Vierte
Vorderwälderverbandsschau am 30.09.2012
in St. Märgen ein toller Erfolg
60 Kühe und vier
Bullen, Nachzuchtgruppen und elf Züchterkinder mit Kälbern
zeigten hohen Stand der Vorderwälderzucht
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Tausende Zuschauer genossen die eindrucksvolle Veranstaltung
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Online RBW-Fotoalbum

Es war ein Tag, den
man so schnell nicht vergessen wird. Schon die Anbindung der Kühe im
Freien vor der Halle passte, weil das Wetter gut war. Verschiedene der
Landwirtschaft vor- und nachgelagerte Firmen hatten ihre Stände
aufgestellt. Die vier Zuchtbullen und die Kälber der Jungzüchter waren
in der Halle untergebracht. Diakon Hans-Peter Schmieder nahm mit zwei
Ministranten zu Schaubeginn die Tiersegnung vor. Dann ging es ans
Richten. Generell kann gesagt werden, dass die Unterschiede zwischen den
Tieren teilweise so gering waren, dass die Preisrichter Mathias Brugger,
Hubert Schätzle und Dr. Franz Maus aufs Äußerste gefordert waren.
Die vier Bullen waren
zwischen 2,5 und 4 ¾ Jahre alt und wogen alle deutlich über eine Tonne
mit Höchstwert 1.140 kg. Das stellte Piraldo auf die Waage und vier
Personen hatten dieses Gewicht beim Schätzwettbewerb richtig geschätzt.
Mit zweimal Note 8 bewertet verließ er als Siegerbulle den Ring.

Mit je 8 in Bemuskelung und Äußerer
Erscheinung wurde der Pirassohn Piraldo
eindeutiger Siegerbulle, 4 ¾ jährig wog er 1.140 kg Gewicht. Bald
werden die
ersten Töchter dieses Besamungsbullen in Milch kommen. Klaus Riesle aus
Gütenbach
besitzt Piraldo, Hans- Georg Eble aus Glottertal-Föhrental hat
ihn gezüchtet
Klaus Riesle aus
Gütenbach ist der Besitzer, gezüchtet wurde Piraldo von Hans-Georg Eble
aus dem Glottertal-Föhrental. Zweiter wurde der jüngste, Ibrac, der
jeweils 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung erhielt. Ibrac, ein
Ignachysohn aus der bekannten Bractochter Geraldine von Karl Fix aus
Mühlenbach gezüchtet, gehört dem BHV Mühlenbach und wurde vom Michael
Müller vorgestellt.

Prächtig war auch der Reservesiegerbulle
Ibrac, ein Ignachysohn aus der bekannten
Bractochter Geraldine von Karl Fix aus Mühlenbach. Er war mit zweimal 7
in
Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert. Michael Müller hält
diesen Burschen für den BHV Mühlenbach
Mit Höchstnote 9
zeigte Igraul die beste Bemuskelung. Konrad Schwär aus St. Peter besitzt
ihn, gezüchtet wurde er von Klaus Riesle aus Gütenbach. Der vierte
schwere Bulle war der Pirassohn Pirocko gezüchtet und gehalten von Klaus
Duffner aus Haslach. Mit einmal 9, zweimal 8 und einmal 7 können die
Fortschritte in Fleischansatz der Vorderwälderrasse verdeutlich werden.
Schön war, dass die ersten drei Bullen Testbullen sind.
In zehn Ringen wurden
die Kühe gerichtet. Im ersten der Jungkühe siegte die Pigartochter Nena
von Konrad Schwär aus St. Peter mit 26 kg Einsatzleistung vor der
Giogeltochter Priscilla von Georg Wentz aus St. Georgen- Brigach mit
knapp 2.600 kg als 100 Tageleistung. Auf dem dritten Platz landete die
Olefelktochter Sina von Stefan Weiss aus Schönwald mit 24 kg aus zwei
Probegemelkten. Die Fesselung in dieser Gruppe hätte etwas straffer sein
können. Im zweiten Ring der tragenden Jungkühe gab es nur die Note 8 im
Euter zu vergeben. Hier siegte die Gipadatochter Alex von Klaus Riesle
aus Gütenbach mit einem Gesamtzuchtwert von 136 vor der Ragostochter
Gilla mit 124 GZW und der Iggardiantochter Bea, beide aus der Zucht von
Manfred Nopper aus Gütenbach. Spannend ging es weiter mit den
Zweitkalbskühen. Im ersten Ring siegte die Olefelktochter Gloria von
Stefan Weiss aus Schönwald mit GZW 120 vor der Igdiantochter Luise von
Markus Scherer aus St. Peter ebenfalls mit GZW 120.

Das war die zweite in der starken
Euterkonkurrenz, die Olefelktochter Gloria von
Stefan Weiss aus Schönwald mit 120 GZW
Im zweiten Ring war
die beste die Ottgartochter Walli von Walter Fichter aus St.
Georgen-Peterzell, sie erzielt einen GZW von 118.

Reservesiegerin bei den Jungkühen wurde
diese Ottgartochter mit GZW 118 von
Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell
Zweite wurde die
Pigartochter Resi von Markus Scherer aus St. Peter mit GZW 111, sie
hatte auf der Badenmesse in Freiburg die Vorderwälderrasse gut
vertreten. Dritte wurde ihre väterliche Halbschwester Coco von Konrad
Schwär aus St. Peter mit GZW 126.
Vier Ringe gab es in
der Königsklasse drei- bis fünfmal abgekalbt. Im ersten siegte die
Gebractochter Carina von Karl Fix aus Mühlenbach mit GZW 127 vor der
Koboldtochter Chanel von Lokalmatador Wendelin Schwär aus St. Märgen mit
GZW 119, dritte wurde die Pirastochter Fabienne von Augustin Neumaier
aus Mühlenbach. Im zweiten Ring siegten die beiden Igrobtöchter
Friederike mit GZW von 127 und Fliege mit GZW 120 von Konrad Hermann aus
Gütenbach vor der Ignaztochter Sarotti von Stefan Weiss aus Schönwald
mit GZW 125. Sehr eng ging es im dritten Ring her. Hier hatte die Nase
vorn die Giodiantochter Dorle von der Willmann-Knöpfle GbR in
T.-N.-Schwärzenbach mit GZW 116 vor der Racktochter Wilke von Klaus
Duffner aus Haslach mit 125 GZW.

Dorle, eine Giodiantochter, war die
einheitlichste Kuh der Schau, deswegen wurde
Sie neben ihrem Sieg im Mittelalter auch zur Miss St. Märgen gekürt.
Dorle stammt
von der Willmann-Knöpfle GbR in T.-N.-Schwärzenbach

Diese Racktochter Wilke wurde mit GZW 125
Reservesiegerin im Fleisch. Melanie Duffner,
Tochter von Familie Duffner aus Haslach freut sich darüber
Dritte wurde eine
weitere Giodiantochter, Striese mit GZW 118 von Gerhard Klausmann aus
St. Georgen-Stockburg. Im vierten Ring der tragenden Kühe mit drei bis
fünf Kälbern siegte die Gardiantochter Bertel von Stefan Weiss aus
Schönwald mit GZW 143. Zweite wurde die Igeltochter Roma mit GZW 128 von
Markus Scherer aus St. Peter vor der Racktochter Angelina von Josef
Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach mit GZW 133.

Knapp geschlagen von Dorle wurde diese
Igeltochter Roma im Mittelaltersieg.
Markus Scherer heißt ihr Züchter, GZW von 128 steht zu Buche
Die letzten beiden
Ringe wurden von den Altkühen mit 6 bis 12 Kälbern bestritten. Es ist
einfach imponierend, wenn in dieser Kategorie elf Kühe teilnehmen. Im
ersten Ring siegte die Geroldtochter Carmen mit GZW 134 von Karl Fix aus
Mühlenbach vor der Gardiantochter Birgit von Klaus Riesle aus Gütenbach
mit 129 GZW.

Das ist die Geroldtochter Carmen von Karl
Fix aus Mühlenbach, mit sechs Abkalbungen
wurde sie Reservesiegerin der Altkühe. Sie hat den sehr hohen GZW von
128
Dritte wurde die
Pigastochter Leni von der Käskessele-Brugger-Schäfer GbR Lenzkirch-Saig
und –Schwendehof. Im zweiten Ring siegte die Gardiantochter Elena mit
GZW 121 von Klaus Riesle aus Gütenbach vor der Geroldtochter Ella mit
GZW 114 von Hermann Schmider aus Mühlenbach. Dritte wurde die
Giovannitochter Fara mit GZW 112.

Das ist die Altkuhsiegerin Elena, eine
Gardiantochter mit 121 GZW von Klaus Riesle aus Gütenbach
62. I. und nur 2 II.
Staatspreise belegen auch eindrucksvoll die Tierqualität der Schau.
Jungkuhsiegerin in der
Auswahl von sieben Kühen mit einem und zwei Kälbern wurde die
Ragostochter Gilla von Manfred Nopper aus Gütenbach mit GZW 124.

Diese vitale Ragostochter Gilla mit ihrem
GZW von 124 war als Jungkuhsiegerin nicht
zu schlagen. Manfred Nopper aus Gütenbach hat sie vorgestellt
Ausschlaggebend war
das bessere Fundament gegenüber der zweitplatzierten Ottgartochter Walli
mit GZW 118 von Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell. Fünf Kühe
fochten um den Sieg der Mittelaltersiegerin mit drei und vier Kalbungen.
Hier siegte die vollkommenste Kuh der Schau, die Giodiantochter Dorle
von der Willmann-Knöpfle GbR in T.-N.-Schwärzenbach mit GZW 116. Sie
wurde deswegen auch Miss St. Märgen. Zweite wurde die Igeltochter Roma
von Markus Scherer aus St. Peter mit GZW 128. Altkuhsiegerin wurde die
Gardiantochter Elena von Klaus Riesle aus Gütenbach mit GZW 121 vor der
Geroldtochter Carmen mit GZW 134 von Karl Fix aus Mühlenbach.
Ausschlaggebend war das etwas bessere Euter der Elena.

Siegertierpräsentation in der
Weißtannenhalle in St. Märgen vor zahlreichen Zuschauern
Die Schauqualität
sieht man auch daran, dass neun Kühe um den Fleisch- elf um den
Fundament- und 18 Kühe um den Eutersieg im Wettbewerb waren.
Fleischsiegerin wurde die Racktochter Angelina von Josef Nopper aus
Gutach-Oberspitzenbach. Ihre Mutter Ameli ist auch die Mutter vom
aktuellen Besamungsbullen Olefelk.

Interessanter Weise lagen zwei
Racktöchter beim Fleischsieg vorne, Angelina
von Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach wurde Siegerin. Ihre Mutter
Ameli ist
auch die Mutter des aktuellen Bullen Olefelk

Hier ein Blick über den Rücken der neun
Kandidatinnen für den Fleischsieg
Die Reservesiegerin
Wilke von Klaus Duffner ist interessanterweise auch eine Racktochter. In
der Konkurrenz ums beste Fundament waren die ältesten Kühe nicht zu
schlagen, es siegte die Ignaztochter Nency mit 12 Abkalbungen im
Besitzer von Hubert Thoma aus Vöhrenbach-Langenbach vor der
Toberttochter Lena mit 10 Abkalbungen von Anton Rombach aus
Stegen-Eschbach.
Zwölfmal abgekalbt, mit 73.950 kg
die höchste Lebensleistung aller Schaukühe und solche
Fundamente, der Sieg war ihr nicht zu nehmen, der Ignaztochter Nency und
ihrem
Züchter Hubert Thoma aus Vöhrenbach-Langenbach

Zehnmal abgekalbt hat die
Fundamentreservesiegerin Lena, eine Toberttochter.
Sie wurde vorgestellt von Rebecca Weber aus dem Betrieb Anton Rombach
aus Stegen-Eschbach
Fulminat war die
Konkurrenz ums beste Euter. Nach längerer Suche wurde die Igeltochter
Silke von Markus Scherer aus St. Peter mit ihren drei Abkalbungen vorne
hingestellt. In Punkto Eutersitz und –verteilung, Stichstellung und
–qualität führte kein Weg an ihr vorbei.

Kann eine Kuh mit drei Abkalbungen ein
besseres Euter haben als diese Igeltochter
Silke von Markus Scherer aus St. Peter? Sie wurde eindeutige
Eutersiegerin
Zweite wurde die
Olefelktochter Gloria von Stefan Weiss aus Schönwald. Gekürt wurde die
Kuh mit dem höchsten Eiweißgehalt. Die Pirastochter Fabienne von
Augustin Neumaier aus Mühlenbach siegte hier mit 3,82 %. Die höchste
Lebensleistung der Schaukühe hatte die Ignaztochter Nency von Hubert
Thoma aus Vöhrenbach- Langenbach mit 73.950 Kg.
In einer
Kurzaufführung wurden die Töchter der aktuellen Besamungsbullen Gipada
und Olefelk präsentiert. Beindruckend waren auch die drei Ragos- und
Piggartöchter, wenn die weiteren Töchter sich bewähren, steht einem
Zeiteinsatz in naher Zukunft nichts mehr entgegen.
Geehrt wurden die
Züchter der Zeiteinsatzbullen, die seit der letzten Verbandsschau 2006
ausgewählt wurden. Es sind 14 Bullen, die von elf Züchtern abstammten.
Dr. Holger Mathiak, der Besamungsgeschäftsführer der RBW nahm die
Ehrungen vor, vier Spermagutscheine, eine Urkunde und eine Medaille
wurden überreicht. Vom Zuchtleiter erhielt jeder ein Foto seines Bullen.

Das sind die Züchter der
Zweiteinsatzbullen, die von Dr. Holger Mathiak, dem Besamungs-
geschäftsführer der RBW (rechts), geehrt wurden. Es sind dies von
links Hans-Georg Eble,
Glottertal-Föhrental, Klaus Riesle und Christoph Fehrenbach aus
Gütenbach, Andreas Steiert
aus Freiburg-Kappel, Stefan Weiss aus Schönwald, Augustin Neumaier aus
Mühlenbach, Konrad
Hermann aus Gütenbach, Herbert Hug aus Horben, Konrad Schwär aus St.
Peter und
Jesef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach. In der Mitte Zuchtleiter Dr.
Franz Maus
Ein
Kälbervorführwettbewerb von elf Züchterkinder erfreute Kinder und
Zuschauer gleichermaßen. Nach einen Kurzinterview galt es für die Kinder
einen Parcours mit kleinen Hindernissen zu meistern. Mit Bravour wurde
die kleine Olympiade in der Weißtannenhalle bestanden, stolz nahmen die
Kinder die Urkunden und RBW-Pokale entgegen.

Das sind die glücklichen Kinder nach
bestandenem Olympiaparcour
Die sehr erfolgreiche
Schau schloss ab mit der Tombolaverlosung. Das genetisch hornlose
Vorderwälderkuhkalb war der Hauptpreis und wurde gewonnen von Frau Lauby
in Oberried. Es passt gut zum Hinterwälderkuhkalb, das Sie vor kurzem
geschenkt bekommen hat.

Es herrschte eine gute Stimmung bei der
vierten VW- Verbandsschau in St. Märgen,
Lokalmatador Wendelin Schwär im Gespräch mit Zuschauern
Man kann sagen, dieser
Tag in St. Märgen mit allem Drum und Dran wird so schnell nicht in
Vergessenheit geraten
Bericht: Dr. Maus,
Fotos: Brodauf