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Mitgliederversammlung der Züchtervereinigung Limpurger Rind
am Samstag, den 30. Januar 2010
im Gashaus „Ochsen“ in Schechingen (Ostalbkreis)

- Mit Volldampf in eine ereignisreiche Zukunft -

In der gut besuchten Mitgliederversammlung bei der Züchtervereinigung Limpurger Rind im Schechinger „Ochsen“ standen eine Reihe von Themen  auf der Tagesordnung, u.a. die Neuwahlen des Vorstandes und Beirats, der Tätigkeitsbericht zum abgelaufenen Jahr 2009 und die anstehenden Termine für 2010.

Bei den Wahlen gab es in der Vorstandschaft keine Veränderungen.

Im achtköpfigen Beirat schieden drei Mitglieder aus, die freien Posten wurden problemlos wieder mit drei  Vereinsmitgliedern besetzt.

Beim Rückblick auf das Jahr 2009 wurde das Projekt „Weideochse vom Limpurger Rind“ besonders erwähnt, das in einem eigenen Förderkreis in Zusammenarbeit mit dem Slow Food* Convivum Mainfranken-Hohenlohe vorangetrieben wird.

Die Veranstaltungshighlights 2010, für die sich gerne freiwillige Helfer beim Vorstand Werner Ehmann melden dürfen, beginnen mit der Ausstellung von Limpurger Tieren auf der Slow Food-Messe vom 15. bis 18.04.2010 in der Neuen Messe in Stuttgart.

Der Schautag für bedrohte Haustierrassen am 06.06. und die Jungviehprämierung in Wackershofen am 25.09., der historische Markt in Lautern am 18.09., sowie das landwirtschaftliche Hauptfest im Herbst in Stuttgart sind wichtige Ereignisse für die Züchtervereinigung, um die älteste württembergische Rinderrasse das Limpurger Rind zu präsentieren und weiter zu fördern.


Vorstand, Beirat, ehemalige Beiratsmitglieder, Zuchtleiter
von links: Gerhard Vogel, Albrecht Schupp, Martin Munz, Josef Holl, Werner Ehmann,
Friedrich Schwarz, Rolf Friedel, Xaver Schmid, Gottfried Winter, Martin Krauß,
Dieter Kraft - auf dem Foto fehlen Jürgen Holl, Helmut Reusch und Gerhard Rieger.

*Slow Food

bulletist eine weltweite Vereinigung von bewussten Genießern und mündigen Konsumenten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Kultur des Essens und Trinkens zu pflegen und lebendig zu halten.
bulletfördert eine verantwortliche Landwirtschaft und Fischerei, eine artgerechte Viehzucht, das traditionelle Lebensmittelhandwerk und die Bewahrung der regionalen Geschmacksvielfalt.
bulletbringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt, vermittelt Wissen über die Qualität von Nahrungsmitteln und macht so den Ernährungsmarkt transparent
bulletist eine Non-Profit-Organisation.

Pressesprecherin Elke Glasbrenner, Schwäbisch Hall-Tüngental

Limpurger Bulle "Heizer":

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Rasseversammlung in Schechingen / Ostalbkreis

Gutes Jahr für die Zucht des Limpurger Rindes

- Hervorragende Stimmung und guter Zusammenhalt unter den Züchtern -

Das Limpurger Rind ist wieder im Kommen. Der Bestand stieg wie in den Vorjahren kontinuierlich an und liegt jetzt bei 370 Limpurger Kühen. Im Gasthof Ochsen in Schechingen / Ostalbkreis trafen sich die Limpurger Züchter zur Mitgliederversammlung. Im voll besetzten Saal konnte Vorsitzender Werner Ehmann den neuen Leiter des Landwirtschaftsamtes Ellwangen, Dr. Hans Börner begrüßen. Die Züchtervereinigung blickt zurück auf ein erfolgreiches Jahr mit positiver Bestandsentwicklung und sehr gut besuchten züchterischen Veranstaltungen.

Höhepunkt des Jahres bildete sicher die Rasseschau auf dem herrlichen Marktplatz in Schechingen. Gerade bei der Rasseschau mit einem Auftrieb von insgesamt 63 Tieren konnte der Stand der Zucht und die Entwicklung seit Wiederbegründung 1987 aufgezeigt werden. Das Limpurger Rind ist mittelrahmig und eignet sich in besonderer Weise auch zur Beweidung von hängigem bis steilen Grünland. Zuchtleiter Dieter Kraft vom Landwirtschaftsamt Ilshofen verdeutlichte dies mit Daten von der Rasseschau: Man wolle diese mittlere Größe – wie im Zuchtziel festgelegt – beibehalten.. Alle Tiere auf der Schau wurden gewogen und gemessen, um einen Vergleich mit früheren und künftigen Schauen aber auch mit anderen Rassen zu erhalten. Mit einer Kreuzhöhe von 137 cm und einem mittleren Gewicht von 620 kg lagen die gezeigten Kühe genau im Zuchtziel.

Mit Plaketten von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR) ausgezeichnet wurden drei Betriebe: ADR – Silber ging an Gottfried Winter, Abtsgmünd-Laubach für die Sieger-Mutterkuh "Dixie" und die Züchtersammlung, mit ADR – Bronze ausgezeichnet wurden Jürgen Holl, Heuchlingen – Riedhof für die Heinrich-Tochter "Linda", Siegerkuh der älteren Klassen, sowie Friedrich Schwarz von der Vollzugsanstalt Kleincomburg Schwäbisch Hall für den Bullen "Herkules".


Personen von links nach rechts: Vorsitzender Werner Ehmann, Friedrich Schwarz,
Gottfried Winter, Jürgen Holl.
Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Rinderzucht verleiht die Arbeitsgemein-
schaft Deutscher Rinderzüchter e.V. Plaketten – anlässlich der Rasseschau Limpurger Rind
wurden drei Betriebe ausgezeichnet: Eine ADR – Silber- Plakette ging an Gottfried Winter,
Abtsgmünd-Laubach für die Sieger-Mutterkuh "Dixie" und die Züchtersammlung, mit
ADR – Bronze ausgezeichnet wurde Jürgen Holl, Heuchlingen – Riedhof für die Heinrich-
Tochter "Linda", Siegerkuh der älteren Klassen, sowie Friedrich Schwarz von der Vollzugs-
anstalt Kleincomburg Schwäbisch Hall für den Bullen "Herkules"

Bereits im 19. Jahrhundert wurden die Limpurger gerühmt ob ihrer ausgezeichneten Fleischqualität. Dass dies auch heute noch zutrifft, bestätigte Dr. Freudenreich von der Bundesanstalt für Fleischforschung Kulmbach anlässlich einer Verkostung von Limpurger Ochsenfleisch mit Preisverleihung für "Limpurger Boeuf de Hohenlohe" in Schwäbisch Hall Anfang Dezember 2005. Von der Fleischqualität absolut begeistert war bei diesem Anlass auch Küchenchef und Sternekoch Olaf Pruckner vom Restaurant Altes Amtshaus in Mulfingen-Ailringen.

Mit 110 Milchkühen hielt sich der Bestand auf dem Niveau der Vorjahre, während die zunehmende Beliebtheit in der Mutterkuhhaltung zu einem Anstieg auf rund 260 Kühe führte. Limpurger Tiere sind sehr gefragt. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des Umsatzes in den Tierverkäufen wieder. So konnten im abgelaufenen Jahr 6 Zuchtbullen, 27 Kühe und Kalbinnen, 26 Rinder sowie 50 Kälber und Fresser vermittelt werden.

Vorsitzender Ehmann lobte die starke Beteiligung der Züchterschaft auch an den anderen Veranstaltungen, wie das Züchtertreffen, die traditionelle Jungviehprämierung im Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall - Wackershofen sowie der Lehrfahrt nach Aulendorf zur Lehr- und Versuchsanstalt für Landwirtschaft. Und der Grund für die gute Entwicklung? Auch das war auf der Versammlung spürbar: Der gute Zusammenhalt, ein starkes "wir"- Gefühl unter den Limpurger Züchtern. Das stimmt optimistisch für die künftige Entwicklung.

Dieter Kraft

Limpurger Züchtertreffen auf dem Riedhof

Fröhliches Familienfest fördert den Zusammenhalt

Am Sonntag war es wieder einmal so weit – die Limpurger Züchter und Freunde trafen sich zum Familienfest auf dem Riedhof. Mehr als 150 Personen folgten der Einladung zum gemeinsamen Nachmittag. Neben zahlreichen altgedienten Züchtern kamen auch viele, die sich erst in jüngerer Zeit der Limpurger Zucht zugewandt haben.

In erster Linie dient das Züchtertreffen dem gegenseitigen kennen lernen der Züchterfamilien. Man spürt den überaus guten Zusammenhalt, den die "Limpurger" pflegen. Er ist in dieser für die Landwirtschaft nicht einfachen Zeit Grundlage für die starke Entwicklung der letzten Jahre. Mit leckerem Limpurger Rinderbraten und Kaffee und Kuchen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Wichtiges Gesprächsthema war vielfach die überaus erfolgreiche Rasseschau der Limpurger, welche die Züchter fünf Wochen zuvor auf dem Marktplatz in Schechingen abhielten.

Dieter Kraft

Preisverleihung der Hohenlohe Gesellschaft in Schloß Langenburg

Limpurger Ochsenfleisch begeistert
Hohenloher Spitzengastronomen

Gefährdete Rinderrasse – Marktchance und Landschaftspflege

Auszeichnungen für bestes Fleisch von Limpurger Ochsen vergab die Hohenlohe Gesellschaft in festlichem Rahmen im Schloß Langenburg. Eine bestens besetzte Jury mit Prof. Dr. Christoph Augustini (Bundesanstalt für Fleischforschung, Kulmbach) und Paul Cristanell (Consortium Südtiroler Speck, Bozen) an der Spitze bescheinigte im Genusstest den eingereichten Proben herausragende Qualität, die eines Preises "Boeuf de Hohenlohe" würdig sei.

Die Limpurger Ochsen mussten entsprechend der Ausschreibung zwei Jahre alt und auf der Weide zwei Sommer gehalten worden sein. In einer kurzen Endmast mit Getreide erhalten sie den nötigen Fettansatz für eine gute Marmorierung und Fettabdeckung, mithin der Garant für Saftigkeit, Zartheit und Geschmack des Fleisches. Durch diesen zum dritten Male durchgeführten Vergleichstest wird verdeutlicht, welche Qualitäten gewünscht sind. Er gibt den Erzeugern Ansporn zur weiteren Verbesserung ihrer Ochsenmast.

Als Patronatsverein hat sich die Hohenlohe Gesellschaft der Förderung der regionalen Landwirtschaft und ihrer Produkte verschrieben. Den Limpurger Mastochsen als Nachfolger des legendären "Boeuf de Hohenlohe" gilt die besondere Aufmerksamkeit des Patronatsvereins. Dessen gastronomischen Mitglieder, wie Manfred Kurz vom Gasthof Hirschen in Blaufelden, sind bereit, beste Qualität zu honorieren.

Der Züchtervereinigung Limpurger Rind tut die Werbung gut. Es mangelt jedoch noch an Tieren, da die Nachfrage weit größer ist, als das Angebot. "Wir sind daran, den Bestand unserer gefährdeten Rinderrasse zu mehren, und unsere Zuchtbetriebe von der Marktchance für hochwertiges Limpurger Ochsenfleisch zu überzeugen", versicherte Zuchtleiter Dieter Kraft.

Unter dem Namen "Boeuf de Hohenlohe" war im 19. Jahrhundert Rindfleisch aus der Region Hohenlohe und Umgebung in Paris hoch geschätzt. In der Zeit wurden ganze Herden nach Frankreich getrieben mit Tieren der damals verbreiteten Landschläge, wie dem ausgestorbenen Haller Braunblässenschlag und dem Limpurger Rind.

Erstmals prämiert wurde in diesem Jahr aus Schweinefleisch erzeugtes Rauchfleisch (roher Schinken). Am Wettbewerb beteiligten sich 12 bäuerliche Selbstvermarkter und Metzgereien aus dem Hohenloher Land. "Wir haben einige Spitzenprodukte probiert, die sich mit dem Besten messen können, was es auf europäischer Ebene gibt", lobte Paul Christanell, der als Prüfer und Kontolleur für Rohschinken, Rauchfleisch und Speck in ganz Europa unterwegs ist. Auch dies ein Beitrag der Hohenlohe Gesellschaft mit dem die Erzeugung bester Qualität aus der Region Hohenlohe gefördert wird.

Preisträger Limpurger Ochsenfleisch: Werner Ehmann aus Wüstenrot – Walklensweiler (Großer Preis), die Vollzugsanstalt Schwäbisch Hall Kleincomburg (Erster Preis), Rolf Kübler aus Ellwangen – Erpfental (Anerkennung) und Albrecht Schupp aus Gaildorf-Unterrot (Anerkennung).

 Die Jury 2002:

Dr. Christoph Augustini, Bundesanstalt für Fleischforschung in Kulmbach; Paul Christanell, Consortium Südtiroler Speck in Bozen; Renato Hofer, Speckerzeuger aus Meran in Südtirol; Dieter Hagel, Metzgermeister in Frankenhardt-Gründelhardt; Renate Heinrich aus Neuenstein-Großhirschbach, Fachschullehrerin der ländlichen Hauswirtschaft an der Akademie Kupferzell; Dieter Kraft, Zuchtleiter Limpurger Rind; Irma Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg (ohne Stimme).


Verleihung der Preise "Boeuf de Hohenlohe für bestes Fleisch vom Limpurger Ochsen" in Schloß
Langenburg (von links): Rolf Kübler aus Ellwangen – Erpfental (Anerkennung), Jürgen Holl in Vertretung
für die Vollzugsanstalt Schwäbisch Hall Kleincomburg (Erster Preis), Werner Ehmann aus
Wüstenrot – Walklensweiler (Großer Preis), Irma Fürstin von Hohenlohe-Langenburg (Jurymitglied),
Bärbel Ehmann, Albrecht Schupp aus Gaildorf-Unterrot (Anerkennung) sowie die Schirmherren der
Hohenlohe Gesellschaft, Kraft Fürst zu Hohenlohe-Langenburg und Kraft Fürst zu Hohenlohe-Öhringen.


Großartiger Erfolg für Familie Bärbel und Werner Ehmann aus Wüstenrot - Walklensweiler - sie
bekamen beim Festakt im Schloß Langenburg den Großen Preis "Boeuf de Hohenlohe" der Hohenlohe
Gesellschaft überreicht. Die Schirmherren, Kraft Fürst zu Hohenlohe-Öhringen und Kraft Fürst zu
Hohenlohe-Langenburg und Irma Fürstin von Hohenlohe-Langenburg gratulieren dem Preisträger.


Die Limpurger Ochsen eignen sich in hervorragender Weise auch zur Pflege von hängigem Gelände
und damit der Offenhaltung der Landschaft - im Bild ein Ochse der Vollzugsanstalt Schwäbisch Hall -
Kleincomburg. Genießer wissen das zarte Ochsenfleisch immer mehr zu schätzen.


Limpurger Ochsenfleisch begeistert Hohenloher Spitzengastronomen - für die Gefährdete Rinderrasse
eine attraktive Marktchance. Im Bild ein knapp zweijähriger Ochse auf der Weide von Werner Ehmann,
Wüstenrot - Walklensweiler

Dieter Kraft

 

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