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Vierte Vorderwälderverbandsschau am 30.09.2012
in St. Märgen ein toller Erfolg

60 Kühe und vier Bullen, Nachzuchtgruppen und elf Züchterkinder mit Kälbern
zeigten hohen Stand der Vorderwälderzucht

- Tausende Zuschauer genossen die eindrucksvolle Veranstaltung -

  Online RBW-Fotoalbum 

Es war ein Tag, den man so schnell nicht vergessen wird. Schon die  Anbindung der Kühe im Freien vor der Halle passte, weil das Wetter gut war. Verschiedene der Landwirtschaft vor- und nachgelagerte Firmen hatten ihre Stände aufgestellt. Die vier Zuchtbullen und die Kälber der Jungzüchter waren in der Halle untergebracht. Diakon Hans-Peter Schmieder nahm mit zwei Ministranten zu Schaubeginn die Tiersegnung vor. Dann ging es ans Richten. Generell kann gesagt werden, dass die Unterschiede zwischen den Tieren teilweise so gering waren, dass die Preisrichter Mathias Brugger, Hubert Schätzle und Dr. Franz Maus aufs Äußerste gefordert waren.  

Die vier Bullen waren zwischen 2,5 und 4 ¾ Jahre alt und wogen alle deutlich über eine Tonne mit Höchstwert 1.140 kg. Das stellte Piraldo auf die Waage und vier Personen hatten dieses Gewicht beim Schätzwettbewerb richtig geschätzt. Mit zweimal Note 8 bewertet verließ er als Siegerbulle den Ring.


Mit je 8 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung wurde der Pirassohn Piraldo
eindeutiger Siegerbulle, 4 ¾ jährig  wog er 1.140 kg Gewicht. Bald werden die
ersten Töchter dieses Besamungsbullen in Milch kommen. Klaus Riesle aus Gütenbach
besitzt Piraldo, Hans- Georg Eble aus Glottertal-Föhrental hat ihn gezüchtet

Klaus Riesle aus Gütenbach ist der Besitzer, gezüchtet wurde Piraldo von Hans-Georg Eble aus dem Glottertal-Föhrental. Zweiter wurde der jüngste, Ibrac, der jeweils 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung erhielt. Ibrac, ein Ignachysohn aus der bekannten Bractochter Geraldine von Karl Fix aus Mühlenbach gezüchtet, gehört dem BHV Mühlenbach und wurde vom Michael Müller vorgestellt.


Prächtig war auch der Reservesiegerbulle Ibrac, ein Ignachysohn aus der bekannten
Bractochter Geraldine von Karl Fix aus Mühlenbach. Er war mit zweimal 7 in
Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert. Michael Müller hält diesen Burschen für den BHV Mühlenbach

Mit Höchstnote 9 zeigte Igraul die beste Bemuskelung. Konrad Schwär aus St. Peter besitzt ihn, gezüchtet wurde er von Klaus Riesle aus Gütenbach. Der vierte schwere Bulle war der Pirassohn Pirocko gezüchtet und gehalten von Klaus Duffner aus Haslach. Mit einmal 9, zweimal 8 und einmal 7 können die Fortschritte in Fleischansatz der Vorderwälderrasse verdeutlich werden. Schön war, dass die ersten drei Bullen Testbullen sind.

In zehn Ringen wurden die Kühe gerichtet. Im ersten der Jungkühe siegte die Pigartochter Nena von Konrad Schwär aus St. Peter mit 26 kg Einsatzleistung vor der Giogeltochter Priscilla von Georg Wentz aus St. Georgen- Brigach mit knapp 2.600 kg als 100 Tageleistung.  Auf dem dritten Platz landete die Olefelktochter Sina von Stefan Weiss aus Schönwald mit 24 kg aus zwei Probegemelkten. Die Fesselung in dieser Gruppe hätte etwas straffer sein können. Im zweiten Ring der tragenden Jungkühe gab es nur die Note 8 im Euter zu vergeben. Hier siegte die Gipadatochter Alex von Klaus Riesle aus Gütenbach mit einem Gesamtzuchtwert von 136 vor der Ragostochter Gilla mit 124 GZW und der Iggardiantochter Bea, beide aus der Zucht von Manfred Nopper aus Gütenbach. Spannend ging es weiter mit den Zweitkalbskühen. Im ersten Ring siegte die Olefelktochter Gloria von Stefan Weiss aus Schönwald mit GZW 120 vor der Igdiantochter Luise von Markus Scherer aus St. Peter ebenfalls mit GZW 120.


Das war die zweite in der starken Euterkonkurrenz, die Olefelktochter Gloria von
Stefan Weiss aus Schönwald mit 120 GZW

Im zweiten Ring war die beste die Ottgartochter Walli von Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell, sie erzielt einen GZW von 118.


Reservesiegerin bei den Jungkühen wurde diese Ottgartochter mit GZW 118 von
Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell

Zweite wurde die Pigartochter Resi von Markus Scherer aus St. Peter mit GZW 111, sie hatte auf der Badenmesse in Freiburg die Vorderwälderrasse gut vertreten. Dritte wurde ihre väterliche Halbschwester Coco von Konrad Schwär aus St. Peter mit GZW 126.

Vier Ringe gab es in der Königsklasse drei- bis fünfmal abgekalbt. Im ersten siegte die Gebractochter Carina von Karl Fix aus Mühlenbach mit GZW 127 vor der Koboldtochter Chanel von Lokalmatador Wendelin Schwär aus St. Märgen mit GZW 119, dritte wurde die Pirastochter Fabienne von Augustin Neumaier aus Mühlenbach. Im zweiten Ring siegten die beiden Igrobtöchter Friederike mit GZW von 127 und Fliege mit GZW 120 von Konrad Hermann aus Gütenbach vor der Ignaztochter Sarotti von Stefan Weiss aus Schönwald mit GZW 125. Sehr eng ging es im dritten Ring her. Hier hatte die Nase vorn die Giodiantochter Dorle von der Willmann-Knöpfle GbR in T.-N.-Schwärzenbach mit GZW 116 vor der Racktochter Wilke von Klaus Duffner aus Haslach mit 125 GZW.


Dorle, eine Giodiantochter, war die einheitlichste Kuh der Schau, deswegen wurde
Sie neben ihrem Sieg im Mittelalter auch zur Miss St. Märgen gekürt. Dorle stammt
von der Willmann-Knöpfle GbR in T.-N.-Schwärzenbach


Diese Racktochter Wilke wurde mit GZW 125 Reservesiegerin im Fleisch. Melanie Duffner,
Tochter von Familie Duffner aus Haslach freut sich darüber

Dritte wurde eine weitere Giodiantochter, Striese mit GZW 118 von Gerhard Klausmann aus St. Georgen-Stockburg. Im vierten Ring der tragenden Kühe mit drei bis fünf Kälbern siegte die Gardiantochter Bertel von Stefan Weiss aus Schönwald mit GZW 143. Zweite wurde die Igeltochter Roma mit GZW 128 von Markus Scherer aus St. Peter vor der Racktochter Angelina von Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach mit GZW 133.


Knapp geschlagen von Dorle wurde diese Igeltochter Roma im Mittelaltersieg.
Markus Scherer heißt ihr Züchter, GZW von 128 steht zu Buche

Die letzten beiden Ringe wurden von den Altkühen mit 6 bis 12 Kälbern bestritten. Es ist einfach imponierend, wenn in dieser Kategorie elf Kühe teilnehmen. Im ersten Ring siegte die Geroldtochter Carmen mit GZW 134 von Karl Fix aus Mühlenbach vor der Gardiantochter Birgit von Klaus Riesle aus Gütenbach mit 129 GZW.


Das ist die Geroldtochter Carmen von Karl Fix aus Mühlenbach, mit sechs Abkalbungen
wurde sie Reservesiegerin der Altkühe. Sie hat den sehr hohen GZW von 128

Dritte wurde die Pigastochter Leni von der Käskessele-Brugger-Schäfer GbR Lenzkirch-Saig und –Schwendehof. Im zweiten Ring siegte die Gardiantochter Elena mit GZW 121 von Klaus Riesle aus Gütenbach vor der Geroldtochter Ella mit GZW 114 von Hermann Schmider aus Mühlenbach. Dritte wurde die Giovannitochter Fara mit GZW 112.


Das ist die Altkuhsiegerin Elena, eine Gardiantochter mit 121 GZW von Klaus Riesle aus Gütenbach

62. I. und nur 2 II. Staatspreise belegen auch eindrucksvoll die Tierqualität der Schau.

Jungkuhsiegerin in der Auswahl von sieben Kühen mit einem und zwei Kälbern wurde die Ragostochter Gilla von Manfred Nopper aus Gütenbach mit GZW 124.


Diese vitale Ragostochter Gilla mit ihrem GZW von 124 war als Jungkuhsiegerin nicht
zu schlagen. Manfred Nopper aus Gütenbach hat sie vorgestellt

Ausschlaggebend war das bessere Fundament gegenüber der zweitplatzierten Ottgartochter Walli mit GZW 118 von Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell. Fünf Kühe fochten um den Sieg der Mittelaltersiegerin mit drei und vier Kalbungen. Hier siegte die vollkommenste Kuh der Schau, die Giodiantochter Dorle von der Willmann-Knöpfle GbR in T.-N.-Schwärzenbach mit GZW 116. Sie wurde deswegen auch Miss St. Märgen. Zweite wurde die Igeltochter Roma von Markus Scherer aus St. Peter mit GZW 128. Altkuhsiegerin wurde die Gardiantochter Elena von Klaus Riesle aus Gütenbach mit GZW 121 vor der Geroldtochter Carmen mit GZW 134 von Karl Fix aus Mühlenbach. Ausschlaggebend war das etwas bessere Euter der Elena.


Siegertierpräsentation in der Weißtannenhalle in St. Märgen vor zahlreichen Zuschauern

Die Schauqualität sieht man auch daran, dass neun Kühe um den Fleisch- elf um den Fundament- und 18 Kühe um den Eutersieg im Wettbewerb waren. Fleischsiegerin wurde die Racktochter Angelina von Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach. Ihre Mutter Ameli ist auch die Mutter vom aktuellen Besamungsbullen Olefelk.


Interessanter Weise lagen zwei Racktöchter beim Fleischsieg vorne, Angelina
von Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach wurde Siegerin. Ihre Mutter Ameli ist
auch die Mutter des aktuellen Bullen Olefelk


Hier ein Blick über den Rücken der neun Kandidatinnen für den Fleischsieg

Die Reservesiegerin Wilke von Klaus Duffner ist interessanterweise auch eine Racktochter. In der Konkurrenz ums beste Fundament waren die ältesten Kühe nicht zu schlagen, es siegte die Ignaztochter Nency mit 12 Abkalbungen im Besitzer von Hubert Thoma aus Vöhrenbach-Langenbach vor der Toberttochter Lena mit 10 Abkalbungen von Anton Rombach aus Stegen-Eschbach.


Zwölfmal abgekalbt, mit 73.950 kg die höchste Lebensleistung aller Schaukühe und solche
Fundamente, der Sieg war ihr nicht zu nehmen, der Ignaztochter Nency und ihrem
Züchter Hubert Thoma aus Vöhrenbach-Langenbach


Zehnmal abgekalbt hat die Fundamentreservesiegerin Lena, eine Toberttochter.
Sie wurde vorgestellt von Rebecca Weber aus dem Betrieb Anton Rombach aus Stegen-Eschbach

Fulminat war die Konkurrenz ums beste Euter. Nach längerer Suche wurde die Igeltochter Silke von Markus Scherer aus St. Peter mit ihren drei Abkalbungen vorne hingestellt. In Punkto Eutersitz und –verteilung, Stichstellung und –qualität führte kein Weg an ihr vorbei.


Kann eine Kuh mit drei Abkalbungen ein besseres Euter haben als diese Igeltochter
Silke von Markus Scherer aus St. Peter? Sie wurde eindeutige Eutersiegerin

Zweite wurde die Olefelktochter Gloria von Stefan Weiss aus Schönwald. Gekürt wurde die Kuh mit dem höchsten Eiweißgehalt. Die Pirastochter Fabienne von Augustin Neumaier aus Mühlenbach siegte hier mit 3,82 %. Die höchste Lebensleistung der Schaukühe hatte die Ignaztochter Nency von Hubert Thoma aus Vöhrenbach- Langenbach mit 73.950 Kg.

In einer Kurzaufführung wurden die Töchter der aktuellen Besamungsbullen Gipada und Olefelk präsentiert. Beindruckend waren auch die drei Ragos- und Piggartöchter, wenn die weiteren Töchter sich bewähren, steht einem Zeiteinsatz in naher Zukunft nichts mehr entgegen.

Geehrt wurden die Züchter der Zeiteinsatzbullen, die seit der letzten Verbandsschau 2006 ausgewählt wurden. Es sind 14 Bullen, die von elf Züchtern abstammten. Dr. Holger Mathiak, der Besamungsgeschäftsführer der RBW nahm die Ehrungen vor, vier Spermagutscheine, eine Urkunde und eine Medaille wurden überreicht. Vom Zuchtleiter erhielt jeder ein Foto seines Bullen.


Das sind die Züchter der Zweiteinsatzbullen, die von Dr. Holger Mathiak, dem Besamungs-
geschäftsführer der RBW (rechts), geehrt wurden. Es sind dies von links Hans-Georg Eble,
Glottertal-Föhrental, Klaus Riesle und Christoph Fehrenbach aus Gütenbach, Andreas Steiert
aus Freiburg-Kappel, Stefan Weiss aus Schönwald, Augustin Neumaier aus Mühlenbach, Konrad
Hermann aus Gütenbach, Herbert Hug aus Horben, Konrad Schwär aus St. Peter und
Jesef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach. In der Mitte Zuchtleiter Dr. Franz Maus

Ein Kälbervorführwettbewerb von elf Züchterkinder erfreute Kinder und Zuschauer gleichermaßen. Nach einen Kurzinterview galt es für die Kinder einen Parcours mit kleinen Hindernissen zu meistern. Mit Bravour wurde die kleine Olympiade in der Weißtannenhalle bestanden, stolz nahmen die Kinder die Urkunden und RBW-Pokale entgegen.


Das sind die glücklichen Kinder nach bestandenem Olympiaparcour

Die sehr erfolgreiche Schau schloss ab mit der Tombolaverlosung. Das genetisch hornlose Vorderwälderkuhkalb war der Hauptpreis und wurde gewonnen von Frau Lauby in Oberried. Es passt gut zum Hinterwälderkuhkalb, das Sie vor kurzem geschenkt bekommen hat.


Es herrschte eine gute Stimmung bei der vierten VW- Verbandsschau in St. Märgen,
Lokalmatador Wendelin Schwär im Gespräch mit Zuschauern

Man kann sagen, dieser Tag in St. Märgen mit allem Drum und Dran wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten

Bericht: Dr. Maus, Fotos: Brodauf

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Hervorragende Vorderwälderschau
auf dem Klosterplatz in Haslach i.K. am 14.08.2011

- Zuchtverein Kinzigtal e.V. hoch zufrieden mit dem Schaukonzept -

Am Sonntag, den 14. August 2011 präsentierten sich 43 Vorderwälderkühe, drei Zuchtbullen und elf Kälber einem zahlreichen Publikum. Sicherlich war das städtische Beiprogramm wie verkaufsoffener Sonntag, Naturparkmarkt und Bauernmarkt mit ein Grund, dass die Organisatoren kräftig ins Schwitzen kamen, um dem Andrang gerecht zu werden. Genauso passte das Wetter, freundlich und nicht zu heiß. Noch nie hat es so viele Zuschauer auf einer Bezirksschau gegeben.  

Die Tierqualität war sehr gut. Es ist daran zu erkennen, dass alle einen ersten Staatspreis erhalten haben. Schön war, dass drei Zuchtbullen, zwei „Tester“ und ein Natursprungbulle prämiert werden konnten. Der Zuchtverein organisierte ein Schätzrätsel: Was wiegt der schwerste Bulle von diesen dreien? Man höre und staune, vier Personen schätzten auf das Kilogramm richtig: Genau 1100 kg wog Pirocko, ein Pirassohn mit seinen 3 ¼ Jahren. Er wurde mit Note 8 am besten in der Bemuskelung bewertet und wurde Reservesiegerbulle. Klaus Duffner aus Haslach ist Züchter und Besitzer und er lief mit Pirocko von seinem Hof  zum Schauort.


Reservesiegerbulle Pirocko hatte mit der Note 8 die beste Bemuskelung. Es freut sich
Klaus Duffner aus Haslach. Er war zu Fuß mit Pirocko unterwegs zur Schau

Nur 17 kg weniger wog der Siegerbulle Papil, ein Racksohn aus der bekannten Pilautochter Cora von Karl Fix aus Mühlenbach. Er durchlief den Testeinsatz und ist im Besitz des Bullenhaltungsringes Mühlenbach.


Das ist der Siegerbulle, Rapil, ein Racksohn, den Markus Müller aus Mühlenbach vorstellt

Präsentiert wurde Rapil von Markus Müller, auf dessen Hof der Bulle steht. Der Radisohn Ragero vervollständigte das gute Bild der Bullen. Er ist erst 2 ¼ jährig und durchlief ebenfalls den Testeinsatz. Gezüchtet hat Ragero Franz Hansmann aus Mühlenbach, er ist im Besitz der Stadt Haslach und steht bei Klaus Duffner in Haslach.


Pokale, Siegertiere, Züchter  und Zuschauer vor der Siegerehrung. Im Vordergrund „die Celin“.
Sieht sie für ihre elf Abkalbungen nicht noch super aus?

Die Entscheidung der besten Züchtersammlung – acht Betriebe machten mit – entschied Karl Fix aus Mühlenbach für sich. Er hatte drei sehr starke Kühe ausgewählt, „die Celin“ mit einer Tochter und einer Enkelin. Sie waren einfach nicht zu schlagen. Auf dem zweiten Platz landete Augustin Neumaier auch aus Mühlenbach mit seinen schweren Doppelnutzungskühen, einer Piras-, einer Pirgard- und einer Opnaztochter.

Der erste Ring mit sechs Jungkühen hatte es mächtig in sich. Die Gipadatochter Wilma von Klaus Duffner wurde Ringsiegerin und später auch Jungkuhsiegerin.


Sie wurde Jungkuhsiegerin, die Gipadatochter Wilma mit Gesamtzuchtwert 116 und
2,89 kg pro Minute Melkbarkeit von Klaus Duffner aus Haslach

Die nachfolgenden vier hätte man nebeneinander laufen lassen können, so gering waren die Unterschiede. Darunter waren zwei Olefelktöchter von Klaus Duffner und Franz Hansmann, die hoffen lassen auf den Zweiteinsatz von Olefelk. Im Ring der Zweitkalbskühe war wiederum eine Gipadatochter vorne, die Hala von Franz Buchholz aus Mühlenbach. Ein Gesamtzuchtwert von 126  und die Euternote 8 sprachen für sie. In Kürze wird entschieden, ob Gipada in die Besamungsempfehlung genommen wird. Auf dem zweiten Platz landete Klaus Duffner mit seiner Racktochter Wilke. Spannend war der Ring der sechs Kühe mit fünf Abkalbungen: 132 Gesamtzuchtwert ließen Carmen, eine Geroldtochter aus der Celin von Karl Fix als Spitze herausmarschieren.

Es folgten Franz Hansmann mit seiner Giovannitochter Fara und Augustin Neumaier mit seiner Opnaztochter Fara. Von den fünf Kühen mit vier Abkalbungen  hatte die Igeltochter Gunda von Hermann Schmider die Nase vorn, gefolgt von der Pirastochter Hermine von Franz Buchholz und der Marbractochter Babsi von Bernd Blum aus Elzach-Oberprechtal. Hochkarätig war der Ring der sieben Drittkalbskühe: Die beiden Vorderen stellten deswegen auch die Mittelaltersieger- und -reservesiegerkuh. Wegen besserem Fundament und Eiweißgehalt gewann die Pirastochter Fabienne von Augustin Neumaier vor der Gebractochter Carina von Karl Fix.


Fabienne, eine Pirastochter mit Augustin Neumaier aus Mühlenbach,
wurde Siegerin im Mittelalter und im Fleisch


Carina, eine Gebractochter mit Karl Fix aus Mühlenbach, hatte 127 Gesamtzuchtwert
und wurde Vize in Mittelalter und Fleisch und war auch in der Euterauswahl

Es folgten Grazia, eine Mackdiantochter von Karl Fix und Friese, eine Ignaztochter von Augustin Neumaier. Fünf Kühe mit sieben bis elf Abkalbungen waren in der Königsklasse vertreten. Hier siegte die spätere Altkuhsiegerin Celin, eine Gardiantochter von Karl Fix eindeutig von der Bianca, einer Geroldtochter von Franz Hansmann, die achtmal abgekalbt und den Testbullen Pigero geboren hat.


Wolga, die Tochter des aktuellen Besamungsbullen Igdian, machte ein sehr
gutes Bild, sie war in der Fundament- und Euterauswahl

Die Qualität der Tiere erkennt man auch daran, dass elf Kühe um den Fundamentsieg, zehn um den Eutersieg und acht um den Fleischsieg rangen. Fleischsiegerin wurde die Mittelaltersiegerin Fabienne von Augustin Neumaier, den Vizetitel bekam die zweite im Mittelalter, die Gebractochter Carina von Karl Fix. Fundamentsiegerin wurde die älteste Kuh Celin von Karl Fix.


Sie machte den zweiten Platz von elf Kühen im Fundament, die Pirmartochter Farina
von Franz Hansmann aus Mühlenbach

Auf dem zweiten Platz  stand eine Jungkuh, die Pirmartochter Farina von Franz Hansmann. Am knappsten war die Entscheidung um das beste Euter: Hier siegte die Pirastochter Erika von Hermann Schmider vor der Gissytochter Hela von Franz Buchholz.


Der Eutersieg konnte ebenfalls einer Pirastochter, der Erika von Hermann Schmider
aus Mühlenbach zuerkannt werden

„Der Celin“ wurde auch der Titel „Miss Kinzigtal“ zugesprochen und sie führte auch eindeutig in der Lebensleistung mit über 75.000 kg Milchmenge. Die beste Kuh im Eiweiß war die Igkeentochter Wilde von Klaus Duffner mit 3,90 %.

Beste im Eiweiß mit 3,90 % und in der Euterauswahl
war diese Igkeentochter von Klaus Duffner aus Haslach

Petra von Franz Hansmann aus Mühlenbach, eine der
beiden Olefelktöchter, machte einen guten Eindruck.
Vielleicht schafft Olefelk in naher Zukunft den Sprung
in die Besamungsempfehlung

Leitungsinspektorin Michaela Reinhart übernahm die Befragung der elf Züchterkinder mit ihren Kälbern. Es war schön zu sehen, dass die Kinder hervorragend mit den Kälbern umgehen konnten. Auch wussten sie gut Bescheid, was Abstammung und Fütterung der Kälber betrifft. Der rauschende Applaus der Zuschauer wird für diese Kinder sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.


Die Züchterkinder vor der Befragung durch Leistungsinspektorin Michaela Reinhart


Das einzige Duo und zugleich die jüngsten, Mirco und Marcel Müller aus Mühlenbach nach getaner Arbeit


Christina Hansmann aus Mühlenbach schreitet voller Freude über den Laufsteg

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass diese Schau im Klostergarten von Haslach in Kombination mit den anderen Veranstaltungen eine rundherum gelungene Sache war. Züchterisch kann konstatiert werden, dass die Rasse Vorderwälder immer mehr ihrem Zuchtziel nahe kommt.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderschau des Bezirksvereins Hochschwarzwald
beim Sommerfest in Raitenbuch

- Kleine, qualitativ gute Schau vor zahlreichem Publikum -

33 Kühe und ein Bulle aus acht Betrieben wurden präsentiert, 30 erste und nur vier zweite Preise belegen die gute Qualität der ausgestellten Tiere.

Sechs Betriebe stellten sich dem Einzelzüchterwettbewerb. Die Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig  siegte knapp vor der Sammlung von Johannes Sigwarth aus dergleichen Ortschaft. Das Zünglein an der Waage spielten die etwas besseren Fundament und die deutlicheren Doppelnutzungstypen. Die weiteren Sammlungen gehörten Eugen Tritschler,  Wolfgang Ketterer und der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.- Spriegelsbach, - Oberaltenweg und - Schwärzenbach, sowie der Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig.

Schön war, dass Eugen Tritschler seinen Testbullen Ottrad zeigen konnte. Er wurde mit 8 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert. Er maß 147 cm im Widerrist und wog 920 kg; dieses Gewicht durfte geschätzt werden, sage und schreibe vier Personen lagen richtig und erhielten ein Präsent. Man darf gespannt sein, wie die Töchter „geraten“, der zweieinhalbjährige jedenfalls machte einen guten Eindruck.


Er vertrat die männliche Fraktion, der Wartebulle Ottrad aus der Zucht von
Reinhold Deiss aus Schopfheim-Gersbach. Er wurde vorgestellt vom Besitzer
Eugen Tritschler aus Titisee-Neustadt-Spriegelsbach. Mit zweieinhalb Jahren
wog er 920 kg, was vier Schätzer richtig tippten, und wurde mit 8 in Bemuskelung
und 6 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert

Sechs Jungkühe stellten sich den Bewertern, drei davon hatten Karrad zum Vater: Deren Leistung wusste zu gefallen, Euter und die Melkbarkeit waren unterschiedlich. Eine davon, Sonja von der Willmann- Knöpfle GbR wurde Reservejungkuhsiegerin mit fast 3.100 kg Milchmenge und 2,81 kg pro Minute Melkbarkeit. Die nächste Zuchtwertschätzung im August sollte Aufschluss für die weitere Zuchtverwendung von Karrad bringen.


Sonja, eine Karradtochter gibt Milch: 3.080 kg in 100 Tagen und lässt diese rasch ermelken:
2,81 kg pro Minute. Sie war in der Fleisch- und Fundamentauswahl und wurde Reservejungkuhsiegerin.
Klemens Knöpfle von der Willmann-Knöpfle GbR aus T.-N.-Schwärzenbach kann auf diese Kuh stolz sein

Sieben Kühe hatten zweimal abgekalbt. Hier schälte sich die kompletteste Kuh der Schau heraus, die Giodiantochter Dorle ebenfalls aus dem Betrieb Willmann- Knöpfle GbR. Viermal Note 8 ließen aufhorchen.


Dorle war die kompletteste Schaukuh und wurde Jungkuh-, Euter-, und Fundament-
siegerin, war in der Fleischauswahl und erhielt den Titel „Miss Hochschwarzwald“.
Es freut sich Siegbert Willmann von der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.-Schwärzenbach

Die zweitplatzierte Zelli von Wolfgang Ketterer hat Oleander zum Vater, die Euternote 8 war ihr Glanzpunkt bei sonst guten Leistungszahlen.

In der Mittelalterabteilung war die Raditochter Wirbi von der Jehle und Hermann GbR mit 126 GZW nicht zu schlagen, sie kam zudem in die Fleisch- und Fundamentauswahl.


Sie siegte in der Mittelaltergruppe, die Raditochter Wirbi mit 126 GZW.
Sie stammt aus der Zucht der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch-Saig

Die Markgardtochter Rosi von Schauneuling Franz-Xaver Eisele aus Lenzkirch-Saig erzielte den zweiten Platz mit GZW 113. Mit ihrem tollen Euter fand sie sich auch in der Euterauswahl wieder.


Diese Markgardtochter Rosi von Franz-Xaver Eisele aus Lenzkirch-Saig
erzielte den Reservesieg in der Mittelalterabteilung

Eine tolle Truppe waren die neun Kühe, die fünf bis zehnmal abgekalbt hatten. Über ein Viertel der Schaukühe gehörten damit zu diesen langlebigen und damit wirtschaftlichen Kühen. Der Sieg war Limba von Johannes Sigwarth in keinem Moment streitig zu machen.


Die Gardiantochter und Testbullenmutter von Piggar, Limba aus der Zucht
von Johannes Sigwarth, wurde Altkuh- und Reservefleischsiegerin.
Sie war auch in der Fundamentauswahl

Sie ist Mutter des Wartebullen Piggar, der Siegerbulle der Schau in der Weißtannenhalle anno 2009 war sie und kombiniert Leistung und Exterieur nahezu perfekt. Sie war auch in der Euter- und Fleischauswahl zu sehen. Zweite wurde die Espadatochter Wolga. Sie war die älteste Schaukuh mit zehn Kalbungen und zeigte sich in bester Kondition. Züchter Albert Ketterer aus T.-N.- Oberaltenweg zeigt sich stolz mit dieser coolen Dame.


71.080 kg Milch hat sie in ihrem Leben gegeben, die Espadatochter Wolga.
Sie wirkt noch richtig frisch, war in der Fleischauswahl und wurde Reservealtkuhsiegerin.
Züchter Albert Ketterer freut sich riesig darüber

Erwähnt werden muss die dritte in dieser Runde, die Igeltochter Floki von Johannes Sigwarth. Der Milchwert von 127 spricht für sich, ihr Euter ist sehr gut, was ihr fehlt ist etwas Fleischfülle. Vor drei Jahren war sie Mittelaltersiegerin.

Wenn man auf einer Schau mit 33 Kühen zehn in der Euter-, neun in der Fleisch- und sieben in der Fundamentauswahl zeigen kann, dann sieht die Situation wirklich gut aus. Euter- und Fundamentsieg ging an die Jungkuhsiegerin Dorle, einer Klassekuh mit dem momentanen Spitzenvererber Giodian als Vater. Den Euterreservesieg erzielte die Lesimtochter Lilli, die bereits siebenmal abgekalbt hat. Sie gehört der Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch-Saig.


Sie holte sich den zweiten Platz von den zehn besten Schaueutern, Lilli, eine Lesimtochter,
die bereits siebenmal abgekalbt hat. Sie gehört der Brugger-Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch-Saig

Den zweiten Platz im Fundament machte die Raditochter Wirbi von der Jehle und Hermann GbR.

Den Fleischsieg erzielte Lorle, eine Giovannitochter von der Brugger- Schäfer Käskessele GbR. Sie hat einen Milchwert von 116, das heißt Milch und Fleisch sind gut vereint.


Hier die Fleischsiegerin, die Giovannitochter Lorle mit Milchwert 116 ist sie eine gute
Doppelnutzungskuh. Sie stammt vom Betrieb Brugger-Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch-Saig

Noch mehr trifft das für Limba zu, diese Gardiantochter von Johannes Sigwarth wurde Reservesiegerin mit Milchwert 137.

Mit 71.080 kg Lebensleistung führte die Espadatochter Wolga von Wolfgang Ketterer deutlich den Reigen der Lebensleistungskühe an. Der Titel „Miss Hochschwarzwald“ wurde der komplettesten Schaukuh, der Giodiantochter Dorle von der Willmann- Knöpfle GbR zugesprochen.

Erfreulicherweise konnte auch ein Jungzüchterwettbewerb stattfinden. Sechs Kinder präsentierten  sich mit vier Kälbern im Ring. Sie bewiesen Ihre Kenntnis in Abstammung und Fütterung der Kälber und führten sie geschickt vor dem applaudierenden Publikum.


Die Kinder der Familien Willmann aus T.-N.-Schwärzenbach und Brugger
aus Lenzkirch-Saig präsentierten sich mit ihren Kälbern

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Schautiere eine gute bis sehr gute Qualität hatten und dass gegenüber früher Fortschritte zu sehen waren. Mit der Anbindung an das Sommerfest in Raitenbuch  konnte die Vorderwälderrasse einem breiten Publikum  präsentiert werden.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Hinterwälderverbandsschau am 7. und 8. Mai 2011 in Utzenfeld

- Herrliches Wetter, spannende Wettbewerbe, sehr gute Besucherresonanz -

Am Samstag, den 7. Mai  präsentierten sich sieben Zuchtbullen und 81 Milchkühe aus 16 Betrieben bei herrlichem Wetter den Preisrichtern und dem Publikum. Am Sonntag waren die Sieger und Reservesieger vom Vortag, 20 Mutterkühe mit ihren Absetzern und 23 Jungzüchter mit ihrem Kälbern zu sehen. Die Zuchtbullen erhielten alle einen 1. Staatspreis, bei den Milchkühen konnten 72 1. und nur neun 2. Staatspreise vergeben werden und bei den Mutterkühen war das Verhältnis 14 1. und 6 2. Staatspreise.

Zu Beginn der Schau wurden 12 Einzelzüchtersammlungen bewertet und gereiht. Bei den kleinen Betrieben siegte Manfred Schelshorn vor Siegfried Wasmer beide aus Bernau, bei den großen Arnold Schelb aus dem Münstertal vor Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Den Gesamtsieg erreichte eindeutig Manfred Schelshorn mit seinen beiden leistungsstarken Hamappatöchtern und der langlebigen Napfabtochter vor der Betriebssammlung Siegfried Wasmer. Dritter wurde Arnold Schelb aus dem Münstertal.


Die Betriebssammlung Manfred Schelshorn war mit 23 Abkalbungen von keinem anderen der zwölf
im Wettbewerb stehenden Betriebe zu schlagen. Der Wanderpokal als Preis steht zumindest für
die drei nächsten Jahre in Bernau

Erfreulicher Weise konnten sieben Zuchtbullen ausgestellt werden. Vier Bullen konkurrierten in der Klasse bis drei Jahre, drei in der älteren, zwischen drei und vier Jahren. Der Agaburgsohn Agala aus der Zucht von Hubert Schätzle siegte mit seinem Besitzer Klaus Kiefer aus Aitern in der ersten Gruppe vor Labefit I, einem Labhanssohn aus der Zucht von Klaus Kiefer aus Aitern mit seinem Halter Helmut Dietsche aus dem Münstertal.


Agala war von den sieben guten Bullen der Beste. Er konnte die Bestnote 9
in der Bemuskelung erzielen, seine Mutter war auch auf der Schau und verließ
das Feld als Reservemittelaltersiegerin. Klaus Kiefer aus Aitern stellte den
Siegerbullen vor, gezüchtet wurde er von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg

Auf dem dritten Platz rangierte Humfab aus dem Betrieb von Hubert Schätzle, vor Silnap, den Benedikt Schmidt aus Raich- Oberhäusern präsentierte. Bei den älteren siegte Silnaps, ein Siltbensohn aus der Zucht von Richard Schneider aus dem Münstertal. Er wurde stolz vorgestellt von Manfred Kuttler aus Raich- Hohenegg. In der Größe lag er mit 145 cm im Widerrist als 3 1/3 jähriger Bursche über dem Zuchtziel, 908 kg stellte er auf die Waage. 8 in Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung ließen ihn vor Labben gehen, der mit je 7 bewertet wurde. Klaus Kiefer aus Aitern heißt der Züchter des Münstertäler Gemeindebullen, den Halter Emil Pfefferle vorführte. Der dritte im Bunde war Agmel, ein Agahumsohn aus der Zucht von Fridolin Wiesler aus Münstertal und vorgestellt von Manfred Schelshorn aus Bernau. Er zeigte auch die Bemuskelungsnote 8. Den besten Fleischansatz zeigte der Schausiegerbulle Agala, die Note 9 war eindeutig, Reservesieger wurde Silnaps. Sechs Bullen erhielten die Bemuskelungsnote 7 und besser und belegen den rassetypisch guten Fleischansatz

Die Kühe wurden in 13 Ringen bewertet und gereiht. Aus den 13 Ringsiegerinnen standen vier Kühe mit 6 und mehr Kälbern in der Altkuhsiegerauswahl, vier Kühe mit drei und vier Kalbungen in der Siegerauswahl mittel und 5 Kühe in der Auswahl zur Jungkuhsiegerin. Insgesamt ist es sehr beachtlich, dass 26 Kühe mit 6 und mehr Abkalbungen auf der Schau waren, ein deutlicher Beweis für die Langlebigkeit der Rasse. Altkuhsiegerin wurde die Napbentochter Gemsi aus der Zucht von Helmut Dietsche aus dem Münstertal. Mit 6 Kalbungen präsentierte sie sich putzmunter und konnte Leistung, gutes Exterieur und eine top Fruchtbarkeit mit 351 Tagen Zwischenkalbezeit sehr gut miteinander verbinden.


Als Altkuhsiegerin nicht zu schlagen war die Naxbentochter Gemsi mit Veronika Dietsche aus
Münstertal als Vorführerin. Ein Milchwert von 110 und eine sehr kurze Zwischenkalbezeit
von 357 Tagen bei sechs Abkalbungen zeichnen sie aus

Den Reservesieg errang die Benastochter Gusti von Siegfried Wasmer aus Bernau. Milchwert 110, gute Inhaltsstoffe, 10 Abkalbungen mit 361 Tage Zwischenkalbezeit sprachen für sie.


So können Kühe nach dem 10. Kalb aussehen und den Reservesieg im Altkuhwettbewerb davon tragen:
Die bekannte Benastochter Gusti, voller Freude vorgeführt von Regina Wasmer aus Bernau

Aus dem gleichen Betrieb stammt die Siegerkuh mittel, die Fockartochter Gerda. Ihr Milchleistungspotential ist mit Milchwert 120 hoch geschätzt, sie war auch in der Fleischauswahl und wurde Reservesiegerin im Fundament. Den Jungkuhsieg trug die Labfocktochter Gretli ebenfalls aus der Zucht von Siegfried Wasmer davon.


Diese Labfocktochter Gretli aus dem Betrieb Siegfried Wasmer aus Bernau
wurde mit zwei Abkalbungen, 329 Tage Zwischenkalbezeit und Milchwert 112 Jungkuhsiegerin

Reservesiegerin I wurde die Stallkollegin Fichtel, eine Humflotochter mit Milchwert 111 und 2,21 kg pro Minute Melkbarkeit. Der Reservesieg II wurde der Friedberttochter Gemsi von Rudolf Matt zugesprochen. Zwei Reservesiegerinnen gab es, da sie sich kaum unterschieden.


Aus der gezielten Anpaarung stammt diese Friedberttochter Gemsi von Rudolf Matt
aus Aitern. Sie war im Misswettbewerb nicht zu schlagen und wurde Reservesiegerin II bei den Jungkühen

Um den Eutersieg konkurrierten 15 Kühe, um Fundamentsieg 8 und um den Fleischsieg 10 Kühe. Beim besten Euter war die Hansbobtochter Gigi von Züchter Hubert Schätzle, Todtnau Präg mit ihren sieben Abkalbungen nicht zu schlagen. Sie tritt damit in die Fußstapfen Ihrer Mutter Goldi, die bei der letzten Schau Siegerin wurde.


Ohne lange Diskussionen wurde der Hansbobtochter Gisi von Hubert Schätzle
aus Todtnau-Präg der Eutersieg zugesprochen. Ist das nicht schön
nachzuvollziehen, wenn man weiß, dass diese Kuh bereits siebenmal abgekalbt hat

Reservesiegerin wurde die Laustertochter Gitte vom Betrieb Arnold Schelb Münstertal. Gittes Fundament war so klar und gut, dass sie diesen starken Wettbewerb auch gewann. Den Reservesieg landete wie vor drei Jahren die Siegerkuh mittel, die Fockartochter Gerda von Siegfried Wasmer aus Bernau.


An der Laustertochter Gitte aus dem Betrieb Arnold Schelb kam keine
vorbei im Fundament, und im Euter erzielte sie den zweiten Platz

Den Fleischsieg errang eindeutig deren Halbschwester Flörli vor zwei Kühen aus dem Betrieb Manfred Schelshorn aus Bernau: Die Hamappatochter Sabine mit Milchwert 122 und die Jungkuh Sarotti, eine Napfocktochter mit Milchwert 109.


Auch die Fleischsiegerauswahl war eindeutig: Die Fockartochter Flörli vom
Betrieb Siegfried Wasmer aus Bernau gewann diesen Titel. Dass sie diese
Leistung auch mit einer guten Milchleistung zu kombinieren weiß, belegt
der Milchwert von 101 und der Eiweißgehalt von 3,77 %

Siegerin in der Kategorie beste Fruchtbarkeit wurde die Florttochter Gerda von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Auch sie ist eine Golditochter mit 15 Kalbungen. Mit 367 Zwischenkalbezeit und 29 Monate Erstkalbealter war sie die beste.

In der höchsten Lebensleistung war der Benbärtochter Wera von Klaus Kiefer aus Aitern mit 58.398 kg Milchmenge der Sieg nicht streitig zu machen.

Den höchsten Eiweißgehalt mit 3,99 %  hatte die Humälptochter Gruni von Rudolf Matt aus Aitern.  

Zur Miss Hinterwälder wurde die Friedberttochter Gemsi, ebenfalls aus der Zucht von Rudolf Matt gekürt. Die Mehrzahl der befragten Zuschauer sah das übrigens auch so. Abgerundet wurde der Wettkampf durch die Präsentation der fünf vorgestellten Töchter und zwei Enkelinnen der Ausnahmekuh Goldi von Hubert Schätzle Die Tiere zeigten deutlich den guten Trend in der Euterform. Ihre sieben Bullenkälber fanden alle als Zuchtbullen ihren Einsatz, der letzte wird auf dem Herbstmarkt erscheinen.


Fünf Töchter und zwei Enkelinnen der bekannten Bentochter Goldi konnten am Ende der Schau
am Samstag als schöne Nachzucht gezeigt werden. Besonders die gute Eutervererbung zog sich
wie ein roter Faden durch die Gruppe. Die Eutersiegerin gehört auch dazu

Am Sonntag, den 8. Mai 2011 war Tag der Mütterkühe mit ihren Absetzern beziehungsweise der Jungzüchter mit ihren Kälbern. 7 Mutterkühe mit weiblichen Absetzern und 13 Mutterkühe mit männlichen Absetzern nahmen am Wettbewerb teil. 14 I. und 6 II. Preise konnten vergeben werden. Die Tiere wurden in jeweils einem Ring für männliche und weibliche Absetzer gerichtet. Bei den weiblichen Tieren siegte Ewald Kiefer aus Fröhnd- Ittenschand. Hummel ist der Vater der Mutterkuh Lona, die mit Ausnahme der Euterform sehr hoch bewertet werden konnte. Das Kuhkalb mit Vater Labeno war 83 Tage alt und stellte 96 kg Gewicht auf die Waage, was sehr gute 1.189 g tägliche Zunahmen bedeutet. Sein Fleischansatz konnte mit der zweitbesten Note 8 eintaxiert werden.


Die Hummeltochter Lona mit Ihrem Agalikuhkalb war der erste Platz bei den Mutterkühen
mit weiblichen Kälbern nicht zu nehmen. Die Milchleistung der Mutter kann gut am Kalb
abgelesen werden: 96 kg im Alter von 83 Tagen, das sind Zunahmen von 1.189 und die
Bemuskelung war sehr gut, nämlich Note 8. Ewald Kiefer aus Fröhnd- Ittenschwand heißt der stolze Züchter

Zweiter wurde Andreas Preiser aus Lenzkirch mit der Agafocktochter Agathe. Sie war im Exterieur nicht ganz so gut wie die erste. Das 149 Tage alte Bennaschkuhkalb wog 163 kg. Dies entspricht guten Zunahmen von 926 g pro Tag. Die Bemuskelung konnte mit 7 bewertet werden.

Bei den Mutterkühen mit Bullenkälbern war die Spitze schnell gefunden: Die Mutterkuh Goldi, eine Siltbentochter aus dem Betrieb Sieglinde Kunz- Gramespacher aus Tunau mit ihrem  Fockfosikalb. In Rahmen, Bemuskelung und Form erhielt Goldi die Note 8, im Typ die 9 und im Skelett die Note 7. Lediglich im Euter waren Wünsche offen, dies wird mit der Note 6 deutlich. Ihr Kalb wog 124 kg mit 64 Tagen, was hervorragenden Zunahmen von 1.546 g je Tag entspricht. Die Note 8 beweist seinen sehr guten Fleischansatz.


Die Siltbentochter Goldi mit ihrem Kalb, einem Fockfosisohn, gewann den
Mutterkuhwettbewerb der Abteilung Kühe mit Bullenkälbern. Goldi erhielt als
eine der wenigen die Typnote 9 und je 8 in Rahmen, Bemuskelung und Form.
Toll entwickelt war ihr Kalb bei Fuß, es wog mit 64 Tagen 124 kg Gewicht,
was täglichen Zunahmen von 1.546 g pro Tag entspricht. Die Bemuskelungsnote
sehr gut, 8, zeigen an, was Hinterwälder in der Jugendentwicklung leisten können.
Züchterin ist Sieglinde Kunz- Gramespacher aus Tunau

Auf dem zweiten Platz landete die mittelrahmige Aridatochter Bellinda mit Ihrem Labefitkalb, das mit 52 Tagen 89 kg wog und auf 1.230 g tägliche Zunahmen kam. Viermal 7 lauteten die Noten für Rahmen, Bemuskelung, Form und Euter, je 8 in Typ und Skelett zeichnen sie besonders aus. Alle Mutterkühe zeigten eine deutlich bessere Bemuskelung als in der Vergangenheit, in der Euterqualität zeigten sich hin und wieder Eutersitzschwächen.

Die vielen Tiere der Schau waren der Anlass, den Röhrbeinumfang zu messen und dabei eine Note für das Verhalten der Tiere beim Messen zu vergeben. Hintergrund ist der Begriff „Feingliedrigkeit“ im Zuchtziel und Rückschlüsse auf einen höheren Fleischanteil am Schlachtkörper. Erste Hinweise zeigen eine sehr geringe Streuung um den Wert 17/18 cm. Positiv formuliert hat die Rasse einen sehr guten Standard. Auch beim Verhalten ist ein deutlicher Trend in Richtung „problemlos zu messen“ festzustellen.

Vor dem Mittagessen - natürlich mit Fleisch vom Hinterwälderrind - zeigten 23 Jungzüchterkinder ihr Können im Umgang mit einem von ihnen vorgestellten Kalb. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer war ihnen sicher.


Sehr gut wiederum war die Beteiligung der Züchterkinder am Sonntag: 23 Kinder haben mit
Begeisterung mitgemacht, Fragen beantwortet und gezeigt, dass sie intensiv das Vorführen geübt haben


Ramona Kuttler aus Raich hat sich etwas Besonderes für ihr Kalb und sich einfallen lassen…..

Den Abschluss der Schau bildete die Aufstellung der Siegertiere vom Vortag mit der Übergabe der Hauptehrenpreise. Der Vorsitzende Hubert Schätzle konnte in seinem Schlusswort auf eine erfolgreiche Schau zurückblicken und seinen Kollegen und allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz aussprechen.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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