
Neben einem Geldgeschenk des Landesverbandes für
Leistungsprüfungen in der Tierzucht e.V. Stuttgart durfte sie vom Vereinsvorsitzenden ein
Blumengebinde in Empfang nehmen.
Dr. Alfred Weidele von der Rinderunion Baden
Württemberg ehrte verschiedene Züchter für die höchsten Herdenleistungen im Jahr 2003
mit silbernen und bronzenen Stalltafeln.

von links: Martin Messner, Fridolin Baumann, Frank Hofer,
Armin Winterhalder,
Eugen Hess, Hubert Ewald, Angelika Mink, Klaus Bäurer, Eduard Maurer
Anschließend kamen die Gäste zu Wort. Kreisobmann Karl
Heinz Bäurer aus Aasen sprach über die Situation in der Landwirtschaft. Dabei sprach er
von einer Benachteiligung der baden-württembergischen Landwirte gegenüber den
großflächigen Strukturen in Ostdeutschland bei der Neuregelung der Prämienrechte.
Dr. Langer als Leiter des Veterinäramtes Donaueschingen
erläuterte die BSE Situation und die in der Presse veröffentlichten Ergebnisse.
Außerdem gab er Auskunft über den Stand der BHV1 Sanierung in den Rinderbeständen der
Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen.
In einem Kurzreferat stellt Leistungsinspektorin Michaela
Reinhart vom Amt für Landwirtschaft in Donaueschingen die Milchleistungen der
Zuchtbetriebe vor.
Frau Reinhart stellt fest, dass die Kuh mit der höchsten
Milchleistung des Jahres 2003 im Betrieb von Josef Mink in Seitingen - Oberflacht steht.
Die Kuh "Lyra" gab 12128 kg Milch und 899 Fett/Eiweiß kg. Ihr folgten die Kühe
"Lilli und Emma" der Züchter Siegbert Moriz, Kirchen-Hausen und Ernst Friedrich
Maier, Trossingen mit über 10000 kg Milch und mehr als 800 Fett/Eiweiß kg.
Die höchste Herdenleistung konnte Josef Mink, Seitingen -
Oberflacht ermelken. Im Durchschnitt gaben seine Kühe 8244 kg Milch und 629 Fett/Eiweiß
kg. Josef Mink hat in seinem Stall auch die Kuh mit der höchsten Lebensleistung. Seine
Kuh "Ricki" hat in mehr als 12 Jahren, 97698 kg Milch gegeben und kann bei guter
Gesundheit im Jahr 2004 die 100000 kg Grenze überschreiten.
Im züchterischen Referat sprach Zuchtleiter Dr. Alfred
Weidele von der RBW Stuttgart über das Zuchtprogramm beim Fleckvieh, die Vermarktung und
Zuchtwertschätzung. Dabei ging Dr. Weidele besonders auf die strengen Kriterien bei der
Auswahl der Bullenmütter ein. Er forderte die Züchter auf, die aus gezielter Paarung
fallenden Bullenkälber ohne Einschränkung der RBW zu melden um genügend Tiere für die
Selektion junger Testbullen zu haben. Dr. Weidele stellte außerdem die besten
Besamungsbullen vor und gab wichtige Hinweise zur Anpaarung an die Kühe in den
Zuchtbetrieben. Fundiert und überzeugend erläuterte Dr. Weidele die Nachzuchtbewertungen
und Zuchtwerte der Spitzenbullen.
Robert Hepp von der RBW ging in seinem Marktbericht auf
den Marktort Donaueschingen ein. An diesem wichtigen Marktort in der Region werden die
meisten Zuchtbullen verkauft
und Spitzenjungkühe erzielen sehr gute Preise. Der
Kälbermarkt mit einem Auftrieb von fast 300 Kälbern und seiner guten Tierqualität
kommen neben den heimischen Käufern auch Interessenten aus Norddeutschland und es werden
sehr gute Preise erzielt.
Mit Bildern aus dem Zuchtgeschehen des vergangenen Jahres
endete die harmonische Versammlung und Robert Schwörer wünschte seinen Kollegen zum
Abschluss ein erfolgreiches Zuchtjahr.
Karl Gebert |
Mitgliederversammlung
des
Fleckviehzuchtverein Rottweil e.V.
und des Viehzuchtverein Zollern-Alb
am 15.01.2004 in Irslingen
Starker Schneefall behinderte
die Fahrt zur Jahresversammlung der beiden Rinderzuchtvereine im Gasthaus
"Rössle" in Dietingen-Irslingen.
In seiner Begrüßungsrede bemängelte Paul Maier als
Vorsitzender des Fleckviehzuchtverein Rottweil, die fast nicht mehr zu bewältigenden
Dokumentationspflichten in der Landwirtschaft. An Beispielen zeigte Paul Maier auf, dass
trotz des hohen Aufwandes keine entsprechenden Preise für die landwirtschaftlichen
Produkte zu erzielen sind.
Geschäftsführer Paul Bantle ließ in seinem
Geschäftsbericht das vergangene Vereinsjahr nochmals Revue passieren.
Anschließend standen beim Rottweiler Verein die Wahlen
der gesamten Vorstandschaft an.
Unter der Leitung von Volker Lang, Vorsitzender des
Viehzuchtverein Zollern-Alb wurde Paul Maier, Bösingen als erster Vorsitzender und Martin
Weiler, Sulz-Kirchberg als zweiter Vorsitzender in ihren Ämtern bestätigt.
In den Ausschuss wurden Michael Ehrmann, Dunningen;
Richard Haberer, Wittershausen; Wolfgang Heinzelmann, Marschalkenzimmern; Klaus-Andreas
Hezel, Renfrizhausen; Albert Lauer, Oberndorf; Martin Peter, Rottweil und Gerhard
Schneider aus Dietingen gewählt.
Für den bisherigen Geschäftsführer, Paul Bantle wurde
Hermann Mauch aus Dietingen gewählt.
Unter Punkt Ehrungen konnte Paul Maier als Vorsitzender
des Landesverbandes für Leistungsprüfungen in der Tierzucht e.V. Frau Margarethe Ruof
aus Oberndorf für 15 jährige Tätigkeit im Dienste der Leistungsprüfung ehren. Die
langjährige Probenehmerin erhielt von ihrem Arbeitgeber ein Geldgeschenk und ein
Blumengebinde vom Viehzuchtverein.
In diesem Zusammenhang wurde der langjährige
Geschäftsführer des Rottweiler Vereins, Paul Bantle aus Bösingen vom Vorsitzenden Paul
Maier verabschiedet.
Paul Bantle war seit 1971 Geschäftsführer zuerst im
Viehzuchtverein Oberndorf und Oberndorf Sulz und später nach der Fusion mit dem
Fleckviehzuchtverein Rottweil und dem Ausscheiden von Geschäftsführer Karl Gebert auch
zuständig für den vergrößerten Verein Rottweil.
Paul Maier dankte seinem langjährigen Geschäftsführer
für die geleistete Arbeit, wünschte ihm weiterhin Gesundheit im Ruhestand und
überreichte ihm ein Buchgeschenk sowie ein Weinpräsent.

von links: Paul Maier, Paul Bantle, Margarethe Ruoff

von links: Martin Weiler, Paul Maier, Paul Bantle
Im Kurzbericht, Ergebnisse der Leistungsprüfungen
präsentierte Leistungsinspektor Karl Gebert die besten Vereinsleistungen.
Die höchste Einzelleistung im Jahr 2003 erbrachte die Kuh
"Anke" aus dem Stall der Aulich GbR in Zimmern mit 11033 kg Milch und 956
Fett/Eiw. Kg, gefolgt von der Kuh "Amen" aus dem Stall von Dieter Kewitz,
Sulz-Bernstein mit 11155 kg Milch und 878 Fett/Eiw. Kg.
Die beste Herdenleistung kann mit 8241 kg Milch und 635
Fett/Eiw. Kg die Züchterin Michaela Banholzer aus Bösingen vorweisen.
Die höchste Lebensleistung brachte die Kuh "
Susi" aus dem Stall von Gerhard Schneider, Dietingen mit 92491 kg Milch und einem 12
jährigen Schnitt von 7695 kg Milch.
Das Referat von RBW Geschäftsführer Dr. Alfred
Weidele war ein weiterer Höhepunkt der Versammlung.
Dr. Weidele sprach das Zuchtprogramm beim Fleckvieh, die
Leistungen und die Vermarktung an.
Als besonders positiv bezeichnete Dr. Weidele die
Leistungssteigerung bei den einzelnen Rassen. Bei der Rasse Fleckvieh konnte die Leistung
um 141 kg Milch gesteigert werden. Bei den Herdenleistungen konnte der Fleckviehzüchter
Heinz Staudinger aus Dettingen mit 10410 kg Milch die 10000 kg Hürde überspringen.
Bei der Vorstellung des Zuchtprogramms ging Dr. Weidele
besonders auf die strengen Kriterien bei der Auswahl von Bullenmüttern ein. Dabei
forderte er die Züchter auf, die aus gezielter Paarung fallenden Bullenkälber ohne
Einschränkung der RBW zu melden damit die Prüfstation ausgelastet werden kann und um
genügend Tiere für die Selektion junger Testbullen bester Qualität zu haben.
Bei der Vorstellung der empfohlenen Besamungsbullen
konnten die Züchter ein hohes Maß an Fachkenntnis beim Redner feststellen. Fundiert und
überzeugend erläuterte Dr. Weidele die Nachzuchtbewertungen und Zuchtwerte der
Spitzenbullen.
Robert Hepp von der RBW ging in seinem Marktbericht
speziell auf den Marktort Donaueschingen ein. An diesem wichtigen Marktort in der Region
werden noch die meisten Zuchtbullen verkauft und gute Jungkühe erreichen Spitzenpreise.
Der Kälbermarkt mit einem Auftrieb von fast 300 Kälbern werden sehr gute Preise erzielt
die mit anderen Märkten der RBW gut konkurrieren kann.
Die Züchter sollten eben zur RBW stehen und die
marktfähigen Tiere zur Auktion oder zum Ab-Stall-Verkauf melden.
Nach diesem umfangreichen Versammlungsprogramm konnte der
Vorsitzende Volker Lang die harmonische Versammlung schließen und den Züchterkollegen
alles Gute für Haus und Hof wünschen.
Karl Gebert |
Fleckviehzuchtverein
Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.
hält Workshop ab.
An einem vom Verein initiierten
Workshop über "Fruchtbarkeit und Besamung" an der Besamungsstation Herbertingen
haben 16 aktive Fleckviehzüchter der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg teilgenommen.
Den Referenten, Frau Dr. Fischer und Dr. Weidele
herzlichen Dank für die Organisation und Durchführung des Workshops.
Im ersten Teil erläuterte Dr. Weidele die Zuchtprogramme
der einzelnen Rassen, die Zuchtziele mit den Wegen zum Zuchtziel. Dabei ging Dr. Weidele
intensiv auf den Einsatz von Testbullen, die Zuchtwertschätzung und die Bullenempfehlung
ein. Sehr eindrucksvoll erklärte er die einzelnen Zuchtwertteile und ihre Bedeutung für
die praktische Zuchtarbeit im Fleckviehzuchtbetrieb. Dabei seien wirtschaftliche Gewichte,
Grundlage für das Zuchtziel in Milch, Fett, Eiweiß Fleisch und Nutzungsdauer.
Dr. Weidele ging anschließend auf den Zuchtviehabsatz des
Jahres 2002/2003 ein und zeigte Vermarktungsstrategien und Tendenzen auf.
Dr, Weidele konnte von einer Umsatzsteigerung bei
gestiegenen Verkaufserlösen berichten. Besonders die Sparte Fleckvieh-Bullenkälber ist
spielt dabei auf den Versteigerungen der RBW eine wichtige Rolle.
Im zweiten Teil des Workshops sprach Frau Dr. Fischer von
der Besamungsstation Herbertingen über "Fruchtbarkeit und
Fruchtbarkeitsmanagement".
Frau Dr. Fischer geht in ihrem Referat intensiv auf die
Fruchtbarkeitsproblematik in den Rinderherden ein. Fruchtbarkeit so Frau Dr. Fischer sei
ein Zusammenspiel von Hygiene, Umwelt, Ernährung, Stoffwechsel und Hormone.

Das Ziel im Betrieb sollte es sein, ein Kalbeintervall von
12 bis 13 Monate, eine Erstbefruchtungsrate über 60 Prozent und 1,5 bis 1,8 Besamungen je
Trächtigkeit zu erreichen. Als ganz wichtig bezeichnete Frau Dr. Fischer die
Brunsterkennung für eine erfolgreiche Besamung. Da die Brunstdauer im Laufe der Jahre
kürzer geworden ist, wird sie zum Problem wenn die Kuh nachts rindert.
Im Anschluss an das Referat konnten die Fleckviehzüchter
am Objekt, Gebärmutter und Eierstock informieren. Frau Dr. Fischer erklärte den
Teilnehmern sehr eindrucksvoll die Gebärmutter und den Eierstock in verschiedenen
Trächtigkeitsstadien und Stadien.
Dr. Fischer ging detailliert auf Follikel, Gelbkörper und
Zysten in verschiedenen Stadien ein und erklärte die Praxis einer
Trächtigkeitsuntersuchung.
Ein Teilnehmer konnte sich anschließend mit verbunden
Augen selbst vergewissern, wie schwierig eine Trächtigkeit festzustellen und eine Eiblase
von einer Zyste zu unterscheiden ist.

Das Interesse der Teilnehmer an der Problematik zeigten
die vielen Praxisfragen die an Frau Dr. Fischer gestellt wurden.
Am Ende der hochinteressanten Veranstaltung bedankte sich
der Vorsitzende Robert Schwörer bei Frau Dr. Fischer und Dr. Weidele für den gelungenen
Workshop.
Karl Gebert |
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