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< zurück > Tarmstedter Ausstellung 2004 Stimmung unter den Bullenmästern nicht so schlecht, wie erwartet. RBW präsentiert sich mit Fleckviehkälbern auf der Tarmstedter Ausstellung 2004 - Trotz der aktuell angespannten wirtschaftlichen Situation und den zu erwartenden weiteren finanziellen Einbußen der Landwirte durch die anstehende Agrarreform lassen die Bullenmäster den Kopf nicht hängen. Dieses Fazit konnten drei Mitarbeiter der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) nach der Ausstellung in Tarmstedt ziehen, die vom 09. bis 12. Juli stattfand. Mit rund 102.000 Besuchern und über 560 Ausstellern gehört die Ausstellung in Tarmstedt, unweit von Bremen, zu den größten landwirtschaftlichen Messen in Norddeutschland. Zum zweiten Mal in Folge präsentierte sich die Rinderunion Baden-Württemberg e.V. (RBW) mit einer Kollektion von Fleckviehbullenkälbern einem breiten Fachpublikum. Während der Messe konnten viele Gespräche mit Bullenmästern geführt werden, die ihren "Rohstoff" Kalb bereits über die RBW beziehen, oder in Zukunft über den Zuchtverband in Baden-Württemberg beziehen möchten. "Wir werden wieder Kälber einstallen, denn wir haben zur Zeit keine Alternativen" lautete häufig die Antwort auf die Frage nach möglichen Konsequenzen der Agrarreform für den eigenen Betrieb. Abwarten und dann zur gegebenen Zeit reagieren, so stellen sich die meisten Betriebe im Bereich der Bullenmast ihre Zukunft vor. Nach dem Motto "die Hoffnung stirbt zuletzt", wünschen sich die Betriebsleiter bei jedem neuen Mastdurchgang, dass die Preise für Bullen am Ende der Mastperiode auf ein Niveau steigen, mit dem man als Produzent von hochwertigen Lebensmitteln wirtschaftlich zurechtkommt. Dass die Qualität der erzeugten Nahrungsmittel zunehmend an Bedeutung gewinnt, konnte die Mäster uneingeschränkt bestätigen, wobei jedoch eine Honorierung der Qualität durch den Verbraucher in Form von höheren Erzeugerpreisen in der Regel ausbleibt.
Dennoch versuchen die Betriebe weiterzumachen und an der Kostenschraube zu drehen, damit "der Laden" auch weiterhin läuft. Allerdings lassen sich die Kosten nur begrenzt beeinflussen. Dies sieht man u.a. auch an den derzeitigen Kälberpreisen. Auf den süddeutschen Auktionen mussten die Mäster zuletzt wieder im Durchschnitt über 4,6 /kg Lebendgewicht für Fleckviehbullenkälber anlegen, wobei ausgesuchte Qualitäten auch durchaus bis 6 /kg Lebendgewicht kosteten. Aber beim Einkauf der Tiere zu sparen und damit auf Qualität zu verzichten, hielten die meisten Mäster für den falschen Weg. Gesunde, frohwüchsige, und gut bemuskelte Kälber seien die Grundvoraussetzung dafür, dass hohe tägliche Zunahmen realisiert werden können und später auch die Qualität des ausgemästeten Bullen stimmt. Für die Vitalität der Kälber sei es dabei durchaus entscheiden, dass der Weg vom Erzeuger bis zum Mäster möglichst kurz sei und die Kälber durch möglichst wenig Hände gingen, bis sie den Maststall erreichten. Die Vermarktung der Mastkälber über die Auktionen der RBW, sei ein solch kurzer Weg und der Gesundheitsstatus der Kälber aus Baden-Württemberg hervorragend, so eine Vielzahl der Kälberkunden. Zu hoffen bleibt, dass die Mäster trotz aller anstehenden Änderungen im Agrarbereich ihren Mut nicht verlieren, sich den neuen Rahmenbedingungen zu stellen und die zukünftige finanzielle Situation ein Fortführen ihrer Betriebe auch ermöglicht frei nach dem Motto: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Dr. H. Mathiak < zurück >
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