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Maimarkt Mannheim
2011

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Überregionaler Zuchtvergleich zwischen
Hessen und Baden-Württemberg

30. April 2011 bis 02. Mai 2011

  Online RBW-Fotoalbum 

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Am Wochenende volle Ränge

Mit großem Interesse verfolgten viele Zuschauer den Wettbewerb der Fleckvieh- und Holsteinzüchter. Der Klassiker ist aber der Vorführwettbewerb der Jungzüchter!

Seit vielen Jahren nutzen Züchter aus Hessen und Baden-Württemberg den Maimarkt um sich im Wettbewerb zu messen. Daß dabei weniger Fachpublikum sondern mehr städtisch Zuschauer im großen Reitstadion der Stadt Mannheim zusehen stört niemanden. Das Konzept der Veranstaltung wird einfach dem Publikum angepasst. So werden die Kommentare der Preisrichter etwas ausführlicher gestaltet, um verständlich zu machen, was die Züchter hier tun, und vor allem, was wichtig ist, damit eine schöne Kuh auch eine gute Kuh ist. Seit den Anfängen des Maimarktes, also seit fast 400 Jahren, sind Pferde und Rinder hier zu sehen. Anstelle eines Viehmarktes steht nun die Rinderschau und Schaf- oder Ziegenschau zusammen mit den Reitpferden. Eingebettet in Reitturnieren und Reitvorführungen der Polizeistaffel oder auch der Demonstration eines Poloturniers werden hier zudem in einer kleinen Tierschau Schweine, Geflügel, Hasen und Produkte der Imker ausgestellt. Auch dieses Jahr war das Interesse wieder riesig.

Aus dem nördlichen Verbandsgebiet der Rinderunion und dem südlichen Hessen waren insgesamt 28 Tiere der Rasse Fleckvieh und 14 Tiere der Rasse Deutsche Holsteins ausgestellt. Zudem wurden auch die Rassen Limburger, Braunvieh, rotes Höhenvieh und Highländer präsentiert. Ein „Sahnehäubchen“ bildete ein Fleckvieh Kuhgespann von Familie Weidner aus Mainhardt. In einer Präsentation der Arten- und Rassenvielfalten wurde alles was Beine hatte im großen Ring vorgeführt.

Fleckvieh im Zweinutzungstyp

Den Kühen voraus konnte der Bulle Martin, gezüchtet von der Familie Heilmann aus Schrozberg, die Zweinutzungseigenschaften der Rasse Fleckvieh deutlich machen. Mit besten funktionale Exterieurmerkmalen, wie gute Fundamenten und allerbesten Eutern überzeugten dann die Kühe den Preisrichter Thomas Bidlingmaier aus Eislingen.

Bei den Jungkühen mit einer Kalbung siegte „Paris“, eine „Humid“ Tochter aus der Zucht von Walter Lang in Herbstein-Stockhausen. Sie wurde Reservesiegerin Jung und bekam MMM Silber und BML Bronze. Ein wenig besser aber war noch „Hanni“, eine „Inny“ Tochter aus dem Besitz von Heinz Hagel, Sulzbach-Laufen, wurde Sieger Jung und dafür mit MMM Gold und der ADR Plakette in Silber ausgezeichnet.

Die Eutersiegerin fand sich ebenfalls in der jungen Klasse. „Meggi“, eine weitere „Inny“ Tochter der Familie Hagel wurde dafür mit MMM Gold und BML Bronze ausgezeichnet. Bei den Kühen mit 2 Kalbungen konnte sich „Nicole“, eine „Hutmann“ Tochter von Karl Meisinger aus Brensbach-Hippelsbach vor „Luzerne“ aus der Zucht der Familie Walter Gailing platzieren. 

In der Klasse Kühe mit 3 Kalbungen setzte sich die Kuh „Edelrose“, eine „Hofherr“ Tochter von Familie Weber in Boxber gegen „Lissan“ von Arnold Heck aus Wagenschwend durch. Sie wurde in Folge zur Reservesiegerin gekürt und mit MMM Silber und dem MLR Teller geehrt. Sieger der alten Kühe mit mehr als 4 Kalbungen wurde  dann deutlich die „Zaport“  Tochter „Mirelle“ aus der Zucht von Familie Hild/ Hillerich aus Reinheim-Überau die dafür MMM Gold und BML Silber bekam.

Die Fleischsiegerin entstammte auch der älteren Klasse. „Lilofee“, eine „Rumbomen“ Tochter der Züchterfamilie Schmidt aus Bad Friedrichshall war nicht zu schlagen und wurde dafür mit ADR Silber ausgezeichnet.

Großer Beliebtheit erfreut sich jedes Jahr der Wettbewerb der Stallsammlungen, wo 3 Töchter eines Betriebes gegen die Tiere anderer Züchter antreten. Wichtig ist hierbei nicht nur die Qualität der einzelnen Tiere, sondern vor allem auch die Harmonie der Gruppe. Sieger wurde hier dieses Jahr Walter Nagel aus Leingarten vor Familie Hild/Hillerich und Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach.

Holsteins mit besten Eutern

Ingrid Epting aus Königsfeld-Erdmannweiler, die für ihren dritten Auftritt als Preisrichterin bei den Holsteins in Mannheim geehrt wurde, hätte die Siegerkuh bei den Holsteins am liebsten mitgenommen. Die Qualität der ausgestellten Tiere beeindruckte nicht nur sie, sondern auch das Publikum.

Sieger bei den jungen Kühen wurde die „Stylist“Tochter „Lena“ aus der Zucht von Manfred Weiland, Oberschüpf. Sie gewann sicher vor den Jungkühen von u.a. Familie Bertsch, Jagsthausen und Frank, Boxberg-Schweigern und bekam dafür MMM Gold und BML Bronze.

Bei den Kühen mit 2 Kalbungen konnte sich Familie Maas aus Ladenburg mit Emily, einer Jose Tochter vor Polly von der Züchterfamilie Gieser in Heidelberg Kirchheim durchsetzen. Sie wurde auch zur Siegerin der alten Kühe gewählt und war ebenfalls die beste Euterkuh der Holsteinkollektion. Dafür bekam sie die Glocke der RBW und wurde mit MMM Gold ausgezeichnet.

Die Klasse der Kühe mit mehr als 3 Kalbungen beherrschte „Marliese“, eine „Kian“ Tochter aus dem Besitz von Rudolf Mannsperger aus Eppingen-Adelshofen. Die Tiere von Erhard Brenner, Breitenbronn und Familie Kief aus Hockenheim wurden von ihr auf die Plätze verwiesen. Marliese wurde mit dem Teller des Minister Präsidenten und MMM Silber ausgezeichnet

Jungzüchterwettbewerbe als Publikumsmagnet

Die Jungzüchterwettbewerbe erfreuen sich wachsender Beliebtheit. So nahmen 30 Nachwuchszüchter an den Beuteilungswettbewerben teil. Bei den Holsteins waren in 2 Altersklassen Laura Burger aus Trebur und Katrin Ferl aus Lautertal erfolgreich, bei der Rasse Fleckvieh gewannen Katharina Plapp aus Wiesenbach und Conny Jäger aus Mörlenbach.

Der „Knaller“ schlechthin war der Kindervorführwettbewerb. Vor vollen Rängen konnten die 14 Jungprofis einem begeisterten Publikum ihre Kälber vorführen. Bei den Jüngsten bot Nils Jäger aus Mörlenbach-Annenhof eine tolle Show, plauderte charmant mit der Preisrichterin Steffi Weidner aus Mainhard und wurde dafür zum Sieger gewählt.

Bei den Kindern über 9 Jahren entschloss sich das Preisrichter Gremium unter der Leitung von Dieter Kraft vom LWA Ilshofen für Vivien Heck aus Wagenschwend. Die Pokale für die Jungzüchter und die Auszeichnungen für die besten Kühe überreichten im Anschluss Herr Feike, Stadtrat der Stadt Mannheim und der erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall, Herr Knaus.

Abschließend soll ein Dank stehen an alle Mitwirkenden dieser schönen Veranstaltung, die sich trotz „Silierwetter“ auf den Weg nach Mannheim gemacht und ihre Tiere zur Verfügung gestellt haben.

M. Ruck

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Schaukatalog im PDF-Format

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