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RBW-Auktionsberichte


 

Anzeige in Kürze stattfindenden Auktionen mit Veröffentlichung von Auktionsinformationen (Auftriebszahlen, Uhrzeiten) und Ansicht von Auktionskatalogen und Gemelkslisten: siehe hier


Auktion am 12. April 2017 in Bad Waldsee

Gutes Angebot und stabile Preise auf der April-Auktion in Bad Waldsee

Braunvieh:

 

Aus einer sehr hoch eingestuften Payssli-Bullenmutter vom Betrieb Jürgen Held, Donaustetten kam ein Vox-Sohn zum Verkauf. Er ist mit 126 GZW sehr hoch typisiert und kann für Fundament mit 110 und für Euter 118 sehr hohe Zuchtwerte vorweisen. Er wurde für 1400,-€ verkauft. Der Reservesieger kam aus dem Betrieb Heckenberger GbR, Hochdorf. Dieser Vasient-Sohn ist genetisch hornlos, noch eine Ausnahme in der Braunviehzucht.

 

Aus dem umfangreichen Jungkuhangebot konnten wieder einige Spitzentiere ausgewählt werden. Die teuerste Jungkuh kam aus dem Betrieb Dietmar Reisch, Arlach. Diese komplette Erafax-Tochter war enorm entwickelt, leistete kurz nach dem kalben bereits 31,2 kg Milch und wurde für 1950,-€ verkauft. Mit einem der besten Euter der Auktion konnte eine Dally-Tochter aus dem Betrieb Edwin Kling, Murrwangen aufwarten. Mit 32,5 kg war sie zudem sehr leistungsstark und war einem Käufer 1900,-€ wert. Aus dem Betrieb der DornBohrer GbR, Hittisweiler kam eine fehlerfreie Paray-Tochter und konnte für 1800,-€ verkauft werden.

 

Eine weitere Spitzenjungkuh stellte der Betrieb Michael Zimmermann, Reute. Diese Vanpari-Tochter zeigte beste Fundamente und sehr gutes Euter und erlöste 1750,-€. Die Braunviehzuchtkälber konnten flott verkauft werden.

 

Fleckvieh:

 

Für die angebotenen Fleckvieh-Deckbullen bestand keine Nachfrage. Mit einem sehr großen Angebot konnte die Rasse Fleckvieh bei den Jungkühen aufwarten. Überragende Jungkuh der Auktion war eine Manton-Tochter aus dem Betrieb Alfred Berger Mieterkingen. Diese enorm typstarke Jungkuh mit perfektem Euter und bestem Papier konnte für 2500,-€ nach Südbaden verkauft werden.

 

Sehr gefragt war auch eine Tochter des Spitzenbullen Waban von Siegbert Blum, Walbertsweiler. Sie überzeugte mit viel Körper und 30 kg Marktgemelk.

Aus dem Betrieb Hermann Lutz aus Wilhelmsdorf kam eine erst frisch abgekalbte Jungkuh mit viel Typ, bester Melkbarkeit und sehr gutem Euter. Bernd Maurer, Auendorf verkaufte eine typstarke Wira-Tochter- erst vor 10 Tagen gekalbt, die mit bestem Euter bereits 29,5 kg Milch leistete. Eine weitere Spitzenjungkuh stellte der Betrieb Häcker, Gerstetten mit einer schicken Royal-Tochter.

 

Holsteins:

 

Sehr flott lief es bei den Holstein-Bullen. Den Körsieger stellte der Betrieb Straub GbR, Bonndorf mit einem sehr korrekten und bestens entwickelten Masterful-Sohn aus einer Guarini-Mutter. Der Reservesieger, ein enorm typstarker Bano-Sohn, kam aus dem Betrieb Manfred Erthle, Eggingen. Ein genomisch untersuchter Chevalier- Sohn aus dem gleichen Betrieb wurde für den Tageshöchstpreis von 2200,-€ verkauft. Mit 145 RZG war er hoch typisiert und konnte bei der Mutter enorm hohe Inhaltstoffe vorweisen. Sehr hoch in der Käufergunst stand auch ein Modeco-Sohn aus einer Boss-Tochter von Elmar Kuon, Warthausen, ebenfalls genomisch typisiert mit 142 RZG sowie ein G Dreams-Sohn aus einer Summer-Mutter von Manfred Erthle.

 

Sehr umfangreich war wieder das Angebot an Holstein-Jungkühen. Eine sehr leistungsbereite Manare-Tochter kam aus dem Betrieb Jürgen Wittlinger, Marbach. Mit 39,6 kg Milch konnte sie für 1800,-€ verkauft werden. Die Paulus GbR Freistett stellte eine sehr harmonische Beamac-Tochter mit 35,2 kg Milch zum Verkauf. Ulrich Kümmel, Essingen konnte drei exterieurstarke Jungkühe verkaufen. Eine elegante Freeshot-Tochter zeigte ein überragendes Euter und beste Fundamente. Aus dem Betrieb der Straub GbR kam sehr leistungsbereite Gershwin-Tochter mit 43 kg Milch und bestem Exterieur. Ebenfalls über 40 kg Milch leistete eine schicke Mahuva-Tochter von Willi Weigele, Markdorf. Die Holstein Zuchtkälber konnten verkauft werden.

 

Preisspiegel

Kategorie

Anzahl

Minimum

Maximum

Durchschnitt

Braunvieh:

Bullen

2

1300

1400

1350

Jungkühe

26

1000

1950

1427

Kuhkälber

19

150

290

230

Fleckvieh:

Jungkühe

43

1100

2500

1525

Holsteins:

Bullen

9

1300

2200

1638

Jungkühe

67

1000

1800

1435

Kühe

2

1200

1700

1450

Kuhkälber

5

100

190

150


Auktion am 07. April 2017 in Schönau

Acht Bullen und zwei Kalbinnen verkauft

Das ist der schöne Spitzenbulle Ronsil I mit Rudi Kuttler  aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg (links).  Er und sein Zwillingsbruder erzielten die Ta-gesbestnote 8 in der Bemuskelung. Mit auf dem Bild Käufer Henner Böhm mit seiner Frau aus Ehringshausen in Hessen

Auf dem Frühjahrsmarkt für Hinterwälder in Schönau am Freitag, den 7. April 2017 wurden acht Zuchtbullen zu im Schnitt 1.520 € versteigert. Damit wurden gleich viel Bullen wie auf dem Vorjahresmarkt abgesetzt, der Preis allerdings lag 149 € niedriger.

 

Der Spitzenbulle, ein Flimmersohn aus einer Naxsiltmutter mit Milchwert 114 wurde für den Eigenbedarf gekört und ging zurück in den Züchterstall. Ein Bulle ging in Gemeindebesitz, die anderen sieben wechselten in Zuchtbetriebe. Zwei Bullen kommen nach außerhalb des Zuchtgebietes nach Hessen.

 

Vorne weg liefen zwei Zwillingsbrüder, die sich kaum voneinander unterschieden. Der eine war etwas größer und schwerer, in der Bemuskelung erhielten beide die Note 8, in der Äußeren Erscheinung der Erstgereihte 7 der andere 6. Vater ist der Besamungsbulle Ronlab, die Mutter eine Silnapstochter mit bester Melkbarkeit und Euternote 8. Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg bot sie an, Ronsil I kommt zu Henner Böhm nach Ehringshausen in Hessen, Ronsil II überzeugte Neuzüchter Jens Oßwald aus Ludwigsburg am meisten. Beide wurden zum Anschlagspreis von 1.500 € gehandelt. Als nächster kam Rohuhum an die Reihe aus dem Betrieb Klaus Kiefer aus Aitern. Je 7 waren seine Noten für Bemuskelung und Äußere Erscheinung. Die Haltergemeinschaft Hinterwälderrind GbR in Frankenau ersteigerte ihn für ihre Mutterkuhherde zu 1.500 €. Beim zweitjüngsten Humlaflor kam es zum intensivsten Bieterduell, das Siegfried Wasmer aus Bernau für 1.800 € für sich entschied. Der Bulle war je mit 6 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert. Mit Melina hatte er eine langlebige Labflorttochter zur Mutter. Hubert Schätzle aus Todnau-Präg bot diesen begehrten Bullen an.

 

Die Klasse III wurde angeführt von Humlanax ebenfalls von Hubert Schätzle aus Totdnau- Präg. Als jüngster Bulle hatte er mit 943 g die höchsten Tageszunahmen und war mit 121 cm im Widerrist recht frohwüchsig. Note 5 gab es für die Bemuskelung, in der Äußeren Erscheinung 7. Zum Anschlagspreis der Klasse III Bullen wechselte er zu Adeline Stadtmüller nach Kraichtal-Neuenbürg. Dann kam Naxlahan, ein Napfockisohn aus einer Labbentochter mit dem höchsten Milchwert von 121. Er war gezüchtet von Arnold Schelb aus dem Münstertal, Hubert Schätzle hat ihn aufgezogen und die Gemeinde Münstertal ersteigerte ihn für die Haltung Fridolin Wiesler. 1.500 € lautete das Ergebnis. Kockmel aus der Fixerlinie von Manfred Schelshorn aus Bernau stieg als nächster in den Ring. Mit 6 in Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung bewertet kommt er für 1.500 € zu Bernhard Raible nach Nagold-Vollmaringen. Ein Bulle für die Mutterkuhhaltung vollendete das Bullenangebot. Ronbenfit mit je 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert wurde wiederum von Klaus Kiefer aus Aitern angeboten für 1.400 € kommt er nach Wieden- Laitenbach zu Gisela Gutmann.

 

Erfreulicher Weise hatte Heinrich Till aus Schluchsee-Äule zwei typische niedertragende Kalbinnen angeboten, die beide für je 1.000 € veräußert werden konnten. Eine kommt zu Clemens Speicher nach Ibach und die andere zu Werner Seemann nach Badenweiler.

 

Der Herbstmarkt für Hinterwälder findet am Freitag, den 13. Oktober 2017 in Schönau statt, wer zwischenzeitlich Hinterwäldertiere benötigt, wende sich wie üblich an Herrn Preiser, Telefon: 0172/9645246.

 

Preisspiegel

Verkaufsklasse

verkauft

Preis netto €

Preis von - bis €

Bullen Klasse II

4

1.575

1.500 – 1.800

Bullen Klasse III

4

1.450

1.400 – 1.500

alle Bullen

8

1.520

1.400 – 1.800

Die Klasse III wurde angeführt von Humlanax ebenfalls von Hubert Schätzle aus Totdnau- Präg. Als jüngster Bulle hatte er mit 943 g die höchsten Tageszunahmen und war mit 121 cm im Widerrist recht frohwüchsig. Zum Anschlagspreis für  Klasse III Bullen wechselte er zu Adeline Stadtmüller nach Kraichtal-Neuenbürg. Auf dem Bild Felix Schätzle (links) und Seniorchef Paul Frank Beim zweitjüngsten Marktbullen Humlaflor kam es zum intensivsten Bieterduell, das Siegfried Wasmer aus Bernau für 1.800 € für sich entschied (rechts). Der Bulle war je mit 6 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert. Hubert Schätzle aus Todnau- Präg bot diesen begehrten Bullen anAls nächster kam Rohuhum an die Reihe aus dem Betrieb Klaus Kiefer aus Aitern. Je 7 waren seine Noten für Bemuskelung und Äußere Erscheinung. Die Haltergemeinschaft Hinterwälderrind GbR in Frankenau ersteigerte ihn für ihre  MutterkuhherdeKockmel aus der Fixerlinie von Manfred Schelshorn aus Bernau folgte in den Ring. Mit 6 in Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung bewertet kommt er zu Bernhard Raible nach Nagold-Vollmaringen. Meinrad kopp aus Schramberg-Sulgen übernahm den Kaufauftrag, Züchtersohn Klaus-Peter Schelshorn präsentierte ihnDieser Bulle für die Mutterkuhhaltung vollendete das Bullenangebot. Ronbenfit mit je 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxiert wurde wiederum von Klaus Kiefer aus Aitern (links) angeboten für 1.400 € kommt er nach Weiden- Laitenbach zu Ulrich GutmannAls nächster kam Naxlahan, ein Napfockisohn aus einer Labbentochter mit dem höchsten Milchwert von 121. Er ist gezüchtet von Arnold Schelb aus dem Münstertal, Hubert Schätzle (links) hat ihn aufgezogen und die Gemeinde Münstertal ersteigerte ihn für die Haltung Fridolin Wiesler Das ist der schöne Spitzenbulle Ronsil I mit Rudi Kuttler  aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg (links).  Er und sein Zwillingsbruder erzielten die Ta-gesbestnote 8 in der Bemuskelung. Mit auf dem Bild Käufer Henner Böhm mit seiner Frau aus Ehringshausen in Hessen Ronsil II, der Zwillingsbruder von Ronsil I gefiel Jens Oßwald (rechts) aus Ludwigsburg am besten. Züchter Manfred Kuttler  aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg stellte ihn in PositionErfreulicher Weise hatte Heinrich Till aus Schluchsee- Äule diese zwei typischen niedertragende Kalbinnen angeboten, die beide für je 1.000 € veräußert werden konnten. Eine kommt zu Clemens Speicher nach Ibach und die andere zu Werner Seemann nach BadenweilerErfreulicher Weise hatte Heinrich Till aus Schluchsee- Äule diese zwei typischen niedertragende Kalbinnen angeboten, die beide für je 1.000 € veräußert werden konnten. Eine kommt zu Clemens Speicher nach Ibach und die andere zu Werner Seemann nach Badenweiler

Auktion am 06. April 2017 in Donaueschingen

Vorderwälderfrühjahrsmarkt läuft gut

Je mit 8 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung war der Spitzenbulle eintaxiert, was es nur selten gibt. Der Ragossohn Ragolef war ein solcher. Die Mutter Gloria war auf der Verbandsschau 2012 gut platziert. 560 kg Gewicht, 1.131 g tägliche Zunahmen und 133 cm im Widerrist waren seine Gardemaße. Anbieter war Stefan Weiss aus Schönwald, Käufer Martin Faller aus Titisee-Neustadt-Langenordnach (rechts). Die Fachschüler aus Emmendingen- Hochburg waren zu Gast, um das Marktgeschehen näher kennenzulernen.  Als Fachlehrer waren Jan-Marten Clausen (links) und Lukas Wintermantel (rechts) mit von der Partie

13 Bullen wechselten auf der guten Frühjahrsversteigerung ihre Besitzer. Das sind drei mehr als auf dem Vorjahresmarkt. Einer ging zurück zum Deckeinsatz in den Anbieterbetrieb, ein zweiter blieb im Überstand und ist in der RBW- Homepage www.rind-bw.de eingestellt. Über alle Bullen errechnete sich der gute Schnittpreis von 1.615 €, die fünf in Klasse II erzielten 1.810 € und die acht Klasse III Bullen 1.494 €.

 

Ein je mit 8 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung eintaxierter Spitzenbulle gibt es nur selten. Der Ragossohn Ragolef war ein solcher. Die Mutter Gloria war auf der Verbandsschau 2012 gut platziert. 560 kg Gewicht, 1.131 g tägliche Zunahmen und 133 cm im Widerrist waren seine Gardemaße. Der Tageshöchtspreis von 2.150 € war ihm sicher, er kommt von Stefan Weiss aus Schönwald nach Titisee-Neustadt-Langenordnach zu Martin Faller. Den gleichen Preis erzielte Roland Fichter aus St. Georgen-Oberkirnach für ebenfalls einen Ragossohn aus einer Pigasmutter. Je die Note 6 lautete das Körergebnis, Hermann Löffler aus Titisee-Neustadt-Jostal ist der neue Besitzer.

 

Zeitplatziert war ein Piraldosohn aus einer Idgiantochter namens Piraldian. Seit langem war Familie Saier aus St. Märgen vom Dengishof nicht mehr Marktbeschicker. Mit diesem 7/6 bewerteten Burschen wurde ein guter Einstand geschafft, für 1.650 € wechselt er zum Züchterkollegen Thomas Hermann nach St. Märgen. Irgpirgi war der zweite Bulle mit der Note 8 in der Bemuskelung und hatte mit 1.158 g die höchsten täglichen Zunahmen. Roland Fichter aus St. Georgen-Oberkirnach war Anbieter und Käufer war Hans Reuter aus Schramberg-Tennenbronn für 1.600 €.

 

Bis auf zwei Bullen wechselten die Klasse III- Burschen zum Anschlagspreis den Besitzer. Konrad Hermann aus Gütenbach bot zwei mischerbig hornlose an, einer kommt zu Günter Willmann nach Vöhrenbach-Urach und der andere wechselt nach außerhalb des Zuchtgebietes. Mit 1.700 € begehrtester Klasse III Bulle war Igapiga, ein Igachysohn aus einer Pigastochter von Hans-Georg Eble aus Glottertal-Föhrental. Josef Willmann aus Zell-Unterentersbach ist der neue Besitzer. Gerhard Weisser aus St. Georgen- Brigach war mit seinem Pirbrachysohn Pirgerald ebenfalls das erste Mal Bullenanbieter. Der Bursche konnte mit 7/5 bewertet werden. Auch er kam nach außerhalb des Zuchtgebietes zu Adalbert Jeggle nach Deggenhausertal-Wittenhofen. Interessant war, dass bis auf einen alle Bullen die Bullenprüfstation in Löffingen-Göschweiler erfolgreich durchlaufen hatten.

 

Der nächste Vorderwäldermarkt findet statt am Donnerstag, den 8. Juni  2017 ab 11.00 Uhr in der Donauhalle Donaueschingen. Wer bis dorthin Vorderwäldertiere anbietet oder benötigt, schaue ins Internet der RBW unter Verkaufsangebote Vorderwälder und  wende sich an Herrn Preiser, Handy: 0172/9645246.

 

Preisspiegel:

Verkaufsklasse

verkauft

D-Preis netto €

Preis von - bis €

Bullen   Klasse II

5

1.810

1.500 – 2.150

Bullen   Klasse III

8

1.494

1.400 – 1.700

alle Bullen

13

1.615

1.400 – 2.150

 


 

Am 6. April 2017 konnte die RBW in Donaueschingen 416 Kälber zum Verkauf stellen. Die Preise der Fleckviehkälber hielten sich auf dem guten Niveau des Vormonats. Bei den Vorderwälderkälbern gab es mit 134 Tieren einen Rekordauftrieb. Dank guter Qualität und sehr guter Nachfrage konnten sich hier die Preise sogar steigern.

 

Die 25 Vorderwälder-Kuhkälber fanden bis auf eines zu guten Preisen neue Besitzer. Sie kamen auf einen Durchschnittspreis von 154 Euro bei 73 kg Gewicht. 43 Fleckvieh-Kuhkälbern wurden ebenfalls flott verkauft. Mit 85 kg Durchschnittsgewicht erzielten sie einen Preis von 282 Euro. Dies ergibt im Schnitt 3,32 Euro je kg.

 

Die 109 Vorderwälder-Bullenkälber hatten ein Durchschnittsgewicht von78 kg . Je Kalb wurde netto 292 Euro angelegt. Der kg-Preis steigerte sich somit auf 3,73 Euro.

 

Die 239 Fleckvieh-Bullenkälber kamen im Schnitt auf 470 Euro je Kalb bei 86 kg Gewicht. Dies ergibt 5,44 Euro pro kg. Junge gut entwickelte Kälber erzielten häufig Preise über 6,00 Euro je kg.

 

Die nächste Kälberversteigerung findet am 4. Mai 2017 im Anschluß an die Fleckvieh-Großviehversteigerung statt.

 

Preisspiegel:

Fleckvieh

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht
kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

43

43

85

1,04

4,39

Bullenkälber

239

239

86

1,00

6,72

Vorderwälder

Aufgetrieben

verkauft

D-Gewicht

kg

Preisspanne pro kg, netto

von

bis

Kuhkälber

25

24

73

1,51

3,48

Bullenkälber

109

109

78

1,43

5,19

Der begehrteste Klasse III Bulle war Igapiga, ein Igachysohn aus einer Pigastochter von Hans-Georg Eble aus Glottertal-Föhrental. Josef Willmann aus Zell-Unterentersbach ist der neue BesitzerFamilie Weisser aus St. Georgen- Brigach war mit seinem Pirbrachysohn Pirgerald das erste Mal Bullenanbieter. Der Bursche konnte mit 7/5 bewertet werden. Er kam nach außerhalb des Zuchtgebietes zu Adalbert Jeggle nach Deggenhausertal-Wittenhofen. Es freuen sich über den Erfolg Opa Paul Zimmermann, die Reiterin Stacy und Sabine und Gerhard Weisser Je mit 8 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung war der Spitzenbulle eintaxiert, was es nur selten gibt. Der Ragossohn Ragolef war ein solcher. Die Mutter Gloria war auf der Verbandsschau 2012 gut platziert. 560 kg Gewicht, 1.131 g tägliche Zunahmen und 133 cm im Widerrist waren seine Gardemaße. Anbieter war Stefan Weiss aus Schönwald, Käufer Martin Faller aus Titisee-Neustadt-Langenordnach (rechts). Die Fachschüler aus Emmendingen- Hochburg waren zu Gast, um das Marktgeschehen näher kennenzulernen.  Als Fachlehrer waren Jan-Marten Clausen (links) und Lukas Wintermantel (rechts) mit von der PartieSehr begehrt war auch Ragpirmar, ein weiterer Ragossohn aus einer Pigasmutter, den Roland Fichter aus St. Georgen-Oberkirnach anbot. Zweimal die Note 6 lautete das Kö-rergebnis, Hermann Löffler (links) aus Titisee-Neustadt-Jostal ist der neue Besitzer

Auktion am 30. März 2017 in Ilshofen

Große Nachfrage über alle Gattungen

Mit 524 Tieren war die Zuchtrinderauktion der Rinderunion Baden Württemberg am 30. März in Ilshofen sehr gut beschickt.

 

Über alle Gattungen bestand eine hohe Nachfrage, so dass die Durchschnittspreise sowohl beim Großvieh wie auch bei den Kälbern z. T. deutlich anstiegen.

 

Holsteins:

 

Mit einem Durchschnittsgemelk von 32,7 kg Milch präsentierten sich die 10 angebotenen Jungkühe gewohnt leistungsstark. Bei mittlerem Marktverlauf ergab sich hier ein Durchschnittspreis von 1329.- Euro. Unangefochtenes Spitzentier war eine Short Cut – Tochter von Familie Stahl aus Westernach. Neben einem hervorragendem Exterieur konnte sie 35,3 kg Milch vorweisen und wechselte zum Tageshöchstpreis von 1600.- Euro in einen Zuchtbetrieb im Main – Tauber – Kreis.

 

Fleckvieh:

 

Der von Stefan Göggerle aus Dalkingen angebotene Hubraum – Sohn präsentierte sich hervorragend entwickelt mit bestem Papier und erlöste 2150.- Euro.

 

Die 40 zum Verkauf angebotenen Jungkühe waren insgesamt von ganz hervorragender Qualität, so dass über die ganze Versteigerung die Gebote sehr flott kamen und der Durchschnittspreis der 39 verkauften Tiere auf 1576.- Euro anstieg. An der Spitze rangierte eine Waldbrand – Tochter vom Betrieb Gommel aus Ditzingen, die über 31 kg Milch leistete und 1720.- Euro erlöste. Gefolgt wurde sie von einer überaus korrekten Waban – Tochter von Familie Stier aus Schönenberg, die 1840.- Euro erlöste. An dritter Stelle rangierte eine kapitale Vanel –Tochter vom Betrieb Erhardt aus Oberalfingen, die bereits 14 Tage nach der Kalbung über 32 kg Milch vorweisen konnte und 1900.- Euro erlöste. Mit 2040.- Euro erlöste die viertplatzierte Jungkuh den Tageshöchstpreis. Hierbei handelte es sich um eine sehr schliffige und euterstarke Waldol – Tochter mit 32 kg Milch von Familie Haag aus Berwinkel. Preislich folgte mit 1940.- Euro wiederum eine typstarke Waban – Tochter von Familie Stier aus Schönenberg.

 

Mit 93 angebotenen Kuhkälbern war diese Sparte sehr stark beschickt. Nichts desto trotz reichten sie für die hohe Nachfrage aber insgesamt nicht aus. So erlösten die durchschnittlich 87 kg schweren Tiere einen mittleren Kilopreis von 3,48.- Euro netto bzw. 302.- Euro je Tier.

 

Auch die 377 Bullenkälber waren sehr stark nachgefragt. Vor allem die jungen, gut entwickelten Tiere erlösten deutlich über 6.- Euro je kg Lebendgewicht netto. Im Mittel ergab sich ein Durchschnittspreis von 5,75.- Euro netto je kg Lebendgewicht oder 496.- Euro je Tier bei einem mittelerem Gewicht von 86 kg.

 

Die nächsten Auktionen in Ilshofen finden am Mittwoch, den 12. April (Kälber Fleckvieh) sowie am Donnerstag, den 27. April (Großvieh und Kälber Holsteins u. Fleckvieh) statt. Am 27. April werden traditionell neben dem üblichen Angebot ca. 20 Fleckviehbullen sowie ca. 80 Fleckviehjungrinder angeboten.

 

Preisspiegel

Gattung

Anzahl

Preisspanne

Durchschnittspreis

Jungkühe Holsteins

10

1200.- - 1600.-

1329.-

Bulle Fleckvieh

1

-

2150.-

Zweitkalbskuh Fleckvieh

1

-

1500.-

Jungkühe Fleckvieh

39

1200.- - 2040.-

1576.-


Kälber- und Fresserauktion in Herrenberg am 02. März 2017

Kälber in Topqualität in Herrenberg

Auf der Auktion in Herrenberg Anfang März konnten insgesamt 141 Tiere den Besitzer wechseln. Von Beginn an entwickelte sich ein flotter Markt und die Gebote kamen sehr zügig.

 

Unter den angebotenen 16 weiblichen Kälbern befanden sich dieses Mal einige Tiere mit sehr guten Abstammungen, die dann auch zur Aufzucht verkauft werden konnten. Auch bei den mastfähigen Kuhkälbern kamen die Gebote flott, so dass sich der Preis bei 3,13 €/kg einpendelte. Hochwertige Kälber erlösten Preise über 3,50 €/kg.

 

Die 122 Bullenkälber zeigten sich in der Breite und Spitze von hervorragender Qualität und es zeigte sich schnell, dass eine rege Nachfrage bestand. Mit einem Durchschnittsgewicht von über 82 Kilo war die Kollektion relativ schwer. Im Mittel ergab sich ein Preis von 5,42 €/kg oder 445 Euro pro Kopf. Besonders gefragt und auch knapp waren Kälber im mittleren Gewichtsbereich. Es zeigte sich deutlich, dass diese Kälber auf der Auktion den besten Preis erzielen und eine Auktionsbeschickung sich hier in jedem Fall auszahlt. Die Preisspitze lag teils deutlich über 6 Euro.

 

Die angebotenen männlichen Fresser wurden zügig verkauft. Zum bevorstehenden Weideaustrieb bestehende Nachfrage nach weiblichen Fressern konnte leider nicht bedient werden.

 

Die nächste Auktion in Herrenberg findet am 6. April 2017 statt.

 

Preisspiegel

 

Aufgetrieben

verkauft

Ø-Gewicht

Preisspanne/kg, netto

von

bis

Kuhkälber

16

16

79

2,04

3,97

Bullenkälber

122

122

82

2,08

6,52


Erfolgreiche Süddeutsche Fleischrindertage 2017

Unsere 10. Süddeutschen Fleischrindertage sind vorbei, und es waren gute Tage! Erstmals seit Jahren gibt es in 2017 für Baden-Württemberg und Bayern nur einen Marktstandort für Fleischrinder, diesmal war es am 20. und 21. Januar die Rezathalle im bayerischen Ansbach. Im kommenden Jahr wird es dann unsere Arena Hohenlohe in Ilshofen sein. Die aktuellen Fleischrindertage des Fleischrinderverband Bayern e.V. (FVB) und der Rinderunion Baden-Württemberg e.V. (RBW) waren geprägt durch gute Zusammenarbeit mit dem Ziel einer optimalen Präsentation und Vermarktung unserer süddeutschen Genetik in gemeinsamer Auktion. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

 

Insgesamt wurden 95 Zuchttiere angeboten, von Angus bis Pinzgauer, darunter 81 Bullen. 83 Tiere (76 Bullen) wurden zu einem Durchschnittspreis über alle Rassen von 3089 € verkauft. Qualität vor Menge, das stand über allem! Jeder Bulle war vorselektiert, alle auf väterliche und mütterliche Abstammung geprüft, alle genetisch hornlosen Bullen gehörnter Rassen auf ihren Hornstatus laborgeprüft. So viel Sicherheit für den Käufer wird selten auf Zuchtviehauktionen geboten. Die Verkaufspreise dieser Spitzenqualität bewegten sich auf kontinuierlich gutem Niveau, 11 Bullen konnten für 4000 € und mehr verkauft werden.

 

Den Höchstpreis des Tages erzielte der typstarke, reinerbig hornlose (PP) Charolais-Kör- und Bemuskelungssieger der Familie Grauf, Feuchtwangen, mit 5800 €. Er wurde in die Besamung nach Greifenberg in Bayern verkauft. Für 5000 € sicherte sich diese Station auch den Körsieger Fleckvieh Fleisch (Simmental), ebenfalls 8-8-8 gekört, auch PP, mit fast 1500 g Tageszunahme und einem Zuchtwert Fleisch (RZF) von 114. Sogar 3 der insgesamt 33 aufgetriebenen Angus-Bullen dürfen nun über die Besamung viele Züchterherzen erfreuen. Den schwarzen Reservesieger, einen Gameboy-Sohn aus einer Taifun-Tochter, ersteigerte die RBW für 3800 €, ein korrekter, 8-8-8 gekörter und gut entwickelter BIO-Bulle mit fast 700 kg Lebendgewicht. Die Rinderallianz nahm zwei weitere Angus nach Mecklenburg-Vorpommern mit: den an Nr. 4 rangierten roten BIO-Bullen mit 1455 g Tageszunahme und RZF 113 zum Höchstpreis dieser Rasse von 4800 €, dazu einen schwarzen Aberdeen. Der Körsieger Angus, ein roter, absolut harmonischer Pako-Sohn von Markus Ott (Unterleinleiter), darf nun für 3400 € in Waldenburg (Hohenlohe) decken. Erwähnenswert noch, dass mit fünf verkauften Aberdeen der Zuchtbetrieb von Dr. Junck, Vornagelhof in Jungingen, die meisten Bullen am Markt verkaufen konnte, drei nach Baden sowie je einen nach Württemberg und Bayern.

 

Bei Limousin standen zwei absolute Kracher vorne! Der genetisch hornlose Körsieger mit 8-9-9 von Josef Lang in Eglsee blieb für 4400 € in Bayern, ebenso wie der 9-9-8 gekörte Reservesieger „Udo“ von Harald Lutz aus Seewald (Schwarzwald). Mit 857 kg war Udo der schwerste aller 29 Limousin auf dem Markt und einer von nur vier nicht genetisch hornlosen. Unsere Zuchtbetriebe Lamparth (Altensteig), Felix (Deggenhausertal) und Spieler (Eberhardzell) konnten je einen Limousin in die Schweiz verkaufen, wovon der reinerbig hornlose, 8-8-7 gekörte mit RZF 110 von Andreas Lamparth mit 4200 € der teuerste war.

 

Auch die drei Pinzgauer Bullen fanden ihre Käufer, wobei sich Familie Leibold aus Meßstetten besonders freuen konnte, ihr Körsieger „Narro“ wurde ebenso wie „Naldo“ nach Bayern zugeschlagen, beide mischerbig hornlos (Pp.) Ebenso erfreut war Martin Rösch aus Wangen (Göppingen) über seinen mit 8-8-9 gekörten Hereford-Bullen “Thor“ (Pp) aus der deutschlandweit Top 3 gelisteten Mutter „Struta“. Thor darf jetzt in einer großen Herde in Tschechien decken. Auch zwei Galloways aus Württemberg wurden gekört, der schwarze „Hatschi“ von Hubert Mielke mit 8-8-7, gezogen von Horst Kraft aus original schottischem Vater und Großvater, und der rote „Carlos“ aus dem bekannten Zuchtbetrieb von Karl Ederle, Bissingen/Teck mit 7-7-8. Carlos weist ein sehr illustres Pedigree auf: Vater Campari war roter Bundessieger 2014 in Berlin, mit 9-9-8 bewertet, Mutter Cordula mit 8-8-8 und Muttersvater Wolf ebenfalls mit 9-9-8. Carlos selbst bestach durch bestes Fundament; noch in der Entwicklung wird auch er sicherlich seinen Weg in die Zucht finden, zum Marktabtrieb war er noch zu haben. Carlos war, wie auch Hereford und Highland, in „Stiller Auktion“ angeboten worden. Im Anschluss an die Versteigerung der Bullen konnten noch sieben prächtige Jungrinder der Rassen Angus, Limousin und Pinzgauer für sehr gute 2021 € im Mittel zugeschlagen werden.

 

Bei Betrachtung der Vermarktungswege fällt auf, dass insgesamt 14 Bullen in die Schweiz verkauft wurden, sowie 4 Bullen nach Tschechien, darunter ein bayerischer Highland auf eine Besamungsstation nahe Prag. Mit 30 nach Baden-Württemberg verkauften Tieren waren unsere Betriebe am Markt sehr präsent, 10 davon gingen ins Badische. Von Wiesloch im Norden über Bonndorf bis Rickenbach im Süden deckten sich auch die Badenser in Ansbach mit besten Tieren ein. Den Bemuskelungssieger Limousin, 8-9-7 gekört, sicherte sich mit 5000 € zum Tageshöchstpreis dieser Rasse ein Betrieb auf der Ostalb in Abtsgmünd. Unser einziger Charolais auf dem Markt, ein sehr typvoller, gut bemuskelter mischerbig hornloser Bulle von Thomas Rott in Aidlingen, ging für 3400 € nach Sulzbach-Laufen, Hohenlohe.

 

Der Jungzüchterwettbewerb war mit 25 Teilnehmern sehr gut besetzt und ein voller Erfolg. Am Ende der engagierten Präsentation am Samstagmorgen standen zwei junge Damen ganz vorne: Annika Böttinger (14) aus Gechingen (BW) als „Juniorchampion“ sowie Elke Güllich (29) aus Neukirchen (Bayern) als „Seniorchampion“. Abschließend kann zu unseren 10. Süddeutschen Fleischrindertagen 2017 festgehalten werden: Rahmenprogramm, Stimmung und Verkauf, alles war bestens! 2018 in Ilshofen werden wir das noch zu toppen versuchen! 

 

Zugriff auf das RBW-Online-Fotoalbum (mit vielen Fotos zur Veranstaltung)

 

Marktspiegel - 10. Süddeutsche Fleischrindertage2017

Rasse

Anzahl

ø Preis €

max.Preis €

 Angus

 30  3027  4800

 Charolais

 6  3800  5800

 Fleckvieh Fleisch

 7  3293  5000

 Limousin

 28  3279  5000

 Pinzgauer

3 2533 2700

 Hereford

1 2500 2500

 Highland

1 3000 3000

 Rind Angus

2 2025 2200

 Rind Limousin

2 2600 2600

 Rind Pinzgauer

3 1867 2200

 

Dr. Thomas A. Schmidt

25 Jungzüchter aus Baden-Württemberg und Bayern zeigten einen tollen Auftritt! Annika Böttinger und Elke Güllich  (Mitte li. und Mitte, mit Pokalen) wurden Junior- und SeniorchampionEin super Anblick! Die Siegerbullen vor der Auktion. Auf den können wir uns freuen: der Reservesieger Angus, 8-8-8 gekört und RZF 111, steht jetzt auf der Besamungsstation in HerbertingenDer sehr harmonische Körsieger Angus von Markus Ott, für 3400 € deckt er jetzt in Hohenlohe.Silvia Grauf erzielte mit ihrem tollen Körsieger Charolais 5800 € und damit Tageshöchstpreis, verkauft an die Besamungsstation GreifenbergBester einer außergewöhnlichen Limousin-Kollektion! Der Körsieger mit traumhaften 8-9-9 bleibt für 4400 € in BayernReservesieger mit 9-9-8, der perfekte Limousin von Harald Lutz aus Seewald, mit 1½  Jahren bereits 857 kg, präsentiert von Sebastian Lutz (16) Als Rarität wurden drei schöne Pinzgauer-Bullen angeboten. Hier der Körsieger von Fam. Leibold, Meßstetten, (li.) sowie der Reservesieger von Martin Güllich, Burk Der schwarze „Hatschi“ von Hubert Mielke und der rote „Carlos“ von Karl Ederle, zwei tolle Galloway-Jungbullen, in Ansbach 8-8-7 und 7-7-8 gekörtZwei Bullen der Stillen Auktion wurden verkauft, ein herausragender Highland sowie dieser extrem korrekte, sehr gut bemuskelte Hereford (8-8-9) von Martin Rösch, Wangen

5. Mox Type & Utility Sale 2016 am 03. September 2016

Kuhbegeisterung pur - Großartiger Erfolg

Zweithöchster Preis für die Doorman-Tochter mit großer Zukunft, die ihre Wurzeln in der Kuhfamilie von Tri-Day Ashlyn EX-96 hat. Sales Team

Bei schönem Herbstwetter fand am Samstag, den 3. September auf dem Stüblehof der Familie Mock der 5. Mox Sale statt.

 

Mit Spannung wurde erwartet, wie sich die angespannte Lage auf dem Milchmarkt auf die Auktion auswirkt. Wie gewohnt kamen viele Holsteinenthusiasten aus ganz Europa, aber auch Schaulustige aus der näheren und weiteren Umgebung nach Markdorf, um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Schon am Nachmittag konnten sich die Interessenten ein Bild von den bestens präsentierten Kälbern, Jungrindern und Jungkühen machen. Neben den Tieren des Zuchtbetriebes Mock wurden Tiere aus Irland, Frankreich, Österreich, Südtirol und aus anderen Zuchtgebieten Deutschlands zum Verkauf angeboten.

 

Wie in den Vorjahren waren insbesondere die stark exterieurorientierten Schweizer und Österreicher bereits am Nachmittag schon sehr zahlreich vertreten. Auch Jungzüchter aus dem hohen Norden nahmen mit dem Bus den weiten Weg nach Markdorf in Kauf um sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen. Gegen 18.30 Uhr stieg dann nach dem musikalischen Auftakt und der Begrüßung mit Andreas Aebi einer der besten Auktionatoren Europas in den Ring um die 68 angebotenen Tiere und weitere zusätzliche Embryonenpakete zu versteigern. Über 1500 Interessenten und Schaulustige verfolgten auf voll besetzten Rängen und am Tresen die Auktion. In bewährter Weise präsentierte Cord Hormann die Abstammungen, Kuhfamilien und die Tiere.

 

 

Gleich Kat.-Nr.1, eine sehr schicke, mit allerbestem Euter ausgestattete Armani-Tochter aus dem Betrieb Egon Strudthoff, Dötlingen war der Top-Seller der Auktion mit 12.500 € und findet eine neue Heimat in die Schweiz. Sie war auch im deutschen Kontingent bei der Europäischen Holstein-Schau in Colmar. Der gleiche Käufer sicherte sich auch das zweitteuerste Tier. Dieses extrem beeindruckende, sehr feinzellige, milchtypische Kingpin-Jungrind von der Mock GbR stammt aus der Gold Chip-Tochter Neymar, die 1a auf der RBW-Schau platziert war und geht auf die gleiche Kuhfamilie zurück wie die Reservesiegerin der Europäischen Holstein-Schau in Colmar, Ashlyn Vray EX-96.

Die legendäre Mox Kite Maryrose EX 90, die beim 1. Mox Sale verkauft wurde, stellte allein 6 Töchter und Enkeltöchter in der Auktion. Sie selbst war das „Empfangskomitee“ auf der Weide vor dem Stüblehof in Markdorf und ist mit ihren mittlerweile 59 Nachkommen immer noch eine sehr imposante Erscheinung. Von diesen stand ihre hornlose Ladd P-Tochter am höchsten in der Käufergunst und wechselte ebenfalls zu einem renommierten Zuchtbetrieb in die Schweiz.

Eine auffällige Doorman-Tochter mit großer Zukunft, die ihre Wurzeln in der Kuhfamilie von Tri-Day Ashlyn EX-96 hat, erlöste 9.000 €. Ebenfalls sehr begehrt war ein Doorman-Kalb aus der äußerst erfolgreichen französischen Schaukuh Delicia EX-93, einer Baxter-Tochter. Auch sie findet eine neue Heimat in der Schweiz.

Auch die Nachkommen der Familien von Goldwin-Rocket und Goldwin-Ranya standen hoch in der Käufergunst.

 

Die Verkaufsquote betrug 97 Prozent. Über 2/3 aller Tiere wurden ins Ausland verkauft. Wie immer kamen die meisten Käufer aus den beiden Alpenländern. Hauptabnehmerland war erneut die Schweiz mit 18 Tieren gefolgt von Österreich mit 15, Italien mit 10, wovon die meisten die Reise nach Südtirol antreten. Jeweils 1 Tier ging nach Polen, Slowenien und in die Niederlande. 19 Tiere bleiben in Deutschland. Erfreulicherweise beteiligten sich diesmal die heimischen Züchter stärker und es bleiben 10 Tiere in Baden-Württemberg. Der Durchschnittspreis betrug 4.081 €. Weiterhin konnten noch 9 Embryonenpakete zu sehr guten Preisen verkauft werden. Zu diesem Erfolg beigetragen hat sicherlich die sehr gut durchdachte Vorauswahl, das ausgezeichnete Züchterauge, die excellente Vorbereitung durch hochmotivierte Jungzüchter aus verschiedenen europäischen Ländern und die professionelle Präsentation der Verkaufskollektion.

 

Markus Mock bedankte sich nach der Auktion bei allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Anschließend stieg dann die berühmte Mox Big Cow-Party, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Traditionellerweise war am Sonntag auf dem Stüblehof Tag des offenen Hofes, bei der sich die Rinderzüchter und die Verbraucher an verschiedenen Infoständen informieren und sich in den Stallungen ein Bild von den Tieren und dem Kuhkomfort machten und die neuen Roboter in Augenschein nehmen konnten.