FleckviehHolsteinsBraunvieh Rinderunion Baden-Württemberg AngusLimousinHinterwälder

 
 

Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

 
       Home  Kontakt  Impressum  Suche  News  
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Web-Navigation
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. News
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Bulleninfos
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Fleckvieh
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Holsteins
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Braunvieh
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Wäldervieh
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Vermarktung
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Termine
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Veranstaltungen
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Berichte
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Fachberichte
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Jungzüchter
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Serviceangebote
Klicken, um den Ordner zu erweitern oder zusammenzuziehen. Kontakte

< 1 Seite zurück >    < zurück zu Home >

Konditionsbeurteilung

Die Konditionskarte für Fleckvieh:
bulletKörperreserven benoten
bulletFütterung überprüfen
bulletGesundheit und Fruchtbarkeit optimieren
bulletMilchleistung ausschöpfen
Die Konditionskarte entstand in Zusammenarbeit mit der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung und Grünlandwirtschaft in Aulendorf, sowie Dieter Hanselmann, Rinderzuchtverband in Baden-Württemberg. Die Konditionskarte kann über den RZV bezogen werden.
Konditionsbeurteilung: Was ist das, wie geht das ?

Ob die Fütterung stimmt, können Sie auch beim Fleckvieh direkt an den Kühen ablesen. Wir zeigen, wie es geht.

Zur besseren Kontrolle der Fütterung greifen jetzt auch Fleckviehbetriebe zunehmend auf ein System zurück, das sich bei Schwarz- und Rotbunten bereits weltweit bewährt hat. Gemeint ist das "body condition scoring", die Körperkonditions-Beurteilung (BCS). Dabei wird abgeschätzt, wieviel Körperreserven die Kühe haben. Für den Umfang der Reserven werden Noten gegeben, und es wird überprüft, ob diese - gemessen am jeweiligen Laktationsstand - optimal sind. Mit Hilfe der Konditionsnoten kann die Fütterung im Laufe der Laktation angepaßt werden, wenn die Kühe stärker als beabsichtigt anfleischen, oder wenn sie nicht genug "auf den Rippen" haben. Es soll vor allem verhindert werden, dass altmelkende und trockenstehende Kühe zu fett werden und nach dem Abkalben unter Stoffwechsel- und Fruchtbarkeitsstörungen leiden.

(Quelle: top agrar)
So gehen Sie vor:

Sie beurteilen die Körperreserven, indem Sie die Fettauflage im hinteren Bereich und am Rücken der Kuh abschätzen. Für die Beurteilung der Körperkondition werden acht Körperstellen herangezogen (siehe Zeichnung unten).

Für die Bewertung sollten Sie zu Beginn alle genannten Körperstellen mit der Hand abgreifen. Später, mit etwas Übung, reicht eine optische Bewertung meist aus. Hier wird jedoch bei Fleckviehkühen etwas anders verfahren als bei den Schwarzbunten. Durch die Bemuskelung an Lende und Keule ist die Fettauflage an einigen Stellen nicht sichtbar. Deshalb kann man sich bei der optischen Beurteilung auf die ersten vier genannten Merkmale beschränken. Auf der Konditionskarte sind Beispielskühe für jede Bewertungsklasse abgebildet und entsprechend beschrieben.


(Quelle: top agrar)
Acht Körperstellen für die Beurteilung:
  1. Dornfortsätze der Lendenwirbelsäule
  2. Übergang von den Querfortsätzen zur Hungergrube
  3. Bereich zwischen den Hüfthöckern
  4. Beckenausgangsgrube mit Schwanzansatz
  5. Sitzbeinhöcker
  6. Hüfthöcker
  7. Verbindung zwischen den Dorn- und Querfortsätzen
  8. Querfortsätze der Lendenwirbel
Bei der Vergabe der Noten wird bei Schwarzbunten und bei Fleckviehkühen grundsätzlich gleich verfahren. Für den gleichen Verfettungsgrad bekommen die Kühe die gleiche Note. Die Notenskala reicht von 1 bis 5. Bei der Beurteilung ist zu berücksichtigen, dass die Kühe nicht an allen Körperstellen gleichmäßig Fett ansetzen bzw. einschmelzen. Es gibt tierindividuelle Unterschiede. Manche Kühe mobilisieren Fett schneller im Lebenbereich, andere im Beckenbereich und an der Schwanzfalte. Aus diesem Grund wird für die genannten Körperstellen eine Durchschnittsnote gebildet.
Note 1 bedeutet, die Kuh ist hochgradig abgemagert. Es handelt sich um ein Tier ohne eine fühlbare Fettauflage. Dies ist bei Fleckviehkühen sehr selten. Bei Note 2 sind die Dornfortsätze der Lendenwirbelsäule einzeln sichtbar. Der Übergang zur Hungergrube ist deutlisch eingezogen, der Bereich zwischen den Hüfthöckern stark eingesunken. Die Knochen um die eingeschnittene Höhle der Beckenausgangsgrube treten hervor. Eine Fleckviehkuh mit Note 3 ist etwas knapp im Futter. Die Dornfortsätze sind noch nicht abgesetzt. Der Übergang zur Hungergrube ist leicht eingezogen. Der Bereich zwischen den Hüfthöckern ist eingesunken. Der Beckenausgang ist als glatte flache Grube zu bezeichnen Bei Note 4 sind die Dornfortsätze nicht erkennbar. Es handelt sich um eine ebene Fläche. Der Übergang zur Hungergrube ist nicht eingezogen. Der Bereich zwischen den Hüfthöckern ist ebenfalls eben. Der Beckenausgang ist leicht hervorgewölbt. Eine leicht gefüllte Schwanzfalte ist zu erkennen. Eine Kuh mit Note 5 ist hochgradig verfettet. Die Dornfortsätze verschwinden im Rückenfett. Der Übergang zur Hungergrube ist hervorgewölbt, der Bereich zwischen den Hüfthöckern ist aufgewölbt. Am Schwanzansatz sind Fettwülste deutlich zu sehen.
Bei gleicher Fettauflage bekommen Fleckvieh und Schwarzbunte zwar die gleichen Noten. Was sich allerdings unterscheidet, ist der optimale Verlauf der Körperkondition. Für Fleckviehkühe im Zweinutzungstyp wird eine um etwa eine halbe Note höhere Kondition angestrebt als für stark umsatzbetonte Kühe wie Schwarzbunte. Für Fleckvieh im "Milchtyp", z.B. bei der Einkreuzung von Red Holstein, liegt das Nieveau der Noten zwischen Fleckvieh und Schwarzbunt.
Körperkondition von 3,5 anstreben !
Folgende Faustzahlen sollten Sie sich merken:

Eine Fleckviehkuh sollte zum Abkalben höchstens die Note 4,0 haben. Dann hat sie genügend Energiereserven für die Hochlaktation. Im ersten Laktationsdrittel werden Körperreserven in Milch umgesetzt. Dabei ist ein Rückgang der Kondition auf 3,5 normal. Es ist aber darauf zu achten, dass die Kühe in den ersten zwei Monaten nach der Geburt nicht mehr als eine halbe Konditionsnote verlieren. Die Note 3,25 sollte bei der Fleckviehkuh nicht unterschritten werden.

Am Ende des zweiten Laktationsdrittels sollte die Körperkondition im Idealfall immer noch bei Note 3,5 liegen. Die Fütterung der altmelkenden Kühe im letzten Laktationsdrittel sollte so gestaltet werden, dass beim Trockenstellen die Note 4 nicht überschritten wird.
Während der Trockenstehzeit sollte die Kuh kein Fett ansetzen. Eine Ausnahme bilden stark abgemolkene Kühe. Diese müssen in der Trockenstehzeit sogar Reserven bilden. Die Konditionsnote von 4 sollte aber ebenfalls nicht überschritten werden. Kühe, die während der Laktation zu fett geworden sind, dürfen während des Trockenstehens auf keinen Fall abmagern, also Fett einschmelzen. Dies kann zu schweren Stoffwechselproblemen führen.
Folgende Punkte sind bei der Durchführung der Konditionsbewertung zu beachten:
bulletSorgen Sie für eine gute Beleuchtung, bevor Sie die Kondition der Kühe bewerten
bulletBeurteilen Sie den Übergang von der Lende zur Hungergrube nur auf der rechten Körperseite. Denn auf der linken Seite kann der unterschiedlich gefüllte Pansen zu Fehlbeurteilungen führen.
bulletLassen Sie Ihre Kühe hin und wieder durch eine außenstehende Person (Berater, Berufskollege) bewerten. Es ist wichtig, die eigene Benotung nach einiger Zeit durch eine unabhängige Beurteilung wieder genau einzustellen.
bulletEine feste Einplanung des BCS im Rahmen des Herdenmanagements ist notwendig. Ideal ist eine konsequente Beurteilung der Herde z.B. nach jeder zweiten Milchleistungsprüfung. Wenn dies nicht möglich ist, sollte jede Kuh mindestens viermal in der Laktation beurteilt werden. Es bieten sich Zeitpunkte an, an denen die Kuh sowieso untersucht oder betrachtet werden muss: beim Abkalben (z.B. bei der Besamung) bei der Trächtigkeitsuntersuchung und beim Trockenstellen

Im Betrieb der Lehr- und Versuchsanstalt Aulendorf wird die Körperkondition monatlich zeitnah zur Milchleistungsprüfung durchgeführt. Die Konditionsnoten werden bei der Erstellung der Kraftfutterliste berücksichtigt.

Wo gibt's weitere Infos?

Weitere Informationen zur Konditionsbewertung und zur notwendigen Umsetzung in der Fütterung finden Sie in den Beiträgen "Konditionsbewertung: Jetzt auch beim Fleckvieh" in top agrar 6/98 und "So füttern Sie Fleckvieh nach Noten" in top agrar 7/98.

Praktisch erlernen können Sie die Konditionsbewertung an der Lehr- und Versuchsanstalt in Aulendorf (Tel. 07525/942-300). Dort werden Kurse für Landwirte und Berater angeboten.
(Auszug aus der Konditionskarte für Fleckvieh, top agrar - das Magazin für moderne Landwirtschaft)

< 1 Seite zurück >    < zurück zu Home >

 

  Copyright © 1998-2009 RBW
Ölkofer Strasse 41 · 88518 Herbertingen
  Tel. 07586 / 9206-0, Fax: 5304
E-Mail:
Info@Rind-BW.de
 
  Hit Counter   Website-Entwicklung:
M. Proissl (RBW) -
Proissl@rind-bw.de