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Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

 
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Maimarkt Mannheim
2003

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Überregionaler Zuchtvergleich zwischen Hessen und Baden-Württemberg

Fleckvieh und Holsteins in Mannheim

Jungzüchter üben Exterieurbewertung - Vorführwettbewerb begeistert Zuschauer

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Wieder einmal bot der Mannheimer Maimarkt den Züchtern aus Hessen und Baden-Württemberg die seltene Möglichkeit, über die Landesgrenzen hinaus den direkten Vergleich mit Berufskollegen zu suchen. Aus dem nördlichen Verbandsgebiet der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) waren insgesamt 21 Fleckviehtiere (2 Bullen, 19 Kühe) und 14 Kühe der Rasse Deutsche Holsteins beteiligt. Die Züchterkollegen der Zucht- und Besamungsunion Hessen (ZBH) waren mit 7 Fleckvieh-Kühen vertreten.

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Fleckvieh-Bullen: Vorjahressieger wieder vorn

Mit Franz Käppeler aus Stockach-Seelfingen hatte ein erfahrener und engagierter Praktiker das Richteramt übernommen. Im Wettbewerb der Bullen stellte er den Strovanna-Sohn Arom vom Bullenhaltungsring Boxberg, wiederum hervorragend vorgestellt und routiniert präsentiert von Walter Pfeil, an die Spitze. Der von Bernhard und Stefanie Hofmann aus Mudau-Steinbach aus der Romen-Tochter Edelweiss gezogene Spitzenbulle hatte die Eigenleistungsprüfung auf der Bullenprüfstation Neuhof erfolgreich absolviert und zeigte sich in Mannheim in beeindruckender Verfassung und wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg. Belohnt wurde er mit der Goldmedaille der Stadt Mannheim und einem Ehrenteller des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg.

Mit dem Ib-Preis vorlieb nehmen musste in diesem Jahr der Horwart-Sohn Horlemon, gezüchtet von Simpert Dangelmaier aus Aalen-Simmisweiler und im Besitz der RBW.

 

Baden-Württemberg

Hessen

 

Holsteins

Fleckvieh

Fleckvieh

Anzahl vorgestellt

14

21

7

Sieger

Reservesieger

Eutersieger

Fleischsieger

2

2

1

-

2

2

-

-

1

-

1

1

I a-Plazierungen

I b-Plazierungen

I c-Plazierungen

3

3

3

3

6

3

3

-

2

 

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Fleckvieh-Kühe: Maimarkt-Titel in Serie

Der maimarkterfahrenen Ronald-Tochter Line von Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach (RBW) gelang nach einmal mehr der Sprung an die Spitze. Die mit überdurchschnittlichen Euterqualitäten ausgestattete Ausnahmekuh kann auf eine beeindruckende Mannheimer Karriere zurückblicken: 1997 Ic-Preis, 1998 Reservesiegerin, 1999 Siegerin, 2000 Reservesiegerin und 2003 wiederum Siegerkuh bei den älteren Klassen. Für diesen Erfolg wurde sie mit der Goldmedaille der Stadt Mannheim sowie der Ehrenglocke der RBW ausgezeichnet.

Der Reservesiegertitel bei den älteren Kühen ging an die Whisky-Tochter Flamme. Sie wurde von Walter Kubach aus Langenbrettach-Langenbeutingen (RBW) aus einer Haxpat-Tochter gezüchtet und erhielt dafür die Silbermedaille der Stadt Mannheim und einen Zinnteller des Ministeriums für Landwirtschaft und Ländlichen Raum in Stuttgart.

Über den Siegertitel bei den jüngeren Kühen freuten sich die Züchterkollegen aus dem benachbarten Hessen. Horwart-Tochter Liana, von Helga und Reiner Schmidt aus Ronneburg-Neuwiedermuß aus einer Horst-Mutter gezogen, behauptete sich knapp vor der Klassensiegerin Mareike, einer Steffen-Tochter aus dem Zuchtbetrieb von Hans-Dieter Herrmann aus Blaufelden-Blaubach (RBW). Ausgezeichnet mit der Gold- bzw. der Silbermedaille der Stadt Mannheim sowie jeweils der Bronzemedaille des Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft durften die beiden Spitzenkühe wieder die Heimreise antreten.

Ein klassisches Beispiel für den Lohn kontinuierlicher Zuchtarbeit und Vererbungsstabilität bot der Wettbewerb um den Titel der Eutersiegerin. War im letzten Jahr Richard Jäger aus dem hessischen Mörlenbach mit seiner - auf Half-Tochter Cordula zurückgehende - Weinox-Tochter Cosi in diesem Vergleich der glückliche Gewinner, so dominierte er in diesem erneut, jetzt allerdings mit der fast genau ein Jahr jüngeren Vollschwester Criss, die für ihren Erfolg die Mannheimer Silbermedaille sowie die Silberplakette der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter e.V. (ADR) entgegennehmen durfte.

Im Wettbewerb um den Lorbeer zu Fleischsiegerin lag am Schluß Stalo-Tochter Tia vorne. Als Züchter und Besitzer dieser kalibrigen und im besten Zweinutzungstyp stehenden Fleckviehkuh freute sich Richard Habermehl aus Lauterbach-Allmenrodt (ZBH) über die Bronzeplakette der ADR.

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Holsteins:

Wie im letzten Jahr stellten die Holstein-Züchter aus dem Einzugsgebiet des Mannheimer Maimarkts wieder 14 sehr gute Schautiere vor. Der Preisrichter Maik Wittemeier aus Zweiflingen-Westernbach legte in der Auswahl der Siegertiere sehr viel Wert auf beste Euter und Fundamente und war mit der Ausgeglichenheit der diesjährigen Kollektion sehr zufrieden.

In der Schauklasse der Kühe mit mehr als 5 Kälbern gewann die Tafan-Tochter Latinka aus dem Betrieb Karl Schindler, Karlsruhe Rüppur. Latinka hat mit neun Kälbern eine Lebensleistung von mehr als 80000 kg Milch erbracht und überzeugte mit ihrer Frische und durch allerbeste Fundamente. Diese Ausnahmekuh feierte ihre sechste Teilnahme an einem Maimarkt und wurde mit einer BML Medaille in Silber ausgezeichnet.

In der Klasse der Kühe mit 2-3 Kalbungen siegte die Raven-Tochter Tessa von Familie Angelberger aus Bad Wimpfen. Sie wurde Eutersiegerin ihrer Klasse, die Reservesiegerin der alten Kühe und wurde dafür mit der Silbermedaille der ADR ausgezeichnet. Einen 1b Rang erzielte die Tristlai-Tochter Suse von Ulrich Schmitt, Heddesheim-Muckensturm vor der Tulip-Tochter Milva, wiederum aus dem Zuchtbetrieb Karl Schindler. Den Reigen der älteren Kühe beschloss Lametta von Familie Braun aus Aglasterhausen.

Dieses Jahr konnte eine sehr große Gruppe junger Kühe gezeigt werden. Diese Tiere verkörpern die Zukunft und stellten schon jetzt ihre Leistungsbereitschaft und ihre allerbesten Beine und Euter unter Beweis. So hatte es der Preisrichter auch nicht ganz leicht sich zu entscheiden.

In der ersten Gruppe siegte Pamina, eine Basar-Tochter aus dem Betrieb Gerd und Steffen Gieser aus Heidelberg-Kirchheim, dicht gefolgt von Jazzman-Tochter Jessy, gezüchtet von Familie Jungmann in Wünschmichelbach, die Eutersiegerin in ihrer Gruppe wurde und so mit der ADR Bronze Medaille geehrt werden konnte. Auf den weiteren Plätzen fanden sich die Tulip-Tochter Palmin von Elmar Frank aus Boxberg-Schweigern und Christina, einer Bips-Tochter, gezüchtet von Familie Maas aus Ladenburg-Neubotzheim.

In der zweiten Gruppe dieser Klasse siegte Dolly, eine Steven-Tochter, gezüchtet von Helmut Kief, Hockenheim. Sie bekam dafür den Teller des MLR. Reservesiegerin und gleichzeitig beste Euterkuh der ausgestellten Holstein Tiere wurde die Lentini-Tochter Bea von Otto Treiber, Hemsbach, der dafür die BML Silbermedaille erhielt. Weitere Plätze in dieser Klasse belegten Strabo-Tochter Schneeweißchen von Familie Jungmann, Procontra-Tochter Benicia von Familie Maas und Camora-Tochter Sandra von Familie Rudolf Mannsberger aus Eppingen-Adelshofen.

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Jungzüchter wetteifern im Tierbeurteilungswettbewerb (Fleckvieh)

Im Tierbeurteilungswettbewerb der Rasse Fleckvieh, an dem 6 Jungzüchter/Innen aus dem Verbandsgebiet der RBW und 12 Kollegen/Innen aus Hessen teilnahmen, wurde aufgrund des großen Altersunterschiedes der Teilnehmer in zwei Altersklassen gewertet und rangiert.

In der Gruppe der jüngeren Teilnehmer belegten Christine Otterbach aus Obersontheim-Unterfischach und Julia Nagel aus Leingarten als einzige Teilnehmer aus Baden-Württemberg punktgleich den ersten Platz. Dritter Sieger in dieser Gruppe wurde Daniel Jäger aus Mörlenbach (ZBH).

Bei den älteren Jungzüchtern konnte sich wie bereits im Vorjahr der hessische Nachwuchs in der Spitze behaupten. Bianca Kress aus Schlüchtern-Hohenzell (ZBH) lag nach der Auswertung knapp vor Andreas Mehl aus Buchen-Unterneudorf und Michael Hennegriff aus Limbach-Balsbach (beide RBW). Preisrichter Franz Käppeler, dem sein Richteramt sichtlich Freude bereitet hatte, zeigte sich ganz begeistert vom Engagement des Züchternachwuchses und ermutigte die jungen Leute, ihren Weg in der Landwirtschaft zu suchen.

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Kinder präsentieren ihre Kälber

In drei Altersgruppen stellten 13 Züchterkinder vor begeistert mitgehenden Zuschauern ihre Kälber den Preisrichtern vor. Der Kälber-Vorführwettbewerb für Kinder, in Mannheim nun schon zur Tradition geworden, war wieder einmal ein voller Erfolg. Die unterschiedlichsten Fragen zu Haltung und Fütterung konnten alle mit Bravour beantworten, so dass Preisrichter Dieter Kraft vom Referat Tierzucht des ALLB Ilshofen kein einfaches Amt hatte.

Stolze erste Sieger in ihren Altersgruppen wurden Lukas Schneider (7,9 Jahre) aus Reichelsheim-Gumpen, Martin Braun (9 Jahre) aus Aglasterhausen und Stefan Schmidt (9,7 Jahre) Bad Friedrichshall-Kochendorf.

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Melkwettbewerb am Gummi-Euter

Wie in den letzten beiden Jahren entwickelte sich auch in diesem Jahr der im Rahmen der Tierlehrschau durchgeführte Melkwettbewerb am Gummi-Euter wieder zu einem Publikumsrenner. Täglich von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr war Jung und Alt die Möglichkeit gegeben, selbst auf spielerische Weise aktiv zu werden. Die kostenlose Teilnahme und die Aussicht, als Tagessieger einen der begehrten Maimarktkrüge zu erhalten, animierten zum mitmachen. An dem dicht umlagerten "Melkstand" kam es zu verblüffenden Aha-Erlebnissen und interessanten Diskussionen mit den überwiegend aus städtischen Regionen stammenden Messebesuchern. Zurück blieb die Gewissheit, Landwirtschaft und Tierhaltung in positiver Weise bewusst gemacht zu haben.

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Bei allen Beschickern bedanken wir uns herzlichst für ihre Bereitschaft, Ihre wertvollen Zuchttiere für den Mannheimer Maimarkt zur Verfügung zu stellen und für ihre Mühe beim Vorbereiten und Vorführen.
Hans Faber, ALLB Ilshofen (für Fleckvieh, Tierbeurteilung, Kinder, Melkwettbewerb)
Matthias Ruck, RBW Stuttgart (für Holsteins)
Fotos: Arnold, Ruck
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Dieter Kraft, ALLB Ilshofen, mit den Jungzüchtern beim Tierbeurteilungswettbewerb


Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach (RBW) mit seiner maimarkterfahrenen
Ronald-Tochter Line. Nach bereits mehreren Siegertiteln aus den
Vorjahren 2003 wiederum Siegerkuh bei den älteren Klassen.
Für diesen Erfolg wurde sie mit der Goldmedaille der Stadt Mannheim
sowie der Ehrenglocke der RBW ausgezeichnet.


Spitzengruppe Fleckviehkühe in bestem Zweinutzungstyp.
Siegerauswahl von rechts nach links:
Kat.Nr. 7 RS-alt und RS-Fleisch, 15 Sieger Fleisch, 19 RS-Jung, 18, 19 Sieger-Jung


Reserve-Siegerin bei den jüngeren Klassen: Steffen-Tochter Mareike von
Hans Dieter Herrmann aus Blaufelden-Blaubach.


Sammlung Hennegriff


Kat.Nr. 4

Karl Schindler aus Karlsruhe Rüppur, wird für die Siegerkuh alt durch
Bürgermeister Schmidtmit der BML Medaille in Silber ausgezeichnet


Kat.Nr. 20


Wettmelken


Fleckvieh in Mutterkuhhaltung: Mutterkuh mit zwei Kälbern von Familie Engel
aus Bühlerzell-Schönbronn


Den ganzen Tag über dicht umlagert der Kral mit den Angusrindern von
Friedrich und Peter Schumacher aus Heidelberg-Bierhelderhof.
Links der in der roten Farbrichtung gezogene 4,5-jährige Deckbulle
"Red Scouty", der durch eine hervorragende Bemuskelung, viel Typ und Länge,
ein sehr gutes Fundament und einen äußerst ruhigen Charakter überzeugte,
rechts die knapp 9,5-jährige schwarze "Tramper"-Tochter "Aphrodite"
mit ihrem rahmigen Kuhkalb (Mitte)


Kälber-Vorführwettbewerb für Kinder: In gekonnter Weise stellen die
Kinder ihre Kälber der Jury vor.

Generationen für Mannheim: Drei Generationen der Familie Hans-Dieter Herrmann
aus Blaufelden-Blaubach stellen zwei Generationen ihrer Zuchttiere vor.

Monika Nörr, Zuchtleitung,
Maik Wittemeier, Preisrichter


Eutersiegerin Leutini-Tochter "Bea", v. O. Treiber, Hemsbach

von links: Karl Schindler, Ruppur, Siegerkuh alt
Helmut Kief, Hockenheim, Siegerkuh jung
Bernd Angelberger, Reservesiegerin alt


Siegerkuh jung "Dolly" v. Helmut Kief, Hockenheim

Martin Braun, Aglasterhausen; 1 Sieger Vorführwettbewerb 2. Gruppe
bei der Befragung durch den Preisrichter


Die beiden Siegerkühe alt "Latinka" von Schindler, Ruppur und
"Line" von Hennegriff, Limbach


Diethelm Roepenack wird mit der "Goldenen Maimarkt Nadel"
ausgezeichnet

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