RBW-Schau 2006
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Volles Haus
trotz Eis und Schnee
Trotz
widrigster Umstände konnte die RBW am 11. und 12. März erneut vor vollen
Rängen die RBW-Schau 2006 durchführen. Vor einer Kulisse von mehr als
2000 Besuchern präsentierten sich 220 Spitzenkühe aus ganz
Baden-Württemberg dem sehr fachkundigen Publikum. Dabei wurden von
Reinhard Scherzer, Partnion (Österreich), Martin Biederbick, Diemelsee
(Hessen) und Christian Guggenmos, Rückholz (Bayern) in souveräner Weise
die Kühe straff gerichtet und kommentiert.

Schon bei den ersten
Kuhklassen der Rasse Fleckvieh musste sich Reinhard Scherzer
eingestehen, dass er vor eine schwere Aufgabe gestellt worden war. Mit
sehr starken Euterkühen konfrontiert, die auch in sehr großer Zahl von
heimischen Vererbern wie Rentar und Hostress abstammten, selektierte
Reinhard Scherzer vor allem Kühe, die sich durch kompletten Ausdruck
zeigten. Dabei stellte er als Ziel die Kuh mit gutem Fundament bei einem
ausgeglichenen Zweinutzungstyp in den Vordergrund. So fanden sich nicht
nur die Euterkühe sondern auch die Fleischsieger der einzelnen Ringe in
der Regel auf den ersten Plätzen.
Die erste Jungkuhklasse
wurde von einer sehr ausbalancierten Humlang-Tochter des Betriebes Kurt
Schneider, Sulzbach Laufen gewonnen, die sich vorn einer sehr langen und
mit besten Fundament ausgestatteten Horb-Tochter des Betriebes Albert
Mühlberger, Neresheim platzieren konnte. Die Vorstellung dieser Kuh war
so überzeugend, dass sie sich später den Reservesieg sichern konnte.
Ebenfalls sehr beeindruckend war die Siegerin der zweiten Klasse, einer
Rentar-Tochter des Betriebes Hansjoerg Keck aus Schopfloch, die als
Euterkuh auch später bei den einzelnen Siegerauswahlen noch lange im
Gespräch war. Die überzeugendste Vorstellung an diesem Tag lieferte
jedoch die Klassensiegerin der Jungkuhklasse 4. Die Regio Tochter Hella
aus der Vollschwester des RBW-Bullen Pamir des Zuchtbetriebes Friedhelm
Hahn, Engelhardshausen konnte mit ihrer Kombination aus moderner
Milchkuh im mittleren Rahmen bei genug Zweinutzungsausdruck den
Preisrichter schon beim ersten Betreten des Ringes überzeugen und wurde
nicht nur Klassensiegerin sondern auch Siegerin der sehr hochwertig
besetzten Jungkuhklassen.
Bei den Zweitkalbskühen
rangen vor allem drei Kühe um den Sieg. Dies war eine Regio-Tochter aus
dem Betrieb Reinhold Haag, Berwinkel, die bekannte Romel-Tochter Korea
des Betriebes Friedrich und Markus Hoffmann, Satteldorf und einer
bereits auf regionaler Ebene erfolgreich gestarteten Romen-Tochter von
Jochen Schmidt, Bad Friedrichshall. Mit Korea konnte der Betrieb
Hoffmann den Erfolg des Vorjahres erneut mit dem Siegertitel für Korea
wiederholen, die vor der Romen-Tochter Inge zur Siegerin jung gekürt
wurde.
Bei den Drittkalbskühen
setzte Reinhard Scherzer vor allem auf ausbalancierte Kühe und so
platzierten sich korrekte Zweinutzungskühe vor sehr euterstarken Kühen.
Den Sieg dieser Klassen machten eine Lotarry-Tochter des Betriebes
Wolfgang Rinn, Raggenreute, und die letztjährige Siegerkuh mittel, die
Saroni-Tochter Bea von Hermann Gross, Blaufelden unter sich aus.
Letztlich konnte sich die Lotarry-Tochter Oliga durchsetzen, da Bea noch
zu frisch nach der Kalbung ihre Vorzüge nicht vollständig ausspielen
konnte.
Eine Reihe von bekannten
Kühen trat bei den alten Kuhklassen an. Hierbei waren Kühe wie die
ehemalige Grand Champion Kuh Biggi der Schneider GbR, Gantenwald, die
bekannte Ronald-Tochter Line von Otto Hennegriff, Balsbach, die
Weinox-Tochter Hanna, Reservesiegerin alt 2005, aus dem Betrieb Josef
Brauchle, Oberessendorf oder die zweimalige Eutersiegerin Roesromen von
Thomas Zimmerer, Eselsmühle. Siegerin wurde schließlich Hanna von Josef
Brauchle vor Biggi der Schneider GbR, Hanna folgte damit ihrer Mutter
als Siegerkuh alt nach. Besonders beeindruckt war der von der Kuh
Roesromen, von Thomas Zimmerer, Eselsmühle, die er mit nun 9 Kälbern und
einer Lebensleistung von 73107 kg Milch zum drittenmal in Folge zur
Gesamteutersiegerin der Rasse Fleckvieh machte. Fleischsiegerin der
Rasse Fleckvieh wurde die sehr komplette und kalibrige Regio-Tochter
Tussi von Willi und Holger Armbruster, Frutenhof.
Ein besonderer Höhepunkt
war sicherlich die Auswahl des Grand Champion.

Beeindrucken konnten die Siegerkühe aller
Altersklassen bei der Präsentation
der Siegerkühe und der Auswahl des Grand Champions der Rasse
Fleckvieh
Hier entschied sich
Reinhard Scherzer schlussendlich berechtigt für die Regio-Tochter Hellas
von Friedhelm Hahn, Engelhardshausen, da sie die kompletteste und am
besten ausbalancierte Kuh des Tages war. Sie hat noch eine große
Schauzukunft vor sich.

Grand champion der Rasse Fleckvieh wurde
die Siegerjungkuh Hellas
von Friedhhelm Hahn Engelhardshausen
Dem Fleckvieh
vergleichbar stark starteten die Holsteins in den Wettbewerb. In vier
Klassen rangen die Jungkühe um den Titel Siegerjungkuh und überzeugten
in vielen Klassen durch extrem enge Entscheidungen in der Spitze. Einige
der Klassensieger werden sicherlich überregional in der nächsten Zeit
wieder zu sehen sein. Die vier Einzelklassen wurden von zwei Betrieben
gewonnen, die schließlich auch den Sieg der Jungkühe unter sich
ausmachten. Uwe Maier aus Reitprechts konnte mit einer Encore-Tochter
aus der Laurie-Sheik-Familie und einer Encounter-Tochter zwei Klassen
für sich entscheiden, Franz und Markus Mock, Markdorf mit Dreambaby, der
Vollschwester zur DHV-Siegerfärse und Delphin der Lyster-Tochter der
bekannten DHV-Siegerkuh ebenfalls je eine Klasse gewinnen. Auf diesem
hohn Niveau konnte sich schließlich Dreambaby vor Delphin als Siegerin
Jungkuh durchsetzen und wurde zudem später im Wettbewerb zur Grand
Champion Kuh 2006 gekürt.

Grand Champion und Siegerjungkuh wurde
Dreambaby von Franz und Markus Mock, Markdorf
Auch die Zweitkalbskühe
waren traditioneller Weise stark besetzt und kämpften in drei großen
Klassen um den Titel Siegerkuh jung. Erfreulicherweise konnten sich in
diesen Klassen, ebenso wie zuvor bei den Jungkühen rotbunte Holsteinkühe
sehr weit vorne platzieren und bestätigten das hohe Niveau der
Red-Holstein-Zucht in Baden-Württemberg. Dabei fielen vor allem rotbunte
Kühe aus den Betrieben Langkammerer, Fichtenau, Kurz Drexelhof und
Bauer, Buggensegel ins Auge. Martin Biederbick setzte bei den
Zweitkalbskühen klar auf Vorzüge im Euter, weshalb der die
Formation-Tochter Avanti, des Betriebes Franz und Markus Mock, Markdorf
vor die in der Vergangenheit bereits erfolgreiche Leduc-Tochter Indiana
von Josef Gloning, Buchhausen als Sieger und Reservesieger platzierte.

Sieger der jungen Kühe (2 Kälber ) wurde
die Formation Tochter Avanti
von Franz und Markus Mock
Die mittleren bis
älteren Kuhklassen waren bei den Holsteins nicht so stark besetzt,
allerdings im Wettbewerb an Spannung kaum zu übertreffen. Mit Anastasia,
Bounty, Alessia und Jocko Lenn waren gleich mehrere bereits erfolgreich
und bekannte Schaukühe in den einzelnen Ringen vertreten und schließlich
focusierte sich die Entscheidung auf das Rennen zwischen Anastasia (von
Leduc) des Betriebes Franz und Markus Mock, Markdorf und Jocko Lenn (von
Jocko Besne) des Betriebes Andrea und Rudolf Raff, Möhringen. Nachdem
Martin Biederbick sich zuerst für Jocko Lenn entschieden hatte, die
durch viel Kaliber und eine extrem gutes Euter und Fundament brillierte,
tauschte er zum Klassensieg die beiden Kühe noch einmal und entschied
sich dann für die große, lange und sehr stilvolle Anastasia, erst in der
Klasse, dann auch bei der Entscheidung um den Sieg der mittleren
Kuhklassen. Allerdings kam der Preisrichter bei der Wahl der besten
Euterkuh nicht an Jocko Lenn vorbei, womit sich der Betrieb Andrea und
Rudolf Raff einen Siegertitel sichern konnte.
Aufgrund von einigen
Ausfällen waren die älteren Kühe nur mit einer Klasse bestückt, die der
Betrieb Reinhold und Andres Höfle, Arnsdorf mit der Majesti-Tochter Jule
eindeutig für sich entscheiden konnte und somit der Titel Siegerkuh alt
errang.
Deutlich höheres Niveau
als im Vorjahr zeugte der Wettbewerb der jungen Kühe der Rasse
Braunvieh. Mit Christian Guggenmos konnte kurzfristig ein sehr
engagierter Jungzüchter als Preisrichter gewonnen werden, der sich in
einzelnen Klassen von der guten Qualität der Tiere sehr überrascht
zeigte. Nahezu in allen Altersklassen waren Siegerkühe der vergangenen
Jahre vertreten, die sich nicht in jedem Fall unter den Besten
platzieren konnten. Dies mit Sicherheit ein klares Dokument für das hohe
Niveau auf breiter Ebene der ausgestellten Kühe.
Mit einem Knaller
starteten die jungen Kuhklassen, da Anne, eine Goldfinger-Tochter aus
der mehrfachen Eutersiegerkuh Anja des Betriebes Karl Rehm, Ochsenhausen
an den Start ging. Diese Jungkuh mit dem perfekten Euter stahl allen
anderen Jungkühen an diesem Tag die Schau. Das extrem beaderte, bestens
aufgehängte Euter begeisterte Züchter aller Rassen, da Anne dieses Euter
kombinierte mit einer Einsatzleistung von über 40 kg Milch. Da hatten es
die anderen Kühe und Klassensieger sehr schwer, so dass sich die sehr
komplette und bestens ausbalancierte Champion-Tochter Fröschle von Anton
Köberle, Ummendorf mit dem Titel der Reservesiegerjungkuh begnügen
musste. Champion ist ein Chime-Testbulle der RBW.

Siegerjungkuh wurde mit einem
beeindruckenden Euter die Goldfinger-Tochter Anne
von Karl Rehm Ochsenhausen
Mit den Zweitkalbskühen
begann der Wettbewerb der beiden Betriebe Gerhard Albinger, Winterreute
und Friedrich Sauter, Krattenweiler, die sich in diesem Wettbewerb
mehrfach Sieger bzw. Reservesiegertitel sichern konnten. In den Klassen
der Zweitkalbskühe starteten mehrere Töchter der RBW-Bullen Hussli und
Vinozak und bestätigten hierbei, dass Schaukühe auch gute Zuchtkühe sein
können. So platzierte sich Lasanje (von Hussli) des Betriebes Friedrich
Sauter, Krattenweiler als Klassensiegerin - sie ist Bullenmutter der
RBW-, die begehrte Zuchtkuh Bounty (von Hussli) des Betriebes Karl
Baisch, Barabein auf dem dritten Platz. Allerdings wurde der Siegertitel
an Francesca einer Debis-Tochter des Betriebes Gerhard Albinger,
Winterreute vergeben, die sich zuvor schon gegen zwei euterstarke
Vinozak-Kühe aus den Betrieben Helga Neuhauser, Dietenheim und Josef
Bentele, Grünkraut behaupten konnte. Allerdings wurde Lasanje
Reservesiegerkuh jung.
Sicherlich noch stärker
als im Vorjahr zeigten sich auch die älteren Kühe der Rasse Braunvieh.
Die erste Klasse Drittkalbskühe wurde hier von der Ace-Tochter Goldine
des Betriebes Alois Renz, Bad Wurzach gewonnen, die sich allerdings
nicht gegen die Siegerin der zweiten Klasse der Drittkalbskühe
durchsetzen konnte. Hier gewann die Vinosi-Tochter Lamorie, die sich im
Vorjahr noch mit dem Reservesiegertitel begnügen musste, 2006
berechtigter Weise nicht nur die Klasse sondern auch den Titel als
Siegerkuh mittel. In der Klasse hatte sie sich zuvor gegen die sehr
formatstarke Ossido-Tochter Nestle von Josef Anton Riss, Bad Wurzach
durchgesetzt, die schließlich auch Reservesiegerin wurde.
Höhepunkt der Schau war
sicherlich der Wettbewerb in den ältesten Kuhklassen, der Kühe mit mehr
als vier Kälbern, weshalb sich hier auch konsequenter Weise die
Grandchampion Kuh fand. Extrem stark besetzt, mit Reservesiegerkühen und
Siegerkühen sowie Grand Champions der letzten Jahre ließen die Klassen
Züchterherzen höher schlagen. Beide Klassen wurden von erfolgreichen
Kühen der letzten Jahre gewonnen, die erste Klasse von Face (von Emilio)
des Betriebes Gerhard Albinger, Winterreute, die zweite Klasse von
Stella (von Simgate) des Betriebes Josef Bentele, Grünkraut. Zur
Siegerin der alten Kühe kürte Christian Guggenmos schließlich die
Emilio-Tochter Face, erstaunlicher Weise vor der Reservesiegerin
Zauberin (von Zoldo) des Betriebes Karl Baisch, Barabein, die in ihrer
Klasse nur Zweite gewesen war.

Siegerkuh alt und Grand Champion der Rasse
Braunvieh wurde die Emilio Tochter Face
von Gerhard Albinger, Biberach, sowie alle Sieger der Rasse
Braunvieh im Hintergrund
Nachdem der Preisrichter
diese überzeugende alte Kuh mit nun 5 Kälbern auch zur Eutersiegerin
gemachte hatte, war es nur konsequent Face auch zur Grand Champion Kuh
zu machen.

Siegerkuh alt und Grand Champion der Rasse
Braunvieh wurde die
Emilio Tochter Face von Gerhard Albinger, Biberach

Die Drei Grand Champion der Rasse
Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh, Fleckvieh:
Hellas von Friedhelm Hahn, Holsteins Dreambaby von Franz und
Markus Mock
sowie Face von Gerhard Albinger
In der Summe war die
RBW-Schau 2006 nicht nur durch überzeugende Tierqualitäten
gekennzeichnet sondern konnte sich auch an einem überraschend großen
Publikumszuspruch erfreuen.

Die Schlußaufstellung der Sieger zeigte den
Schaubesuchern
das hohe Niveau der Veranstaltung
Mit den im Rahmen der
Schau gebotenen Ausstellungsmöglichkeiten für Partner des vor- und
nachgelagerten Bereichs sowie den ausgesprochen gut frequentierten
Nachzuchten, die sowohl am Züchterabend als auch während der Schau
präsentiert werden konnten, war neben dem Schauwettbewerb den
Fachbesuchern eine breite Informationsbasis geboten, die rege genutzt
wurde. Besonders die Nachzuchten der Bullen Gebax (Fleckvieh), Jockorm
(Holsteins) Bresso (Holsteins) und Turier (Rotbunte Holsteins) fanden
viel Zuspruch.

Gebax ist ein Gebal-Sohn aus einer
interessanten bayrischen Kuhfamilie,
der sehr komplette, mittelrahmige Kühe hinterläßt,
die eine hohe Leistungsbereitschaft zeigen

Die Töchtergruppe des Bullen Turier konnte
vor allem durch
Flankentiefe und gut platzierte Euter überzeugen
Dr. Alfred Weidele

Verdiente Züchter geehrt
Erfreulicher Weise
konnten in diesem Jahr unter Beisein des Landwirtschaftsministers Peter
Hauk, MdL anlässlich des Züchterabends, im Vorfeld der Schau,
Züchterehrungen durchgeführt werden.
Mit der Auszeichnung
Züchter des Jahres werden in jedem Jahr Züchter aus dem Gebiet der
Rinderunion Baden-Württemberg geehrt, die sich im abgelaufenen Zuchtjahr
besondere Verdienste um die Rinderzucht erworben haben.
Dabei werden die
Themenkreise Schauen, Zuchtprogramm und Lebensleistung mit einem
Punktesytem abgedeckt. Die Auszeichnung Züchter des Jahres ist die
höchste Auszeichnung, die die RBW zu vergeben hat.
Als Preisträger der
Rasse Fleckvieh konnte in diesem Jahr der Betrieb Simpert Dangelmaier,
Simmisweiler, der neben einer Reihe von Bullenmüttern vor allem durch
seine Bullen Aleon und Romsel punkten konnte.
Für die Rasse Holsteins
wird traditioneller Weise die, Graf Douglas-Medaille in Gold, für den
erfolgreichsten Züchter des Jahres ausgelobt. Zum erstenmal in der
Geschichte der Holsteinzucht in Baden-Württemberg ist in diesem Jahr der
Sonderfall eingetreten, dass zwei Betriebe auf extrem hohem Niveau exakt
die gleiche Punktzahl mit unterschiedlichen Schwerpunkten erreicht
haben. So konnten die Betriebe Franz und Markus Mock, Markdorf und Fritz
und Alexander Straub, Bonndorf jeweils mit der Graf Douglas-Medaille
ausgezeichnet werden.

Mit den Betrieben Fritz und Alexander
Straub, Bonndorf sowie Franz und
Markus Mock, Markdorf konnten gleich zwei Züchter mit der
Graf Douglas-Medaille von Minister Hauk ausgezeichnet werden
Als Preisträger der
Auszeichnung Züchter des Jahres Braunvieh konnte zum zweiten Mal in
Folge der Betrieb Friedrich Sauter, Krattenweiler geehrt werden, der
sich in der Vergangenheit vor allem mit züchterisch interessanten
Schaukühen einen Namen machen konnte.

Anlässlich des Züchterabends konnten Herr
Minister Hauk und
RBW-Vorsitzender Friedhelm Hahn Friedrich Sauter, Krattenweiler
als Züchter des Jahres der Rasse Braunvieh auszeichnen
Mit der Marketing-Münze
in Silber zeichnet die RBW jedes Jahr die Betriebe aus, die über die RBW
erfolgreich an der Vermarktung teilgenommen haben. Dabei wird der
Gesamtumsatz des Betriebes auf die Herdbuchkuh bezogen. Umso
erfreulicher ist es, dass die Preisträger des Jahres 2005, die zu ehren
waren, alle Betriebe haben mit mehr als 50 Kühen und dennoch intensiv
der Vermarktung durch Beschickung von Auktionen und Ab-Stall-Vermarktung
teilnahmen. Preisträger der Rasse Fleckvieh wurde in diesem Jahr der
Berieb Jochen und Georg Häckel, Osterstetten, der sich mit der
Vermarktung von hochwertigen Jungkühen in der Vergangenheit einen Namen
machen konnte. Preisträger der Rasse Holsteins wurde zum 4.Mal in Folge
der Betrieb Franz und Markus Mock, Markdorf, der mit einem Umsatz, der
17mal so hoch ist wie der Umsatz eines Durchschnittsbetriebes der RBW
neue Maßstäbe setzen konnte. Preisträger der Rasse Braunvieh wurde
erneut der Betrieb Edwin Kling, Murrwangen, der mit dem Verkauf von
Jungkühen über den Auktionsstandort Bad Waldsee punkten konnte.
Dr. Alfred Weidele

Jerseys
auf der Schau der
Rinderunion Baden-Württemberg e.V.
Am 12. März 2006 fand in der
verbandseigenen Arena Hohenlohe in Ilshofen wieder die RBW- Schau statt.
Über 180 Schaukühe aus den Rassebereichen Fleckvieh, Holsteins und
Braunvieh stellten sich den Preisrichtern.
Weit über 3.000 interessierte Besucher
hatten den Weg ins winterliche Ilshofen gefunden und sahen die
Spitzenprodukte der baden-württembergischen Rinderzucht und informierten
sich im angegliederten Messebereich mit Ausstellern aus dem vor- und
nachgelagerten landwirtschaftlichen Bereich.

Die RBW betreut aktuell über 18.000
Mitgliedsbetriebe auf denen 23 verschiedene Rinderrassen gehalten
werden. Darunter sind auch die Jerseys vertreten.
In Baden-Württemberg waren 2005 122 Kühe
unter MLP. Diese erbrachten im Schnitt 5.499 kg Milch bei 6,04% Fett und
4,11% Eiweiß.

Aus dem Zuchtbetrieb der Familie Hain
aus Creglingen-Schirmbach kamen vier Tiere um die Rasse Jersey einem
breiten Publikum zu präsentieren. Es gab Informationen zum Zuchtziel,
zur Entstehung und Verbreitung der Rasse, Leistungsdaten aus
Baden-Württemberg und viel Interesse im Aufstallungsbereich.

Die Familie Hain hat aktuell 15
Holsteins mit einem Stalldurchschnitt von 10.400 kg bei 4,00% Fett und
3,33% Eiweiß. Die 11 Jersey- Kühe melken im Schnitt 7.229 kg bei 5,84%
Fett und 4,01 % Eiweiß. In der Demogruppe waren Töchter der Vererber Fyn
Lemvig, Oda Rix, Q Immer und Brumle.
Mathias Poferl