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Aktuelle Fleischrinderberichte Züchter aus
Baden-Württemberg fahren in die französische Region In der Zeit vom 8. bis 11. Juli dieses Jahres haben der Arbeitskreis Limousin Baden-Württemberg und die Rinderunion Baden-Württemberg eine Reise nach Limoges, dem Herz der Rasse Limousin in Frankreich, organisiert. 28 Limousin-Züchter und -Halter aber auch einige Angus- und Fleckvieh-Züchter haben an dieser Reise teilgenommen. Das Ziel dieser Reise war es den Teilnehmern die neuen interessanten Blutlinien in Frankreich vorzustellen, aber auch den Blick der Züchter für die äußere Erscheinung der Tiere weiter zu schulen. Dazu kamen viele Informationen zu Themen wie Fütterung und Führung einer Herde. Das Programm für diese Reise wurde von Greg Pénière auf die Beine gestellt, der auch die Führung und die Kommentierung bei allen Besichtigungen übernommen hat. Ganz am Anfang der Reise stand die Besichtigung der Betriebe von EARL Régis GERAUD und EARL LASTERNAS Olivier, die gemeinsame Eigentümer des sehr berühmten Bullen VERDI sind, der 2007. und 2008 Ausstellungssieger von Frankreich war(der erste Bulle überhaupt, der in zwei aufeinander folgenden Jahren den Concours National in Frankreich gewonnen hat). Ausstellungssieger zu sein ist die eine Sache, aber wie sieht es mit der Nachkommenschaft von VERDI aus? Die Teilnehmer konnten sich hierzu in zwei verschiedenen Betrieben, anhand von verschiedenen Nachkommen unterschiedlichen Alters, ein Bild machen. Diese zwei Betriebe kaufen ihre Bullen gemeinsam, wodurch sie die Möglichkeit haben in höherwertige Genetik zu investieren, die logischerweise auch teurer ist. Ihr letzter Kauf ist ein RRE VS-Bulle (der aufgrund seiner Nachkommenschaftsprüfung zu den 1% der besten Bullen in Frankreich gehört) für 15.000 Euro! Die Investition in die Genetik steht an erster Stelle und hat Vorrang vor allen anderen Investitionen! haben uns Olivier Lasternas und Régis Géraud gesagt. Jedes Jahr kaufen sie ein paar Bullen, um diese zu testen. Der billigste Bulle kostet sie 5.000 Euro! Wenn man beide Betriebe zusammen betrachtet, dann zählen sie 300 Kühe, alles Herdbuchtiere. Régis Géraud hat den Teilnehmern die einzelnen Positionen beschrieben, auf die er bei der Selektion seiner Tiere besonders achtet. Besonders wichtig für ihn sind die Qualität der Becken (Form und Breite), die der Garant für Leichtkalbigkeit sind, sowie die Länge und der Rücken der Tiere. Diese Punkte hat er uns an seinen Ausstellungstieren gezeigt, die er uns am Halfter, gewaschen und gebürstet vorgeführt hat, wie er es auch für eine Ausstellung tun würde. Nach einem ausgiebigen Essen im Betrieb der Familie Géraud, ging die Besichtigung im Betrieb der Familie Lasternas weiter.
Olivier Lasternas hat erst vor 13 Jahren mit der Zucht begonnen. Alle Teilnehmer waren von der Gruppe der 18 Monate alten Kalbinnen sehr beeindruckt! Es ist selten eine so gute und homogene Gruppe von Tieren zu sehen. Die meisten Kalbinnen sind Töchter von VERDI. Olivier hat den Teilnehmern viele Tipps zum Absetzen der Kälber, sowie zur Vorbereitung der jungen Bullen für einen späteren Verkauf als Zuchtbullen, gegeben. Kleinigkeiten, die jedoch große Auswirkungen haben können! So ging der erste Tag unserer Reise zu Ende, ein Tag in der brütenden Hitze aber mit einem tollen Empfang durch die französischen Züchter. Gute Laune und gute Tiere waren auf der Tagesordnung! Der zweite Tag begann mit der Besichtigung des Zuchtbetriebes von Jean-Luc VIRONDEAU, mit 80 Kühen. Dieser Betrieb ist seit einigen Jahren der wahrscheinlich bekannteste Betrieb in Frankreich. Zwei Bullen, die bei ihm geboren würden, waren 2010 in Paris, einer davon war CICERON. Ein weitere aus seiner Zucht ist VOLTIGEUR, der 2009 RRE vs geprüft wurde. Die Teilnehmer konnten die Nachkommen von VOLTIGEUR RRE VS und die seines Sohnes BOUFFON sehen. Bei unserem Besuch im Juli waren bereits alle Kälber verkauft und manche sogar schon reserviert, bevor sie überhaupt auf die Welt kamen. Die Käufer? Die berühmtesten französischen Züchter! Wer hat kein Kalb aus dem Betrieb von Jean-Luc Virondeau aus Frankreich oder zumindest diese Abstammung? Es war für alle Züchter sehr interessant die Qualität der jungen Tiere und ihrer Mütter zu bewundern und den Tipps von Jean-Luc Virondeau zu lauschen. Manche der Tiere, die wir gesehen haben, werden ganz ohne Zweifel auf Ausstellungen oder aufgrund ihrer Nachkommenschaftsprüfung in Frankreich bekannt werden. Danach ging es Richtung GAEC PIMPIN Frères, Betrieb mit 220 Kühen. Davon wurden 145 von Alain Pimpin als eigenbestandsbesamer künstlich besamt. Nur 5 davon mussten nachbesamt werden, was wircklig außergewöhnlich ist! Auch bei dieser Betriebsbesichtigung gab es viele interessante Themen:
Die Teilnehmer konnten einen Spezialisten der Rasse in Aktion sehen und haben vor allem sehr professionelle und technische Tipps mit auf den Weg bekommen. Obwohl diese Reise sehr kurz war, war sie sehr reich an Informationen und es gab sehr viele hochwertigen Tiere zu sehen. Diese Art von Reise ist sehr wichtig, um zu sehen, wie woanders gearbeitet wird und um andere Arten von Zuchtbetriebe kennenzulernen, aber auch um Informationen zur Rasse Limousin auszutauschen und vor allem um einen guten Blick für die Tiere zu bekommen. Einen großen Dank an die Züchter, die uns in ihren Betrieben empfangen haben, für ihre Zeit, ihren herzlichen Empfang und die zahlreichen Informationen. Einen großen Dank auch an alle Teilnehmer, die an dieser Reise teilgenommen haben und großes Interesse an der französischen Fleischrinderzucht gezeigt haben. Zum Abschluss noch einen großen Dank an Siegfried Melzian und Greg Pénière, die diese Reise auf die Beine gestellt haben. Wir sind gespannt, wann die nächste Züchterfahrt stattfinden wird. Das Programm steht auf alle Fälle schon jetzt fest!!! |
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