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RBW-Schau 2009

  Schau-Impressionen | Online RBW-Fotoalbum 

Das Fest der Schönen Kühe

Mit vollen Rängen und Kühen auf nationalem Niveau feierte die Rinderzucht in Baden-Württemberg anlässlich der RBW Schau 2009 in der Arena Hohenlohe die züchterische Arbeit des vergangenen Jahres. Dabei zeigten die vorgestellten Kuhklassen über alle Rassen hinweg höchstes Niveau und präsentierten vor allem bei den jüngeren Kuhklassen Schaukühe, die auf überregionalen Schauen künftig eine Rolle spielen werden

Eröffnet wurde die RBW-Schau 2009 vom Vorsitzenden der RBW Georg Häckel, der bereits am Züchterabend eine Reihe von Gästen begrüssen konnte. Besonders erfreulich war die große Resonanz der Schau in den deutschen und europäischen Rinderzuchtgebieten. So waren Gäste aus der Schweiz, Österreich, Kroatien, Polen, den Niederlanden und Frankreich eingetroffen. Im Mittelpunkt des Züchterabends stand die Ehrung von verdienten Züchtern. Dabei lobt die RBW mit der Auszeichnung Züchter des Jahres und der Marketing Münze für die Rassen Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh jeweils zwei wichtige Auszeichnungen aus. Bei der Auszeichnung Züchter des Jahres werden Schauerfolge, züchterische Erfolge in Form von geprüften Vererbern, Prüfbullen und Bullenmütter und der Bereich der Dauerleistungskühe gewertet.

Mit der Auszeichnung Züchter des Jahres der Rasse Fleckvieh konnte in diesem Jahr der Betrieb Josef und Andreas Österle, Herbrechtingen ausgezeichnet werden, der mit Robi, Romorb und Pax gleich drei Bullen in einem Jahr in den Wiedereinsatz bringen konnte. Bei der Rasse Holsteins wurde erneut der Betrieb Franz und Markus Mock, Markdorf mit der Graf Douglas-Medaille ausgezeichnet, der neben den Bullen Folee, Inlee, Molee, Stromer und Jockorm im Wiedereinsatz auch auf zahlreiche Schauerfolge zurückblicken konnte. Der Betrieb Friedrich Sauter, Krattenweiler wurde zum 4. mal mit der Auszeichnung Züchter des Jahres gewürdigt. Er konnte vor allem durch Schauerfolge und seine interessanten Zuchtkühe in der Bewertung für sich punkten. Als erfolgreichste Vermarkter der RBW wurden die Betriebe Georg und Jochen Häckel, Osterstetten, Franz und Markus Mock, Markdorf und Edwin Kling, Murrwangen mit der Marketing-Münze ausgezeichnet.

Nach der Ehrung von verdienten Züchtern konnten insgesamt 5 Nachzuchten präsentiert werden. Besonderes Interesse weckten dabei die neuen Bullen der RBW. Als hoffnungsvoller Neueinsteiger konnte aus dem Fleckviehzuchtprogramm der Dionis-Sohn Diport gezeigt werden. Diport wurde von Gerhard und Georg Maurer Engelhardshausen gezüchtet. Er hat bereits einen ersten noch unsicheren Gesamtzuchtwert von GZW 120, läßt jedoch eine noch größere Leistungsbereitschaft erwarten, da seine Einsatzleistungen weit über dem Durchschnitt der Population liegen. Seine Töchter sind lang und stilvoll, zeigen ein jugendliches Entwicklungspotenzial bei feinem Knochenbau. Die Euter sind gut platziert bei guten Zentralbändern und schönen Schenkeleuterkörpern bei durchschnittlichem Vordereuter. Die Euter sind mit deutlicher Beaderung versehen.

Von besonderem Interesse war die Nachzuchtgruppe des Spitzenbullen Homorry. Dieser Hostress-Sohn aus der Zucht von Jan und Franz Mayer, Engen konnte in der letzten Zuchtwertschätzung erneut zulegen und wird augenblicklich als große Blutalternative gefeiert. Homorry-Töchter sind knapp mittelrahmig, sehr gut in der Mittelhand ausbalanciert. Sie zeigen überraschend viel Körpertiefe und Bemuskelung und versprechen stabile Laufstallkühe zu werden. Die Trachtenvererbung ist deutlich überdurchschnittlich. Die Euter sind korrekt angesetzt. Die ausgestellten Zweitkalbskühe unterstrichen die Haltbarkeit der Homorry-Euter.

Aus der Schaukollektion konnte mit Rentar eine dritte Nachzucht, in diesem Fall aus dem Wiedereinsatz gezeigt werden. Nachdem Rentar heute einen leicht besseren Zuchtwert wie bei seiner ersten Schätzung 2001 zeigt, unterstreicht Rentar wie kaum ein anderer Bulle die Verlässlichkeit der heimischen Prüfprogramme durch unselektierten Testeinsatz und breite Streuung der Nachkommen. Die 7 gezeigten Töchter zeigten in beeindruckender Weise das Vererbungsprofil des Bullen. Mittelrahmige Töchter mit guten, steileren Fundamente mit besten haltbaren Eutern zeichnen ihn aus.

Als interssante Holstein-Nachzuchten konnten die Bullen Labes und Risther gezeigt werden. Labes ist ein frührer Lancelot-Sohn aus der bekannten Jocko Besne-Tochter Helsinki. Er verspricht stabile Produktionskühe mit guter Knochenqualität und bester Trachtenhöhe. Der Bulle zeigt sich extrem hoch in der Eiweißleistung und lässt einen guten Zuchtwert erwarten. Aus Tschechien, wo der Bulle mitgeprüft wurde, liegen bereits sichere und sehr hohe Exterieurzahlen vor.

Viel Aufsehen erregte die Nachzuchtgruppe des Bullen Risther. Risther ist ein früher Riverland-Sohn aus der Zucht von Fritz und Alexander Straub, Bonndorf, der sich auf Anhieb auf der Top-Liste platzieren konnte und sich gleichzeitig als Bullenvater qualifiziert konnte. Risther bringt mittelrahmige, jugendliche Töchter mit besten Fundamenten. Die Euter der Töchter sind fehlerfrei. Risther ist ein kompletter Vererber der neben seiner guten Leistungsbereitschaft auch in den funktionalen Merkmalen überzeugen kann.

Mit 214 Kühen im Schaukontingent konnte ein Rekordauftrieb erzielt werden. 86 Tiere der Rasse Fleckvieh, 74 Tiere der Rasse Holsteins und 54 Kühe der Rasse Braunvieh stellten sich dem Urteil der Preisrichter. Über alle Rassen hinweg waren die Schaukontingente gekennzeichnet durch eine Vielzahl von jungen Kühen was neuen Betrieben und Kühen die Möglichkeit gab in das aktuelle Schaugeschehen einzugreifen. Vor allem für die Beschicker war erfreulich, dass mit 3000 Besuchern ein neuer Rekordbesuch erreicht werden konnte.

Für die Rasse Fleckvieh konnte erneut Dieter Bürger aus Wiebelsheim als Preisrichter gewonnen werden. Er musste sich gleich zu Beginn der Veranstaltung mit sehr großen Jungkuhklassen auseinander setzen. Diese bestachen vor allem durch extrem ausgewogene Euter mit bester Textur und Strichplatzierung. Auffallend war hierbei die große Zahl an Töchtern von Prüfbullen im Schaukontingent, fast ein Viertel der Schaukühe stammte von Prüfbullen aus dem Testeinsatz. Auch eine Reihe von heimischen Vererbern konnte die Spitze der einzelnen Klassen mitbestimmen. Die erste Jungkuhklasse wurde von einer Romsel-Tochter des Bestandes von Markus und Annekarin Atz, Daefern gewonnen. Sie zeigte sich sehr ausbalanciert im Zweinutzungstyp. Die zweite Klasse wurde von einer Diomel-Tochter des Betriebes Mathias Schlatterer, Nenzingen gewonnen. Diese sehr schicke großrahmige Jungkuh zeigte eines der besten Euter der Schau und konnte sich den Reservesieg der Jungkühe der Rasse Fleckvieh sichern. Siegerjungkuh wurde die Webal-Tochter Loreena von Markus Endres, Taisersdorf, die schon sehr gut in der Entwicklung stand und sich auf excellenten Beinen bewegte.

Besonders spektakulär waren die Zweitkalbskühe. Gleich zwei Iner-Töchter aus dem Testeinsatz konnten jeweils ihre Klassen gewinnen. Ottawa von A. und L. Schneider GbR, Gantenwald konnte sich vor einer extrem euterbetonten Romel-Tochter von Günther Grieser, Pfitzingen durchsetzen. Zudem gewann die Iner-Tochter Libelle von Albrecht Kemmler Kusterdingen ihre Klasse vor einer Romsel-Tochter des Betriebes Bertel, Horgenzell. Der Betrieb Norbert und Sabine Bertel stellte auch die Siegerin der dritten Kuhklasse der Zweitkalbskühe mit der Waterberg-Tochter Liane, die bereits in der Vergangenheit auf Schauen erfolgreich gewesen war. Diese Kuh zeigte sich sehr ausgewogen mit guter Mittelhand und korrektem Bein. Schlußendlich musste sie sich jedoch der Iner-Tochter Libelle geschlagen geben, da diese noch beeindruckender in Eutertextur und Euterkörper punkten konnte. Nicht ohne Grund: Libelle wurde am Ende der Schau zur Eutersiegerin der Rasse Fleckvieh gekürt. Iner konnte so gleich doppelt seine herausragenden Exterieureigenschaften unterstreichen.

Die erste Klasse der 3.Kalbskühe konnte von der Rentar-Tochter Asra des Betriebes Manfred Dürr, Edelfingen vor einer Romadi-Tochter des Betriebes Hennegriff, Balsbach gewonnen werden. Die zweite Klasse war bestimmt von der Regens-Tochter Ariane des Betriebes Kubach GbR, Langenbeutingen. Diese schnittige, großrahmige Kuh zeigte ein sehr korrektes und gut beadertes Euter, was ihr den Vorteil vor der Nohorr Tochter Fimomena von Werner Nübel, Oberrot gab, die bereits letztes Jahr Reservesiegerin ihrer Kuhklasse geworden war. Diesen Titel konnte sie bestätigen, da sich Regens Ariane in der Siegerauswahl als beste mittlere Fleckviehkuh platzieren konnte. Die alten Kühe wurden in vier Ringen gerichtet.

Der erste Ring wurde von der bekannten Aleon-Tochter Peggy des Betriebes Karl und Siegfried Nägele Bissingen gewonnen. Diese Kuh stammt aus dem Testeinsatz und zeigte sich in ihrer Komplettheit nun schon im 5. Kalb. Die weiteren Klassen wurden gewonnen von der Zeunotus-Tochter Durmel von Werner Nübel, Oberrot, der Lotarry Tochter Bianca von Kurt Schneider, Schlossschiedelfeld und der Romen-Tochter Giese von der Kubach GbR. Besondes spannend war hier die Siegerauswahl, da sich die Kühe vor allem im Format und der Bemuskelung deutlich unterschieden. Alle vier Klassensieger zeigten jedoch excellente Euter. Schließlich gewann die mittelrahmige gut bemuskelte Zeunotus- Tochter Durmel vor der Romen-Tochter Giese mit 8 Kälbern. Als Siegerin wurde Durmel dann in einem spektakulären Schlußbild auch zur Grand Champion Kuh Fleckvieh gewählt.

Als Fleischsiegerin konnte sich die Romel-Tochter Tanja von Willi und Holger Armbruster, Frutenhof durchsetzen.

Mit Markus Gerber konnte einer der besten europäischen Preisrichter für die RBW-Schau gewonnen werden. Gleich zu Beginn sah er sich 4 Färsenklassen mit insgesamt 38 Tieren - Jungkühen mit europäischem Format gegenüber. In allen Klassen überzeugten die großrahmigen stilvollen Färsen mit besten Eutern, auf einem Niveau wie es selten auf deutschen Schauen gezeigt wurde. Wieder einmal zeigte sich eine breite Spitze der heimischen Holsteinzucht.

Die erste Kuhklasse konnte Dieter Schänzel, Essingen mit einer Derek-Tochter vor der Kuh Goldwin Gisella von Josef Frosch, Pfahlheim für sich entscheiden. Die zweite Klasse wurde von der Dundee-Tochter Pitty der Mock GbR, Markdorf vor der Energy-Tochter Ze Roberto aus dem gleichen Bestand gewonnen. Pitty konnte sich später auch den Reservesieg sichern. Die dritte Färsenklasse wurde von der Dundee-Tochter Sunshine von Josef Gloning, Buchhausen gewonnen. Diese typstarke großrahmige Färse konnte sich vor der euterstarken Ramos-Tochter Hillary aus dem Bestand der Mock GbR platzieren. Sunshine gelang es sich später als Siegerfärse, vor der sehr großen, rumpfigen, feinzelligen Pitty  durchzusetzen. Hillary wurde als beste Euterkuh der Rasse Holsteins ausgezeichnet. In der vierten Färsenklasse konnte sich eine sehr große, kraftvolle Manager-Tochter der Straub GbR, Bonndorf vor Goldwin-Philadelphia von Josef Gloning, Buchhausen platzieren.

Mit drei Klassen waren auch die Zweitkalbskühe sehr stark besetzt. Gleich die erste Klasse war mit erfolgreichen Kühen des Vorjahres sehr hochkarätig besetzt. Durchsetzen konnte sich schließlich Dreamline der Mock GbR, Markdorf vor der frisch gekalbten Luncrest, der Siegerfärse des letzten Jahres aus der Straub GbR, Bonndorf. Die zweite Klasse ging an die sehr große, stilvolle Integrity-Tochter Illinois von Josef Gloning, Buchhausen vor der September-Tochter Jessica von Uwe Maier, Reitprechts. Die dritte Klasse konnte die Lee-Tochter Sirene von Franz und Markus Mock, Markdorf für sich entscheiden. Bei der Siegerauswahl setzte sich die sehr euterstarke Gibson-Tochter Dreamline vor der typstarken Integrity-Tochter Illinois durch.

Siegerin der mittleren Kühe wurde die Starleader-Tochter Safari von Dieter Schänzel Essingen, vor der Boss Iron- Tochter Hawanna der Gekle-Gramer GbR, Rexingen. Die beiden Klassen der alten Kühe wurden gewonnen von der Approval-Tochter Asamoa der Mock GbR, Markdorf und der Bodo-Tochter Heidi  von Holger Bertsch, Jagsthausen. Diese beiden machten schließlich auch den Sieg der Altersklasse unter sich aus, Asamoa wurde Siegerin Heidi Reservesiegerin der alten Kuhklassen.

Die fünf zur Champion Auswahl vorgestellten Töchter zeigten die sehr professionelle Hand des Preisrichters. Große, scharfe, sehr stilvolle Kühe mit guter Rippe und besten Eutern stellten sich der letzten Entscheidung. Dabei konnte sich die kompletteste aller Kühe, die Gibson-Tochter Dreamline als Grand Champion durchsetzen.

Erfreulich groß war das Aufgebot der Braunviehkühe. Trotz der großen Entfernung zum Kernzuchtgebiet konnten 54 Spitzentiere von höchstem Niveau gezeigt werden. Mit Sicherheit auch ein Verdienst der Jungzüchter, die sich professionell um die Betreuung der Tiere gekümmert haben. Mit Markus Mock konnte einer der bekanntesten Holsteinpreisrichter als Preisrichter gewonnen werden. Nicht nur in Österreich sondern auch in Schweiz hatte er in der Vergangenheit bereits seine Qualitäten als Braunviehpreisrichter bestätigt und unterstrich diese mit der Richtertätigkeit in Ilshofen. Ebenso wie Markus Gerber fällte er schnell und präzise sein Urteil, das er prägnant kommentierte und viel Zuspruch vom Publikum erfuhr.

Mit 21 von 54 Schaukühen waren auch bei der Rasse Braunvieh die jungen Klassen gut besetzt und brachten bisher unbekannte Kühe ins Schaugeschehen. Gleich die erste Klasse war stark besetzt. Hier konnte sich eine typstarke Jackpot-Tochter von Albert Traut, Untermooweiler vor einer Ridge-Tochter des Betriebes Alois Renz, Hauerz durchsetzen. Die zweite Klasse wurde angeführt von einer Hussay-Tochter des Betriebes Franz und Andreas Denzel, Eberhardzell vor einer Jemy-Tochter des Betriebes Jürgen Greiner, Unterurbach. Aufsehenerregend war jedoch die Siegerin der dritten Jungkuhklasse. Die Jublend-Tochter Witti des Betriebes Alois Müller, Witschwende ergriff nicht nur den Preisrichter sondern breite Teile des Publikums. Groß, stilvoll und mit perfektem Euter ausgestattet konnte sie sich nicht nur in der Klasse sondern auch bei allen Färsen vor ihrer Ringkonkurrentin Kora aus dem Bestand von Franz J. und Gabriele Kramer, Edelbeuren durchsetzen.

Die Klasse der Zweitkalbskühe war zwar nur mit 8 Kühen besetzt, da diese jedoch in einem Ring antraten, erweckte die Entscheidung in diesem Ring den Eindruck einer Siegerauswahl auf Bundesebene. Viele in der Vergangenheit erfolgreiche Kühe wie die General-Tochter Larry von Friedrich Sauter Krattenweiler, die Pronto-Tochter Berta von Mathias Härle, Dellmensingen oder die Hustar-Tochter Astrid von Albert Traut, Untermooweiler zeigten sich in beeindruckendem Format. Unschlagbar war jedoch an diesem Tag die Prossli-Tochter Ulena,von Franz Popp, Iggenau in ihrer Komplettheit, genügend Stärke, gutem Bein und einem perfekt ausbalancierten Euterkörper. Obwohl erst kurz in Milch, zeigte sie sich frisch wie eh und je. Somit platzierte sie sich vor der etwas milchtypischeren General-Tochter Larry von Friedrich Sauter, Krattenweiler.

Auch die Drittkalbskühe waren hochkarätig besetzt. Klare Siegerin wurde jedoch die Cojak- Tochter Karmen vor der Jasper-Tochter Japsi von Anton Köberle, Ummendorf. Karmen stammt aus der Zucht von Edwin Kling, Murrwangen und hatte bereits 2008 eine sehr erfolgreiche Schausaison mit Erfolgen auf Landes- und Bundesebene hinter sich.  Die alten Kuhklassen wurden in drei Ringen gerichtet.

Dabei trat gleich im ersten Ring die Grand Champion Kuh 2008 Finesse von Friedrich Sauter, Krattenweiler an und konnte ihre Klasse klar für sich entscheiden. Die zweite Klasse wurde von der Ace-Tochter Ulli aus dem Bestand von Franz Popp, Iggenau gewonnen. Die Kuh ist die Mutter der ebenfalls erfolgreichen Prossli-Tochter Ulena. In der Klasse der Kühe mit 6 und mehr Kälbern traten 6 Kühe an, 2 davon die Kühe Evita von Edwin Kling, Murrwangen und Inge von Friedrich Sauter, Krattenweiler hatten am Schautag bereits mehr als 100.000 kg Milch produziert und wurden hierfür von der RBW mit einem Sonderpreis geehrt. Auch Markus Mock stellte diese beiden verdienten Kühe an die Spitze der Klasse. Bei der Siegerauswahl konnte sich jedoch die jüngere Generation aufgrund der Euter durchsetzen. So wurde Ace-Ulli vor Ace-Finesse Siegerkuh alt.

Beeindruckend auch hier das Finish des Richtwettbewerbs. Begonnen wurde dieses mit der Wahl der besten Euterkuh. 9 Kühe aus den einzelnen Klassen rangen um diesen Titel, der schließlich an die Siegerkuh der Zweitkalbskühe, die Prossli-Tochter Ulena von Franz Popp ging. Noch spektakulärer jedoch war die Wahl des Grand Champions. Allen Kandidaten, der Siegerfärse Witti, der Siegerin jung Ulena, der Siegerin mittel Karmen und der Siegerin alt, Ulli wurden Chancen eingeräumt, da alle vier auf extrem hohem Niveau mitspielten. Markus Mock begründete seine Entscheidung dann damit, dass vor allem eine hier anwesende Kuh auf internationalem Parkett ganz vorne mitspielen könne und wählte deshalb die Siegerjungkuh, Witti von Alois Müller, Witschwende zum Grand Champion der Rasse Braunvieh.

Erfreulich war, dass bei der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Lage der Milcherzeuger die Kuh im Mittelpunkt dieser beiden Tage in der Arena Hohenlohe stand. Da viele neue Betriebe und vor allem eine Vielzahl von Jungzüchtern sich an der Schau beteiligten, lässt die RBW hoffnungsvoll in die Zukunft der Rinderzucht blicken.

Damit konnte die RBW einen gelungenen Probelauf für die Bundesfleckviehschau 2009 in Ilshofen sowie für die Jubiläumsschau 2010 veranstalten. Wobei es sicher schwierig werden wird, sowohl vom Ablauf als auch vom Niveau der Schau bei kommenden Veranstaltungen eine Steigerung zu erzielen.

Platzierungsliste

Platzierungsliste (alle Schautiere) als PDF-Datei

Rasse / Sieger Nr. Name Vater Besitzer
Fleckvieh 

Siegerjungkuh

26

Loreena

Webal

Markus Endress, Taisersdorf

Reservesiegerjungkuh

18

Rubina

Diomel

Mathias Schlatterer, Nenzingen

Sieger jung

37

Libelle

Iner

Albrecht Kemmler, Kusterdingen

Reservesieger jung

44

Liane

Waterberg

Norbert u. Sabine Bertel, Horgenzell

Sieger mittel

58

Ariane

Regens

Kubach GbR, Langenbeutingen

Reservesieger mittel

62

Filomena

Nohorr

Werner Nübel, Oberrot

Sieger alt

78

Durmel

Zeunotus

Werner Nübel, Oberrot

Reservesieger alt

87

Giese

Romen

Kubach GbR, Langenbeutingen

Fleischsieger

43

Tanja

Romel

Willi und Holger Armbruster, Frutenhof

Eutersieger

37

Libelle

Iner

Albrecht Kemmler, Kusterdingen

Grand Champion

78

Durmel

Zeunotus

Werner Nübel, Oberrot

Holsteins

Siegerjungkuh

117

Sunshine

Dundee

Josef Gloning, Buchhausen

Reservesiegerjungkuh

110

Pitty

Dundee

Franz und Markus Mock GbR, Markdorf

Sieger jung

134

Dreamline

Gibson

Franz und Markus Mock GbR, Markdorf

Reservesieger jung

148

Illinois

Inegrity

Josef Gloning, Buchhausen

Sieger mittel

166

Safari

Starleader

Dieter Schänzel, Essingen

Reservesieger mittel

159

Hawanna

Boss Iron

Gekle-Gramer GbR, Rexingen

Sieger alt

171

Asamoa

Approval

Franz und Markus Mock GbR, Markdorf

Reservesieger alt

175

Heidi

Bodo

Holger Bertsch, Jagsthausen

Eutersieger

118

Hillary

Ramos

Franz und Markus Mock GbR, Markdorf

Grand Champion

134

Dreamline

Gibson

Franz und Markus Mock GbR, Markdorf

Braunvieh

Siegerjungkuh

204

Witti

Jublend

Alois Müller, Witschwende

Reservesiegerjungkuh

200

Kora

Pronto-S.

Franz J. und Gabriele Kramer, Edelbeuren

Sieger jung

205

Ulena

Prossli

Franz Popp, Iggenau

Reservesieger jung

216

Larry

General

Friedrich Sauter, Krattenweiler

Sieger mittel

221

Karmen

Cojak

Edwin Kling, Murrwangen

Reservesieger mittel

226

Japsi

Jasper

Anton Köberle, Ummendorf

Sieger alt

233

Ulli

Ace

Franz Popp, Iggenau

Reservesieger alt

228

Finesse

Ace

Freidrich Sauter, Krattenweiler

Eutersieger

205

Ulena

Prossli

Franz Popp, Iggenau

Grand Champion

204

Witti

Jublend

Alois Müller, Witschwende


(
Jungkuh = 1 Kalb, Sieger jung = 2 Kälber, Sieger mittel = 3 Kälber, Sieger alt = 4 und mehr Kälber)
 

  Schau-Impressionen | Online RBW-Fotoalbum 

Südwest-3-Video-Beitrag Landesschau
(nur einige Tage nach der Schau einsehbar)

Dr. Alfred Weidele

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