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Die Vorsitzenden der
Rasseausschüsse stellen sich vor
Holsteins - Fritz Straub
Fritz Straub (48) bewirtschaftet gemeinsam mit seiner Ehefrau Ruth (48), Sohn Alexander (23) seinem Vater Fritz und dem Auszubildenden Christian Ehrmann den mit ca. 200 Holsteins bestückten Grünland- und Ackerbaubetrieb am Bodensee. 1958 stellte Fritz Straub sen. seinen Betrieb auf Holsteins um und erwarb 1966 den Negelhof. Im Jahr 2000 wurde ein neuer Boxenlaufstall gebaut in dem Platz für 80 Kühe beider Farbrichtungen ist. Kuhkomfort wird bei Straubs großgeschrieben. "Nur wenn man den Kühen optimale Bedingungen bietet, leisten sie das was wir heute von ihnen erwarten" meint Fritz Straub.
Seit 1985 wird auf dem Betrieb Straub verstärkt Embryo-Transfer durchgeführt um die besten Kühe der Herde gezielt zu vermehren. Von da an ging es im Betrieb Straub züchterisch schnell voran. Zusätzlich stellt ein Nachbarbetrieb Trägertiere für den ET zur Verfügung. "Unser größter Stolz ist es, Bullen für den Besamungseinsatz zu züchten, die die Landeszucht nach vorne bringen", erklärt Fritz Straub. Heute stehen schwarzbunte und rotbunte Holsteinbullen vom Negelhof in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Belgien und den Niederlanden auf den Besamungsstationen. Mit den besten Bullen der Welt wird auf dem Negelhof versucht, Holsteins zu züchten, mit denen man Geld verdienen kann, dabei wird versucht Index mit Typ zu kombinieren. In den letzten 5 Jahren konnte Familie Straub allein an die einheimischen Besamungsstationen 27 Testbullen verkaufen. Derzeit sind davon die Bullen Prelcave RF, Antilant und Bingman im Wiedereinsatz. Aktuell setzt Fritz Straub auf die Bullen Marshal, Jocko Besne, Webster, Lee, Good Luck und Prelcave RF.
Wichtigste Kuhfamilie ist der L-Stamm mit Rotfaktor. Diese Familie kombiniert hohe Leistung mit gutem Exterieur und hohen Zuchtwerten. Es begann mit der Astronaut-Tochter Locke, Mutter des bekannten Rotbuntbullen Deister, der viele exterieurstarke Kühe hervorgebracht hat. Aus Locke VG 87 kam auch die Triple-Tochter Larissa EX 91, Mutter der Bullen Stralar, Straliss und Blackissa. Larissa hat die baden-württembergischen Fahnen 1993 in Münster vertreten.. Die wichtigste Tochter von Larissa ist die Blackstar-Tochter Lissabon mit 71 registrierten Nachkommen, darunter die jetzigen Bullenmütter Lexi, Lettina und Lorella sowie ihre Enkeltöchter Larnaca (Rudi) und Los Angeles (Fatal). Ein weiterer bedeutender Kuhstamm kommt mit der Caveman-Tochter Golden Line aus US-Embryonenimport. Aus ihr kommen mit Prelcave RF, Bingman, Bingold, Blackman und Binglin fünf positive Vererber.


Dombinator-Tochter Barbados
2/2 La. 14032-4,14-3,21 RZM 138
von ihr ist der Lee-Sohn Leedom Testbulle der RBW
Foto: Keleki

Auf einer Hofversteigerung erwarb Fritz Straub sen. die Stamm-Kuh Forche des F-Stammes. Diese Kuhfamilie zeichnet sich durch hervorragende Fundamente und hohe Leistungen aus. Vielversprechend ist die Lee-Tochter Fabienne mit einem 1. MLP-Ergebnis von 49,2 kg Milch und einer 2. Kontrolle mit 54,8 kg.
Beim Verband der Schwarz- und Rotbuntzüchter in Baden-Württemberg wurde jährlich die Graf Douglas Medaille in Gold als höchste züchterische Auszeichnung verliehen. Nach einem festgesetzten Schlüssel werden dabei Bullenmütter, Schauerfolge, Dauerleistungskühe, verkaufte Testbullen und Bullen die sich im Wiedereinsatz befinden, gewichtet. Der Betrieb Straub erhielt diese Medaille zweimal; nach den Bedingungen darf sie auch maximal nur zweimal derselbe Betrieb erhalten.

Auf die Zuchtviehvermarktung wird bei Familie Straub großen Wert gelegt; diese ist ein wichtiges Standbein für den Betrieb. In den Jahren 1998 und 1999 wurde dies durch die Verleihung der Vermarktungsmedaille in Silber des VSR belohnt. Damit werden die Zuchtbetriebe ausgezeichnet, die die höchsten Viehumsätze je Bestandskuh für die Zuchtorganisation erzielen. "In meinem besten Vermarktungsjahr haben ich 42 Zuchtbullen an Stationen über Auktionen und ab Stall vermarktet", weiß der Betriebsleiter.

Über Jahre hinweg war Fritz Straub Vorstandsmitglied des VSR und setzte sich dort für die züchterischen Belange seiner Berufskollegen ein. Bei der 1. Rasseausschusssitzung der Holsteinzüchter in der RBW wurde Fritz Straub im Dezember einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

M. Nörr

 

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