RBW-Schau 2009
Schau-Impressionen
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Das Fest der Schönen Kühe
Mit
vollen Rängen und Kühen auf nationalem Niveau feierte die Rinderzucht in
Baden-Württemberg anlässlich der RBW Schau 2009 in der Arena Hohenlohe
die züchterische Arbeit des vergangenen Jahres. Dabei zeigten die
vorgestellten Kuhklassen über alle Rassen hinweg höchstes Niveau und
präsentierten vor allem bei den jüngeren Kuhklassen Schaukühe, die auf
überregionalen Schauen künftig eine Rolle spielen werden
Eröffnet
wurde die RBW-Schau 2009 vom Vorsitzenden der RBW Georg Häckel, der
bereits am Züchterabend eine Reihe von Gästen begrüssen konnte.
Besonders erfreulich war die große Resonanz der Schau in den deutschen
und europäischen Rinderzuchtgebieten. So waren Gäste aus der Schweiz,
Österreich, Kroatien, Polen, den Niederlanden und Frankreich
eingetroffen. Im Mittelpunkt des Züchterabends stand die Ehrung von
verdienten Züchtern. Dabei lobt die RBW mit der Auszeichnung Züchter des
Jahres und der Marketing Münze für die Rassen Fleckvieh, Holsteins und
Braunvieh jeweils zwei wichtige Auszeichnungen aus. Bei der Auszeichnung
Züchter des Jahres werden Schauerfolge, züchterische Erfolge in Form von
geprüften Vererbern, Prüfbullen und Bullenmütter und der Bereich der
Dauerleistungskühe gewertet.

Mit der Auszeichnung Züchter des Jahres der
Rasse Fleckvieh konnte in diesem Jahr der Betrieb Josef und Andreas
Österle, Herbrechtingen ausgezeichnet werden, der mit Robi, Romorb und
Pax gleich drei Bullen in einem Jahr in den Wiedereinsatz bringen
konnte. Bei der Rasse Holsteins wurde erneut der Betrieb Franz und
Markus Mock, Markdorf mit der Graf Douglas-Medaille ausgezeichnet, der
neben den Bullen Folee, Inlee, Molee, Stromer und Jockorm im
Wiedereinsatz auch auf zahlreiche Schauerfolge zurückblicken konnte. Der
Betrieb Friedrich Sauter, Krattenweiler wurde zum 4. mal mit der
Auszeichnung Züchter des Jahres gewürdigt. Er konnte vor allem durch
Schauerfolge und seine interessanten Zuchtkühe in der Bewertung für sich
punkten. Als erfolgreichste Vermarkter der RBW wurden die Betriebe Georg
und Jochen Häckel, Osterstetten, Franz und Markus Mock, Markdorf und
Edwin Kling, Murrwangen mit der Marketing-Münze ausgezeichnet.
Nach der
Ehrung von verdienten Züchtern konnten insgesamt 5 Nachzuchten
präsentiert werden. Besonderes Interesse weckten dabei die neuen Bullen
der RBW. Als hoffnungsvoller Neueinsteiger konnte aus dem
Fleckviehzuchtprogramm der Dionis-Sohn Diport gezeigt werden. Diport
wurde von Gerhard und Georg Maurer Engelhardshausen gezüchtet. Er hat
bereits einen ersten noch unsicheren Gesamtzuchtwert von GZW 120, läßt
jedoch eine noch größere Leistungsbereitschaft erwarten, da seine
Einsatzleistungen weit über dem Durchschnitt der Population liegen.
Seine Töchter sind lang und stilvoll, zeigen ein jugendliches
Entwicklungspotenzial bei feinem Knochenbau. Die Euter sind gut
platziert bei guten Zentralbändern und schönen Schenkeleuterkörpern bei
durchschnittlichem Vordereuter. Die Euter sind mit deutlicher Beaderung
versehen.

Von
besonderem Interesse war die Nachzuchtgruppe des Spitzenbullen Homorry.
Dieser Hostress-Sohn aus der Zucht von Jan und Franz Mayer, Engen konnte
in der letzten Zuchtwertschätzung erneut zulegen und wird augenblicklich
als große Blutalternative gefeiert. Homorry-Töchter sind knapp
mittelrahmig, sehr gut in der Mittelhand ausbalanciert. Sie zeigen
überraschend viel Körpertiefe und Bemuskelung und versprechen stabile
Laufstallkühe zu werden. Die Trachtenvererbung ist deutlich
überdurchschnittlich. Die Euter sind korrekt angesetzt. Die
ausgestellten Zweitkalbskühe unterstrichen die Haltbarkeit der
Homorry-Euter.

Aus der
Schaukollektion konnte mit Rentar eine dritte Nachzucht, in diesem Fall
aus dem Wiedereinsatz gezeigt werden. Nachdem Rentar heute einen leicht
besseren Zuchtwert wie bei seiner ersten Schätzung 2001 zeigt,
unterstreicht Rentar wie kaum ein anderer Bulle die Verlässlichkeit der
heimischen Prüfprogramme durch unselektierten Testeinsatz und breite
Streuung der Nachkommen. Die 7 gezeigten Töchter zeigten in
beeindruckender Weise das Vererbungsprofil des Bullen. Mittelrahmige
Töchter mit guten, steileren Fundamente mit besten haltbaren Eutern
zeichnen ihn aus.
Als
interssante Holstein-Nachzuchten konnten die Bullen Labes und Risther
gezeigt werden. Labes ist ein frührer Lancelot-Sohn aus der bekannten
Jocko Besne-Tochter Helsinki. Er verspricht stabile Produktionskühe mit
guter Knochenqualität und bester Trachtenhöhe. Der Bulle zeigt sich
extrem hoch in der Eiweißleistung und lässt einen guten Zuchtwert
erwarten. Aus Tschechien, wo der Bulle mitgeprüft wurde, liegen bereits
sichere und sehr hohe Exterieurzahlen vor.
Viel
Aufsehen erregte die Nachzuchtgruppe des Bullen Risther. Risther ist ein
früher Riverland-Sohn aus der Zucht von Fritz und Alexander Straub,
Bonndorf, der sich auf Anhieb auf der Top-Liste platzieren konnte und
sich gleichzeitig als Bullenvater qualifiziert konnte. Risther bringt
mittelrahmige, jugendliche Töchter mit besten Fundamenten. Die Euter der
Töchter sind fehlerfrei. Risther ist ein kompletter Vererber der neben
seiner guten Leistungsbereitschaft auch in den funktionalen Merkmalen
überzeugen kann.

Mit 214
Kühen im Schaukontingent konnte ein Rekordauftrieb erzielt werden. 86
Tiere der Rasse Fleckvieh, 74 Tiere der Rasse Holsteins und 54 Kühe der
Rasse Braunvieh stellten sich dem Urteil der Preisrichter. Über alle
Rassen hinweg waren die Schaukontingente gekennzeichnet durch eine
Vielzahl von jungen Kühen was neuen Betrieben und Kühen die Möglichkeit
gab in das aktuelle Schaugeschehen einzugreifen. Vor allem für die
Beschicker war erfreulich, dass mit 3000 Besuchern ein neuer
Rekordbesuch erreicht werden konnte.
Für die
Rasse Fleckvieh konnte erneut Dieter Bürger aus Wiebelsheim als
Preisrichter gewonnen werden. Er musste sich gleich zu Beginn der
Veranstaltung mit sehr großen Jungkuhklassen auseinander setzen. Diese
bestachen vor allem durch extrem ausgewogene Euter mit bester Textur und
Strichplatzierung. Auffallend war hierbei die große Zahl an Töchtern von
Prüfbullen im Schaukontingent, fast ein Viertel der Schaukühe stammte
von Prüfbullen aus dem Testeinsatz. Auch eine Reihe von heimischen
Vererbern konnte die Spitze der einzelnen Klassen mitbestimmen. Die
erste Jungkuhklasse wurde von einer Romsel-Tochter des Bestandes von
Markus und Annekarin Atz, Daefern gewonnen. Sie zeigte sich sehr
ausbalanciert im Zweinutzungstyp. Die zweite Klasse wurde von einer
Diomel-Tochter des Betriebes Mathias Schlatterer, Nenzingen gewonnen.
Diese sehr schicke großrahmige Jungkuh zeigte eines der besten Euter der
Schau und konnte sich den Reservesieg der Jungkühe der Rasse Fleckvieh
sichern. Siegerjungkuh wurde die Webal-Tochter Loreena von Markus
Endres, Taisersdorf, die schon sehr gut in der Entwicklung stand und
sich auf excellenten Beinen bewegte.
Besonders
spektakulär waren die Zweitkalbskühe. Gleich zwei Iner-Töchter aus dem
Testeinsatz konnten jeweils ihre Klassen gewinnen. Ottawa von A. und L.
Schneider GbR, Gantenwald konnte sich vor einer extrem euterbetonten
Romel-Tochter von Günther Grieser, Pfitzingen durchsetzen. Zudem gewann
die Iner-Tochter Libelle von Albrecht Kemmler Kusterdingen ihre Klasse
vor einer Romsel-Tochter des Betriebes Bertel, Horgenzell. Der Betrieb
Norbert und Sabine Bertel stellte auch die Siegerin der dritten
Kuhklasse der Zweitkalbskühe mit der Waterberg-Tochter Liane, die
bereits in der Vergangenheit auf Schauen erfolgreich gewesen war. Diese
Kuh zeigte sich sehr ausgewogen mit guter Mittelhand und korrektem Bein.
Schlußendlich musste sie sich jedoch der Iner-Tochter Libelle geschlagen
geben, da diese noch beeindruckender in Eutertextur und Euterkörper
punkten konnte. Nicht ohne Grund: Libelle wurde am Ende der Schau zur
Eutersiegerin der Rasse Fleckvieh gekürt. Iner konnte so gleich doppelt
seine herausragenden Exterieureigenschaften unterstreichen.

Die erste
Klasse der 3.Kalbskühe konnte von der Rentar-Tochter Asra des Betriebes
Manfred Dürr, Edelfingen vor einer Romadi-Tochter des Betriebes
Hennegriff, Balsbach gewonnen werden. Die zweite Klasse war bestimmt von
der Regens-Tochter Ariane des Betriebes Kubach GbR, Langenbeutingen.
Diese schnittige, großrahmige Kuh zeigte ein sehr korrektes und gut
beadertes Euter, was ihr den Vorteil vor der Nohorr Tochter Fimomena von
Werner Nübel, Oberrot gab, die bereits letztes Jahr Reservesiegerin
ihrer Kuhklasse geworden war. Diesen Titel konnte sie bestätigen, da
sich Regens Ariane in der Siegerauswahl als beste mittlere Fleckviehkuh
platzieren konnte. Die alten Kühe wurden in vier Ringen gerichtet.
Der
erste Ring wurde von der bekannten Aleon-Tochter Peggy des Betriebes
Karl und Siegfried Nägele Bissingen gewonnen. Diese Kuh stammt aus dem
Testeinsatz und zeigte sich in ihrer Komplettheit nun schon im 5. Kalb.
Die weiteren Klassen wurden gewonnen von der Zeunotus-Tochter Durmel von
Werner Nübel, Oberrot, der Lotarry Tochter Bianca von Kurt Schneider,
Schlossschiedelfeld und der Romen-Tochter Giese von der Kubach GbR.
Besondes spannend war hier die Siegerauswahl, da sich die Kühe vor allem
im Format und der Bemuskelung deutlich unterschieden. Alle vier
Klassensieger zeigten jedoch excellente Euter. Schließlich gewann die
mittelrahmige gut bemuskelte Zeunotus- Tochter Durmel vor der
Romen-Tochter Giese mit 8 Kälbern. Als Siegerin wurde Durmel dann in
einem spektakulären Schlußbild auch zur Grand Champion Kuh Fleckvieh
gewählt.

Als Fleischsiegerin konnte sich die Romel-Tochter Tanja von
Willi und Holger Armbruster, Frutenhof durchsetzen.
Mit
Markus Gerber konnte einer der besten europäischen Preisrichter für die
RBW-Schau gewonnen werden. Gleich zu Beginn sah er sich 4 Färsenklassen
mit insgesamt 38 Tieren - Jungkühen mit europäischem Format gegenüber.
In allen Klassen überzeugten die großrahmigen stilvollen Färsen mit
besten Eutern, auf einem Niveau wie es selten auf deutschen Schauen
gezeigt wurde. Wieder einmal zeigte sich eine breite Spitze der
heimischen Holsteinzucht.
Die erste
Kuhklasse konnte Dieter Schänzel, Essingen mit einer Derek-Tochter vor
der Kuh Goldwin Gisella von Josef Frosch, Pfahlheim für sich
entscheiden. Die zweite Klasse wurde von der Dundee-Tochter Pitty der
Mock GbR, Markdorf vor der Energy-Tochter Ze Roberto aus dem gleichen
Bestand gewonnen. Pitty konnte sich später auch den Reservesieg sichern.
Die dritte Färsenklasse wurde von der Dundee-Tochter Sunshine von Josef
Gloning, Buchhausen gewonnen. Diese typstarke großrahmige Färse konnte
sich vor der euterstarken Ramos-Tochter Hillary aus dem Bestand der Mock
GbR platzieren. Sunshine gelang es sich später als Siegerfärse, vor der
sehr großen, rumpfigen, feinzelligen Pitty durchzusetzen. Hillary wurde
als beste Euterkuh der Rasse Holsteins ausgezeichnet. In der vierten
Färsenklasse konnte sich eine sehr große, kraftvolle Manager-Tochter der
Straub GbR, Bonndorf vor Goldwin-Philadelphia von Josef Gloning,
Buchhausen platzieren.
Mit drei
Klassen waren auch die Zweitkalbskühe sehr stark besetzt. Gleich die
erste Klasse war mit erfolgreichen Kühen des Vorjahres sehr hochkarätig
besetzt. Durchsetzen konnte sich schließlich Dreamline der Mock GbR,
Markdorf vor der frisch gekalbten Luncrest, der Siegerfärse des letzten
Jahres aus der Straub GbR, Bonndorf. Die zweite Klasse ging an die sehr
große, stilvolle Integrity-Tochter Illinois von Josef Gloning,
Buchhausen vor der September-Tochter Jessica von Uwe Maier, Reitprechts.
Die dritte Klasse konnte die Lee-Tochter Sirene von Franz und Markus
Mock, Markdorf für sich entscheiden. Bei der Siegerauswahl setzte sich
die sehr euterstarke Gibson-Tochter Dreamline vor der typstarken
Integrity-Tochter Illinois durch.
Siegerin
der mittleren Kühe wurde die Starleader-Tochter Safari von Dieter
Schänzel Essingen, vor der Boss Iron- Tochter Hawanna der Gekle-Gramer
GbR, Rexingen. Die beiden Klassen der alten Kühe wurden gewonnen von der
Approval-Tochter Asamoa der Mock GbR, Markdorf und der Bodo-Tochter
Heidi von Holger Bertsch, Jagsthausen. Diese beiden machten schließlich
auch den Sieg der Altersklasse unter sich aus, Asamoa wurde Siegerin
Heidi Reservesiegerin der alten Kuhklassen.
Die fünf
zur Champion Auswahl vorgestellten Töchter zeigten die sehr
professionelle Hand des Preisrichters. Große, scharfe, sehr stilvolle
Kühe mit guter Rippe und besten Eutern stellten sich der letzten
Entscheidung. Dabei konnte sich die kompletteste aller Kühe, die
Gibson-Tochter Dreamline als Grand Champion durchsetzen.

Erfreulich groß war das Aufgebot der Braunviehkühe. Trotz der großen
Entfernung zum Kernzuchtgebiet konnten 54 Spitzentiere von höchstem
Niveau gezeigt werden. Mit Sicherheit auch ein Verdienst der
Jungzüchter, die sich professionell um die Betreuung der Tiere gekümmert
haben. Mit Markus Mock konnte einer der bekanntesten
Holsteinpreisrichter als Preisrichter gewonnen werden. Nicht nur in
Österreich sondern auch in Schweiz hatte er in der Vergangenheit bereits
seine Qualitäten als Braunviehpreisrichter bestätigt und unterstrich
diese mit der Richtertätigkeit in Ilshofen. Ebenso wie Markus Gerber
fällte er schnell und präzise sein Urteil, das er prägnant kommentierte
und viel Zuspruch vom Publikum erfuhr.
Mit 21
von 54 Schaukühen waren auch bei der Rasse Braunvieh die jungen Klassen
gut besetzt und brachten bisher unbekannte Kühe ins Schaugeschehen.
Gleich die erste Klasse war stark besetzt. Hier konnte sich eine
typstarke Jackpot-Tochter von Albert Traut, Untermooweiler vor einer
Ridge-Tochter des Betriebes Alois Renz, Hauerz durchsetzen. Die zweite
Klasse wurde angeführt von einer Hussay-Tochter des Betriebes Franz und
Andreas Denzel, Eberhardzell vor einer Jemy-Tochter des Betriebes Jürgen
Greiner, Unterurbach. Aufsehenerregend war jedoch die Siegerin der
dritten Jungkuhklasse. Die Jublend-Tochter Witti des Betriebes Alois
Müller, Witschwende ergriff nicht nur den Preisrichter sondern breite
Teile des Publikums. Groß, stilvoll und mit perfektem Euter ausgestattet
konnte sie sich nicht nur in der Klasse sondern auch bei allen Färsen
vor ihrer Ringkonkurrentin Kora aus dem Bestand von Franz J. und
Gabriele Kramer, Edelbeuren durchsetzen.
Die
Klasse der Zweitkalbskühe war zwar nur mit 8 Kühen besetzt, da diese
jedoch in einem Ring antraten, erweckte die Entscheidung in diesem Ring
den Eindruck einer Siegerauswahl auf Bundesebene. Viele in der
Vergangenheit erfolgreiche Kühe wie die General-Tochter Larry von
Friedrich Sauter Krattenweiler, die Pronto-Tochter Berta von Mathias
Härle, Dellmensingen oder die Hustar-Tochter Astrid von Albert Traut,
Untermooweiler zeigten sich in beeindruckendem Format. Unschlagbar war
jedoch an diesem Tag die Prossli-Tochter Ulena,von Franz Popp, Iggenau
in ihrer Komplettheit, genügend Stärke, gutem Bein und einem perfekt
ausbalancierten Euterkörper. Obwohl erst kurz in Milch, zeigte sie sich
frisch wie eh und je. Somit platzierte sie sich vor der etwas
milchtypischeren General-Tochter Larry von Friedrich Sauter,
Krattenweiler.

Auch die
Drittkalbskühe waren hochkarätig besetzt. Klare Siegerin wurde jedoch
die Cojak- Tochter Karmen vor der Jasper-Tochter Japsi von Anton
Köberle, Ummendorf. Karmen stammt aus der Zucht von Edwin Kling,
Murrwangen und hatte bereits 2008 eine sehr erfolgreiche Schausaison mit
Erfolgen auf Landes- und Bundesebene hinter sich. Die alten Kuhklassen
wurden in drei Ringen gerichtet.

Dabei trat gleich im ersten Ring die
Grand Champion Kuh 2008 Finesse von Friedrich Sauter, Krattenweiler an
und konnte ihre Klasse klar für sich entscheiden. Die zweite Klasse
wurde von der Ace-Tochter Ulli aus dem Bestand von Franz Popp, Iggenau
gewonnen. Die Kuh ist die Mutter der ebenfalls erfolgreichen
Prossli-Tochter Ulena. In der Klasse der Kühe mit 6 und mehr Kälbern
traten 6 Kühe an, 2 davon die Kühe Evita von Edwin Kling, Murrwangen und
Inge von Friedrich Sauter, Krattenweiler hatten am Schautag bereits mehr
als 100.000 kg Milch produziert und wurden hierfür von der RBW mit einem
Sonderpreis geehrt. Auch Markus Mock stellte diese beiden verdienten
Kühe an die Spitze der Klasse. Bei der Siegerauswahl konnte sich jedoch
die jüngere Generation aufgrund der Euter durchsetzen. So wurde Ace-Ulli
vor Ace-Finesse Siegerkuh alt.

Beeindruckend auch hier das Finish des Richtwettbewerbs. Begonnen wurde
dieses mit der Wahl der besten Euterkuh. 9 Kühe aus den einzelnen
Klassen rangen um diesen Titel, der schließlich an die Siegerkuh der
Zweitkalbskühe, die Prossli-Tochter Ulena von Franz Popp ging. Noch
spektakulärer jedoch war die Wahl des Grand Champions. Allen Kandidaten,
der Siegerfärse Witti, der Siegerin jung Ulena, der Siegerin mittel
Karmen und der Siegerin alt, Ulli wurden Chancen eingeräumt, da alle
vier auf extrem hohem Niveau mitspielten. Markus Mock begründete seine
Entscheidung dann damit, dass vor allem eine hier anwesende Kuh auf
internationalem Parkett ganz vorne mitspielen könne und wählte deshalb
die Siegerjungkuh, Witti von Alois Müller, Witschwende zum Grand
Champion der Rasse Braunvieh.

Erfreulich war, dass bei der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Lage
der Milcherzeuger die Kuh im Mittelpunkt dieser beiden Tage in der Arena
Hohenlohe stand. Da viele neue Betriebe und vor allem eine Vielzahl von
Jungzüchtern sich an der Schau beteiligten, lässt die RBW hoffnungsvoll
in die Zukunft der Rinderzucht blicken.
Damit
konnte die RBW einen gelungenen Probelauf für die
Bundesfleckviehschau
2009 in Ilshofen sowie für die Jubiläumsschau 2010 veranstalten. Wobei
es sicher schwierig werden wird, sowohl vom Ablauf als auch vom Niveau
der Schau bei kommenden Veranstaltungen eine Steigerung zu erzielen.
Platzierungsliste
Platzierungsliste (alle Schautiere) als PDF-Datei
|
Rasse /
Sieger |
Nr. |
Name |
Vater |
Besitzer |
|
Fleckvieh |
|
Siegerjungkuh |
26 |
Loreena |
Webal |
Markus Endress, Taisersdorf |
|
Reservesiegerjungkuh |
18 |
Rubina |
Diomel |
Mathias Schlatterer,
Nenzingen |
|
Sieger jung |
37 |
Libelle |
Iner |
Albrecht Kemmler,
Kusterdingen |
|
Reservesieger jung |
44 |
Liane |
Waterberg |
Norbert u. Sabine Bertel,
Horgenzell |
|
Sieger mittel |
58 |
Ariane |
Regens |
Kubach GbR, Langenbeutingen |
|
Reservesieger mittel |
62 |
Filomena |
Nohorr |
Werner Nübel, Oberrot |
|
Sieger alt |
78 |
Durmel |
Zeunotus |
Werner Nübel, Oberrot |
|
Reservesieger alt |
87 |
Giese |
Romen |
Kubach GbR, Langenbeutingen |
|
Fleischsieger |
43 |
Tanja |
Romel |
Willi und Holger Armbruster,
Frutenhof |
|
Eutersieger |
37 |
Libelle |
Iner |
Albrecht Kemmler,
Kusterdingen |
|
Grand Champion |
78 |
Durmel |
Zeunotus |
Werner Nübel, Oberrot |
|
Holsteins |
|
Siegerjungkuh |
117 |
Sunshine |
Dundee |
Josef Gloning, Buchhausen |
|
Reservesiegerjungkuh |
110 |
Pitty |
Dundee |
Franz und Markus Mock GbR,
Markdorf |
|
Sieger jung |
134 |
Dreamline |
Gibson |
Franz und Markus Mock GbR,
Markdorf |
|
Reservesieger jung |
148 |
Illinois |
Inegrity |
Josef Gloning, Buchhausen |
|
Sieger mittel |
166 |
Safari |
Starleader |
Dieter Schänzel, Essingen |
|
Reservesieger mittel |
159 |
Hawanna |
Boss Iron |
Gekle-Gramer GbR, Rexingen |
|
Sieger alt |
171 |
Asamoa |
Approval |
Franz und Markus Mock GbR,
Markdorf |
|
Reservesieger alt |
175 |
Heidi |
Bodo |
Holger Bertsch, Jagsthausen |
|
Eutersieger |
118 |
Hillary |
Ramos |
Franz und Markus Mock GbR,
Markdorf |
|
Grand Champion |
134 |
Dreamline |
Gibson |
Franz und Markus Mock GbR,
Markdorf |
|
Braunvieh |
|
Siegerjungkuh |
204 |
Witti |
Jublend |
Alois Müller, Witschwende |
|
Reservesiegerjungkuh |
200 |
Kora |
Pronto-S. |
Franz J. und Gabriele Kramer,
Edelbeuren |
|
Sieger jung |
205 |
Ulena |
Prossli |
Franz Popp, Iggenau |
|
Reservesieger jung |
216 |
Larry |
General |
Friedrich Sauter,
Krattenweiler |
|
Sieger mittel |
221 |
Karmen |
Cojak |
Edwin Kling, Murrwangen |
|
Reservesieger mittel |
226 |
Japsi |
Jasper |
Anton Köberle, Ummendorf |
|
Sieger alt |
233 |
Ulli |
Ace |
Franz Popp, Iggenau |
|
Reservesieger alt |
228 |
Finesse |
Ace |
Freidrich Sauter,
Krattenweiler |
|
Eutersieger |
205 |
Ulena |
Prossli |
Franz Popp, Iggenau |
|
Grand Champion |
204 |
Witti |
Jublend |
Alois Müller, Witschwende |
|
(Jungkuh = 1 Kalb, Sieger jung = 2 Kälber, Sieger
mittel = 3 Kälber, Sieger alt = 4 und mehr Kälber)
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Schau-Impressionen
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Online RBW-Fotoalbum

Südwest-3-Video-Beitrag Landesschau
(nur einige Tage nach der Schau einsehbar)
Dr. Alfred Weidele

