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| RBW-Schau 2002 |
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< Aktuelle Fotos > |
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| Am Samstag dem 16.
März lud die Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) unter dem Motto Vielfalt im Zelt, zur
ersten großen Verbandsschau seit Bestehen der RBW ein. Die Schau wurde von einem
Züchterabend eingeleitet, der mit ca. 500 Gästen einen geselligen und von einer
Tschechischen Blasskapelle untermalten Auftakt bedeutete. Zu diesem Anlaß konnte der
Vorsitzende der RBW Herr Friedhelm Hahn schon Ehrengäste aus vielen Europäischen
Ländern und den deutschen Nachbarbundesländern begrüßen und bedankte sich zudem bei
den Beschickern der Schau, die zum Teil sehr weite Wege nach Bad Waldsee auf sich genommen
hatten. |
| Das eigentliche
Schaugeschehen begann am Samstag in einem eigens dafür aufgebauten Zirkuszelt. Dieses
Zelt bot neben umfangreichen Sitzmöglichkeiten einer Vielzahl von Anbietern und
Dienstleistern der vor- und nachgelagerten Bereiche der Landwirtschaft die Möglichkeit
zum Kundenkontakt. Dieser Messebereich war rege besucht. Zudem wurden die Stände im
Außenbereich aufgrund des sonnigen Wetters sehr stark in Anspruch genommen. Durch die
vielen Besucher und interessierte Züchter waren die Stallgassen teilweise kaum
passierbar. |
| Dicht umringt war
jedoch der Richtbereich, in dem in zwei Ringen insgesamt 200 Kühe gezeigt wurden. Das
gefärbte Sägemehl, die Lichteffekte in der Zirkuskuppel und die Dekoration des Ringes
faszinierte viele Besucher. Ergänzend zum Schauprogramm konnten sich die Besucher über
eine Beamer-Präsentation zu Sponsoren und Platzierungen der Tiere aktuell auf einer
Großleinwand informieren. Die sehr aufwändigen Effekte und Dekorationen waren nur durch
sehr großzügiges Sponsoring einer Vielzahl von Freunden und Förderern der Rinderzucht
möglich geworden. |
| Gerichtet wurden die
besten Vertreterinnen der Rassen Fleckvieh, Holsteins und Braunvieh im Wechsel von den
Preisrichtern Hans Wetschy, Österreich (Fleckvieh), Rolf Klöcker (Holsteins) und Dr.
Angelo Pozatti, Italien Braunvieh. Dabei zeigten sich alle drei Preisrichter beeindruckt
von den umfangreichen Kollektionen an alten Kühen. |
| Im Ring I stellten sich
ingesamt 61 Fleckviehkühe dem kritischen Auge von Hans Wetschy, der bei seiner Bewertung
sehr viel Wert auf gute Euter und Fundamente bei genug Kaliber und Breite der Tiere legte.
In den alten
Kuhklassen konnte sich die Kuh Hazinta eine Zeukar-Tochter des Betriebes Josef Brauchle,
Oberessendorf, vor der Haxpat-Tochter Walburga von A. und L. Schneider, Gantenwald
durchsetzen. Siegerin der mittleren Kuhklassen wurde die Kuh Aster von Richard und Martin
Schuster, Ballmertshofen. Diese absolut korrekte Rexon Kuh aus einer Zeukar-Mutter konnte
sich noch vor die sehr euterstarken Horwein-Tochter Hanola des Betriebes Fritz. und Markus
Atz, Däfern schieben. Die jungen Kuhklassen mit Tieren mit 2 Kalbungen zeigten zum Teil
sehr starke Euterkühe. Als Siegerin durchsetzen konnte sich schließlich die
Romen-Tochter Omara aus dem Betrieb Georg Henner, Ballendorf, noch vor der hochgehandelten
Katja, ebenfalls von Romen, aus dem Betrieb Walter Kubach, Langenbeutlingen.
Sicherlich zu den gelungensten
Bildern der Schau gehörte die Siegerauswahl der Jungkühe, wo sich moderne
Fleckviehgenetik dem Wettbewerb stellte. Klar für sich entscheiden konnte dieses Rennen
die Horramor-Tochter Genta aus dem Betrieb Dieter Schwarzmann, Allmendingen noch vor der
Report-Tochter Lira von Markus Endres, Taisersdorf. In dieser Altersklasse fand sich auch
die Fleischsiegerin, eine Hexorr-Tochter aus der bekannten Gitte-Kuhfamilie des Betriebes
Friedhelm. Hahn, Engelhardshausen. |
| Nicht ganz unerwartet
konnte sich die Kuh Genta dann als Grand Champion durchsetzen, nachdem sie schon zuvor als
Eutersiegerin und Siegerin der Jungkühe ausgezeichnet worden war. Ein besonderes Anliegen
war es dem Preisrichter jedoch, die Kuh Lira noch speziell als Zukunftskuh hervorzuheben,
da diese sicherlich auf künftigen Schauen Aufmerksamkeit erregen wird. |
| Überraschend stark
waren bei den Holsteins die alten Kuhklassen besetzt. Hierunter fanden sich Kühe, die
bereits in vergangenen Jahren auf nationalen und regionalen Schauen hochplatziert gewesen
waren und somit der Veranstaltung eine besondere Würze gaben. Hierbei konnte sich die
Suez-Tochter Bunte aus dem Betrieb Franz und Markus Mock, Markdorf vor der
Blackstar-Tochter Golda aus dem Betrieb Zita Vollmer Aichstetten, die selbst schon Grand
Champion gewesen war und der Belt Tochter Viola von Alfons und Armin Arnegger Stadels
durchsetzen. Die
mittleren Kuhklassen mit 3 Kälbern konnte Richtringe zeigen, wie sie durchaus auch auf
nationalen Schauen zu sehen waren. Hart umkämpft und sehr knapp waren hierbei die
Entscheidungen, für den Zuschauer sicher mit einer der Höhepunkte der Schau. Gewonnen
wurde diese Altersklasse von Delphine, aus dem Betrieb Mock, Markdorf, die sich später
auch als Eutersiegerin durchsetzen konnte, vor der Kuh Pia, Vater Bob, aus dem Betrieb
Hugo Kloker, Tafern. Die jungen Kuhklassen wurden gewonnen von der Southval-Tochter
Edeldame von Dieter Schänzel, Essingen, die sich durch ihre absolute Korrektheit und ihr
perfektes Fundament gegen eine sehr feinzellige und harmonische Storm-Tochter, die Kuh
Edda, aus dem Betrieb Manfred Weber Buggensegel , die Reservesiegerin wurde, durchsetzen
konnte. Nicht ganz unerwartet wurde die Kuh Dream aus dem Betrieb F. und M. Mock Siegerin
der Jungkühe, dennoch waren im Schauring auch andere hochelegante, milchtypische Färsen
als potentielle Siegerinnen gehandelt worden.
Reservesiegerin wurde die Kuh Emmely,
eine Lee-Tochter von Manfred Weber, Buggensegel. Nach Aussagen des Preisrichters Rolf
Klöcker waren einige Entscheidungen in den Einzelklassen so eng, dass sicherlich jeder,
der sich an diesem Tag unter den ersten drei in der Klasse platzieren konnte als Gewinner
nach Hause ging. Eine besondere Inszenierung erfuhr die Entscheidung zum Grand Champion
der Rasse Holsteins. Nach dem er alle Sieger und Reservesieger aufgestellt hatte, machte
er es besonders spannend, bis er als Grand Champion der Rasse Holsteins die Kuh Delphine
(Vater Storm), des Betriebes Franz und Markus Mock Markdorf zum Gesamtgewinner des Tages
gekürt hatte. |
| Von einigen bayrischen
Nachbarn und sehr vielen Züchtern aus dem Umland wurden die Richtentscheidungen von Dr.
Angelo Pozatti verfolgt. Er legte sehr viel Wert auf moderne, milchtypische Tiere mit
besten Eutern und fand diese vor allem bei den qualitativ hochwertigen jungen Kühen und
Jungkühen. Siegerkuh der alten Kühe wurde die Romeli-Tochter Fanny von Gebhard Müller,
Steppach noch vor der J. Legend-Tochter Ulme aus dem Zuchtbetrieb Ulrich Graf,
Wangen-Saamen, die als älteste Braunviehkuh der Schau den Reservesiegertitel erringen
konnte. Die
etwas schwächer besetzten mittleren Kühe, mit drei Kälbern konnte die Jupiter-Tochter
Vicky von Albert Traut, Untermooweiler vor der sehr korrekten Breilak-Tochter Elena von
Hubert und Peter Rohmer, Oberopfingen für sich entscheiden. Zwei Jupiter-Töchter waren
es auch, die das Rennen bei den Jungkühen machten. Hier platzierte sich Miki aus dem
Betrieb Robert Heckenberger, Hochdorf vor der Kuh Anja von Karl Rehm, Ochsenhausen. Bei
den qualitativ außerordentlich hochwertigen Jungkühen siegte die Jetway-Tochter Fabel
von Hans Frick, Rohrbach vor der Posifax-Tochter und Eutersiegerin Mariella aus dem
Betrieb Karl Müller, Altbierlingen. Auffallend gut waren in diesen Klassen zudem die
ersten Töchter von Zoldo, Gordon und Emerald.
Zur Auswahl des Grand Champion wurden
noch einmal die vier Sieger der einzelnen Klassen vorgestellt. Dr. Angelo Pozatti
entschied sich hier für die etwas reifere komplette Kuh mit gutem, haltbarem Euter,
weshalb die Siegerkuh der alten Kühe die Kuh Fanny von Gebhard Müller, Steppach den
hochdotierten Preis des Grandchampion in Empfang nehmen konnte. |
| Als Rahmen für eine
Ehrung der besonderen Art nutzte der1. Stellvertretende Vorsitzende Franz Mock das
ansprechend gefüllte Zelt um die neugeschaffene Auszeichnung "Züchter des
Jahres" den verdienten Preisträgern zu überreichen. Hierbei werden bei den Rassen
Fleckvieh Holsteins und Braunvieh die Züchter ausgezeichnet, die durch besondere
züchterische Erfolge wie Schauerfolge, Testbullenverkauf aber vor allem auch Bullen im
Wiedereinsatz herausragendes in der Rinderzucht geleistet haben und in der dafür
geschaffenen Punkteskala die höchste Punktzahl erreicht haben. Züchter des Jahres der Rasse Braunvieh wurde
der Betrieb. Albert Traut, Untermoowiler, der als Züchter des Bullen Hulak sicherlich
allen Braunviehzüchtern ein Begriff ist. Zudem kann der Betrieb mit dem B- und V- Stamm
in züchterisch interessanten und schauerfahrenen Kuhfamilien arbeiten.
Für die Rasse Holsteins konnte die
Familie Erthle, Eggingen, die Graf Douglas-Medaille entgegennehmen. Hiermit konnte nicht
nur die Bereitstellung des Bullen Jurmel sondern auch das erfolgreiche Engagement auf
Schauen und im Zuchtprogramm ausgezeichnet werden. Eine besondere Freude war es Franz
Mock, dass für die Rasse Fleckvieh die Auszeichnung Züchter des Jahres sein
Vorstandskollege und 1. Vorsitzender Friedhelm Hahn ausgezeichnet werden konnte.
Mit den Hostess und Gitte-Familien
kann F. Hahn nicht nur auf gute Schauerfolge sondern mit Bullen wie Winner auch auf
positive Vererber zurückblicken. Vertreterinnen dieser Genetik konnten auch in Bad
Waldsee erfolgreich bewundert werden. |
| Begleitet wurde der
harte Kampf der Schaukühe von einer Schau-Einlage der Vertreter der kleineren Rassen.
Dabei hatten sich Züchter der Rassen Wälder, Limpurger, Original Braunvieh und Angler
auf den Weg nach Waldsee gemacht, um ihre seltenen Rassen dem fachkundigen und
interessierten Publikum vorzustellen. Dieses Engagement wurde nicht nur durch eine Ehrung des
Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes honoriert, es fand sich zudem ein Sponsor
der sehr viel Wert darauf gelegt hat, den geleisteten Aufwand der Züchter zu
unterstützen. Dr. Weidele führte in der Kommentierung der einzelnen Rassen nicht nur
deren Haltungsumfang und die züchterische Arbeit innerhalb der RBW aus sondern
unterstrich spezielle wirtschaftliche Vorzüge der einzelnen Rassen. |
| Sicherlich war die RBW
Schau 2002 in Bad Waldsee ein besonderer Erfolg der neuen Rinderunion, die ihr komplettes
Paket an hochwertigen Zuchtprodukten unterstützt durch die Vielzahl an hochmotivierten
Züchtern vorstellen konnte. Sicherlich wurde eine Schau in dieser Rassenvielfalt und
diesem züchterischen Niveau in Deutschland noch nicht durchgeführt und spornt alle
Beteiligten zur Wiederholung an. |

Zeltimpressionen während Richtgeschehen

Siegerkuh der jungen Kuhklassen und GrandChampion
Genta,
Vater Horramor, der Rasse Fleckvieh aus dem Betrieb
D. Schwarzmann

Siegerkuh der jungen Kuhklassen und GrandChampion
Genta,
Vater Horramor, der Rasse Fleckvieh aus dem Betrieb D. Schwarzmann

Wahl der Eutersiegerin der Rasse Fleckvieh

Sieger der Rasse Fleckvieh

Siegerauswahl der mittleren Kühe, Rasse Braunvieh

Mitten im Richtgeschehen, Braunviehkühe im
Wettbewerb

Grand Champion der Rasse Braunvieh Fanny,
Vater Romeli, von G. Müller, Steppach

Siegerkuh alt, Rasse Holsteins, die Kuh Bunte,
Vater Suez, von M. und F. Mock, Markdorf

1a platzierte Kuh Viola, Vater Belt, von Armin und
Alfons Arnegger im Richtgeschehen, ausgezeichnet mit
dem Ehrenteller der Ostpreußischen Herdbuchgesellschaft

Klasse der mittleren Kühe, links Euter der Kuh
Delphine,
Vater Storm, von F. und M. Mock, Markdorf der Siegerkuh mittel,
Eutersiegerin und Grand Champion der Rasse Holsteins |
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 | Richtergebnisse im
PDF-Format:
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 | Schaukataloge im PDF-Format:
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