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DHV-Schau 2009 in Oldenburg

- Rotbunte aus Baden-Württemberg waren sehr erfolgreich -

Am 18. Juni fand in Oldenburg die Deutsche Holsteinschau mit ca. 230 Kühen statt. Die beiden Preisrichter Markus Mock (Markdorf) bei Schwarzbunt und Martin Biederbick (Hessen) bei Rotbunt lobten die sehr ausgeglichene Qualität der Tiere auf hohem Niveau. Oft gaben Kleinigkeiten den Ausschlag um Sieg oder Platz. Die RBW trat mit einem kleinen Kontingent von 8 Kühen die weite Reise nach Oldenburg an. Trotz der angespannten Lage bei den Milchviehbetrieben war die DHV-Schau sehr gut besucht.

Schwarzbunt

Traditionell waren die 4 Färsenklassen mit insgesamt 50 Kühen stark besetzt und die Tiere zeigten sich sehr unterschiedlich in der Entwicklung und im Laktationsstadium. Markus Mock setzte dabei auf die edlen und jungen Erstkalbskühe mit besten Eutern, die noch viel Entwicklungspotential zeigen. Es siegte hier eine Ticket Tochter aus dem RUW-Gebiet. Hier konnte die bereits bei der RBW-Schau 2009 erfolgreiche, sehr harmonische, körperstarke Dundee-Tochter Sunshine aus dem Betrieb Josef Gloning, Ellwangen-Buchhausen einen 1b Platz erzielen. Die sehr ausgeglichene, bereits am Ende ihrer Laktation stehende Derek II Tochter Primadonna von Dieter Schänzel, Essingen war weiter hinten in ihrer Klasse platziert.

Bei den Zweitkalbskühen trat die Goldwin-Tochter Evita von Uwe Maier, Schwäbisch Gmünd Reitprechts an. Sie verfügte über sehr viel Milchtyp und über ein extrem drüsiges, fest ansitzendes Euter. Allerdings fehlte es ihr etwas an Stärke um vorne mitmischen zu können. Ebenfalls aus dem Betrieb Josef Gloning trat in dieser Kategorie die Intergrity-Tochter Illinois an. Sie konnte aufgrund ihres natürlichen Milchtyps und ihrer Stärke sowie den harmonischen Übergängen ihre Klasse für sich entscheiden und stand bei der Entscheidung in den jungen Klassen im Line-Up unter den letzten Vier. Bei den „Alten Damen“, der Kühe mit 4 und mehr Kälbern trat Heidi von Holger Bertsch, Jagsthausen an. Sie hatte von allen Kühen in ihrer Klasse mit Abstand die besten Fundamente, allerdings fehlte es ihr etwas an Größe und Hintereuterbreite um ganz vorne mit dabei sein zu können.

Rotbunt

Aus baden-württembergischer Sicht sehr erfolgreich verlief die Rotbuntkonkurrenz. Gleich in der 1. Klasse siegte die jugendliche Joyboy-Tochter Tiana, die Gerhard Fassnacht aus Horb-Altheim am Vorabend bei der DHV-Genetik Auktion erworben hatte. Glanzstücke dieser mittelrahmigen Tochter aus der DHV-Siegerkuh Tyra sind ihr Euter und die guten Fundamente. In der gleichen Klasse konnte sich die sehr ausgeglichene Lichtblick-Tochter Agascha von Thomas Bentele, Ravensburg-Adelsreute den 1b Platz sichern. Siegerfärse wurde letztendlich die Talent-Tochter Clara, die von Wolfgang Fritz, Achern-Gamshurst aus einer Fascot-Mutter gezogen wurde und als Jungrind in das OHG-Gebiet verkauft wurde. Sie bestach durch ihren korrekten Knochenbau, viel Stärke und ihr tadelloses Euter.


Joyboy-Tochter Tiana von Gerhard Fassnacht


Rustler-Tochter Hazia von Gerhard Fassnacht

Bei den Zweitkalbskühen hatte Gerhard Fassnacht mit der Rustler-Tochter Hazia ein weiteres heißes Eisen im Feuer. In ihrer Klasse musste sie gegen die bekannte Talent-Tochter Maxima konkurrieren, die erst frisch gekalbt hatte. Die Entscheidung war hier sehr eng, da sich Maxima noch nicht in optimaler Schaukondition befand. Hazia glänzte durch ihren Milchtyp, ihre schräge offene Rippe und durch ihr nahezu perfektes Euter. Diese beiden machten später dann auch das Rennen bei den mittleren Kuhklassen unter sich aus. Es siegte Maxima vor Hazia, der Preisrichter begründete es mit der besseren Bewegung und dem breiten Becken von Maxima. Bei den rotbunten Drittkalbskühen konnte die Goldstar-Tochter Fanny von Albert Waldvogel, Titisee-Neustadt, Jostal aufgrund ihres extrem drüsigen Euters und ihrer Ausgeglichenheit ebenfalls einen 1b Platz erzielen.


Die Kuhklasse der Zweitkalbskühe; 2. Kuh von rechts ist die Rustler-Tochter Hazia
von Gerhard Fassnacht (Foto: Frau Dr. Topf, DLV)

Höhepunkte des Schauwettbewerbes waren sicherlich die Klassen der Dritt- und Viertkalbskühe in einer unglaublichen Qualitätsdichte. Hier stachen insbesondere die Champion-Tochter Bessy, Siegerin des WEU-Konventes und die Stormatic-Tochter Krista heraus. Bessy beeindruckte durch ihren gewaltigen Körper. Krista bestach durch ihr Euter, das keine Wünsche offen lies und durch ihren extrem ausbalancierten Körper. Markus Mock entschied sich mit seinem Richterkollegen letztendlich für Krista als Grand Champion der DHV-Schau 2009. Das Line-Up der Siegertiere bot ein beeindruckendes Bild der deutschen Holsteinzucht.


Alle Siegerkühe (Foto: Frau Dr. Topf, DLV)

Am Vorabend der Schau fand die Sonderauktion DHV-Genetik statt. Von den aufgetriebenen 26 Tieren wurden 21 zum Durchschnittspreis von 4.538 € verkauft. Teuerstes Tier mit einem Preis von 10.200 € war eine Talent-Tochter aus dem Hessen-Champion Paola EX 93.

Die Mitgliedsorganisationen des DHV präsentierten nach den jungen Kuhklassen in einem neuen Konzept 15 Nachzuchtgruppen vor vollen Rängen. Mit dabei waren die Zukunftsbullen Aspen, Elite, Mirror, Radon, Rainman, Tilo und Vincente die Anlaufzuchtwerte hatten oder von denen in der nächsten Zuchtwertschätzung die ersten offiziellen Werte erwartet werden. Von den neuen Vererbern wurden Cassano, Ruacana, Sallas und Zabing RF gezeigt. Bei den Wiedereinsatzbullen waren es die Nachzuchten von Emil II, Janos, Jetlag und Ludox. Vom Publikum zur besten Nachzucht gewählt wurde die Gruppe des Bullen Cassano. Dessen Töchter mit dem 2. Kalb zeigten sich großrahmig und mit viel Breite und Tiefe. Auch die Töchter von Ruacana wussten insbesondere durch ihre sehr gut in die Bauchdecke übergehenden Euter und trockenen Fundamente zu gefallen.

Mit zwei Reservesiegen, zwei 1a und drei 1b Platzierungen waren die Züchter der RBW 2009 sehr erfolgreich. Die RBW bedankt sich bei allen Beschickern und insbesondere beim gemeinsamen Betreuungsteam für die gute Vorbereitung und Präsentation der Tiere.

Informationen zum 12. Bundesvorführwettbewerb auf der Deutschen Holsteinschau 2009: hier anklicken

Monika Nörr

Großartiger Erfolg für die Mock GbR
bei der Swiss Expo in Lausanne

Vom 17. bis 20. Januar fand in Lausanne die Swiss Expo 2008 statt. Sie ist mit 1000 Rindern eine der größten Schauen in Europa. Gezeigt wurden Rinder und Kühe aus der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland der Rassen Holsteins Red Holsteins, Swiss Fleckvieh, Simmental, Braunvieh, Montbeliarde und Jersey. Über alle Rassen hinweg fungierten in diesem Jahr Frauen als Preisrichterinnen – darunter auch Christine Kuppler, Schrozberg für Fleckvieh und Simmental. Die Aufstallung und Einrichtung im Palais de Beaulieu ist weltweit einmalig.

Ihren größten internationalen Erfolg bisher konnte Familie Mock, Markdorf mit ihrer Mox Kite Maryrose verbuchen. Diese sehr großrahmige Färse bestach durch ihre Harmonie, ihren Milchcharakter ihr breites optimal geneigtes Becken, die sehr guten Übergänge, ihre glasklaren Fundamente und ihr breites, sehr gut aufgehängtes Hintereuter. Die kanadische Preisrichterin Melanie Boulet, die sehr souverän und entschlossen richtete,  stellte sie auf den 1. Platz in ihrer Klasse. Bei der Champion-Auswahl wurde sie anschließend dritte  und erhielt somit eine ehrenvolle Erwähnung hinter den beiden Mehrkalbskühen Morandale Swatch Britney, einer Tochter der Europasiegerkuh Chicutumi und der Eutersiegerin Defago Magali.

Bei den schwarzbunten Färsen hatte Markus Mock eine weitere Färse am Start. Die Rudolph-Tochter trat bereits  5 Wochen nach ihrer 1. Kalbung in die Fußstapfen ihrer Mutter Dreamgirl, die 2005 Siegerfärse auf der DHV-Schau war. In einer Klasse mit 23 Färsen erreichte sie einen sehr guten 5. Platz.

Das Lineup zur Championauswahl mit den jeweils 1a und 1b Platzierten in den Klassen war ein Erlebnis der Extraklasse. Die US-amerikanische Preisrichterin Cathy Yeoman aus Oklahoma war sehr angetan von der Top-Qualität der Tiere.

Grand Champion bei den schwarzbunten Holsteins wurde die Cousteau-Tochter Mandarine, Reservesiegerin C D P Bourdeaux Palm Beach die sich auch den „Schöneutertitel“ holte. Die ehrenvolle Erwähnung ging an die Boss Iron-Tochter Petit Coeur Iron Dirona.

Monika Nörr

Siegerfärse der Deutschen Holstein Schau 2005
kommt aus Baden-Württemberg

Mit einem Durchschnittspreis von 5.950 € zählte die DHV- Genetik Auktion am Vorabend der DHV- Schau 2005 zu den teuersten Sonderauktionen im Rinderbereich in Deutschland. Die Kaufinteressenten aus vielen Nationen konnten aus Spitzengenetik von international bekannten Zuchtstätten und Kuhfamilien auswählen. Das Exterieur der Verkaufstiere ließ keine Wünsche offen.

Die einzige melkende Färse, die Gibson –Tochter Dreamgirl der Mock GbR aus Markdorf wechselte für 10.000 € nach Ostfriesland. Zum Höchstpreis von 14.500 € wurde eine Derry- Tochter aus einer Enkelin der bekannten Europasiegerkuh Wiesenfeld Maryam nach Großbritannien verkauft. Insgesamt erzielten 5 Tiere Preise von 10.000 € und mehr.


Dreamgirl

Die Stimmung auf der DHV-Schau wurde anfänglich etwas durch den Auftrieb eines BHV1-positiven Vorführrindes aus Bayern getrübt. Alle aufgetriebenen Tiere wurden deshalb nach Schauende vorsorglich 30 Tage in Quarantäne gestellt. Gleich nach Beginn der Veranstaltung geriet dieser Vorfall schnell in Vergessenheit und die hervorragenden Kühe bestimmten das Geschehen.

Die beiden Preisrichter Maik Volber (RSA) und Georg Geuecke (RUW) waren um ihre schwere Aufgabe nicht zu beneiden. Alle Klassen waren hochkarätig besetzt. Die Zuchtbetriebe Rudi Bauer, Buggensegel (1), Bentele GbR, Adelsreute (1), Josef Gloning, Buchhausen (1) und die Mock GbR, Markdorf (6) vertraten mit ihren Spitzenkühen die RBW.

Auktionstier wird Siegerfärse

Gleich die erste schwarzbunte Färsenklasse demonstrierte die hervorragende Qualität der diesjährigen Nachwuchskühe. Der 1a-Preis ging an die sehr typstarke Gibson-Tochter Dreamgirl der Mock GbR, Markdorf. Mit viel Ausstrahlung, einem sehr breiten gut gelagerten Becken, tiefer Rippe und einem sehr lebhaften, bestens aufgehängten Euter ausgestattet, war sie nicht zu schlagen. Dreamgirl ist eine Tochter von Rubens Dream, die 2002 Siegerfärse in Oldenburg war. Auf 1b wurde die extrem milchtypische Derry-Tochter DT Spottie von der Hahn GbR aus Sachsen platziert, sie stammt aus der gleichen Kuhfamilie wie der deutsche Spitzenvererber Manager. Am Ende dominierten diese beiden Spitzentiere auch die Siegerauswahl dieser Kategorie und sicherten sich den Sieger- und Reservesiegertitel bei den Färsen.

Die Leduc-Tochter Indiana von Josef Gloning, Buchhausen konnte in ihrer Klasse einen 1b Preis mit nach Hause nehmen.


Dolly

Sieg für Manat-Tochter

In den jungen Kuhklassen (2 Kälber) konnte sich die Manat-Tochter Raja von der Agrargenossenschaft Hainichen aus Sachsen an die Spitze setzen. Sie war dieses Jahr bereits erfolgreich auf den Verbandsschauen in Karow und Leipzig. Ausgestattet mit viel Stil und Harmonie im Körperbau und einem überzeugenden Euter war sie auch in Oldenburg nicht zu schlagen. Der Reservesieg ging an die aus Maryam gezogene Index-Tochter Mary die für Ostfriesland an den Start ging. Die sehr milchtypische, großrahmige Leduc-Tochter Anastasia von der Mock GbR erzielte in dieser Kategorie einen 1a Preis. Marshal-Dolly von der Bentele GbR, Adelsreute mit ihrem perfekten Euter wurde in einer starken Klasse 1i.


Anastasia

Stark besetzte Klassen mit 3 und 4 Abkalbungen

Bei diesen 5 Klassen war die Qualitätsdichte besonders hoch. Hier traten die Stars unter den deutschen Schaukühen gegeneinander an. Siegerkuh wurde die bekannte Storm-Tochter Lady, der Friederichs GbR (WEU), die letztes Jahr bereits erfolgreich in Brüssel war. Sie war in einer extrem guten Schaukondition, zeigte sehr viel Harmonie und Ausstrahlung und wusste durch ihr hoch aufgehängtes Hintereuter zu gefallen. Ihr musste sich die Skychief-Tochter Rosalyn von Dieter Küster (ZBH) trotz ihrer besseren Fundamente an diesem Tag geschlagen geben, die bereits ein Jahr in Milch war und nicht mehr die Frische hatte. In dieser Kategorie starteten auch die beiden bekannten Kühe Wade-Olivia und Nicki Storm der Mock GbR, die dann 1b und 1 e platziert waren.

100.000 kg -Kuh gewinnt die alten Klassen

Unumstrittene Siegerin in dieser Königsklasse wurde die bekannte Ugela Bell-Tochter Fiere, vom Zuchtbetrieb Bielefeld, Dalvers (OHG). Obwohl schon über 100.000 kg Milch durch ihr Euter geflossen sind, besticht sie durch ihre überragende Euterqualität. Auch die Fundamente dieser 15-jährigen Ausnahmekuh ließen keine Wünsche offen. Reservesiegerin bei den alten Kühen wurde die bekannte Rudolph-Tochter Odyssee aus Sachsen.

Faber dominiert die jungen Rotbuntklassen

Bei den Färsenklassen stellte er 12 von 17 angetretenen Färsen. Siegerin wurde die mit dem besten Euter ausgestattete Icebaby von Henrik Wille, Herbergen (WEU). Reservesiegerin wurde Eddi, von der Wiethege GbR, Halver (RUW), die aus der gleichen Kuhfamilie wie Bilanz kommt.

Die mittleren Klassen wurden von Töchtern des Exterieurvererbers Cadon gewonnen. Siegreich war hier Tyra von der Köster KG (RUW) vor Waikiki von der Wiethege GbR.


Melena

Bei den alten Klassen sicherte sich die Factor-Tochter Dorothee ihren dritten Siegertitel auf einer DHV-Schau. Hier erzielten die bekannten Rotbuntkühe aus Baden-Württemberg Lentini RF-Melena von Rudi Bauer, Buggensegel und der Suez-Tochter Bunte von der Mock GbR, die mit 7 Abkalbungen die älteste Rotbuntkuh in Oldenburg war, sehr gute 1b Platzierungen.


Bunte

Spannung bei der Grand Champion-Auswahl

Ein überzeugendes Bild boten die Siegertiere im Ring bei der Wahl zum Grand Champion. Die beiden Preisrichter ließen sich sehr viel Zeit dafür, ehe sie ihre Entscheidung bekannt gaben. In der engeren Auswahl waren dann Lady und Fiere. Letztlich entschieden sich die beiden für die jüngere, modernere Kuh, die an diesem Tag eine enorme Ausstrahlung hatte. Auch bei den Zuschauern hatten diese beiden Kühe wohl gleich viele Anhänger.


Lady Grand Champion 2005


Fiere

Nachzuchtpräsentation

Mit 19 Gruppen deutscher Vererber brach die Nachzuchtschau alle bisherigen Rekorde. Die Zuchtorganisationen scheuten keine Mühe und Kosten und stellten von den Wiedereinsatzbullen (Dolch, Dorado, Faber, Finn, Juote, Manat, Pedant und Ticket) jeweils 8 Töchter und von den Bullen aus dem Testeinsatz (Aliza, Douglas, Jefferson, Jodhpur, Stormy, Tivoli, Argument, Mascol, Ottokar ALL, Jetlag und Delight) jeweils 6 Töchter vor.

Die entwicklungsfähigen Argument-Töchter (Aaron x Integrity aus der Roxy-Familie) wussten besonders zu gefallen. Sie waren gut mittelrahmig, milchtypisch und bestachen durch ihre lebhaften, sehr gut aufgehängten Euter.

Die Töchter der aktuellen Nr. 1 Mascol (Mtoto x Rudolph x Mascot) RZG 151 zeigten viel Leistungsbereitschaft. Sie waren mittelrahmig bei durchschnittlichem Milchcharakter. In Fundament und Euter entstand kein ganz einheitliches Bild.

Die Dorado Nachzucht konnte voll überzeugen und rechtfertigt seinen auch weiterhin starken Einsatz.


Dorado-Töchtergruppe

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Durch Publikumsentscheid wurden die Faber-Töchter zur Siegernachzuchtgruppe gewählt.
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Weitere Fotos zur Schau im RBW-Online-Fotoalbum

M. Nörr

RBW holt den Grand Champion
Rotbunte Holsteins

Selten war ein Zuchtverband auf einer Bundesschau so erfolgreich wie die Mitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg mit ihren Holstein-Tieren auf der German Open 2004. Gekrönt wurde der überragend Erfolg durch den Titel des Grand Champion der Rotbunten Holsteins sowie den Titel der Reservesiegerfärse Schwarzbunte Holsteins.

Mit über 350 Tieren darunter auch eine kleine aber feine Kollektion von Fleckvieh- und Braunviehtieren brach die German Open alle Rekorde. Nach der Prämierung der Jungrinder am Freitag kam die German Open mit der Eliteauktion der Osnabrücker Herdbuchgesellschaft am Freitagabend bereits zum ersten Höhepunkt. Durch das geringe Angebot an abgekalbten Tieren war das Angebot sehr stark auf Jungrinder und Kälber konzentriert, die aus den besten Kuhfamilien der Holsteinwelt rekrutiert werden konnten. Allerdings zeichnete sich bereits auf der Auktion eine gewisse Zurückhaltung bei den Käufern ab, die sicherlich mit der schwierigen agrarpolitischen Lage und den unbefriedigenden Milchpreisen in Verbindung zu bringen ist. Dennoch konnten einige Tiere einen recht hohen Preis erzielen. Teuerstes Rind wurde ein Champion-Rind aus einer Ford-Mutter die über Manfred auf New Way Patron Allie zurückgeht. Ebenfalls begehrt war ein Morty-Kalb (aus Lee*Encore) das auf die Dellia-Familie zurückgeht.

Eröffnet wurde der Schau-Samstag mit dem sogenannten Showmanship-Wettbewerb (=Jungzüchterwettbewerb), bei dem Sabine Bauer sehr erfolgreich die RBW-Farben vertrat. Die kleine Kollektion von Fleckviehtieren wurde von Josef Schleicher, gerichtet, der sich letztendlich als Champion der Rasse Fleckvieh für eine sehr stilvolle Samut-Tochter aus dem Testeinsatz entschied. Bei den Braunviehtieren setzte sich unbestritten eine Jetvin-Tochter aus der Zucht von Herbert Babel, Wald durch. Auf einem sehr guten dritten Platz fand sich die Posifax-Tochter Mariella von Karl-Josef Müller, Altbierlingen wieder, der den weiten Weg nach Osnabrück nicht gescheut hat, im Norden Deutschlands Werbung für die Rasse Braunvieh zu machen.

Höhepunkt des Richtens war sicherlich das Richten der Schwarzbunten und Rotbunten Holsteins durch den italienischen Preisrichter Guiseppe Quanini, der Schwerstarbeit zu leisten hatte.

Bei den rotbunten Holsteins waren sehr viele Töchter der Bullen Rubens RF, Lentini RF, Cadon und die ersten Faber-Töchter am Start. Dabei waren die wichtigsten rotbunten Schaukuhfamilien vertreten unter anderem Kühe aus der Adria-Familie, aber auch bereits erfolgreiche Kühe wie Anett (von Breeze) und Morelle (von Koerier 104). Die jungen Kühe wurden dominiert von der Relex-Tochter WH Sunstar (Wing Holsteins). Die mittleren Kühe waren stark besetzt. Hier traten Melena (von Lentini RF aus dem Betrieb Rudi Bauer Buggensegel, RBW) und Janett (von Rubens RF aus dem Betrieb Karl Maucher, Oberessendorf, RBW) gegeneinander an. Melena setzte sich mit einem excellenten Euter und viel Milchausdruck durch und wurde Sieger, Janett konnte sich auf dem dritten Rang platzieren. In den alten Klassen waren sogar Bundessiegerkühe vertreten, die sich jedoch an diesem Tag nicht gegen die beste Zweitkalbskuh - Melena durchsetzen konnten, weshalb der Senior Titel und folgerichtig auch der Titel des Grand Champion Rotbunte Holsteins German Open 2004 in den Betrieb Rudi Bauer, Buggensegel ins RBW-Gebiet geholt werden konnte.


Grand Champion Rotbunt, Lentini-Tochter Melena
von Rudi Bauer, Buggensegel

Die schwarzbunten Holsteins waren zum Teil durch extrem große Klassen gekennzeichnet. Obwohl recht viele alte Kühe aufgetrieben waren wurden nach amerikanischen Vorbild nur Sieger der Färsenklasse (Intermediate Champion) und der Kühe mit 2 und mehr Kälber ermittelt (Senior Champion), weshalb der Kampf in den Klassen und um die Siegertitel besonders hart war.

Aus dem Zuchtgebiet der RBW starteten Kühe aus den Betrieben Karl Maucher Oberessendorf, Josef Gloning, Buchhausen und Franz und Markus Mock, Markdorf. In den mit bis zu 12 Tieren besetzten Klassen der Färsen konnten sich die Tiere aus Baden-Württemberg bestens schlagen. Die Leduc-Tochter Viacenca aus dem Betrieb Gloning erreichte einen herausragenden dritten Platz, Inschalla (von Raider K. Maucher) einen guten 4. Platz und Bassy (von Rubens, F.u.M. Mock) eine 5. Platzierung. Star der Färsen war ohne Zweifel die Drummond-Tochter Alessia (F.u.M. Mock), die bereits auf der RBW-Schau Reservesiegerfärse wurde und diesen Titel auf nationaler Ebene auf höchstem Niveau bestätigen konnte.

Auch bei den mittleren und älteren Kühen spielten die heimischen Zuchtbetriebe mit. Sutane ( Bes.: F. u. M. Mock und Holstein Austria Power Team), die im letzten Jahr Siegerfärse auf der RBW-Schau war, konnte, konnte sich in ihrer Klasse auf den zweiten Platz (hinter der späteren Grand Champion-Kuh) platzieren.

Atemberaubend war die Auswahl der Senior Champion Kuh. 16 Kühe, Sieger und Reservesieger aus den starken einzelnen Klassen rangen im großen Ring um diese Auszeichnung. Unter den Kandidatinnen alle bekannten Schau-Kühe der vergangenen Jahre, wie Storm Lady (Friedrichs GbR), Myrte (RZB Derboven), Paola, AG Hainichen), Dolly Downson (Holstein Austria Power Team), Odysee (AG Hainichen), Larette (RZB Uhrig) und Ilette (G. Schönherr), nachdem sich zuvor Kühe wie Flamme (D. Küster), Nation (A. Lohmöller), Wanka und Winzerin (Ch. Fischer) und Heimtke (Bielefeld GbR) in den Einzelklassen mit den Plätzen begnügen mussten. Schlußendlich konnte sich keine unbekannte, die Europasiegerkuh Storm Lady von Friedrichs GbR unter frenetischem Beifall die Titel Senior Champion, Grand Champion und Supreme Champion sichern.

Selten ist eine Schau in Deutschland auf so hohem Niveau unter so erfolgreicher Beteiligung der RBW-Züchter durchgeführt worden. Man hätte dem großem Engagement der Aussteller noch etwas mehr Besucher gewünscht, um die Mühen der Vorbereitung angemessen zu würdigen. An dieser Stelle Dank und Glückwunsch an alle Aussteller der RBW.

Monika Nörr

Deutsche Holsteinschau
in Oldenburg am 15.06.2003

- Die Sensation von Oldenburg -

Mit einem kleinen aber feinen Kontingent beschickte die RBW die Deutsche Holstein Schau in Oldenburg sowie den Jungzüchterwettbewerb und konnte mit allen Tieren hervorragende Plätze belegen. Gekrönt wurde der Auftritt der heimischen Holsteinszüchter mit mehreren Siegertiteln der Schaukühe und ersten Plätzen beim Jungzüchterwettbewerb.

Zur diesjährigen Holsteinschau fanden sich neben zahlreichen Züchtern aus Deutschland auch Vertreter aus allen wichtigen Holsteinländern der Welt ein. Diese nutzten die DHV-Schau als Einstimmung für die im Anschluß an die Schau in Bad Zwischenahn statt findende Europäische Holstein Konferenz.

Eröffnet wurde die DHV-Schau 2003 mit dem regelmäßig stattfindenden Vorführwettbewerb der Jungzüchter. Mit den Jungzüchtern Sabine Bauer und Alexander Gstöll trat die RBW in zwei Klassen an, die die zwei durch ihre hervorragende Vorbereitung und Präsentation der Tiere für sich entscheiden konnten. Den Gesamtsieg der Jungzüchter konnten sich im Finale dann Carstens Martens (VOSt) und Henrik Wille (WEU) sichern.

20.000 € für Spitzentier

Im Mittelpunkt des Züchterabends stand die bereits traditionelle Eliteauktion, auf der 23 Spitzentiere zu einem Durchschnittspreis von 5.655 € vermarktet werden konnten. Zwei Tiere der besonderen Art eröffneten und beschlossen die Auktion. Für 13.000 € wechselte eine äußerst korrekte Emerson-Tochter aus der Ricarda-Familie des Zuchtbetriebes Reinermann (OHG) nach Holland. Nahezu am Ende der Auktion wechselte zudem eine 10 Wochen alte Storm-Tochter aus der Madison-Siegerin Tri-Day Ashleyn für 20.000 € in einen sehr bekannten hessischen Züchterstall und war somit das teuerste Tier der Auktion.

Siegerkuh jung in Baden-Württemberg gezüchtet

Der Schautag, der konferenzbedingt auf den Sonntag fiel, wurde mit den jungen Kuhklassen begonnen. Insgesamt stellten sich 226 Schaukühe und 95 Nachtzuchttiere dem Wettbewerb der im Bereich Rotbunt von Günther Friedrich (ZBH) und im Bereich Schwarzbunt von Jürgen Ballmann (OHG) und Georg Geuecke (RUW) gerichtet wurde. Aus dem Zuchtgebiet der RBW stellten die Betriebe R. Bauer Buggensegel, Th. und F. Bentele Adelsreute, K. Maucher, Oberessendorf, A. und R. Raff, Möhringen sowie F. und M. Mock Markdorf Tiere aus. Alle Tiere konnten sich dank der perfekten Vorbereitung und Präsentation auf außerordentlichen Platzierungen wieder finden. In den Färsenklassen Schwarzbunt trat die RBW mit der Leduc-Tochter Anastasia (F. und M. Mock, Markdorf) sowie der Aaron-Tochter Liv (A. und R. Raff, Möhringen) an, die sich in ihren Klassen durch ihre Feinzelligkeit und den Ausdruck auf einem zweiten und vierten Platz sehr gut behaupten. Liv war bereits auf der RBW-Schau sehr erfolgreich gewesen. Siegerfärse wurde schließlich die Lee-Tochter Blixa aus dem Betrieb Schuchmann GBR (RSA), vor einer Starbuck-Tochter von Jannes Vienna (VOSt). Die jungen Kuhklassen waren spannend von der ersten Klasse bis zur Siegerauswahl. In der Siegerauswahl musste sich dann die hoch gehandelte Wade-Tochter Kim (Bes.: Ayelt Kruse, Großefehn) der von Karl Maucher, Oberessendorf gezüchteten und für Österreich startenden Storm Tochter Jacky geschlagen geben. Jacky war bereits auf der RBW-Schau Siegerkuh der Zweitkalbskühe gewesen und konnte ihre besondere Qualität und die züchterische Leistung des Betriebes Maucher mit diesem einzigartigen Erfolg unterstreichen.

Pansy wird Reservesiegerin

Ähnlich hochkarätig waren die mittleren (3 Kälber) und alten Kuhklassen besetzt. Erfreulich hierbei nicht nur die Qualität sondern auch die große Anzahl an alten Kühen. In diesen Klassen startete auch die Grand Champion-Kuh von Bad Waldsee Nicki Storm von F. und M. Mock, die hinter einer überwältigenden Rudolph-Tochter aus Sachsen zweite in ihrer Klasse wurde. Diese in Frankreich geborene Kuh wurde schließlich auch Reservesiegerin der mittleren Kühe hinter der nahezu unschlagbaren Skychief-Tochter Rosalyn von Dieter Küster, Ehringshausen, die durch Größe, Harmonie und Hintereuter an diesem Tag unschlagbar schien. Bei den alten Kühe fanden sich Berühmtheiten wie Odessa von Alex Dittmer (ZEH), Fiere von Ch. und G. Bielefeld (OHG) oder Gabriela von C. Derboven (ZEH). Diese Kühe mussten sich an diesem Tag mit zwei Kühen messen lassen, über deren korrekte Reihung am Rande der Schau viel diskutiert wurde. Denn die Siegerkuh von Leer Tarona von Johann Tammen, Wittmund konnte sich nur durch Feinheiten von der Siegerkuh alt aus Bad Waldsee 2003 absetzen, weshalb Tarona schließlich Sieger alt und Pansy von F. und M. Mock, Markdorf Reservesiegerin alt wurde. Aufgrund der höheren Kälberzahl wurde Tarona schließlich auch Grand Champion der Deutschen Holstein Schau 2003 auch wenn sicherlich Rosalyn den internationalen Besuchern deutlicher im Gedächtnis bleiben wird.

Hohes Niveau auch bei Rotbunt

Überzeugend waren auch die Spitzentiere der Farbe Rotbunt. Mit vielen Töchtern von Rubens aber auch schon recht ansprechenden Töchtern von Cadon konnte das hohe Niveau der Deutschen Rotbunten Holsteins demonstriert werden. Siegerfärse wurde die Cadon-Tochter Alster von Bernhard de Baey (RUW) gefolgt von der Rubens-Tochter Belladonna, aus dem Betrieb Lattwesen (ZEH), die auf die berühmte Belinda zurückgeht. In diesen Klassen starteten auch die Lentini-Töchter Melana (von R. Bauer Buggensegel) und Lady von F. und Th. Bentele Adelsreute sowie die bereit auf der RBW-Schau und den Osnabrücker Schwarzbunttagen hochplatzierte Rubens-Tochter Janett von K. Maucher, Oberessendorf erfolgreich.

Siegerkuh jung wurde die Flano-Tochter Aphrodite von Heiko Magens (RSH) vor der Boliant Tochter Emilia von Wilken Schwarze (ZEH). Sicherlich ein Höhepunkt war die Siegerauswahl der alten Kühe Rotbunt, die Bunte (von Suez) aus dem Betrieb F. und M. Mock, Markdorf vor der feinzelligen und korrekten Tulip-Tochter Doreen von Thomas Hedfeld Kierspe für sich entscheiden konnte. Damit gingen zum ersten mal in der Geschichte der deutschen Holsteinzucht zwei Siegertitel und ein Reservesieg auf baden-württembergische Tiere zurück.

13 Nachzuchten können begeistern

Mit Insgesamt 95 Tieren präsentierten sich die Bullen Avanti, Bentley, Blauer, Cadon, Falan, Gibor, Ladin Lancelot, Laudan, Lentini, Manat, Pedant, und Toscano und gaben damit einen guten Eindruck von der Vererbungskraft intensiv genutzter Bullen. Sicherlich zu recht wurde schließlich die Nachzucht des Bullen Cadon mit insgesamt 10 Töchtern aus dem Wiedereinsatz zur besten Nachzucht der Schau gewählt, da seine modernen Töchter viel Stil und Ausstrahlung zeigten. Auch die Töchter des Bullen Blauer überzeugten im Schauring. Die überraschend feinzelligen Töchter des Bullen Avanti konnten sowohl im Euter als auch im Bein gefallen. Ein besonderer Höhepunkt war jedoch die Präsentation von 8 Töchtern des Bullen Lancelot aus dem Testeinsatz. Die gezeigten Lancelot-Töchter war hoch genug in der Euteraufhängung, zeigten gute Vordereuter und Tiere mit viel Länge, Größe sowie Kapazität bei funktionalen Fundamenten. Somit konnte Lancelot sich in Oldenburg als internationaler Bullenvater bestätigen.

In der Summe war die DHV-Schau 2003 eine runde Sache und brachte den Holstein-Züchtern aus Baden-Württemberg nicht nur für ihre Tiere sondern auch für deren Vorbereitung und die gute Arbeit im Betreuungsteam viel Anerkennung.

Img_4576.jpg (10739 Byte)
Anastasia, Vater Leduc von Franz und Markus Mock, Markdorf
errang
eine 1b-Platzierung in ihrer Klasse

Img_4639.jpg (10938 Byte)
Jacky, Vater Storm, gezüchtet von Karl Maucher Oberessendorf
im Besitz
von Schäffer, Holsteins Austria Power Team
wurde Siegerkuh jung

Img_4659.jpg (10783 Byte)
Bunte, Vater Suez, von Franz und Markus Mock, Markdorf hier bei der
Preisverleihung durch Dr. Schulte-Coerne, BMVEL, wurde Siegerkuh
alt der rotbunten Holsteins.

Pansy.jpg (20454 Byte)
Pansy, Vater Faystar, von Franz und Markus Mock wurde
Reservesiegerin der alten Kuhklassen Schwarzbunte Holsteins.



Sabine Bauer und Alexander Gstöhl beim
Bundesvorführwettbewerb 2003

   

Weitere Spitzentiere aus dem Schaukontingent der RBW:

IMG_liv_aaron_raff_möhringen DHV 2003.jpg (82017 Byte)
Aaron - Tochter Liv vom Zuchtbetrieb R. & A. Raff,
Stuttgart – Möhringen

IMG_lad_lentini_bentele_adelsreuteDHV 2003.jpg (78444 Byte)
Lentini RF - Tochter Lady vom Zuchtbetrieb Bentele,
RV-Adelsreute


Lentini RF - Tochter Melana vom Zuchtbetrieb Bauer,
Salem-Buggensegel

 
 

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