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Hervorragende Vorderwälderschau
auf dem Klosterplatz in Haslach i.K. am 14.08.2011

- Zuchtverein Kinzigtal e.V. hoch zufrieden mit dem Schaukonzept -

Am Sonntag, den 14. August 2011 präsentierten sich 43 Vorderwälderkühe, drei Zuchtbullen und elf Kälber einem zahlreichen Publikum. Sicherlich war das städtische Beiprogramm wie verkaufsoffener Sonntag, Naturparkmarkt und Bauernmarkt mit ein Grund, dass die Organisatoren kräftig ins Schwitzen kamen, um dem Andrang gerecht zu werden. Genauso passte das Wetter, freundlich und nicht zu heiß. Noch nie hat es so viele Zuschauer auf einer Bezirksschau gegeben.  

Die Tierqualität war sehr gut. Es ist daran zu erkennen, dass alle einen ersten Staatspreis erhalten haben. Schön war, dass drei Zuchtbullen, zwei „Tester“ und ein Natursprungbulle prämiert werden konnten. Der Zuchtverein organisierte ein Schätzrätsel: Was wiegt der schwerste Bulle von diesen dreien? Man höre und staune, vier Personen schätzten auf das Kilogramm richtig: Genau 1100 kg wog Pirocko, ein Pirassohn mit seinen 3 ¼ Jahren. Er wurde mit Note 8 am besten in der Bemuskelung bewertet und wurde Reservesiegerbulle. Klaus Duffner aus Haslach ist Züchter und Besitzer und er lief mit Pirocko von seinem Hof  zum Schauort.


Reservesiegerbulle Pirocko hatte mit der Note 8 die beste Bemuskelung. Es freut sich
Klaus Duffner aus Haslach. Er war zu Fuß mit Pirocko unterwegs zur Schau

Nur 17 kg weniger wog der Siegerbulle Papil, ein Racksohn aus der bekannten Pilautochter Cora von Karl Fix aus Mühlenbach. Er durchlief den Testeinsatz und ist im Besitz des Bullenhaltungsringes Mühlenbach.


Das ist der Siegerbulle, Rapil, ein Racksohn, den Markus Müller aus Mühlenbach vorstellt

Präsentiert wurde Rapil von Markus Müller, auf dessen Hof der Bulle steht. Der Radisohn Ragero vervollständigte das gute Bild der Bullen. Er ist erst 2 ¼ jährig und durchlief ebenfalls den Testeinsatz. Gezüchtet hat Ragero Franz Hansmann aus Mühlenbach, er ist im Besitz der Stadt Haslach und steht bei Klaus Duffner in Haslach.


Pokale, Siegertiere, Züchter  und Zuschauer vor der Siegerehrung. Im Vordergrund „die Celin“.
Sieht sie für ihre elf Abkalbungen nicht noch super aus?

Die Entscheidung der besten Züchtersammlung – acht Betriebe machten mit – entschied Karl Fix aus Mühlenbach für sich. Er hatte drei sehr starke Kühe ausgewählt, „die Celin“ mit einer Tochter und einer Enkelin. Sie waren einfach nicht zu schlagen. Auf dem zweiten Platz landete Augustin Neumaier auch aus Mühlenbach mit seinen schweren Doppelnutzungskühen, einer Piras-, einer Pirgard- und einer Opnaztochter.

Der erste Ring mit sechs Jungkühen hatte es mächtig in sich. Die Gipadatochter Wilma von Klaus Duffner wurde Ringsiegerin und später auch Jungkuhsiegerin.


Sie wurde Jungkuhsiegerin, die Gipadatochter Wilma mit Gesamtzuchtwert 116 und
2,89 kg pro Minute Melkbarkeit von Klaus Duffner aus Haslach

Die nachfolgenden vier hätte man nebeneinander laufen lassen können, so gering waren die Unterschiede. Darunter waren zwei Olefelktöchter von Klaus Duffner und Franz Hansmann, die hoffen lassen auf den Zweiteinsatz von Olefelk. Im Ring der Zweitkalbskühe war wiederum eine Gipadatochter vorne, die Hala von Franz Buchholz aus Mühlenbach. Ein Gesamtzuchtwert von 126  und die Euternote 8 sprachen für sie. In Kürze wird entschieden, ob Gipada in die Besamungsempfehlung genommen wird. Auf dem zweiten Platz landete Klaus Duffner mit seiner Racktochter Wilke. Spannend war der Ring der sechs Kühe mit fünf Abkalbungen: 132 Gesamtzuchtwert ließen Carmen, eine Geroldtochter aus der Celin von Karl Fix als Spitze herausmarschieren.

Es folgten Franz Hansmann mit seiner Giovannitochter Fara und Augustin Neumaier mit seiner Opnaztochter Fara. Von den fünf Kühen mit vier Abkalbungen  hatte die Igeltochter Gunda von Hermann Schmider die Nase vorn, gefolgt von der Pirastochter Hermine von Franz Buchholz und der Marbractochter Babsi von Bernd Blum aus Elzach-Oberprechtal. Hochkarätig war der Ring der sieben Drittkalbskühe: Die beiden Vorderen stellten deswegen auch die Mittelaltersieger- und -reservesiegerkuh. Wegen besserem Fundament und Eiweißgehalt gewann die Pirastochter Fabienne von Augustin Neumaier vor der Gebractochter Carina von Karl Fix.


Fabienne, eine Pirastochter mit Augustin Neumaier aus Mühlenbach,
wurde Siegerin im Mittelalter und im Fleisch


Carina, eine Gebractochter mit Karl Fix aus Mühlenbach, hatte 127 Gesamtzuchtwert
und wurde Vize in Mittelalter und Fleisch und war auch in der Euterauswahl

Es folgten Grazia, eine Mackdiantochter von Karl Fix und Friese, eine Ignaztochter von Augustin Neumaier. Fünf Kühe mit sieben bis elf Abkalbungen waren in der Königsklasse vertreten. Hier siegte die spätere Altkuhsiegerin Celin, eine Gardiantochter von Karl Fix eindeutig von der Bianca, einer Geroldtochter von Franz Hansmann, die achtmal abgekalbt und den Testbullen Pigero geboren hat.


Wolga, die Tochter des aktuellen Besamungsbullen Igdian, machte ein sehr
gutes Bild, sie war in der Fundament- und Euterauswahl

Die Qualität der Tiere erkennt man auch daran, dass elf Kühe um den Fundamentsieg, zehn um den Eutersieg und acht um den Fleischsieg rangen. Fleischsiegerin wurde die Mittelaltersiegerin Fabienne von Augustin Neumaier, den Vizetitel bekam die zweite im Mittelalter, die Gebractochter Carina von Karl Fix. Fundamentsiegerin wurde die älteste Kuh Celin von Karl Fix.


Sie machte den zweiten Platz von elf Kühen im Fundament, die Pirmartochter Farina
von Franz Hansmann aus Mühlenbach

Auf dem zweiten Platz  stand eine Jungkuh, die Pirmartochter Farina von Franz Hansmann. Am knappsten war die Entscheidung um das beste Euter: Hier siegte die Pirastochter Erika von Hermann Schmider vor der Gissytochter Hela von Franz Buchholz.


Der Eutersieg konnte ebenfalls einer Pirastochter, der Erika von Hermann Schmider
aus Mühlenbach zuerkannt werden

„Der Celin“ wurde auch der Titel „Miss Kinzigtal“ zugesprochen und sie führte auch eindeutig in der Lebensleistung mit über 75.000 kg Milchmenge. Die beste Kuh im Eiweiß war die Igkeentochter Wilde von Klaus Duffner mit 3,90 %.

Beste im Eiweiß mit 3,90 % und in der Euterauswahl
war diese Igkeentochter von Klaus Duffner aus Haslach

Petra von Franz Hansmann aus Mühlenbach, eine der
beiden Olefelktöchter, machte einen guten Eindruck.
Vielleicht schafft Olefelk in naher Zukunft den Sprung
in die Besamungsempfehlung

Leitungsinspektorin Michaela Reinhart übernahm die Befragung der elf Züchterkinder mit ihren Kälbern. Es war schön zu sehen, dass die Kinder hervorragend mit den Kälbern umgehen konnten. Auch wussten sie gut Bescheid, was Abstammung und Fütterung der Kälber betrifft. Der rauschende Applaus der Zuschauer wird für diese Kinder sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.


Die Züchterkinder vor der Befragung durch Leistungsinspektorin Michaela Reinhart


Das einzige Duo und zugleich die jüngsten, Mirco und Marcel Müller aus Mühlenbach nach getaner Arbeit


Christina Hansmann aus Mühlenbach schreitet voller Freude über den Laufsteg

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass diese Schau im Klostergarten von Haslach in Kombination mit den anderen Veranstaltungen eine rundherum gelungene Sache war. Züchterisch kann konstatiert werden, dass die Rasse Vorderwälder immer mehr ihrem Zuchtziel nahe kommt.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderschau des Bezirksvereins Hochschwarzwald
beim Sommerfest in Raitenbuch

- Kleine, qualitativ gute Schau vor zahlreichem Publikum -

33 Kühe und ein Bulle aus acht Betrieben wurden präsentiert, 30 erste und nur vier zweite Preise belegen die gute Qualität der ausgestellten Tiere.

Sechs Betriebe stellten sich dem Einzelzüchterwettbewerb. Die Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig  siegte knapp vor der Sammlung von Johannes Sigwarth aus dergleichen Ortschaft. Das Zünglein an der Waage spielten die etwas besseren Fundament und die deutlicheren Doppelnutzungstypen. Die weiteren Sammlungen gehörten Eugen Tritschler,  Wolfgang Ketterer und der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.- Spriegelsbach, - Oberaltenweg und - Schwärzenbach, sowie der Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig.

Schön war, dass Eugen Tritschler seinen Testbullen Ottrad zeigen konnte. Er wurde mit 8 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert. Er maß 147 cm im Widerrist und wog 920 kg; dieses Gewicht durfte geschätzt werden, sage und schreibe vier Personen lagen richtig und erhielten ein Präsent. Man darf gespannt sein, wie die Töchter „geraten“, der zweieinhalbjährige jedenfalls machte einen guten Eindruck.


Er vertrat die männliche Fraktion, der Wartebulle Ottrad aus der Zucht von
Reinhold Deiss aus Schopfheim-Gersbach. Er wurde vorgestellt vom Besitzer
Eugen Tritschler aus Titisee-Neustadt-Spriegelsbach. Mit zweieinhalb Jahren
wog er 920 kg, was vier Schätzer richtig tippten, und wurde mit 8 in Bemuskelung
und 6 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert

Sechs Jungkühe stellten sich den Bewertern, drei davon hatten Karrad zum Vater: Deren Leistung wusste zu gefallen, Euter und die Melkbarkeit waren unterschiedlich. Eine davon, Sonja von der Willmann- Knöpfle GbR wurde Reservejungkuhsiegerin mit fast 3.100 kg Milchmenge und 2,81 kg pro Minute Melkbarkeit. Die nächste Zuchtwertschätzung im August sollte Aufschluss für die weitere Zuchtverwendung von Karrad bringen.


Sonja, eine Karradtochter gibt Milch: 3.080 kg in 100 Tagen und lässt diese rasch ermelken:
2,81 kg pro Minute. Sie war in der Fleisch- und Fundamentauswahl und wurde Reservejungkuhsiegerin.
Klemens Knöpfle von der Willmann-Knöpfle GbR aus T.-N.-Schwärzenbach kann auf diese Kuh stolz sein

Sieben Kühe hatten zweimal abgekalbt. Hier schälte sich die kompletteste Kuh der Schau heraus, die Giodiantochter Dorle ebenfalls aus dem Betrieb Willmann- Knöpfle GbR. Viermal Note 8 ließen aufhorchen.


Dorle war die kompletteste Schaukuh und wurde Jungkuh-, Euter-, und Fundament-
siegerin, war in der Fleischauswahl und erhielt den Titel „Miss Hochschwarzwald“.
Es freut sich Siegbert Willmann von der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.-Schwärzenbach

Die zweitplatzierte Zelli von Wolfgang Ketterer hat Oleander zum Vater, die Euternote 8 war ihr Glanzpunkt bei sonst guten Leistungszahlen.

In der Mittelalterabteilung war die Raditochter Wirbi von der Jehle und Hermann GbR mit 126 GZW nicht zu schlagen, sie kam zudem in die Fleisch- und Fundamentauswahl.


Sie siegte in der Mittelaltergruppe, die Raditochter Wirbi mit 126 GZW.
Sie stammt aus der Zucht der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch-Saig

Die Markgardtochter Rosi von Schauneuling Franz-Xaver Eisele aus Lenzkirch-Saig erzielte den zweiten Platz mit GZW 113. Mit ihrem tollen Euter fand sie sich auch in der Euterauswahl wieder.


Diese Markgardtochter Rosi von Franz-Xaver Eisele aus Lenzkirch-Saig
erzielte den Reservesieg in der Mittelalterabteilung

Eine tolle Truppe waren die neun Kühe, die fünf bis zehnmal abgekalbt hatten. Über ein Viertel der Schaukühe gehörten damit zu diesen langlebigen und damit wirtschaftlichen Kühen. Der Sieg war Limba von Johannes Sigwarth in keinem Moment streitig zu machen.


Die Gardiantochter und Testbullenmutter von Piggar, Limba aus der Zucht
von Johannes Sigwarth, wurde Altkuh- und Reservefleischsiegerin.
Sie war auch in der Fundamentauswahl

Sie ist Mutter des Wartebullen Piggar, der Siegerbulle der Schau in der Weißtannenhalle anno 2009 war sie und kombiniert Leistung und Exterieur nahezu perfekt. Sie war auch in der Euter- und Fleischauswahl zu sehen. Zweite wurde die Espadatochter Wolga. Sie war die älteste Schaukuh mit zehn Kalbungen und zeigte sich in bester Kondition. Züchter Albert Ketterer aus T.-N.- Oberaltenweg zeigt sich stolz mit dieser coolen Dame.


71.080 kg Milch hat sie in ihrem Leben gegeben, die Espadatochter Wolga.
Sie wirkt noch richtig frisch, war in der Fleischauswahl und wurde Reservealtkuhsiegerin.
Züchter Albert Ketterer freut sich riesig darüber

Erwähnt werden muss die dritte in dieser Runde, die Igeltochter Floki von Johannes Sigwarth. Der Milchwert von 127 spricht für sich, ihr Euter ist sehr gut, was ihr fehlt ist etwas Fleischfülle. Vor drei Jahren war sie Mittelaltersiegerin.

Wenn man auf einer Schau mit 33 Kühen zehn in der Euter-, neun in der Fleisch- und sieben in der Fundamentauswahl zeigen kann, dann sieht die Situation wirklich gut aus. Euter- und Fundamentsieg ging an die Jungkuhsiegerin Dorle, einer Klassekuh mit dem momentanen Spitzenvererber Giodian als Vater. Den Euterreservesieg erzielte die Lesimtochter Lilli, die bereits siebenmal abgekalbt hat. Sie gehört der Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch-Saig.


Sie holte sich den zweiten Platz von den zehn besten Schaueutern, Lilli, eine Lesimtochter,
die bereits siebenmal abgekalbt hat. Sie gehört der Brugger-Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch-Saig

Den zweiten Platz im Fundament machte die Raditochter Wirbi von der Jehle und Hermann GbR.

Den Fleischsieg erzielte Lorle, eine Giovannitochter von der Brugger- Schäfer Käskessele GbR. Sie hat einen Milchwert von 116, das heißt Milch und Fleisch sind gut vereint.


Hier die Fleischsiegerin, die Giovannitochter Lorle mit Milchwert 116 ist sie eine gute
Doppelnutzungskuh. Sie stammt vom Betrieb Brugger-Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch-Saig

Noch mehr trifft das für Limba zu, diese Gardiantochter von Johannes Sigwarth wurde Reservesiegerin mit Milchwert 137.

Mit 71.080 kg Lebensleistung führte die Espadatochter Wolga von Wolfgang Ketterer deutlich den Reigen der Lebensleistungskühe an. Der Titel „Miss Hochschwarzwald“ wurde der komplettesten Schaukuh, der Giodiantochter Dorle von der Willmann- Knöpfle GbR zugesprochen.

Erfreulicherweise konnte auch ein Jungzüchterwettbewerb stattfinden. Sechs Kinder präsentierten  sich mit vier Kälbern im Ring. Sie bewiesen Ihre Kenntnis in Abstammung und Fütterung der Kälber und führten sie geschickt vor dem applaudierenden Publikum.


Die Kinder der Familien Willmann aus T.-N.-Schwärzenbach und Brugger
aus Lenzkirch-Saig präsentierten sich mit ihren Kälbern

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Schautiere eine gute bis sehr gute Qualität hatten und dass gegenüber früher Fortschritte zu sehen waren. Mit der Anbindung an das Sommerfest in Raitenbuch  konnte die Vorderwälderrasse einem breiten Publikum  präsentiert werden.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Hinterwälderverbandsschau am 7. und 8. Mai 2011 in Utzenfeld

- Herrliches Wetter, spannende Wettbewerbe, sehr gute Besucherresonanz -

Am Samstag, den 7. Mai  präsentierten sich sieben Zuchtbullen und 81 Milchkühe aus 16 Betrieben bei herrlichem Wetter den Preisrichtern und dem Publikum. Am Sonntag waren die Sieger und Reservesieger vom Vortag, 20 Mutterkühe mit ihren Absetzern und 23 Jungzüchter mit ihrem Kälbern zu sehen. Die Zuchtbullen erhielten alle einen 1. Staatspreis, bei den Milchkühen konnten 72 1. und nur neun 2. Staatspreise vergeben werden und bei den Mutterkühen war das Verhältnis 14 1. und 6 2. Staatspreise.

Zu Beginn der Schau wurden 12 Einzelzüchtersammlungen bewertet und gereiht. Bei den kleinen Betrieben siegte Manfred Schelshorn vor Siegfried Wasmer beide aus Bernau, bei den großen Arnold Schelb aus dem Münstertal vor Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Den Gesamtsieg erreichte eindeutig Manfred Schelshorn mit seinen beiden leistungsstarken Hamappatöchtern und der langlebigen Napfabtochter vor der Betriebssammlung Siegfried Wasmer. Dritter wurde Arnold Schelb aus dem Münstertal.


Die Betriebssammlung Manfred Schelshorn war mit 23 Abkalbungen von keinem anderen der zwölf
im Wettbewerb stehenden Betriebe zu schlagen. Der Wanderpokal als Preis steht zumindest für
die drei nächsten Jahre in Bernau

Erfreulicher Weise konnten sieben Zuchtbullen ausgestellt werden. Vier Bullen konkurrierten in der Klasse bis drei Jahre, drei in der älteren, zwischen drei und vier Jahren. Der Agaburgsohn Agala aus der Zucht von Hubert Schätzle siegte mit seinem Besitzer Klaus Kiefer aus Aitern in der ersten Gruppe vor Labefit I, einem Labhanssohn aus der Zucht von Klaus Kiefer aus Aitern mit seinem Halter Helmut Dietsche aus dem Münstertal.


Agala war von den sieben guten Bullen der Beste. Er konnte die Bestnote 9
in der Bemuskelung erzielen, seine Mutter war auch auf der Schau und verließ
das Feld als Reservemittelaltersiegerin. Klaus Kiefer aus Aitern stellte den
Siegerbullen vor, gezüchtet wurde er von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg

Auf dem dritten Platz rangierte Humfab aus dem Betrieb von Hubert Schätzle, vor Silnap, den Benedikt Schmidt aus Raich- Oberhäusern präsentierte. Bei den älteren siegte Silnaps, ein Siltbensohn aus der Zucht von Richard Schneider aus dem Münstertal. Er wurde stolz vorgestellt von Manfred Kuttler aus Raich- Hohenegg. In der Größe lag er mit 145 cm im Widerrist als 3 1/3 jähriger Bursche über dem Zuchtziel, 908 kg stellte er auf die Waage. 8 in Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung ließen ihn vor Labben gehen, der mit je 7 bewertet wurde. Klaus Kiefer aus Aitern heißt der Züchter des Münstertäler Gemeindebullen, den Halter Emil Pfefferle vorführte. Der dritte im Bunde war Agmel, ein Agahumsohn aus der Zucht von Fridolin Wiesler aus Münstertal und vorgestellt von Manfred Schelshorn aus Bernau. Er zeigte auch die Bemuskelungsnote 8. Den besten Fleischansatz zeigte der Schausiegerbulle Agala, die Note 9 war eindeutig, Reservesieger wurde Silnaps. Sechs Bullen erhielten die Bemuskelungsnote 7 und besser und belegen den rassetypisch guten Fleischansatz

Die Kühe wurden in 13 Ringen bewertet und gereiht. Aus den 13 Ringsiegerinnen standen vier Kühe mit 6 und mehr Kälbern in der Altkuhsiegerauswahl, vier Kühe mit drei und vier Kalbungen in der Siegerauswahl mittel und 5 Kühe in der Auswahl zur Jungkuhsiegerin. Insgesamt ist es sehr beachtlich, dass 26 Kühe mit 6 und mehr Abkalbungen auf der Schau waren, ein deutlicher Beweis für die Langlebigkeit der Rasse. Altkuhsiegerin wurde die Napbentochter Gemsi aus der Zucht von Helmut Dietsche aus dem Münstertal. Mit 6 Kalbungen präsentierte sie sich putzmunter und konnte Leistung, gutes Exterieur und eine top Fruchtbarkeit mit 351 Tagen Zwischenkalbezeit sehr gut miteinander verbinden.


Als Altkuhsiegerin nicht zu schlagen war die Naxbentochter Gemsi mit Veronika Dietsche aus
Münstertal als Vorführerin. Ein Milchwert von 110 und eine sehr kurze Zwischenkalbezeit
von 357 Tagen bei sechs Abkalbungen zeichnen sie aus

Den Reservesieg errang die Benastochter Gusti von Siegfried Wasmer aus Bernau. Milchwert 110, gute Inhaltsstoffe, 10 Abkalbungen mit 361 Tage Zwischenkalbezeit sprachen für sie.


So können Kühe nach dem 10. Kalb aussehen und den Reservesieg im Altkuhwettbewerb davon tragen:
Die bekannte Benastochter Gusti, voller Freude vorgeführt von Regina Wasmer aus Bernau

Aus dem gleichen Betrieb stammt die Siegerkuh mittel, die Fockartochter Gerda. Ihr Milchleistungspotential ist mit Milchwert 120 hoch geschätzt, sie war auch in der Fleischauswahl und wurde Reservesiegerin im Fundament. Den Jungkuhsieg trug die Labfocktochter Gretli ebenfalls aus der Zucht von Siegfried Wasmer davon.


Diese Labfocktochter Gretli aus dem Betrieb Siegfried Wasmer aus Bernau
wurde mit zwei Abkalbungen, 329 Tage Zwischenkalbezeit und Milchwert 112 Jungkuhsiegerin

Reservesiegerin I wurde die Stallkollegin Fichtel, eine Humflotochter mit Milchwert 111 und 2,21 kg pro Minute Melkbarkeit. Der Reservesieg II wurde der Friedberttochter Gemsi von Rudolf Matt zugesprochen. Zwei Reservesiegerinnen gab es, da sie sich kaum unterschieden.


Aus der gezielten Anpaarung stammt diese Friedberttochter Gemsi von Rudolf Matt
aus Aitern. Sie war im Misswettbewerb nicht zu schlagen und wurde Reservesiegerin II bei den Jungkühen

Um den Eutersieg konkurrierten 15 Kühe, um Fundamentsieg 8 und um den Fleischsieg 10 Kühe. Beim besten Euter war die Hansbobtochter Gigi von Züchter Hubert Schätzle, Todtnau Präg mit ihren sieben Abkalbungen nicht zu schlagen. Sie tritt damit in die Fußstapfen Ihrer Mutter Goldi, die bei der letzten Schau Siegerin wurde.


Ohne lange Diskussionen wurde der Hansbobtochter Gisi von Hubert Schätzle
aus Todtnau-Präg der Eutersieg zugesprochen. Ist das nicht schön
nachzuvollziehen, wenn man weiß, dass diese Kuh bereits siebenmal abgekalbt hat

Reservesiegerin wurde die Laustertochter Gitte vom Betrieb Arnold Schelb Münstertal. Gittes Fundament war so klar und gut, dass sie diesen starken Wettbewerb auch gewann. Den Reservesieg landete wie vor drei Jahren die Siegerkuh mittel, die Fockartochter Gerda von Siegfried Wasmer aus Bernau.


An der Laustertochter Gitte aus dem Betrieb Arnold Schelb kam keine
vorbei im Fundament, und im Euter erzielte sie den zweiten Platz

Den Fleischsieg errang eindeutig deren Halbschwester Flörli vor zwei Kühen aus dem Betrieb Manfred Schelshorn aus Bernau: Die Hamappatochter Sabine mit Milchwert 122 und die Jungkuh Sarotti, eine Napfocktochter mit Milchwert 109.


Auch die Fleischsiegerauswahl war eindeutig: Die Fockartochter Flörli vom
Betrieb Siegfried Wasmer aus Bernau gewann diesen Titel. Dass sie diese
Leistung auch mit einer guten Milchleistung zu kombinieren weiß, belegt
der Milchwert von 101 und der Eiweißgehalt von 3,77 %

Siegerin in der Kategorie beste Fruchtbarkeit wurde die Florttochter Gerda von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Auch sie ist eine Golditochter mit 15 Kalbungen. Mit 367 Zwischenkalbezeit und 29 Monate Erstkalbealter war sie die beste.

In der höchsten Lebensleistung war der Benbärtochter Wera von Klaus Kiefer aus Aitern mit 58.398 kg Milchmenge der Sieg nicht streitig zu machen.

Den höchsten Eiweißgehalt mit 3,99 %  hatte die Humälptochter Gruni von Rudolf Matt aus Aitern.  

Zur Miss Hinterwälder wurde die Friedberttochter Gemsi, ebenfalls aus der Zucht von Rudolf Matt gekürt. Die Mehrzahl der befragten Zuschauer sah das übrigens auch so. Abgerundet wurde der Wettkampf durch die Präsentation der fünf vorgestellten Töchter und zwei Enkelinnen der Ausnahmekuh Goldi von Hubert Schätzle Die Tiere zeigten deutlich den guten Trend in der Euterform. Ihre sieben Bullenkälber fanden alle als Zuchtbullen ihren Einsatz, der letzte wird auf dem Herbstmarkt erscheinen.


Fünf Töchter und zwei Enkelinnen der bekannten Bentochter Goldi konnten am Ende der Schau
am Samstag als schöne Nachzucht gezeigt werden. Besonders die gute Eutervererbung zog sich
wie ein roter Faden durch die Gruppe. Die Eutersiegerin gehört auch dazu

Am Sonntag, den 8. Mai 2011 war Tag der Mütterkühe mit ihren Absetzern beziehungsweise der Jungzüchter mit ihren Kälbern. 7 Mutterkühe mit weiblichen Absetzern und 13 Mutterkühe mit männlichen Absetzern nahmen am Wettbewerb teil. 14 I. und 6 II. Preise konnten vergeben werden. Die Tiere wurden in jeweils einem Ring für männliche und weibliche Absetzer gerichtet. Bei den weiblichen Tieren siegte Ewald Kiefer aus Fröhnd- Ittenschand. Hummel ist der Vater der Mutterkuh Lona, die mit Ausnahme der Euterform sehr hoch bewertet werden konnte. Das Kuhkalb mit Vater Labeno war 83 Tage alt und stellte 96 kg Gewicht auf die Waage, was sehr gute 1.189 g tägliche Zunahmen bedeutet. Sein Fleischansatz konnte mit der zweitbesten Note 8 eintaxiert werden.


Die Hummeltochter Lona mit Ihrem Agalikuhkalb war der erste Platz bei den Mutterkühen
mit weiblichen Kälbern nicht zu nehmen. Die Milchleistung der Mutter kann gut am Kalb
abgelesen werden: 96 kg im Alter von 83 Tagen, das sind Zunahmen von 1.189 und die
Bemuskelung war sehr gut, nämlich Note 8. Ewald Kiefer aus Fröhnd- Ittenschwand heißt der stolze Züchter

Zweiter wurde Andreas Preiser aus Lenzkirch mit der Agafocktochter Agathe. Sie war im Exterieur nicht ganz so gut wie die erste. Das 149 Tage alte Bennaschkuhkalb wog 163 kg. Dies entspricht guten Zunahmen von 926 g pro Tag. Die Bemuskelung konnte mit 7 bewertet werden.

Bei den Mutterkühen mit Bullenkälbern war die Spitze schnell gefunden: Die Mutterkuh Goldi, eine Siltbentochter aus dem Betrieb Sieglinde Kunz- Gramespacher aus Tunau mit ihrem  Fockfosikalb. In Rahmen, Bemuskelung und Form erhielt Goldi die Note 8, im Typ die 9 und im Skelett die Note 7. Lediglich im Euter waren Wünsche offen, dies wird mit der Note 6 deutlich. Ihr Kalb wog 124 kg mit 64 Tagen, was hervorragenden Zunahmen von 1.546 g je Tag entspricht. Die Note 8 beweist seinen sehr guten Fleischansatz.


Die Siltbentochter Goldi mit ihrem Kalb, einem Fockfosisohn, gewann den
Mutterkuhwettbewerb der Abteilung Kühe mit Bullenkälbern. Goldi erhielt als
eine der wenigen die Typnote 9 und je 8 in Rahmen, Bemuskelung und Form.
Toll entwickelt war ihr Kalb bei Fuß, es wog mit 64 Tagen 124 kg Gewicht,
was täglichen Zunahmen von 1.546 g pro Tag entspricht. Die Bemuskelungsnote
sehr gut, 8, zeigen an, was Hinterwälder in der Jugendentwicklung leisten können.
Züchterin ist Sieglinde Kunz- Gramespacher aus Tunau

Auf dem zweiten Platz landete die mittelrahmige Aridatochter Bellinda mit Ihrem Labefitkalb, das mit 52 Tagen 89 kg wog und auf 1.230 g tägliche Zunahmen kam. Viermal 7 lauteten die Noten für Rahmen, Bemuskelung, Form und Euter, je 8 in Typ und Skelett zeichnen sie besonders aus. Alle Mutterkühe zeigten eine deutlich bessere Bemuskelung als in der Vergangenheit, in der Euterqualität zeigten sich hin und wieder Eutersitzschwächen.

Die vielen Tiere der Schau waren der Anlass, den Röhrbeinumfang zu messen und dabei eine Note für das Verhalten der Tiere beim Messen zu vergeben. Hintergrund ist der Begriff „Feingliedrigkeit“ im Zuchtziel und Rückschlüsse auf einen höheren Fleischanteil am Schlachtkörper. Erste Hinweise zeigen eine sehr geringe Streuung um den Wert 17/18 cm. Positiv formuliert hat die Rasse einen sehr guten Standard. Auch beim Verhalten ist ein deutlicher Trend in Richtung „problemlos zu messen“ festzustellen.

Vor dem Mittagessen - natürlich mit Fleisch vom Hinterwälderrind - zeigten 23 Jungzüchterkinder ihr Können im Umgang mit einem von ihnen vorgestellten Kalb. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer war ihnen sicher.


Sehr gut wiederum war die Beteiligung der Züchterkinder am Sonntag: 23 Kinder haben mit
Begeisterung mitgemacht, Fragen beantwortet und gezeigt, dass sie intensiv das Vorführen geübt haben


Ramona Kuttler aus Raich hat sich etwas Besonderes für ihr Kalb und sich einfallen lassen…..

Den Abschluss der Schau bildete die Aufstellung der Siegertiere vom Vortag mit der Übergabe der Hauptehrenpreise. Der Vorsitzende Hubert Schätzle konnte in seinem Schlusswort auf eine erfolgreiche Schau zurückblicken und seinen Kollegen und allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz aussprechen.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderzuchtverein Brigach- Bregtal
präsentiert 50 Spitzentiere in Furtwangen-Schönenbach

- Vorderwälder zeigen sehr gute Qualitäten -

Am Sonntag, den 17. Oktober 2010 fand einer der Höhepunkte im Vereinsleben statt, die staatlich geförderte Schau von 47 Spitzenkühen und drei Zuchtbullen aus dreizehn Betrieben in der Reithalle des Gfelldeibishofes in Furtwangen- Schönenbach. Beim Auftrieb wurden die Tiere gewogen und die Widerristhöhe gemessen. Im Schnitt über alle Alterklassen ereichten die Kühe 137,9 cm Widerrist und 633 kg Gewicht, damit lagen sie im gewünschten Zuchtziel. Vor drei Jahren bei der letzten Schau waren die Kühe einen knappen Zentimeter größer. Die Streuung lag zwischen 131 und 147 cm im Widerrist und zwischen 494 und 837 kg im Gewicht.

Schauauftakt waren die Einzelzüchtersammlungen mit drei Kühen pro Betrieb; neben den Leistungsdaten sind die rassetypischen Exterieureigenschaften und die Einheitlichkeit der Sammlungen  Kriterien der Bewertung. Hier zeichnete sich bereits ab, dass die Tierqualität ein bisher nie gekanntes Ausmaß erreichen würde.

Acht Betriebe wetteiferten um den Sieg. Eindeutiger Sieger wurde Stefan Weiss aus Schönwald, seine drei Kühe, eine Gardian-, eine Ignaz- und eine Igkeentochter waren die Einheitlichkeit in Perfektion. Den zweiten Platz erzielte Konrad Hermann aus Gütenbach knapp vor Roland Fichter und vor Otmar Klausmann beide aus St. Georgen- Oberkirnach und vor Klaus Riesle aus Gütenbach.

Anschließend kam der erste Höhepunkt der Schau, die drei Bullen Piraldo, Girom und Rapamar. Zwischen Mai und Dezember 2007 geboren, mit Gewichten von 930 bis 1084 kg und der durchgängigen Bemuskelungsnote 8 wussten sie zu imponieren. Charakterlich zeigten sie sich einwandfrei.


Eindeutiger Siegerbulle, Wartebulle Piraldo im Besitz von Klaus Riesle, Gütenbach
gezüchtet von Hans- Georg Eble aus Glottertal- Föhrental. Mit je der Note 8
für Bemuskelung und Äußerer Erscheinung ist er momentan einer der besten Vorderwälderbullen

Die Entscheidung fiel recht schnell zugunsten des jüngsten Piraldo, einem Pirassohn, der den Besamungseinsatz durchlaufen hat und bei einem Teil der Kühe von Klaus Riesle im Einsatz ist. Hans- Georg Eble aus dem Glottertal hat Piraldo gezüchtet. Er wies ein nahezu perfektes Äußeres auf, so dass die zweitbeste Note von 8 gerechtfertigt war. Platz zwei ging an Girom, den ältesten und schwersten Bullen der Konkurrenz, den Gerhard Klausmann aus St. Georgen- Stockburg vorstellte und der von Georg Wentz, St. Georgen- Brigach gezüchtet wurde.


1084 kg Gewicht und die Bemuskelungsnote 8 bescherten dem Giodiansohn Girom
aus der Zucht von Georg Wentz aus St. Georgen- Brigach und dem Besitzer Gerhard
Klausmann den Reservesieg bei den Bullen

Der zweite Testbulle Rapamar wies in der Fesselung eine Schwäche auf, so dass er dritter wurde. Züchter und Besitzer ist Wilhelm Müller aus St. Georgen- Langenschiltach. Alle drei Bullen erzielten einen ersten Staatspreis, bei den 47 Kühen wurde nur in drei Fällen ein II. Preis zuerkannt.

Siegertiere

Name

Gesamt-
zuchtwert

Vater

Besitzer

Altkuhsiegerin

Neandra

129

Gustav

Otmar Klausmann, Oberkirnach
Reservealtkuhsiegerin

Gabriele

115

Robert

Konrad Hermann, Gütenbach
Mittelaltsiegerin

Barbara

122

Ignaz

Roland Fichter, Oberkirnach
Mittelaltereservesiegerin

Uli

123

Raul

Klaus Riesle, Gütenbach
Jungkuhsiegerin

Fredricke

125

Igrob

Konrad Hermann, Gütenbach
Jungkuhreservesiegerin

Bertel

137

Gardian

Stefan Weiss, Schönwald
Eutersiegerin

Uli

123

Raul

Klaus Riesle, Gütenbach
Euterreservesiegerin

Fredricke

125

Igrob

Konrad Hermann, Gütenbach
Fleischsiegerin

Briska

108

Igrosch

Roland Fichter, Oberkirnach
Fleisch Reserve

Waldfee

100

Marktor

Manfred Nopper, Gütenbach
Höchste Lebensleistung

Nency

97

Ignaz

Hubert Thoma, Vöhrenbach
Fundamentsiegerin

Nency

97

Ignaz

Hubert Thoma, Vöhrenbach
Fundamentreservesiegerin

Neandra

129

Gustav

Otmar Klausmann, Oberkirnach
Miss Bregtal

Neandra

129

Gustav

Otmar Klausmann, Oberkirnach

Der Jungkuhsieg war eindeutig: Die Igrobtochter Fredricke von Konrad Hermann gab in den ersten 100 Tagen über 3.100 kg Milch bei einen einwandfreien Exterieur, die Katalognummer eins bestätigte sich voll.


Die Katalognummer 1, Fredrike, eine Igrobtochter hatte es in sich: Mit einwandfreiem
Exterieur und eine gewaltigen 100- Tageleistung von 3.142 wurde sie Jungkuhsiegerin
und Reservesiegerin in der Euterkonkurrenz. Konrad Hermann freut sich darüber


Das ist die Jungkuhreservesiegerin und Gadiantochter Bertel mit Stefan Weiss
aus Schönwald, sie war die dritte in der Siegersammlung

Auch beim Mittelaltersieg war der Fall relativ schnell gelöst, an der Ignaztochter Barbara von Roland Fichter aus Oberkirnach konnte keine vorbei marschieren.


Sie war die kompletteste Kuh, die Ignaztochter Barbara aus der Zucht von
Roland Fichter aus Oberkirnach, deswegen wurde Sie Mittelaltersiegerin und Miss Bregtal

Sie ist übrigens das erste Kalb der Babett, die in der Altsiegerauswahl stand. Hier war höchste Konzentration von Nöten. Denn, wenn man bedenkt, dass sich die Testbullenmutter und Bad Cannstatt- Teilnehmerin Babett letztlich mit dem undankbaren dritten Platz begnügen musste, so kann man sehen, was los war. Die Neandra, eine Gustavtochter von Otmar Klausmann aus Oberkirnach, die wegen Ihren Fundamentverletzungen nicht nach Bad Cannstatt kommen konnte, überzeugte mit Ihrer Leistung von über 9.716 kg und einwandfreiem Exterieur am meisten vor der Roberttochter Gabriele von Konrad Hermann aus Gütenbach.


Sie ist die neue Stalltafelkuh, Neandra von Otmar Klausmann aus Oberkirnach.
Mit Ihrer Leistung und ihrem Exterieur wurde sie Reservesiegerin im Fundament,
Altkuhsiegerin und Miss Bregtal


Wenn alle Kuh nach sieben Abkalbungen so aussehen wie die Reservealtkuhsiegerin
und Roberttochter Gabriele von Konrad Hermann aus Gütenbach, dann sind wir zufrieden

Die Raultochter Uli von Klaus Riesle aus Gütenbach hatte mit ihrem drei Abkalbungen das beste Euter, das zweitbeste zeigte die Jungkuhsiegerin. Einsame Spitze im Fleisch war die Igroschtochter Briska von Roland Fichter aus Oberkirnach vor der Marktortochter Waldfee von Manfred Nopper aus Gütenbach. Der Fundamentsieg war der schwersten und mit über 63.000 kg Lebensleistung besten Kuh, der Ignaztochter Nency von Hubert Thoma aus Vöhrenbach nicht zu nehmen.


Die Raultochter Uli von Klaus Riesle aus Gütenbach wurde Eutersiegerin,
sie hatte dreimal abgekalbt


Sie wurde eindeutige Fleischsiegerin, die Igroschtochter Briska von Roland Fichter aus Oberkirnach


10-mal gekalbt, schwerste Schaukuh, höchste Lebensleistung und Fundamentsiegerin,
Nency, die Ignaztochter, die Hubert Thoma aus Vöhrenbach vorstellte


Auf dem zweiten Platz in der Fleischsiegerauswahl landete die Marktortochter
Waldfee mit Madeleine Nopper aus Gütenbach

Auf dem zweiten Platz landete die Neandra, die außerdem als Miss Bregtal in die Schaugeschichte des Vereins eingehen wird. Sie ist im übrigens die Kuh, die die neue Stalltafel ziert. Vor der Siegerehrung wurden die vier Giodiantöchter und Girom aus dem Betrieb Gerhard Klausmann gezeigt und vom jungen Betriebsleiter besprochen. Er hob unter anderem die gewaltige Persistenz der Tochter hervor, sein Persistenzuchtwert liegt bei 117. Er wurde aktuell in die Besamungsempfehlung genommen. Giodian war vor drei Jahren Siegerbulle an gleicher Stelle.


Sarotti, eine Ignaztochter mit 122 Gesamtzuchtwert von
Stefan Weiss aus Schönwald war in der Jungkuh- und
Euterauswahl sowie eine der drei Kühe der Siegersammlung

Auch die Igkeentochter Brezel von Stefan Weiss aus
Schönwald kämpfte um den Jungkuhsieg und war auch bei
der Siegersammlung dabei

Betrachtet man die Abstammungen der Siegertiere, so fällt auf, dass mehr Variation als vor drei Jahren vorhanden ist, damals waren Gardiantiere führend. Ignaz, der erste Bulle der Blutauffrischung, bringt nach wie vor prächtige Tiere. Die Qualität der Tiere kommt auch gut zum Ausdruck, wenn man die Anzahl Tiere in der Auswahl zum Euter-, Fleisch- und Fundamentsieg anschaut: Acht Kühe standen in der Euterauswahl, sechs in der Fleisch- und sage und schreibe dreizehn  in der Fundamentauswahl. Das war vor drei Jahren anders, sicherlich haben der lange Weidegang – vor drei Jahren wurde die Schau vor Weidebeginn Ende April durchgeführt- , aber auch die Selektionsmaßnahmen ihre Früchte gezeigt.

Die Teilnehmer der Schau waren sich einig, dass man eine beeindruckende Schau hatte erleben dürfen.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderschau am 26. September 2010 in Schopfheim-Gersbach
anlässlich des traditionellen Weideabtriebsfestes

- Wanni wird zum zweiten Mal Miss Gersbach -

Am Sonntag, den 26. September 2010 präsentierten sich im Rahmen des traditionellen Schopfheim- Gersbacher Weideabtriebsfestes fünf Zuchtbullen und 41 Milchkühe aus acht Zuchtbetrieben des Vorderwälderzuchtvereins Südlicher Schwarzwald e.V. den zahlreichen Zuschauern. Alle acht Betriebe nahmen auch am Züchtersammlungswettbewerb teil. Der Sieg ging wie vor drei Jahren an den Betrieb Dreher Schlageter GbR aus Sallneck mit seinen drei Oleandertöchtern vor den drei besten Kühen von Reinhold Deiss aus Schopfheim-Gersbach.

Erfreulicherweise konnten fünf Bullen gezeigt werden. Dies ist gut so, denn etwa 50 % der Vorderwälderkälber stammen bei den Vorderwäldern aus dem Natursprung. Mit Ausnahme der Hinterwälder sieht man bei den anderen Milchrassen kaum männliche Tiere mehr.

Siegerbulle wurde der Gipadasohn Gigar, ein kalibriger Bursche, der mit je 6 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert wurde. Mit 2 Jahren und 5 Monaten maß er 155 cm im Widerrist und wog 722 kg. Gezüchtet wurde er von Manfred Nopper aus Gütenbach, Besitzer ist Bernd Marterer aus Fröhnd.


Sehr frohwüchsig zeigte sich der Siegerbulle Gigar, ein Gipadasohn aus einer Gardiantochter
von Manfred Nopper gezüchtet und vom Besitzer Bernd Marterer aus Fröhnd vorgestellt

Den Reservesieg erzielte Pirpir, der auch mit je 6 bewertet wurde aus der Zucht von Konrad Hermann aus Gütenbach. Thomas Huber aus Görwihl stellte diesen harmonischen Burschen vor.

Die drei älteren Bullen zeigten Schwächen im Fundament und konnten deswegen nur einen zweiten Preis erringen.

Die Siegerkühe verteilen sich auf sechs Betriebe. Sechsmal waren die Kühe der Dreher Schageter GbR aus Sallneck siegreich und fünfmal standen Kühe aus dem Betrieb Reinhold Deiss aus Gersbach auf dem Treppchen.

Beachtenswert ist die Jungkuh- und Eutersiegerin Larissa, eine Ignaztochter, die mit 25,1 kg Milch eingesetzt hat. Der Euterreservesieg ging an Lana von Heinrich Brunner aus Wies, eine gute Leistung für fünf Abkalbungen.


Larissa, eine Ignaztochter, war weder im Euter, noch als Jungkuhsiegerin zu schlagen.
Züchter Reinhold Deiss freut sich sichtlich darüber

Züchterisch interessant war die Giodiantochter Anke von Reingold Deiss aus Gersbach, denn Giodian ist als neuer Bulle in die Besamung gekommen. Sie wurde Reservesiegerin sowohl in der Kategorie Jungkuh als auch Fleisch. Als weitere Jungkuhreservesiegerin wurde die Oleandertochter Sarina von Lothar Ebner herausgestellt, der man ansieht wie leistungsbereit sie ist.

Den Fleischsieg landete Sofie aus dem Betrieb Thomas Huber. Der Fundamtsieg wurde der Kabinettochter Gerdi von Rolf Eichin, Zell- Gresgen zugesprochen. Reservesiegerin wurde die mittelrahmige Raditochter Randi aus der Zucht der Dreher- Schlageter GbR, Sallneck. Aus dem gleichen Betrieb stammt die Mittelaltersiegerin Zara, eine Ottgartochter aus dem Testeinsatz mit Milchwert 127 vor der Igortochter Schnepfe von Lothar Ebner aus Höchenschwand- Unterweschnegg. Aus dem gleichen Betrieb kommt die Kuh mit der höchsten Lebensleistung, die Feldtosttochter Monika. Über 82.000 kg Milch ist keine Alltäglichkeit.

Last not least ging der Titel Miss Gersbach an die Oleandertochter Wanni aus dem Betrieb Dreher Schlageter GbR aus Sallneck. Damit konnte sie Ihren Sieg von vor drei Jahren wiederholen.


Sie war die perfekteste Kuh mit ihren fünf Abkalbungen, die Oleandertochter Wanni,
deswegen wurde Sie zur Miss Gersbach gekürt

Immerhin sieben der 41 ausgestellten Kühe hatten 5 und mehr Kalbungen aufzuweisen, ein Beleg des überdurchschnittlichen Alters der Vorderwälderrasse. Die Kühe maßen im Schnitt 136 cm Widerristhöhe (von 128 bis 141 cm) und wogen 601 kg Gewicht (von 447 bis 746 kg). Damit stimmen die Zahlen recht gut mit dem Zuchtziel überein.

29 erste und 17 zweite Staatspreise sind Ausdruck einer guten Tierqualität. Das Verhältnis ist gegenüber 1997 besser geworden. Spannend war wiederum die Auswahl der Euter-, Fundament-, und Fleischsiegerin: Jeweils vier Kühe standen fürs beste Fundament und den Fleischsieg und sieben fürs beste Euter in der Endrunde.

Schopfheim-Gersbach war eine Reise wert, besonders hervorzuheben ist die Anbindung der Schau an das Weideabtriebsfest, so dass die Zuchtergebnisse einem breiten Publikum präsentiert werden konnten.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Grünes Klassenzimmer
„Schwarzwälder Füchse und Vorderwälderrinder“
auf der Landesgartenschau 2010

Auf die Frage an Grundschüler, was denn das Grüne Klassenzimmer sei, kommt überraschend oft die Aussage: „Ein Klassenzimmer, das grün angemalt ist“. Nun, das regelt sich schnell wie von selbst, nachdem die Schüler bepackt mit Rucksäcken am Treffpunkt abgeholt werden und nach etwa zwölf Minuten am Ziel angekommen sind. Das Ziel ist die Weidefläche Richtung Neckarquelle, auf denen die gefährdeten Rassen Schwarzwälder Fuchs und Vorderwälderrind live zu sehen sind.

Zunächst wird vermittelt, wieso beide Rassen gefährdet sind. Auch hier kommen überraschende Antworten, die Auswirkung sind, aber nicht der Grund: „Weil sie keine Kinder mehr bekamen“. Wenn dann aber bei den Pferden der Lehrer versucht, Traktorengeräusche von sich zu geben, dann fällt dem einen oder anderen ein, dass der Bauer die Arbeit auf den Höfen mit dem Traktor schneller und besser erledigen konnte.

Es gab viele Gelegenheiten für die Schülerinnen, mit den Tieren unter Aufsicht Kontakt aufzunehmen,
um mehrere Sinne anzusprechen

Der zweite Schritt ist die Vermittlung, dass Grünlandstandorte und deren Aufwuchs nur über Wiederkäuer und Pferde genutzt werden kann, wohingegen Schweine und Hühner in der Nahrungsaufnahme mit dem Menschen konkurrieren. Dadurch halten Rinder und Pferde die Landschaft offen. Dann wird erklärt, dass Vorderwälderrind wie Schwarzwälder Fuchs nicht zu groß und zu schwer gezüchtet werden dürfen, weil sie sonst nicht die steilen Weideflächen beweiden könnten, ohne Erosionen hervorzurufen. Hochinteressante Aussagen gibt es auf die Frage, warum die Pferde in Kalt-, Warm und Vollblüter eingeteilt werden…

Dann werden die Nutzungsrichtungen der Schwarzwälder Fuchses erläutert, vor allen Dingen das Kutschenfahren, das Voltigieren und in kleinem Umfang die Arbeit im Wald. Die Schüler lernen auch, dass der Schwarzwälder stark nachgefragt ist in ganz Deutschland und dass Pferde mich schwarzem Fell und weißem Behang am begehrtesten sind. Dann geht es zu den Rindviechern. Als Übergang wird ein Wettmelken am Gummieuter durchgeführt, in Zweiergruppen eine Minute lang. Es ist sehr schwer für die Kinder, vor allem für die Drittklässler: Zwischen 20 und 105 ml schafften sie, die Viertklässler zwischen 75 und 220 ml, die Lehrerinnen so um die 300 ml und zum Schluss muss auch der Unterrichtende ran, der einhalb Liter Becher überläuft beim Messen jedes Mal sehr deutlich.

Dass Melken keine leichte Sache ist, merkten die Schülerinnen schnell. Natürlich mussten auch die Lehrerinnen Ihre Fertigkeit unter Beweis stellen

Dass Kühe mindestens mit 2 Liter in der Minute ihre Milch hergeben müssen, kann so eindrücklich erspürt werden. Interessant war, dass eine Klasse eine Wiederholung wollte und eine andere einen Einzelwettbewerb machen wollte. Nach dieser körperlichen Betätigung dürfen die Kinder, die das möchten auf die Weide. Dabei kommt es zu Kontakten mit den Tieren und die Kinder erleben, dass gerade die beiden Jungtiere neugierig sind und gerne ihnen zugereichtes Futter aufnehmen.

„Wer melkt denn hier die Kühe“ wird gefragt und kaum jemand kommt darauf, dass das die beiden Jungtiere übernehmen. Hier ist die Nutzungsrichtung Mutterkuhhaltung ausgestellt. Er wird erläutert, dass das wesentlich weniger Arbeit macht als Milchkühe. Außerdem ist die Mutterkuhhaltung in Deutschland eine junge Haltungsform, mit ihr kann der Bauer seine Landwirtschaft im Nebenerwerb führen und seine Grünlandflächen trotzdem nebenher bewirtschaften.

Nachdem kurz die wichtigen Merkmale beim Rind und bei den Vorderwäldern erläutert wurden, wird zum Abschluss noch mal etwas Praktisches angeboten und die Kinder in Staunen versetzt. In Gläser kommt etwas frische Schlagsahne, bei verschlossenem Deckel schütteln die Kinder und sie schütteln bis aus der Schlagsahne Butter und Buttermilch geworden ist.


Zum Schluss der Stunde war Sahneschütteln in Gläsern an der Reihe, eine tolles Erlebnis,
als daraus endlich Butter wurde, die aufs Brot gestrichen verzehrt werden durfte

Anschließend kann der so hergestellte Butter aufs Brot gestrichen und genüsslich verkostet werden. So haben die Schüler etwas erfahren dürfen mit mehreren Sinnen, was sich ja bekanntlich am meisten einprägt. Nach ca. 90 Minuten ziehen die Klassen weiter, meistens zum weiteren Verweilen auf der Gartenschau.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderschau des Bezirksvereins Dreisam-Elztal
ein Publikumsmagnet (11.10.2009)

38 Tiere stellen sich spannenden Wettbewerben -
Jungzüchter reihen gekonnt mit

Vor einer großen Zuschauerkulisse gaben sich 35 Kühe und 3 Zuchtbullen aus 12 Betrieben ein Stelldichein in der Weißtannenhalle St. Märgen zur Bezirksschau am 11. Oktober 2009. In einem Ring wurden die Tiere bewertet und gereiht und die Siegertiere ermittelt. Wie traditionell üblich, wurden zu Beginn die drei besten Kühe je Betrieb als Züchtersammlung durchgemustert. Fünf Betriebe beteiligten sich an diesem interessanten Wettbewerb. Es siegte eindeutig der Betrieb Hans- Georg Eble aus dem Glottertal mit seinen einheitlichen mittelrahmigen und langlebigen Kühen (19 Abkalbungen) aus seiner bekannten D- Linie. Auf dem zweiten Platz  landete die Sammlung von Konrad Schwär aus St. Peter mit einer Markgard, Ignaz und Raditochter. Als weitere Betriebe beteiligten sich  Bernd Hertenstein aus Gutach- Siegelau, Josef Nopper aus Gutach- Oberspitzenbach und Markus Scherer aus St. Peter.

Bei den drei Bullen hatte eindeutig der Pigas-Sohn Pigar die Nase vorne. Neben seinem leistungsstarken Pedigree überzeugte er im Exterieur mit der Bestnote 9 in der Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung.


Eindeutiger Siegerbulle wurde der Wartebulle Pigar aus dem Betrieb Konrad
Schwär aus St. Peter. Bei ihm ist neben einen Spitzenpedigree die Doppel-
nutzung sehr gut verankert. Willi Schär führte Pigar vor

Er steht als Wartebulle bei Konrad Schwär in St. Peter, gezüchtet hat ihn Walter Sigwarth aus Lenzkirch- Saig. Den Reservesieg landete ein weiterer Wartebulle, der Gissy- Sohn Gisgardian. Er wurde mit 7 in der Bemuskelung und mit 5 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert. Seine Mutter Debora stammt aus der Zucht von Hans- Georg Eble und war auch auf der Schau ausgestellt. Besitzer von Gisgardian ist Wendelin Schwär aus St. Märgen. Matin Hummel komplettierte das Trio mit dem Maresp- Sohn Maregar aus der Zucht von Reinhold Deiss aus Schopfheim Gersbach.

Anschließend  wurden aus den 8 Kuhklassen nachfolgende  Siegerkühe ausgewählt.
 

Siegerkühe

Name

Milchwert

Vater

Besitzer

Altkuhsiegerin

Desiree

139

Gardian

Hans- Georg Eble, Glottertal- Föhrental

Reserve alt

Lotte

119

Piras

Markus Scherer, St. Peter

Jungkuhsiegerin

Elke

1 PM 25,8

Maresp

Josef Nopper, Gutach-Oberspitzenbach

Jungkuhs.-Reserve

Edwina

124

Pigas

Markus Scherer, St. Peter

Eutersiegerin

Elke

1. PM 25,8

Maresp

Josef Nopper, Gutach-Oberspitzenbach

Eutersieg- Reserve

Sabine

113

Ignaz

Konrad Schwär, St. Peter

Fleischsiegerin

Lisa

 2 PM 17,2

Mackdian

Bernd Hertenstein, Gutach- Siegelau

Fleischsiegerin- Res.

Agenda

117

Markgard

Konrad Schwär, St. Peter

Fundamentsiegerin

Garant

112

Radi

Konrad Schwär, St. Peter

Fundamentreserve

Gerda

111

Ignaz

Bernd Hertenstein, Gutach- Siegelau

Höchster Eiweißgehalt

Fiona

115

Marsett

Andreas Steiert, Freiburg- Kappel

Höchste Lebensl.

Eva

105

Topler

Andreas Steiert, Freiburg- Kappel

Junior Miss

Elke

1 PM 25,8

Maresp

Josef Nopper, Gutach-Oberspitzenbach

Miss St. Märgen

Gerda

111

Ignaz

Bernd Hertenstein, Gutach- Siegelau

Es wurden 34 I. und nur 4 II. Staatspreise vergeben, ein Zeichen, dass die Qualität der Tiere und ihre Leistungen zu gefallen wussten. In den Maßen und Gewichten zeigten die meisten Tiere die vom Zuchtziel gewünschten Werte. Bei der Kategorie bestes Euter standen sieben Kühe, bestes Fundament zehn und bester Fleischansatz sieben Kühe zur Auswahl. Dies zeigt, dass die Qualität der Tiere breit verankert war. Acht ausgestellte Kühe hatten fünf und mehr Kalbungen, damit ist  dieser Anteil gegenüber der letzten Schau erfreulicher Weise größer geworden.


Züchter Josef Nopper glänzte mit der Euter- und
Jungkuhsiegerin Elke, einer Maresp-Tochter
mit 25,8 kg Einsatzleistung


Sie wusste zu gefallen, Desiree, mit acht Abkalbungen
und guter Fruchtbarkeit mit 356 Tagen Zwischen-
kalbezeit. Junior Tobias Eble vom Glottertal ist stolz auf
sie. Der Testbulle Gerian stammt von Desiree ab


Die Ignaztochter Gerda von Bernd Hertenstein aus Gutach-
Siegelau wurde „Miss St. Märgen“. Neben dem Reservesieg
im Fundament war sie auch in der Auswahl bestes
Euter und bester Fleischansatz  


Die Pigastochter Edwina aus der Zucht von Markus
Scherer aus St. Peter wurde Reservejungkuhsiegerin.
Sie ist eine typische Tochter des aktuellen Besamungs-
bullen Pigas: Milchbetont, tiefrippig, gutes Fundament
und gute Euter


Auch eine fast perfekte Kuh, die Pirastochter Lotte von Markus Scherer
aus St. Peter. Piras ist nach wie vor der Eiweißvererber der Vorderwälderzucht

Meisterten ihre Aufgabe, unabhängig von der Jury die beste Kuh auszuwählen, mit Bravour, die neun
JungzüchterInnen unter der Leitung von Leistungsinspektorin Michaela Reinhart

Die Jungzüchter suchten sich in jedem Ring vor der offiziellen Reihung ihre beste Kuh aus. Interessant war, dass sie sich am Schluß für die Jungkuh- und Eutersiegerin Elke als ihre Junior Miss entschieden.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderbezirksschau des Vereins Kinzigtal e.V.
in Gutach im Kinzigtal

Tolle Tiere, viel Prominenz, sehr guter Zuschauerzuspruch

31 Zuchtkühe und drei Zuchtbullen konnten anlässlich der Land- und Forstwirtschaftsausstellung in Gutach in Kinzigtal präsentiert werden. Die Anbindung der Schau an diese Ausstellung war eine Bombensache, weil sich dadurch sehr viele Zuschauer ein Bild vom Rassestandard im Zuchtverein Kinzigtal machen konnten.

Es war ein herrlicher Anblick, wie die Tiere in einer Reihe am Seilwindendrahtseil angebunden waren. Nach der Tiersegnung und der kurzen Besprechung der Rasse durch den Zuchtleiter vor dem Publikum, worunter unter anderen auch der Regierungspräsident Julian Würtenberger, der Bundestagsabgeordnete Siegfried Kauder, der BLHV- Präsident Werner Räpple und die Bürgermeister der Region weilten, begann die Schau traditionell mit der Auswahl der besten Einzelzüchtersammlung. Sechs Betriebe machten mit Ihren jeweils drei Kühen mit.

Als eindeutiger Sieger verließ der Betrieb Karl Fix aus Mühlenbach den Platz, weil neben der Leistung auch das Exterieur seiner Kühe hervorragend war. Der zweite Platz war heiß umkämpft, letztlich siegte Augustin Neumaier vor Franz Buchholz und Hermann Schmider, alle drei stammen ebenfalls aus Mühlenbach.

Erfreulicher Weise konnten drei Zuchtbullen präsentiert werden, die beiden Wartebullen Giogel und Olefelk und der Natursprungbulle Giofeld. Hervorragend zeigten sich die beiden Giovannisöhne, der Oleandersohn war 2 ½ jährig in einem Lebensabschnitt, in dem Bullen durch schnelles Wachstum nicht ganz so schön aussehen.


Michael Müller aus Mühlenbach mit dem Siegerbullen Giogel, einem herrlichen 2 ¾ jährigen
Wartebullen mit Giovanni zum Vater. Giogelzüchter ist Andreas Steiert ais Freiburg-Kappel,
Besitzer der BHR Mühlenbach

Dadurch fiel die Entscheidung für Giogel als Sieger- und Giofeld als Reservesiegerbulle aufgrund der besseren Abstammung eindeutig aus. Giogel erhielt die Bewertung 8 in Bemuskelung und 7 in der Äußeren Escheinung, wurde von Andreas Steiert gezüchtet, gehört dem Bullenhaltungsring Mühlenbach und ist bei Michael Müller aufgestellt. Giofeld, mit 6 in Bemuskelung und 8 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert, stammt aus der Zucht von Bernd Blum aus Elzach- Oberprechtal, gehört der Stadt Haslach und wurde von Hermann Breig vorgeführt.


In der Äußeren Erscheinung der beste, Giovannisohn Giofeld mit Bullenhalter Hermann Braig aus
Haslach-Bollenbach. Besitzerin ist die Stadt Haslach, Züchter Bernd Blum aus Elzach-Oberprechtal

Danach wurden die Kühe - in  sieben Klassen unterteilt nach Kälberzahl und laktierend oder tragend - bewertet und gereiht. Erfreulicher Weise übernahm der Züchtervertreter im Ring, Klaus Riesle abwechselnd mit dem Zuchtleiter die Kommentierung. Die Qualität der Kühe war hervorragend, bis auf einen II. Staatspreis wurden nur I. Preise vergeben.

Die Siegerkühe sind in der Tabelle dargestellt:
 
Siegertiere Name

Milch-wert

Vater Besitzer
Altkuhsiegerin Celin

140

Gardian Karl Fix, Mühlenbach
Reserve alt Cora

136

Pilau Karl Fix, Mühlenbach
Jungkuhsiegerin Frieda

120

Marksee Franz Hansmann, Mühlenbach
Jungkuhreserve Sonja

121

Ignaz Franz Buchholz, Mühlenbach
Eutersiegerin Sonja

121

Ignaz Franz Buchholz, Mühlenbach
Eutersieg- Reserve Gunda

115

Igel Hermann Schmider, Mühlenbach
Fleischsiegerin Flora

107

Rikaru Augustin Neumaier, Mühlenbach
Fleischreserve Waldfee

107

Rackpa Klaus Duffner, Haslach
Fundamentsiegerin Nicki

111

Räuber Rudolf Griessbaum, Mühlenbach
Fundamentreserve Jasmin

118

Ricky Markus Müller, Mühlenbach
Höchster Eiweißgehalt Walburga

117

Piras Klaus Duffner, Haslach
Höchste Lebensleistung Geraldine

114

Brac Karl Fix, Mühlenbach
Miss Kinzigtal Cora

136

Pilau Karl Fix, Mühlenbach

Jeweils 5 Kühe kämpften um den Jung- und Altkuhsieg, wobei die Gruppen sehr einheitlich waren. Die Gardiantochter Celin von Karl Fix mit ihren 8 Abkalbungen schälte sich als würdige Altkuhsiegerin vor ihrer Tochter Cora heraus, die von Pilau abstammt, dessen Sohn Pigas demnächst in den Zweiteinsatz gelangt.

Bei den Jungkühen stand neben Töchtern, deren Väter im Zweiteinsatz waren, die Ignachytochter Sonja von Hermann Schmider aus Mühlenbach.


Ignachytochter Sonja von Hermann Schmider, Mühlenbach wusste mit 4.563 kg Milch
in 200 Tagen zu überzeugen, Ignachy steht in der Diskussion um den Wiedereinsatz

Sie hat mit 28 Monaten erstmals abgekalbt und in 200 Tagen stolze 4.563 kg Mich bei 3,20 kg pro Minute Melkbarkeit erreicht. Eine leichte Fesselschwäche hinderte sie am Jungkuhsieg. Ihr Vater steht in der Diskussion um seinen baldigen Zweiteinsatz.


Franz Hansmann freut sich über den Jungkuhsieg seiner Marksee-Tochter Frieda.
Sie war auch in der Euter- und Fundamentauswahl

Bei der Fleischsiegerauswahl standen nur zwei Kühe in Konkurrenz, die Rikarutochter Flora von Augustin Neumaier bestach mit der Bestnote 9 und 800 kg Gewicht im hochtragenden Zustand. Dass Milch und Fleisch kombinierbar sind, beweist sie, denn sie erreichte im 3,8 jährigen Schnitt exakt 7.300 kg Milch und Milchwert 107 mit 5 Abkalbungen. Ein, aber nur scheinbarer Nachteil der Herbstschauen ist, dass durch den Weidegang die Kühe eher unterkonditioniert sind und deswegen die Auswahl der besten Fleischkühe so mager ist.


Eindeutige Fleischsiegerin wurde mit der Bestnote 9 die Rikaru Tochter Flora von Augustin
Neumaier aus Mühlenbach. Mit 7.300 kg Milch im 3,8 jährigen Schnitt beweist sie die
Kombinierbarkeit von Milch mit Fleisch


Fleischreservesiegerin Waldfee mit Klaus Duffner aus Haslach war ebenfalls sowohl
und der Euter- als auch in der Fundamentauswahl

Ganz anders sah es bei der Fundament- und Euterauswahl aus: Neun Kühe in der Euter- und sage und schreibe 11 in der Fundamentkonkurrenz waren beeindruckend. Das Preisgericht musste sich gewaltig anstrengen, um schließlich zu dem oben genannten Ergebnis zu kommen.


Die Ignaztochter Sonja von Franz Buchholz aus Mühlenbach zeigte das ausgewogenste Euter
und wurde Eutersiegerin. Sie wurde auch Reservejungkuhsiegerin

Die Zuschauer wurden per Interview mit einbezogen und um Ihre Meinung gebeten, dies machte die Siegerauswahl zusätzlich spannend. Ein zufällig anwesender Schweizer Landsmann erwies sich dabei als profunder Rinderexperte, aber auch die einheimischen Züchter gaben fundierte Aussagen ab. Schön, und nicht zufällig war, dass eine Pirastochter den Sieg im höchsten Eiweißgehalt davon trug, 3,96 % erreichte die von Klaus Duffner, Haslach gezüchtete Walburga.


Zuchtleiter Dr. Franz Maus ließ es sich nicht nehmen, bei der Siegertierauswahl die
Experten am Ring um ihre Meinung zu befragen. Manche, wie hier die Senioren Buchholz
und Hansmann, erklärten sich als befangen, weil Ihre Söhne mit Spitzenkühen im Ring
waren, ansonsten gab es gut fundierte Aussagen

Nicht unerwähnt bleiben darf die Kuh mit der höchsten Lebensleistung, die Bractochter Geraldine, die neun Mal abgekalbt noch ein sehr gutes Euter hat, aus dem bis dato über 60.000 kg Milch geflossen sind. Überhaupt erfreulich ist die Tatsache, dass sieben Kühe fünf bis neun Abkalbungen aufwiesen, ein Hinweis auf die bessere Langlebigkeit der Rasse gegenüber den Hauptrassen.


Durch dieses gute Euter der Brac- Tochter Geraldine sind bereits über 60.000 kg Milch geflossen


Gardian- Tochter Celin, Milchwert 140, achtmal abgekalbt, in Euter- und Fundamentauswahl,
wurde eindeutige Altkuhsiegerin.
Geführt wird Sie von der Tochter des Betriebes Karl Fix aus Mühlenbach

Ein schöner Schlussring mit Kränzen geschmückten Siegertieren und der Übergabe der Hauptpreise beendete diese Klasseschau mit enormer Publikumswirksamkeit.


Pilautochter Cora mit Züchter Karl Fix aus Mühlenbach wurde zur Miss Kinzigtal gekürt.
Sie ist eine Celin-Tochter. Pigas, ein väterlicher Halbbruder, kommt demnächst in den Zweiteinsatz

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderschau des Bezirksvereins Hochschwarzwald
beim 4. Hochschwarzwälder Milchfest
in Grafenhausen- Dürrenbühl

- Kleine, feine Schau vor zahlreichem Publikum -

Bei der Bezirksschau anlässlich des 4. Hochschwarzwälder Milchfestes wurden 24 Kühe aus 9 Betrieben präsentiert, 17 erste und 7 zweite Preise und für die älteste Kuh einen I. Verbandspreis belegen die gute Qualität der ausgestellten Tiere.

Drei Betriebe stellten sich dem Einzelzüchterwettbewerb. Lothar Ebner aus Unterweschnegg siegte aufgrund der guten Euterqualitäten und der hohen Leistungsfähigkeit seiner Sammlung, auf dem zweiten Platz landeten die Kühe von der Willmann- Knöpfle GbR in T.-N.- Schwärzenbach und der dritte Platz ging an die Brugger- Schäfer Käskessele GbR aus Lenzkirch- Saig.

Es wurden nur vier Jungkühe gezeigt, es siegte im „Milchduo“ die Giovannitochter Sofia von Lothar Ebner aus Unterweschnegg und im „Tragendduo“ die Igeltochter Vroni von Manfred Feser aus Lenzkirch- Raitenbuch. Ein Spitzenring waren die fünf Kühe mit 2 Abkalbungen in Milch. Hier siegte die Ottgartochter Sabine aus der Zucht von Stefan Weiss aus Schönwald und vorgestellt vom Besitzer Hermann Löffler aus T.-N.- Jostal. Mit sehr guter Melkbarkeit und einem Spitzeneuter bei ähnlichen Milchwerten der Konkurrentinnen führte an ihr kein Weg vorbei.

Zweitplatziert wurde die Germantochter Martina von Lothar Ebner aus Unterweschnegg, auch sei hatte ein Spitzeneuter, war im Gewicht an der Zuchtzielobergrenze und im Fesselbereich nicht ganz so gut wie die Siegerin. Bei den mit 2 Abkalbungen tragenden Kühen siegte mit Dani wiederum eine Igeltochter aus dem Betrieb Jehle- Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig, wie die zweitplatzierte Geroldltochter Karla von der Willmann- Knöpfle GbR wurde sie in die Fundament- und Fleischauswahl ausgewählt.


Sehr leistungsbereit zeigte sich die Jungkuhreservesiegerin, die Igeltochter
Flocki von Walter Sigwarth aus Lenzkirch-Saig

In der Gruppe mit drei und vier Abkalbungen gab es ein Kopf- an Kopfrennen zwischen der Floki, einer weiteren Igeltochter von Walter Sigwarth aus Lenzkirch- Saig und der Kabinatochter Zitta von Karl Wursthorn aus T.-N.- Langenordnach. Beide hatten mit 123 den gleichen hohen Milchwert, aufgrund des besseren Fundamentes und Euters wurde Floki vorgezogen. Die Lesimtochter Luna von Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig siegte in der tragenden Abteilung, neben der sehr guten Fruchtbarkeit sieht man ihre Klasse daran, dass Sie in die Fleisch- und Euterauswahl genommen werden konnte.

Sechs Kühe belegten die Langlebigkeit der Rasse in der Schauklasse 7, mit 6 bis 10 Abkalbungen. Hier siegte die Isidortochter Helena der Willmann-Knöpfle GbR aus Schwärzenbach mit einem 5,1 jährigen Schnitt von 7.153 kg Milch bei 3,76 % Eiweiß vor der Markeentochter Lotta der Brugger- Schäfer Käskessele GbR, die ebenfalls im Eiweißgehalt mit 3,70 zu beeindrucken wusste.


Clemens Knöpfle von der Willmann-Knöpfle GbR aus Schwärzenbach freut sich über den
Altkuh- und Fundamentreservesieg der Isidortochter Helena mit ihre 6 Abkalbungen.
Sie siegte auch im höchsten Eiweißgehalt und wurde „Miss Hochschwarzwald“.

Auf dem dritten und vierten Platz rangierte eine Gardian- und Espadatochter mit 7 Abkalbungen aus dem gleichen Betrieb. Nicht unerwähnt bleiben soll die Toplertochter Perle aus der Brugger- Schäfer Käskessele GbR; sie präsentierte sich recht munter mit Ihren 10 Abkalbungen und der Zwischenkalbezeit von 357 Tagen und konnte sich für die Fundamentauswahl platzieren.

Bei der Siegerauswahl wurde die Isidortochter Helena vor der Markeentochter Lotta Altkuhsiegerin, den Jungkuhsieg landete die Ottgartochter Sabine vor der Igeltochter Flocki. Mit acht Kühen in der Euter-, fünf in der Fleisch- und sechs Kühen in der Fundamentauswahl konnte die Klasse der Schaukühe gut unter Beweis gestellt werden. Den Eutersieg landete wiederum die Ottgartochter Sabine vor der Lesimtochter Lilli, die mit 4 Abkalbungen ein hoch angesetztes Euter mit langem Baucheuter aufwies.


Mit diesem Euter nach zwei Abkalbungen wurde die Ottgartochter
Sabine von Hermann Löffler aus T.-N.- Jostal Eutersiegerin

Den Fleischsieg erzielte mit der Kuh Luna eine weitere Lesimtochter, der Reservesieg konnte der Geroldtocher Karla von der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.- Schwärzenbach zugeteilt werden.


Der Lesimtochter Luna der Brugger-Schäfer Käskessele GbR aus Lenzkirch-Saig
wurde der Fleischsieg zugesprochen


Geroldtochter Karla mit Siegbert Willmann von der Willmann- Knöpfle GbR aus
T.-N.- Schwärzenbach gewann den Fundamentsieg und wurde Reservesiegerin im Fleisch

Diese Kuh hatte auch eindeutig das beste Fundament aller Schaukühe, auf den zweiten Platz kam die Altkuhsiegerin Helena aus dem gleichen Betrieb. Diese Kuh siegte auch in der Kategorie „Höchster Eiweißgehalt“ und wurde als „Beste Weidekuh“ zur „Miss Hochschwarzwald“ gekürt. Die höchste Lebensleistung hatte die Perle mit knapp 48.000 kg Milch.


Toplertochter Perle der Brugger- Schäfer Käskessele GbR zeigte
sich gut in Schuss mit ihren 10 Abkalbungen

Erfreulicherweise konnte auch ein Jungzüchterwettbewerb stattfinden. Acht Kinder hatten sich große Mühe gemacht mit Stalltafeln zu den Kälbern und bewiesen Ihre Kenntnises in Abstammung, Fütterung und im Führen der Kälber im Ring.


Acht Kinder nahmen am Jungzüchterwettbewerb teil, hier LI Frau Michaela Reinhart
bei der Befragung von Eva- Maria Faller vom Grundhof in T.-N.- Langenordnach,
im Hintergrund wartet Luzian Willmann vom Lohrenhof, T.-N.- Schwärzenbach

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die kleine Schau eine gute Qualität der Schautiere bewies und dass die Anbindung an das Milchfest eine hervorragende Sache war, um die Rasse einem breiteren Publikum zu präsentieren.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Hinterwälderverbandsschau am 26. und 27. April 2008 in Utzenfeld

Herrliches Wetter, spannende Wettbewerbe, sehr guter Zuschauerzuspruch

Am Samstag, den 26. April präsentierten sich 8 Zuchtbullen und 88 Milchkühe aus 21 Betrieben bei herrlichem Wetter den Preisrichtern und dem Publikum. Am Sonntag waren 20 Mutterkühe mit ihren Absetzern zu sehen. Die Zuchtbullen erhielten alle einen 1. Staatspreis, bei den Milchkühen konnten 72 1. und 16 2. Staatspreise vergeben werden.

Zu Beginn der Schau wurden 13 Einzelzüchtersammlungen bewertet und gereiht. Bei den kleinen Betrieben siegte Kiefer Klaus vor Rudolf Matt aus Aitern, bei den großen Friedolin Wiesler vor Helmut Dietsche aus dem Münstertal. Den Gesamtsieg erreichte eindeutig Fridolin Wiesler mit seinen langlebigen beiden Napsburgtöchtern und einer Hummeltochter vor der Betriebsammlung Helmut Dietsche, dritter wurde Klaus Kiefer aus Aitern.

Erfreulicher Weise konnten 8 Zuchtbullen ausgestellt werden. Fünf Bullen konkurrierten in der Klasse 1, der jüngeren Gruppe, drei in der älteren. Der Humälpsohn Hubb aus der Zucht von Johann Kiefer aus Aitern siegte mit seinem Besitzer Thomas Kiefer aus Zell- Helblingsmatt in der ersten Gruppe vor Labhans, einem Labbärsohn aus der Zucht von Manfred Kuttler aus Raich mit seinem Halter Klaus Kiefer aus Aitern. Der Bulle ist in Gemeindebesitz.


Er war der zweitbeste Schaubulle, Hummelenkel Hubb mit Besitzer Thomas Kiefer aus Zell-Helblingsmatt

Auf dem 3. Platz rangierte Humflo, ein weiterer Humälpsohn von Kiefer Klaus gezüchtet, im Besitz der Gemeinde Bernau und vorgestellt von Bullenhalter Siegfried Wasmer aus Bernau. Bei den älteren siegte eindeutig Napfocki, ein Napbensohn aus der Zucht von Helmut Dietsche aus dem Münstertal, im Besitz der Gemeinde Todtnau und vorgestellt von Hubert Schätzle aus Präg.


Siegerbulle mit 9 in der Bemuskelung der Napbensohn Napfocki mit Felix Schätzle aus Todtnau- Präg

Mit 137 cm Widerristhöhe und 818 kg Gewicht erzielte er die Bestnote 9 in der Bemuskelung und 7 = gut in der Äußeren Erscheinung. Mit zweimal 7 in der Bemuskelung und Äußeren Erscheinung machte auch der zweitplatzierte Bennasch aus der Zucht von Arnold Schelb aus dem Münstertal im Besitz von Manfred Kuttler aus Raich- Hohenegg einen guten Eindruck. Schausieger wurde Napfocki vor Hubb.

Die Kühe wurden in 13 Ringen bewertet und gereiht. Aus den 13 Ringsiegerinnen standen 4 Kühe mit 6 und mehr Kälbern in der Altkuhsiegerauswahl, 4 Kühe mit 3 bis 5 Kalbungen in der Siegerauswahl mittel und 5 Kühe in der  Auswahl zur Jungkuhsiegerin. Insgesamt ist es sehr beachtlich, dass 34 Kühe mit 6 und mehr Kälbern auf der Schau waren, ein deutlicher Beweis für die Langlebigkeit der Rasse. Altkuhsiegerin wurde die Napsburgtochter Heidi aus der Zucht von Fridolin Wiesler aus dem Münstertal.


Landete einen Doppelsieg als Altkuh- und Fundamentsiegerin, die achtmal abgekalbte
Napsburgtochter Heidi mit Fridolin Wiesler aus Münstertal

Mit 8 Kalbungen präsentierte Sie sich putzmunter und konnte Leistung und Exterieur sehr gut miteinander verbinden. Den Reservesieg errang die Bentochter Goldi, die mit 14 Kalbungen älteste Milchkuh aus der Zucht von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Siegerkuh mittel wurde die Hummeltochter Gritle aus der Zucht von Helmut Dietsche aus dem Münstertal, sie wurde vor drei Jahren Jungkuhsiegerin.


Die Hummeltochter Gritle mit Helmut Dietsche aus dem Münstertal wurde mit fünf Abkalbungen
Mittelaltersiegerin, vor drei Jahren war sie Jungkuhsiegerin

Den Reservesieg errang die Napbentochter Gemsi aus dem gleichen Zuchtbetrieb. Sie gab in 2 Jahren über 5.000 kg Milch bei guten Inhaltsstoffen und guter Melkbarkeit und Euterform. Den Jungkuhsieg trug die Humälptochter Walli von Klaus Kiefer aus Aitern davon, auch bei ihr steht eine Erstlaktationsleistung von über 5.000 kg zu Buche. Reservesiegerin wurde mit Gerda eine weitere Naxbentochter aus dem Betrieb Helmut Dietsche aus dem Münstertal.

Um den Eutersieg konkurrierten 14 Kühe, um Fundametsieg 7 und um den Fleischsieg 6 Kühe. Beim besten Euter war die Altkuhreservesiegerin Goldi nicht zu schlagen, dass sie ihr gutes Euter weitergibt, sieht man daran, dass sie als Mutter des Bullen Naxben 2 Enkelinnen in der Euterauswahl hatte.


Der bekannten Bentochter Goldi von Hubert Schätzle war der Eutersieg mit 14 Abkalbungen
nicht zu nehmen, sie wurde zudem Reservealtkuhsiegerin

Der einen davon, der Reservejungkuhsiegerin Gerda, wurde für ihr bestens aufgehängtes Euter der Reservesieg zugesprochen.


Napbentochter Gerda von Helmut Dietsche aus dem Münstertal kann ihre Großmutter
väterlicherseits, die Eutersiegerin Goldi nicht verleugnen

Fundamentsiegerin wurde die Altkuhsiegerin Heidi von Fridolin Wiesler aus dem Münstertal. Den Reservesieg trug die Fockartochter Gerda von Siegfried Wasmer aus Bernau davon. Den Fleischsieg errang die Focknappatochter Fortuna aus der Zucht von Helmut Dietsche aus dem Münstertal. Sie beweist auch die Kombinierbarkeit von Milch- und Fleischleistung, denn im 5,3 jährigen Schnitt erreicht sie über 5.500 kg Milch bei 3,67 % Eiweiß. Den Reservesieg landete die Benfoldtochter Finni aus der Zucht von Richard Schneider aus dem Münstertal. Siegerin in der Kategorie beste Fruchtbarkeit wurde die Flirtertochter Sahra von Manfred Schelshorn aus Bernau. Mit 10 Kalbungen kommt sie auf die sehr kurze Zwischenkalbezeit von 356 Tagen. In der höchsten Lebensleistung war der Kuh Goldi von Hubert Schätzle, Präg mit 54.188 kg Milchmenge der Sieg nicht streitig zu machen. Zur Miss Hinterwälder wurde die Labflorttochter Bianca, ebenfalls aus der Zucht von Hubert Schätzle gekürt. Sie war in der Jungkuh- und in der Fundamentsiegerauswahl und verkörperte den „quirligen“ Hinterwäldertyp am komplettesten.


Labflorttochter Bianca von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg wurde Miss Hinterwälder, sie war
in der Fundament- und Jungkuhsiegerauswahl und vertritt den Hinterwäldertyp am komplettesten.
Labflort ist im Besamungseinsatz

Am Sonntag, den 27. April 2008 war Tag der Mütterkühe mit ihren Absetzern und der Tag der Jungzüchter mit ihren Kälbern. 9 Mutterkühe mit weiblichen Absetzern und 11 Mutterkühe mit männlichen Absetzern nahmen am Wettbewerb teil. 17 I. und 3 II. Preise konnten vergeben werden. Die im Schnitt 104 Tage alten Bullenkälber erreichten die sehr guten Zunahmen von 1238 g und die Bemuskelungsnote 7,3, die weiblichen Kälber erreichten mit im Schnitt 117 Tagen gute 967 g Zunahmen und die Bemuskelungsnote 6,9. Die bekannt gute Jugendentwicklung durch den Milchreichtum der Mütter konnte eindrucksvoll bestätigt werden. Die Tiere wurden in jeweils 2 Ringen für männliche und weibliche Absetzer gerichtet. Ringsieger wurde bei den weiblichen Tieren im jüngeren Absetzeralter Helmut Senn aus Neuenweg mit seiner Simsalabimtochter Strubi und ihrem Fliegerkuhkalb mit 1140 g täglichen Zunahmen. Strubi führte das 10. Kalb, zeigte eine sehr gute Bemuskelung und den hinterwäldertypischen feinen Knochenbau. Ihm folgte Hilda Riesterer- Talens mit der ältesten Schaukuh Waldfee. Ihr Benschikalb entstammt der 15. Abkalbung und  kam auf 1.000 g tägliche Zunahmen. Bei den älteren weiblichen Absetzern ging der Sieg an Jürgen Lacher aus Raich für seine Hansfocktochter Gerda und ihr 4. Kalb, das von Bennasch, dem älteren  Reservesiegerbullen der Schau abstammt.


Bei den weiblichen Absetzern siegte Jürgen Lacher aus Raich mit der Hansfocktochter Gerda und
dem herrlichen Bennaschrind mit 997 g täglichen Zunahmen. Rechts im Bild Seniorchef Ernst Osswald

Es stellte 320 kg auf die Waage, was 997 g täglichen Zunahmen entspricht und in der Bemuskelung erzielte es die Note sehr gut = 8. Zweit platziert war Rudolf Matt aus Aitern mit seiner Napstertochter Gondel und ihrem Benfitkalb, das 978 g Zunahmen erreichte und ebenfalls die 8 in der Bemuskelung erhielt. Im direkten Vergleich siegte das Mutterkuhgespann von Jürgen Lacher vor dem Gespann von Helmut Senn.

Bei den Mutterkühen mit männlichen Absetzern erzielte im ersten Ring Ewald Kiefer aus Fröhnd den ersten Platz. Er stellte die Naxasatochter Blanka und ihr Beniekalb vor, das 1383 g Zunahmen erreichte und die Bemuskelungsnote 7 erhielt. Ihm folgte wiederum Helmut Senn aus Neuenweg mit seiner Hanfocktochter Stolzi und ihrem Fliegerkalb, das 1509 g tägliche Zunahme aufwies und die Bemuskelungsnote 8 erhielt. Im 2. Ring siegte Joachim Wasmer aus Bernau mit der Naxlertochter Bella und ihrem Siltbenkalb mit 1388 g täglichen Zunahmen und der Bemuskelungsnote 7.


Naxlertochter Betty mit ihrem eigenen Kalb (links) und einem Waisenkalb wurde Siegergespann
bei den Mutterkühen mit männlichen Absetzern. Joachim Wasmer aus Bernau
freut sich mit Sohn und Patenkind darüber

Ihr wurde ein 2. Kalb zugeteilt, das ebenfalls gut entwickelt war und 1113 g Zunahmen aufwies und ebenfalls die Note 7 in der Bemuskelung erhielt. Auf dem 2. Platz landete Ulrich Schmidt mit seiner Benastochter Bella, deren Hummelkalb auf 1158 g tägliche Zunahmen kam und die Bemuskelungsnote 8 erhielt. Den dritten Platz erzielte Rainer Kiefer aus Zell- Pfaffenberg für die Naxlertochter Betty und ihren Labflortbullen mit 1029 g täglichen Zunahmen im Alter von 311 Tagen. Beide vertraten die Hinderwälderrasse auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin. Zum Siegergespann der männlichen Absetzer wurde das von Joachim Wasmer gezeigte erklärt, unter anderem weil die Mutterkuh ausreichend Milch für 2 Kälber gibt. Ewald Kiefer aus Fröhnd erreichte den 2. Platz.

Zur Ergänzung waren aus dem Zuchtversuch 4 hornlose Naxtus P Kalbinnen und eine abgekalbte Mutterkuh mit ihrem Focktus P Kalb von der Köpfer- Spiegelhalter GbR ausgestellt. Meinrad Kopp aus Schramberg- Sulgen hatte sein Hinterwälderkuhgespann eingeschirrt und fuhr beladen mit Schaubesuchern etliche Runden im Schaugelände.

Nach dem Mittagessen - natürlich mit Fleisch vom Hinterwälderrind - zeigten 24 Jungzüchterkinder ihr Können im Umgang mit einem von ihnen vorgestellten Kalb.


Gruppenbild der Jungzüchterkinder mit den vom Zuchtverein gestifteten Glocken um den Hals
nach dem erfolgreichen Wettbewerb

Der Applaus der zahlreichen Zuschauer war ihnen sicher. Den Abschluss der Schau bildete die Aufstellung der Siegertiere vom Vortag mit der Übergabe der Hauptehrenpreise. Der Vorsitzende Hubert Schätzle konnte in seinem Schlusswort auf eine erfolgreiche Schau zurückblicken und seinen Kollegen und allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für ihren Einsatz aussprechen.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Prächtige Zuschauerkulisse

Vorderwälderschau am 30. September 2007
in Schopfheim- Gersbach anlässlich
des traditionellen Weideabtriebsfestes

Am Sonntag, den 30. September 2007 präsentierten sich im Rahmen des traditionellen Schopfheim- Gersbacher Weideabtriebsfestes fünf Zuchtbullen und 31 Milchkühe aus acht Zuchtbetrieben des Vorderwälderzuchtvereins Südlicher Schwarzwald e.V. den zahlreichen Zuschauern. Sechs Betriebe nahmen am Züchtersammlungswettbewerb teil, der Sieg ging an den Betrieb Dreher Schlageter GbR aus Sallneck mit seinen drei Oleandertöchtern vor den drei besten Kühen von Reinhold Deiss aus Schopfheim- Gersbach.

Erfreulicherweise konnten fünf Bullen gezeigt werden, denn die männlichen Tiere kann man bei anderen Rassen gar nicht sehen und im Vergleich zu den anderen Vorderwälderzuchtvereinen ist der Südliche Schwarzwald am aktivsten. Siegerbulle wurde der Igelsohn Igrick, ein Prachtbursche mit je 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert.


War nicht zuschlagen, der Igelsohn Igrick aus einer Rickytochter aus der Zucht
von Hans-Georg Eble aus dem Glottertal mit seinem Halter Thomas Huber aus Görwihl

Mit knapp drei Jahren maß er 150 cm im Widerrist und wog über 19 Zentner, für eine knapp dreijährigen eine stattliche Entwicklung. Gezüchtet wurde Igrick von Hans- Georg Eble aus dem Glottertal, Besitzer ist die Gemeinde Görwihl und vorgestellt wurde er vom Bullenhalter Thomas Huber. Er bestätigte seine guten Fleischwerte, die er von der Bullenprüfstation in Göschweiler mitbrachte. Den Reservesieg erlangte der Oleandersohn Oskar mit je 6 bewertet aus der Zucht von Christoph Fehrenbach aus Gütenbach, im Besitz der Stadt Schopfheim Gersbach und vorgestellt von Reinhold Deiss. Ein sehr gutes Bild machte auch der mit 6 Jahren älteste Schaubulle, Radler, mit 155 cm und 1079 kg Gewicht und der Bewertung 8 in Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung. Reinhold Deiss hat ihn gezüchtet und er gehört dem Bullenhaltungsverein Gersbach. Enttäuscht hat der Wartebulle Maresp, weil er in der Fesselung zu stark nachgab. Einen ersten Preis erzielte der 5. Bulle, der frohwüchsige Pirassohn Pirnach, den Neuzüchter Bernd Matterer aus Fröhnd- Quellenhof vorstellte und den Eberhard Beha aus Unterkirnach gezüchtet hat.

Sieben Betriebe stellten die Sieger und Reservesiegerinnen. Fünfmal waren die Kühe aus dem Betrieb Rolf Eichin aus Zell- Gresgen. Am interessantesten ist sicherlich der Jungkuhsieg für die spritzige Giovannitochter Gita mit ihrem Eiweißgehalt von 3,95 %.


Mit 135 cm Widerrist und 534 kg Gewicht als Jungkuh passt sie voll in den
Rassetypus Vorderwälder und dann noch 3,95 % Eiweiß,
die Jungkuhsiegerin und Giovannitochter Gita mit Rolf Eichin aus Zell-Gresgen

Je dreimal kamen sie aus den Betrieben Reinhold Deiss aus Schopfheim- Gersbach und Thomas Huber aus Görwihl. Den besten Eindruck bei den Reinhold Deiss- Tieren hinterließ die Radlertochter Blanca, die mit 5 Kalbungen Mittelaltersiegerin und Reservesiegerin im Euterwettbewerb wurde. Von den Thomas Huber- Kühen gefiel am besten die Gushalltochter Königin mit Milchwert 129. Heinrich Brunner aus Wies tauchte zweimal in den Siegerlisten auf, einmal mit dem Eutersieg für die Kuh Lana und mit der Reservealtkuhsiegerin, der Idefixtochter Wonne. Last not least ging Titel Miss Südlicher Schwarzwald an die Oleandertochter Wanni aus dem Betrieb Dreher Schlageter GbR aus Sallneck.

Immerhin acht der 31 ausgestellten Kühe hatten 5 und mehr Kalbungen aufzuweisen, ein Beleg des überdurchschnittlichen Alters der Vorderwälderrasse. Die älteste Kuh, die Feldseetochter Rita zeigte sich topfit mit 10 Abkalbungen. Sie war mit 776 kg zugleich die schwerste Schaukuh. Die Kühe maßen im Schnitt 137 cm Widerristhöhe (von 130 bis 143 cm) und wogen 601 kg Gewicht (von 470 bis 776 kg). Damit stimmen die Zahlen recht gut mit dem Zuchtziel überein.

Siegertiere

Name

Milchwert

Vater

Besitzer
Siegerbulle

Igrick

108

Igel

Gemeinde Görwihl, Thomas Huber
Reservesieger

Oskar

114

Oleander

Stadt Schopfheim- Gersbach, Reinhold Deiss
Altkuhsiegerin

Sina

115

Gardian

Reinhold Deiss, Gersbach
Reserve alt

Wonne

103

Idefix

Heinrich Brunner, Wies
Siegerkuh mittel

Blanca

108

Ralos

Reinhold Deiss, Gersbach
Reserve mittel

Gerdi

98

Kabinet

Rolf Eichin, Zell- Gresgen
Jungkuhsiegerin

Gita

1. PM 20,2 kg

Giovanni

Rolf Eichin, Zell- Gresgen
Jungkuhs.-Reserve

Königin

129

Gushall

Thomas Huber, Görwihl
Eutersiegerin

Lana

96

Odiski

Heinrich Brunner, Wies
Eutersieg- Reserve

Blanca

108

Ralos

Reinhold Deiss, Gersbach
Fleischsiegerin

Gerdi

98

Kabinet

Rolf Eichin, Zell- Gresgen
Fleischsiegerin- Res.

Krezenz

109

Gushall

Thomas Huber, Görwihl
Fundamentsiegerin

Krezenz

109

Gushall

Thomas Huber, Görwihl
Fundamentreserve

Mella

107

Rob

Rolf Eichin, Zell- Gresgen
Höchste Lebensleistung

Rita

97

Feldsee

Rolf Eichin, Zell- Gresgen
Miss Südschwarzwald

Wanni

120

Oleander

Dreher Schlageter GbR, Sallneck

21 erste und 15 zweite Staatspreise sind Ausdruck einer ordentlichen Tierqualität. Spannend war wiederum die Auswahl der Euter-, Fundament-, und Fleischsiegerin: Jeweils vier Kühe standen fürs beste Fundament und fürs beste Euter und 7 für den Fleischsieg in der Endrunde.

Schopfheim- Gersbach war eine Reise wert, besonders hervorzuheben ist die Anbindung der Schau an das Weideabtriebsfest, so dass die Zuchtergebnisse einem breiten Publikum präsentiert werden konnten.

Bericht und Fotos: Dr. Maus

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Vorderwälderzuchtverein Brigach-Bregtal
präsentiert 50 Spitzentiere
in Furtwangen Schönenbach

Am Samstag, den 28. April 2007 fand einer der Höhepunkte im Vereinsleben statt, die staatlich geförderte Schau von 48 Spitzenkühen und 2 Zuchtbullen aus 13 Betrieben in der Reithalle des Gfelldeibishofes. Dazu wurden die Tiere beim Auftrieb gewogen und die Widerristhöhe gemessen, um zu sehen, ob die im Zuchtziel beschriebenen Werte unter- oder überschritten werden oder erreicht werden. Im Schnitt über alle Alterklassen ereichten die Kühe 138,8 cm Widerrist und 655 kg Gewicht, damit lagen sie an der Oberkante des Zuchtziels. Die Streuung lag zwischen 132 und 144 cm und zwischen 530 und 852 kg im Gewicht. Interessant war, dass die kleinste Kuh als hochschwangere die schwerste war und folgerichtig im Wettbewerb um die beste Fleischkuh den Reservesieg landete.

Schauauftakt waren die Einzelzüchtersammlungen mit drei Kühen pro Betrieb; 11 Betriebe wetteiferten um den Sieg, den der Betrieb Otmar Klausmann aus Oberkirnach knapp vor Klaus Riesle aus Gütenbach davontrug, die weiteren Plätze drei und vier erreichten Konrad Hermann aus Gütenbach und Roland Fichter aus Oberkirnach. Neben den Leistungsdaten sind die rassetypischen Exterieureigenschaften und die Einheitlichkeit der Sammlungen Kriterien der Bewertung.

Anschließend kam der erste Höhepunkt der Schau, die beiden Bullen von Georg Wentz aus St. Georgen- Brigach. Zum einen Giodian, Testbulle aus Giovanni und der letztjährigen Gesamtsiegerin der Verbandsschau, der Gardiantochter Fabienne gezüchtet von Konrad Hermann aus Gütenbach, zum anderen Impuls, Reservesieger der Verbandsschau mit Ignaz als Vater und der Espadatochter Susanne als Mutter aus der Zucht von Stefan Weiss aus Schönwald.


Eindeutiger Siegerbulle, Wartebulle Giodian im Besitz von Georg Wentz
aus St. Georgen- Brigach

Giodian konnte mit je 8 = sehr gut in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert werden, Impuls mit jeweils 7 = gut. Da auch die Zuchtwerte bei Giodian besser waren, wurde er eindeutiger Siegerbulle und man darf gespannt sein, ob er in drei Jahren den Sprung in den Zweiteinsatz schafft.

Die Kühe wurden in neun Ringen gerichtet. 38 erhielten einen I., 10 einen II. Staatspreis, meistens weil die Euter- oder Fundamentqualität nicht ganz befriedigten.

Siegertiere

Name

Milchwert

Vater

Besitzer

Altkuhsiegerin

Bianka

130

Gardian

Stefan Weiss, Schönwald
Reservealtkuh-siegerin

Zolly

133

Gardian

Manfred Knörle, Unterkirnach
Mittelaltsiegerin

Zucka

126

Gustav

Otmar Klausmann, Oberkirnach
Mittelaltreserve-siegerin

Gabriele

128

Robert

Konrad Hermann, Gütenbach
Jungkuhsiegerin

Fabien

148

Gardian

Konrad Hermann, Gütenbach
Jungkuhreserve-siegerin

Neandra

135

Gustav

Otmar Klausmann, Oberkirnach
Eutersiegerin

Fabien

148

Gardian

Konrad Hermann, Gütenbach
Euterreservesiegerin

Rita

117

Ragela

Wilhelm Müller, Langenschiltach
Fleischsiegerin

Beauty

114

Paladin

Klaus Riesle, Gütenbach
Fleisch Reserve

Stella

99

Paladin

Klaus Riesle, Gütenbach
Höchste Lebensleistung

Evi

105

Wal-schall

Eberhard Beha, Unterkirnach
Fundamentsiegerin

Nency

100

Ignaz

Hubert Thoma, Vöhrenbach
Fundamentreserve-siegerin

Emma

126

Rack

Klaus Riesle, Gütenbach
Beste Weidekuh

Tamara

103

Fertissy

Gerhard Klausmann, Stockburg
Jungzüchtersieger-
kuh und Miss Bregtal

Babett

120

Rack

Roland Fichter, Oberkirnach

Betrachtet man die Abstammungen der Siegertiere, so fällt die Dominanz der Gardian-R-Linie auf. Gustav, ein Deckbulle von Brachy abstammend, stellte zwei Siegertiere und erfreulich gut war auch das Abschneiden des aktuellen Besamungsbullen Rack mit der Miss Bregtal und der Fundamentreservesiegerin.


Racktochter Babett hier mit Seniorchef …… Fichter aus Oberkirnach
wurde Jungzüchtersiegerkuh und "Miss Bregtal". Sie hat drei Kälber
und für Rack typische 3,70 % Eiweiß

Die Qualität der Tiere kam gut zum Ausdruck, wenn man die Anzahl Tiere in der Auswahl zum Euter-, Fleisch- und Fundamentsieg anschaut: 16 Kühe standen in der Euterauswahl, 12 in der Fleisch- und 8 in der Fundamentauswahl. Man erkennt, dass die bekannt gute Euterqualität der Rasse konstant bleibt, der Doppelnutzen der Rasse sich verbessert hat und dass im Fundament noch am meisten Selektionsbedarf besteht.


Gustavtochter Zucka mit Milchwert 126 von Otmar Klausmann aus
Oberkirnach war nicht zu schlagen mit ihrem tollen Exterieur


Unter acht Kühen errang mit Emma eine weitere Racktochter den Reserveesieg
im Fundament. Auf dem Bild Züchter und Vereinsvorsitzender Klaus Riesle


Siegerpreisübergabe durch Lucia Eble und Margarete Schwär,
Roland Fichter freut sich über den Pokal Miss Bregtal

26 Jungzüchter maßen ihr Können in der Tierbeurteilung, sie hatten die Aufgabe, in fünf Ringen unabhängig von den Preisrichtern ihre Favoriten auszusuchen und aus diesen fünf zum Schluß eine Reihung herzustellen. Dabei fiel auf, dass die Übereinstimmung erfreulich hoch war und die Kinder in den Schulungen durch LI Michaela Reinhart viel gelernt hatten. Sie stellten die Racktochter Babett von Roland Fichter aus Oberkirnach vorne hin, und dass diese Kuh dann "Miss Bregtal" wurde, spricht für das gute Auge der zwischen 8 und 16 Jahre alten Jugendlichen.


Sie leisteten gute Arbeit, die 26 Jungzüchter/innen hier bei Abschlussbild mit Ihren
Siegerkühen Babett von Roland Fichter (rechts) und Ulla von Klaus Riesle

Mit der Siegerehrung wurde eine schöne Schau beendet, erfreulich viele Ehrenpreise konnten durch das Überreichungskomitee, die Züchterfrauen Lucia Eble und Margarete Schwär wie bei den Siegerehrungen für Radfahrer übereicht werden, je älter die Vorführer waren, umso intensiver waren die Umarmungen.

Dr. Maus

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