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Holsteins:


Heidesky Bullenmutter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

pfeil-rechts-laufend.gif (469 Byte) Weitere Fotos im RBW-Online-Fotoalbum:

1. Verbreitung:

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden Holsteins weltweit, basierend auf holländischen und deutschen Tieren, züchterisch beareitet. Heute stehen etwa 10 Mio. Herdbuchkühe weltweit in etwa 250.000 Herdbuchbetrieben. Damit stellen die Holsteins den stärksten Rasseblock der Milchrinder dar und werden in nahezu allen Ländern der Welt als die wichtigsten Milchlieferanten genutzt.

2. Zuchtziel

In der organisierten Rinderzucht sind neben den Informationen zur Leistung und zum Zuchtwert die Beurteilung des Exterieurs von großer Bedeutung. Hierbei geht man davon aus, dass die äußere Erscheinung einer Kuh mit dem Leistungspotenial und der Nutzungsdauer in Verbindung steht. In den Körperpartien Euter und Fundament sind diese Zusammenhänge häufig erkennbar. In der Kuheinstufung und beim Richtgeschehen findet ein direkter Vergleich mit dem "Idealbild" einer "Deutschen Holstein-Kuh" statt. Die Kennzeichen dieses Ideals finden sich unter anderem in der Zuchtzielbeschreibung der Rasse "Deutsche Holsteins" wieder.

Deutsche Holsteins der Farbrichtungen Schwarzbunt und Rotbunt werden auf hohe Milchleistung und gute Zuwachsleistung gezüchtet. Angestrebt wird die rentable Leistungskuh in milchbetontem Typ, die durch ein großes Futteraufnahmevermögen, stabile Gesundheit und gute Fruchtbarkeit viele Laktationen nutzbar ist.

Für den Komplex "Milchleistung" wird ein genetisches Leistungspotenial von 10.000 kg Milch mit einem Fettgehalt von 4,0% und einem Eiweißgehalt von 3,4% angestrebt.

Ausgewachsene Kühe sollen eine Kreuzhöhe von 145-156 cm sowie ein Gewicht von 650 bis 750 kg erreichen. Ihr Körperbau und ihre Bewegungsmechanik, einschließlich eines korrekten und widerstandsfähigen Fundaments, müssen den hohen Leistungsanforderungen entsprechen. Verlangt wird außerdem ein gutes melkbares Euter, das in Qualität und Funktionsfähigkeit hohe Tagesleistungen über viele Laktationen ermöglicht und den Anforderungen moderner Melksysteme entspricht.

- Auswirkung auf Schaugeschehen:

Die vorliegende Zuchtzielbeschreibung ist nicht als allein maßgebendes Beurteilungskriterium zu verstehen. Dafür ist sie nicht umfassend und präzise genug. Das Richtgeschehen im Schauring muss sich an der praktischen Zuchtarbeit orientieren und Kühe in den Vordergrund stellen, die unter normalen Praxisbedingungen eine rentable Milchproduktion gewährleisten. Andererseits steht es außer Frage, dass auf Tierschauen nicht "durchschnittliche" Kühe im Wettstreit stehen, sondern sehr häufig absolute Ausnahmekühe der jeweiligen Farbrichtungen.

Generell sollten mittelrahmige bis große Kühe, die über ein exzellentes und festansitzendes Euter verfügen und durch ein korrektes und widerstandsfähiges Fundament überzeugen, in jeder Richtklasse vorne zu finden sein, da sie das Zuchtziel der Rasse "Deutsche Holsteins" verkörpern.

Daten aus Baden-Württemberg

bulletsiehe aktueller statistischer Jahresbericht

Jersey:

Deutsche Jerseys
auch in Baden- Württemberg.

Die Jerseys sind Einnutzungsrinder mit der höchsten Stoffumsatzleistung aller Milchrinderrassen. Sie verfügen über eine sehr hohe Milch-, Fett- und Eiweißleistung, wobei der Eiweißgehalt der höchste aller Rinderrassen ist und über einen hohen Anteil an Kappa- Cassein- Genotyp BB verfügt. Die Tiere sind sehr frühreif ( Färsen im Alter von 21 bis 24 Monaten) und kalben sehr leicht.

Jerseys sind in der jüngsten Vergangenheit für viele Spezialzuchtprogramme weltweit wieder als Kreuzungspartner interessant geworden. Sie verzeichnen als einzigste Rasse weltweit einen Zuwachs in der Verbreitung und Kuhzahl.

Das Zuchtziel ist gerichtet auf die Erzeugung eines frühreifen und robusten Milchrindes mit einem Lebendgewicht von mehr als 400 kg und einer Kreuzbeinhöhe von 125 cm und mehr. Das Jerseyrind hat unter den vorhandenen, sehr vielschichtigen, klimatischen und betriebswirtschaftlichen Verhältnissen eine hohe Anpassungsfähigkeit und erzeugt bei bester Futterverwertung einen hohen Eiweißgehalt (ca. 4,2 %). Eine ausgewachsene Kuh erbringt eine Milchmengenleistung von 6000 kg bzw. 600 kg Fett und Eiweiß, wobei in den Milchleistungen nach oben die Grenzen offen sind.

Im Körperbau und der Bewegungsmechanik, einschließlich eines korrekten und sehr widerstandsfähigen Fundaments mit besten Klauen, müssen die Tiere den hohen Leistungsanforderungen gerecht werden. Verlangt wird außerdem ein gut melkbares, funktionelles Euter, das durch sehr gute Qualität hohe Tagesleistungen über viele Laktationen ermöglicht.

Im Bundesgebiet erreichten im Jahre 2000 ca. 2000 HB- Kühe eine Durchschnittsleistung von 5124 kg Milch mit 6,07 % Fett und 4,14 % Eiweiß.

In Baden- Württemberg erzielte der Zuchtbetrieb der Familie Leopold Rottmar aus Leutkirch- Hofs mit ihren 90 Jerseys die höchste Leistung im RBW- Gebiet mit 5097 kg Milch bei 5,93 % Fett und 4,08% Eiweiß. Das sind 510 kg Fett und Eiweiß im Schnitt.

Jerseys aus Hofs waren schon mehrfach auf Schauen in Baden- Württemberg erfolgreich mit dabei und werden auch auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest 2001 in Stuttgart zu sehen sein.

Die Jerseyzüchter und Interessenten werden in Baden- Württemberg in allen Fragen vom Ansprechpartner des Verbandes Deutscher Jerseyzüchter, Josef Mayr aus Irsee- Wielen und Mathias Poferl, RBW betreut.

 

 

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