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Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

 
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IV. Europäische Fleischrinderschau
im fränkischen Schönbronn bei Rothenburg ob der Tauber

- Weidefestival 2004 -

Knapp 200 Fleischrinder aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz, 57 Bullen, 40 Kühe mit ihren Kälbern und 52 Rinder bzw. Färsen aus 14 verschiedenen Rassen traten zur Konkurrenz um die Titel Klassensieger, Rassesieger und um die begehrtesten, die Europasieger, an.

Die Rinderunion Baden-Württemberg war in Schönbronn zahlenmäßig stark wie nie und mit zwei Europasiegern, drei Europa-Reservesiegern und darüber hinaus einem Rassesieger und mehreren Klassesiegern äußerst erfolgreich vertreten. Insgesamt 46 Schautiere, 17 Bullen, 16 Kühe mit ihren Kälbern und 13 Rinder bzw. Färsen acht verschiedener Rassen, ein mehr als doppelt so starkes Kontingent wie zwei Jahre zuvor auf der III. europäischen Fleischrinderschau, vertraten die Landesfarben. Einziger Wermutstropfen dieser international viel beachteten Veranstaltung war der strömende Regen, der die gesamte Zeit des Preisrichtens niederprasselte und sicherlich viele Schaulustige von einem Besuch abschreckte.

Konkurrierten in einer Rasse mindestens neun Tiere in mindestens drei Klassen, wobei die Klassen nach Kategorie Bulle, Kuh, Färse oder innerhalb einer Kategorie nach dem Alter eingeteilt waren, gab es den Titel Europasieger und -Reservesieger. Bei entsprechendem Auftrieb, wie z.B. bei der Rasse Angus, wurden innerhalb einer Rasse je ein Europasieger Bulle, Kuh und Färse gekürt.

Mit ihren beiden Anguskühen "Ulme" und "Hellen" errang Christine Kircher aus Beltersrot jeweils den ersten Platz in deren Klasse und schließlich wie zwei Jahre zuvor mit "Iris" wiederum den Titel Europareservesieger Angus-Kühe. Dieses Jahr mit der knapp 10-jährigen, noch äußerst frischen "Ulme", einer Tochter des bekannten Ausstellungsbullen "Baron".

Ganz knapp geschlagen geben mussten sich Thomas Klenk aus Untergröningen mit seinem Angusbullen "Humbold" dem späteren Europasieger und Manfred Bregenzer mit seinem Angusbullen "Traval" dem späteren Europareservesieger in ihren jeweiligen Klassen.

Die beiden in Frankreich gezogenen typvollen und gut bemuskelten Limousinbullen "Stari" von Helmut & Martin Weber aus Bühler und "Palace" von Gerhard Lamparth aus Überberg mussten sich der übermächtigen Konkurrenz aus Frankreich und Luxemburg beugen.

Bei den Charolais war kein, beim Fleckvieh lediglich ein Tier aus Baden-Württemberg aufgetrieben. Viktor Engel aus Bühlerzell-Schönbronn kam mit seinem ausstellungs-bewährten Bullen "Eiser", der schon in Berlin und in Cannstatt Erfolge erzielen konnte, auf einen zweiten Platz.

Alle drei Galloway-Klassensieger kommen dieses Jahr aus Baden-Württemberg. Europasieger mit seinem hervorragend bemuskelten, typvollen, in der seltenen roten Farbe gezogenen Bullen "Neandertal Chikago Red" wurde Karl Ederle aus Bissingen/Teck. Den Titel Europareservesieger errang Hubert Mielke aus Scharenstetten mit seiner 6 ½- jährigen Kuh "Karla", welche ein sehr gut entwickeltes Kuhkalb bei Fuß führte.

Den Erfolg der baden-württembergischen Gallowayzüchter komplett machten Rolf und Anne Jamrog aus Hohenfels mit dem Sieg von "Primele vom Hohenfels" in der Färsenklasse. "Primele" war bereits im April Reservesiegerin auf der Landes-Jungtierschau in Östringen.

Leider fehlte eine einzige Färse im Highland-Wettbewerb, so dass in dieser Rasse heuer kein Europasieger, sondern lediglich ein Rassesieger gekürt werden konnte. Diesen Rassesieg holte sich Heinz Schurr aus Heiningen souverän mit seinem 5-jährigen Bullen "Brutos von der Lindenalpe", der 800 kg auf die Waage brachte. Die weiteren Klassensiege holten sich die Europasieger von 2002, Klaus und Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof mit ihrem Jungbullen "Donald vom Brandhof" und Hubert Langenwalder aus Ritzenweiler mit seiner Färse "Betty von Longwood".

Beeindruckend war das Ausstellungskontingent der Rasse Hinterwälder mit drei Bullen, vier Kühen mit Kälbern und drei Färsen. Überragend der 3 ½-jährige "Benfold"-Sohn "Benforal",

der viel Typ und eine sehr gute Bemuskelung aufwies. Nachdem dieser Bulle bereits seinen KB-Einsatz hinter sich gebracht hat und Samen von Neuseeland geordert wurde, bedeutet der Titel Europasieger den vorläufigen Höhepunkt in der züchterischen Karriere dieses von Michael Birk aus Hüfingen vorgestellten Bullen. Bereits 2002 war Michael Birk mit seinem Bullen "Hummel" Rassesieger in Schönbronn geworden.

Mit seiner 8 ½ -jährigen Kuh "Sonni" konnte Michael Birk aus Hüfingen noch einen zweiten Klassensieg erringen. Den Ia-Preis bei den Färsen und zudem den Titel Europareservesieger sicherte sich Siegfried Wasmer aus Bernau mit seiner "Olga".

Auch bei den Zwergzebus waren für die Wahl eines Europasiegers zu wenig Tiere aufgetrieben. In der Bullenklasse kamen Friedrich & Martin Wunderlich aus Dörzbach

mit "Bernd vom Birkenhof" auf den zweiten Platz, während Heinrich Wolfgang mit seiner Kuh "Lilli" den Klassensieg knapp vor Reiner Lämmles "Simone vom Spechtshof" in der Kuhklasse erfocht. Ingesamt war die Gruppe der ausgestellten Zwergzebus sehr typvoll, zeigte eine sehr gute Bemuskelung und fiel durch ein sehr ruhiges Temperament auf. Zwergzebus sind auf jeder Rinderschau ein ganz besonderer Farbtupfer.

Bei der Rasse Welsh Black waren lediglich drei Färsen zu Demonstrationszwecken aufgetrieben. Gerd Künstle aus Mössingen musste ganz knapp den Klassensieg seinem Konkurrenten aus Hessen überlassen.

Ergebnisliste - Die jeweils besten Platzierungen der bad.-württ. Beschicker:

Rasse Klasse Preis Tier(Vater) Züchter
Angus Bullen 1 Ib Humbold(Hubertus) Thomas Klenk, Untergröningen
Bullen 2 Ib Traval(Transit) Manfred Bregenzer, Pistre
Kühe 1 Ia Ulme (Baron) Christine Kircher, Beltersrot
Europareservesieger Angus-Kühe
Kühe 2 Ib Hexe (General) Thomas Klenk, Untergröningen
Kühe 3 Ia Hellen (Explorer) Christine Kircher, Beltersrot
Ib Maria (Clio v. Reidschott) Thomas Klenk, Untergröningen
Limousin Bullen 1 Ic Palace (Hambe) Gerhard Lamparth, Überberg
Id Stari (Pompier) Helmut & Martin Weber, Bühler
Fleckvieh Bullen 1 Ib Eiser (Eike) Viktor Engel, Bühlerzell
Galloway Bullen 1 Ia Neandertal Chikago Red Karl Ederle, Bissingen/Teck
Europasieger Galloway
Ib Saturno v. Stephansreute Hubert Mielke, Scharenstetten
Kühe 1 Ia Karla (Urmel) Hubert Mielke, Scharenstetten
Europareservesieger Galloway
Ic Rosel (Florian) Konrad & Martin Gann, Oberlenningen
Färsen 1 Ia Primele v. Hohenfels Rolf u. Anne Jamrog, Hohenfels
Ib Bonnie v. Rauberhof Karl Ederle, Bissingen/Teck
Highland Bullen 1 Ia Brutos v. d. Lindenalpe Heinz Schurr, Heiningen
Rassesieger Highland
Ib Rob Roy vom Brandhof Klaus u. Karin Schütz, Brandhof
Bullen 2 Ia Donald v. Brandhof Klaus u. Karin Schütz, Brandhof
Färsen 1 Ia Betty of Longwood Hubert Langenwalder, Ritzenweiler
Ib Black Mogli v. Brandhof Klaus u. Karin Schütz, Brandhof
Hinterwälder Bullen 1 Ia Benforal (Benfold) Michael Birk, Hüfingen
Europasieger Hinterwälder
Ib Naxtokan (Naxtor Michael Birk, Hüfingen
Kühe Ia Sonni (Napost) Michael Birk, Hüfingen
Ib Gretel (Fosilo) Adolf Rombach, Wieden
Färsen Ia Olga (Flortus) Siegfried Wasmer, Bernau
Europareservesieger Hinterwälder
Ib Fini (Naxtokan) Siegfried Wasmer, Bernau
Zwergzebu Bullen 1 Ib Bernd vom Birkenhof Fr. & M. Wunderlich, Dörzbach
Kühe 1 Ia Lilli (Fritz v. Spechtshof) Heinrich Wolfgang, Leutkirch
Ib Simone vom Spechtshof Reiner Lämmle, Berglen
Welsh Black Färsen 1 Ib Pauline (Lincolm) Gerd Künstle, Mössingen

Dr. Ostendorff

Landes-Jungtierschauen für die baden-württembergischen
Galloway- und Highlandzüchter bei herrlichstem
Frühlingswetter und vor vollen Rängen

Die Galloways und Highlands sind dritt- bzw. fünftstärkste unter den 18 im Land betreuten Mutterkuhrassen. Beide zählen zu den sogenannten kleinrahmigen Robustrassen. 13 bzw. 10 % der rund 550 Fleischrinder-Mitgliedsbetriebe der Rinderunion Baden-Württemberg halten oder züchten diese beiden ursprünglich aus Großbritannien stammenden Rassen

Zweite baden-württembergische Galloway-Jungtierschau
am 17. April 2004 in Östringen, Kreis Karlsruhe

Acht Gallowayzüchter aus dem ganzen Land kamen mit insgesamt 14 Jungtieren, zwei männlichen und zwölf weiblichen, auf den Hof der Familie Rudi Heinzmann in Östringen. Anlass war die diesjährige Versammlung der Gallowaymitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg, in deren Rahmen zum zweitenmal nach dem erfolgreichen Vorbild der Highlandzüchter eine Jungtierschau durchgeführt wurde. Diese zweite Jungtierschau war sicherlich für die meisten Besucher des Hofes, welcher seine Tore anlässlich der "Gläsernen Produktion" geöffnet hatte, ein äußerst attraktiver zusätzlicher Programmpunkt.

Weit über 500 Personen pilgerten im Laufe des Tages zum landschaftlich herrlich gelegenen Aussiedlerhof vor der Stadt.

Zunächst wurde der Bewertungskommission mit den beiden Züchtern Fritz Maier, Welzheim und Roland Gröner, Jungnau, sowie dem Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff, der ältere der beiden Jungbullen zur Körung vorgestellt. Dieser von Karl Müller aus Meßstetten gezogene "Westforest Traumdeuter" - Sohn gefiel durch seinen Typ und seine äußerste Korrektheit. Geschlagen geben musste er sich allerdings dem wesentlich jüngeren Konkurrenten, einem "Diamond B Yahtzee" - Sohn aus derselben Zuchtstätte.

Die zwölf Rinder wurden in drei Altersklassen gerichtet. In der Klasse 25 bis 34 Monate siegte die dun-farbene "Alveole", Tochter des Landessiegers "Norway", aus der Zucht der Gebrüder Konrad und Martin Gann aus Lenningen, die später auch noch den Siegerpokal gewann. Knapp dahinter die schwarze "Babette vom Rauberhof", eine "Neandertal Chikago Red" -Tochter, vorgestellt vom Lokalmatador Rudi Heinzmann aus Östringen. Auf den Plätzen Hans Hagmeyer aus Nellingen mit "Sina" und Thomas Hefele aus Bühlerzell mit "Fee". In der Klasse 18 bis 21 Monate fiel der erste Platz an "Bonnie vom Rauberhof", eine Vollschwester zu dem oben erwähnten Ib-Rind "Babette". Hier gab es praktischen Anschauungsunterricht zu den Mendel’schen Vererbungsgesetzen, war "Bonnie vom Rauberhof" im Gegensatz zu ihrer Vollschwester rotfarben. An zweiter bzw. dritter Stelle liefen "Liliane" von Maximilian Erbgraf zu Königsegg und "Lola vom Rauberhof", wiederum von Karl Ederle. In der Klasse der jüngsten Rinder, 10 bis 13 Monate alt, konnte sich "Primele vom Hohenfels", gezüchtet von Rolf und Anne Jamrog aus Mindersdorf, durchsetzen. Sie wurde später auch Reservesiegerin der Schau. An zweiter Stelle lief "Musikantin" von Erbgraf zu Königsegg, gefolgt von "Perle" ( Jamrog), "Bonita" (Heinzmann) und "Alpana" (Gann).

Zur Demonstration hatte Gerd Künstle aus Talheim, Kreis Tübingen, der bedeutendste Welsh Black-Züchter im Land, zwei hervorragend entwickelte knapp zwei Jahre alte Rinder nach Östringen mitgebracht.


Die Kandidaten der zweiten b.-w. Galloway-Jungtierschau in Östringen

Im Zuchtbuch sind derzeit knapp 500 Gallowaykühe eingetragen, was einer durchschnittlichen Herdengröße von 9,6 Kühen in den Zuchtbetrieben entspricht.

V. baden-württembergische Highland-Jungtierschau
am 24. April 2004 auf dem Käsbühlhof von
Jochen Bacher in Weissach i.T.-Wattenweiler,
Rems-Murr-Kreis im Rahmen eines dreitägigen Country-Festes

Waren 1999 auf der ersten HL-Jungtierschau gerade mal 16 Highlands aufgetrieben worden, konkurrierten heuer trotz einiger unerwarteter Ausfälle immerhin noch 32 Jungbullen und Jungrinder um die Klassensiege und die Titel Schausieger bzw. -reservesieger. Die Tiere kamen aus dem ganzen Land, aus 12 verschiedenen Landkreisen, vom Südschwarzwald bis zum Odenwald.

Bei herrlichstem Frühlingswetter säumten ständig zahlreiche Mitglieder und Besucher, u.a. Züchter aus Österreich, Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen, den Richtring. Zunächst wurden der Bewertungskommission mit der Züchterin Sabina Moser aus Oberösterreich, dem Züchter Manfred Sticksel aus Aichhalden und dem Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff aus Herrenberg 12 Jungbullen in zwei Altersklassen mit fünf bzw. sieben Bullen vorgestellt.

In der Altersklasse 19 bis 34 Monate errang unangefochten der sehr typvolle, gut bemuskelte und harmonische, in der schwarzen Farbrichtung gezogene "Rob Roy vom Brandhof" (V Rocky, VV Piter), gezüchtet und vorgestellt von Klaus und Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof im Ostalbkreis, den Ia-Preis und später noch den Titel Schausieger. Knapp dahinter "Urchin vom Schwanenmoos" (VV Urchin vom Augustenhof), gezüchtet von Manfred Sticksel und vorgestellt ebenfalls von Familie Schütz. Auf den weiteren Plätzen folgten Herbert Hörner aus Wertheim, Dieter Pfeiffer aus Neuweiler und Volkhard Unger aus Hochdorf mit ihren Bullen "Felix", "Wodka" und "Orwell".


Kör- und Schausieger der V. b.-w. Highland-Jungtierschau "Rob Roy vom Braundhof"
von Klaus u. Karin Schütz, Gschwend-Brandhof

In der Klasse 11 bis 13 Monate war "Donald vom Brandhof" (V Dustin vom Hartelstein, VV Dubliner), wiederum aus der Zucht von Klaus und Karin Schütz, nicht zu schlagen. Dieser wurde dann später noch zum Reservesieger gekürt. Äußerst knapp dahinter "Sander vom Trailfinger Berg" (V Staron, Linie "Starav of Achnacloich" ) von Hans-Ulrich und Gabi Benz aus Münsingen-Trailfingen. Die beiden roten Bullen bestachen durch viel Typ und einen harmonischen Körperbau.

Im Anschluss wurden die 20 Jungrinder in fünf Altersklassen gerichtet. Überragend war die Qualität der fünf Rinder der Klasse 17 bis 23 Monate. Analog zum Richten der Bullen gab es mit "Maren vom Trailfinger Berg" aus der Zuchtstätte Hans-Ulrich und Gabi Benz aus Trailfingen eine souveräne Klassensiegerin, welche später auch noch den Titel Schausiegerin erringen konnte. "Starav"-Tochter "Maren" verkörpert in idealer Weise den Rassetyp der Highlands und stellte ihr äußerst attraktives Outfit würdevoll zur Schau. Den Ib- bzw. Ic-Preis errangen Silvia Meier aus Biederbach mit "Lora vom Burgersberg (VV Bundessieger "Whisky") bzw. Hausherr Jochen Bacher mit seiner "Michaela vom Käsbühlhof".


"Tier und Technik" ist nicht nur in Hannover zu Hause,
sondern auch auf der Jungtierschau in Wattenweiler

In der beiden nächsten Klassen, in welchen sämtliche Rinder zwischen 12 und 13 Monate alt waren, gewann die in der braunen Farbrichtung gezogene "Steffi vom Trailfinger Berg" von Hans-Ulrich und Gabi Benz bzw. die schwarze "Cookie vom Brandhof" von Schütz vor "Olga" von Josef Stützle aus Bad Schussenried-Roppertsweiler. "Cookie" (V Dustin vom Hartelstein) wurde später noch zur Reservesiegerin gekürt. In den beiden jüngsten Rinderklassen, 12 Monate und 10 bis 12 Monate alt, siegten die hellbraune "Romy vom Hinteren Wald" (V Bundessieger "Whisky") von Dieter Pfeiffer aus Neuweiler bzw. die schwarze "Naomi von der Voralb" aus der Zucht von Heinz Schurr aus Heiningen. Weitere drei Züchter verliehen der Schau durch ihre Teilnahme den hohen züchterischen Stellenwert: die Highland Cattle Zucht Gärtner / v.d.Goten aus Obrigheim, Silke Ganter aus Fluorn-Winzeln, Sebastian Deuser aus Schöntal. Allerdings war die Konkurrenz so stark besetzt, dass diesen Züchtern mit ihren Tieren der Sprung auf einen der ersten beiden Plätze in den jeweiligen Klassen nicht gelang.

Die beiden vom VDHC gestifteten Siegerpokale erhielten die Züchter Benz und Schütz aus der Hand von Frau Gisela Klosner, der Redakteurin des VDHC-Jounals. Die Pokale für die Reservesieger wurden gestiftet von Züchter Hubert Langenwalder aus Eberhardzell und dem Rassesprecher Klaus Schütz aus Gschwend. Die Drittplatzierten der Siegerauswahl erhielten Preise der RBW. Für sämtliche Klassensieger gab es noch ein Halfter vom VDHC.

Im Vorfeld der Jungtierschau fand die Körung von sechs Jungbullen statt. Körsieger wurde der spätere Schausieger "Rob Roy vom Brandhof" von Klaus und Karin Schütz.

Erstmals Limousin auf dem Mannheimer Maimarkt

Die französische Fleischrinderrasse Limousin hat in Baden-Württemberg in den letzten Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Hinter Angus belegt sie Platz zwei. Mittlerweile halten oder züchten über 20 % der Fleischrindermitglieder der RBW diese vielseitige Rasse.

Mit fast 100 verkauften Limousin-Zuchtbullen liegt das Zuchtgebiet Baden-Württemberg hinter Niedersachsen (215) und Nordrhein-Westfalen / Saar-Rheinland-Pfalz (127) in Deutschland an dritter Stelle. Ein Ausdruck des hohen Niveaus bezüglich Genetik und Charakter der Zuchtherden.


Jungbulle "Ingmo" von Züchter Gerd Böttinger aus Gechingen

Derzeit finden sich in der aktuellen Zuchtwert-Topliste der in Deutschland gezüchteten bzw. eingesetzten Limousinbullen, welche 150 Tiere umfasst, unter den ersten 15 drei aus Baden-Württemberg. Und zwar auf den Plätzen vier, elf und vierzehn. Auf diesem 14. Platz steht Deckbulle "Nero" von Gerd Böttinger aus Gechingen-Waldhof, Kreis Calw, der Kuh "Ghenia" mit Kalb und den Jungbullen "Ingmo" in Mannheim auf der Tierlehrschau ausstellte. Die 6 ½ -jährige "Ghenia" wog am Auftriebstag stattliche 831 kg, ihr 17 Wochen alter Sohn bereits 190 kg und der jährige Jungbulle, ein Sohn des ebenfalls in der Topliste stehenden Vaters "Ilex", zehn Zentner.


Kuh "Ghenia" von Züchter Gerd Böttinger aus Gechingen

Dr. Ostendorff

.

Vierte baden-württembergische Highland-Jungtierschau
am 26. April 2003 auf dem Rungshof vor den Toren
Weingartens im Rahmen eines Hoffestes der
Familie Wilhelm Graf jun.
.
Die ersten Importe von Highlandrindern aus den Highlands im Nordwesten Schottlands nach Deutschland erfolgten im Jahr 1978. Die Highlands, auch Schottische Hochlandrinder genannt, sind inzwischen fünftstärkste Rasse unter den 17 Fleischrinderrassen Baden-Württembergs. 10 % der rund 550 Fleischrinder-Mitgliedsbetriebe halten oder züchten Highlands.

Seit 1999 wird im Rahmen der jährlich für die Highlandmitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg stattfindenden Rasseversammlung auch eine Jungtierschau abgehalten.

Waren 1999 auf der ersten HL-Jungtierschau gerade mal 16 Highlands aufgetrieben worden, konkurrierten heuer 46 Jungbullen und Jungrinder um die Klassensiege und die Titel Schausieger bzw. -reservesieger, womit diese Schau zu den größten ihrer Art in ganz Deutschland gezählt werden kann. Die Tiere kamen aus dem ganzen Land, aus 12 verschiedenen Landkreisen vom Südschwarzwald bis vom Odenwald, erstmals aber auch aus anderen Bundesländern: zwei Züchter aus Nordrhein-Westfalen waren mit fünf Jungbullen nach Baden-Württemberg gekommen, da die Schau bundesweit geöffnet war.

Über zweihundert Besucher säumten den Richtring, als Weingartens Oberbürgermeister Gerd Gerber sein Grußwort sprach. Zunächst wurden der Bewertungskommission mit dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Highlandcattle-Züchter, Andreas Piel aus Düsseldorf, und Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff aus Herrenberg 21 Jungbullen in vier verschiedenen Altersklassen vorgestellt.

In der Altersklasse 19 bis 24 Monate errang unangefochten der sehr typvolle und harmonische "Uri vom Kernhof" von Horst Wichelhaus aus Heiningen, Kreis Göppingen (Züchter Robert Kern, Wolfach) den Ia-Preis vor "Sandokan v.d. Rehhecke" von Jochen Born aus Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen. "Uri vom Kernhof" wurde später auch zum Schausieger gekürt und von den Besuchern des Hoffestes per Stimmzettel zum absoluten Schauliebling erklärt. In der Klasse 13 bis 14 Monate gewann "Vincent von der Voralb" von Heinz Schurr, ebenfalls aus Heiningen im Kreis Göppingen, knapp vor "Rob Roy vom Brandhof" von Klaus und Karin Schütz aus Gschwend im Ostalbkreis. "Vincent von der Voralb" wurde schließlich auch Reserve-Schausieger. In den beiden jüngeren Bullenklassen 11 bis 12 Monate und

8 bis 10 Monate setzten sich "Goliath v.d. Rehhecke" aus der Zucht Born, Bad Berleburg bzw. "Duke vom Brandhof", wiederum aus der Zucht von Schütz durch. Jeweils den Ib-Preis in diesen beiden Klassen erhielten "Duncan vom Brandhof", abermals von Schütz sowie "Peter von der Buttenmühle" von Anton Rist aus Ravensburg-Schmalegg. Die jüngeren Bullen hatten erwartungsgemäß bei der Vergabe der Schautitel gegenüber den z.T. über ein Jahr älteren Bullen keine Chance.

Im Anschluß wurden die 25 Jungrinder in fünf Altersklassen gerichtet. Überragend war die Qualität der sieben Rinder der Klasse 29 bis 36 Monate alt, die nur z.T. bereits tragend waren. Highlands sind sehr spätreif und kalben in der Regel erst in einem Alter von drei bis dreieinhalb Jahren ab.

Analog zum Richten der Bullen gab es mit "Bo vom Brandhof" aus der Zuchtstätte Klaus und Karin Schütz eine souveräne Klassensiegerin, welche später auch noch den Titel Schausiegerin erringen konnte. "Bo", eine Tochter des Bullen "Urchin vom Augustenhof", mit dem Familie Schütz 1998 auf der Bundesschau in Berlin war, verkörpert in idealer Weise den Rassetyp der Highlands und stellte ihr äußerst attraktives Outfit würdevoll zur Schau. Darüber hinaus untermauert "Bo" die alte Züchterweisheit, die besagt, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Zum einen ist "Bo’s" Vater "Urchin" auch der Großvater des Schausiegers "Uri vom Kernhof", zum andern holten Klaus und Karin Schütz mit der Halbschwester von "Bo", mit "Bonny" letztes Jahr den Titel eines Europasiegers Highland auf dem Weidefestival in Schönbronn.

Den Ib- bzw. Ic-Preis errangen wiederum Klaus und Karin Schütz mit "Flori vom Hartelstein" und Wilhelm Graf jun. vom Rungshof mit seiner "Marion of Longwood".

In der zweiten Klasse, 23 bis 24 Monate, gewann die in der schwarzen Farbrichtung gezogene "Drei Linden Bisina" von Volkhard Unger aus Hochdorf, Kreis Esslingen. Auf Platz zwei kam "Lea" von Silke Ganter aus Fluorn-Winzeln, Kreis Rottweil. Erste in der Klasse 16 bis 21 Monate wurde "Leonie" von Josef Stützle aus Bad Schussenried-Roppertsweiler im Kreis Biberach. Knapp dahinter folgte "Lana" von Silke Ganter aus Winzeln. In der vierten Klasse, 12 bis 14 Monate, errangen Hans-Ulrich und Gabi Benz aus Münsingen-Trailfingen, Kreis reutlingen, mit "Sissy vom Trailfinger Berg" und deren Halbschwester "Maren vom Trailfinger Berg" den Ia- bzw. Ib-Preis. In der jüngsten Rinderklasse, 10 bis 12 Monate, siegte ganz überlegen die in der weißen Farbrichtung gezogene "Whisky"-Tochter "Rose vom Hinteren Wald" von Dieter Pfeiffer aus Neuweiler im Kreis Calw. Dazu wurde "Rose" noch Schau-Reservesiegerin. Auch hier stimmt die Vererbungstheorie: Dieter Pfeiffer war im vergangenen Jahr mit "Whisky" in Berlin Bundessieger geworden. Der Ib-Preis in dieser Klasse ging an "Gipsy vom Brandhof" von Klaus und Karin Schütz.

Weitere sieben Züchter verliehen der Schau durch Ihre Teilnahme den hohen züchterischen Stellenwert: Jochen Bacher aus Weissach i.T.-Wattenweiler, Rems-Murr-Kreis, die Highland Cattle Zucht Gärtner/v.d.Goten aus Obrigheim, Neckar-Odenwald-Kreis, Hubert Langenwalder aus Eberhardzell-Ritzenweiler, Kreis Biberach, Silvia Meier aus Biederbach im Kreis Emmendingen, Martina Schäfer aus Wangen-Oberwälden, Kreis Göppingen, Manfred Wehr aus Boppard, Nordrhein-Westfalen und die Zuchtgemeinschaft Lenningen-Beuren, Kreis Esslingen. Allerdings war die Konkurrenz so stark besetzt, dass diesen Züchtern mit ihren Tieren der Sprung auf einen der ersten beiden Plätze in den jeweiligen Klassen nicht gelang.

Die vier Sieger- und Reservesieger erhielten aus der Hand von Andreas Piel je einen Pokal, gestiftet zur Hälfte vom Deutschen Highlandcattle-Verband und von Familie Schütz, sämtliche Klassensieger noch ein T-Shirt mit Highlandmotiv.

.

der am Rande von Weingarten gelegene Rungshof der
Familie Wilhelm Graf jun., auf dem die IV. baden-württembergische
Highland-Jungtierschau stattfand


fast 50 Highlandrinder aus dem ganzen Land warten
darauf, dass das Preisrichten beginnt

nach zum Teil über 300 km Fahrt zum Schauort
werden die Tiere, von den ersten Zuschauern mit
Interesse beobachtet, gewaschen, gefönt, gekämmt
und gestylt".


Frisch gekämmt ist halb gewonnen". Bei dem
24 Monate alten Rind "Drei Linden Bisina"
von Volkhard Unger aus Hochdorf hat’s gestimmt:
"Bisina" wurde unangefochten Klassensiegerin.

am Rande von Tierschauen findet sich immer
eine Gelegenheit zum Fachsimpeln


Weingartens Oberbürgermeister Gerd Gerber
ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen

Mitglieder der Kapelle "Highland Pipes and Drums"
aus Bad Waldsee eröffneten die Schau und stellten
einen optimalen Bezug zum schottischen Hochland,
der ursprünglichen Heimat der Highlandrinder, her.

mit einer extra Portion Mohrrüben versucht
Anton Rist aus Ravensburg-Schmalegg seine
"Moni von der Buttenmühle" vom Sinn und
Zweck einer Jungrinderschau zu überzeugen.

das Preisrichtergespann mit dem Vorsitzenden
des Verbandes Deutscher Highlandcattle Züchter,
Andreas Piel aus Nordrhein-Westfalen (links),
und dem baden-württembergischen Fleischrinder-
Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff vom ALLB
Herrenberg (rechts) bei der Beurteilung des späteren
Schausiegers, dem 24 Monate alten "Uri vom Kernhof",
vorgestellt von Horst Wichelhaus aus Heiningen
bei Göppingen.

vor der Jungtierschau, zu welcher nur bis zweijährige
Bullen und bis dreijährige Rinder zugelassen waren,
fand eine Sammelkörung statt.
Im Bild der 27 Monate alte "Vinzent von der Lindenalpe"
von Horst Wichelhaus, der bei der Körung den zweiten
Platz erringen konnte.

über zweihundert Zuschauer säumten den Ring,
als die einzelnen Altersklassen gerichtet wurden.
Rechts im Bild die Siegerin der Klasse V, die
dreijährige "Bo vom Brandhof", gezüchtet und
vorgeführt von Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof.
Links die drittplatzierte "Marion of Longwood" aus
dem Stall des Gastgebers Wilhelm Graf jun.

nach fast zwei Stunden standen die fünf Klassen-
siegerinnen bei den Rindern fest. Von links:
"Bo vom Brandhof" und "Flori vom Hartelstein", beide
von Klaus und Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof
(Ia bzw. Ib Klasse V) - "Leonie" von Josef Stützle aus
Bad Schussenried-Roppertsweiler (Klasse VII) -
"Sissy vom Trailfinger Berg" von Hans-Ulrich & Gabi
Benz aus Münsingen-Trailfingen (Klasse VIII) -
"Drei Linden Bisina" von Volkhard Unger aus Hochdorf
( Klasse VI) und "Rose vom Hinteren Wald" von Dieter
Pfeiffer aus Neuweiler

souverän wurde Horst Wichelhaus aus Heiningen
bei Göppingen mit seinem "Uri vom Kernhof"
Siegerbulle der Landes-Jungtierschau.
Reservesieger wurde Heinz Schurr, ebenfalls aus
Heiningen, mit dem zehn Monate jüngeren "Vincent von
der Voralb".

die stolzen Besitzer der Schausieger und der
Reservesieger, von links:
Karin Schütz, Gschwend, mit Schausiegerin
"Bo vom Brandhof", Horst Wichelhaus, Heiningen,
mit Schausieger "Uri vom Kernhof"
(Züchter Robert Kern, Wolfach), Dieter Pfeiffer,
Neuweiler, mit seiner Reservesiegerin
"Rose vom Hinteren Wald" und Heinz Schurr,
Heiningen, mit seinem Reservesiegerbullen
"Vincent von der Voralb"
Dr. Ostendorff
.

Erste baden-württembergische Galloway-Jungtierschau

am 12. April 2003 auf dem Rauberhof

Acht Gallowayzüchter aus dem ganzen Land kamen mit insgesamt 15 Jungtieren, drei männlichen und zwölf weiblichen, auf den Rauberhof von Karl Ederle in Bissingen/Teck. Anlass war die diesjährige Rasseversammlung der Gallowaymitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg, in deren Rahmen erstmals nach dem erfolgreichen Vorbild der Highlandzüchter eine Jungtierschau durchgeführt wurde.

Etwa 3oo Besucher pilgerten im Laufe des Tages zum landschaftlich herrlich gelegenen Rauberhof außerhalb der Stadt. Dort haben Dagmar und Karl Ederle einen Außenklimastall für ihre ca. 40 Galloways und ihre Pferde sowie für einige Pensionspferde gebaut, für den sie im Jahr 2000 den Tierschutzpreis des Landes erhielten. Karl Ederle, Angestellter der Rinderunion, züchtet nebenher Galloways, Pferde und Jagdhunde, versteigert Fohlen, Milch- und Fleischrinder und ist Rasseausschussvorsitzender der Galloways.

Zunächst wurden der Bewertungskommission mit den beiden Züchtern Fritz Maier, Welzheim, Roland Gröner, Jungnau, sowie dem Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff, drei Jungbullen im Alter von 14 bis 21 Monaten vorgestellt. Den Ia-Preis und somit den Titel Kör- und Schausieger errang der schwarzfarbene "Cäsar vom Rauberhof" aus der Zucht von Karl Ederle. Der sehr typvolle und äußerst korrekte Jungbulle, Sohn der Ausstellungskuh "Schwalbe", stammt väterlicherseits von dem derzeitigen Deckbullen von Ederle, von "Neandertal Chikago Red" ab. Dieser Bulle ist einer der wenigen roten Galloway im Land und vertrat im August die Farben des Landes auf der Europäischen Fleischrinderschau in Schönbronn, Bayern. An zweiter und dritter Stelle liefen "Piter" und "Wotan", aus der Zucht von Hans Hagmeyer, Nellingen bzw. Thomas Hefele, Bühlerzell.

Die zwölf Rinder wurden in vier Altersklassen gerichtet. In der Klasse 25 bis 27 Monate fiel der erste Platz an "Penny von Stephansreute", eine Tochter des hochprämiierten Ausstallungsbullen "Sammy" von Max Erbgraf zu Königsegg aus Königseggwald im Kreis Ravensburg. Äußerst knapp dahinter "Arve" von Konrad und Martin Gann aus Lenningen.

In der Klasse 20 bis 22 Monate siegte die dun-farbene "Alveole", Tochter des Landessiegers "Norway", ebenfalls aus der Zucht der Gebrüder Gann. An zweiter Stelle "Sera" von Rudi Heinzmann aus Östringen, Kreis Karlsruhe. In der Klasse 17 bis 20 Monate konnte sich "Liberty von Stephansreute" von Max Ebgraf zu Königsegg durchsetzen. Auf den Plätzen die beiden "Neandertal Chikago Red"-Töchter "Babette" und "Cira" von Karl Ederle. In der jüngsten Klasse, 12 bis 14 Monate alt, gewann "Froni" von Thomas Hefele vor "Paula vom Bubental" von Dieter Kölle aus Laichingen und "Kimberley" von Hubert Mielke aus Scharenstetten. Schausiegerin wurde schließlich "Penny von Stephansreute", Resevesiegerin "Alveole".

Zur Demonstration hatte Gerd Künstle aus Talheim, Kreis Tübingen, der bedeutendste Welsh Black-Züchter im Land, zwei hervorragend entwickelte 9 bzw. 10 Monate alte Rinder.

Die Galloways sind drittstärkste Rasse unter den 18 Fleischrinderrassen Baden-Württembergs. 15 % der Mitglieder im Bereich Fleischrinder in der RBW halten oder züchten Galloways. Im Zuchtbuch sind derzeit knapp 500 Kühe eingetragen, was einer durchschnittlichen Herdengröße von 7,6 Kühen in den Zuchtbetrieben entspricht.

Die Galloways stammen aus dem Südwesten Schottlands, einer Region mit einem rauen, windigen und nassen Klima und gelten als älteste Fleischrinderrasse der Britischen Inseln. Nach Deutschland kamen die ersten Galloways im Jahre 1973.

Das Gallowayrind zählt zu den sogenannten Extensiv- oder Robustrassen, ist genetisch hornlos und klein bis knapp mittelrahmig. Herausstechend am äußeren Erscheinungsbild sind die Hornlosigkeit, der kurze breite Kopf mit den relativ großen, stark befransten Ohren und die großen, ausdruckstarken Augen.

Bereits seit Urzeiten haben sich die Menschen für die Farbe und Zeichnung ihrer Haustiere interessiert, wobei man der Farbe und Zeichnung früher eher eine symbolische oder religiöse Bedeutung beigemessen hat. Heute gelten Farbe (Pigmentierung) und Zeichnung (Verteilung und Intensität der Farbe) bei einigen Schaf-, Rinder- und Pferderassen als bedeutendes Rassemerkmal bzw. als "Warenzeichen", insbesondere bei den Galloways.

Die vier verschiedenen Farbschläge bei den Galloways werden durch lokal begrenzte Unterschiede der Pigmentierung von Haar und Haut verursacht, welche zu Farbzeichnungen wie z.B. Scheckung, Gürtelung, Augenflecken, Aalstrich usw. führen:

bulletGalloway (einfarbig)
bulletbelted Galloway ( mit weißem Bauchgurt)
bulletwhite Galloway (weiß mit lokal begrenzter Färbung an Ohren, Maul und Füßen) und
bulletrigget Galloway (schwarz mit weißem Rücken und weißer Halskrause).

Die drei erstgenannten Farbschläge kommen in den drei Farbvarianten schwarz, rot und blond (dun) vor, rigget Galloways nur in schwarz. Etwa 90 % der Population ist einfarbig schwarz, danach folgen dun und rot. Zu den charakteristischen Eigenschaften der Rasse zählen Widerstandsfähigkeit und Genügsamkeit. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch ihre Anspruchslosigkeit bezüglich des Futters und der Haltung, eine sehr gute Futterverwertung sowie ein ruhiges und friedfertiges Temperament aus. Galloways sind robust, spätreif, leichtkalbig, fruchtbar und langlebig. Gute Muttereigenschaften und eine starke Herdenbindung sind weitere herausragende Eigenschaften.

Das mittellange Haarkleid mit dem dichten Unterhaar bietet den Tieren auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen ausreichenden Schutz, so dass sie gleichermaßen gut mit Kälte, Trockenheit und feuchter Witterung oder Schnee zurechtkommen.

Aufgrund ihrer Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit werden Galloways vielerorts in der Landschaftspflege und in Naturschutzgebieten, sowohl großflächig als auch bei gezielter Beweidung in Schutzgebieten eingesetzt. Die im Verhältnis zum Körpergewicht breiten Klauen verursachen einen schonenden Tritt, durch die weniger selektive Beweidung werden Verbissschäden minimiert. Galloways können bei entsprechendem Witterungsschutz ganzjährig im Freien gehalten werden. Die Fleischleistung spielt nach dem allgemein dramatischen Rückgang der Preise für Zuchttiere auch bei den Galloways eine zunehmend wichtige Rolle.

Aufgrund ihrer ausgezeichneten Futterverwertung sind die Tiere in der Lage, selbst bei kargem Nährstoffangebot Fleisch von höchster Qualität zu produzieren. Dieses Fleisch wird in Baden-Württemberg fast ausschließlich direkt ab Hof vermarktet.

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Siegerbulle "Cäsar vom Rauberhof" von Karl Ederle, links der
zweitplazierte "Piter von Aichen" von Hans Hagmeyer.

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Aufstellung der Klassensieger v.l Walter Hefele, Johannes Graf
zu Königsegg, Konrad Gann mit der späteren Reservesiegerin
"Alveole", Verwalter Hubert Geser von der Gräfl. Königseggschen
Gutsverwaltung mit der Siegerin "Penny von Stephansreute",
Martin Gann sowie Karl Ederle mit dem Schausieger "Cäsar
vom Rauberhof".

 Dr. Ostendorff

Europameisterschaft der Fleischrinder
im fränkischen Schönbronn
(15. bis 18. August 2002)

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Große Erfolge für baden-württembergische Rinderzüchter.

Das Fränkische Weidefestival wird alljährlich in Schönbronn bei Rothenburg ob der Tauber abgehalten und entwickelt sich immer mehr zu einem Publikumsmagneten für Rinder- und Pferdefreunde sowie Technikfreaks. Die Beschicker kamen aus Luxemburg, Frankreich, Schweiz, Österreich und ganz Deutschland. Neben den gängigen Fleischrinderrassen konnten die Besucher auch seltene Rassen, wie englische Longhorns, Rotes Höhenvieh, Tiroler Grauvieh, Pinzgauer, Hereford und Red Galloways bestaunen. Zusätzlich wurden noch einige Verkaufstiere der Rassen Holsteins und Fleckvieh von verschiedenen Verbänden ausgestellt.

Für die Westernreiter war die Weltmeisterschaft im "Cutting" ausgeschrieben. Bei dieser Disziplin müssen einzelne Rindern mit dem Pferd ausselektiert werden. Dazu waren Teilnehmer aus ganz Europa und sogar aus Uruguay angereist, da hier auch sehr hohe Preisgelder zu gewinnen waren.

Die Landtechnik war mit Oldtimern und den neuesten Modellen von Traktoren und Geräten vertreten.

Die Rinderunion präsentierte neben einer Verkaufskollektion von Holsteins, mehreren Hinterwäldern und einer Limpurger Kuh mit Kalb noch sechs reine Fleischrinderrassen.

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Insgesamt 5 Altbullen, 3 Jungbullen, 6 Kühe mit Kalb und 5 Färsen der Rassen Angus, Fleckvieh, Galloway, Highland, Limousin und Zwergzebu vertraten die Landesfarben.

Konkurrierten in einer Rasse mindestens neun Tiere in mindestens drei Klassen, wurden die Titel Europasieger und Reservesieger vergeben. "Europasieger gesamt" der Rasse Highland wurde die bekannte Zuchtstätte Klaus und Karin Schütz aus Gschwend mit ihrer Färse "Bonny vom Brandhof", die sich gegen 4 Altbullen und 5 weitere Färsen durchsetzen konnte. Gegen starke Konkurrenz aus Bayern und der Schweiz konnte die Kuh "Iris" aus der altbewährten Zucht von Christine Kircher aus Beltersrot den "Reservesiegertitel Kühe" der Rasse Angus erringen. Äußerst erfreulich, dass sowohl "Bonny" wie "Iris" in Baden-Württemberg geboren sind.

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Daneben gab es noch weitere z.T. recht gute Plazierungen für Tiere aus Baden-Württemberg.

Bei Angus: Benjamin Junck aus Jungingen Ib mit Bulle "Duke" und Id mit Kuh "Gaby", Thomas Klenk aus Untergröningen Ic mit Bulle "Humbold" und Ib bzw. Ic mit seinen Kühen "Christa" und "Maria" und Ie für die zweite Kuh "Helga" von Christine Kircher.

Bei Highland: Klaus und Karin Schütz neben Europasieger "Bonny" einen weiteren Ia-Preis für Färse "Bo" und Ic für Färse "Flori", Hubert Langenwalder aus Ritzenweiler Ib bzw. Ic für seine Färsen "Biggi" und "Black Lady".

Bei Limousin: Helmut und Martin Weber aus Adelmannsfelden-Bühler Id für die Kuh "Alberta".

Bei Fleckvieh: Viktor Engel aus Bühlerzell-Schönbronn Ib für seinen Bullen "Eiser".

Zur Demonstration ohne Wettbewerb hatten Karl Ederle aus Bissingen/Teck seinem Red-Galloway-Bullen "Neandertal Chikago Red" und Friedrich Wunderlich seinen Zwerg-Zebu-Bullen "Bernd" nach Schönbronn gebracht.

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierten die Hinterwälder- Zuchtbetriebe: Adolf Rombach, Wieden, Michael Birk, Hüfingen, Antonia Wetzel, Aitern/Schönau, Thomas Spiegelhalter, Bernau und Matthias Wagner aus Abtsgmünd-Wilflingen ihre Tiere wieder mit einem Farbtupfer - der Schwarzwaldtracht.

Adolf Rombach zeigte abermals seinen Publikumsliebling "Stolzi" die mit ihren 18 Jahren und dem 16-ten Kalb bei bester Verfassung die Langlebigkeit und Fruchtbarkeit dieser Rasse nicht besser hätte darstellen können und einen tollen 1c-Sieg erhielt! Ebenso "Laura" 15 Jahre alt mit ihrem 13-ten Kalb, die den 1a-Klassensieg erlangte. Die im Verhältnis noch junge Kuh "Gemsi" von 7,5 Jahren und einem Kuhkalb erreichte den 1a-Klassensieg.

Die "Neulinge" Antonia Wetzel aus Aitern/Schönau sowie Thomas Spiegelhalter aus Bernau überzeugten schon durch ihre gut entwickelten Absetzer.

Antonia Wetzel mit der Kuh "Flora", 10 Jahre alt und dem männlichen "Fockeral-Absetzer", geb. Dezember 2001 mit 261 kg Gewicht (937 g tägliche Zunahme), errang einen 1b-Preis.

Thomas Spiegelhalter mit Kuh "Goldi", 9 Jahre alt und einem weiblichen Absetzer, geb. November 2001 mit 238 kg Gewicht (835 g tägliche Zunahme), erhielt ebenso den 1b-Preis.

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Matthias Wagner präsentierte eine in Entwicklung und Fundament hervorragende "Napsing"-Jungkuh "Lore" mit weiblichem Absetzer, geb. Dezember 2001 mit tollen 255 kg (1000 g tägliche Zunahme) und erlangte hiermit den 1a-Klassensieg. Überzeugen konnte auch sein "Bensieg"-Jungbulle, geb. Februar 2001, gezüchtet von Armin Roser, Münstertal mit 437 kg, der einen 1b-Preis erhielt.

Ohne den Erfolg der anderen Tiere zu schmälern, so sollte als überragender Rassesieger der absolut in allen Punkten überzeugende Besamungs- sowie Bad Cannstatt-Sieger: "Hummel" mit seinen 4 Jahren, korrektem Fundament, ruhigen Charakter und bestechenden 802 kg von Michael Birk hervorgehoben werden, selbiger präsentierte zusätzlich die 1b-"Figar"-Jungkuh "Gironde", 3 Jahre alt mit Bullenkalb, geb. Juni 2002 mit stolzen 84 kg, sowie der 1c-"Flour"-Kuh "Belinda", 7 Jahre alt mit ihrem männlichen Absetzer, geb. Mai 2002, der überragende 141 Fleischkilo (1196 g tägliche Zunahme) auf die Waage brachte.

Den Beschickerfamilien gebührt große Anerkennung und Dank für dieses Angagement und die Präsentation der Rasse HINTERWÄLDER.

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Am Sonntagnachmittag fand noch eine Auktion für Zuchttiere statt. Ein Limousin Jungbulle aus der Zucht von Gerhard Lamparth, Altensteig- Überberg erfreute sich wegen seiner sehr guten Bemuskelung besonderen Interesses , den absoluten Spitzenpreis von 2600 ,-Euro erzielte eine Kuh derselben Rasse mit französischer Herkunft
Karl Ederle und Alfred Preiser, RBW








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Fünfte Bundesschau Fleischrinder
am 12. Januar 2002 in Berlin

Analog zu den olympischen Spielen findet alle vier Jahre das Bundes-Championat der Fleischrinderrassen im Rahmen der Grünen Woche in Berlin statt.

In den vier Jahren seit der letzten Bundes-Fleischrinderschau im Januar 1998 stieg die Zahl der Mutterkühe in den alten Bundesländern von 385.000 nochmals um knapp 10 % auf ca. 417.000, was die ständig steigende Bedeutung der Mutterkuhhaltung in Deutschland, auch unter dem Gesichtspunkt der neuen Agrarpolitik, unterstreicht. Das heißt, dass heute schon jede zehnte Kuh in den alten Bundesländern eine Mutterkuh ist. Im Vergleich dazu: in den Mitgliedsländern der EU beträgt der Anteil der Mutterkühe am Gesamtkuhbestand über 35 %.

Die knapp 57.000 Mutterkühe in Baden-Württemberg weiden auf ca. 60.000 ha, stehen in etwa 7500 Betrieben und verteilen sich aufgeführt nach ihrer Bedeutung in der Abteilung Fleischrinder der Rinderunion Baden-Württemberg auf die sechs Hauptrassen Angus, Limousin, Galloway, Charolais, Highland und Zwergzebu. Deren Anteil beträgt insgesamt 91 %. Folgende weitere elf Rassen werden von Mitgliedern der RBW gehalten und gezüchtet: Blonde d` Aquitaine, Dexter, Fleckvieh, Hereford, Hinterwälder, Luing, Pinzgauer, Salers, Shorthorn, Vorderwälder und Welsh Black.

Entsprechend dieser Verbreitung im Land und im Vergleich mit der Zahl der Herdbuchtiere in den anderen Bundesländern setzte sich das baden-württembergische Kontingent für den Bundeswettbewerb schließlich folgendermaßen zusammen: Angus und Salers mit je zwei Kühen, Fleckvieh, Galloway und Zwergzebu mit je einem Bullen und einer Kuh, Charolais und Limousin mit je einer Kuh und Highland mit einem Bullen. Im Schau- bzw. Demonstrationsteil war Baden-Württemberg zusätzlich mit einem Bullen und einer Kuh der Rasse Zwergzebu vertreten. Diese Demotiere blieben eine weitere Woche in Berlin.

Sämtliche Kühe führten ein nach dem 28. Februar 2001 geborenes Kalb bei Fuß.

Ein Richtwettbewerb mit Siegerauswahl fand bei den Rassen Angus, Charolais, Fleckvieh, Galloway, Gelbvieh, Hereford, Highland, Limousin, Salers, Uckermärker, Welsh Black und Zwergzebu statt. Insgesamt 54 Bullen und 94 Kühe mit ihren Kälbern, allesamt die Besten ihrer Länder, kämpften innerhalb ihrer Rasse vor stets dichtgefüllten Zuschauerrängen in der Messehalle 25 um Bundessieger- und Bundesreservesieger-Titel.

Mit 15 Bullen und Kühen plus Kälbern aus acht verschiedenen Fleischrinderrassen war Baden-Württemberg in Berlin so stark vertreten wie noch nie. Und auch noch nie so erfolgreich. Bis auf zwei Kühe errangen die baden-württembergischen Tiere in ihren jeweiligen Richtklassen immer einen der ersten drei Plätze: 3x Klassenerster, 5x -zweiter und 5x -dritter lautete das Urteil der Preisrichter. Und dieses Ergebnis unterstreicht das hohe züchterische Niveau der baden-württembergischen Fleischrinderzucht, da bis auf den Gallowaybullen Sammy, den Zwergzebubullen Ivan und die Anguskuh Christa alle anderen Tiere hier im Land gezüchtet und geboren wurden.

Höchstprämiiertes baden-württembergisches Tier wurde der Highlandbulle Whisky von Dieter Pfeiffer aus Neuweiler im Kreis Calw. Er wurde in seiner Altersgruppe Klassensieger und später in der Konkurrenz mit den andern, wesentlich jüngeren Highlandbullen aus ganz Deutschland Bundesrassesieger. Dieser Sieg ist wohl die Krönung einer nicht alltäglichen Erfolgsstory in der deutschen Fleischrinderzucht: nach drei Rassesiegen in Folge auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Bad Cannstatt, 1995, 1998 und 2001 wurde Whisky im September 2000 Landessieger und bei seinem wohl letztmaligen Auftreten auf einer Schau zum Bundessieger und damit zum schönsten und besten Highlandbullen Deutschlands gekürt. Und dies im biblischen Rinderalter von fast 11 Jahren. Für diesen grandiosen Sieg erhielt Herr Pfeiffer vor großer Kulisse die DLG- Medaille aus Händen von Dr. Köckler. Whisky bestach durch sein majestätisches Auftreten, seinen äußerst typvollen Kopf, seine im hohen Alter noch hervorragende Bemuskelung, durch seinen ruhigen Charakter und seinen harmonischen Körperbau. Im Nu avancierte er zum Star auf der Grünen Woche. Zu erwähnen ist noch die überragende Vererbungsleistung dieses Zuchtbullen: einige seiner Söhne wurden auf Körungen hoch bewertet und sorgen in Zuchtbetrieben im ganzen Land für Nachwuchs in den dortigen Highland-Herden.
Nur ganz knapp verfehlten Robert und Friederike Schmid aus Veringenstadt im Kreis Sigmaringen mit ihrer 3 ¼ Jahre alten Aberdeen Anguskuh Kärcher Evita MLR den Bundessiegertitel. Ganz überlegen gewann Evita ihre Altersklasse und schlug bei der Endauswahl bis auf eine mit sechs Jahren im besten Alter stehende Kuh aus Sachsen sämtliche Konkurrentinnen und errang den Bundesreservesieg der Rasse Angus (Aberdeen und Deutsche Angus). Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Ist der Vater von Evita doch der bekannte Ausstellungsbulle Joe, mit dem Robert und Friederike Schmid 1995 jeweils ganz überlegen den Landessieg in Cannstatt und den Bundessieg in Alsfeld/Hessen erringen konnten und war die Mutter von Evita 1998 in Cannstatt, wo sie am 1.Oktober während dem Hauptfest Evita zur Welt brachte. Sowohl die Firma Kärcher als auch das Ministerium für Ländlichen Raum, kurz MLR, übernahmen die Patenschaft für dieses Kalb und verliehen Evita diese Beinamen.

Die in der roten Farbrichtung gezogene Deutsche Anguskuh Christa von Familie Otto Klenk aus Untergröningen im Ostalbkreis errang in ihrer Klasse einen Id-Preis.

Mit je 23 Bullen und Kühen waren die Rassen Fleckvieh Fleisch und Charolais in Berlin am stärksten vertreten. Den einzigen Platz aus dem Charolaiskontingent für`s Land vertrat Thomas Rott aus Aidlingen, Kreis Böblingen, bestens: mit seiner über 1000 kg schweren, gut 6-jährigen Carmen, die im September noch in Cannstatt gewonnen hatte, wurde er in einer starken Konkurrenz Klassenzweiter.
Das Kunststück, sich gleich mit beiden Tieren ganz weit vorne zu placieren, gelang bei der Rasse Galloway Maximilian Erbgraf zu Königsegg aus Königseggwald im Kreis Ravensburg. Sowohl mit seinem fast neunjährigen Sammy wie mit seiner sechsjährigen Lieselotte errang er in stark beschickten Klassen jeweils den Ib-Preis.
Ebenfalls mit einem Bullen und einer Kuh mit Kalb war Viktor Engel aus Bühlerzell-Schönbronn, Kreis Schwäbisch Hall, nach Berlin gefahren. Mit seinem hornlosen, knapp vierjährigen Fleckviehbullen Eiser kam er hinter dem späteren Bundessieger in seiner Klasse auf den dritten Platz. Trotz bester Daten, 30 Monate EKA, 354 Tage ZKZ, 6 Kalbungen mit 6 Kälbern und einem sehr guten Kuhkalb bei Fuß war die fast neunjährige Kuh Bianca den Preisrichtern zu milchbetont und hatte zudem noch übermächtige Konkurrenz: in dieser Klasse standen die spätere Bundessiegerin und Bundesreservesiegerin.
Einen Ic-Preis erreichte Gerd Böttinger aus Gechingen im Kreis Calw in der Jungkuhklasse bei den Limousin. Die 4 ½ Jahre alte Hanika führte ein sehr gutes Bullenkalb bei Fuß.
Mit zwei noch ganz jungen Salerskühen ging Eberhard Breitling aus Deufringen, Kreis Böblingen, in die Konkurrenz. Mit der 3 ½ jährigen Gertrud verfehlte er wie schon vor vier Jahren an gleicher Stelle mit seiner Kuh Elvira denkbar knapp den ersten Platz. Dritte wurde seine noch jüngere Kuh Naomi.
Bei der Rasse Zwergzebu waren nur Tiere aus Baden-Württemberg und Hessen am Start.

Zum besten Bullen wurde der knapp sechsjährige Bernd vom Birkenhof von Friedrich und Martin Wunderlich aus Dörzbach, Hohenlohekreis. Dieser Bulle mit seinem mächtigen Buckel, seiner hervorragenden Bemuskelung und seinem extrem feinen Fundament war einer der Attraktionen in der Tierhalle 25. Der Kral der Zwergzebus war ständig dicht umlagert.

Mit seiner Kuh Brigitte kam Wunderlich auf den dritten Platz. Beide Tiere blieben im Gegensatz zu den Schautieren noch eine weitere Woche zu Demonstrationszwecken in Berlin.

Der zweite Zwergzebuzüchter aus Baden-Württemberg, Reiner Lämmle aus Berglen-Spechtshof im Rems-Murr-Kreis, kam mit seiner weißen Kuh Susi auf den zweiten Platz, hinter der von ihm gezüchteten Swedlana, die er 1996 nach Hessen verkauft hatte.

Mit seinem Bullen Ivan erreichte Lämmle einen IC-Preis.

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