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IV.
Europäische Fleischrinderschau
im fränkischen Schönbronn bei Rothenburg ob der Tauber
- Weidefestival
2004 -
Knapp 200 Fleischrinder aus
Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz, 57 Bullen, 40 Kühe mit
ihren Kälbern und 52 Rinder bzw. Färsen aus 14 verschiedenen Rassen traten zur
Konkurrenz um die Titel Klassensieger, Rassesieger und um die begehrtesten, die
Europasieger, an.
Die Rinderunion Baden-Württemberg war in Schönbronn
zahlenmäßig stark wie nie und mit zwei Europasiegern, drei Europa-Reservesiegern und
darüber hinaus einem Rassesieger und mehreren Klassesiegern äußerst erfolgreich
vertreten. Insgesamt 46 Schautiere, 17 Bullen, 16 Kühe mit ihren Kälbern und 13 Rinder
bzw. Färsen acht verschiedener Rassen, ein mehr als doppelt so starkes Kontingent wie
zwei Jahre zuvor auf der III. europäischen Fleischrinderschau, vertraten die
Landesfarben. Einziger Wermutstropfen dieser international viel beachteten Veranstaltung
war der strömende Regen, der die gesamte Zeit des Preisrichtens niederprasselte und
sicherlich viele Schaulustige von einem Besuch abschreckte.
Konkurrierten in einer Rasse mindestens neun Tiere in
mindestens drei Klassen, wobei die Klassen nach Kategorie Bulle, Kuh, Färse oder
innerhalb einer Kategorie nach dem Alter eingeteilt waren, gab es den Titel Europasieger
und -Reservesieger. Bei entsprechendem Auftrieb, wie z.B. bei der Rasse Angus, wurden
innerhalb einer Rasse je ein Europasieger Bulle, Kuh und Färse gekürt.
Mit ihren beiden Anguskühen "Ulme" und
"Hellen" errang Christine Kircher aus Beltersrot jeweils den ersten Platz in
deren Klasse und schließlich wie zwei Jahre zuvor mit "Iris" wiederum den Titel
Europareservesieger Angus-Kühe. Dieses Jahr mit der knapp 10-jährigen, noch äußerst
frischen "Ulme", einer Tochter des bekannten Ausstellungsbullen
"Baron".
Ganz knapp geschlagen geben mussten sich Thomas Klenk aus
Untergröningen mit seinem Angusbullen "Humbold" dem späteren Europasieger und
Manfred Bregenzer mit seinem Angusbullen "Traval" dem späteren
Europareservesieger in ihren jeweiligen Klassen.
Die beiden in Frankreich gezogenen typvollen und gut
bemuskelten Limousinbullen "Stari" von Helmut & Martin Weber aus Bühler und
"Palace" von Gerhard Lamparth aus Überberg mussten sich der übermächtigen
Konkurrenz aus Frankreich und Luxemburg beugen.
Bei den Charolais war kein, beim Fleckvieh lediglich ein
Tier aus Baden-Württemberg aufgetrieben. Viktor Engel aus Bühlerzell-Schönbronn kam mit
seinem ausstellungs-bewährten Bullen "Eiser", der schon in Berlin und in
Cannstatt Erfolge erzielen konnte, auf einen zweiten Platz.
Alle drei Galloway-Klassensieger kommen dieses Jahr aus
Baden-Württemberg. Europasieger mit seinem hervorragend bemuskelten, typvollen, in der
seltenen roten Farbe gezogenen Bullen "Neandertal Chikago Red" wurde Karl Ederle
aus Bissingen/Teck. Den Titel Europareservesieger errang Hubert Mielke aus Scharenstetten
mit seiner 6 ½- jährigen Kuh "Karla", welche ein sehr gut entwickeltes Kuhkalb
bei Fuß führte.
Den Erfolg der baden-württembergischen Gallowayzüchter
komplett machten Rolf und Anne Jamrog aus Hohenfels mit dem Sieg von "Primele vom
Hohenfels" in der Färsenklasse. "Primele" war bereits im April
Reservesiegerin auf der Landes-Jungtierschau in Östringen.
Leider fehlte eine einzige Färse im Highland-Wettbewerb,
so dass in dieser Rasse heuer kein Europasieger, sondern lediglich ein Rassesieger gekürt
werden konnte. Diesen Rassesieg holte sich Heinz Schurr aus Heiningen souverän mit seinem
5-jährigen Bullen "Brutos von der Lindenalpe", der 800 kg auf die Waage
brachte. Die weiteren Klassensiege holten sich die Europasieger von 2002, Klaus und Karin
Schütz aus Gschwend-Brandhof mit ihrem Jungbullen "Donald vom Brandhof" und
Hubert Langenwalder aus Ritzenweiler mit seiner Färse "Betty von Longwood".
Beeindruckend war das Ausstellungskontingent der Rasse
Hinterwälder mit drei Bullen, vier Kühen mit Kälbern und drei Färsen. Überragend der
3 ½-jährige "Benfold"-Sohn "Benforal",
der viel Typ und eine sehr gute Bemuskelung aufwies.
Nachdem dieser Bulle bereits seinen KB-Einsatz hinter sich gebracht hat und Samen von
Neuseeland geordert wurde, bedeutet der Titel Europasieger den vorläufigen Höhepunkt in
der züchterischen Karriere dieses von Michael Birk aus Hüfingen vorgestellten Bullen.
Bereits 2002 war Michael Birk mit seinem Bullen "Hummel" Rassesieger in
Schönbronn geworden.
Mit seiner 8 ½ -jährigen Kuh "Sonni" konnte
Michael Birk aus Hüfingen noch einen zweiten Klassensieg erringen. Den Ia-Preis bei den
Färsen und zudem den Titel Europareservesieger sicherte sich Siegfried Wasmer aus Bernau
mit seiner "Olga".
Auch bei den Zwergzebus waren für die Wahl eines
Europasiegers zu wenig Tiere aufgetrieben. In der Bullenklasse kamen Friedrich &
Martin Wunderlich aus Dörzbach
mit "Bernd vom Birkenhof" auf den zweiten Platz,
während Heinrich Wolfgang mit seiner Kuh "Lilli" den Klassensieg knapp vor
Reiner Lämmles "Simone vom Spechtshof" in der Kuhklasse erfocht. Ingesamt war
die Gruppe der ausgestellten Zwergzebus sehr typvoll, zeigte eine sehr gute Bemuskelung
und fiel durch ein sehr ruhiges Temperament auf. Zwergzebus sind auf jeder Rinderschau ein
ganz besonderer Farbtupfer.
Bei der Rasse Welsh Black waren lediglich drei Färsen zu
Demonstrationszwecken aufgetrieben. Gerd Künstle aus Mössingen musste ganz knapp den
Klassensieg seinem Konkurrenten aus Hessen überlassen.




Ergebnisliste - Die jeweils
besten Platzierungen der bad.-württ. Beschicker:
| Rasse |
Klasse |
Preis |
Tier(Vater) |
Züchter |
| Angus |
Bullen 1 |
Ib |
Humbold(Hubertus) |
Thomas Klenk,
Untergröningen |
| Bullen 2 |
Ib |
Traval(Transit) |
Manfred Bregenzer,
Pistre |
| Kühe 1 |
Ia |
Ulme (Baron) |
Christine Kircher,
Beltersrot |
| Europareservesieger
Angus-Kühe |
| Kühe 2 |
Ib |
Hexe (General) |
Thomas Klenk,
Untergröningen |
| Kühe 3 |
Ia |
Hellen (Explorer) |
Christine Kircher,
Beltersrot |
| Ib |
Maria (Clio v.
Reidschott) |
Thomas Klenk,
Untergröningen |
| Limousin |
Bullen 1 |
Ic |
Palace (Hambe) |
Gerhard Lamparth,
Überberg |
| Id |
Stari (Pompier) |
Helmut & Martin
Weber, Bühler |
| Fleckvieh |
Bullen 1 |
Ib |
Eiser (Eike) |
Viktor Engel,
Bühlerzell |
| Galloway |
Bullen 1 |
Ia |
Neandertal Chikago
Red |
Karl Ederle,
Bissingen/Teck |
| Europasieger
Galloway |
| Ib |
Saturno v. Stephansreute
|
Hubert Mielke,
Scharenstetten |
| Kühe 1 |
Ia |
Karla (Urmel) |
Hubert Mielke,
Scharenstetten |
| Europareservesieger
Galloway |
| Ic |
Rosel (Florian) |
Konrad & Martin
Gann, Oberlenningen |
| Färsen 1 |
Ia |
Primele v. Hohenfels |
Rolf u. Anne Jamrog,
Hohenfels |
| Ib |
Bonnie v. Rauberhof |
Karl Ederle,
Bissingen/Teck |
| Highland |
Bullen 1 |
Ia |
Brutos v. d.
Lindenalpe |
Heinz Schurr,
Heiningen |
| Rassesieger
Highland |
| Ib |
Rob Roy vom Brandhof |
Klaus u. Karin Schütz,
Brandhof |
| Bullen 2 |
Ia |
Donald v. Brandhof |
Klaus u. Karin
Schütz, Brandhof |
| Färsen 1 |
Ia |
Betty of Longwood |
Hubert Langenwalder,
Ritzenweiler |
| Ib |
Black Mogli v. Brandhof |
Klaus u. Karin Schütz,
Brandhof |
| Hinterwälder |
Bullen 1 |
Ia |
Benforal (Benfold) |
Michael Birk,
Hüfingen |
| Europasieger
Hinterwälder |
| Ib |
Naxtokan (Naxtor |
Michael Birk, Hüfingen |
| Kühe |
Ia |
Sonni (Napost) |
Michael Birk,
Hüfingen |
| Ib |
Gretel (Fosilo) |
Adolf Rombach, Wieden |
| Färsen |
Ia |
Olga (Flortus) |
Siegfried Wasmer, Bernau |
| Europareservesieger
Hinterwälder |
| Ib |
Fini (Naxtokan) |
Siegfried Wasmer, Bernau |
| Zwergzebu |
Bullen 1 |
Ib |
Bernd vom Birkenhof |
Fr. & M. Wunderlich,
Dörzbach |
| Kühe 1 |
Ia |
Lilli (Fritz v.
Spechtshof) |
Heinrich Wolfgang,
Leutkirch |
| Ib |
Simone vom Spechtshof |
Reiner Lämmle, Berglen |
| Welsh Black |
Färsen 1 |
Ib |
Pauline (Lincolm) |
Gerd Künstle,
Mössingen |
Dr. Ostendorff |
|
Landes-Jungtierschauen für die baden-württembergischen
Galloway- und Highlandzüchter bei herrlichstem
Frühlingswetter und vor vollen Rängen
Die Galloways und Highlands sind
dritt- bzw. fünftstärkste unter den 18 im Land betreuten Mutterkuhrassen. Beide zählen
zu den sogenannten kleinrahmigen Robustrassen. 13 bzw. 10 % der rund 550
Fleischrinder-Mitgliedsbetriebe der Rinderunion Baden-Württemberg halten oder züchten
diese beiden ursprünglich aus Großbritannien stammenden Rassen
Zweite baden-württembergische
Galloway-Jungtierschau
am 17. April 2004 in Östringen, Kreis Karlsruhe
Acht Gallowayzüchter aus dem ganzen Land kamen mit
insgesamt 14 Jungtieren, zwei männlichen und zwölf weiblichen, auf den Hof der Familie
Rudi Heinzmann in Östringen. Anlass war die diesjährige Versammlung der
Gallowaymitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg, in deren Rahmen zum zweitenmal nach
dem erfolgreichen Vorbild der Highlandzüchter eine Jungtierschau durchgeführt wurde.
Diese zweite Jungtierschau war sicherlich für die meisten Besucher des Hofes, welcher
seine Tore anlässlich der "Gläsernen Produktion" geöffnet hatte, ein
äußerst attraktiver zusätzlicher Programmpunkt.
Weit über 500 Personen pilgerten im Laufe des Tages zum
landschaftlich herrlich gelegenen Aussiedlerhof vor der Stadt.
Zunächst wurde der Bewertungskommission mit den beiden
Züchtern Fritz Maier, Welzheim und Roland Gröner, Jungnau, sowie dem Zuchtleiter Dr.
Eberhard Ostendorff, der ältere der beiden Jungbullen zur Körung vorgestellt. Dieser von
Karl Müller aus Meßstetten gezogene "Westforest Traumdeuter" - Sohn gefiel
durch seinen Typ und seine äußerste Korrektheit. Geschlagen geben musste er sich
allerdings dem wesentlich jüngeren Konkurrenten, einem "Diamond B Yahtzee" -
Sohn aus derselben Zuchtstätte.
Die zwölf Rinder wurden in drei Altersklassen gerichtet.
In der Klasse 25 bis 34 Monate siegte die dun-farbene "Alveole", Tochter des
Landessiegers "Norway", aus der Zucht der Gebrüder Konrad und Martin Gann aus
Lenningen, die später auch noch den Siegerpokal gewann. Knapp dahinter die schwarze
"Babette vom Rauberhof", eine "Neandertal Chikago Red" -Tochter,
vorgestellt vom Lokalmatador Rudi Heinzmann aus Östringen. Auf den Plätzen Hans Hagmeyer
aus Nellingen mit "Sina" und Thomas Hefele aus Bühlerzell mit "Fee".
In der Klasse 18 bis 21 Monate fiel der erste Platz an "Bonnie vom Rauberhof",
eine Vollschwester zu dem oben erwähnten Ib-Rind "Babette". Hier gab es
praktischen Anschauungsunterricht zu den Mendelschen Vererbungsgesetzen, war
"Bonnie vom Rauberhof" im Gegensatz zu ihrer Vollschwester rotfarben. An zweiter
bzw. dritter Stelle liefen "Liliane" von Maximilian Erbgraf zu Königsegg und
"Lola vom Rauberhof", wiederum von Karl Ederle. In der Klasse der jüngsten
Rinder, 10 bis 13 Monate alt, konnte sich "Primele vom Hohenfels", gezüchtet
von Rolf und Anne Jamrog aus Mindersdorf, durchsetzen. Sie wurde später auch
Reservesiegerin der Schau. An zweiter Stelle lief "Musikantin" von Erbgraf zu
Königsegg, gefolgt von "Perle" ( Jamrog), "Bonita" (Heinzmann) und
"Alpana" (Gann).
Zur Demonstration hatte Gerd Künstle aus Talheim, Kreis
Tübingen, der bedeutendste Welsh Black-Züchter im Land, zwei hervorragend entwickelte
knapp zwei Jahre alte Rinder nach Östringen mitgebracht.

Die Kandidaten der zweiten b.-w. Galloway-Jungtierschau in
Östringen
Im Zuchtbuch sind derzeit knapp 500 Gallowaykühe
eingetragen, was einer durchschnittlichen Herdengröße von 9,6 Kühen in den
Zuchtbetrieben entspricht.
V. baden-württembergische
Highland-Jungtierschau
am 24. April 2004 auf dem Käsbühlhof von
Jochen Bacher in Weissach i.T.-Wattenweiler,
Rems-Murr-Kreis im Rahmen eines dreitägigen Country-Festes
Waren 1999 auf der ersten HL-Jungtierschau gerade mal 16
Highlands aufgetrieben worden, konkurrierten heuer trotz einiger unerwarteter Ausfälle
immerhin noch 32 Jungbullen und Jungrinder um die Klassensiege und die Titel Schausieger
bzw. -reservesieger. Die Tiere kamen aus dem ganzen Land, aus 12 verschiedenen
Landkreisen, vom Südschwarzwald bis zum Odenwald.
Bei herrlichstem Frühlingswetter säumten ständig
zahlreiche Mitglieder und Besucher, u.a. Züchter aus Österreich, Bayern, Hessen und
Nordrhein-Westfalen, den Richtring. Zunächst wurden der Bewertungskommission mit der
Züchterin Sabina Moser aus Oberösterreich, dem Züchter Manfred Sticksel aus Aichhalden
und dem Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff aus Herrenberg 12 Jungbullen in zwei
Altersklassen mit fünf bzw. sieben Bullen vorgestellt.
In der Altersklasse 19 bis 34 Monate errang unangefochten
der sehr typvolle, gut bemuskelte und harmonische, in der schwarzen Farbrichtung gezogene
"Rob Roy vom Brandhof" (V Rocky, VV Piter), gezüchtet und vorgestellt von Klaus
und Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof im Ostalbkreis, den Ia-Preis und später noch den
Titel Schausieger. Knapp dahinter "Urchin vom Schwanenmoos" (VV Urchin vom
Augustenhof), gezüchtet von Manfred Sticksel und vorgestellt ebenfalls von Familie
Schütz. Auf den weiteren Plätzen folgten Herbert Hörner aus Wertheim, Dieter Pfeiffer
aus Neuweiler und Volkhard Unger aus Hochdorf mit ihren Bullen "Felix",
"Wodka" und "Orwell".

Kör- und Schausieger der V. b.-w. Highland-Jungtierschau
"Rob Roy vom Braundhof"
von Klaus u. Karin Schütz, Gschwend-Brandhof
In der Klasse 11 bis 13 Monate war
"Donald vom Brandhof" (V Dustin vom Hartelstein, VV Dubliner), wiederum aus der
Zucht von Klaus und Karin Schütz, nicht zu schlagen. Dieser wurde dann später noch zum
Reservesieger gekürt. Äußerst knapp dahinter "Sander vom Trailfinger Berg" (V
Staron, Linie "Starav of Achnacloich" ) von Hans-Ulrich und Gabi Benz aus
Münsingen-Trailfingen. Die beiden roten Bullen bestachen durch viel Typ und einen
harmonischen Körperbau.
Im Anschluss wurden die 20 Jungrinder in fünf
Altersklassen gerichtet. Überragend war die Qualität der fünf Rinder der Klasse 17 bis
23 Monate. Analog zum Richten der Bullen gab es mit "Maren vom Trailfinger Berg"
aus der Zuchtstätte Hans-Ulrich und Gabi Benz aus Trailfingen eine souveräne
Klassensiegerin, welche später auch noch den Titel Schausiegerin erringen konnte.
"Starav"-Tochter "Maren" verkörpert in idealer Weise den Rassetyp der
Highlands und stellte ihr äußerst attraktives Outfit würdevoll zur Schau. Den Ib- bzw.
Ic-Preis errangen Silvia Meier aus Biederbach mit "Lora vom Burgersberg (VV
Bundessieger "Whisky") bzw. Hausherr Jochen Bacher mit seiner "Michaela vom
Käsbühlhof".

"Tier und Technik" ist nicht nur in Hannover zu
Hause,
sondern auch auf der Jungtierschau in Wattenweiler
In der beiden nächsten Klassen, in welchen sämtliche
Rinder zwischen 12 und 13 Monate alt waren, gewann die in der braunen Farbrichtung
gezogene "Steffi vom Trailfinger Berg" von Hans-Ulrich und Gabi Benz bzw. die
schwarze "Cookie vom Brandhof" von Schütz vor "Olga" von Josef
Stützle aus Bad Schussenried-Roppertsweiler. "Cookie" (V Dustin vom
Hartelstein) wurde später noch zur Reservesiegerin gekürt. In den beiden jüngsten
Rinderklassen, 12 Monate und 10 bis 12 Monate alt, siegten die hellbraune "Romy vom
Hinteren Wald" (V Bundessieger "Whisky") von Dieter Pfeiffer aus Neuweiler
bzw. die schwarze "Naomi von der Voralb" aus der Zucht von Heinz Schurr aus
Heiningen. Weitere drei Züchter verliehen der Schau durch ihre Teilnahme den hohen
züchterischen Stellenwert: die Highland Cattle Zucht Gärtner / v.d.Goten aus Obrigheim,
Silke Ganter aus Fluorn-Winzeln, Sebastian Deuser aus Schöntal. Allerdings war die
Konkurrenz so stark besetzt, dass diesen Züchtern mit ihren Tieren der Sprung auf einen
der ersten beiden Plätze in den jeweiligen Klassen nicht gelang.
Die beiden vom VDHC gestifteten Siegerpokale erhielten die
Züchter Benz und Schütz aus der Hand von Frau Gisela Klosner, der Redakteurin des
VDHC-Jounals. Die Pokale für die Reservesieger wurden gestiftet von Züchter Hubert
Langenwalder aus Eberhardzell und dem Rassesprecher Klaus Schütz aus Gschwend. Die
Drittplatzierten der Siegerauswahl erhielten Preise der RBW. Für sämtliche Klassensieger
gab es noch ein Halfter vom VDHC.
Im Vorfeld der Jungtierschau fand die Körung von sechs
Jungbullen statt. Körsieger wurde der spätere Schausieger "Rob Roy vom
Brandhof" von Klaus und Karin Schütz.

Erstmals Limousin auf dem
Mannheimer Maimarkt
Die französische Fleischrinderrasse Limousin hat in
Baden-Württemberg in den letzten Jahren ständig an Bedeutung gewonnen. Hinter Angus
belegt sie Platz zwei. Mittlerweile halten oder züchten über 20 % der
Fleischrindermitglieder der RBW diese vielseitige Rasse.
Mit fast 100 verkauften Limousin-Zuchtbullen liegt das
Zuchtgebiet Baden-Württemberg hinter Niedersachsen (215) und Nordrhein-Westfalen /
Saar-Rheinland-Pfalz (127) in Deutschland an dritter Stelle. Ein Ausdruck des hohen
Niveaus bezüglich Genetik und Charakter der Zuchtherden.

Jungbulle "Ingmo" von Züchter Gerd Böttinger aus
Gechingen
Derzeit finden sich in der aktuellen Zuchtwert-Topliste
der in Deutschland gezüchteten bzw. eingesetzten Limousinbullen, welche 150 Tiere
umfasst, unter den ersten 15 drei aus Baden-Württemberg. Und zwar auf den Plätzen vier,
elf und vierzehn. Auf diesem 14. Platz steht Deckbulle "Nero" von Gerd
Böttinger aus Gechingen-Waldhof, Kreis Calw, der Kuh "Ghenia" mit Kalb und den
Jungbullen "Ingmo" in Mannheim auf der Tierlehrschau ausstellte. Die 6 ½
-jährige "Ghenia" wog am Auftriebstag stattliche 831 kg, ihr 17 Wochen alter
Sohn bereits 190 kg und der jährige Jungbulle, ein Sohn des ebenfalls in der Topliste
stehenden Vaters "Ilex", zehn Zentner.

Kuh "Ghenia" von Züchter Gerd Böttinger aus
Gechingen
Dr. Ostendorff |
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Vierte
baden-württembergische Highland-Jungtierschau
am 26. April 2003 auf dem Rungshof vor den Toren
Weingartens im Rahmen eines Hoffestes der
Familie Wilhelm Graf jun. |
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| Die ersten Importe von Highlandrindern
aus den Highlands im Nordwesten Schottlands nach Deutschland erfolgten im Jahr 1978. Die
Highlands, auch Schottische Hochlandrinder genannt, sind inzwischen fünftstärkste Rasse
unter den 17 Fleischrinderrassen Baden-Württembergs. 10 % der rund 550
Fleischrinder-Mitgliedsbetriebe halten oder züchten Highlands. Seit 1999 wird im Rahmen der jährlich für die Highlandmitglieder
der Rinderunion Baden-Württemberg stattfindenden Rasseversammlung auch eine Jungtierschau
abgehalten.
Waren 1999 auf der ersten HL-Jungtierschau gerade mal 16
Highlands aufgetrieben worden, konkurrierten heuer 46 Jungbullen und Jungrinder um die
Klassensiege und die Titel Schausieger bzw. -reservesieger, womit diese Schau zu den
größten ihrer Art in ganz Deutschland gezählt werden kann. Die Tiere kamen aus dem
ganzen Land, aus 12 verschiedenen Landkreisen vom Südschwarzwald bis vom Odenwald,
erstmals aber auch aus anderen Bundesländern: zwei Züchter aus Nordrhein-Westfalen waren
mit fünf Jungbullen nach Baden-Württemberg gekommen, da die Schau bundesweit geöffnet
war.
Über zweihundert Besucher säumten den Richtring, als
Weingartens Oberbürgermeister Gerd Gerber sein Grußwort sprach. Zunächst wurden der
Bewertungskommission mit dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Highlandcattle-Züchter,
Andreas Piel aus Düsseldorf, und Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff aus Herrenberg 21
Jungbullen in vier verschiedenen Altersklassen vorgestellt.
In der Altersklasse 19 bis 24 Monate errang unangefochten
der sehr typvolle und harmonische "Uri vom Kernhof" von Horst Wichelhaus aus
Heiningen, Kreis Göppingen (Züchter Robert Kern, Wolfach) den Ia-Preis vor
"Sandokan v.d. Rehhecke" von Jochen Born aus Bad Berleburg in
Nordrhein-Westfalen. "Uri vom Kernhof" wurde später auch zum Schausieger
gekürt und von den Besuchern des Hoffestes per Stimmzettel zum absoluten Schauliebling
erklärt. In der Klasse 13 bis 14 Monate gewann "Vincent von der Voralb" von
Heinz Schurr, ebenfalls aus Heiningen im Kreis Göppingen, knapp vor "Rob Roy vom
Brandhof" von Klaus und Karin Schütz aus Gschwend im Ostalbkreis. "Vincent von
der Voralb" wurde schließlich auch Reserve-Schausieger. In den beiden jüngeren
Bullenklassen 11 bis 12 Monate und
8 bis 10 Monate setzten sich "Goliath v.d.
Rehhecke" aus der Zucht Born, Bad Berleburg bzw. "Duke vom Brandhof",
wiederum aus der Zucht von Schütz durch. Jeweils den Ib-Preis in diesen beiden Klassen
erhielten "Duncan vom Brandhof", abermals von Schütz sowie "Peter von der
Buttenmühle" von Anton Rist aus Ravensburg-Schmalegg. Die jüngeren Bullen hatten
erwartungsgemäß bei der Vergabe der Schautitel gegenüber den z.T. über ein Jahr
älteren Bullen keine Chance.
Im Anschluß wurden die 25 Jungrinder in fünf
Altersklassen gerichtet. Überragend war die Qualität der sieben Rinder der Klasse 29 bis
36 Monate alt, die nur z.T. bereits tragend waren. Highlands sind sehr spätreif und
kalben in der Regel erst in einem Alter von drei bis dreieinhalb Jahren ab.
Analog zum Richten der Bullen gab es mit "Bo vom
Brandhof" aus der Zuchtstätte Klaus und Karin Schütz eine souveräne
Klassensiegerin, welche später auch noch den Titel Schausiegerin erringen konnte.
"Bo", eine Tochter des Bullen "Urchin vom Augustenhof", mit dem
Familie Schütz 1998 auf der Bundesschau in Berlin war, verkörpert in idealer Weise den
Rassetyp der Highlands und stellte ihr äußerst attraktives Outfit würdevoll zur Schau.
Darüber hinaus untermauert "Bo" die alte Züchterweisheit, die besagt, dass der
Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Zum einen ist "Bos" Vater
"Urchin" auch der Großvater des Schausiegers "Uri vom Kernhof", zum
andern holten Klaus und Karin Schütz mit der Halbschwester von "Bo", mit
"Bonny" letztes Jahr den Titel eines Europasiegers Highland auf dem
Weidefestival in Schönbronn.
Den Ib- bzw. Ic-Preis errangen wiederum Klaus und Karin
Schütz mit "Flori vom Hartelstein" und Wilhelm Graf jun. vom Rungshof mit
seiner "Marion of Longwood".
In der zweiten Klasse, 23 bis 24 Monate, gewann die in der
schwarzen Farbrichtung gezogene "Drei Linden Bisina" von Volkhard Unger aus
Hochdorf, Kreis Esslingen. Auf Platz zwei kam "Lea" von Silke Ganter aus
Fluorn-Winzeln, Kreis Rottweil. Erste in der Klasse 16 bis 21 Monate wurde
"Leonie" von Josef Stützle aus Bad Schussenried-Roppertsweiler im Kreis
Biberach. Knapp dahinter folgte "Lana" von Silke Ganter aus Winzeln. In der
vierten Klasse, 12 bis 14 Monate, errangen Hans-Ulrich und Gabi Benz aus
Münsingen-Trailfingen, Kreis reutlingen, mit "Sissy vom Trailfinger Berg" und
deren Halbschwester "Maren vom Trailfinger Berg" den Ia- bzw. Ib-Preis. In der
jüngsten Rinderklasse, 10 bis 12 Monate, siegte ganz überlegen die in der weißen
Farbrichtung gezogene "Whisky"-Tochter "Rose vom Hinteren Wald" von
Dieter Pfeiffer aus Neuweiler im Kreis Calw. Dazu wurde "Rose" noch
Schau-Reservesiegerin. Auch hier stimmt die Vererbungstheorie: Dieter Pfeiffer war im
vergangenen Jahr mit "Whisky" in Berlin Bundessieger geworden. Der Ib-Preis in
dieser Klasse ging an "Gipsy vom Brandhof" von Klaus und Karin Schütz.
Weitere sieben Züchter verliehen der Schau durch Ihre
Teilnahme den hohen züchterischen Stellenwert: Jochen Bacher aus Weissach
i.T.-Wattenweiler, Rems-Murr-Kreis, die Highland Cattle Zucht Gärtner/v.d.Goten aus
Obrigheim, Neckar-Odenwald-Kreis, Hubert Langenwalder aus Eberhardzell-Ritzenweiler, Kreis
Biberach, Silvia Meier aus Biederbach im Kreis Emmendingen, Martina Schäfer aus
Wangen-Oberwälden, Kreis Göppingen, Manfred Wehr aus Boppard, Nordrhein-Westfalen und
die Zuchtgemeinschaft Lenningen-Beuren, Kreis Esslingen. Allerdings war die Konkurrenz so
stark besetzt, dass diesen Züchtern mit ihren Tieren der Sprung auf einen der ersten
beiden Plätze in den jeweiligen Klassen nicht gelang.
Die vier Sieger- und Reservesieger erhielten aus der Hand
von Andreas Piel je einen Pokal, gestiftet zur Hälfte vom Deutschen
Highlandcattle-Verband und von Familie Schütz, sämtliche Klassensieger noch ein T-Shirt
mit Highlandmotiv. |
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der am Rande von Weingarten gelegene Rungshof der
Familie Wilhelm Graf jun., auf dem die IV. baden-württembergische
Highland-Jungtierschau stattfand

fast 50 Highlandrinder aus dem ganzen Land warten
darauf, dass das Preisrichten beginnt

nach zum Teil über 300 km Fahrt zum Schauort
werden die Tiere, von den ersten Zuschauern mit
Interesse beobachtet, gewaschen, gefönt, gekämmt
und gestylt".

Frisch gekämmt ist halb gewonnen". Bei dem
24 Monate alten Rind "Drei Linden Bisina"
von Volkhard Unger aus Hochdorf hats gestimmt:
"Bisina" wurde unangefochten Klassensiegerin.

am Rande von Tierschauen findet sich immer
eine Gelegenheit zum Fachsimpeln

Weingartens Oberbürgermeister Gerd Gerber
ließ es sich nicht nehmen, ein Grußwort zu sprechen

Mitglieder der Kapelle "Highland Pipes and Drums"
aus Bad Waldsee eröffneten die Schau und stellten
einen optimalen Bezug zum schottischen Hochland,
der ursprünglichen Heimat der Highlandrinder, her.

mit einer extra Portion Mohrrüben versucht
Anton Rist aus Ravensburg-Schmalegg seine
"Moni von der Buttenmühle" vom Sinn und
Zweck einer Jungrinderschau zu überzeugen.

das Preisrichtergespann mit dem Vorsitzenden
des Verbandes Deutscher Highlandcattle Züchter,
Andreas Piel aus Nordrhein-Westfalen (links),
und dem baden-württembergischen Fleischrinder-
Zuchtleiter Dr. Eberhard Ostendorff vom ALLB
Herrenberg (rechts) bei der Beurteilung des späteren
Schausiegers, dem 24 Monate alten "Uri vom Kernhof",
vorgestellt von Horst Wichelhaus aus Heiningen
bei Göppingen.

vor der Jungtierschau, zu welcher nur bis zweijährige
Bullen und bis dreijährige Rinder zugelassen waren,
fand eine Sammelkörung statt.
Im Bild der 27 Monate alte "Vinzent von der Lindenalpe"
von Horst Wichelhaus, der bei der Körung den zweiten
Platz erringen konnte.

über zweihundert Zuschauer säumten den Ring,
als die einzelnen Altersklassen gerichtet wurden.
Rechts im Bild die Siegerin der Klasse V, die
dreijährige "Bo vom Brandhof", gezüchtet und
vorgeführt von Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof.
Links die drittplatzierte "Marion of Longwood" aus
dem Stall des Gastgebers Wilhelm Graf jun.

nach fast zwei Stunden standen die fünf Klassen-
siegerinnen bei den Rindern fest. Von links:
"Bo vom Brandhof" und "Flori vom Hartelstein", beide
von Klaus und Karin Schütz aus Gschwend-Brandhof
(Ia bzw. Ib Klasse V) - "Leonie" von Josef Stützle aus
Bad Schussenried-Roppertsweiler (Klasse VII) -
"Sissy vom Trailfinger Berg" von Hans-Ulrich & Gabi
Benz aus Münsingen-Trailfingen (Klasse VIII) -
"Drei Linden Bisina" von Volkhard Unger aus Hochdorf
( Klasse VI) und "Rose vom Hinteren Wald" von Dieter
Pfeiffer aus Neuweiler

souverän wurde Horst Wichelhaus aus Heiningen
bei Göppingen mit seinem "Uri vom Kernhof"
Siegerbulle der Landes-Jungtierschau.
Reservesieger wurde Heinz Schurr, ebenfalls aus
Heiningen, mit dem zehn Monate jüngeren "Vincent von
der Voralb".

die stolzen Besitzer der Schausieger und der
Reservesieger, von links:
Karin Schütz, Gschwend, mit Schausiegerin
"Bo vom Brandhof", Horst Wichelhaus, Heiningen,
mit Schausieger "Uri vom Kernhof"
(Züchter Robert Kern, Wolfach), Dieter Pfeiffer,
Neuweiler, mit seiner Reservesiegerin
"Rose vom Hinteren Wald" und Heinz Schurr,
Heiningen, mit seinem Reservesiegerbullen
"Vincent von der Voralb" |
| Dr. Ostendorff |
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Erste
baden-württembergische Galloway-Jungtierschau
am 12. April 2003 auf dem Rauberhof
Acht Gallowayzüchter aus dem ganzen Land kamen mit
insgesamt 15 Jungtieren, drei männlichen und zwölf weiblichen, auf den Rauberhof von
Karl Ederle in Bissingen/Teck. Anlass war die diesjährige Rasseversammlung der
Gallowaymitglieder der Rinderunion Baden-Württemberg, in deren Rahmen erstmals nach dem
erfolgreichen Vorbild der Highlandzüchter eine Jungtierschau durchgeführt wurde.
Etwa 3oo Besucher pilgerten im Laufe des Tages zum
landschaftlich herrlich gelegenen Rauberhof außerhalb der Stadt. Dort haben Dagmar und
Karl Ederle einen Außenklimastall für ihre ca. 40 Galloways und ihre Pferde sowie für
einige Pensionspferde gebaut, für den sie im Jahr 2000 den Tierschutzpreis des Landes
erhielten. Karl Ederle, Angestellter der Rinderunion, züchtet nebenher Galloways, Pferde
und Jagdhunde, versteigert Fohlen, Milch- und Fleischrinder und ist
Rasseausschussvorsitzender der Galloways.
Zunächst wurden der Bewertungskommission mit den beiden
Züchtern Fritz Maier, Welzheim, Roland Gröner, Jungnau, sowie dem Zuchtleiter Dr.
Eberhard Ostendorff, drei Jungbullen im Alter von 14 bis 21 Monaten vorgestellt. Den
Ia-Preis und somit den Titel Kör- und Schausieger errang der schwarzfarbene "Cäsar
vom Rauberhof" aus der Zucht von Karl Ederle. Der sehr typvolle und äußerst
korrekte Jungbulle, Sohn der Ausstellungskuh "Schwalbe", stammt
väterlicherseits von dem derzeitigen Deckbullen von Ederle, von "Neandertal Chikago
Red" ab. Dieser Bulle ist einer der wenigen roten Galloway im Land und vertrat im
August die Farben des Landes auf der Europäischen Fleischrinderschau in Schönbronn,
Bayern. An zweiter und dritter Stelle liefen "Piter" und "Wotan", aus
der Zucht von Hans Hagmeyer, Nellingen bzw. Thomas Hefele, Bühlerzell.
Die zwölf Rinder wurden in vier Altersklassen gerichtet.
In der Klasse 25 bis 27 Monate fiel der erste Platz an "Penny von
Stephansreute", eine Tochter des hochprämiierten Ausstallungsbullen
"Sammy" von Max Erbgraf zu Königsegg aus Königseggwald im Kreis Ravensburg.
Äußerst knapp dahinter "Arve" von Konrad und Martin Gann aus Lenningen.
In der Klasse 20 bis 22 Monate siegte die dun-farbene
"Alveole", Tochter des Landessiegers "Norway", ebenfalls aus der Zucht
der Gebrüder Gann. An zweiter Stelle "Sera" von Rudi Heinzmann aus Östringen,
Kreis Karlsruhe. In der Klasse 17 bis 20 Monate konnte sich "Liberty von
Stephansreute" von Max Ebgraf zu Königsegg durchsetzen. Auf den Plätzen die beiden
"Neandertal Chikago Red"-Töchter "Babette" und "Cira" von
Karl Ederle. In der jüngsten Klasse, 12 bis 14 Monate alt, gewann "Froni" von
Thomas Hefele vor "Paula vom Bubental" von Dieter Kölle aus Laichingen und
"Kimberley" von Hubert Mielke aus Scharenstetten. Schausiegerin wurde
schließlich "Penny von Stephansreute", Resevesiegerin "Alveole".
Zur Demonstration hatte Gerd Künstle aus Talheim, Kreis
Tübingen, der bedeutendste Welsh Black-Züchter im Land, zwei hervorragend entwickelte 9
bzw. 10 Monate alte Rinder.
Die Galloways sind drittstärkste Rasse unter den 18
Fleischrinderrassen Baden-Württembergs. 15 % der Mitglieder im Bereich Fleischrinder in
der RBW halten oder züchten Galloways. Im Zuchtbuch sind derzeit knapp 500 Kühe
eingetragen, was einer durchschnittlichen Herdengröße von 7,6 Kühen in den
Zuchtbetrieben entspricht.
Die Galloways stammen aus dem Südwesten Schottlands,
einer Region mit einem rauen, windigen und nassen Klima und gelten als älteste
Fleischrinderrasse der Britischen Inseln. Nach Deutschland kamen die ersten Galloways im
Jahre 1973.
Das Gallowayrind zählt zu den sogenannten Extensiv- oder
Robustrassen, ist genetisch hornlos und klein bis knapp mittelrahmig. Herausstechend am
äußeren Erscheinungsbild sind die Hornlosigkeit, der kurze breite Kopf mit den relativ
großen, stark befransten Ohren und die großen, ausdruckstarken Augen.
Bereits seit Urzeiten haben sich die Menschen für die
Farbe und Zeichnung ihrer Haustiere interessiert, wobei man der Farbe und Zeichnung
früher eher eine symbolische oder religiöse Bedeutung beigemessen hat. Heute gelten
Farbe (Pigmentierung) und Zeichnung (Verteilung und Intensität der Farbe) bei einigen
Schaf-, Rinder- und Pferderassen als bedeutendes Rassemerkmal bzw. als
"Warenzeichen", insbesondere bei den Galloways.
Die vier verschiedenen Farbschläge bei den Galloways
werden durch lokal begrenzte Unterschiede der Pigmentierung von Haar und Haut verursacht,
welche zu Farbzeichnungen wie z.B. Scheckung, Gürtelung, Augenflecken, Aalstrich usw.
führen:
 | Galloway (einfarbig) |
 | belted Galloway ( mit weißem Bauchgurt) |
 | white Galloway (weiß mit lokal begrenzter Färbung an
Ohren, Maul und Füßen) und |
 | rigget Galloway (schwarz mit weißem Rücken und weißer
Halskrause). |
Die drei erstgenannten Farbschläge kommen in den drei
Farbvarianten schwarz, rot und blond (dun) vor, rigget Galloways nur in schwarz. Etwa 90 %
der Population ist einfarbig schwarz, danach folgen dun und rot. Zu den charakteristischen
Eigenschaften der Rasse zählen Widerstandsfähigkeit und Genügsamkeit. Darüber hinaus
zeichnen sie sich durch ihre Anspruchslosigkeit bezüglich des Futters und der Haltung,
eine sehr gute Futterverwertung sowie ein ruhiges und friedfertiges Temperament aus.
Galloways sind robust, spätreif, leichtkalbig, fruchtbar und langlebig. Gute
Muttereigenschaften und eine starke Herdenbindung sind weitere herausragende
Eigenschaften.
Das mittellange Haarkleid mit dem dichten Unterhaar bietet
den Tieren auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen ausreichenden Schutz, so dass sie
gleichermaßen gut mit Kälte, Trockenheit und feuchter Witterung oder Schnee
zurechtkommen.
Aufgrund ihrer Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit
werden Galloways vielerorts in der Landschaftspflege und in Naturschutzgebieten, sowohl
großflächig als auch bei gezielter Beweidung in Schutzgebieten eingesetzt. Die im
Verhältnis zum Körpergewicht breiten Klauen verursachen einen schonenden Tritt, durch
die weniger selektive Beweidung werden Verbissschäden minimiert. Galloways können bei
entsprechendem Witterungsschutz ganzjährig im Freien gehalten werden. Die Fleischleistung
spielt nach dem allgemein dramatischen Rückgang der Preise für Zuchttiere auch bei den
Galloways eine zunehmend wichtige Rolle.
Aufgrund ihrer ausgezeichneten Futterverwertung sind die
Tiere in der Lage, selbst bei kargem Nährstoffangebot Fleisch von höchster Qualität zu
produzieren. Dieses Fleisch wird in Baden-Württemberg fast ausschließlich direkt ab Hof
vermarktet.

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Siegerbulle
"Cäsar vom Rauberhof" von Karl Ederle, links der
zweitplazierte "Piter von Aichen" von Hans Hagmeyer. |

Aufstellung der Klassensieger v.l Walter Hefele, Johannes
Graf
zu Königsegg, Konrad Gann mit der späteren Reservesiegerin
"Alveole", Verwalter Hubert Geser von der Gräfl. Königseggschen
Gutsverwaltung mit der Siegerin "Penny von Stephansreute",
Martin Gann sowie Karl Ederle mit dem Schausieger "Cäsar
vom Rauberhof". |
Dr. Ostendorff |
Europameisterschaft
der Fleischrinder
im fränkischen Schönbronn
(15. bis 18. August 2002) |
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| Große Erfolge für
baden-württembergische Rinderzüchter. Das
Fränkische Weidefestival wird alljährlich in Schönbronn bei Rothenburg ob der Tauber
abgehalten und entwickelt sich immer mehr zu einem Publikumsmagneten für Rinder- und
Pferdefreunde sowie Technikfreaks. Die Beschicker kamen aus Luxemburg, Frankreich,
Schweiz, Österreich und ganz Deutschland. Neben den gängigen Fleischrinderrassen konnten
die Besucher auch seltene Rassen, wie englische Longhorns, Rotes Höhenvieh, Tiroler
Grauvieh, Pinzgauer, Hereford und Red Galloways bestaunen. Zusätzlich wurden noch einige
Verkaufstiere der Rassen Holsteins und Fleckvieh von verschiedenen Verbänden ausgestellt.
Für die Westernreiter war die Weltmeisterschaft im
"Cutting" ausgeschrieben. Bei dieser Disziplin müssen einzelne Rindern mit dem
Pferd ausselektiert werden. Dazu waren Teilnehmer aus ganz Europa und sogar aus Uruguay
angereist, da hier auch sehr hohe Preisgelder zu gewinnen waren.
Die Landtechnik war mit Oldtimern und den neuesten
Modellen von Traktoren und Geräten vertreten.
Die Rinderunion präsentierte neben einer
Verkaufskollektion von Holsteins, mehreren Hinterwäldern und einer Limpurger Kuh mit Kalb
noch sechs reine Fleischrinderrassen. |
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| Insgesamt 5 Altbullen, 3 Jungbullen, 6 Kühe
mit Kalb und 5 Färsen der Rassen Angus, Fleckvieh, Galloway, Highland, Limousin und
Zwergzebu vertraten die Landesfarben. Konkurrierten
in einer Rasse mindestens neun Tiere in mindestens drei Klassen, wurden die Titel
Europasieger und Reservesieger vergeben. "Europasieger gesamt" der Rasse
Highland wurde die bekannte Zuchtstätte Klaus und Karin Schütz aus Gschwend mit ihrer
Färse "Bonny vom Brandhof", die sich gegen 4 Altbullen und 5 weitere Färsen
durchsetzen konnte. Gegen starke Konkurrenz aus Bayern und der Schweiz konnte die Kuh
"Iris" aus der altbewährten Zucht von Christine Kircher aus Beltersrot den "Reservesiegertitel
Kühe" der Rasse Angus erringen. Äußerst erfreulich, dass sowohl
"Bonny" wie "Iris" in Baden-Württemberg geboren sind. |
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| Daneben gab es noch weitere z.T. recht gute
Plazierungen für Tiere aus Baden-Württemberg. Bei
Angus: Benjamin Junck aus Jungingen Ib mit Bulle "Duke" und Id mit Kuh
"Gaby", Thomas Klenk aus Untergröningen Ic mit Bulle "Humbold" und Ib
bzw. Ic mit seinen Kühen "Christa" und "Maria" und Ie für die zweite
Kuh "Helga" von Christine Kircher.
Bei Highland: Klaus und Karin Schütz neben
Europasieger "Bonny" einen weiteren Ia-Preis für Färse "Bo" und Ic
für Färse "Flori", Hubert Langenwalder aus Ritzenweiler Ib bzw. Ic für seine
Färsen "Biggi" und "Black Lady".
Bei Limousin: Helmut und Martin Weber aus
Adelmannsfelden-Bühler Id für die Kuh "Alberta".
Bei Fleckvieh: Viktor Engel aus
Bühlerzell-Schönbronn Ib für seinen Bullen "Eiser".
Zur Demonstration ohne Wettbewerb hatten Karl Ederle aus
Bissingen/Teck seinem Red-Galloway-Bullen "Neandertal Chikago Red" und Friedrich
Wunderlich seinen Zwerg-Zebu-Bullen "Bernd" nach Schönbronn gebracht.
Bei strahlendem Sonnenschein
präsentierten die Hinterwälder- Zuchtbetriebe: Adolf Rombach, Wieden, Michael Birk,
Hüfingen, Antonia Wetzel, Aitern/Schönau, Thomas Spiegelhalter, Bernau und Matthias
Wagner aus Abtsgmünd-Wilflingen ihre Tiere wieder mit einem Farbtupfer - der
Schwarzwaldtracht. |
Adolf Rombach zeigte
abermals seinen Publikumsliebling "Stolzi" die mit ihren 18 Jahren und dem
16-ten Kalb bei bester Verfassung die Langlebigkeit und Fruchtbarkeit dieser Rasse nicht
besser hätte darstellen können und einen tollen 1c-Sieg erhielt! Ebenso
"Laura" 15 Jahre alt mit ihrem 13-ten Kalb, die den 1a-Klassensieg erlangte. Die
im Verhältnis noch junge Kuh "Gemsi" von 7,5 Jahren und einem Kuhkalb
erreichte den 1a-Klassensieg.
Die "Neulinge" Antonia
Wetzel aus Aitern/Schönau sowie Thomas Spiegelhalter aus Bernau überzeugten schon durch
ihre gut entwickelten Absetzer.
Antonia Wetzel mit der Kuh
"Flora", 10 Jahre alt und dem männlichen "Fockeral-Absetzer", geb.
Dezember 2001 mit 261 kg Gewicht (937 g tägliche Zunahme), errang einen 1b-Preis.
Thomas Spiegelhalter mit Kuh
"Goldi", 9 Jahre alt und einem weiblichen Absetzer, geb. November 2001 mit 238
kg Gewicht (835 g tägliche Zunahme), erhielt ebenso den 1b-Preis. |
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Matthias Wagner
präsentierte eine in Entwicklung und Fundament hervorragende "Napsing"-Jungkuh
"Lore" mit weiblichem Absetzer, geb. Dezember 2001 mit tollen 255 kg (1000 g
tägliche Zunahme) und erlangte hiermit den 1a-Klassensieg. Überzeugen konnte auch sein
"Bensieg"-Jungbulle, geb. Februar 2001, gezüchtet von Armin Roser, Münstertal
mit 437 kg, der einen 1b-Preis erhielt.
Ohne den Erfolg der anderen Tiere zu
schmälern, so sollte als überragender Rassesieger der absolut in allen Punkten
überzeugende Besamungs- sowie Bad Cannstatt-Sieger: "Hummel" mit seinen 4
Jahren, korrektem Fundament, ruhigen Charakter und bestechenden 802 kg von Michael Birk
hervorgehoben werden, selbiger präsentierte zusätzlich die 1b-"Figar"-Jungkuh
"Gironde", 3 Jahre alt mit Bullenkalb, geb. Juni 2002 mit stolzen 84 kg, sowie
der 1c-"Flour"-Kuh "Belinda", 7 Jahre alt mit ihrem männlichen
Absetzer, geb. Mai 2002, der überragende 141 Fleischkilo (1196 g tägliche Zunahme) auf
die Waage brachte.
Den Beschickerfamilien gebührt große
Anerkennung und Dank für dieses Angagement und die Präsentation der Rasse HINTERWÄLDER.
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| Am Sonntagnachmittag fand noch eine Auktion
für Zuchttiere statt. Ein Limousin Jungbulle aus der Zucht von Gerhard Lamparth,
Altensteig- Überberg erfreute sich wegen seiner sehr guten Bemuskelung besonderen
Interesses , den absoluten Spitzenpreis von 2600 ,-Euro erzielte eine Kuh derselben Rasse
mit französischer Herkunft |
| Karl Ederle und Alfred
Preiser, RBW |








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Fünfte
Bundesschau Fleischrinder
am 12. Januar 2002 in Berlin
Analog zu den olympischen Spielen findet alle vier Jahre
das Bundes-Championat der Fleischrinderrassen im Rahmen der Grünen Woche in Berlin statt.
In den vier Jahren seit der letzten
Bundes-Fleischrinderschau im Januar 1998 stieg die Zahl der Mutterkühe in den alten
Bundesländern von 385.000 nochmals um knapp 10 % auf ca. 417.000, was die ständig
steigende Bedeutung der Mutterkuhhaltung in Deutschland, auch unter dem Gesichtspunkt der
neuen Agrarpolitik, unterstreicht. Das heißt, dass heute schon jede zehnte Kuh in den
alten Bundesländern eine Mutterkuh ist. Im Vergleich dazu: in den Mitgliedsländern der
EU beträgt der Anteil der Mutterkühe am Gesamtkuhbestand über 35 %.
Die knapp 57.000 Mutterkühe in Baden-Württemberg weiden
auf ca. 60.000 ha, stehen in etwa 7500 Betrieben und verteilen sich aufgeführt nach ihrer
Bedeutung in der Abteilung Fleischrinder der Rinderunion Baden-Württemberg auf die sechs
Hauptrassen Angus, Limousin, Galloway, Charolais, Highland und Zwergzebu. Deren Anteil
beträgt insgesamt 91 %. Folgende weitere elf Rassen werden von Mitgliedern der RBW
gehalten und gezüchtet: Blonde d` Aquitaine, Dexter, Fleckvieh, Hereford, Hinterwälder,
Luing, Pinzgauer, Salers, Shorthorn, Vorderwälder und Welsh Black. |
| Entsprechend dieser Verbreitung im Land
und im Vergleich mit der Zahl der Herdbuchtiere in den anderen Bundesländern setzte sich
das baden-württembergische Kontingent für den Bundeswettbewerb schließlich
folgendermaßen zusammen: Angus und Salers mit je zwei Kühen, Fleckvieh, Galloway und
Zwergzebu mit je einem Bullen und einer Kuh, Charolais und Limousin mit je einer Kuh und
Highland mit einem Bullen. Im Schau- bzw. Demonstrationsteil war Baden-Württemberg
zusätzlich mit einem Bullen und einer Kuh der Rasse Zwergzebu vertreten. Diese Demotiere
blieben eine weitere Woche in Berlin. Sämtliche
Kühe führten ein nach dem 28. Februar 2001 geborenes Kalb bei Fuß.
Ein Richtwettbewerb mit Siegerauswahl fand bei den Rassen
Angus, Charolais, Fleckvieh, Galloway, Gelbvieh, Hereford, Highland, Limousin, Salers,
Uckermärker, Welsh Black und Zwergzebu statt. Insgesamt 54 Bullen und 94 Kühe mit ihren
Kälbern, allesamt die Besten ihrer Länder, kämpften innerhalb ihrer Rasse vor stets
dichtgefüllten Zuschauerrängen in der Messehalle 25 um Bundessieger- und
Bundesreservesieger-Titel. |
| Mit 15 Bullen und Kühen plus Kälbern
aus acht verschiedenen Fleischrinderrassen war Baden-Württemberg in Berlin so stark
vertreten wie noch nie. Und auch noch nie so erfolgreich. Bis auf zwei Kühe errangen die
baden-württembergischen Tiere in ihren jeweiligen Richtklassen immer einen der ersten
drei Plätze: 3x Klassenerster, 5x -zweiter und 5x -dritter lautete das Urteil der
Preisrichter. Und dieses Ergebnis unterstreicht das hohe züchterische Niveau der
baden-württembergischen Fleischrinderzucht, da bis auf den Gallowaybullen Sammy, den
Zwergzebubullen Ivan und die Anguskuh Christa alle anderen Tiere hier im Land gezüchtet
und geboren wurden. |

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| Höchstprämiiertes
baden-württembergisches Tier wurde der Highlandbulle Whisky von Dieter Pfeiffer aus
Neuweiler im Kreis Calw. Er wurde in seiner Altersgruppe Klassensieger und später in der
Konkurrenz mit den andern, wesentlich jüngeren Highlandbullen aus ganz Deutschland
Bundesrassesieger. Dieser Sieg ist wohl die Krönung einer nicht alltäglichen
Erfolgsstory in der deutschen Fleischrinderzucht: nach drei Rassesiegen in Folge auf dem
Landwirtschaftlichen Hauptfest in Bad Cannstatt, 1995, 1998 und 2001 wurde Whisky im
September 2000 Landessieger und bei seinem wohl letztmaligen Auftreten auf einer Schau zum
Bundessieger und damit zum schönsten und besten Highlandbullen Deutschlands gekürt. Und
dies im biblischen Rinderalter von fast 11 Jahren. Für diesen grandiosen Sieg erhielt
Herr Pfeiffer vor großer Kulisse die DLG- Medaille aus Händen von Dr. Köckler. Whisky
bestach durch sein majestätisches Auftreten, seinen äußerst typvollen Kopf, seine im
hohen Alter noch hervorragende Bemuskelung, durch seinen ruhigen Charakter und seinen
harmonischen Körperbau. Im Nu avancierte er zum Star auf der Grünen Woche. Zu erwähnen
ist noch die überragende Vererbungsleistung dieses Zuchtbullen: einige seiner Söhne
wurden auf Körungen hoch bewertet und sorgen in Zuchtbetrieben im ganzen Land für
Nachwuchs in den dortigen Highland-Herden. |
| Nur ganz knapp verfehlten Robert und
Friederike Schmid aus Veringenstadt im Kreis Sigmaringen mit ihrer 3 ¼ Jahre alten
Aberdeen Anguskuh Kärcher Evita MLR den Bundessiegertitel. Ganz überlegen gewann Evita
ihre Altersklasse und schlug bei der Endauswahl bis auf eine mit sechs Jahren im besten
Alter stehende Kuh aus Sachsen sämtliche Konkurrentinnen und errang den Bundesreservesieg
der Rasse Angus (Aberdeen und Deutsche Angus). Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr.
Ist der Vater von Evita doch der bekannte Ausstellungsbulle Joe, mit dem Robert und
Friederike Schmid 1995 jeweils ganz überlegen den Landessieg in Cannstatt und den
Bundessieg in Alsfeld/Hessen erringen konnten und war die Mutter von Evita 1998 in
Cannstatt, wo sie am 1.Oktober während dem Hauptfest Evita zur Welt brachte. Sowohl die
Firma Kärcher als auch das Ministerium für Ländlichen Raum, kurz MLR, übernahmen die
Patenschaft für dieses Kalb und verliehen Evita diese Beinamen. Die in der roten Farbrichtung gezogene Deutsche Anguskuh Christa
von Familie Otto Klenk aus Untergröningen im Ostalbkreis errang in ihrer Klasse einen
Id-Preis. |
| Mit je 23 Bullen und Kühen waren die
Rassen Fleckvieh Fleisch und Charolais in Berlin am stärksten vertreten. Den einzigen
Platz aus dem Charolaiskontingent für`s Land vertrat Thomas Rott aus Aidlingen, Kreis
Böblingen, bestens: mit seiner über 1000 kg schweren, gut 6-jährigen Carmen, die im
September noch in Cannstatt gewonnen hatte, wurde er in einer starken Konkurrenz
Klassenzweiter. |
| Das Kunststück, sich gleich mit beiden
Tieren ganz weit vorne zu placieren, gelang bei der Rasse Galloway Maximilian Erbgraf zu
Königsegg aus Königseggwald im Kreis Ravensburg. Sowohl mit seinem fast neunjährigen
Sammy wie mit seiner sechsjährigen Lieselotte errang er in stark beschickten Klassen
jeweils den Ib-Preis. |
| Ebenfalls mit einem Bullen und einer
Kuh mit Kalb war Viktor Engel aus Bühlerzell-Schönbronn, Kreis Schwäbisch Hall, nach
Berlin gefahren. Mit seinem hornlosen, knapp vierjährigen Fleckviehbullen Eiser kam er
hinter dem späteren Bundessieger in seiner Klasse auf den dritten Platz. Trotz bester
Daten, 30 Monate EKA, 354 Tage ZKZ, 6 Kalbungen mit 6 Kälbern und einem sehr guten
Kuhkalb bei Fuß war die fast neunjährige Kuh Bianca den Preisrichtern zu milchbetont und
hatte zudem noch übermächtige Konkurrenz: in dieser Klasse standen die spätere
Bundessiegerin und Bundesreservesiegerin. |
| Einen Ic-Preis erreichte Gerd
Böttinger aus Gechingen im Kreis Calw in der Jungkuhklasse bei den Limousin. Die 4 ½
Jahre alte Hanika führte ein sehr gutes Bullenkalb bei Fuß. |
| Mit zwei noch ganz jungen Salerskühen
ging Eberhard Breitling aus Deufringen, Kreis Böblingen, in die Konkurrenz. Mit der 3 ½
jährigen Gertrud verfehlte er wie schon vor vier Jahren an gleicher Stelle mit seiner Kuh
Elvira denkbar knapp den ersten Platz. Dritte wurde seine noch jüngere Kuh Naomi. |
| Bei der Rasse Zwergzebu waren nur Tiere
aus Baden-Württemberg und Hessen am Start. Zum
besten Bullen wurde der knapp sechsjährige Bernd vom Birkenhof von Friedrich und Martin
Wunderlich aus Dörzbach, Hohenlohekreis. Dieser Bulle mit seinem mächtigen Buckel,
seiner hervorragenden Bemuskelung und seinem extrem feinen Fundament war einer der
Attraktionen in der Tierhalle 25. Der Kral der Zwergzebus war ständig dicht umlagert.
Mit seiner Kuh Brigitte kam Wunderlich auf den dritten
Platz. Beide Tiere blieben im Gegensatz zu den Schautieren noch eine weitere Woche zu
Demonstrationszwecken in Berlin.
Der zweite Zwergzebuzüchter aus Baden-Württemberg,
Reiner Lämmle aus Berglen-Spechtshof im Rems-Murr-Kreis, kam mit seiner weißen Kuh Susi
auf den zweiten Platz, hinter der von ihm gezüchteten Swedlana, die er 1996 nach Hessen
verkauft hatte.
Mit seinem Bullen Ivan erreichte Lämmle einen IC-Preis. |
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