|
| |
< zurück >
Fleischrinderversteigerung der Rinderunion Baden-Württemberg
am 20. Januar 2007 in der Arena Hohenlohe in Ilshofen
- Neues
Vermarktungskonzept ein voller Erfolg -
Analog zu den meisten
Fleischrinder-Landesverbänden in Deutschland gibt es auch in Baden-Württemberg
nur noch eine große Fleischrinderversteigerung im Jahr. Die Premiere fand im
Rahmen der 1. RBW- Fleischrindertage am Samstag, den 20.Januar 2007 in dem neuen
Vermarktungszentrum der Rinderunion Baden-Württemberg statt.
Bis zum Frühjahr 2006 wurde von Verbandsseite
versucht, das Angebot an Zuchtbullen der Marktrassen Angus, Charolais und
Limousin zu splitten, um die regionalen und saisonalen Ansprüche der
Kaufinteressenten besser berücksichtigen zu können. Deshalb wurden seither in
der Regel jährlich drei Auktionen durchgeführt, im November in Donaueschingen
sowie jeweils im Januar und März in Herrenberg. Leider wurde dieses Angebot,
insbesondere in Donaueschingen und im März in Herrenberg, immer weniger genutzt
und die Deckbullen vermehrt ab Hof erworben.
46 Jungbullen, 18 Angus, 3 Charolais, 3 Galloway
und 22 Limousin, sowie 6 Angus- und 17 Limousin- Rinder standen zum Verkauf, als
Beiratsmitglied Benjamin Junck in Nachfolge für den langjährigen Vorsitzenden
Friedrich Schumacher die Versteigerung eröffnete. Über 700 Besucher aus dem
gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland waren in die Arena Hohenlohe
gekommen.
Konnten auf den drei im letzten Jahr
durchgeführten Auktionen insgesamt 34 Bullen für einen Durchschnittspreis von €
1750.- verkauft werden, wechselten in Ilshofen 40 Bullen zu einem
Durchschnittspreis von € 2010.- den Besitzer. In Anbetracht der Einsparung von
zwei kompletten Auktionen ein riesiger Erfolg. Positiv auf die Nachfrage wirkte
sich sicherlich auch das zahlenmäßig starke Angebot an Angus- und Limousinbullen
aus, wodurch die Auswahlmöglichkeit bezüglich Farbe, Typ, Alter und sonstiger
Kriterien wie "genetisch hornlos" bei den Limousin gegeben war. Neu auch bei
dieser Premiere in Ilshofen war, dass die Bullen in verschiedenen Altersklassen
gekört und gereiht wurden.
Von 22 Limousinbullen, die sich auf fünf
Altersgruppen verteilten, erhielten zwei kein Gebot, einer wurde nicht
abgegeben. Jeweils an erster Stelle in ihrer Altersgruppe und ausgezeichnet mit
dem Prädikat Wertklasse Ia waren folgende Bullen:
ein genetisch hornloser Sohn des Landessiegers
"Libero" aus einer extrem langlebigen und fruchtbaren Kuhfamilie, Züchter
Andreas Lamparth, Altensteig, der mit € 2400.- den dritthöchsten Preis erzielte;
ein Sohn des Landesreservesiegers "Stari" aus der Zucht von Helmut und Martin
Weber aus Adelmannsfelden; ein ebenfalls genetisch hornloser "Cub PP"-Sohn aus
einer "Canada PP"-Mutter aus der Zucht von Gebhard Spieler, Eberhardzell.

"Stari" (VV Pompier FR) von Helmut und Martin Weber
aus Adelmannsfelden-Bühler
war der Schausieg bei der Rasse Limousin nicht zu nehmen
Dieser Bulle mit fast 1300 Gramm Tageszunahmen
bestach durch viel Typ und eine hervorragende Bemuskelung und ging zum Auktions-
Höchstpreis von € 3100.- nach Bayern; ein "Phoenix "-Sohn aus der überragenden
Siegerin der letztjährigen Landesschau, der "Libero"-Tochter" "Erlis" aus der
Zuchtstätte Lamparth und in der jüngsten Altersgruppe ein Sohn des letztjährigen
Landessiegers "Sam " aus einer der besten Limousin- Kuhfamilien Deutschlands,
wiederum aus der Zucht von Helmut und Martin Weber, Adelmannsfelden.
Leider waren nur drei Charolaisbullen
aufgeboten. Ia platziert wurde ein "Elitair" (VV Epsom KB F)-Sohn aus einer
"Blason"-Tochter, gezüchtet von Dietmar Moser aus Westerheim. Dieser sehr
typvolle Bulle brachte mit 14 Monaten bereits 651 kg auf die Waage, was über
1400 Gramm Tageszunahmen entspricht.
Die in vier Altersgruppen rangierten 18
Angusbullen, darunter ein Bulle der Sektion Aberdeen Angus, wurden bis auf den
jüngsten gerade erst 11 Monate alten Bullen sämtlich zügig versteigert und
erzielten einen bisher unerreichten Durchschnittspreis von € 2103.-. Vier Bullen
waren in der roten Farbrichtung gezogen, bis auf einen stammten alle aus
Bio-Betrieben.
Jeweils an erster Stelle in ihrer Altersgruppe
und ausgezeichnet mit dem Prädikat Wertklasse Ia waren folgende Bullen:ein sehr
gut bemuskelter "Doblin"-Sohn aus einer sehr fruchtbaren Kuhfamilie der Zucht
Markus Lindner, Vellberg; ein typvoller und äußerst korrekter "Mooslander"- Sohn
der Mariaberger Heime, Gammertingen, der für € 2400.- in einen Mitgliedsbetrieb
mit Direktvermarktung ging; ein roter "Rommel"-Sohn aus der Zucht von Thomas
Klenk, Untergröningen, den ein Zuchtbetrieb im Kreis Tuttlingen ersteigerte und
der Körsieger der Rasse Angus, ein "Valentin"-Sohn aus der Zuchtstätte Christine
Kircher, Beltersrot. In Typ, Bemuskelung und Skelett jeweils mit Note 8 bewertet
wog dieser Bulle mit 13 Monaten bereits knapp 12 Zentner und wies am Tag der
Körung überragende 1359 Gramm Tageszunahmen auf. Drei der vier Großeltern waren
auf Bundesschauen siegreich oder vorn platziert, die Fruchtbarkeitsdaten der
Mutter und der beiden Großmütter rekordverdächtig: alle drei Kühe im
Durchschnitt 11 Kalbungen mit je zwölf Kälbern, einem Erstkalbealter von 24,7
Monaten und einer Zwischenkalbezeit von 357 Tagen! Für den Obmann der
Fleischrinderzüchter Vorarlbergs, einen erfolgreichen Anguszüchter, Gründe
genug, den Bullen nach Österreich zu holen.
Den in der schwarzen Farbrichtung gezogenen
Körsieger der drei Gallowaybullen, einen Sohn des Europasiegers "Neandertal
Chikago Red", gezüchtet von Karl Ederle aus Bissingen/Teck, ersteigerte für €
1700.- Gallowayzüchter Rudi Heinzmann aus Östringen, der mit einem Jungbullen an
der Schau teilgenommen hatte. Zwei weitere "Neandertal Chikago Red"-Söhne, rot
und weiß gezogen, fanden keinen Käufer.
Besonders gespannt waren die Auktionsbesucher
auf die Versteigerung von 17 Limousin- Rindern, die aufgrund der seit längerem
starken Nachfrage nach Limousin- Zuchtrindern eigens für diese Auktion im
Auftrag der RBW in Frankreich gekauft worden waren. Die 11 bis 15 Monate alten
Rinder, die zwischen 300 und knapp 500 kg auf die Waage brachten, wurden
freilaufend versteigert. Die überwiegend sehr typvollen und formal äußerst
korrekten Tiere repräsentierten Topgenetik des Ursprungslandes. 14 der 17 Rinder
wechselten für durchschnittlich € 1968.- ihren Besitzer: sechs davon gingen in
baden-württembergische Spitzenzuchtbetriebe, drei nach Hessen und zwei nach
Bayern. Den Höchstpreis erzielte eine hervorragend bemuskelte "Ulis"-Tochter,
die in einen Zuchtbetrieb in den Kreis Calw wechselte.
Vier der sechs zum Verkauf stehenden Angusrinder
wurden für im Durchschnitt € 1288.- verkauft. Den Höchstpreis mit € 17oo.-
erzielte eine "Mooslander"-Tochter von den Mariaberger Heimen.
Umrahmt war die Auktion von einem Züchterabend
in der Kantine der Arena Hohenlohe mit einem Kurzreferat von Gregory Peniere von
der RBW und einer kleinen Schau mit 68 Bullen, Kühen und Rindern aus fünf Rassen
am Samstagmorgen vor der Versteigerung.
Preisrichter Karl Scholler aus Regensburg,
welcher aufgrund der oft gravierenden Altersunterschiede in den einzelnen
Richtklassen kein leichtes Amt hatte, richtete zügig und gekonnt mit trefflichen
Kommentaren. Mit 23 bzw. 26 Tieren waren die Rassen Limousin und Angus auf der
Schau am stärksten vertreten. Schausieger der Rasse Limousin wurde Altbulle
"Stari" von Helmut und Martin Weber aus Adelmannsfelden-Bühler. Beste
Limousinkuh wurde die "Marechal"-Tochter "Gamella" von Gebhard Spieler, bestes
Limousinrind eine "Thevenet"-Tochter aus der Zucht von Gerd Böttinger aus
Calw-Gechingen.
Bei den Angus wurde ebenfalls ein Altbulle
Schausieger. Hier war es "Mooslander" von den Mariaberger Heimen, Vater von vier
Auktionstieren, die allesamt ganz vorne liefen. Die höchsten Weihen erhielt
"Mooslander" mit der Wahl zum Champion der Wiegerassen. Zur besten Anguskuh
wurde die schaubewährte "Blume" von Thomas Klenk gekürt. Die beiden Angusrinder,
welche die zwei Richtklassen gewannen, waren zum eine Tochter wiederum von
"Mooslander" von den Mariaberger Heimen, zum andern eine aus Großbritannien
importierte "Majestic" –Tochter aus dem Betrieb Benjamin Junck in Jungingen.
Je drei Bullen, Kühe und Rinder der Rasse
Zwergzebu konkurrierten um den Titel eines Schausiegers. Hier stellte Herr
Roller schließlich die Euro Beef-Siegerin von Schönbronn, die Kuh "Carolin" von
Franz Unseld aus Donaurieden nach vorn. Geschlagen geben mussten sich der
ebenfalls im Besitz von Unseld befindliche vormalige Bundessieger "Ilja" und das
Rind "Irmgard" von Reiner Lämmle aus Berglen.
Den Ia-Preis bei den mit vier bzw. 5 Tieren im
Wettbewerb stehenden Charolais und Galloway errangen bei Charolais der Jungbulle
"Filius", ein "Findus"-Sohn aus der Zucht von Thomas Rott aus Aidlingen und der
Körsieger der Rasse Galloway, der Jungbulle "Charles" von Karl Ederle aus
Bissingen/Teck, welcher sich später noch bei der Wahl zum Champion der
Nicht-Wiegerassen gegen die Zwergzebu-Kuh "Carolin" durchsetzen konnte.
Preisspiegel:
|
Rasse |
Kategorie |
Anzahl |
Durchschnitts- |
Preisspanne (€)
von bis |
|
gekört |
verkauft |
Alter
(Mon.) |
Gewicht
(kg) |
TZ
(g) |
Preis
(€) |
|
Limousin |
Bullen |
22 |
19 |
15,2 |
589 |
1.213 |
1.958 |
1.650 |
2.600 |
|
Rinder |
17 |
14 |
14,3 |
408 |
- |
1.968 |
1.800 |
2.300 |
|
Angus |
Bullen |
18 |
17 |
13,9 |
521 |
1.149 |
2.103 |
1.650 |
2.500 |
|
Rinder |
06 |
04 |
16,5 |
449 |
0.914 |
1.288 |
0.900 |
1.700 |
|
Charolais |
Bullen |
03 |
03 |
16,5 |
717 |
1.333 |
1.917 |
1.650 |
2.200 |
|
Galloway |
Bullen |
03 |
01 |
22,0 |
- |
- |
1.700 |
- |
- |
Schau- und
Auktionskatalog (PDF-Format)

Dr. Ostendorff

|
III.
Baden-Württembergische Fleischrinderlandesschau
in Ilshofen am 24./25. September 2005
Online
RBW-Fotoalbum
Etwa 800 Zuschauer, darunter Gäste aus
Frankreich, Schottland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz
sowie aus dem gesamten Bundesgebiet, verfolgten in der Arena Hohenlohe,
der neuen Vermarktungshalle der Rinderunion Baden-Württemberg, das
Richtgeschehen.
Der erste Vorsitzende der RBW, Friedhelm
Hahn, konnte etliche Ehrengäste begrüßen, darunter Ministerialdirigent
Joachim Hauck vom MLR sowie den Vorsitzenden des Bundesverbandes
Deutscher Fleischrinderzüchter, Johannes Frizen aus Bonn und dessen
langjährigen Vorgänger im Ehrenamt, Friedo Peper aus Niedersachsen.
In der Rinderunion werden von knapp 600
Mitgliedern 18 verschiedene Fleischrinderrassen gezüchtet bzw. gehalten.
Die Hauptrassen, bezogen auf die Zahl der Mitglieder, die eine Rasse
halten oder züchten, sind folgende: Angus (27%), Limousin (22%),
Galloway (11%), Charolais (11%), Highland (10%) und Zwergzebu (5%).
Darüber hinaus stehen in den Mitgliedsbetrieben der Rinderunion noch
einige wenige Herden der Rassen Aubrac, Blonde d’Aquitaine, Dexter,
Fleckvieh, Hereford, Hinterwälder, Luing, Pinzgauer, Salers, Shorthorn,
Vorderwälder und Welsh Black.
49 Mitglieder aus 23 Landkreisen
stellten 36 Bullen, 81 Kühe sowie 71 Kalbinnen und Rinder elf
verschiedener Rassen aus, die das breite Spektrum, welches die
baden-württembergische Fleischrinderzucht zu bieten hat, eindrucksvoll
repräsentierten. Die 81 Kühe führten sämtlich ihr letztgeborenes Kalb
bei Fuß. Mit fast 200 Wettbewerbstieren zählt Ilshofen mit zu den
größten jemals in Deutschland durchgeführten Fleischrinderschauen.
In seinem Grußwort ging
Ministerialdirigent Joachim Hauck auf die Entwicklung und Bedeutung der
Mutterkuhhaltung in Baden-Württemberg ein. Insbesondere würdigte er den
allgemein hohen Stand der Fleischrinderzucht im Land und die
überregionale Bedeutung der Rassen Angus, Limousin, Fleckvieh, Highland
und Zwergzebu. Bei seinem halbstündigen Rundgang durch die Hallen mit
dem höchsten Vertreter der Fleischrinder, Friedrich Schumacher aus
Heidelberg, und Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff vom LRA Ludwigsburg,
zeigte sich Ministerialdirigent Joachim Hauck sehr beeindruckt von der
Zahl und der überragenden Qualität der ausgestellten Tiere.
Gerichtet wurden die Tiere von dem
international bekannten Preisrichter Gerry Ernst vom luxemburgischen
Fleischrinder-Herdbuch (Limousin, Charolais, Blonde d’Aquitaine und
Salers), vom Vorsitzenden des Fleischrinderverbandes Bayern, Manfred
Winhart (Angus, Fleckvieh und Welsh Black) sowie von dem bekannten
Highland- und Zwergzebuzüchter Jürgen Fuchs aus Hessen.
Jede Rasse wurde getrennt nach Bullen,
Kühen und Rindern in einer oder mehreren Klassen gerichtet und aus den
Klassenersten die Sieger- und Reservesieger unter den Bullen, Kühen und
Rindern gekürt. Aus diesen Tieren wurde schließlich ein Rassesieger und
ein Rassereservesieger bestimmt.
Mit insgesamt 7 Bullen, 29 Kühen und 16
Rindern waren die Angus in Ilshofen entsprechend ihrer Bedeutung im
Verband am stärksten vertreten. Baden-Württemberg ist eine der beiden
Angushochburgen in Deutschland. Siegerbulle wurde unangefochten der
knapp 1200 kg schwere, 4jährige Bulle "Prinzip" von Peter Schumacher aus
Heidelberg. Reservesieger der Angusbullen wurde "Greenlander" von
Manfred Bregenzer aus Gammertingen-Pistre, ein Sohn des Herbertinger
Besamungsbullen Gustl. In der mit 29 Anguskühen stärksten
Schaukonkurrenz setzte sich schließlich die 7 ½ jährige "Blume" von
Thomas Klenk aus Untergröningen durch, vor "Mirage", einer
"Patchwork"-Tochter aus der Zucht von Familie Junck aus Jungingen.
Sieger bei den Angusrindern wurde die knapp zweijährige "Dora" aus der
Zucht von Karl und Markus Lindner aus Vellberg-Eschenau vor "Doro",
wiederum aus dem Betrieb Manfred Bregenzer. Bis auf die rotfarbene
"Doro" waren die anderen Sieger- und Reservesieger schwarz.
"Prinzip" errang im Anschluss den
begehrten Titel Sieger, "Blume" den Titel Reservesieger der Rasse Angus.
Mit 9 Bullen, 13 Kühen und 25 Rindern
stellten die Limousinzüchter das zweitgrößte Kontingent auf der Schau.
Vor 10 Jahren noch an fünfter Stelle, hat diese mittelintensive Rasse
inzwischen den zweiten Platz unter den baden-württembergischen
Fleischrinderrassen erobert.
Gerry Ernst, Kenner insbesondere auch
der französischen Limousin-Herdbuchzucht, war beeindruckt von der
Qualität der in Ilshofen vorgestellten Tiere, von denen er etliche in
die europäische Spitzenriege einordnete. Besonders angetan war er von
der in Baden-Württemberg gezogenen 2 ½ -jährigen
"Erlis", einer Tochter des früheren
Landessiegers "Libero" von Gerhard Lamparth aus Altensteig-Überberg im
Kreis Calw. Diese 816 kg schwere Kalbin verkörpert bezüglich Rahmen,
Bemuskelung, Fundament und weiteren wirtschaftlich wichtigen Merkmalen
in idealer Weise das Zuchtziel der Rasse Limousin. So war für die
Zuschauer am Ring sehr gut nachvollziehbar, dass "Erlis" Klassenprimus
unter den Limousin-Rindern wurde und später auch noch bei der Vergabe
des Titels Rassesieger Limousin die schwergewichtigen Bullen und die 13
Kühe hinter sich ließ.
Reservesiegerrind wurde die 1 ½ jährige
"Nero"-Tochter "Hygra"aus der Zucht von Gerd Böttinger aus
Gechingen-Waldhöfe, Kreis Calw. Ebenfalls aus der Zuchtstätte Böttinger
stammt die Reservesiegerkuh "Ghenia", eine "Ilex"-Tochter mit ihrem 5.
Kalb bei Fuß. Siegerkuh wurde "Goldie" aus der Zucht von Helmut und
Martin Weber aus Adelmannsfelden-Bühler. Vater "Lagon" war 2000
Landessieger. Siegerbulle "Sam" und Reservesiegerbulle "Stari" kommen
ebenfalls aus dem Betrieb Weber, ein wohl einmaliger Erfolg. Gezüchtet
sind diese beiden 4 ½ - bzw. 4jährigen Bullen in Frankreich. Hinter
"Erlis" errang die Zuchtstätte Weber schließlich mit "Goldie" auch noch
den Titel Reservesieger Rasse Limousin.
Als einer der Pioniere der Hornloszucht
beim Fleckvieh Fleisch in Deutschland gilt Hans-Jochen Burkhardt aus
Oberreichenbach-Würzbach, Kreis Calw. Durch die Zucht des genetisch
hornlosen Bullen "Poker PP" wurde Burkhardt überregional bekannt.
Mit dem 1272 kg schweren, überragend
bemuskelten, hornlosen 4jährigen "Poker PP"-Sohn "Pokus" errang
Burkhardt den Titel Siegerbulle Fleckvieh vor dem ein halbes Jahr
älteren aber zwei Zentner leichteren "Eiser"-Sohn "Einar", gezüchtet von
Viktor Engel aus Bühlerzell-Schönbronn im Kreis Schwäbisch Hall. "Pokus"
wurde letztendlich auch Rassesieger vor der hornlosen "Eisenbart
PP"-Tochter "Selmie", die Klassenerste bei den Kühen wurde und ebenfalls
aus der Zucht von Hans-Jochen Burkhardt stammt. Klassenbeste bei den
Fleckviehrindern wurde die ebenfalls hornlose "Euro"-Tochter "Ronja",
gezüchtet von Simon Essig aus Weissach-Flacht im Kreis Böblingen.
Da bei Charolais neben den 12 Kühen nur
zwei Altbullen und ein Rind an der Konkurrenz teilnahmen, gab es nur bei
den Kühen einen Sieger und einen Reservesieger. Siegerkuh wurde "Jenni"
von Dietmar Moser aus Westerheim, Alb-Donau-Kreis. Reservesiegerin wurde
"Uschi" aus der Zucht von Thomas Rott aus Aidlingen im Kreis Böblingen.
Bester Charolaisbulle wurde der 6 ½ jährige "Soltan" von Alfred Brodmann
in Herdwangen, Kreis Sigmaringen. Dieser mit 1292 kg zweitschwerste
Bulle der Schau zeigte viel Typ und Rahmen, bestach durch ein
hervorragendes Fundament und einen sehr guten Charakter. Diese Prädikate
gaben schließlich den Ausschlag für den Rassesieg bei den Charolais vor
der Siegerkuh "Jenni".
Zu den Rassen, bei denen auf möglichst
hohe Gewichte, tägliche Zunahme und hohen Fleischansatz gezüchtet wird,
und die aus diesem Grunde auch "Wiegerassen" genannt werden, gehören
neben den bereits erwähnten die Blonde d’Aquitaine und Salers, beide
ursprünglich aus Frankreich stammend.
Da diese nur mit vier bzw. drei
weiblichen Tieren vertreten waren, wurde jeweils nur ein Rassesieger
gekürt. Rassesieger bei den Blonde d’Aquitaine wurde die 8jährige
"Jeanne" von Dr. Siegfried Grieshaber aus Bodnegg, Kreis Ravensburg, die
mit 981 kg schwerste Kuh der Schau; Rassesieger bei den Salers die 4 ½
jährige "Suse" vom Versuchsgut Unterer Lindenhof der Universität
Hohenheim.
Aus den sogenannten Nicht-Wiegerassen,
bei denen die Fleischleistung nicht an erster Stelle des Zuchtziels
steht, hatten die Züchter 17 Galloways, 13 Highlands, 18 Zwergzebus und
3 Welsh Black zur Schau aufgetrieben.
Siegerkuh bei den Galloways wurde die in
der schwarzen Farbrichtung gezogene "Mira" von Erbgraf Maximilian zu
Königsegg aus Königseggwald im Kreis Ravensburg, Reservesiegerin die
blondfarbene "Alpenrose" aus der Zucht von Konrad und Martin Gann aus
Oberlenningen, Kreis Esslingen. Bei den Rindern gewannen Rolf und Anne
Jamrog aus Mindersdorf, Kreis Konstanz, mit ihrer "Princess", einer
Tochter des späteren Rassesiegers "Sam". Reservesiegerrind wurde
"Konstanze" aus der Zucht von Hubert Mielke aus Scharenstetten,
Alb-Donau-Kreis.
"Sam", gezogen von Familie Jamrog, wurde
vor Jahresfrist als neuer Herdenbulle nach Königseggwald verkauft, ein
Kauf, der dem Betrieb nun den Rassesieg brachte. Den Titel Reservesieger
der Rasse Galloway errang eben die "Sam"-Tochter "Princess" von Rolf und
Anne Jamrog, womit Vater und Tochter die Konkurrenz dominierten.
Unverwechselbares Kennzeichen der
Highlands sind die mächtigen, weit ausladenden Hörner und der die Augen
oftmals überdeckende Haarschopf. Der 5 ½ jährige kohlrabenschwarze
"Dustin" von Manfred Kümmerer aus Jungholzhausen im Kreis Schwäbisch
Hall behauptete sich gegen den ebenfalls schwarzen, zwei Jahre jüngeren
Rob Roy von Klaus und Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof. Bei den Kühen
kam "Biggi" aus der Zucht von Hubert Langenwalder aus Ritzenweiler,
Kreis Biberach auf den ersten Platz, bei den Rindern war "Black Mogli"
von Klaus und Karin Schütz, ebenfalls schwarz gezogen, nicht zu
schlagen. "Black Mogli" errang schließlich vor "Dustin" den Titel
Rassesieger Highland.
Vor 15 Jahren begann die Herdbuchzucht
der Robustrinderrasse Zwergzebu in Baden-Württemberg. Inzwischen stehen
diese Buckelrinder durch Exporte aus Baden-Württemberg in fast allen
Bundesländern und im benachbarten europäischen Ausland.
Bester Bulle und später auch noch
Rassesieger bei den Zwergzebus wurde der von dem 7jährigen Lukas Lämmle
im Ring souverän vorgeführte schwarzgefleckte "Siegfried" aus der Zucht
von Reiner Lämmle aus Berglen-Spechtshof. Nicht zu schlagen bei den
Kühen war die blonde "Ronja" aus der Zuchtstätte Heinrich Wolfgang,
Leutkirch. Diese hatte schon im August im bayerischen Schönbronn das
Interbreed-Championat gewonnen. Ebenfalls aus dem Zuchtbetrieb Wolfgang
kommen Siegerrind "Lotte" und Reservesiegerrind "Rosina", eine Tochter
der Ia-Kuh "Ronja". Rassesieger Zwergzebu wurde schließlich "Siegfried"
von Lämmle vor "Ronja" von Wolfgang.
Gerd Künstle aus Mössingen-Talheim hatte
drei Rinder zur Schau aufgetrieben, wobei das älteste, die sehr
harmonische, gut entwickelte und hornlose "Lincolm"-Tochter "Bernadett"
den Ia-Preis und somit den Rassesieg erhielt.
Zu Demonstrationszwecken war Sabine
Reiter aus Stockach-Hoppetenzell mit einer Aubrac-Kuh und einem
Aubrac-Rind nach Ilshofen gekommen. Deren Aussehen erinnerte stark
daran, dass diese Robustrasse einst aus der Kreuzung mit Braunvieh
entstanden ist.
Höhepunkt des Richtens war die Kür je
eines Champions unter den Wiegerassen und den Nicht-Wiegerassen durch
das Gremium der drei Preisrichter. Außergewöhnlich, aber für alle
Zuschauer nachvollziehbar, dass sich auf dieser Schau beide Champions
aus der Rinderklasse rekrutierten:
Bei den Wiegerassen gewann Limousin-Rind
"Erlis" von Gerhard Lamparth aus Altensteig-Überberg, bei den
Nicht-Wiegerassen Highland-Rind "Black Mogli" von Klaus und Karin Schütz
aus Gschwend-Brandhof.
Im Rahmenprogramm der Schau wurden am
Samstag zwei Bullennachzuchten gezeigt und von RBW-Geschäftsführer Dr.
Alfred Weidele besprochen: zum einen Nachkommen des bekannten
Fleckviehbullen "Poker PP" von Hans-Jochen Burkhardt aus Würzbach, zum
andern des Limousinbullen "Roitelet" von Wendelin Schlewek aus
Deggenhausertal-Sennhof.
Beide Bullen waren im KB-Einsatz und
stehen in der Topliste "Zuchtwertschätzung Fleischrinder Deutschland"
mit ganz vorne.
Für ihr Engagement hinsichtlich der
Beschickung der Schau konnten die Betriebe, die mehr als sechs Tiere
aufgetrieben hatten, mit einer Auswahl ihrer Tiere an einer Konkurrenz
"beste Betriebssammlung" teilnehmen. Dies waren die Anguszüchter Junck
aus Jungingen (12), Schumacher aus Heidelberg, Mariaberger Heime aus
Gammertingen und Lindner aus Eschenau (je 7), die beiden Limousinzüchter
Schlewek aus Deggenhausertal (10) und Spieler aus Ampfelbronn (8) sowie
der Charolaiszüchter Rott aus Aidlingen (7). Zur besten Betriebssammlung
wurden die Tiere der Mariaberger Heime vom Preisgericht ausgewählt.
Im Anschluss daran überreichte erster
Vorsitzender Friedhelm Hahn den vier in den letzten fünf Jahren beim
Zuchtviehverkauf erfolgreichsten Betrieben eine RBW-Medaille: dies waren
entsprechend der Zahl über den Verband verkaufter Tiere Anguszüchter
Familie Junck, Charolaiszüchter Cornelia und Wolfgang Sauer,
Anguszüchter Friedrich und Peter Schumacher sowie Zwergzebuzüchter
Friedrich und Martin Wunderlich aus Dörzbach.
Am Sonntag fand dann noch ein
Jungzüchter-Vorführwettbewerb statt, an dem 13 Kinder und Jugendliche im
Alter zwischen 8 und 16 Jahren teilnahmen. Uwe Bauer aus
Salem-Buggensegel, der selbst aus einem renommierten Zuchtbetrieb
stammt, bewertete den Umgang der Jungzüchter mit den Tieren und
rangierte sie in vier Altersgruppen. Erste in ihrer Gruppe wurden
jeweils Florian Lindner aus
Eschenau, Lena-Marie Lämmle aus Berglen,
Arno Spieler aus Ampfelbronn und Jennifer Pfister aus Jungingen.
Dass diese dritte Landesschau mit
insgesamt 278 Tieren ein so großer Erfolg wurde, verdanken die
Fleischrinderzüchter auch der hervorragenden Vorbereitung und
Organisation der Schau insbesondere durch Geschäftsführer Dr. Weidele
und Matthias Poferl und dem gesamten Team.
|
Ergebisse der Fleischrinderschau in der
Arena Hohenlohe am 25. September 2005 |
|
Ring
|
Klasse |
Kat-Nr
|
Rang
|
Tiername |
Gewicht
|
Besitzer |
|
Limousin |
|
I-1 |
Limousin Bulle |
144 |
1 a |
Sam |
1202 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
I-1 |
Limousin Bulle |
142 |
1 b |
Phoenix |
1340 |
Lamparth Gerhard |
|
I-2 |
Limousin Bulle |
145 |
1 a |
Stari |
1080 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
I-2 |
Limousin Bulle |
148 |
1 b |
Thibaut |
952 |
Boettinger Gerd |
| |
Sieger Limousin
Bullen |
144 |
|
Sam |
1202 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
RS Limousin
Bullen |
145 |
|
Stari |
1080 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
I-3 |
Limousin Kühe |
154 |
1 a |
Ghenia |
789 |
Boettinger Gerd |
|
I-3 |
Limousin Kühe |
153 |
1 b |
Gina |
765 |
Spieler Gebhard |
|
I-4 |
Limousin Kühe |
158 |
1 a |
Goldi 914 |
890 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
I-4 |
Limousin Kühe |
161 |
1 b |
Hylalla |
750 |
Boettinger Gerd |
|
I-5 |
Limousin Kühe |
170 |
1 a |
Goldstern |
678 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
I-5 |
Limousin Kühe |
164 |
1 b |
Flut |
878 |
Lamparth Gerhard |
| |
Sieger Limousin
Kühe |
158 |
|
Goldi 914 |
890 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
RS Limousin Kühe |
154 |
|
Ghenia |
789 |
Boettinger Gerd |
|
I-6 |
Limousin Rinder |
173 |
1 a |
Erlis |
816 |
Lamparth Gerhard |
|
I-6 |
Limousin Rinder |
171 |
1 b |
Gandra |
767 |
Lamparth Gerhard |
|
I-7 |
Limousin Rinder |
181 |
1 a |
Henrike |
600 |
Boettinger Gerd |
|
I-7 |
Limousin Rinder |
183 |
1 b |
Gartel |
562 |
Schlewek
Wendelin |
|
I-8 |
Limousin Rinder |
187 |
1 a |
Falballa |
575 |
Boettinger Gerd |
|
I-8 |
Limousin Rinder |
188 |
1 b |
Elli |
511 |
Barth Anselm |
|
I-9 |
Limousin Rinder |
190 |
1 a |
Hygra |
505 |
Boettinger Gerd |
|
I-9 |
Limousin Rinder |
191 |
1 b |
Porza |
494 |
Spieler Gebhard |
| |
Sieger Limousin
Rinder |
173 |
|
Erlis |
816 |
Lamparth Gerhard |
|
RS Limousin
Rinder |
190 |
|
Hygra |
505 |
Boettinger Gerd |
|
Rassesieger
Limousin |
173 |
|
Erlis |
816 |
Lamparth Gerhard |
|
RS Limousin |
158 |
|
Goldi 914 |
890 |
Weber GbR Helmut
& Martin |
|
Charolais |
|
I -10 |
Charolais Bullen |
62 |
1 a |
Soltan |
1292 |
Brodmann Alfred |
|
I -10 |
Charolais Bullen |
64 |
1 b |
Sir Toby |
1095 |
Sauer Wolfgang
u. Cornelia |
|
I -11 |
Charolais Kühe |
75 |
1 a |
Jenni |
885 |
Moser Dietmar |
|
I -11 |
Charolais Kühe |
76 |
1 b |
Uschi |
825 |
Rott Thomas |
|
I -12 |
Charolais Kühe |
80 |
1 a |
Lore |
796 |
Brodmann Alfred |
|
I -12 |
Charolais Kühe |
82 |
1 b |
Oleander |
773 |
Rott Thomas |
| |
Sieger Charolais
Kühe |
75 |
|
Jenni |
885 |
Moser Dietmar |
|
RS Charolais
Kühe |
76 |
|
Uschi |
825 |
Rott Thomas |
|
Rassesieger
Charolais |
62 |
|
Soltan |
1292 |
Brodmann Alfred |
|
RS Charolais |
75 |
|
Jenni |
885 |
Moser Dietmar |
|
Blonde d'Aquitaine |
|
I-13 |
Rassesieger
Blonde d'Aquitaine |
58 |
1 a |
Jeanne |
981 |
Grieshaber
Siegfried Dr. |
|
I-13 |
Blonde
d'Aquitaine |
60 |
1 b |
Galine |
897 |
Grieshaber
Siegfried Dr. |
|
Salers |
|
I -14 |
Rassesieger
Salers |
203 |
1 a |
Suse |
638 |
Uni-Hohenheim
Versuchsstation |
|
I -14 |
Salers |
202 |
1 b |
Perine |
726 |
Uni-Hohenheim
Versuchsstation |
|
Welsh Black |
|
I -15 |
Rassesieger
Welsh Black |
205 |
1 a |
Bernadett |
|
Kuenstle Gerd |
|
I -15 |
Welsh Black |
207 |
1 b |
Benita |
|
Kuenstle Gerd |
|
Angus |
|
II-1 |
Angus Bullen |
3 |
1 a |
Prinzip |
1188 |
Schumacher Peter |
|
II-1 |
Angus Bullen |
4 |
1 b |
Greenlande |
1054 |
Bregenzer
Manfred |
|
II-2 |
Angus Bullen |
6 |
1 a |
Freddy |
998 |
Mariaberger
Heime |
|
II-2 |
Angus Bullen |
7 |
1 b |
Kennedy |
780 |
Familie Junck |
| |
Sieger Angus
Bullen |
3 |
|
Prinzip |
1188 |
Schumacher Peter |
|
RS Angus Bullen |
4 |
|
Greenlande |
1054 |
Bregenzer
Manfred |
|
II-3 |
Angus Kühe |
10 |
1 a |
Bianka |
753 |
Familie Junck |
|
II-3 |
Angus Kühe |
9 |
1 b |
Ruthild |
697 |
Fellmann Hannes |
|
II-4 |
Angus Kühe |
17 |
1 a |
Blume |
728 |
Klenk Thomas |
|
II-4 |
Angus Kühe |
20 |
1 b |
Daisy |
686 |
Lindner Karl u.
Markus |
|
II-5 |
Angus Kühe |
23 |
1 a |
Mirage |
731 |
Familie Junck |
|
II-5 |
Angus Kühe |
21 |
1 b |
Amara |
708 |
Mariaberger
Heime |
|
II-6 |
Angus Kühe |
30 |
1 a |
Elexier |
754 |
Familie Junck |
|
II-6 |
Angus Kühe |
28 |
1 b |
Ingrid |
650 |
Bregenzer
Manfred |
|
II-7 |
Angus Kühe |
38 |
1 a |
Desiree |
652 |
Bregenzer
Manfred |
|
II-7 |
Angus Kühe |
34 |
1 b |
Allis |
662 |
Mariaberger
Heime |
| |
Sieger Angus
Kühe |
17 |
|
Blume |
728 |
Klenk Thomas |
|
RS Angus Kühe |
23 |
|
Mirage |
731 |
Familie Junck |
|
II-8 |
Angus Rinder |
43 |
1 a |
Dora |
546 |
Lindner Karl u.
Markus |
|
II-8 |
Angus Rinder |
46 |
1 b |
Doro |
522 |
Bregenzer
Manfred |
|
II-9 |
Angus Rinder |
49 |
1 a |
Pia |
514 |
Gaugel Manfred |
|
II-9 |
Angus Rinder |
50 |
1 b |
Pearl |
509 |
Familie Junck |
| |
Sieger Angus
Rinder |
43 |
|
Dora |
546 |
Lindner Karl u.
Markus |
|
RS Angus Rinder |
46 |
|
Doro |
522 |
Bregenzer
Manfred |
|
Rassesieger
Angus |
3 |
|
Prinzip |
1188 |
Schumacher Peter |
|
RS Angus |
17 |
|
Blume |
728 |
Klenk Thomas |
|
Fleckvieh |
|
II-10 |
Fleckvieh Bullen |
86 |
1 a |
Pokus |
1272 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
|
II-10 |
Fleckvieh Bullen |
85 |
1 b |
Einar |
1185 |
Engel Viktor |
|
II-11 |
Fleckvieh Bullen |
89 |
1 a |
Europoker |
1033 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
|
II-11 |
Fleckvieh Bullen |
90 |
1 b |
Komo |
922 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
| |
Sieger Bullen
Fleckvieh |
86 |
|
Pokus |
1272 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
|
RS Bullen
Fleckvieh |
85 |
|
Einar |
1185 |
Engel Viktor |
|
II-12 |
Fleckvieh Kühe |
93 |
1 a |
Selmie |
835 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
|
II-12 |
Fleckvieh Kühe |
91 |
1 b |
Maja |
816 |
Essig Simon |
|
II-13 |
Fleckvieh Rinder |
101 |
1 a |
Ronja |
622 |
Essig Simon |
|
II-13 |
Fleckvieh Rinder |
100 |
1 b |
Kira |
625 |
Engel Viktor |
| |
Rassesieger
Fleckvieh |
86 |
|
Pokus |
1272 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
|
RS Fleckvieh |
93 |
|
Selmie |
835 |
Burkhardt
Hans-Jochen |
|
Galloway |
|
III-1 |
Galloway Bullen |
106 |
1 a |
Sam |
|
Koenigsegg
Maximilian Erbgraf zu |
|
III-1 |
Galloway Bullen |
105 |
1 b |
Billi |
|
Gann Konrad u.
Martin |
|
III-2 |
Galloway Kühe |
110 |
1 a |
Mira |
|
Koenigsegg
Maximilian Erbgraf zu |
|
III-2 |
Galloway Kühe |
112 |
1 b |
Florence |
|
Ederle Karl |
|
III-3 |
Galloway Kühe |
115 |
1 a |
Alpenrose |
|
Gann Konrad u.
Martin |
|
III-3 |
Galloway Kühe |
113 |
1 b |
Karla |
|
Mielke Hubert |
| |
Sieger Galloway
Kühe |
110 |
|
Mira |
|
Koenigsegg
Maximilian Erbgraf zu |
|
RS Galloway Kühe |
115 |
|
Alpenrose |
|
Gann Konrad u.
Martin |
|
III-4 |
Galloway Rinder |
117 |
1 a |
Konstanze |
|
Mielke Hubert |
|
III-4 |
Galloway Rinder |
118 |
1 b |
Primele |
|
Jamrog Rolf &
Anne |
|
III-5 |
Galloway Rinder |
124 |
1 a |
Princess |
|
Jamrog Rolf &
Anne |
|
III-5 |
Galloway Rinder |
125 |
1 b |
Pam |
|
Koenigsegg
Maximilian Erbgraf zu |
| |
Sieger Galloway
Rinder |
124 |
|
Princess |
|
Jamrog Rolf &
Anne |
|
RS Galloway
Rinder |
117 |
|
Konstanze |
|
Mielke Hubert |
|
Rassesieger
Galloway |
106 |
|
Sam |
|
Koenigsegg
Maximilian Erbgraf zu |
|
RS Galloway |
124 |
|
Princess |
|
Jamrog Rolf &
Anne |
|
Highland |
|
III-6 |
Highland Bullen |
127 |
1 a |
Dustin |
|
Kuemmerer
Manfred |
|
III-6 |
Highland Bullen |
128 |
1 b |
Rob Roy |
|
Schuetz Klaus u.
Karin |
|
III-7 |
Highland Kühe |
135 |
1 a |
Biggi |
|
Langenwalder
Huber |
|
III-7 |
Highland Kühe |
134 |
1 b |
Flori |
|
Schuetz Klaus u.
Karin |
|
III-8 |
Highland Rinder |
138 |
1 a |
BlackMogli |
|
Schuetz Klaus u.
Karin |
|
III-8 |
Highland Rinder |
137 |
1 b |
Betty |
|
Langenwalder
Huber |
| |
Rassesieger
Highland |
138 |
|
BlackMogli |
|
Schuetz Klaus u.
Karin |
|
RS Highland |
127 |
|
Dustin |
|
Kuemmerer
Manfred |
|
Zwergzebu |
|
III-9 |
Zwergzebu Bullen |
211 |
1 a |
Siegfried |
|
Laemmle Reiner |
|
III-9 |
Zwergzebu Bullen |
209 |
1 b |
Benedikt |
|
Kubisek Michael |
|
III-10 |
Zwergzebu Kühe |
213 |
1 a |
Ronja |
|
Wolfgang
Heinrich |
|
III-10 |
Zwergzebu Kühe |
214 |
1 b |
Vera |
|
Wunderlich GbR
Friedrich & Martin |
|
III-11 |
Zwergzebu Rinder |
221 |
1 a |
Lotte |
|
Wolfgang
Heinrich |
|
III-11 |
Zwergzebu Rinder |
222 |
1 b |
Silke |
|
Laemmle Reiner |
|
III-12 |
Zwergzebu Rinder |
226 |
1 a |
Rosina |
|
Wolfgang
Heinrich |
|
III-12 |
Zwergzebu Rinder |
224 |
1 b |
Ilona |
|
Laemmle Reiner |
| |
Sieger Zwergzebu
Rinder |
221 |
|
Lotte |
|
Wolfgang
Heinrich |
|
RS Zwergzebu
Rinder |
226 |
|
Rosina |
|
Wolfgang
Heinrich |
|
Rassesieger
Zwergzebu |
211 |
|
Siegfried |
|
Laemmle Reiner |
|
RS Zwergzebu |
213 |
|
Ronja |
|
Wolfgang
Heinrich |
| |
|
Champion Wiegerasse |
173 |
|
Erlis |
816 |
Lamparth Gerhard |
|
Champion Nichtwiegerasse |
138 |
|
BlackMogli |
|
Schuetz Klaus u. Karin |
| |
|
Platzierungsliste über alle Schautiere
(PDF-Datei)
|
|
|
Schaufotos:

"Poker"-Nachzucht (von
links): Sohn "Pokus" (am Sonntag Rassesieger), Sohn
"Poldart" (nach der Schau verkauft an den Besamungsverein Neustadt an
der
Aisch/Bayern) und Tochter Andrea, 5 ½ jährig

Im Ring die
Betriebssammlungen. Vorn von rechts: Junck (Angus), Schumacher
(Angus), Spieler (Limousin). Hinten von rechts: Rott (Charolais),
die Sieger-
sammlung Mariaberger Heime (Angus) und Lindner (Angus). Ganz
rechts vorn
ein Tier der Sammlung Schlewek (Limousin)

Frau Lämmle aus
Berglen-Spechtshof mit ihrem lammfrommen Bullen "Siegried",
der Rassesieger bei den Zwergzebus wurde

Die beiden perfektesten
Angus auf der Schau. Rechts der noch nicht 4jährige,
knapp 1200 kg schwere Rassesieger "Prinzip", gezüchtet von Peter
Schumacher
aus Heidelberg, links Rassereservesieger, die 728 kg schwere "Blume" mit
ihrem
10 Monate alten Kuhkalb bei Fuß, gezüchtet von Thomas Klenk aus
Untergröningen

Klaus und Karin Schütz mit
ihrem Rind "Black Mogli", dem Sieger der Rasse
Highland. "Black Mogli" errang später noch den begehrten Titel
Champion
der Nicht-Wiegerassen

Gerhard Lamparth aus
Altensteig-Überberg mit dem Champion sämtlicher
Wiegerassen, der 2 ½ jährigen, 816 kg schweren Limousinkalbin
"Erlis".
Die Tochter des früheren Landessiegers "Libero" war zuvor zum
Rassesieger
Limousin gekürt worden

Die Sieger und Reservesieger
der Rasse Limousin. Von links die Bullen "Sam"
und "Stari" sowie die Kuh "Goldi", all drei aus dem Betrieb
Martin und Helmut
Weber, die Kuh Ghenia von Gerd Böttinger und die beiden Rinder
"Erlis" von
Gerhard Lamparth und "Hygra" von Gerd Böttinger

Hervorragend präsentiert
wurden die jährigen bis 1 ½ jährigen Limousinrinder,
links das spätere Reservesiegerrind von Gerd Böttinger

Perfekt im Typ und überragend
bemuskelt, der knapp 5 jährige Gallowaybulle
"Sam" von Erbgraf Maximilian zu Königsegg. Gezüchtet wurde der
Rassesieger
von Rolf und Anne Jamrog aus Mindersdorf

Reservesiegerrind "Doro",
rotfarben, vorgestellt von
Familie Manfred Bregenzer aus Pistre

Um den Rassesieg bei den
Charolais konkurrierten die beiden Kühe "Uschi" und "Jenni"
von Thomas Rott und Dietmar Moser mit dem Bullen "Soltan" von Alfred
Brodmann, der
schließlich den Sieg davon trug. "Jenni" von Dietmar Moser (Mitte) wurde
Reservesiegerin |
|
Dr. Ostendorff |

|
Zweite
Angus-Bundesschau am
25. Juni 2005 in Verden
anlässlich des Jubiläums
"50 Jahre Anguszucht in Deutschland"
Dazu passender Fachbericht
"50 Jahre Angus"

Der Bundesverband Deutscher Angushalter
(BDAH) veranstaltete nach einer ersten Schau im Jahr 1995 Ende Juni nun
seine zweite Bundesschau im Rahmen seines Gründungsjubiläums.
27 Bullen, 30 Kühe mit Kalb bei Fuß
sowie 32 Rinder aus dem gesamten Bundesgebiet stellten sich der
Konkurrenz. Vor einem internationalen Publikum, u.a. waren Gäste aus
Kanada, den USA, Schottland, Schweden, Dänemark, Tschechien, der Schweiz
und den Niederlanden nach Verden gekommen, wurden die Tiere in der
Niedersachsenhalle von zwei Kommissionen gerichtet und aus den
verschiedenen Klassensiegern schließlich die Bundessieger und
Bundesreservesieger gekürt. Im Anschluss wurden noch die besten Kuh-
bzw. Bullen-Nachzuchten prämiiert.
Die Statistik des Bundesverbandes
Deutscher Fleischrinderzüchter und –halter weist zum 30.09.2004 aus,
dass 688 Betriebe in den insgesamt 12 Landesverbänden als Mitglieder die
Rasse Angus züchten oder halten. Mit 163 Betrieben, was einem Anteil von
knapp 23,7 % entspricht, gilt Baden-Württemberg neben Bayern mit 169
Betrieben als eine der beiden Angus-Hochburgen in Deutschland.
Aus der Erhebung zum 30.09.2004
(Tabelle) geht hervor, dass unter den 18 derzeit in Baden-Württemberg
betreuten Fleischrinderrassen Angus unumstritten die Nummer eins sind,
vor Limousin, Galloway, Charolais und Highland.
|
Rasse |
Anzahl Betriebe
|
insgesamt |
in %
|
+ / -
(zum 30.09.2003)
|
HB-Kühe |
|
Herdbuch |
Haltung |
|
Angus |
26 |
142 |
168 |
28,2 |
-1,6 |
991 |
|
Limousin |
41 |
86 |
127 |
22,0 |
+0,6 |
661 |
|
Galloway |
50 |
16 |
66 |
11,4 |
-1,4 |
539 |
|
Charolais |
15 |
48 |
63 |
10,9 |
-1,0 |
598 |
|
Highland |
46 |
10 |
56 |
9,7 |
-0,2 |
248 |
|
Zebu |
19 |
5 |
24 |
4,2 |
-0,2 |
194 |
|
Fleckvieh |
8 |
10 |
18 |
3,1 |
-0,2 |
176 |
Fast 30 % der Mitgliedsbetriebe halten
oder züchten Angus, wobei in den 26 Zuchtbetrieben rund 1000
Herdbuchkühe stehen, was einer durchschnittlichen Herdengröße mit knapp
40 Kühen entspricht.
Im Jahre 2001 erfolgte die Vereinigung
der beiden Rassen Deutsche Angus und Aberdeen Angus, die bis dahin in
zwei verschiedenen Zuchtbüchern geführt wurden, in einer Rasse unter dem
Namen Angus. Dabei wurden die Tiere der ursprünglichen Rasse Aberdeen
Angus einer sogenannten Sektion Aberdeen Angus zugeordnet und mit dem
Kürzel AA besonders gekennzeichnet. Dies gilt seither auch für
Neueintragungen. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass knapp die Hälfte
der insgesamt 628 deutschlandweit in der Sektion Aberdeen Angus
eingetragenen aktiven Kühe in Baden-Württemberg stehen.
Angus sind genetisch hornlos und werden
in den Farben schwarz und rot gezüchtet.
Auffallend, dass in Verden zwei Drittel
der aufgetriebenen Bullen der roten Farbrichtung angehörten.
Bundessieger wurde schließlich der 4 ½ jährige schwarze "Cord"-Sohn
"Compass" der ZG Krausmüller/Krach/Schröder in Neustadt, Hessen,
Bundesreservesieger der gut 1 Jahr ältere in der roten Farbrichtung
gezogene "Glacier "-Sohn "Glen" mit amerikanischer Blutführung
väterlicherseits, gezüchtet und vorgestellt von Uwe Heinz in Zwickau,
Sachsen.
Der größte baden-württembergische Erfolg
war der Klassensieg des gut 3 ½ jährigen "Prinzip" aus der Zucht von
Friedrich und Peter Schumacher aus Heidelberg. Dieser "Summitcrest Prime
Cut" (KB USA)-Sohn aus einer Tochter des berühmten AA-Bullen "Pirol"
begeisterte durch Rahmen, Länge und eine hervorragende Bemuskelung und
unterlag bei der Endauswahl dem späteren Bundesreservesieger nur ganz
knapp. Für diesen Zuchterfolg erhielt Friedrich Schumacher aus der Hand
von Zuchtleiter Dr. Ostendorff einen Ehrenpreis des Ministeriums für
Ernährung und Ländlichen Raum in Stuttgart überreicht.

Nur ganz knapp den Bundesreservesieg
verfehlt, der 3 1/2 jährige Klassen-
sieger "Prinzip" aus der Zucht von Friedrich und Peter Schumacher
aus
Heidelberg, vorgeführt von Manfred Flaig
Einen großen Erfolg feierte auch
Benjamin Junck aus Jungingen im Zollernalbkreis, belegten doch seine
beiden aus dem Embryo-Transfer stammenden Rinder in der jüngsten
Rinderklasse die Plätze eins und drei. Den Klassensieg holte "Stina ET",
den dritten Platz "Stella ET".

Großer Erfolg für die Anguszuchtstätte
Benjamin Junck aus Jungingen.
Links Klassensiegerin "Stina ET", vorgeführt von Ehefrau Tina,
rechts die
drittplatzierte "Stella ET", vorgeführt von Mutter Edeltraud

Stolz und glücklich präsentierte Tina
Hrastnik-Junck ihre
Klassensiegerin "Stina ET" zur Endauswahl um die Titel
Bundessiegerin bzw. Bundesreservesiegerin
Beide Rinder führen Blut aus den
Spitzenzuchten Neuseelands. Züchter jedoch ist Benjamin Junck, welcher
bei seinem Besuch in Neuseeland die Anpaarung der Eltern der Embryonen
veranlasst hatte.
Der dritte Aussteller aus
Baden-Württemberg war Thomas Klenk aus Abtsgmünd-Untergröningen, welcher
mit seinem Bullen "Humbold", drei Kühen und einem Rind gleich fünf Eisen
im Feuer hatte. "Humbold", ein in Hessen gezogener "Hubertus"-Sohn, war
mit 7 ½ Jahren zweitältester Bulle der Schau und errang einen Id-Preis.
Jeweils auf den zweiten bzw. dritten Platz in ihrer Klasse kamen die
Kühe "Bella", eine "Felix"-Tochter, und Blume, eine "General"-Tochter.
Das vergleichsweise spärliche Aufkommen
an Schautieren aus dem Land lag zum einen wohl daran, dass Hin- und
Rückweg für die Züchter im Durchschnitt etwa 1.500 km betragen, zum
anderen, dass nur drei Monate später, am 24. und 25. September, in
Ilshofen die Dritte Baden-Württembergische Fleischrinderschau
stattfindet, wo wesentlich mehr Angustiere erwartet werden.
Seit über 40 Jahren ist der Betrieb
Schumacher aus Heidelberg-Bierhelderhof Mitglied im Verband und hat
insbesondere unter Friedrich Schumacher, Vorsitzender der Abteilung
Fleischrinder in der RBW, Vorstandsmitglied im BDF und lange Jahre im
BDAH, Angusgeschichte geschrieben. In diesem Zusammenhang ist natürlich
Hans Wälde vom Peterhof in Gutach zu nennen, der vor 45
Jahren als einer der ersten mit der Haltung von Angusrindern begann und
sich in besonderem Maße um die Verbreitung der Rasse Angus im
Südschwarzwald und weit darüber hinaus verdient gemacht hat. Beide
wurden beim Züchterabend durch den Vorsitzenden des BDAH entsprechend
geehrt.
Unter Bewahrung der rassetypischen
Merkmale Leichtkalbigkeit, Frühreife, Fruchtbarkeit, Feingliedrigkeit
und Bemuskelung werden in Baden-Württemberg über den Einsatz von Samen
und mittels Embryo-Transfer aus den Hochzuchtgebieten der ganzen Welt,
u.a. aus den USA, Kanada, Neuseeland oder Dänemark, ständig neue
Blutlinien in die heimische Anguszucht eingeführt. Jüngstes Beispiel ist
der von Schumacher aus der Besamung
(KB USA) gezogene "Summitcrest Prime
Cut"-Sohn " Prinzip", welcher beste Bemuskelung, viel Typ und ein
korrektes Fundament vererbt.
Dr. Ostendorff |

|
Dritte
Zwergzebu-Bundesschau
am 4./5. Juni 2005 in Dörzbach, Hohenlohekreis
Zebus bzw. Buckelrinder sind außerhalb
ihrer ursprünglichen asiatischen Heimat vor allem in Amerika, Afrika und
Australien stark, in Europa weniger oder kaum verbreitet. Eine
kleinwüchsigere Variante, die Zwergzebus, wurden in Sri Lanka, dem
früheren Ceylon, und im südlichen Kaukasus domestiziert. Diese fanden
dann auch in den 70er Jahre über Zoos und Tiergärten den Weg von Asien
nach Deutschland und dort vornehmlich nach Baden-Württemberg. Das erste
Zuchtbuch für Zwergzebu wurde europaweit 1990 hier in Baden-Württemberg
eingerichtet. Mittlerweile nehmen die Zwergzebus nach der Zahl
eingetragener Herdbuchtiere bereits die 18. Stelle unter den 30
Fleischrinderrassen, die bundesweit herdbuchmäßig betreut werden, ein.
In Baden-Württemberg, wo derzeit 18 verschiedene Fleischrinderrassen von
der Stuttgarter Geschäftsstelle der Rinderunion Baden-Württemberg
betreut werden, steht das Zwergzebu nach der Zahl der Züchter und
Herdbuchtiere gerechnet gar an sechster Stelle hinter Angus, Limousin,
Galloway, Charolais und Highland.
Am 20. Februar 1999 gründeten 21
Zwergzebuzüchter aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und
Nordrhein-Westfalen einen Bundesrasseverband, den Verband Deutscher
Zwergzebu Züchter und Halter e.V., kurz VDZ genannt, und beschlossen,
möglichst bald mit einer Bundesschau auf das Zebu, "das kleine Rind mit
der großen Zukunft", aufmerksam zu machen.
Am vergangenen Wochenende fand nun nach
2000 in Dörzbach und 2003 in Thüringen bereits die dritte
Zwergzebu-Bundesschau dieses jungen Verbandes statt. Veranstaltungsort
war wie 2000 der Zebuhof des ersten Vorsitzenden des VDZ, Friedrich
Wunderlich, in Dörzbach-Birkenhöfe. Den würdigen Rahmen verlieh das
große Hoffest der Familie Wunderlich, das bei herrlichem Wetter Tausende
von Besuchern anlockte.
Züchter aus Baden-Württemberg, Hessen
und Thüringen stellten sich dem Wettbewerb mit 12 Bullen, 6 Kühen und 16
Rindern. Die Tiere waren sämtlich freilaufend in Kralen in einer Halle
untergebracht. Darüber hinaus wurden weitere Tiere zu
Demonstrationszwecken ausgestellt. Tiere verschiedener Farben und
Farbkombinationen gaben ein buntes Gesamtbild ab: von schneeweiß über
unseren Dalmatinern ähnlich schwarzweiß gefleckt, gestromt, einfarbig
rot, braun bis zu kohlrabenschwarz, zum Teil mit markantem Aalstrich.
Imponierend vor allem der auffallend große Buckel bei den ausgewachsenen
Bullen, dem die Zeburassen ihren Namen verdanken, wird das Wort Zebu
doch vom tibetanischen Wort "zeba" oder "zeu", was Buckel des Rindes
oder des Kamels bedeutet, hergeleitet. Rein äußerlich unterscheiden sich
unsere bodenständigen Hausrinder von den Zeburassen nicht nur durch den
Buckel, der aus sechs stark vergrößerten Muskeln gebildet wird und in
den bis zu 20 kg fettdurchzogenes Bindegewebe eingelagert werden können,
sondern auch durch die in der Regel kurzen, senkrecht nach oben
führenden Hörner, die stark ausgebildete Hautfalte an der Kehle, die
Wamme, und die extrem feinen Glieder.
Dass Zwergzebus trotz ihres z.T. auf der
Weide zur Schau gestellten Wildverhaltens ausgesprochen ruhig und brav,
ja anhänglich sein können, bewiesen nahezu alle aufgetriebenen Tiere,
vom vier Wochen alten Kalb bis zum ausgewachsenen Bullen.
Am Samstag fanden Prämiierung, ein
Jungzüchter-Vorführwettbewerb und am Abend die Generalversammlung des
VDZ statt. Zebuhalter und -züchter aus fast allen Bundesländern und dem
benachbarten Ausland verfolgten das Preisrichten.
Diese Aufgabe übernahmen in diesem Jahr
Zuchtleiter Ronald Bialek aus Thüringen und das Ehrenmitglied des VDZ,
Herr Friedrich Gramling aus Hergenstadt, einer der Pioniere der
Zebuzucht.
Jeweils Klassensieger bei den Altbullen
wurden der 6 ½ jährige "Ilja" von Jürgen Fuchs aus Kloppenheim-Karben in
Hessen und der 5 ½ jährige schwarze "Benedikt" von Michael Kubisek aus
Untermünkheim, Kreis Schwäbisch Hall. "Ilja", ein Sohn des früheren
Bundessiegers "Ignaz" , beeindruckte mit seinem gewaltigen Buckel und
bestach durch seine hervorragende Bemuskelung, seine Länge, sein
korrektes Fundament und vor allem durch seinen ruhigen Charakter. Er
wurde Sieger bei den Altbullen und erhiet hierfür den Ehrenteller des
Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum in Stuttgart.
Reservesieger wurde "Benedikt", der väterlicherseits dasselbe Blut
("Benn") führt wie der Siegerbulle mütterlicherseits.
Bei den Jungbullen stellten Reiner
Lämmle aus Berglen-Spechtshof im Rems-Murr-Kreis mit "Siegfried" und
Günter Frank aus Beilstein-Gagernberg, Kreis Heilbronn, mit "Aaron"
jeweils die Klassensieger. Den Siegertitel trug schließlich der
ebenfalls schwarzweiß gefleckte zweijährige "Ignaz"-Enkel "Siegfried"
davon.
Leider waren nur sechs Kühe, davon vier
mit Kalb bei Fuß, zur Schau aufgetrieben. Herausragend die 4 ½ jährige
braunweiß gefleckte "Sabrina", die im Gespann mit ihrem gerade vier
Wochen alten Kuhkalb zum Liebling der Besucher avancierte. Überlegen
holte sich die "Ignaz"-Tochter den Titel einer Bundessiegerin, welchen
sie bereits zwei Jahre zuvor auf der Bundesschau in Thüringen in der
Kategorie Rinder errungen hatte. Sie bestach insbesondere durch ihren
harmonischen Körperbau, ihre Bemuskelung und ihr feines korrektes
Fundament. Reservesiegerin wurde die rotfarbene "Benn"-Tochter
"Schneeweißchen" von der Reinwald GmbH in Schwaigern, Kreis Heilbronn.
Die Rinder wurden in vier verschiedenen
Altersklassen gerichtet. Bei den älteren Rindern setzen sich Michael
Kubisek mit "Sternchen" und Jürgen Fuchs mit "Aga", bei den jüngeren
Rindern Friedrich und Martin Wunderlich mit "Verena" und wiederum Jürgen
Fuchs mit "Anastasia" durch. Den Siegertitel errang schließlich "Aga",
eine kohlrabenschwarze Tochter des Bundessiegers "Ilja", der Titel
Reservesieger ging an die typvolle "Benedikt"-Tochter "Sternchen",
ebenfalls in der schwarzen Farbrichtung gezogen.
Viel Freude bereitete den Zuschauern der
Jungzüchter-Vorführwettbewerb, an welchem neun Jungen und Mädchen im
Alter von vier bis 15 Jahren teilnahmen. Punkte gab es von der Jury für
das Wissen über das vorgeführte Tier, dessen Pflegezustand und natürlich
den Umgang und die Führigkeit des Tieres. Den Wettbewerb gewann die
neunjährige Lena-Marie Lämmle mit ihrem "lammfrommen" 18 Monate alten
Rind "Ilona", knapp gefolgt von der zehnjährigen Tina Kubisek und dem
zwölfjährigen Tizian Reinwald.
Etwa 400 Zuschauer säumten am
Sonntagnachmittag den Richtring, als der bekannte Tierverhaltensforscher
Professor Dr. Dr. Sambraus aus München sein Grußwort hielt. Während der
Preisübergabe kommentierte Zuchtleiter Dr. Ostendorff die verschiedenen
Schaubilder und erläuterte dem interessierten Fach- und Hoffest-Publikum
die Geschichte der Zwergzebus und deren besondere Merkmale.
Das schmackhafte Fleisch der Zeburinder
konnte an diesem Wochenende in verschiedenen Zubereitungen verkostet
werden: neben den 400 Portionen Braten waren Gulasch, Leberkäse und
Landjäger vom Zeburind bald ausverkauft. Wer hier nicht zum Zug kam,
musste sich auf dem angegliederten Bauernmarkt oder im Hofladen
versorgen.
Prämierungsliste:
|
Altbullen |
|
Klasse I |
Ia |
Ilja |
Jürgen Fuchs,
Kloppenheim-Karben |
Hessen |
Sieger |
|
Ib |
Bernd |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Modest |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Klasse II |
Ia |
Benedikt |
Michael Kubisek, Untermünkheim |
Ba-Wü |
Res.-Sieger |
|
Ib |
Friebo |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Vicco |
Bio-Hof Siloah, Neufrankenroda |
Thüringen |
|
|
Jungbullen |
|
Klasse III |
Ia |
Siegfried |
Reiner Lämmle,
Berglen-Spechtshof |
Ba-Wü |
Sieger |
|
Ib |
Blacky |
Uwe Roll, Rosenfeld-Leidringen |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Ben |
Reinwald GmbH, Schwaigern |
Ba-Wü |
|
|
Klasse IV |
Ia |
Aaron |
Günter Frank,
Beilstein-Gagernberg |
Ba-Wü |
Res.-Sieger |
|
Ib |
Mäxle |
Uwe Roll, Rosenfeld-Leidringen |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Hansi |
Reinwald GmbH, Schwaigern |
Ba-Wü |
|
|
Kühe |
|
Klasse V |
Ia |
Sabrina |
Jürgen Fuchs,
Kloppenheim-Karben |
Hessen |
Sieger |
|
Ib |
Vera |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Eva |
Michael Kubisek, Untermünkheim |
Ba-Wü |
|
|
Klasse VI |
Ia |
Schneeweißchen |
Reinwald GmbH, Schwaigern |
Ba-Wü |
Res.-Sieger |
|
Ib |
Gluna |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Paula |
Michael Kubisek, Untermünkheim |
Ba-Wü |
|
|
Rinder |
|
Klasse VII |
Ia |
Sternchen |
Michael Kubisek, Untermünkheim |
Ba-Wü |
Res.-Sieger |
|
Ib |
Salome |
Günter Frank,
Beilstein-Gagernberg |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Nina |
Michael Kubisek, Untermünkheim |
Ba-Wü |
|
|
Id |
Reena |
Reinwald GmbH, Schwaigern |
Ba-Wü |
|
|
Klasse VIII |
Ia |
Aga |
Jürgen Fuchs,
Kloppenheim-Karben |
Hessen |
Sieger |
|
Ib |
Samira |
Reiner Lämmle,
Berglen-Spechtshof |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Carmen |
Reinwald GmbH, Schwaigern |
Ba-Wü |
|
|
Id |
Manitu-Tochter |
Bio-Hof Siloah, Neufrankenroda |
Thüringen |
|
|
Klasse IX |
Ia |
Verena |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Ib |
Silke |
Reiner Lämmle,
Berglen-Spechtshof |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Ilona |
Reiner Lämmle,
Berglen-Spechtshof |
Ba-Wü |
|
|
Id |
Arwen |
Günter Frank,
Beilstein-Gagernberg |
Ba-Wü |
|
|
Ie |
Paula |
Franz Unseld,
Erbach-Donaurieden |
Ba-Wü |
|
|
Klasse X |
Ia |
Anastasia |
Jürgen Fuchs,
Kloppenheim-Karben |
Hessen |
|
|
Ib |
Gerdi |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
|
Ic |
Helena |
Wunderlich GbR, Dörzbach |
Ba-Wü |
|
Einige Fotos zur Schau (auch
im RBW-Online-Fotoalbum):

Der 6 ½ jährige Siegerbulle "Ilja" aus der
Zucht
von Jürgen Fuchs aus Kloppenheim-Karben

Tierverhaltensforscher Prof. Sambraus
bittet Jürgen Fuchs aus Kloppenheim-
Karben mit seinem Siegerbullen "Ilja" zum Fototermin

In Richtklasse I konkurrierten zwei
hervorragend bemuskelte typvolle Altbullen
um den Klassensieg, den schließlich der spätere Schausieger
"Ilja" von
Jürgen Fuchs (im Vordergrund) davontrug

Preisrichter Ronald Bialek aus Thüringen
bespricht die Jungbullenklasse III.
Links Reiner Lämmle mit dem späteren Sieger "Siegfried", rechts
Uwe Roll mit "Blacky"

Die 4 ½ jährige Siegerkuh "Sabrina" mit
ihrem 4 Wochen alten Kuhkalb "Soraya"
waren die absoluten Publikumslieblinge. Gezüchtet und vorgestellt
von Jürgen Fuchs aus Karben

Professor Sambraus bei seinem Grußwort am
Tag der Prämiierung. Im Vordergrund
Siegerkuh "Sabrina" von Jürgen Fuchs, vorgestellt von
Tierbetreuer Manfred Flaig

Michael Kubisek aus Untermünkheim mit
seiner 7 ½ jährigen "Eva". Tochter
Conny führt deren gerade 3 Monate altes Bullenkalb "Felix"

In Klasse IX hatte Reiner Lämmle aus
Berglen gleich zwei Rinder
im Wettbewerb. Links Vater Reiner mit Rind "Silke", rechts
Sohn Lukas mit Rind "Ilona"

"Früh übt sich, wer ein Meister werden
will": souverän stellt
der siebenjährige Lukas Lämmle das 18 Monate alte
Rind "Ilona" den Preisrichtern zur Prämiierung vor.

In der Jungrinder-Klasse VIII setzte sich
schließlich die links stehende schwarze
"Aga" aus der Zucht von Jürgen Fuchs durch, welche später auch
den Gesamtsieg
bei den Rindern errang

Siegerauswahl bei den Jungrindern. In der
Mitte (hinten) Jürgen Fuchs aus Karben
mit dem späteren Siegerrind "Aga", einer Tochter des Schausiegers
"Ilja"

Mit Feuereifer demonstrierten 9 Mädchen und
Jungen ihr Können beim Jungzüchter-
Vorführwettbewerb. Die Jury mit Zuchtleiter Dr. Ostendorff und
Zwergzebuzüchterin
Frau Bräuchle vergaben die Punkte

Die Sieger im stark besetzten
Jungzüchter-Vorführwettbewerb: von links: die
neunjährige Lena Marie Lämmle auf dem1.Platz, die zehnjährige
Tina Kubisek auf
dem 2. Platz und der zwölfjährige Tizian Reinwald auf dem 3.
Platz

Tierverhaltensforscher Professor Sambraus
bei seinem Grußwort.
Im Hintergrund der gesamte Vorstand des Bundesverbandes.
Von links: Kassier Günter Frank, der 2. Vorsitzende Jürgen Fuchs
und Vorsitzender Friedrich Wunderlich

Im Anschluss an die Prämiierung fand noch
die Jahresversammlung des Verbandes
Deutscher Zwergzebuzüchter und Halter statt. Zum Abschluss
formierten sich die
über 40 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet zu einem
Erinnerungsfoto
Dr. Ostendorff |

|
Sechste
baden-württembergische Highland-Jungtierschau
am 24. April 2005 in Biederbach (Kreis Emmendingen)
im Rahmen eines Bauernmarktes
Seit 1999 wird im Rahmen der
jährlich für die Highland- Mitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg
stattfindenden Rasseversammlung auch eine Jungtierschau abgehalten.
Waren 1999 auf der ersten
HL-Jungtierschau gerade mal 16 Highlands aufgetrieben worden,
konkurrierten heuer trotz einiger unerwarteter Ausfälle immerhin noch 31
Jungbullen und Jungrinder um die Klassensiege und die Titel der
Schausieger bzw. Schaureservesieger. Die Tiere kamen aus dem ganzen
Land, aus 12 verschiedenen Landkreisen, u.a. vom Hochrhein, aus
Oberschwaben, von der Ostalb und aus dem
Rhein-Neckargebiet. Dazu wurden auf der deutschlandweit offenen Schau
zwei Rinder aus Boppard in Rheinland-Pfalz aufgetrieben.
Weit über 1000 Besucher schauten im
Laufe dieses Sonntags bei der Schwarzwaldhalle in Biederbach vorbei, in
der verschiedene Gerichte vom Highlandrind angeboten wurden, und um die
sich die Stände des Bauernmarktes gruppierten und ab 13.00 Uhr umrahmt
von mehreren Dudelsackpfeifern die Prämiierung der Tiere stattfand.
Trotz des wenig frühlingshaften Wetters
mit z.T. heftigen Regenschauern säumten ständig bis zu zweihundert
Mitglieder und Besucher, u.a. Züchter aus Österreich, Frankreich, Bayern
und Nordrhein-Westfalen, den Richtring. Die Veranstaltung wurde
musikalisch umrahmt von den "Prinzbach Highlanders", die bei diesem
regnerischen Wetter mit ihren Dudelsäcken einen Hauch des schottischen
Hochlands, der ursprünglichen Heimat der Highlands, vermitteln konnten.
Nach Grußworten von Highland-Züchter und Mitorganisator Paul Meier und
Bürgermeister Josef Ruf wurden zunächst der Bewertungskommission mit dem
bekannten und erfolgreichen Züchter Horst Wichelhaus aus Heiningen und
Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff aus Stuttgart 13 Jungbullen in drei
Altersklassen vorgestellt.
In der Klasse 17 bis 36 Monate errang
der in der schwarzen Farbrichtung gezogene "Rob Roy vom Brandhof" (V
Rocky, VV Piter), gezüchtet und vorgestellt von Klaus und Karin Schütz
aus Gschwend-Brandhof im Ostalbkreis, den Ia-Preis und später noch den
Titel Reservesieger. Knapp dahinter "Viktory von der Lindenalpe" von
Heinz Schurr aus Heiningen und "Mark I aus dem Kalltal" (Züchter
Karl-Heinz Jansen aus Simmerath) von Klaus und Karin Schütz. Schon bei
seiner ersten Runde im Richtring war klar: der Sieg am heutigen Tag
unter den 13 männlichen Konkurrenten führt nur über die Katalog-Nummer
5. Und so gewann in der Klasse 12 bis 16 Monate der sehr typvolle,
bestens bemuskelte und ausgesprochen harmonische "Lynford Geal vom
Augustenhof" von Ralf Grau aus Gschwend-Roßsumpf im Ostalbkreis den
Ia-Preis" und später unangefochten noch den Titel Schausieger. Züchter
dieses in der seltenen weißen Farbrichtung gezogenen Bullen ist Dr.
Dietrich Klosner aus dem nordrhein-westfälischen Bad Laasphe. Auf den
beiden nächsten Plätzen "Wodka" von Heinz Schurr (Züchter Ralf Grau) und
"Rambo" (VV Rocky) gezüchtet und vorgestellt von Albert Bonath aus
Oberwolfach.

Ralf Grau mit seinem Schausieger "Lynford
Geal von Augustenhof",
der durch Typ und Harmonie nicht nur die Preisrichter begeisterte
In der jüngsten Bullenklasse, 8 bis 12
Monate, dominierte "Alastair of Greenfield" (V Arthus of Greenfield) von
aus Mannheim-Seckenheim. Züchter dieses Bullen : Gerold Lintelmann aus
Delmenhorst). Den Ib-Preis errang hier Manfred Kümmerer aus
Jungholzhausen im Kreis Schwäbisch Hall mit seinem "Dill von der
Hirschel" (V Dustin vom Hartelstein) vor "Stallone" (V Staron) aus der
Zucht von Gabi und Hans-Ulrich Benz aus Trailfingen, Kreis Reutlingen.
Im Anschluss wurden die 18 Jungrinder in
fünf Altersklassen gerichtet. Analog zum Richten der Bullen gab es bei
den 25 bis 28 Monate alten Rindern mit "Steffi vom Trailfinger Berg" aus
der Zuchtstätte von Gabi und Hans-Ulrich Benz aus Trailfingen eine
souveräne Klassensiegerin, welche am Ende auch noch den Titel
Reserve-Schausiegerin erringen konnte. Diese gut zweijährige in der
braunen Farbrichtung gezogene "Staron"-Tochter stellte ihr äußerst
attraktives Outfit würdevoll zur Schau. Dazu war sie nahezu vollkommen
in Rücken, Schulter und Becken und zeigte viel Adel.

Hans-Ulrich Benz mit seiner Reservesiegerin
"Steffi vom Trailfinger Berg"
Den Ib- bzw. Ic-Preis errangen Nikolaos
Xanthopoulos mit ""Meggy" und Manfred Wehr aus Boppard mit seiner
"Hannabla". In der nächsten Klasse gewannen Klaus und Karin Schütz mit
ihrer pechschwarzen "Black Mogli" (V Dustin vom Hartelstein), welche mit
ihren langen Zottelhaaren, dem breiten Haarschopf und den ausladenden
Hörnern in idealer Weise den Rassetyp der Highlands verkörpert und die
sich später auch noch mit dem Titel Schausiegerin bei den Rindern
durchsetzen konnte. An zweiter Stelle folgte die rotfarbene "Lisa" aus
der Zucht von Josef Stützle aus Bad Schussenried-Roppertsweiler.
Wiederum den ersten Platz belegten Klaus und Karin Schütz in der Klasse
13 bis 19 Monate mit der ebenfalls schwarzen "Blue vom Brandhof", welche
wie "Black Mogli" den Ausstellungsbullen Dustin vom Hartelstein zum
Vater hat. Den Ib-Preis errang hier "Bernadette von Geroldsau" von
Dieter Baumann aus Geroldsau bei Baden-Baden.

Aufstellung der Klassenbesten zur Auswahl
der Schausiegerin
In der Klasse 12 bis 13 Monate nutzte
aus Biederbach-Burgersberg den Heimvorteil und gewann mit "Romy vom
Burgersberg", die väterlicherseits auf den Bundessieger "Whisky"
zurückgeht. Dahinter konnten sich Gabi und Hans-Ulrich Benz mit "Sellina
vom Trailfinger Berg" und Dieter Pfeiffer aus Neuweiler mit "Rosali vom
Hinteren Wald" platzierten. In der jüngsten Rinderklasse, 10 bis 11
Monate, siegte Hubert Langenwalder aus Ritzenweiler mit seiner "Brenda
of Longwood" vor Silvia Meier mit "Tina vom Burgersberg".

Trotz des strömenden Regens umlagerten die
Besucher den Ring, um die
Entscheidung bei den Betriebsammlungen mitzuerleben. Links die
Sammlung
von Nikolaos Xanthopoulos, rechts die Sammlung von Gabi und
Hans-Ulrich Benz
Zum Abschluss des Preisrichtens traten
fünf der insgesamt 15 Betriebe mit jeweils drei Tieren zur Konkurrenz
der besten Betriebssammlung an. Den dafür von der Gemeinde Biederbach
gestifteten Pokal überreicht Bürgermeister Ruf der überregional
bekannten Zuchtstätte Klaus und Karin Schütz vom Brandhof für ihre drei
schwarzen Schautiere, die allesamt Klassensieger geworden waren. Fast
gleichwertig belegten Platz zwei und drei die Sammlungen von Nikolaos
Xanthopoulos und Gabi und Hans-Ulrich Benz.

Aufstellung der Klassenbesten zur Auswahl
der Schausiegerin
Darüber hinaus erhielten die Sieger- und
Reservesiegertiere je einen Pokal, gestiftet von den Züchtern
Langenwalder, Schurr und Schütz.

Den ersten Platz bei den Betriebssammlungen
holten sich unangefochten Klaus
und Karin Schütz mit (von links) Reservesieger "Rob Roy vom
Brandhof",
Klassensiegerin "Blue" und Schausiegerin "Black Mogli"
Im Vorfeld der Jungtierschau fand die
Körung von vier der 13 Jungbullen statt. Körsieger mit der höchsten
Benotung und dem höchsten Körindex wurde der spätere Schausieger
"Lynford Geal vom Augustenhof" von Ralf Grau aus Gschwend-Roßsumpf.
Neben der insgesamt
überdurchschnittlichen Qualität der ausgestellten Tiere war besonders
erfreulich, dass fünf Betriebe, die z.T. erst seit kurzem Mitglied im
Verband sind, an dieser sechsten Jungtierschau teilgenommen haben.
Die Highlands sind die fünftstärkste
Rasse unter den 18 Fleischrinderrassen Baden-Württembergs. 10 % der rund
550 Fleischrinder-Mitgliedsbetriebe halten oder züchten Highlands. |
| . |
Ergebnisliste:
|
Bullen |
|
Klasse I |
Rob Roy |
Zü. & Bes. |
Klaus & Karin
Schütz |
Gschwend |
Ia |
LRS |
|
Viktory |
Bes |
Heinz Schurr |
Heiningen |
Ib |
|
|
Zü |
Horst Wichelhaus |
Heiningen |
|
|
Mark I |
Bes |
Klaus & Karin
Schütz |
Gschwend |
Ic |
|
|
Zü |
Karl-Heinz Jansen |
Simmerath |
|
|
Klasse II |
Lynford |
Bes |
Ralf Grau |
Gschwend |
Ia |
LS |
|
Zü |
Dietrich Klosner
|
Bad Laasphe |
|
Wodka |
Bes |
Heinz Schurr |
Heiningen |
Ib |
|
|
Zü |
Ralf Grau |
Gschwend |
|
|
Rambo |
Zü. & Bes. |
Albert Bonath |
Oberwolfach |
Ic |
|
|
Toni |
Zü. & Bes. |
Silvia Meier |
Biederbach |
Id |
|
|
Smartie |
Zü. & Bes. |
Angela Paulsen |
Stühlingen |
Ie |
|
|
Klasse III |
Alastair |
Bes |
Nikolaos
Xanthopoulos |
Mannheim |
Ia |
|
|
Zü |
Gerold Lintelmann, |
Delmenhorst |
|
|
Dill |
Zü. & Bes. |
Manfred Kümmerer |
Jungholzhausen |
Ib |
|
|
Stallone |
Zü. & Bes. |
Gabi & Hans-Ulrich
Benz
|
Trailfingen |
Ic |
|
|
Simba |
Zü. & Bes. |
Dieter Pfeiffer |
Neuweiler |
Id |
|
|
Urs |
Bes |
Heinz Schurr |
Heiningen |
Ie |
|
|
Zü |
Horst Wichelhaus |
Heiningen |
|
|
Rinder |
|
Klasse IV |
Steffi |
Zü. & Bes. |
Gabi & Hans-Ulrich
Benz |
Trailfingen |
Ia |
LRS |
|
Meggy |
Bes |
Nikolaos
Xanthopoulos |
Mannheim |
Ib |
|
|
Zü |
Marion & Beat Nägeli |
Langwedel |
|
|
Hannabla |
Zü. & Bes. |
Manfred Wehr
|
Boppard |
Ic |
|
|
Klasse V |
Black Mogli |
Zü. & Bes. |
Klaus & Karin
Schütz |
Gschwend |
Ia |
LS |
|
Lisa |
Zü. & Bes. |
Josef Stützle |
Roppertsweiler |
Ib |
|
|
Naomi |
Bes |
Nikolaos
Xanthopoulos |
Mannheim |
Ic |
|
|
Zü |
Heinz Schurr |
Heiningen |
|
|
May |
Zü. & Bes. |
Dieter Baumann |
Geroldsau |
Id |
|
|
Klasse VI |
Blue |
Zü. & Bes. |
Klaus & Karin
Schütz |
Gschwend |
Ia |
|
|
Bernadette |
Zü. & Bes. |
Dieter Baumann |
Geroldsau |
Ib |
|
|
Christina |
Zü. & Bes. |
Wilhelm Graf
jun. |
Weingarten |
Ic |
|
|
Klasse VII |
Romy |
Zü. & Bes. |
Silvia Meier |
Biederbach |
Ia |
|
|
Sellina |
Zü. & Bes. |
Gabi & Hans-Ulrich
Benz |
Trailfingen |
Ib |
|
|
Rosali |
Zü. & Bes. |
Dieter Pfeiffer |
Neuweiler |
Ic |
|
|
Dorothe VI |
Zü. & Bes. |
Manfred Wehr
|
Boppard |
Id |
|
|
Klasse VIII |
Brenda |
Zü. & Bes. |
Hubert
Langenwalder |
Ritzenweiler |
Ia |
|
|
Tina |
Zü. & Bes. |
Silvia Meier |
Biederbach |
Ib |
|
|
Nelly |
Zü. & Bes. |
Manfred Kümmerer |
Jungholzhausen |
Ic |
|
|
Paula |
Zü. & Bes. |
Albert Bonath |
Oberwolfach |
Id |
|
|
| Dr. Ostendorff |
< zurück >
|