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Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

 
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Maimarkt Mannheim
2004

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Überregionaler Zuchtvergleich zwischen
Hessen und Baden-Württemberg

Fleckvieh und Holsteins in Mannheim

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Rinder: 24.4.2004 bis 26.4.2004

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Rinderzüchter mit Fleckvieh und
Holsteins auf dem Maimarkt

Jungzüchter messen sich in Tierbeurteilung und Tiervorführung

Traditionell nutzten Züchter aus Hessen und Baden-Württemberg die selten gebotene Möglichkeit sich überregional zu messen. Aus dem nördlichen Verbandsgebiet der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) waren insgesamt 20 Tiere der Rasse Fleckvieh (1 Bulle, 19 Kühe) und 13 Kühe der Rasse Deutsche Holsteins beteiligt. Die Kollegen der Zucht– und Besamungsunion Hessen (ZBH) stellten 8 Fleckvieh Kühe.

Fleckvieh Bulle: Horlemon in Bestkondition

Leider konnte dieses Jahr nur ein Bulle ausgestellt werden. Doch Horlemon, ein Howart-Sohn gezüchtet von Simpert Dangelmaier aus Aaalen-Simmetsweiler, der im vorigen Jahr noch Zweiter war, zeigte sich in bester Verfassung. Der Bulle aus dem Besitz der RBW wurde professionell und routiniert von Fritz Zoller aus Ingelfingen-Stachenhausen vorgestellt. Am Beispiel dieses Tieres in beeindruckender Zuchtkondition konnte der Preisrichter Thomas Bidlingmaier dem Publikum des Maimarktes das Zuchtziel dieser Rinderrasse deutlich machen – beste funktionale Exterieur Merkmale gepaart mit gutem Fleischansatzvermögen. Die gewünschten guten Euter und die hohen Milchleistungen zeigten danach in eindrucksvoller Weise die weiblichen Tiere dieser Rasse.

Fleckvieh Kühe: Eindrucksvolles Beispiel für Klasse

Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach (RBW) hat mit seiner Ausnahmekuh Line, einer Ronald-Tochter, eine sichere Schaukuh, was die Teilnahme und das Abschneiden an regionalen , überregionalen und internationalen Schauen anbelangt. Allein die Karrierestufen am Maimarkt sind für sich beeindruckend: 1997 1c-Preis, 1998 Reservesiegerin, 1999 Siegerin, 2000 Reservesiegerin, 2003 Siegerkuh der älteren Klassen und nun wiederum Sieger Kuh der Klasse mit 4 und mehr Kalbungen. Trotz ihrer mittlerweile 7 Kalbungen zeigt sie sich in unglaublicher Frische mit gewohnt sehr gutem Euter und wurde dafür mit der bronzenen ADR Medaille ausgezeichnet.

Bei den Klassen der Kühe mit 2 und 3 Kalbungen konnte sich Richard Jäger aus Mörlenbach-Annenhof (ZBH) mit der Weinox-Tochter Cosi und einer weiteren Weinox Tochter Criss, der Reserve Siegerin alt, jeweils einen 1a Preis sichern, was auch ihm jeweils eine ADR Medaille in Silber und Bronze einbrachte. Auch diese Kühe sind "alte Maimarkthasen" und waren schon in den letzten Jahren erfolgreich. Wie der Preisrichter deutlich machte war die Konkurrenz in diesen älteren Kuhklassen außerordentlich groß und er entschied sich den 1.Preis der Kuh mit der größten Zukunft zuzugestehen. In der Gesamtwertung der älteren Kühe gewann somit die Horb-Tochter Sofia aus dem Besitz von Hermann Gehringer aus Creglingen-Schonach, die schon die Klasse der Kühe mit 2 Kalbungen gewonnen hatte. Für ihr gutes Abschneiden wurde sie mit der Medaille in Silber der Arbeitsgemeinschaft deutscher Rinderzüchter (ADR) und einer Medaille in Bronze des BML ausgezeichnet.

Bei den jüngeren Kühen freute sich Matthias Rechner aus Mudau-Reisenbach über den Titel des Reservesiegers und den der besten Euterkuh. Seine Luther Tochter Fabienne erhielt dafür die Medaille der Stadt Mannheim in Silber und die Bronzemedaille des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BML). Als klassisches Beispiel für den Lohn konsequenten Züchtens stellte der Preisrichter die Siegerkuh der jüngeren Klassen heraus. Die Howart-Tochter Theresa aus dem Besitz von Familie Gailing aus Obersulm-Eschenau geht auf den Bullen Morwel zurück, zeigte sich in nicht zu schlagender Form und dominierte damit diesen Wettbewerb. Verdientermaßen konnte sie dafür den großen Teller des BML und die Goldmedaille der Stadt Mannheim entgegennehmen.

Ein Wettbewerb der besonderen Art ist immer wieder der Kampf um die besten Stallsammlungen. Hierbei wird der Betrieb geehrt, der es nicht nur schafft drei Tiere auf diese Ausstellung zu bringen, sondern auch die Sammlung mit der größten Harmonie und besten Ausstrahlung zu zeigen. Der Preisrichter Thomas Bidlingmaier stellte alle drei Sammlungen als Besonderheit heraus und platzierte vor Familie Heck aus Limbach-Wagenschwand die Sammlung von Matthias Rechner aus Mudau-Reisenbach, der für diese Leistung mit der Medaille in Silber der Stadt Mannheim und der Silbermedaille der ADR ausgezeichnet wurde. Über den Siegertitel und die damit verbundenen Medaillen in Gold der Stadt Mannheim und in Silber des BML konnte sich in diesem Jahr Richard Jäger aus Mörlenbach-Annenhof freuen, der damit auch die Einzelergebnisse seiner Kühe unterstreichen konnte.

Holsteins: Klare Sieger

Die Holsteinzüchter aus Nordbaden haben mit 13 Tieren einen eher kleinen Wettbewerb. Dennoch äußerte sich der Preisrichter Alexander Straub von Überlingen-Bondorf erfreut über die gute Qualität der kleinen Kollektion. Bei der Auswahl der Siegertiere legte auch er höchste Ansprüche an die Funktionalität der Fundamente und Euter sowie der Gesamtausstrahlung.

Im Wettbewerb um die Siegerkuh der Klasse mit mehr als 2 Kalbungen wurde die Starleader Tochter Ballerina aus dem Besitz von Werner Mantel, Creglingen-Archshofen knapp geschlagen. Die aus einer Swift Tochter aus dem Testeinsatz gezogene Kuh überzeugte durch ihr Euter und ihren Milchcharakter und wurde dafür mit dem Zinnteller des MLR ausgezeichnet. Nicht zu schlagen in dieser Klasse war aber Convincer-Tochter Alaska aus dem Besitz von Manfred und Erwin Weiland, Boxberg –Oberschüpf, die dafür die Goldmedaille der Stadt Mannheim und die Medaille in Bronze des BML erhielt. Dieses Tier war in allerbester Schaukondition und wurde trotz allen Temperaments von Herrn Weiland bestens präsentiert. Auch die weiteren Tiere von Familie Jungmann, Weinheim Wünschmichelbach und Familie Kief aus Hockenheim zeigten in eindrucksvoller Weise ihre Qualitäten.

Wie schon im letzten Jahr konnte eine sehr große Gruppe junger Kühe zum 1. Kalb gezeigt werden. Diese Tiere verkörpern die Zukunft und stellen sich hier leistungsbereit mit besten Fundamenten und Eutern zur Schau. So hatte es der Preisrichter auch nicht ganz einfach zu entscheiden. Obwohl – um die Siegerkuh Freude, eine Temptor_Tochter der Familie Weiland, Oberschüpf war keine Diskussion zu führen. Sie gewann nicht nur den Titel der besten Holstein Euterkuh, sie holte sich auch neben dem Titel der besten Jungkuh den Gesamtsieg. Dafür wurde sie mit dem Ehrenteller des Ministerpräsidenten und der großen Glocke der RBW belohnt. Einen 1a Preis erzielte mit seiner Lasso-Enkelin Ellen Familie Maas aus Ladenburg. Gleich zweimal Pech hatte Herr Karl Schindler, Karlsruhe-Rüppur mit den undankbaren zweiten Plätzen. Dennoch stellte er mit der Good Luck-Tochter Milde die Reservesiegerin und konnte zu Recht die ADR Bronze Medaille und Silber von der Stadt Mannheim einstreichen. Nicht unerwähnt sollen bleiben die Tiere der Familien Braun, Aglasterhausen, Mannsperger, Adelshofen und Frank in Boxberg-Schweigern. Sie alle trugen dazu bei das Bild dieser Rasse abzurunden und dem Maimarkt Publikum eine gute Schau zu bieten.

Tierbeurteilungswettbewerb: harter Kampf um vordere Plätze

Im Tierbeurteilungswettbewerb der Rasse Fleckvieh, an dem 4 Jungzüchter/innen aus dem Verbandsgebiet der RBW und 11 Kollegen/innen aus Hessen teilnahmen, wurde aufgrund des großen Altersunterschiedes der Teilnehmer in 2 Klassen gewertet und rangiert.

Trotz ihrer geringen Zahl schlugen sich die Teilnehmer aus Baden-Württemberg mit einem jeweils ersten und zweiten Platz sehr achtbar.

In der Gruppe der jüngeren Teilnehmer belegte Michael Hennegriff aus Limbach-Balsbach (RBW) Platz eins vor Daniel Jäger aus Mörlenbach-Annenhof und Carsten Johe aus Sensbachtal (beide ZBH).

Bei den älteren Jungzüchtern konnte, wie in den letzten Jahren, ein Teilnehmer aus Hessen gewinnen. Martin Seip aus Beerfelden-Hetzbach lag nach der Auswertung knapp vor Andreas Mehl, Unterneudorf (RBW), der ebenfalls wie im letzten Jahr den ersten Platz nur knapp verfehlte. Den dritten Platz belegte Christian Zimmermann aus Beerfelden (ZBH).

Es ist immer wieder schön zu sehen, mit wie viel Engagement und Sachverstand der Züchternachwuchs zur Sache geht und wir würden uns sehr freuen, das nächste Mal mehr angehende Landwirte zu diesem spannenden und schönen Wettbewerb begrüßen zu können.

Kindervorführwettbewerb: professionelle Präsentation der Jüngsten

In zwei Altersgruppen stellten 8 Züchterkinder ihre Kälber den Preisrichtern vor. Der Kälber-Vorführwettbewerb für Kinder, inzwischen Tradition auf dem Maimarkt, war wieder einmal ein voller Erfolg und Publikumsmagnet, wobei festzuhalten ist, dass der gesamte Block der Rindervorführungen und Prämierungen wohl den besten Besuch der vergangenen Jahre verzeichnen konnte. Die unterschiedlichsten Fragen zu Haltung, Fütterung, Pflege und Abstammung konnten alle mit Bravour beantworten, so daß Dieter Kraft vom Referat Tierzucht des ALLB Ilshofen keinen leichten Stand als Preisrichter hatte.

Stolze Sieger in ihren Altersgruppen wurden dann auch Melanie Hess aus Schönbronn vor Tobias Schmitt, Muckensturm und bei den älteren Kindern Moritz Schäfer aus Beerfelden vor Christian Cromm aus Mörlenbach.

Wir gratulieren allen Wettbewerbsteilnehmern zu ihren Ergebnissen. Bei allen Beschickern bedanken wir uns herzlichst für ihre Mühe beim Vorbereiten und Präsentieren und die Bereitschaft, ihre wertvollen Zuchttiere für den Maimarkt zur Verfügung zu stellen.

Matthias Ruck, RBW Stuttgart

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Schaukatalog im PDF-Format

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