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RBW-Auktionsberichte


 

Anzeige in Kürze stattfindenden Auktionen mit Veröffentlichung von Auktionsinformationen (Auftriebszahlen, Uhrzeiten) und Ansicht von Auktionskatalogen und Gemelkslisten: siehe hier


Auktion am 14. September 2016 in Bad Waldsee

Bei hochsommerlichen Temperaturen fand der September-Markt in Waldsee statt

Braunvieh:

 

Interessant war das Angebot der Braunvieh-Zuchtbullen von denen die meisten genomische Zuchtwerte vorweisen konnten. Körsieger wurde ein Hebron-Sohn aus der Zucht von Gebhard Diem aus Wangen, aufgezogen und vorgestellt von Peter Rohmer, Kirchdorf. Er erzielte 1500,- €.

 

Gleich drei schauhfähige Jungkühe standen an der Spitze der Braunvieh-Kollektion.

 

Zwei Tiere stammten aus dem Betrieb Martin Riß, Dietmanns. Eine mittelrahmige Vivid-Tochter mit 33,2 kg Milch und einem perfektem Euter erlöste den Tageshöchstpreis von 1950,- €. Die andere war eine harmonische Eastal-Tochter mit 30,2 kg Milch. Beide Tiere waren Melkroboter gewohnt. Als weiteres Spitzentier stellte der Betrieb Edwin Kling eine erst kurz gekalbte Vigor-Tochter vor. Sie leistete bereits 28 kg Milch war sehr gut entwickelt und konnte ebenfalls ein fehlerfreies Euter vorweisen.

 

Das kleinere Angebot an Braunvieh-Zuchtkälbern konnte flott verkauft werden.

 

Fleckvieh:

 

Im Angebot bei den Fleckviehbullen stand ein sehr gut entwickelter Manor-Sohn, gezüchtet von Alois Müller, Atzenreute. Der Bulle stammte aus einer leistungsstarken Morbo-Tochter mit über 9000 kg Leistung.

 

Spitzentiere bei den Fleckvieh-Jungkühen stellten der Betrieb Halder, Schwarzenbach mit einer sehr harmonischen Octavius-Tochter mit knapp 30 kg Milch und sowie  Siegbert Blum, Walbertsweiler mit einer sehr eleganten Oberg-Tochter mit 31 kg Milch kurz nach der Kalbung. Als weitere vorgestellte Jungkuh präsentierte Margit Maier, Geratsberg eine typvolle Vucano-Tochter mit einem sehr guten Euter. Den Tageshöchstpreis erlöste Siegbert Blum, Walbertsweiler mit 2050,-€ für eine schaufähige Jungkuh.

 

Holsteins:

 

Sehr gut war die Qualität der Holstein-Zuchtbullen. Körsieger und auch teuerster Bulle wurde ein Mascalese-Sohn aus einer sehr leistungs- und exterieurstarken Pronto-Tochter, aus der Zucht Manfred Erthle, Eggingen. Das hervorragende Pedigree und fehlerfreies Exterieur waren einem Käufer 1750,- € wert. Ebenfalls enorm entwickelt und genomisch typisiert präsentierte Konrad Knupfer einen Lobach-Sohn aus einer Manttle-Tochter mit sehr hohen Inhaltstoffen.

 

Spitzentiere bei den Holstein-Jungkühen stellten der Betrieb Matthias Abele, Beerhalden mit einer sehr chicen rotbunten Can Be-Tochter, sowie der Betrieb Dürr GbR, Achstetten mit einer hervorragenden Exol-Tochter die 35,2 kg Marktgemelk vorweisen konnte und ein beeindruckendes Euter zeigte. Hier fiel der Zuschlag bei 1800,- €. Beide Tiere traten die Reise nach Österreich an. Eine euterstarke Jungkuh von Armin Arnegger, Markdorf erlöste 1700,- €. Die Holstein Kuhkälber konnten nur sehr günstig verkauft werden.

 

Preisspiegel

Kategorie

Anzahl

Minimum

Maximum

Durchschnitt

Braunvieh:

Bullen

3

1250

1500

1417

Jungkühe

16

900

1950

1334

Kuhkälber

8

50

290

214

Fleckvieh:

Bulle

1

1600

1600

1600

Jungkühe

18

900

2050

1397

Holsteins:

Bullen

8

1300

1750

1438

Jungkühe

39

900

1800

1215

Kühe

1

1000

1000

1000

Kuhkälber

8

130

220

166


5. Mox Type & Utility Sale 2016 am 03. September 2016

Kuhbegeisterung pur - Großartiger Erfolg

Zweithöchster Preis für die Doorman-Tochter mit großer Zukunft, die ihre Wurzeln in der Kuhfamilie von Tri-Day Ashlyn EX-96 hat. Sales Team

Bei schönem Herbstwetter fand am Samstag, den 3. September auf dem Stüblehof der Familie Mock der 5. Mox Sale statt.

 

Mit Spannung wurde erwartet, wie sich die angespannte Lage auf dem Milchmarkt auf die Auktion auswirkt. Wie gewohnt kamen viele Holsteinenthusiasten aus ganz Europa, aber auch Schaulustige aus der näheren und weiteren Umgebung nach Markdorf, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Schon am Nachmittag konnten sich die Interessenten ein Bild von den bestens präsentierten Kälbern, Jungrindern und Jungkühen machen. Neben den Tieren des Zuchtbetriebes Mock wurden Tiere aus Irland, Frankreich, Österreich, Südtirol und aus anderen Zuchtgebieten Deutschlands zum Verkauf angeboten.

 

Wie in den Vorjahren waren insbesondere die stark exterieurorientierten Schweizer und Österreicher bereits am Nachmittag schon sehr zahlreich vertreten. Auch Jungzüchter aus dem hohen Norden nahmen mit dem Bus den weiten Weg nach Markdorf in Kauf um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Gegen 18.30 Uhr stieg dann nach dem musikalischen Auftakt und der Begrüßung mit Andreas Aebi einer der besten Auktionatoren Europas in den Ring um die 68 angebotenen Tiere und weitere zusätzliche Embryonenpakete zu versteigern. Über 1500 Interessenten und Schaulustige verfolgten auf voll besetzten Rängen und am Tresen die Auktion. In bewährter Weise präsentierte Cord Hormann die Abstammungen, Kuhfamilien und die Tiere.

 

 

Gleich Kat.-Nr.1, eine sehr schicke, mit allerbestem Euter ausgestattete Armani-Tochter aus dem Betrieb Egon Strudthoff, Dötlingen war der Top-Seller der Auktion mit 12.500 € und findet eine neue Heimat in die Schweiz. Sie war auch im deutschen Kontingent bei der Europäischen Holstein-Schau in Colmar. Der gleiche Käufer sicherte sich auch das zweitteuerste Tier. Dieses extrem beeindruckende, sehr feinzellige, milchtypische Kingpin-Jungrind von der Mock GbR stammt aus der Gold Chip-Tochter Neymar, die 1a auf der RBW-Schau platziert war und geht auf die gleiche Kuhfamilie zurück wie die Reservesiegerin der Europäischen Holstein-Schau in Colmar, Ashlyn Vray EX-96.

Die legendäre Mox Kite Maryrose EX 90, die beim 1. Mox Sale verkauft wurde, stellte allein 6 Töchter und Enkeltöchter in der Auktion. Sie selbst war das „Empfangskomitee“ auf der Weide vor dem Stüblehof in Markdorf und ist mit ihren mittlerweile 59 Nachkommen immer noch eine sehr imposante Erscheinung. Von diesen stand ihre hornlose Ladd P-Tochter am höchsten in der Käufergunst und wechselte ebenfalls zu einem renommierten Zuchtbetrieb in die Schweiz.

Eine auffällige Doorman-Tochter mit großer Zukunft, die ihre Wurzeln in der Kuhfamilie von Tri-Day Ashlyn EX-96 hat, erlöste 9.000 €. Ebenfalls sehr begehrt war ein Doorman-Kalb aus der äußerst erfolgreichen französischen Schaukuh Delicia EX-93, einer Baxter-Tochter. Auch sie findet eine neue Heimat in der Schweiz.

Auch die Nachkommen der Familien von Goldwin-Rocket und Goldwin-Ranya standen hoch in der Käufergunst.

 

Die Verkaufsquote betrug 97 Prozent. Über 2/3 aller Tiere wurden ins Ausland verkauft. Wie immer kamen die meisten Käufer aus den beiden Alpenländern. Hauptabnehmerland war erneut die Schweiz mit 18 Tieren gefolgt von Österreich mit 15, Italien mit 10, wovon die meisten die Reise nach Südtirol antreten. Jeweils 1 Tier ging nach Polen, Slowenien und in die Niederlande. 19 Tiere bleiben in Deutschland. Erfreulicherweise beteiligten sich diesmal die heimischen Züchter stärker und es bleiben 10 Tiere in Baden-Württemberg. Der Durchschnittspreis betrug 4.081 €. Weiterhin konnten noch 9 Embryonenpakete zu sehr guten Preisen verkauft werden. Zu diesem Erfolg beigetragen hat sicherlich die sehr gut durchdachte Vorauswahl, das ausgezeichnete Züchterauge, die excellente Vorbereitung durch hochmotivierte Jungzüchter aus verschiedenen europäischen Ländern und die professionelle Präsentation der Verkaufskollektion.

 

Markus Mock bedankte sich nach der Auktion bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Anschließend stieg dann die berühmte Mox Big Cow-Party, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Traditionellerweise war am Sonntag auf dem Stüblehof Tag des offenen Hofes, bei der sich die Rinderzüchter und die Verbraucher an verschiedenen Infoständen informieren und sich in den Stallungen ein Bild von den Tieren und dem Kuhkomfort machten und die neuen Roboter in Augenschein nehmen konnten.


Kälber- und Fresserauktion in Herrenberg am 01. September 2016

Bullenkälber geben nach – Kuhkälber heiß begehrt

Kälber in Topqualität in Herrenberg

Am Septembermarkt kamen in Herrenberg insgesamt 147 Tiere zur Versteigerung. Bei schönstem Spätsommerwetter erfreuten sich die Kuhkälber einer sehr flotten Nachfrage. Nach teilweise langen Bieterduellen ergab sich unter dem Strich ein Durchschnittspreis von 4,00€/kg bei 66kg Durchschnittsgewicht.

 

Im Vergleich zu den von extremer Nachfrage bestimmten Vorwochen beruhigte sich der Markt bei den Bullenkälbern spürbar. So bot sich bei erneut guter bis sehr guter Kälberqualität eine hervorragende Einkaufsmöglichkeit für den privaten Käufer. Hervorragende Mastqualitäten waren wieder im Bereich um 5,50€ zu haben, der Durchschnittspreis pendelte sich bei immer noch für alle Seiten zufrieden stellenden 5,28€/kg bei 81kg mittlerem Marktgewicht ein. 129 Bullenkälber wurden verkauft. Zwei weibliche Fresser wurden ebenfalls verkauft.

 

Die nächste Auktion in Herrenberg findet am 6. Oktober statt.

 

Preisspiegel

 

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

Preisspanne/kg, netto

von

bis

Kuhkälber

15

15

66

2,11

5,00

Bullenkälber

130

129

81

1,57

6,03


Auktion am 01. September 2016 in Donaueschingen

Am 1. September 2016 wurden bei der Kälberversteigerung der RBW in Donaueschingen 320 Kälber angeliefert und flott verkauft.

 

Die Bullenkälberpreise lagen auf dem Niveau der Vormonate. Die Kuhkälber konnten im Preis deutlich zulegen.

 

Die 81 Vorderwälder-Kuhkälber erzielten einen Durchschnittspreis von 181 Euro bei 77 kg Gewicht. Die 34 Fleckvieh-Kuhkälber kamen im Durchschnitt bei 83 kg auf einen Preis von 303 Euro je Kalb. Den Tageshöchstpreis von 520 Euro erzielte eine schöne Vollgas PS-Tochter aus einer überragenden Jungkuh aus dem Betrieb Ewald in Bräunlingen.

 

Die 58 Vorderwälder-Bullenkälbern waren wieder gut gefragt. Je Kalb mit durchschnittlich 74 kg Gewicht wurde netto 260 Euro angelegt. Der kg-Preis lag somit bei 3,51 Euro.

 

Auch bei den 219 Fleckvieh-Bullenkälbern lief die Versteigerung flott. Im Schnitt wurde je Kalb mit 77 kg 411 Euro bezahlt. Dies ergibt 5,35 Euro pro kg.

 

Die nächste Kälberversteigerung findet am 6. Oktober 2016 im Anschluß an die Vorderwälder-Großviehversteigerung statt. 

 

Preisspiegel

Fleckvieh

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

34

34

83

1,10

3,65

Bullenkälber

219

219

77

1,10

6,58

Vorderwälder

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

81

81

77

1,00

2,35

Bullenkälber

58

58

74

1,67

5,25


Auktion am 25. August 2016 in Ilshofen

Günstige Einkaufsmöglichkeit bei den Jungkühen

An der Spitze der Fleckvieh-Jungkühe rangierte eine schaufertige Valot – Tochter von Familie Stier aus Untermünkheim - Schöneberg, die bereits kurz nach der Kalbung 27 kg Milch leistete. Den Tageshöchstpreis der Holstein-Jungkühe erlöste eine fehlerfreie Million – Enkelin von Familie Weidner aus Künzelsau - Steinbach, die 33,5 kg Milch vorweisen konnte.

Am 25. August fand in Ilshofen die Zuchtrinder- und Kälberversteigerung der Rinderunion Baden-Württemberg statt. Bei den melkenden Tieren bestand aufgrund des umfangreichen und breitgefächerten Angebotes eine günstige Einkaufsmöglichkeit.

 

Die Kälberpreise sowohl bei den Kuh- als auch bei den Bullenkälbern blieben aufgrund der hohen Nachfrage konstant.

 

Holsteins:

 

Der Verkauf der 11 angebotenen Jungkühe gestaltete sich trotz sehr hoher Milchleistungen von Beginn an sehr zäh. Letztendlich konnten aber alle Tiere zum Durchschnittspreis von 1174.- Euro verkauft werden.

Den Tageshöchstpreis von 1480.- Euro erlöste eine fehlerfreie Million – Enkelin von Familie Weidner aus Künzelsau - Steinbach, die 33,5 kg Milch vorweisen konnte.

 

Fleckvieh:

 

Für durchschnittlich 1975.- Euro wurden die beiden angebotenen Zuchtbullen verkauft. Spitzenbulle war ein enorm entwickelter Williams – Sohn aus einer enorm leistungsstarken Kuhlinie von Stefan Göggerle aus Rainau - Dalkingen.

 

Neben einer Zweitkalbskuh kamen 36 Jungkühe zum Verkauf. Hier war die Qualität sehr breit gefächert. An der Spitze rangierte eine schaufertige Valot – Tochter von Familie Stier aus Untermünkheim - Schöneberg, die bereits kurz nach der Kalbung 27 kg Milch leistete und 1720.- Euro erlöste. Der gleiche Betrieb stellte auch die zweitplatzierte Jungkuh, eine für ihr Alter enorm entwickelte Hurrican – Tochter mit über 35 kg Milch die ebenfalls 1720.- Euro erlöste. Bis auf drei Tiere konnte die gesamte Kollektion bei etwas gedämpften Marktverlauf für durchschnittlich 1328.- Euro verkauft werden.

 

Sehr gefragt waren die 54 angebotenen und im Mittel 75 kg schweren Kuhkälber. So ergab sich hier ein durchschnittlicher Nettopreis je kg Lebendgewicht von 3,93 Euro, was einem Stückpreis von 295.- ergibt.

 

Auch die 336 angebotenen Bullenkälber fanden schnell zu konstanten Preisen einen neuen Besitzer. Im Mittel 78 kg schwer erlösten sie einen durchschnittlichen Nettopreis von 5,81 Euro je kg Lebendgewicht bzw. 452.- Euro je Tier.

 

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden am Mittwoch, den 14. September (Kälber Fleckvieh) sowie am Donnerstag, den 29. September (Großvieh und Kälber Holsteins und Fleckvieh) statt.

 

 

Preisspiegel

Gattung

Anzahl

Preisspanne

Durchschnittspreis

Jungkühe Holsteins

11

765.- - 1480.-

1174.-

Jungbullen Fleckvieh

2

1950.- 2000.-

1875.-

Jungkühe Fleckvieh

33

1000.- 1720.-

1328.-

Zweitkalbskühe Fleckvieh

1

 -

1300.-


Hofauktion Fleckvieh-Fleisch am 09. April 2016

Hohe Erwartungen voll erfüllt !

Hordy PP,  mit knapp 2 Jahren schon ein beeindruckender Deckbulle,  stellte H.-J. Burkhardt  als Beispiel seiner Zuchtpolitik vor

Samstagabend am 9. April war es wieder Zeit für den schon traditionellen „Nightsale“ bei Hans-Jochen Burkhardt in Oberreichenbach-Würzbach, Nordschwarzwald. Wieder mal allerbeste Genetik aus verschiedenen Linien war im Angebot, darunter acht reinerbig hornlose Jungbullen aus drei verschiedenen Vätern. Und die hohen Erwartungen wurden in jeder Hinsicht erfüllt, insgesamt 10 Bullen sowie 3 Rinder fanden ihre neuen Besitzer. Gewohnt viel Publikum war gekommen, neben den heimischen Züchtern konnten Besucher aus Bayern, den nördlichen Bundesländern, aus Österreich und der Schweiz begrüßt werden.

 

Heiß umworben war der gewaltige Körsieger, ein heller, reinerbig hornloser Lincoln-Sohn aus einer Zarius-Tochter: RZF 113 sein Zuchtwert Fleisch bei enormen 721 kg mit knapp 12 Monaten, 8/9/8 sein Körurteil. Für 4000,- € wird er nun in Mecklenburg-Vorpommern den guten Ruf unserer Genetik verbreiten dürfen. Die weiteren, vom Auktionator Markus Werner bestens angebotenen und zugeschlagenen neun Bullen gingen nach Bayern, Baden-Württemberg und Österreich. Auch das LAZBW in Aulendorf sicherte sich einen Top-Bullen für deren Mütterkühe, einen Lincoln aus der berühmten 9/9/9 bewerteten Landessiegerkuh Anneliese, ebenfalls PP und 8/8/8 gekört.

 

Mit einem mittleren Verkaufspreis von knapp 2800 € war auch Familie Burkhardt sehr zufrieden, dazu konnten ja noch die drei weiblichen Absetzer für jeweils 1200 € nach Thüringen verkauft werden. Jeder, der diesmal dabei war, kommt sicher am 8. April 2017 wieder. Schöne Tiere sehen, die Atmosphäre genießen und sich mit anderen Züchtern bei Kaffee, Bier und guter Wurst austauschen, das wird sich auch 2017 keiner entgehen lassen. Und wer neue Genetik braucht, Burkhardt hat immer interessante Jungbullen für fast jeden Geschmack! 

Dr. Schmidt

Hordy PP,  mit knapp 2 Jahren schon ein beeindruckender Deckbulle,  stellte H.-J. Burkhardt  als Beispiel seiner Zuchtpolitik vorRZF 113, reinerbig hornlos, dazu 8/9/8 gekört, ihn wollten viele, für 4000 € nach Vorpommern verkauftDieser Proger-Sohn, aus einer Tochter des Bundessiegers Komo, dazu PP und 8/8/8 gekört, ging für 2700 € nach St. Blasien

Auktion am 08. April 2016 in Schönau

Acht Bullen, zwei Rinder und eine Mutterkuh mit Kalb verkauft

Das ist der schöne Spitzenbulle Singnap mit Züchter Armin Roser aus Müllheim- Muggardt (rechts).  Der mit Bestnote 9 in der Bemuskelung eintaxierte Bulle wechselt zum Tageshöchstpreis zur  GbR Wagner in Abtsgmünd-Wilflingen

Auf dem Frühjahrsmarkt für Hinterwälder in Schönau am Freitag, den 8. April 2016 wurden acht Zuchtbullen zu im Schnitt guten 1.669 € versteigert. Damit wurden gleich viel Bullen wie auf dem Vorjahresmarkt abgesetzt, der Preis allerdings lag 161 € höher.

 

Zehn Bullen wurden für die Milchvieh- und zwei für die Mutterkuhhaltung angeboten. Die Qualität der Milchviehbullen war ordentlich bis gut, der Mutterkuhbullen waren eine Klasse für sich. Ein Bulle ging in Gemeindebesitz, die anderen sieben wechselten in Zuchtbetriebe. Ein Bulle kommt nach außerhalb des Zuchtgebietes.

 

Wiederum wurden innerhalb der Klassen die Mutterkuhbullen zuerst angeboten. Da kamen zwei aus der Zucht von Armin Roser aus Müllheim- Muggardt, die uns schon auf der Badenmesse begeistert hatten. Zum einen Singnap, ein Singlersohn aus einer Napbärmutter. Mit 516 kg Gewicht kam er auf sehr hohe Zunahmen von 1.147 g pro Tag im Alter von 14 Monaten. Eine bessere Bemuskelung gibt es nicht, deswegen erhielt er die Note 9 = hervorragend. Singnap erzielte mit 1.950 € den Tageshöchstpreis zugunsten der GbR Wagner in Abtsgmünd- Wilflingen. Dann kam Walter, ein genetischer Leckerbissen, ist er doch einer der wenigen Fällersöhne aus der gezielten Anpaarung. Er wog mit 14,5 Monaten 458 kg, was guten Zunahmen von 969 g pro Tag entspricht. In der Bemuskelung passte die Note 8 = sehr gut. Interessanter Weise wechselte dieser Bulle für 1.800 € in einen Milchviehbetrieb, Hubert Schätzle aus Todnau- Präg hatte die Tafel am längsten oben. Der erste Bulle für die Milchviehhaltung war der sehr gut entwickelte Silnaburgsohn Silnahu, den Klaus Kiefer aus Aitern anbot. Er kommt für 1.400 € zunächst zu Meinrad Kopp nach Schramberg- Sulgen und dann in den Nordschwarzwald zu Bernhard Raible aus Nagold- Vollmaringen.

 

Der jüngste Bulle kam auch auf über 1.000 g tägliche Zunahmen und die Bewertung 7/6. Hubenfo hat eine langlebige Benforalmutter und wurde von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg vorgestellt. Für 1.650 € wechselte er zu Hans Frick nach Alpirsbach. Der Halbbruder Humforal vom gleichen Besitzer trat die weiteste Reise an: Auch für 1.650 €  kommt er zu Xaver Schauer nach Bad Kohlgrub im Landkreis Garmisch Partenkirchen in Bayern. Der älteste mit 7 in Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung bewertete Labflortsohn Lahunap wurde von Thomas Kiefer aus Zell- Pfaffenberg zum Anschlagspreis erworben. Gezüchtet hat ihn Martin Pfefferle aus Aitern- Rollsbach, angeboten Hubert Schätzle aus Todtau- Präg. Bei den folgenden Ronlabsöhnen von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg ging es nochmals richtig zur Sache. Ronhum, mit 7 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert, konnte im Kaufauftrag für 1.850 € für Angelika und Jochen Leins in Waldstellen gesteigert werden. Der mit 6 in Bemuskelung und 7 in der Äußeren Erscheinung bewertete Halbbruder Ronbena wechselte zur Gemeinde Münstertal für 1.750 €.

 

Eine Mutterkuh mit Kalb und zwei Rinder vervollständigten das Sortiment. Clemens Speicher aus Ibach ist neuer Besitzer des schönen Mutterkuhgespannes für 1.200 €. Thomas Kiefer aus Zell- Pfaffenberg hieß der Anbieter. Die beiden 12 und 13 Monate alten Rinder wurden von Anton Kalt aus Albruck- Kuchelbach angeboten. Das etwas ältere war ein wunderschönes Exemplar. Meinrad Kopp aus Schramberg- Sulgen ließ sich diesen Leckerbissen nicht entgehen, für 650 € ist es nun sein eigen. Das zweite wechselt für 600 € zu Hansjörg Trautwein nach Schopfheim- Gersbach.

 

Leider war keine Nachfrage nach drei Bullenkälbern, die Thomas Kiefer aus Zell- Pfaffenberg angeboten hat. Sie sind auf der Homepage der RBW unter Verkaufsangebote eingestellt genauso wie die nicht verkauften Bullen.

 

Der Herbstmarkt für Hinterwälder findet am Freitag, den 14. Oktober 2016 in Schönau statt, wer zwischenzeitlich Hinterwäldertiere benötigt, wende sich wie üblich an Herrn Preiser, Telefon: 0172/9645246.

 

Preisspiegel:

Verkaufsklasse

verkauft

Preis netto €

Preis von - bis €

Bullen Klasse II

4

1.700

1.400 – 1.950

Bullen Klasse III

4

1.638

1.300 – 1.850

alle Bullen

8

1.669

1.300 – 1.950

Das ist der schöne Spitzenbulle Singnap mit Züchter Armin Roser aus Müllheim- Muggardt (rechts).  Der mit Bestnote 9 in der Bemuskelung eintaxierte Bulle wechselt zum Tageshöchstpreis zur  GbR Wagner in Abtsgmünd-WilflingenWalter von Fäller war mit 8 in der Bemuskelung eintaxiert und wurde wegen der guten Milchgenetik auch auf der Mutterseite von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg ersteigert. Vorführer ist der Züchtersohn Adrian Roser  Der sehr frohwüchsige Silnahu von Klaus Kiefer aus Aitern findet seinen Käufer in Bernhard Raible aus Nagold- Vollmaringen. Meinrad Kopp aus Schramberg- Sulgen (rechts)  übernahm den Kaufauftrag Hubenfo, mit 7/6 bewertet, wechselt von Hubert Schätzle in Todtnau- Präg in den Nordschwarzwald zu Hans Frick (rechts) nach Alpirsbach. Vorführer ist Züchter-sohn Lukas Schätzle  Dieser Humbenfosohn Humforal von Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg wechselt nach Bayern zu Xaver Schauer (rechts) nach Bad Kohlberg Mit 7 in Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung gefiel der Labflortsohn Lahunap Thomas Kiefer am besten. Geführt wird er vom Züchter Martin Pfefferle (links) aus Aitern- Rollsbach, angeboten wurde er von Hubert Schätzle aus Todtnau- PrägDen zweithöchsten Preis erzielte dieser Ronlabsohn Ronhum von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg. Mit 7 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung wechselt er im Kaufauftrag zu Angelika und Jochen Leins in Waldstetten. Vorführer ist der Neffe Benjamin Kuttler  Ronbena, Halbbruder von Ronhum, mit 6 in Bemuskelung und 7 in Äußerer Erscheinung eintaxiert, war auch recht begehrt und wechselt  in die Gemeinde Münstertal Clemens Speicher aus Ibach ist neuer Besitzer dieses schönen Mutterkuh-gespannes. Thomas Kiefer aus Zell- Pfaffenberg hieß der Anbieter und die Kinder Valentin und Manuela heißen die stolzen Vorführer Dieses wunderschöne Exemplar eines 13 Monate alten Hinterwälderrindes bot Anton Kalt aus Albruck- Kuchelbach an. Meinrad Kopp aus Schramberg- Sulgen (rechts) ließ sich diesen Leckerbissen nicht entgehen

Ein Fest in der Arena – Fleischrindertage 2016

Sebastian Lutz, selbst erfolgreicher Jungzüchter,  präsentiert den Siegerbullen Limousin von Harald Lutz, 8/9/8 gekört und für 4000 € verkauft

Nach Ansbach im Januar waren unsere 9. Fleischrindertage am 5. und 6. Februar der zweite gemeinsame Markt mit den bayerischen Züchterkollegen in 2016. Schon Ansbach war ein Erfolg für alle und Ilshofen stand dem nichts nach. Fleischrindertage Ilshofen 2016 waren ein denkwürdiger Markt bezüglich Qualität und Nachfrage! Insgesamt wurden 48 Bullen zugeschlagen, zu einem mittleren Preis von 2970 €, 16 Mal fiel der Hammer erst bei 3000 € und mehr, damit wurde die hohe Qualität der vorselektierten Bullen auch in der Breite belohnt. Den Spitzenpreis des Tages und auch aller bisherigen Süddeutschen Fleischrindertage erzielte dabei ein reinerbig hornloser Limousin mit 6200 €, nach packendem Bieterduell. Brach noch 2015 der Verkauf nach auswärts komplett ein, so konnten jetzt wieder 38 % der Bullen nach außerhalb von Baden-Württemberg verkauft werden, fünf davon gingen ins Ausland, die endlich errungene offizielle Freiheit von BHV1 zeigt sofort positive Wirkung!

 

Züchterabend und Jungzüchter

 

Auch das Wetter meinte es gut, weder Schnee, noch Eis oder Nebel hielten die Besucher vom Besuch der Arena Hohenlohe ab. Bereits zur Körung am Freitag und beim geselligen Züchterabend herrschten reger Andrang und gute Stimmung. Man kennt und schätzt sich, die bayerische und unsere Züchterschaft, und erste Kaufinteressenten - auch von weiter her- waren bereits zur Körung dabei. Alle Angus-Bullen waren Doppellender frei getestet, alle hornlosen Charolais- und Limousin-Bullen mit Labortest zum Horn-Status. Das Top-Angebot zog viele an, die Erwartungen für die Auktion stiegen permanent, selbst nachts wurden noch Bullen im Stall vorgeführt, rege diskutiert und Fotos im Netz verbreitet.

 

Der Samstagmorgen gehört traditionell den Jungzüchtern, die erneut ihr Können in zwei Altersklassen unter Beweis stellten. Und sie brauchen sich in keiner Weise hinter gestandenen Züchtern zu verstecken. Ganz im Gegenteil! Dem einen oder anderen der älteren Vorführer der Bullen in der anschließenden Auktion wäre so viel Geschick zu wünschen, wie unsere Jüngsten wieder mal bewiesen. Am besten schickt man zur Auktion gleich die Jungzüchter mit den Bullen in den Ring. Tatsächlich sahen wir einige zur Versteigerung wieder, einen besseren Beweis, was unsere Jungzüchter leisten, kann es kaum geben! Siegerinnen wurden Carolin Streng (21) aus Schillingsfürst und Ann-Kathrin Linder (14) aus Vellberg, vor Simon Mielke und Ruben Fellmann. Franz Büchlmaier und Johannes Vogel ließen als gutes Preisrichter-Team dabei auch den Spaß nicht zu kurz kommen, so machen sicher auch nächstes Jahr gerne wieder viele mit.

 

Extensivrassen

 

Einen guten Eindruck hinterließ die sehr harmonische Kollektion der vier Galloway-Jungbullen aus den bekannten Zuchtstätten Ederle, Bissingen/Teck, und Mielke, Dornstadt. Bei der Sammelkörung stand diesmal Hubert Mielke mit seinem schwarzen „Percy“ mit 8/8/8 ganz vorn, knapp vor dem roten „Chello“ mit 8/7/8 von Karl Ederle, der in Stiller Auktion für 2700 € verkauft wurde. Unsere Zwergzebus repräsentierte ein sehr typvoller schwarzer Jungbulle aus der Traditionszuchtstätte Michael Kubisek, Untermünkheim. Er wurde 8/7/7 gekört und war bereits vorab verkauft.

 

Körung und Auktion

 

Die 17 Angusbullen im Ring konnten wahrlich jeden Wunsch erfüllen, acht Aberdeen, vier rote, fünf BIO, sehr viel Fleisch mit Bemuskelungsnoten bis 9, RZF bis 118, Zuchtwert Zuchtleistung (RZL) der Mütter bis 111, für jeden war was dabei. Alle 17 wurden zugeschlagen, zu Preisen von 2100 bis zu 3500 € für den beeindruckenden schwarzen Körsieger von Alois Schaub, Hammelburg (Bayern), ein Aberdeen und dazu noch BIO, gut 15 Monate mit bereits knapp 700 kg, im Pedigree viel US-Genetik. Er ging ins württembergische Abtsgmünd. Der korrekte, mit 1330 g TZ sehr wüchsige, gerade 11 Monate alte Reservesieger von Hannes Fellmann, Löwenstein, wurde ins badische Neckargerach verkauft. Ein typvoller Aberdeen mit fast 1300 g TZ und RZF 105, von Dr. Junck in Jungingen, ging für 2900 € nach Österreich, vier weitere Bullen, davon drei aus der Zuchtstätte Schumacher in Heidelberg,  nach Rumänien.

 

Nach dem Erfolg in 2015 war auch dieses Mal ein exzellenter Blonde d’Aquitaine dabei, mit gut 11 Monaten bereits 552 kg und 8/8/8 gekört. Im Pedigree französische Top-Genetik, Mutter Berte mit RZF 118, RZL 110 und Bewertung 8/8/8 die vielleicht beste Kuh dieser Rasse in Deutschland. Mehrere wollten ihn, erst bei 3500 € fiel der Hammer für einen Haltungsbetrieb in Ravenstein.

 

Durch die Konzentration der Charolais-Bullen gemeinsam mit Bayern auf den Marktort Ilshofen konnten 12 sehr gute Bullen aus fünf Zuchtstätten aufgetrieben werden, von gehörnten Spitzentieren, vor allem von Robert Allmannsberger, Fürstenzell, über mischerbig hornlose bis hin zu reinerbigen PP-Bullen. Körsieger und Reserve, beide mit 8/8/8, stellte letztlich Robert Allmannsberger. Der junge, aber makellose und sehr rassetypische Siegerbulle, ein Ananas-Enkel mit gerade 11 Monaten und bereits 537 kg, ging für satte 5000 € nach Tittling, nahe Passau. Den Reservesieger sicherte sich für 3000 € ein Betrieb in Obersulm, nahe Heilbronn. Gutes Geld brachten noch die beiden PP-Bullen von Silvia Grauf, Feuchtwangen, mit 3600 und 3400 €. Zwei mischerbig hornlose von Thomas Rott, Aidlingen, gingen nach Oberschwaben und Südbaden. Nur ein gehörnter fand kein Gebot.

 

Schon zur Körung fiel auf, was auch auswärtige Besucher bestätigten, welch überragende Kollektion an Limousin-Bullen präsentiert werden konnte: kein Bulle schlechter als 7/8/7 gekört, sechsmal 8/8/8 und besser, RZF von 99 bis 122, 14 genetisch hornlos, davon drei PP. Überzeugend insbesondere der enorme Fleischansatz nahezu aller Kandidaten. Zur Versteigerung ging es gleich zügig los, der enthornte Körsieger mit 8/9/8, ein gewaltig entwickelter, vollfleischiger Jungbulle mit fast 1400 g TZ, gezüchtet aus einer Vetiver-Tochter von Harald Lutz, Seewald, ging für 4000 € auf einen Haltungsbetrieb in die Ortenau. Derselbe Betrieb in Hofstetten sicherte sich auch den Reservesieger von Markus Felix, Deggenhausertal, die zweite Fleischkanone, ein PS-Bulle mit ebenfalls 8/9/8. Extrem spannende Bieterduelle boten die beiden top-PP-Bullen. Den Klassensieger von Gebhard Spieler, Eberhardzell, ein unglaublich eleganter Bulle, 8/8/8 gekört mit 849 kg, sicherte sich letztlich eine Züchtergruppe aus Ost-Hessen für den absoluten Spitzenpreis aller Süddeutschen Fleischrindertage von 6200 €. Bei diesem Ausnahmebullen ist dänisch-kanadische Hornlosgenetik perfekt mit französischen Topbullen verknüpft. Wer hier unterlegen war, der bot beim zweiten top-PP-Bullen, den 7/8/7-gekörten BIO-Bullen der Sehner Peniere GbR aus Kirchenthumbach, ein Mateo aus einer Idole-Tochter. Für 4600 € ging dieser nach Gifhorn in Niedersachsen. Die bekannte Zuchtstätte Lamparth, Altensteig, konnte vier Bullen vermarkten, darunter einen 8/8/8-Klassensieger nach Ostrach mit dem Top-Pedigree „Boyscout“ aus der bekannten Libero-Tochter „Erlis“, beides Landessieger, sowie zwei weitere Bullen nach Bayern.

 

Fazit

 

Der Trend bei Angus geht Richtung AA und BIO, aber jeder gute Bulle findet weiterhin seinen Käufer. Bei Charolais und Limousin sind besonders die guten, reinerbig hornlosen nachgefragt, mischerbig hornlose müssen auch in den übrigen Kriterien überzeugen. Exzellente gehörnte können noch immer Spitzenpreise erzielen, gehörnte Durchschnittsbullen sind kaum noch verkäuflich. BIO wird auch bei Limousin mehr und mehr ein Thema. Nach der letztjährig guten Nachfrage aus Baden gingen auch diesmal 13 der 30 innerhalb des Ländle verkauften Bullen dorthin. Bedarf an guten Jungrindern scheint es weiterhin zumindest bei Angus und wohl auch bei Limousin zu geben, Nachfragen lagen vor, aber kein Angebot. Kaufaufträge konnten bestens bedient werden, die Nachfrage nach dem Rundum-Service inklusive Transport wird eher weiter steigen.

 

2016 hatten wir tolle Märkte mit dem Fleischrinder Verband Bayern, sowohl in Ansbach als auch jetzt in Ilshofen. Ab 2017 werden wir in Süddeutschland alljährlich um den 20. Januar an einem Markttag gemeinsam unsere Tiere anbieten. Am 20. und 21. Januar 2017 starten wir in Ansbach, 2018 wird es die Arena Hohenlohe sein. Und welch ein beeindruckendes Angebot wird Sie erwarten! Heuer hatten wir insgesamt an beiden Standorten im Ring: 39 Angus, 12 Charolais, 38 Limousin sowie Blonde d’Aquitaine, Fleckvieh-Fleisch, Galloway, Pinzgauer und Zwergzebu. Eine solch breite Top-Kollektion vorselektierter Tiere erwartet Sie künftig alljährlich bei unseren gemeinsamen Süddeutschen Fleischrindertagen. Wer noch nie bei unseren Fleischrindertagen dabei war, ab 2017 muss man hin. Herzlich willkommen!

 

Verkaufte Bullen Ilshofen 2016

Rasse

angeboten

verkauft

Mittlerer Preis (€)

von – bis (€)

Angus Bullen

17

17

2718

2100 - 3500

Blonde d’Aquit

1

1

3500

3500

Charolais

12

11

2973

2100 - 5000

Limousin

19

18

3189

2200 - 6200

Galloway

4

1

2700

2700

 

Dr. Thomas A. Schmidt

Der rahmige Angus-Körsieger von Alois Schaub, ein BIO-Aberdeen mit 691 kg und fast 1400 g TZ, darf jetzt für 3500 € auf der schwäbischen Ostalb deckenMit exakt 11 Monaten und 478 kg schon Reservesieger, der superentwickelte Angus von Hannes Fellmann, er deckt jetzt im badischen NeckargerachZuchtleiter Dr. Schmidt gratuliert Robert Allmannsberger zu dessen Körsieger, mit 11 Monaten bereits 537 kg und 8/8/8, für 5000 € zugeschlagenSebastian Lutz, selbst erfolgreicher Jungzüchter,  präsentiert den Siegerbullen Limousin von Harald Lutz, 8/9/8 gekört und für 4000 € verkauftAuch Galloway hatte vier gute im Angebot, Körsieger mit 8/8/8 und 597 kg wurde der schwarze, knapp zweijährige von Hubert MielkeDas heißeste Bieterduell des Tages bot der elegante Klassensieger Limousin mit 8/8/8 und PP* von Gebhard Spieler, am Ende für 6200 € nach Hessen zugeschlagenSuper Truppe, unsere Jungzüchter mit den Preisrichtern (von re.) Franz Büchlmaier u. Johannes Vogel, den Siegerinnen Carolin Streng (21) u. Ann-Kathrin Linder (14)

Fleischrinder aus Baden-Württemberg erfolgreich in Ansbach

Der elegante Körsieger Angus, für 3800 € verkauft

Am 22. und 23. Januar fand die 52. Zuchtviehauktion für Fleischrinder in Ansbach statt, mit Beteiligung der Rinderunion Baden-Württemberg. Trotzt vereister Straßen kamen sehr viele Besucher, sogar aus der Schweiz, Luxemburg und Niedersachsen, und nicht wenige davon wollten auch kaufen.

 

Das Angebot bester Bullen war groß: 22 Angus standen zum Verkauf, 19 Limousin, dazu 4 Fleckvieh sowie 2 Pinzgauer Rinder. Baden-Württemberg hatte eine kleine, aber sehr feine Kollektion zu bieten, die letztlich hervorragend komplett vermarktet wurde: der Körsieger Angus mit 8/8/8, ein extrem harmonischer roter Bulle aus der Zucht von Peter Schumacher in Heidelberg, ging für 3800 € in die Grenzregion zu Luxemburg, sein zweiter Bulle, ein schwarzer Aberdeen Angus für 3400 € an den Starnberger See.

 

Der Vornagelhof von Dr. Junck, Jungingen, konnte ebenfalls seine beiden schwarzen Aberdeen verkaufen, den stattlichen Bemuskelungssieger mit 884 kg in einen Hochzuchtbetrieb nach Niedersachsen, den jüngeren für 2300 € nach Unterfranken. Der gleichmäßig entwickelte BIO-Fleckviehbulle vom Hofgut Uhenfels, Bad Urach, ging in einen württembergischen Zuchtbetrieb. Damit waren unsere fünf gut verkauft!

 

Familie Junck konnte doppelt zufrieden sein, denn Tochter Hanna führte den jungen Angus-Bullen so gekonnt vor, dass sie die jüngste Klasse der Jungzüchter klar gewinnen konnte! Bereits ihr zweiter Erfolg nach Ilshofen 2015, herzlichen Glückwunsch für so viel Jungzüchterblut!

 

Jetzt in Ilshofen 2016 hat Hanna Ihre nächste Chance zu siegen, denn am 5. und 6. Februar sind die 9. Süddeutschen Fleischrindertage in der Arena Hohenlohe, mit einem Riesenangebot allerbester Bullen der Rassen Angus, Blonde d’Aquitaine, Charolais, Galloway und Limousin. Infomieren Sie sich unter www.rind-bw.de und schauen Sie vorbei, dabei sein ist alles!

 

(Fotos: D. Kraft)

Der elegante Körsieger Angus, für 3800 € verkauftHanna Junck hatte die 520 kg des Bullen im Griff, tolle Leistung der Jungzüchterin!Siegerbulle LimousinBemuskelungssieger Angus von Dr. Junck