Ihr Partner rund ums Rind – fair und kompetent

Rinderunion Baden-Württemberg e.V.

Home|Links|Zuchtvereine

Termine / Ankündigungen

Wichtige Termine und Ankündigungen seitens der Zuchtvereine erhalten Sie auf folgender Seite: hier anklicken und z.T. auch unter "Aktuelles / Termine".

 


 

Archiv:

 

Ältere Zuchtvereinsberichte befinden sich im Archiv.


Jungviehprämierung mit Kindervorführwettbewerb am 08.04.2017 in Ilshofen

Sieger und Reserverinder

Zum 22. Mal fand am Samstag, den 8.04.2017 anlässlich des Ostermarktes eine Jungviehprämierung mit Kälbervorführwettbewerb statt. Bei strahlendem Sonnenschein kamen die gepflegten Rinder und Kälber auf dem Grauwespele Platz bestens zur Geltung. Ein großes Lob an alle Züchterfamilien, welche keine Arbeit scheuen um ihre Tiere bestens zu präsentieren.

 

Zur Prämierung hatten Rinderzüchter von Schrozberg bis Bölgental Rinder im Alter von 11 bis 27 Monaten aufgetrieben. Die Zuschauer verfolgten gespannt die Entscheidungen des Preisgerichtes. Als Preisrichter waren Andrea Haag (Berwinkel), Roman Beck (Fichtenhof) und Thomas Hofmann (Sanzenbach) eingeladen. Es wurden Ihnen sehr elegante und gut entwickelte Rinder vorgestellt. Was die Entscheidungen für das Siegertier nicht immer einfach machte. Insgesamt wurden 29 Rinder aufgetrieben. Das Preisgericht vergab nur 1. Preise.

 

Folgende Fleckviehzüchter hatten Rinder zur Prämierung aufgetrieben:

Thomas Heilmann Schrozberg (10), Bernd Hofmann Billingsbach (3), Klenk Fleckvieh GbR Dörrmenz (4), Walter Lober Sigisweiler (3), ALMA Meinikheim GbR (2), Eckhard Sperr Bölgental (7).

 

Zum Siegerrind der jungen Rinder wurde die Katalognummer 1, eine schicke „Polarsee“ Tochter der Familie Meinikheim aus Oberwinden auserwählt. Den Reservesieg konnte sich die Katalognummer 13, eine enorm entwickelte „Siwil“ Tochter der Familie Sperr aus Bölgental. sichern.

 

Das Siegerrind bei den Älteren Rindern war Katalognummer 26, eine feingliedrige „Windstone“ Tochter ebenfalls von Eckhard Sperr aus Bölgental. Katalognummer 32 errang den Reservesieg bei den Älteren Rindern. Diese „Romantik“ Tochter der Klenk Fleckvieh GbR aus Dörrmenz zeichnete durch ihre Eleganz aus.

 

Bei der anschließenden Siegerehrung in der Stadthalle Ilshofen überreichte Otto Messerschmidt den Besitzern der Sieger- und Reservesiegern einen Ehrenpreis. Alle Züchter erhielten zusätzlich einen Sachpreis. Diese Preise wurden von der Stadt Ilshofen bereit gestellt.

 

Die Kleinsten mal wieder ganz groß

 

Das Highlight war wie jedes Jahr der Kälbervorführwettbewerb. Dies zieht jedes Jahr aufs Neue viele Besucher an. 10 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 13 Jahren nahmen teil.

 

Andre, Marco und Jonas Ludwig aus Hörlebach, Greta Sperr aus Bölgental, Jan Hofmann aus Billingsbach, Ekatarina Heinold aus Hörlebach, Julia Heilmann aus Schrozberg, ‚Robin und Leonie Neber aus Hörlebach und Walter Lober aus Sigisweiler.

 

Es wurde darauf geachtet welcher Teilnehmer die Fragen des Preisgerichtes und den Umgang mit dem Kalb am besten meistert. Mit den Eltern des Vorführtieres, der Einsatzleistung der Mutter und sogar mit dem Speiseplan des Kalbes konnten die jungen Profis beim Preisgericht punkten. Das Preisgericht, Andrea Haag und Thomas Hofmann, entschieden sich bei den jüngeren Teilnehmern für Jan Hofmann als Sieger. Er konnte die Jury durch seinen guten Umgang mit dem Kalb und seinem enormen Fachwissen überzeugen. Bei der Gruppe 8 bis 13 Jahre errang Julia Heilmann den Sieg. Sie konnte sich durch ihre sehr gute Vorführleistung den Sieg sichern.

 

Natürlich erhielten alle Kinder einen Siegerpokal, dieser war selbstverständlich mit Süßigkeiten gefüllt. Dieser wurde von jedem Teilnehmer mit berechtigtem Stolz in der Stadthalle entgegen genommen.

 

An dieser Stelle ein Dank an den Oberzuchtwart Michael Schmidt und Günter Hörcher, sie verstehen es hervorragend die Kinder für den Kälbervorführwettbewerb zu begeistern. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die Stadt Ilshofen.

Julia Nagel

Jonas LudwigPreisgerichtReseresieger jung SperrReservesieger alt KlenkSieger und ReserverinderSiegerrind alt SperrSiegerrind jung MeinikheimTeilnehmer Kinder

Bezirksrindviehschau in Gingen/Fils am 02.04.2017

Vom Rinderzuchtverein Göppingen e.V. beteiligten sich 14 Züchter mit 64 Kühen. Marianne, Beli und Beere lehrten ihrer Konkurrenz das Fürchten. Die drei stattlichen Kühe bekamen die Siegerschärpen umgehängt.

 

Bei optimalem Wetter für eine Schau auf der grünen Wiese, dem Turnierplatz der Reitergruppe Gingen, begrüßte Josef Puhrer einige Ehrengäste, sowie zahlreiche Besucher und die Preisrichter: Herrn Harald Autenrieht Zuchtleiter bei der Rinderunion Baden-Württemberg und Herrn Joachim Keller, Vorsitzender des Rinderzuchtvereins Ehingen. Unterstützt wurden sie noch von Herrn Markus Werner und Frau Christine Hagmann-Riester,

 

Von den 64 vorgestellten Kühen konnten sie 60 einen ersten Staatspreis vergeben. Begonnen wurde das Richten mit der Klasse neun, es sind Jungkühe noch ohne Zuchtwert. 10 vielversprechende Jungkühe wurden dem Preisgericht vorgestellt, Klassensieger und später noch Siegerkuh jung wurde Belli eine Hutera Tochter von Wolfgang Müller Boll.

 

In Klasse eins, Jungkühe mit einer Kalbung in Milch setzte sich die Vorum Tochter Bambuli von Thomas Bidlingmaier durch. Von den zehn aufgetriebenen Kühen vom Betrieb Wolfgang Müller Boll erzielten weitere drei einen Klassensieg: Nämlich die Romario Tochter Fora in Klasse zwei, Kühe mit einer Kalbung tragend, die Zauber Tochter Hilza in Klasse drei, Kühe mit 2 Kalbungen in Milch, und die Illion-Tochter Beere in Klasse Sieben, Kühe mit 6 und mehr Kalbungen in Milch. Sie wurde später noch zur Siegerkuh alt gewählt.

 

In Klasse fünf, Kühe mit 3-5 Kalbungen in Milch, war die Konkurrenz am größten, von den 18 vorgestellten Kühen wurde die Western-Tochter 75294 von Martin Dengler Faurndau als Klassensieger gekürt. Ebenfalls von Martin Dengler GP-Faurndau war die Siegerkuh in Klasse acht, Kühe mit 6 und mehr Kalbungen tragend, eine Nohorr-Tochter 34839 mit 10 Kalbungen.

 

Die Siegerin der Klasse 6, Kühe mit 3 – 5 Kalbungen tragend, war die Diport-Tochter Morse von Martin Albrecht Gingen. Er hatte 11 von seinen 13 Kühen aufgetrieben. Zur Euter-Siegerkuh wurde die Vogt-Tochter Marianne von Georg u. Ulrich Ilg Hattenhofen gewählt.

 

Es war eine gelungene Schau mit Kühen von guter Qualität, mit einem herrlichen Gesamteindruck. Zu einem Rückblick über die Schau und die Vergabe der zahlreich gestifteten Ehrenpreise hat der Zuchtverein zu einem Züchterabend ins Gasthaus Hirsch in Süßen eingeladen. Begonnen wurde mit einem Bilderrückblick vom Aufbau des Schauplatzes bis zur Siegerehrung.

 

Alle Siegerkühe bekamen als Urkunde eine Fotocollage von der Kuh und Bilder vom Züchterbetrieb, sowie unseren traditionellen Züchterkrug und die gespendeten Gutscheine unserer Sponsoren. Zwei Kühe bekamen von Herrn Autenrieth die ADR Ehrenmadaille verliehen, nämlich die 12 jährige Kuh 34839 von Martin Dengler und die Kuh Concetta von Josef und Alexander Weber Berneck für den besten Zuchtwert. Alle Beschicker der Schau wurden dann noch mit Sachpreisen und weiteren Gutscheinen für den erheblichen Aufwand belohnt.

 

Herr Autenrieth informierte uns dann noch ausführlich über die neue Zuchtwertschätzung und den Einsatz der Besamungsbullen.

 

Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende Josef Puhrer noch bei allen Beschickern, der Betrieb Ernst Rau Bünzwangen hat 16 Kühe aufgetrieben, bei den Preisrichtern für ihre korrekte Arbeit, bei dem Gingener Arbeitsteam und bei allen die zum Gelingen der Schau beigetragen haben.

 

Einen ganz besonderen Dank sprach er auch noch den Geld-, Gutschein- und Sachspendern aus. Es waren dies:

  • Viehhandlung Dieti Boll
  • Mineralölfirma Mangold Wäschenbeuren,
  • Volksbank Göppingen,
  • Kreissparkasse Göppingen,
  • Viehzentrale Südwest,
  • Viehhandlung Wittlinger Süßen,
  • Milchwerke Schwaben,
  • Agrarhandel Allgaier,
  • Landwirtschaftlicher Bedarf Barbara Rösch
  • Rinderunion Baden Württemberg, Herbertingen
  • Landhandel Günther Gerstetten
  • Bayern Genetik, München Grub
  • Landtechnik Hofelich Gussenstadt,
  • Kühltechnik Clement Amstetten,
  • CRV Deutschland
  • Landtechnik Weber Ottenbach,
  • Landhandel Wahl Eislingen,
  • BAG Hohenlohe Raiffeisen e.G.
  • Landhandel Gütlin Horner Mühle
  • Folienhandel Weller Lorch – Strauben
  • Die Gasthäuser: Filseck Gingen, Café Gingen, Grünenberg,
  • Hirsch Süßen, Küferstüble Kuchen
  • Die Bekleidungshäuser: Fischer&Stegmaier Gingen, Frey Uhingen

Franz Schaible


„Germanys next Top-Kuh“ in der Arena!

10 Jahre Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall

Siegerjungkuh Stier

Jubiläums – Bezirksrindviehschau in der Arena Hohenlohe

 

Zur Jubiläumsschau brachte Fritz Ludwig aus Bühlertann eine Preisurkunde aus dem Jahre 1914 mit. Sein Großvater erhielt damals auf der staatlichen Bezirksrindviehschau in Dörzbach für einen Orginal Simmentaler-Farren einen 2. Preis und 100 Mark Preisgeld. Dies waren mit die Anfänge einer gezielten Rinderzucht, der „Haller Braunblessenschlag“ wurde durch die Simmentaler Rasse aus der Schweiz verbessert. Und heute etwa 100 Jahre später sind aus diesen Vorfahren wunderschöne Fleckviehkühe mit funktionellen, schönen Eutern geworden.

 

108 Kühe, eine schöner wie die andere, wurden zum 10-jährigen Jubiläum des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall am 1. April vorgestellt. 2 schöne Fleckviehbullen und 17 Kinder und Jugendliche mit ihren Kälbern und Rindern vervollständigten das Tierkontingent.

 

Schon vor der Schau war klar, dass es in Ilshofen eine spannende, interessante Schau gibt, waren doch einige der vorgestellten Kühe bereits bei überregionalen Schauen erfolgreich.

 

22 Züchterfamilien stellten den Preisrichtern Dr. Alfred Weidele, Michael Schmidt, Hermann Gehringer und Klaus Mayer ihre Kühe und Bullen zur Bewertung.

 

17 Jungzüchter/innen aus dem Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall traten zum Wettkampf an und wurden von Laura Kühnle und Larissa Kübler bewertet.

 

Thomas Klenk, der Vorsitzende des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall, eröffnet die Schau. Er konnte viele Ehrengäste, aber auch sehr viele interessierte Züchter in der schön geschmückten Arena begrüßen.

 

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens gab es diesmal tolle Ehrenpreise zu gewinnen. Extra für diese Schau ließ der Rinderzuchtverein Holzkühe für die Siegerkühe schnitzen, die Reservesieger konnten getöpferte Uhren gewinnen und der Siegerbullen einen Zinnteller. Für die Jungzüchter waren Pokale zu gewinnen.

 

Immer wieder war zu hören: So schöne tolle Kühe, bestens gepflegt und vorgestellt - ein Augenschmaus für die Zuschauer, besser geht es nicht.

 

Beeindruckend war auch die Qualität der vorgestellten Kühe, sie bewiesen, dass das Fleckvieh als Zweinutzungsrasse absolut überzeugen kann. Von der eleganten, schicken Euterkuh bis zur muskelbepackten 1000 kg schweren Kuh war alles zu sehen.

 

Sehr hochwertig starteten gleich zu Beginn die Jungkuhklassen, hier war der Zuchtfortschritt vor allem in der Euterqualität deutlich zu sehen. Beste, schöne, funktionale Euter zeigten durchweg alle Erst-und Zweitkalbskühe. Der stärkere Typ, das noch bessere Fundament gaben deshalb den Ausschlag im Ring für den ersten Platz.

 

Aber auch die älteren Kühe zeigten sich bestens, gute Fundamente und schöne, funktionale Euter waren zu sehen. Ein besonderer Hingucker waren die Kühe von 6 bis 10 Kalbungen, wertvolle alte immer noch sehr schöne Kühe. Sie konnten ihre Milchleistung, ihre Fruchtbarkeit und ihre Beständigkeit deutlich im Ring demonstrieren. Zum erstenmal wurden in Ilshofen 6 genetisch hornlose Kühe vorgestellt, aus ihnen wurde die schönste hornlose Kuh gekürt.

 

Die Preisrichter vergaben an die Bullen „Waldemar“ und „Vermont“ einen 1. Preis, Besitzer ist Thomas Heilmann aus Schrozberg,  102 Kühe erzielten einen 1. Preis und 8 Kühe einen 2. Preis. Die 2. Preise wurden ausschließlich wegen zu niederem Gesamtzuchtwert vergeben. Ein tolles Ergebnis für die Fleckviehzüchter aus dem Landkreis Schwäbisch Hall.

 

Zur Siegerauswahl standen in den Kuhklassen folgende 1 A Kühe zur Auswahl:

  • Klasse 1, Jungkühe, 1 Kalbung, in Milch
    • Katnr.: 10, Blume, Vater: Vuonis, von Gerh. & Georg Maurer GbR, Blaufelden Engelhardshausen.
  • Klasse 2, Jungkühe, 1 Kalbung, tragend
    • Katnr.: 13, Larana, Vater: Manton, von Stier Schönenberg GbR, Untermünkheim Schönenberg.
    • Katnr.: 18, Birke, Vater: Messlattn, von Klenk Fleckvieh GbR, Kirchberg – Dörrmenz.
  • Klasse 3, Kühe, 2 Kalbungen, in Milch
    • Katnr.: 25, Kourtney, Vater: Wille-So, von H.-M. u. C. Kuppler GbR, Schrozberg – Reupoldsrot.
    • Katnr.: 33, Wolpe Pp, Vater: Grimm, von Daniel Schneider GbR, Bühlerzell – Gantenwald.
    • Katnr.: 41, Irmy, Vater: Valot, von Klenk Fleckvieh GbR, Kirchberg – Dörrmenz.
  • Klasse 4, Kühe, 2 Kalbungen, tragend
    • Katnr. 53, Marion, Vater: Ofir, von Jürgen Lehner, Kirchberg – Lendsiedel.
  • Klasse 5, Kühe, 3 - 5 Kalbungen, in Milch
    • Katnr.: 54, Pisma,Vater: Manuap, von Stier Schönenberg GbR, Untermünkheim Schönenberg.
    • Katnr.: 60, Ever, Vater: Wille, von H.-M. u. C. Kuppler GbR, Schrozberg – Reupoldsrot.
    • Katnr.: 72, Harmonica,Vater: Hupsol, von Stier Schönenberg GbR, Untermünkheim Schönenberg.
    • Katnr.: 75, Barcadi, Vater: Ditarry, von Klenk Fleckvieh GbR, Kirchberg – Dörrmenz.
  • Klasse 6, Kühe, 3 - 5 Kalbungen, tragend
    • Katnr. 82a, Leisa, Vater: Romario, von Balmberger GbR, Schrozberg – Krailshausen.
    • Katnr.: 89, Leonie, Vater: Postress, von Eckhard Sperr, Satteldorf – Bölgental.
  • Klasse 7, Kühe, 6 und mehr Kalbungen, in Milch
    • Katnr.: 95, Sophia, Vater: Vanstein, von Daniel Schneider GbR, Bühlerzell – Gantenwald.
    • Katnr. 101, Tosca, Vater: Diogard, von Balmberger GbR, Schrozberg – Krailshausen.
  • Klasse 8, Kühe, 6 und mehr Kalbungen, tragend
    • Katnr.: 110, Edelgard, Vater: Romello, von K. u F. Wieland, Schwäbisch Hall – Otterbach.
  • Klasse 9, Jungkühe, 1 Kalbung, Vereinsklasse:
    • Katnr.: 119, Evian, Vater: Ivan, von H.-M. u. C. Kuppler GbR, Schrozberg – Reupoldsrot.
    • Katnr.: 126, Margit, Vater: Hurrican, v Gerh. & Georg Maurer GbR, Blaufelden Engelhardshausen.
    • Katnr. 133, Kathrin, Vater: Valot, von Jürgen Lehner, Kirchberg - Lendsiedel

Neben den bereits oben aufgeführten Betrieben wurden Kühe vorgestellt von den Betrieben:

Karl Gerlinger Könbronn, Herrmann GbR Blaubach, Hofmann Michael Sanzenbach, Hofmann GbR M u S. Gröningen, Layher GbR G. u I. Eichenau, Walter Lober Sigisweiler, Bernd Maass Talheim, Moennig Gbr Oberfischach, Pflanz GbR Großaltdorf, Gottfried Seeger Wiesenbach, Stefanie Weidner Mainhardt und Wolf GbR Brunzenberg.

 

Spannend wurde es bei der Siegerauswahl, standen doch die schönsten Tiere im Ring. 

  • Siegerbulle wurde: „Waldemar“ von Thomas Heilmann Schrozberg.
  • Siegerjungkuh wurde: „Larana“ von Stier Schönenberg GbR, Untermünkheim Schönenberg.
  • Resersiegerjungkuh wurde: „Blume“ von Gerh. & Georg Maurer GbR, Blaufelden Engelhardshausen.  
  • Siegeraltkuh wurde: „Sophia“ von Daniel Schneider GbR, Bühlerzell – Gantenwald.
  • Reservesiegeraltkuh wurde: „Pisma“  von Stier Schönenberg GbR, Untermünkheim Schönenberg.
  • Siegerin hornlos: „El Sole Pp“ (V:Solero) von H.-M. u. C. Kuppler GbR, Schrozberg – Reupoldsrot.
  • Eutersiegerin jung wurde “Tine“ (V:Hutera) von H.-M. u. C. Kuppler GbR, Schrozberg – Reupoldsrot.
  • Eutersiegerin alt wurde “Lilie“ (V:Rau) von Balmberger GbR, Schrozberg – Krailshausen.
  • Fleischsiegerin wurde „Marie“ (V:Ermut)  von Thomas Heilmann Schrozberg.
  • Für die höchste Lebensleistung wurde „Lara“ (V:Poldi)  von Balmberger GbR, Schrozberg – Krailshausen mit einer geschnitzten Holzkuh ausgezeichnet.

Beim Jungzüchterwettbewerb gingen diesmal Kinder und Jugendliche im Alter von 4 Jahren bis 17 Jahren an den Start.

Es ist schon toll, wie die Jungzüchter ihre Kälber und Rinder vorbereitet haben, blitzblank geputzt und gestylt. Bei den Kindern kommt es vor allen Dingen auf den Umgang mit dem Kalb an, beim Vorführwettbewerb der Jugendlichen auf die Harmonie zwischen Führer und Tier, das Tier muss sich vom Vorführer ohne Probleme leiten lassen und auf ein Zeichen des Preisrichters optimal darstellen.

 

Es ist klar, dass dies nur funktioniert wenn genügend trainiert wird. Trotz aller Vorbereitung müssen Vorführer und Tier letztendlich mit der Schauumgebung fertig werden. Andere Tiere, viele Menschen, Lärm und Hektik, wer da die Ruhe behalten kann, der hat die besten Chancen. Insgesamt war es sehr beeindruckend wie die Jungzüchter ihre Tiere vorstellten, ein großes Lob an sie. Den Siegerpokal in der Altersgruppe bis 8 Jahre, errang Greta Sperr aus Bölgental.

 

In der Altersgruppe bis 10 Jahre siegte Jan Hofmann aus Billingsbach. Die Altersgruppe bis 18 Jahre konnte Lisa Binder mit einem Rind von Thomas Heilmann aus Schrozberg für sich entscheiden.

 

Weitere Teilnehmer waren: Lisa Renner Kleinforst, Hannes Maurer Engelhardshausen, Aurelia Hofmann, Rosalie Hofmann, Zita Hofmann, Noemi Haag, Zoe Haag und Jana Haag aus Gröningen, Michael und Julia Heilmann Schrozberg, Walter Lober Sigisweiler, Paul Sperr Bölgental, Tim Schächer Mainhardt und Nico Stein Wiesenbach.

 

Zur Siegerehrung kamen der Siegerbulle und die Siegerkühe nochmals in den Ring, ein beeindruckendes Bild. Otto Kurz kommentierte die Preisverleihung. Die Ehrenpreise wurden von den Preisrichtern und Spendern überreicht. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Spender und an alle, die zum Gelingen dieser großartigen Schau beigetragen haben.

Otto Kurz

Reservesieger Jungkuh Blume MaurerReservesieger alt Pisma StierSieger alt Sophia SchneiderSiegerbulle Waldemar T.HeilmannSiegerjungkuh StierSiegerkühe mit BesitzerKinder lieben KälberEuterauswahlFleischsieger HeilmannGruppenbild VorführwettbewerbGruppenbild VorführwettbewerbHornlos-Sieger KupplerPreisurkunde Ludwig

Fleckviehzüchter vom Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V. auf Lehrfahrt im Bodenseegebiet

Nach einer Kaffeepause beim Vorsitzenden, Frank Hofer in Tuttlingen ging die Fahrt zur Reichenauer Gärtnersiedlung in Singen-Beuren. Die Reisegruppe wurde dort von Alexander Seitz zu einer 2 stündigen Führung empfangen.

 

Vor dem Betreten der 10 ha großen Gewächshausanlage die seit 6 Jahren in Betrieb  ist, wurden die Besucher mit Schutzanzügen ausgestattet und über eine Desinfektionsmatte geschickt.

 

Da die Paprikapflanzen erst eine Höhe von 60 cm hatten, konnte über das Ausmaß der Anlage mit den 250000 Pflanzen nur gestaunt werden. Da in der Anlage kein chemischer Pflanzenschutz angewendet wird, war Anfassen der Pflanzen verboten. Bei einer Temperatur von 30 Grad Celsius, erklärte Herr Seitz den Viehzüchtern die Paprikaanlage, den nachhaltigen Anbau, Pflanzenschutz, Pflanzenpflege und Ernte.

 

Die Anlage wird über ein Blockheizkraftwerk beheizt , das Wasser für die Bewässerung der Pflanzen, 1 Mio. Liter pro Tag stammt zu einem kleinen Teil aus der Aach und Regenwasser von den Dächern. Die Pflanzen werden in organischem Kokossubstrat angebaut, über Schläuche mit Wasser versorgt, das in einem geschlossenen Kreislauf gereinigt, mit Nährstoffen aufgeladen und erneut zu den Pflanzen geschickt wird.

 

Durch die perfekte Klimatisierung bei der die Pflanzen immer trocken sind, werden keine Pilzmittel benötigt. Die Bekämpfung von Schädlingen erfolgt über Nützlinge und für die Bestäubung der Blüten sind Hummelvölker zuständig. Jede Pflanze behält 3 Triebe die an Schnüren bis zu 5 m hoch geführt werden. Die Paprika bringen je nach Zucht, rote, orange und gelbe  Früchte die  reif geerntet  werden.

 

In der Haupternte werden je Tag 40 Tonnen Paprika geerntet die über führerlose Wagen zur Sortieranlage und Verpackung gebracht werden. Die Ernte geht exklusiv an EDEKA , deshalb können die Früchte wegen der kurzen Transportwege auch reif geerntet werden. Alexander Seitz hat schnell erkannt, dass die vielen Fragen der Besucher auf ein fachkundiges Publikum schließen lassen und deshalb hat er auch die Führung speziell gestaltet.

 

Vom Gewächshaus ging es dann zu den Wassertanks, zur Düngereinbringung und zur Besichtigung des riesigen Blockheizkraftwerkes. Das neue Gewächshaus vor einem Jahr in Betrieb genommen, ist mit Spitzpaprika  und Auberginen bestückt, die Ernte erfordert eine spezielle Technik und die Pflanzen  sind  empfindlich gegen Zugluft. Am Ende der Führung durfte jeder Besucher noch erntefrische Auberginen mitnehmen, die Paprikaernte beginnt erst im April.

 

Am Nachmittag stand die Besichtigung des Fleckviehzuchtbetriebes, Klaus Nägele in Öhningen-Schrotzburg auf dem Programm. Bei dem Betrieb handelt es sich um einen Pachtbetrieb der RBW, der schon vor 60 Jahren von der Familie Nägele gepachtet wurde. Heinrich Nägele t ein bekannter und engagierter Fleckviehzüchter,  war lange Jahre Vorsitzender des Fleckviehzuchtvereins Engen.  Heinrich Nägele legte immer großen Wert auf großrahmige, schwere Kühe mit guten Eutern.

 

Im Jahr 2004 wurde bei einem Brand ein Teil des Stalles vernichtet, es wurde dann ein Boxenlaufstall mit Melkstand gebaut. Heute führt sein Sohn Klaus Nägele mit seiner Familie den Betrieb in bewährter Weise, als Fleckviehzuchtbetrieb mit 85 Kühen und 120 Stück weibliche Nachzucht.

 

Die Herdenleistung beträgt 8800 kg Milch bei 4,62 % Fett und 3,60 % Eiweiß.

Gefüttert werden die Kühe mit TMR und Kraftfutter über den Transponder. Beim Rundgang durch den Stall erläuterte RBW Außendienstmitarbeiter  Matthias Schupp das züchterische Konzept des Betriebes und stellt den Besuchern die ausgewählten Bullenmütter vor. Die Erwartungen wurden bestätigt, es zeigten sich hervorragende, schwere Fleckviehkühe mit besten Eutern. Die Anpaarung der Kühe über Altamed  brachten die Herde nach vorne.

 

Spezialberater, Matthias Schupp und der Betriebsleiter, Klaus Nägele wurden mit Fragen der Züchterkollegen überhäuft, im Stall war eine Art Aufbruchsstimmung zu spüren.

 

Bei Kaffee und Kuchen kam es noch zu vielen Gesprächen mit der Familie Nägele. Dabei wurde deutlich, dass eine Vergrößerung des Betriebes wegen der nahen Schweiz und der damit verbundenen, hohen Pachtpreise nicht einfach ist. Deshalb hat Klaus Nägele noch ein Lohnunternehmen als zweites Standbein. Außerdem werden  neuerdings Sojabohnen angebaut.

 

Nach einem herzlichen Dank für die Besichtigung und Bewirtung konnten die Züchter von der Anhöhe über der Teilgemeinde Schienen, einen herrlichen Blick auf die Schweizer Berge genießen. Die Lehrfahrt endete mit einem Abschluss im Gasthaus „Schuhfranz“ in Liptingen.

Karl Gebert


Jahresversammlung der Hinterwälderzüchter

Verbandsschau am 7./8. Mai 2017 im Fokus

Tierzuchtberater Johannes Hohloch und Zuchtleiter Franz Maus freuen sich mit den Besitzern der langlebigen Kühe: Martin Pfefferle aus Aitern- Rollsbach, Vorsitzender Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg hatte drei Kühe, Friedolin Wiesler aus dem Münstertal und Martin Lais aus Wieden. Es fehlen Helmut Dietsche und Manfred Gut-mann aus dem Münstertal, Ulrich Gottschalk aus Herrischried und Tobias Friedemann Mauch aus Vaihingen-Ensingen

Sehr gut besucht war die Hinterwälderzüchterversammlung im Gasthaus Eiche in Utzenfeld. Erstmals konnte Vorsitzender Hubert Schätzle mit Herrn Huber einen Vertreter des Biosphärenreservates Südschwarzwald begrüßen. Er stellte heraus, dass die Rasse Hinterwälder mit eine zentrale Rolle im Biospärengebiet spielt. Herr Preiser machte auf eine steigende Nachfrage zum Frühjahr/Sommer hin aufmerksam und bat um Anmeldungen verkäuflicher Tiere.

 

Zuchtleiter Dr. Franz Maus stellte fest, dass die Hinterwälder nach wie vor in  punkto Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und in den Abgangsursachen Spitze sind. Die Langlebigkeit beeinflusst wahrscheinlich leider den Zellgehalt, hier ist man Schlusslicht im Ländle. In der Linienvielfalt ist die Rasse hervorragend aufgestellt. So sind die 46 gekörten Bullen im Kalenderjahr 2016 auf neun Linien zwischen zwei und zehn Söhnen verteilt. Das zunächst nasskalte und dann trockene Weidejahr ließ die Leistungen sinken. So konnte die 4.000 kg Stallplakette nur einmal an Oskar Winterhalter in Löffingen- Göschweiler vergeben werden. Dagegen konnten Stallplaketten für Kühe mit über 30.000 kg Lebensleistung zehn Mal vergeben werden.

 

Die Zunahmen der Marktbullen waren vermutlich wegen der widrigen Weideverhältnisse 2015 und 2016 niedriger als früher.  Es wurden Rasseauschussbeschlüsse bekanntgegeben, zum Beispiel, dass Bennasch auch für den Einsatz in Milchbetrieben empfohlen wird und dass der Anschlagspreis nach Jahrzehnten Beständigkeit um 100 € auf 1.500 € für Klasse II, beziehungsweise 1.400 € für Klasse III angehoben wird. Die Organisation der Verbandsschau am 6. und 7. Mai 2017 stand natürlich auch im Fokus der Versammlung. Man ist auf gutem Wege dahin, konnte Vorsitzender Hubert Schätzle engagiert berichten. 

Dr. Franz Maus

Tierzuchtberater Johannes Hohloch und Zuchtleiter Franz Maus freuen sich mit den Besitzern der langlebigen Kühe: Martin Pfefferle aus Aitern- Rollsbach, Vorsitzender Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg hatte drei Kühe, Friedolin Wiesler aus dem Münstertal und Martin Lais aus Wieden. Es fehlen Helmut Dietsche und Manfred Gut-mann aus dem Münstertal, Ulrich Gottschalk aus Herrischried und Tobias Friedemann Mauch aus Vaihingen-EnsingenEine der neuen Lebensleistungskühe ist die Labflorttochter Franzi von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg. Sie wurde mit fünf Kalbungen bei der Jubiläumsschau 2014 Fleischsiegerin. Präsentiert wurde sie von Lukas Schätzle. Am 6. und 7. Mai 2017 findet die nächste Verbandsschau statt

Gelungene Jahresversammlung der Vorderwälderzüchter aus dem Südlichen Schwarzwald

Gut besuchte Veranstaltung in Todtmoos-Schwarzenbach

„Die Geehrten im Südlichen Schwarzwald“: Drei Betriebe überschritten die  6.500 kg Jahresleistung und erhielten Plaketten von der Rinderunion.  Heinrich Brunner aus Wies hatte zwei Kühe, für die er mit mehr als 50.000 kg Lebensleistung eine Plakette bekam. Von links sind zu sehen Vorsitzender Christoph Kaiser aus Görwihl, Heinrich Brunner, Reinhold Deiss aus Schopfheim-Gersbach, Zuchtleiter Franz Maus und Lothar Ebner aus Höchenschwand-Unterweschnegg. Es fehlt Thomas Huber aus Görwihl

Vorsitzender Christoph Kaiser konnte eine themenreiche Züchterversammlung leiten. Grußworte überbrachten die Bürgermeisterin von Todtmoos, Janette Fuchs,  Mathias Reichenbach von der Schwarzwaldmilch und Kathrin Riepe vom Landwirtschaftsamt Waldshut.

 

Der RBW-Außendienstmitarbeiter Alfred Preiser stellte erfreut die guten Bullenkälberqualitäten heraus. Die Bullenmärkte 2016 waren eher zu knapp beschickt. Johannes Hohloch, Mitarbeiter beim LWA Donaueschingen, stellte die besten Jahresleistungen je Betrieb und je Kuh dar. Zuchtleiter Franz Maus präsentierte aus dem züchterischen Bereich Aspekte, die die Rasse Vorderwälder ausmachen. Im Zuchtziel wird von einer milchbetonten Doppelnutzungsrasse gesprochen mit fruchtbaren langlebigen Weidekühen.

 

Turnusgemäß findet nach fünf Jahren am 15. Oktober 2017 als Jahreshöhepunkt in St. Märgen wiederum eine Verbandsschau statt.


Bezirksrindviehschau Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall

10 Jahre Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall

Am Samstag, den 1. April 2017 (ab 10:30 Uhr) findet in der Arena-Hohenlohe die Bezirksrindviehschau vom Rinderzuchtverein Schwäbisch Hall statt.

 


Brigach-Bregtäler Vorderwälderzüchter halten ihre Jahresversammlung in St. Georgen- Oberkirnach ab

Knapp 50 Personen kamen; überproportional viele langlebige Kühe

Die Züchter ab 6.500 kg Jahresleistung erhielten Plaketten von der Rinderunion.  Von links sind zu sehen Walter Fichter, Georgen-Peterzell, Zuchtleiter Dr. Franz Maus, Otmar Klausmann und Roland Fichter, beide aus St. Georgen-Oberkirnach, Klaus Riesle, Gütenbach, Eberhard Beha, Unterkirnach, Hubert Thoma aus Vöhrenbach-Langenbach und Thomas Nock aus Triberg. Es fehlen Manfred Nopper aus Gütenbach und Klaus Fehrenbach aus Furtwangen-Rohrbach. Walter und Roland Fichter züchteten die beiden 100.000 kg Kühe

Vorsitzender Klaus Riesle konnte eine interessante themenreiche Züchterversammlung leiten. Michael Langer vom Veterinäramt beleuchtete die Blauzungensituation, Impfstoff kann sofort bestellt werden. Der RBW- Außendienstmitarbeiter Alfred Preiser stellte erfreut die guten Bullenkälberqualitäten heraus. Die Bullenmärkte 2016 waren eher zu knapp beschickt.

 

Grußworte überbrachten der Ortsvorsteher Franz Günter von Oberkirnach, Clemens Hug für den BLHV, Rafael Schüle von der Schwarzwaldmilch und Georg Häckel für die Rinderunion. Johannes Hohloch, Mitarbeiter beim LWA Donaueschingen, stellte die besten Jahresleistungen je Betrieb und je Kuh dar, sowie die besten Lebensleistungen je Betrieb und bei den Altkühen. Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell und Roland Fichter aus St. Georgen-Oberkirnach haben zwei Kühe, die die Schallmauer von 100.000 kg überschritten haben.

 

Zuchtleiter Franz Maus präsentierte aus dem züchterischen Bereich Aspekte, die die Rasse Vorderwälder ausmachen. Im Zuchtziel wird von einer milchbetonten Doppelnutzungsrasse gesprochen mit fruchtbaren langlebigen Weidekühen. Bei der Vergabe der 50.000 kg Plaketten fällt auf, dass der hiesige Zuchtverein mit 37 von 77 Plaketten einen überproportional hohen Anteil an langlebigen Kühen hat.

 

Turnusgemäß findet nach fünf Jahren am 15. Oktober 2017 als Jahreshöhepunkt in St. Märgen wiederum eine Verbandsschau statt.

Vorsitzender Klaus Riesle aus Gütenbach, links und sein Stellvertreter Stefan Weiss aus Schönwald, rechts überreichten den beiden Züchterkollegen Roland und Walter Fichter aus St. Georgen Oberkirnach und –Peterzell für Ihre 100.000 kg Kühe zwei prächtige GeschenkkörbeDie Züchter ab 6.500 kg Jahresleistung erhielten Plaketten von der Rinderunion.  Von links sind zu sehen Walter Fichter, Georgen-Peterzell, Zuchtleiter Dr. Franz Maus, Otmar Klausmann und Roland Fichter, beide aus St. Georgen-Oberkirnach, Klaus Riesle, Gütenbach, Eberhard Beha, Unterkirnach, Hubert Thoma aus Vöhrenbach-Langenbach und Thomas Nock aus Triberg. Es fehlen Manfred Nopper aus Gütenbach und Klaus Fehrenbach aus Furtwangen-Rohrbach. Walter und Roland Fichter züchteten die beiden 100.000 kg Kühe

Jahresversammlung des Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

am 20.01.2017 um 10.00 Uhr, Gasthaus „Hirschen“ in Bad Dürrheim-Oberbaldingen

Ehrung > v.lks. Frank Hofer, Ferdinand Staiger, Robert Schwörer

Die Fleckviehzüchter der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen trafen sich zur Jahresversammlung im „Hirschen“ in Oberbaldingen. Der Vorsitzende, Frank Hofer eröffnete die Versammlung. In seinem Geschäftsbericht spricht der Vorsitzende die schwierige Situation der Milchviehhalter durch die katastrophalen Milchpreise an und lässt die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2016 Revue passieren. Der Kassenbericht von Geschäftsführer Karl Gebert vermittelt geordnete Finanzen.

 

Dr. Michael Langer, Veterinär beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis  informiert über Rinderkrankheiten und die Seuchensituation.  Dr. Langer  warnt vor der Blauzungen-Krankheit, das Virus wird durch Stechmücken übertragen und  könnte von Frankreich her erneut zu uns kommen. Auch das Schmallenberg – Virus das zu Missbildungen bei Kälbern führt  ist  in unseren Gebieten zurück.

 

Marius Weiß vom LWA Tuttlingen überbringt die Grüße des Landratsamtes und informiert über Förderrichtlinien und die Probleme bei der Auszahlung die zurzeit behoben werden.

 

Rafael Schüle, Erzeugerberater der Schwarzwaldmilch, Freiburg hofft auf steigenden Milchpreis in den nächsten Wochen. Das Milchwerk in Freiburg sei regional am Markt mit Milch die mehrheitlich aus dem Schwarzwald kommt und das müsse es dem Verbraucher wert sein, bei diesem Unternehmen zu kaufen.

 

Wilhelm Schöndienst vom Kreisbauernverband Tuttlingen glaubt an wenige Möglichkeiten des Bauernverbandes im Bereich Milch, die Milchwirtschaft sei uneinig und werde von den Discountern ausgespielt.

 

Armin Bücheler vom Landwirtschaftamt Donaueschingen berichtet von einer starken Berufsschule in Villingen. Die Fachschule in Donaueschingen habe 2 Klassen und für Hofnachfolger wurden Schüler und Eltern gemeinsam geladen mit einem Mentor als Vermittler.

 

Beim Punkt „Ehrungen“ konnte der Vorsitzende, Frank Hofer die langjährigen Vorstandsmitglieder, Ferdinand Staiger, Kolbingen für 35 Jahre und Robert Schwörer, VS-Tannheim für 27 Jahre aktive Vorstandsarbeit danken und ihnen ein Geschenk überreichen.

 

Den Marktbericht vom Auktionsort Donaueschingen trug RBW Mitarbeiter Matthias Schupp vor. Schupp berichtet vom Marktort Donaueschingen wo im Jahr 2016 insgesamt 31 Zuchtbullen zum Preis von 1984 € verkauft wurden. Das Angebot an Jungkühen konnte leider nicht gesteigert werden, die 32 verkauften Kühe kosteten 1403 €. Außerdem wurden 2857 Bullenkälber zum Preis von 5,34 €/kg versteigert. 609 Kuhkälber brachten 3,33 € / kg.

 

Zuchtleiter-Assistent, Gerald Autenrieth von der RBW informiert über die Entwicklung der Vermarktung, Milchleistungen, Zuchtprogramm, Zuchtwertschätzung und erweiterte Beurteilung der Bullentöchter und Bullenmütter.

 

Die erbrachten Milchleistungen der Mitgliedsbetriebe im Jahr 2016 sind trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse im Frühjahr zufriedenstellend. Die höchsten Herdenleistungen erzielten Mink GbR, Seitingen-Oberflacht mit 9578 kg Milch, Ewald Hubert, Bräunlingen mit 9296 kg Milch, Wetzel GbR, Bräunlingen mit 9209 kg Milch, Staiger Ferdinand, Kolbingen mit 9161 kg Milch, Hofer Frank, Tuttlingen mit 8860 kg Milch und Baier Armin, Durchhausen mit 8646 kg Milch.

 

Eine goldene Plakette der RBW für mehr als 9500 kg Milch erhält die Mink GbR, Oberflacht. Eine silberne Plakette für mehr als 9000 kg Milch erhielten Ewald Hubert, Bräunlingen und Staiger Ferdinand, Kolbingen. Eine bronzene Plakette der RBW für mehr als 8500 kg Milch erhielten Hofer Frank, Tuttlingen, Baier Armin, Durchhausen und Vetter Werner, Behla.

 

Die höchsten Jahresleistungen lieferten Kuh „260“ Hess GbR, Balgheim mit 12783 kg Milch und  „Fee“ Weisshaar GbR, Brigachtel mit 12040 kg Milch.

Die Kühe mit der höchsten Lebensleistung stehen im Stall von Gleichauf Arnold in Fützen,  Kuh „Ulrike“, 12 Kälber erbrachte 107289 kg Milch, Kuh „Herti“ 10 Kälber von Maurer Andreas, Kolbingen erbrachte 105054 kg Milch und die Kuh „Helen“ im Stall von Baumann GbR, Immendingen, 12 Kälber erbrachte 104108 kg Milch.

 

Weiter informiert Gerald Autenrieth die neue Zuchtwertschätzung und  die genomischen Zuchtwerte. Die Vorstellung der wichtigsten Besamungsbullen mit ihren Zuchtwerten und Nachkommen-Bewertungen komplettieren das interessante Referat.

Karl Gebert

Ehrung > v.lks. Frank Hofer, Ferdinand Staiger, Robert SchwörerNeue 100000 ltr. Kühe>v.lks. Lothar Baumann, Eduard MaurerPlaketten für hohe Herdenleistungen: v.lks. Ferdinand Staiger, Frank Hofer, Armin Baier, Angelika Mink, Werner Vetter, Hubert Ewald

Vorderwälderzüchter der Bezirke Hochschwarzwald und Dreisam-Elztal treffen sich zur Jahresversammlung in Buchenbach

Gut besuchte Veranstaltung

Die Geehrten

Vorsitzender Mathias Brugger konnte eine harmonische themenbezogene Züchterversammlung leiten. Viele Informationen aus dem Veterinärbereich, der Tiervermarktung und aus dem züchterischen Bereich wurden präsentiert. Turnusgemäß findet nach fünf Jahren am 15. Oktober 2017 als Jahreshöhepunkt in St. Märgen wiederum eine Verbandsschau statt.

 

Züchter ab 6.500 kg Jahresleistung erhielten Plaketten von der Rinderunion und Plaketten gab es für Kühe mit mehr als 50.000 kg Milch Lebensleistung. Auf dem Bild sind die Geehrten zu sehen. Von links Siegbert Willmann, T.-N.-Schwärzenbach, Mathias Brugger, Lenzkirch-Saig, Christoph Gfell, Lenzkirch-Kappel, Christiane Willmann, T.-N.-Schwärzenbach, Andreas Steiert, Freiburg-Kappel, Zuchtleiter Dr. Franz Maus, Tobias Winterhalter, Oberried, Josef Nopper, Gutach-Oberspitzenbach, Alexander Schwär, St. Peter, Eugen Tritschler, T.-N.-Spriegelsbach und Hans-Georg Eble aus Glottertal-Föhrental.

Dr. Franz Maus

Die Geehrten: von links Siegbert Willmann, T.-N.-Schwärzenbach, Mathias Brugger, Lenzkirch-Saig, Christoph Gfell, Lenzkirch-Kappel, Christiane Willmann, T.-N.-Schwärzenbach, Andreas Steiert, Freiburg-Kappel, Zuchtleiter Dr. Franz Maus, Tobias Winterhalter, Oberried, Josef Nopper, Gutach-Oberspitzenbach, Alexander Schwär, St. Peter, Eugen Tritschler, T.-N.-Spriegelsbach und Hans-Georg Eble aus Glottertal-Föhrental

Züchterstammtisch des Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

Am 13.12.2016 trafen sich 38 Züchter und Milchkuhhalter beim Züchterstammtisch des Fleckviehzuchtvereins SBH im Gasthaus Hirschen in Oberbaldingen.

 

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Frank Hofer waren alle Teilnehmer gespannt auf das Referat von Frau Dr. Barbara Benz von der Hochschule Nürtingen zum Thema „Haltungseinflüsse auf die Klauengesundheit.

 

Frau Prof. Dr. Barbara Benz brachte das Problem der Klauengesundheit auch gleich auf den Punkt. Mit 10 % Abgänge durch Klauenkrankheiten steht es um die Klauengesundheit in Baden-Württemberg nicht so gut. Investitionen zur Verbesserung der Klauengesundheit können sich nach Ansicht der Referentin schnell amortisieren und deshalb sollte etwas getan werden. Es beginnt bei den Risikofaktoren die es zu überwinden gilt. Das Liegeverhalten der Kühe spielt eine Rolle, da die Kühe 12 h liegen, 4 h stehen, 6 h fressen und 2 h beim Melken sind. Deshalb sollte der Liegebereich optimiert werden durch verformbare, trockene Liegeflächen. Es sollte ein verletzungsfreies Abliegen und Aufstehen möglich sein und ausreichend Platz für unterschiedlich große Tiere vorhanden sein.

 

Genauso wichtig sei die Optimierung im Fressbereich um Risikofaktoren wie infektiöse und mechanisch-traumatische Klauenerkrankungen zu vermeiden. Der Keimdruck durch mangelhafte Laufganghygiene, Feuchtigkeit, Stress, harte Böden und Fütterungsfehler führen zu Klauenerkrankungen. Deshalb sollten über eine Umbaulösung, erhöhte Fressplätze nachgerüstet werden.

 

Ganz wichtig sei auch die Optimierung im Laufbereich durch klauenfreundliche Bodenausführung, regelmäßige Klauenpflege, Mortellarobehandlung und richtige Schieberfrequenz. Zwangsstehen sollte vermieden werden. Der Liege-und Stehkomfort sollte überprüft und das Nackensteuer richtig eingestellt werden. An Fallbeispielen zeigt Frau Benz gute und schlechte Lösungen auf. Zu guter Letzt ist die Optimierung des Melkbereiches notwendig, ev. sollte der Melkstandboden saniert werden.

 

Am Schluss Ihres interessanten Referates fasste Frau Dr. Barbara Benz dann nochmals alle Haltungseinflüsse auf die Klauengesundheit zusammen. Im Anschluss gab es eine engagierte Diskussion bei der die überwiegend jungen Milchviehhalter im Haupterwerb von der Referentin fast alles zum Thema wissen wollten.

 

Prof. Dr. Barbara Benz erklärte sich auch zu einer Beratung bereit wenn eine Anfrage über Email: barbara.benz@hfwu.de an Sie gerichtet wird.

 

Nach diesem hochinteressanten Vortrag stellte RBW-Außendienstmitarbeiter, Martin Ganter die aktuellen Besamungsbullen mit den neuesten Zuchtwerten vor.

 

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Vorsitzende, Frank Hofer bei Frau Dr. Benz und Martin Ganter für ihre Referate und wünschte den Züchtern ein erfolgreiches Jahr 2017 mit hoffentlich besseren Milchpreisen.

 

Karl Gebert


Jungviehprämierung, anlässlich des Backofenfestes

am 24.09.2016 in Schwäbisch Hall - Wackershofen

Siegerrind jüngere Klassen Fleckvieh Siegerrind jüngere Klassen Limpurger

Das Backofenfest im Hohenloher Freilandmuseum Schwäbisch Hall - Wackershofen war auch dieses Jahr wieder ein toller Rahmen für die Jungviehprämierung. Bestes Sommerwetter, ein glasklarer blauer Himmel, da sieht alles noch viel schöner aus. Die Jungrinder, bestens gepflegt und herausgeputzt sind einfach ein Anziehungspunkt für die Besucher des Backofenfestes.

 

Den Rinderzüchtern ist es ein wichtiges Anliegen den Kontakt zur städtischen Bevölkerung zu pflegen, sie wollen der städtischen Bevölkerung zeigen, dass Sie ihre Rinder gut halten und dass sie gut mit ihnen umgehen. Dazu war in Wackershofen wieder die beste Gelegenheit, der Richtring war ständig von sehr vielen Zuschauern besucht. Ein großes Lob an alle Züchterfamilien die keine Arbeit scheuen um ihre Tiere sauber geputzt und bestens gepflegt zu präsentieren.

 

Zur Prämierung hatten die Rinderzüchter 33 Fleckviehrinder und 29 Limpurger Rinder vorgestellt. Als Preisrichter waren dieses Jahr bei den Fleckviehrindern Hans Dieter Herrmann, Beiratsmitglied des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall und Tierzuchtinspektorin Julia Nagel von der Rinderunion Baden Württemberg tätig. Bei den Limpurger Rindern richtete zusätzlich der Tierzuchttechniker i.R. Rainer Föll mit.

 

Sicherlich fragen sich die Zuschauer manchmal, warum geht gerade dieses Rind an der Spitze? Für den Uneingeweihten wirken doch alle Rinder gleich. Sie haben sanfte Augen, ein glänzendes Fell und einen Schwanz. Otto Kurz klärte die Zuschauer immer wieder auf, weshalb jetzt gerade diese Rind an der Spitze oder dahinter geht. Er klärte die Besucher auch über viele Dinge aus der Landwirtschaft und die Rinderzucht auf.

 

Für die Züchter sieht es natürlich ganz anders aus. Deshalb sprachen die Preisrichter von enormer Tiefe, klarem Fundament, korrekter Beinstellung, edlem Wuchs, straffer Fesselung  und super Euteranlage. Und Sie hatten auch wirklich nicht viel zu kritisieren, Ihnen wurden elegante, rahmige, bestens bemuskelte, gut entwickelte Fleckvieh Rinder mit guten Fundamenten und Euteranlagen vorgestellt.

 

Das Preisgericht konnte an alle 33 Rinder 1. Preise vergeben, dies spricht eindeutig für den hohen Leistungsstand der hiesigen Rinderzucht. Folgende Fleckviehzüchter hatten Rinder zur Prämierung aufgetrieben: Rudolf Dambach Schwäbisch Hall-Ramsbach (4), Martin Deiniger Mainhardt-Württembergerhof (12), Eckhard Sperr Satteldorf – Bölgental (10), Wolfgang Vogelmann Mainhardt-Geißelhardt (5), und die Wolf GbR aus Frankenhardt – Brunzenberg (2).

 

Die Katalognummer 19, eine elegante, feingliedrige, „Manor“ - Tochter mit bestem Fundament errang den Siegerpreis der Rinder 12 bis 17 Monate, Besitzer des Tieres ist Rudolf Dambach. Der Reservesieg ging an Katalognummer 11, eine frohwüchsige „Wismut“ - Tochter von Eckhard Sperr. Den Siegerpreis der Rinder über 17 Monate errang Katalognummer 34, eine rahmige, feine, ausdrucksstarke „Manton Tochter“ von Eckhard Sperr. Der Reservesieg ging an Katalognummer  28, eine formschöne „Odes“ Tochter von Wolfgang Vogelmann. Hans Dieter Herrmann gratulierte den Besitzern der Sieger- und Reservesiegertiere und wünschte allen Züchtern viel Glück mit den vorgestellten Rindern.

 

Die Siegerpreise sowie weitere Sachpreise wurden bei der Siegerehrung überreicht, ein herzliches Dankeschön an den Landhandel und an die Genossenschaften die die Sachpreise gestiftet haben.

 

Die „Goisslschnalzer“ aus Oettingen ließen im Prämierungsring mehrmals lautstark ihre Peitschen knallen, begleitet von schwungvollen Akkordeonklängen.

 

Zur Prämierung der gefährdeten Rinderrasse, derLimpurger Rinder wurden 29 Rinder vorgestellt, alle erhielten einen ersten Preis. Fast alle der vorgestellten Rinder waren mit bestem Beinwerk und feinem Knochenbau ausgestattet und verkörperten in idealer Weise die gewünschten Merkmale der ältesten württembergischen Rinderrasse.

 

Folgende Limpurger - Züchter hatten Rinder zur Prämierung aufgetrieben: Blank Thomas Obersontheim – Mittelfischach (1), Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen (1), Jürgen Holl Heuchlingen - Riedhof (12), Martin Munz Untermünkheim - Haagen (6), Vollzugsanstalt Heilbronn – Hohrainhof (5), Winter GbR Abtsgmünd (2) – Laubach und Wilhelma Stuttgart (2).

Mit einer feingliedrigen, rahmigen "Hal - Pasto"-Tochter holte sich das Hohenloher Bauernmuseum Schwäbisch Hall - Wackershofen den Siegerpreis der Jungrinder. Bei den älteren Rindern gewann Jürgen Holl Heuchlingen – Riedhof, mit einer eleganten "Herswolf"-Tochter den Siegerpreis.

 

Ein Garant für die gefährdete Rasse Limpurger ist, dass sich immer noch so viele Züchter für die Rasse einsetzen und so viel Jungvieh aufziehen. So hat das Limpurger Vieh auch in Zukunft eine Überlebenschance.

Bericht und Fotos: Otto Kurz

Siegerrind jüngere Klassen FleckviehSiegerrind ältere Klassen FleckviehGruppenbild Ringsieger FleckviehSiegerrind jüngere Klassen LimpurgerSiegerrind ältere Klassen Limpurger

Kälbervorführwettbewerb am 24. September beim Backofenfest in Wackershofen

Widerspenstige Kälbermodels auf dem Laufsteg

Familie Schirle mit Sieger Jannik

Bei herrlichem Sonnenschein, sommerlichen Temperaturen und azurblauem Himmel stellten sich beim Backofenfest 26 Kinder und Jugendliche mit ihren Kälbern und Rindern den Preisrichtern.

 

Der Kälbervorführwettbewerb der Züchterjugend ist ein Publikumsmagnet , dicht gedrängt umrahmten die zahlreichen Zuschauer den Vorführring. Es ist ein einfach schon ein schönes Bild wie sich die Kinder und Jugendlichen extra für diesen Wettbewerb festlich mit Dirndl, Lederhose, oder der Limpurger Tracht festlich angezogen haben.

 

26 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen fünf und zwanzig Jahren hatten mit ihren vierbeinigen und zum Teil recht eigenwilligen Schützlingen viel geübt und sich ein umfangreiches Wissen über ihre Schützlinge angeeignet. Wie heißt dein Kalb, was für eine Rasse ist es? Was trinkt dein Kalb, wie oft hast du mit dem Kalb geübt? Die Kinder konnten die Fragen gut beantworten. Es ist schon eine Herausforderung für die Kinder in ein Mikrofon zu sprechen und sich dann selber zu hören.

 

Für die Preisrichterinnen Julia Nagel und Eva Bullinger waren die Pflege und Sauberkeit des Kalbes, die Einzelvorstellung, das Führen des Kalbes im Vorführring und das Wissen über das Kalb die entscheidenden Bewertungspunkte bei den Kindern. Ja und ein bisschen Glück beim Vorführen gehört einfach auch dazu, in fremder Umgebung reagiert manches Kalb anders wie zu Hause.

 

Bei den Jugendlichen geht es vor allem um das Präsentieren der Rinder vor dem Preisrichter. Auf ein Handzeichen des Preisrichters muss der Vorführer sein Rind sofort anhalten und es muss sich präsentieren. Der Vorführer muss immer ein Auge beim Rind und ein Auge beim Preisrichter haben. Manchmal lassen die Preisrichter die Vorführer auch mal die Rinder tauschen  um zu sehen ob der Vorführer auch ein fremdes Rind präsentieren kann.

 

Nicht einfach war es eine Reihenfolge zu bilden, denn alle Kinder waren mit Feuereifer bei der Sache. Jannik Schierle Bühlertann – Vetterhöfe, Greta Sperr Satteldorf – Bölgental, Karolin Munz Untermünkheim – Hagen, Benjamin Hägele Heuchlingen – Riedhof und Leni Stier Dörzbach – Hohebach beeindruckten die Preisrichterinnen am meisten und wurden als Sieger ihrer Altersgruppe erklärt. Den Vorführwettbewerb der Jugendlichen gewann Jana Schramm aus Oberrot.

 

Weitere Teilnehmer am Vorführwettbewerb waren: Hannes Frank, Frieder Frank, Michel Frank, Lukas Schreyer und Felix Schreyer aus Schwäbisch Hall – Gailenkirchen. Lara Mirsberger, Benjamin Holl, Sophia Kottmann, Sebastian Holl und Nina Mirsberger aus Heuchlingen – Riedhof. Bea Stier und Mona Stier aus Dörzbach – Hohebach. Emma Schierle und Hanna Schierle aus Bühlertann – Vetterhöfe. Madleen Patschke, Lennart Pries, Lisa Binder und Paul Sperr aus Satteldorf – Bölgental. Lea Schmidt Mainhardt – Württembergerhof und Julia Munz aus Untermünkheim – Hagen.


Jungviehprämierung in Eberbach

Zufriedene Züchter bei strahlender Sonne

Ehrung Sieger alt

Anlässlich des Kuckucksmarktes in Eberbach trafen sich 7 Fleckvieh Züchter aus den benachbarten Zuchtvereinen Neckar-Odenwald und Rhein-Neckar um sich bei allerbestem Wetter und toller Zuschauerkulisse dem schon traditionellen Wettbewerb in der „Au“ zu stellen.

 

Die Qualität der aufgetriebenen Rinder war außerordentlich gut. Das stellte die Preisrichter Markus Werner von der RBW und Eckhard Sperr aus Crailsheim Satteldorf manchmal vor leichte Entscheidungsprobleme, die diese aber souverän lösten. So konnten insgesammt 70 1.Preise an die Züchter vergeben werden.

 

Bei den jungen deckfähigen Rindern siegte der Betrieb Jungmann aus Spechbach mit einem schicken „Vanal“ Rind, bei den besamten und tragenden Rindern hatte dannn der Betrieb Henrich aus Oberdielbach mit einer sehr stark entwickelten„Wiliams“Tochter die Nase vorn. Auf den weiteren Plätzen folgten Arnold Heck, Limbach- Wagenschwend, Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach, Siegfied Hess aus Schönbrunn, Wolfgang Lessle, Neckarkatzenbach und Walter Mehl, der aus Buchen Unterneudorf die weiteste Anreise hatte.

 

Bürgermeister Peter Reichert konnte insgesamt 10 Pokale für die  Ringsieger und Siegerrinder vergeben und lobte in seinem abschließenden Kommentar nochmals ausdrücklich das Engagement und die Arbeit der Züchter.

 

Wie immer bildete eine kleine Gruppe von Kälbern und Jungkühen aus dem Betrieb Hess den Showteil für das große und interessierete Publikum.

 

Dank sei hier ausdrücklich der Stadt Eberbach, die jedes Jahr den Austragungsort der Schau, nämlich die „Au“, direkt neben dem Marktgelände zur Verfügung stellt und entsprechend präpariert.

 

Die Stadt Eberbach sowie die Teilnehmer und Zuschauer hoffen, dass diese schöne Veranstaltung weiter Bestand hat und freuen sich alle schon auf das nächste Jahr.

Das Preisrichtergremium Sperr, Winter, WernerGratulation Sieger jungEckard Sperr übergibt Siegerpokal Sieger altEhrung Sieger altBürgermeister Reichert bei Pokalverleihung Sieger jungJungzüchterinnen mit RingsiegerinnenBürgermeister Reichert

2. Vorderwälderschau des Bezirksvereins Hochschwarzwald beim Sommerfest in Raitenbuch

Qualitativ gute Schau vor zahlreichem Publikum

Dorle war mit viermal Note 8 die kompletteste Schaukuh, war in der Euterauswahl und wurde Reservesiegerin in der Fundamentkonkurrenz.  Damit wurde ihr der  Titel „Miss Raitenbuch“ zuerkannt. Es freut sich Siegbert Willmann von der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.-Schwärzenbach

39 Kühe und ein Bulle aus neun Betrieben wurden präsentiert. Das sind sechs Kühe mehr als vor fünf Jahren. Sieben Tiere aus fünf Betrieben aus dem Nachbarverein Dreisam- Elztal bereicherten die Schau. 34 erste und nur sechs zweite Preise belegen die gute Qualität der vorgestellten Tiere.

 

Fünf Betriebe stellten sich dem Einzelzüchterwettbewerb. Die Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- Schwärzenbach siegte eindeutig vor der Sammlung I der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig.  Den dritten Platz erzielte Christoph Gfell  aus Lenzkirch- Kappel.  Das Zünglein an der Waage spielten die etwas besseren Fundamente und die deutlicheren Doppelnutzungstypen. Die weiteren Sammlungen gehörten Eugen Tritschler aus T.-N.- Spriegelsbach und der Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig.

 

Schön war, dass Martin Hummel aus St. Peter seinen Wartebullen Pirott zeigen konnte. Mit 9 in der Bemuskelung und mit 7 in der Äußeren Erscheinung stellte er seine Klasse unter Beweis. Als 3 2/3 jähriger Bulle maß er 151 cm im Widerrist und wog 1.050  kg Gewicht. Dieses Gewicht durfte geschätzt werden, sage und schreibe drei  Personen lagen richtig und erhielten einen Gutschein. Pirott war 2015 auf der Badenmesse ausgestellt und wog damals 910 kg.

 

Dreizehn Jungkühe stellten sich in zwei Ringen den Bewertern und wussten insgesamt gut zu gefallen. Siegerinnen waren die Igachytochter Daila der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig vor der Olefelktochter Karola und die Giodiantochter Eleonore beide von der Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- Schwärzenbach vor der Radnaztochter Silke von Eugen Tritschler aus Titisee-Neustadt-Spriegelsbach.

 

Sechs Kühe hatten zweimal abgekalbt. Hier siegte die Pigigeltochter Ulla von Bernhard Rombach aus Stegen Eschbach vor der Pigarestochter Gerdi aus dem Betrieb Eugen Tritschler aus Titisee-Neustadt-Spriegelsbach.

 

Eine tolle Truppe war die Klasse 5, 3 bis fünf Abkalbungen in Milch. Kühe mit bestem Format und und großer Einheitlichkeit. Die Spitze stellten die Piraldotochter Henrietta von der Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- Schwärzenbach vor der Obgardiantochter Wera und der Giodiantochter Biggi der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig. Die Schauklasse 6, 3 bis 5 Kalbungen tragend, wurde angeführt von der Pirbrachytochter Enzia des Betriebes Christoph Gfell aus Lenzkirch- Kappel vor der Gioratochter Wilhelma der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig.

 

Neun Kühe konnten in den Klassen sieben und acht gezeigt werden, die sechs bis zehnmal abgekalbt hatten. Siegerin im einen Ring war eindeutig die Rovaltochter Susanna von Anton Rombach aus Stegen- Eschbach und vorgestellt von seiner Tochter Rebecca Weber vor der Koboldtochter Chanel von Wendelin Schwär aus St. Märgen Steinbachhof. Im anderen gewann die bekannte Giodiantochter Dorle von der Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- Schwärzenbach vor Lea von der Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig.

 

15 Kühe hatten fünf und mehr Abkalbungen vorzuweisen, zwei davon sogar zehn. Das sind über 38 % der Schaukühe, eine deutliche Sprache in Sachen Langlebigkeit.

 

Hinsichtlich Fruchtbarkeit wurden die besten Kühe ab 5 Kalbungen zusammengestellt. Sieben Kühe zeichneten sich aus, im Schnitt hatten sie 6,3 Kalbungen, eine tolle Zwischenkalbezeit von 348 Tagen und eine Erstkalbealter von 29 Monaten. Gewonnen hat die Raditochter Wadi mit 9 Kalbungen, 347 Tage Zwischenkalbezeit und 28 Monate Erstkalbealter vom Betrieb Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig. Den höchsten Eiweißgehalt wies die Mittelaltersiegerkuh Henrietta mit 3,78 % aus. Sie gehört zur Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- Schwärzenbach.

Jeweils fünf Kühe konkurrierten um den Euter- und den Fundamentsieg, drei um den Fleischsieg. Die Siegertiere sind in den Bildtexten beschrieben, so dass hier auf eine Wiederholung verzichtet wird.

 

Erfreulicherweise konnte auch ein Jungzüchterwettbewerb stattfinden. Sechs Kinder präsentierten sich mit fünf  Kälbern im Ring. Sie bewiesen Ihre Kenntnis in Abstammung und Fütterung der Kälber und führten sie geschickt vor dem applaudierenden Publikum vor. Für das Selbstwertgefühl der Kinder hat dieses Vorführen eine hohe Bedeutung.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Schautiere eine gute bis sehr gute Qualität aufwiesen. Die Anbindung  an das Sommerfest in Raitenbuch  bedeutete für die Schau eine große Aufwertung, denn die Vorderwälderrasse konnte einem breiteren  Publikum  präsentiert werden.

 

Dr. Franz Maus

Sie kam, wurde gesehen und siegte in der Altkuhdisziplin, die Rovaltochter Susanna, 10 Kalbungen und eine Ausnahmekuh. Sie wies auch die höchste Lebensleistung aller Schautiere mit über vier Tonnen Fett- und Eiweißkilogramm auf. Susanna vertrat schon die Vorderwälder auf der letzten Badenmesse, stammt von Anton Rombach aus Stegen- Eschbach und wurde von seiner Tochter Rebecca Weber vorgestellt Die Piraldotochter Henrietta siegte in der Mittelaltergruppe mit 118 GZW. Sie stammt aus der Zucht die Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- SchwärzenbachEine nahezu perfekte Jungkuh ist die Igachytochter Daila. Neben Jungkuhsiegerin wurde sie Reserve in der Fleischkategorie und war auch bei den Euterauswahlkühen. 25 kg Einsatzleistung gab sie, gehört der Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig. Vorgestellt wurde sie von Gottfried Hermann Dorle war mit viermal Note 8 die kompletteste Schaukuh, war in der Euterauswahl und wurde Reservesiegerin in der Fundamentkonkurrenz.  Damit wurde ihr der  Titel „Miss Raitenbuch“ zuerkannt. Es freut sich Siegbert Willmann von der Willmann- Knöpfle GbR aus T.-N.-SchwärzenbachHier die Fleischsiegerin, die hochtragende Giodiantochter Eleonorle mit 137 cm Widerrist und 670 kg Gewicht. Sie stammt vom Betrieb Willmann- Knöpfle GbR aus Titisee- Neustadt- Schwärzenbach und wurde von Nikolaus Willmann vorgestelltDiese Igeltochter Lioba wurde mich zwölf Jahren und zehn Abkalbungen Fundamentsiegerin. Züchter ist die Brugger- Schäfer Käskessele GbR in Lenzkirch- Saig. Die Auszubildende Anna Schäfer präsentiert sie gekonnt Er vertrat hervorragend die männliche Fraktion, der Wartebulle Pirott aus der Zucht von Otmar Klausmann aus St. Georgen- Oberkirnach. Er wurde vorgestellt vom Besitzer Martin Hummel aus St. Peter.  Mit 3 2/3 Jahren wog er 1.050 kg, was drei Schätzer richtig tippten. Er erhielt  die Bestnote  9  in der Bemuskelung und 7 in der Äußeren ErscheinungDeli von der  Jehle und Hermann GbR aus Lenzkirch- Saig wurde Eutersiegerin. Sie stammt ab vom Wartebullen Pigdian II Mit fünf Abkalbungen wusste die Pirbrachytochter Enzia sehr zu gefallen und wurde Reservesiegerin der Mittelalterdamen. Christoph Gfell aus Lenzkirch- Saig setzt sie gut in SzeneUlla, eine Pigigeltochter mit zwei Abkalbungen war Reservesiegerin in der Euterkonkurrenz. Sie war sehr fotogen mit Ihrem Chef Bernhard Rombach aus Stegen EschbachDie Kinder der Familien Willmann T.-N.-Schwärzenbach, Brugger aus Lenzkirch-Saig, Schwär St. Märgen Steinbachhof und Rombach aus Stegen- Eschbach präsentierten sich mit ihren KälbernChristiane Willmann befragt die jüngste Teilnehmerin, die sieben Jahre alte  Lara Schwär aus St. Märgen Steinbachhof

Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

Fleckviehzüchter besuchen Züchterkollegen im Raum Ehingen

Betrieb Scheuing

Die diesjährige Lehrfahrt des Fleckviehzuchtvereins Schwarzwald-Baar-Heuberg führte die Teilnehmer in den Raum Ehingen-Berg und Untersulmetingen.

 

Erstes Besichtigungsobjekt war der Fleckviehzuchtbetrieb der Familie Markus Scheuing in Ehingen-Berg. Familie Scheuing hält im Boxenlaufstall 130 Fleckviehkühe mit einer Leistung von 9740 kg Milch bei 3,96 % Fett und 3,40 % Eiweiß. Gemolken werden die Kühe mit Melkroboter, 2013 wurde der 2. Roboter in Betrieb genommen. Besamt werden die Kühe vom Betriebsleiter selbst, zum Einsatz kommen 75 % geprüfte Bullen und 25 % genomische Bullen. Die Bullenkälber werden verkauft, die weibliche Nachzucht verbleibt im Betrieb.

 

In der Fleckviehszene ist die Familie Scheuing besonders auf Ausstellungen eine bekannte Größe. Die engagierte Züchterfamilie, stellte ihren Betrieb überaus euphorisch vor, was viele Fragen und Diskussionen bei den Besuchern abgerufen hat.

 

Die Frage nach der Feldwirtschaft mit dreiviertel Ackerland und ein Viertel Grünland wurde auch sehr gut beantwortet. Auf dem Ackerland wird Mais, Getreide und Braugerste angebaut, die an die Berg-Brauerei verkauft wird. Diese Berg-Brauerei wollten die Fleckviehzüchter besichtigen. Erwartungsvoll versammelten sich die Besucher vor der Brauerei um in Begleitung einer Biersommelierin  eine fachkundige Brauereiführung zu unternehmen. Der Rundgang durch die Brauerei war sehr interessant und abwechslungsreich. Direkt vor Ort konnten die Besucher das gebraute Bier probieren und ein Bier selbst mit Hefe versetzen um es zu Hause gären zu lassen  und nach einer Ruhezeit im Kühlschrank zu genießen. Zum  Abschluss gab es dann noch ein Hefeweizen zum mitnehmen.

 

Nach einem reichhaltigen Mittagessen in der Brauwirtschaft wurde die Fahrt fortgesetzt um den Braunviehbetrieb der Laur GbR in Untersulmetingen zu besichtigen. Albert-Thomas- und Daniel Laur bewirtschaften 3 km westlich von Laupheim einen Betrieb mit einer Gesamtfläche von 135 ha, davon 25 ha Grünland. Auf der Ackerfläche wird Ackerfutter, Mais und Getreide angebaut.

Im Jahr 2012 kam es zur Komplettaussiedlung, der Stallneubau wurde im Frühjahr 2013 bezogen.

 

Gehalten werden 230 Braunviehkühe die im 26 er Melkkarussel gemolken werden. Die Kühe mit einer Leistung von über 8000 kg Milch werden mit einer Hochleistungs-Ration Voll-TMR für ca. 36 kg Milch gefüttert. Die weibliche Nachzucht wird in der Althofstelle aufgezogen und 14 Tage vor der Abkalbung in die 40 Trockenstellplätze verbracht. Dem Betrieb ist eine 75 kW Biogasanlage (Gülleanlage) mit Feststoffeintrag angegliedert.

 

Interessiert folgten die Fleckviehzüchter den Betriebsleitern durch den geräumigen Boxenlaufstall. Die Besucher waren begeistert von den rahmigen, mit sehr guten Eutern bestückten Braunviehkühen. Nach einem Gruppenfoto vor dem Stall verabschiedeten sich die Gäste in Richtung Heimat mit einem letzten Abschluss im Gasthaus „Linde“ in Göggingen.

 

Karl Gebert

Betrieb ScheuingGruppenfoto am Stall der Laur GbR

Züchterversammlung für Hinterwälderzüchter

Konrad Klingele verabschiedet

Für seine langjährige Mitarbeit in der Vorstandschaft als Schriftführer und als Mitglied des Rasseauschusses wurde Konrad Klingele durch den Vorsitzenden Hubert Schätzle geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt

Sehr gut besucht war die Hinterwälderzüchterversammlung im Gasthaus Eiche in Utzenfeld. Herr Sebastian Kohl von der Universität Hohenheim stellte seine Promotion vor. Er prognostizierte einen höheren Zuchtfortschritt bei gleichbleibend guter Inzuchtrate, wenn die Ergebnisse in drei Jahren angewendet werden. Dr. Henning Hamann vom LGL in Kornwestheim präsentierte, dass durch das Auseinanderdriften der Vorder- und Hinterwälderzuchtwerte die Hinterwälder über vier Milchwert dazugewinnen. Beide Rassen werden gemeinsam geschätzt, was zu einer spannenden Diskussion führte. Der Rasseausschuss befürwortete einstimmig die Einführung der Änderung zum nächsten Schätztermin im April. So kann schon auf dem Frühjahrsmarkt bei der Körung die Korrektur angewandt werden.

 

Herr Preiser machte auf eine steigende Nachfrage zum Frühjahr/Sommer hin aufmerksam. Zuchtleiter Dr. Franz Maus stellte fest, dass die Hinterwälder in  punkto Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und in den Abgangsursachen Spitze sind, am Zellgehalt muss aber weiter gearbeitet werden. In der Linienvielfalt ist die Rasse hervorragend aufgestellt. Mit Ronlab konnte ein Vertreter der R-Linie 2015 in die Besamung gestellt werden. Drei Betriebe erhielten Stallplaketten für Leistungen über 4.000 kg Milch, Klaus Kiefer aus Aitern, Matthias Scherer aus Münstertal- Stohren und Willi Wagner aus Kleines Wiesental- Neuenweg. Stallplaketten für Kühe mit über 30.000 kg Lebensleistung konnten erfreulicher Weise 16 Mal vergeben werden.

Dr. Maus

Für seine langjährige Mitarbeit in der Vorstandschaft als Schriftführer und als Mitglied des Rasseauschusses wurde Konrad Klingele durch den Vorsitzenden Hubert Schätzle geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt25 Jahre ist Egon Kiefer aus Fröhnd Probenehmer in der Leistungsprüfung. Hierfür gab es Präsente vom ZuchtvereinIm Gesicht von Milchviehzüchter Benedikt Schmidt aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Oberhäusern kann man ablesen, dass die Versammlung spannend war

Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

„Züchterstammtisch zum Abschluss des Zuchtjahres 2015“

Bei unserem diesjährigen Züchterstammtisch referierte Katrin Wehrle über das Thema Homöopathie im Rinderstall. Homöopathie ist eine seit über 200 Jahren alte Heilmethode und wird auch bei den Tieren erfolgreich angewandt. Da über den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung immer wieder diskutiert wird wächst das Interesse an alternativen Heilmethoden auch bei Landwirten immer mehr.

 

Katrin Wehrle erklärte dass die traditionelle Heilmethode sowohl bei sehr akuten Erkrankungen wie Euterentzündungen und Durchfall als auch bei chronischen Krankheiten und Verletzungen eingesetzt werden kann. Besonders gut wirkt Homöopathie auch bei Stoffwechselproblemen und rund im die Geburt. Hier gibt es sowohl die Möglichkeit der Kuh die Geburt zu erleichtern als auch Probleme nach der Geburt zu behandeln. Sie zeigte jedoch auch die Grenzen der Homöopathie auf und betonte, dass optimale Haltungsbedingungen und qualitativ hochwertiges Futter die Grundlage für gesunde Tiere sind. Weiter sei es wichtig bei schwerwiegenden Erkrankungen den Tierarzt zu rufen, bis auf ein paar wenige Ausnahmefälle lässt sich die Schulmedizin und die Naturheilkunde gut kombinieren. Anhand einiger Beispiele erfuhren die Teilnehmer wie und wann man verschiedene homöopathische Mittel einsetzt.

 

Da Katrin Wehrle in ihrer Praxis nicht nur mit  homöopathische Mittel arbeitet, erzählte sie neben bei auch was es darüber hinaus noch für Möglichkeiten gibt um den Tieren etwas gutes zu tun. Schüsslersalze, Kräuter, oder das  altbewährtes Hausmittel Honig sind nur einige davon. Ein Tip war den Tieren im Winter Tannenzweige anzubieten um Husten vorzubeugen.

 

Nach einer regen Diskussion über das Referat, informierte Matthias Schupp von der RBW über die Marktsituation, die aktuellen Zuchtwerte und aktuellen Besamungsbullen. 

Karl Gebert / Katrin Wehrle


Jahreshauptversammlung des Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall in Ilshofen

262 Mitglieder mit 149 aktiven Zuchtbetrieben hat der Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall. 7642 Kühe halten die aktiven Züchter in Ihren Ställen, dies bedeutet eine durchschnittliche Herdengröße von 51 Kühen. Über das vergangene Jahr wurde bei der Jahreshauptversammlung am 04.Februar in der Stadthalle in Ilshofen berichtet.

 

Großes Interesse zeigten die Bauern des Rinderzuchtvereines an der Jahreshauptversammlung am 04.02.2016. 100 aktive Züchter fanden den Weg in die Ils­hofener Stadthalle.

 

Zusätzlich konnte der erste Vorsitzende Thomas Klenk noch viele Ehrengäste begrüßen. Zu Beginn seines Jahresberichtes stellte er drei Dinge heraus, die  2015 sehr bedeutend für die Rinderzüchter waren.

 

Erstens, die Aufhebung der Milchquote. Zweitens, die rasante Talfahrt des Milchpreises. Dies wurde ausgelöst durch den Anstieg der Milchproduktion und durch Rückgang des Exportes  von Milchprodukten in die Weltmärkte. Drittens, die große Trockenheit 2015,  dadurch erhöhte Kosten durch Zukauf von Grundfutter (Heu, Grassilage, Maissilage). Insgesamt verursachen diese drei Dinge einen großen finanziellen Verlust für die Rinderzüchter.

 

In seinem Jahresbericht, unterlegt durch eine Power-Point Präsentation ging er noch einmal die vielen Veranstaltungen des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall ein. Zu den Jungviehprämierungen wurden 219 Rinder aufgetrieben, 35 Kinder nahmen am Vorführwettbewerb teil. An der Lehrfahrt nach Triesdorf, Frankenhofen, Ellwangen nahmen 50 Personen teil, über 100 Personen kamen zur Familie Kuppler zum Sommergrillen. Kathrin Heilmann, die erste Vorsitzende der Jungzüchter konnte von vielen Aktivitäten der Jungzüchter berichten. Am Jungzüchtertag in Bad Waldsee konnten Greta Sperr und Paul Sperr aus Satteldorf-Bölgental jeweils einen Ring -Sieg erringen. Ein tolles Ergebnis.

 

Über die Milchleistung berichtete Leistungsinspektor Bernd Lorenz. Die Kühe des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall gaben im Prüfungsjahr 2015 je Kuh 7596 kg Milch bei 4,10 % Fett und 3,47 % Eiweiß, dies bedeutet Platz 7 unter den Fleckviehzuchtvereinen im Norden von Baden- Württemberg. Im Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall ermolken 100 Kühe bereits mehr wie 70 000 kg Milch in ihrem Leben.

 

Die höchsten Jahresleistungen erreichten 2015 „Lore“ von der KNH Hörlebach mit 12557 kg Milch, „Petra“ mit 12413 kg Milch von der Brünnler GbR Asbach und „Itaipu“ mit 12026 kg Milch von der Herrmann GbR Blaubach. Die Kühe „Mäusle“ von Martin Kochendoerfer aus Braunsbach-Orlach und „Barbara“ von Thomas Heilmann Schrozberg haben 2015 die Lebensleistung von 100 000 kg Milch erreicht. Beide Züchterfamilien  wurden mit einem Spermagutschein der Rinderunion Baden-Württemberg geehrt.  Zusätzlich erhielt Thomas Heilmann vom  RZV SHA ein großes Bild von der noch lebenden Kuh „Barbara“. Ebenfalls die 100 000 l Grenze überschritten hat „Bianka“ eine Kuh die von einer rotbunten Mutter abstammt. „Bianka“ gehört der Wellinger u Wackler GbR aus Frankenhardt-Mainkling.

 

Die älteste Kuh im Bereich des RZV SHA ist die Kuh „Pia“, sie  hat bereits über 148 000 kg Milch gegeben, ist 21 Jahre alt und gehört der KNH aus Wolpertshausen-Hörlebach. Solch alten Kühe sind nur durch die optimale Haltung, Pflege und Fütterung unserer Züchter zu erhalten.

 

Mit einer Gold Stallplakette für Jahres-Herdenleistungen über 9500 kg Milch wurden ausgezeichnet: Braun Christoph Schwäbisch Hall-Gailenkirchen und die Herrmann GbR  Blaufelden-Blaubach.

 

Mit einer Silber Stallplakette für Herdenleistungen über 9000 kg Milch wurden ausgezeichnet: Groß Willi Fichtenau-Buckenweiler, Klenk Fleckvieh GbR Kirchberg-Dörrmenz, KNH Milchhof GbR Wolpertshausen-Hörlebach, Kümmerer Wolfgang Untermünkheim-Kupfer, Lehner Jürgen Kirchberg-Lendsiedel, Rebel Pit Mainhardt-Nüsslenshof, Rosenäcker GbR Kressberg-Wüstenau, Schneider Daniel GbR Bühlerzell-Gantenwald, Utz Klaus Fichtenau-Oberdeufstetten.

 

Mit einer Bronze Stallplakette für Jahres-Herdenleistungen über 8500 kg Milch wurden ausgezeichnet: Beck GbR Karl u Roman Fichtenau- Fichtenhof, Brünnler GbR Kressberg-Asbach, Dietrich GbR Mainhardt- Hohenegarten, Fees Ulrich Kressberg-Mistlau, Hanselmann Dieter Crailsheim-Goldbach, Hofmann Michael Rosengarten-Sanzenbach, Ludwig Michael Wolpertshausen-Hörlebach, Maurer GbR Blaufelden-Engelhardshausen, Mühlfeldhof GmbH&Co KG Frankenhardt-Steinbach, Pflanz GbR A. u H. Vellberg-Großaltdorf, Pröger Otto Kirchberg-Dörrmenz,Sperr Eckhard Satteldorf-Bölgental und Stier Schönenberg GbR Untermünkheim-Schönenberg.

 

Bei den Biobetrieben steht Christoph Zimmer aus Mainhardt-Hütten mit einer Jahres-Herdenleistung von 8113 kg Milch bei 3,92% Fett und 3,39% Eiweiß an der Spitze aller Betriebe in Baden Württemberg. Die Herde mit der höchsten Lebensleistung steht mit 41921 kg Milch bei Wolfgang Heim in Blaufelden-Naicha, die Kühe haben ein Durchschnittsalter von 7,7 Jahren.

 

Der Vorsitzende der Rinderunion Baden-Württemberg, Georg Häckel, berichtete in seinem Grußwort, von einem positiven Jahr 2015. Er stellte den Rinderzüchtern eine Rückvergütung für das von der RBW gekaufte Sperma in Aussicht. Ein Problem könnte 2016 die Ausbreitung der Blauzungenkrankheit sein, aber man müsse mal abwarten wie die Krankheit sich ausbreite.

 

Michael Schmidt, Zuchtleitungsassistent der Rinderunion Baden-Württemberg e.V. berichtete über den Tierverkauf der RBW 2015. Obwohl die RBW mehr Tiere vermarktet hat ist der Umsatz gleich geblieben. Der schlechte Milchpreis hat vor allem bei den Jungkühen zu einem Preiseinbruch geführt. 2015 haben die Mitglieder des Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall 3575 Tiere im Wert von 2 275 454 Euro über die RBW vermarktet. Sehr positiv wirkt sich aus, dass Baden-Württemberg jetzt BHV 1 frei. Jetzt kann wieder Zuchtvieh in die ganze Bundesrepublik verkauft werden. In seinem Vortrag auf die neue Berechnung des Gesamtzuchtwertes für die Rasse Fleckvieh zeigte er auf welche genetische Trends in Zukunft bei der Zuchtwertschätzung gewertet werden. Ziel ist es umso mehr, eine gesunde, robuste, langlebige Kuh zu züchten. Zum Ende seines Vortrags stellt Michael Schmidt die interessantesten Besamungsbullen vor.

 

Martin Boschet, Geschäftsführer der Hohenloher Molkerei konnte nichts positives über den aktuellen Milchmarkt berichten. Die EU hat einen Selbstversorgungsgrad von 115 %, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen müßten EU weit, 22 Millionen Milch aus der Produktion genommen werden. Er kann sich nicht vorstellen, dass dies geschieht. In China und in den Öl-Ländern krankt die Wirtschaft, fehlt das Geld, in die Sowjetunion kann wegen dem Embargo nichts exportiert werden. Eine Bessserung kann nur eintreten wenn sich weltweit die Wirtschaftslage bessert. Seiner Meinung nach wird 2016 ein extrem schwieriges Jahr für die Milchbauern werden.

 

Zum Schluss bedankt sich der stellvertretende Vorsitzende Roman Beck bei allen die zum Gelingen der Jahreshauptversammlung beigetragen haben. Er wünscht allen viel Kraft und Gesundheit um das Jahr 2016 gut bewältigen zu können.

Otto Kurz

Ehrung Thomas Heilmann u Vorstand Thomas KlenkEhrung der Betriebe über 8500 kg Milch: v.l.n.re: Hofmann Thomas Sanzenbach, Stefan Lehner Lendsiedel, Ulrich Feeß Mistlau, Wolfgang Kümmerer Kupfer, Michael Ludwig Hörlebach, Otto Pröger Dörrmenz, Daniel Stier schönenberg, Alfred Schneider Gantenwald, Gerhard Weidner Nüßlenshof, Klaus Utz Oberdeufstetten, Mark Klenk Dörrmenz, Hans Dieter Herrmann Blaubach, Hermann Pflanz Großaltdorf, Thomas Klenk Dörrmenz, Hans Dietrich Hohenegarten, Peter Hanselmann Wittenweiler (KNH), Natalie Rosenäcker Wüstenau, Roman Beck Fichtenhof, Eckhard Sperr Bölgental, Christoph braun Geilenkirchen, LI Bernd Lorenz, Jörg Wackler Steinbach

Jahresmitgliederversammlung des Fleckviehzuchtvereins Ellwangen

Betriebe mit einer Herdenleistung von über 8.500 kg Milch

Bei der am 25. Januar 2016 abgehaltenen Jahresmitgliederversammlung des Fleckviehzuchtvereins Ellwangen im Gasthaus „Lamm“ in Ellwangen-Schrezheim konnte Vorsitzender Klaus Mayer zahlreiche Mitglieder und Gäste begrüßen.

 

Herr Mayer begann in seinem Jahresrückblick mit der letztjährigen Futtersituation. Etwa 1/3 der üblichen Futtermenge konnte wegen der fehlenden Niederschläge weniger eingebracht werden. Besonders die Maiserträge litten wegen der Trockenheit an Quantität und Qualität. Durch den Wegfall der Quote brach der Milchpreis um etwa 10 Cent ein. Es wird einfach weltweit zu viel Milch erzeugt. Die Preise für Schlachtvieh waren zufriedenstellend. Auch die Preise für Fleckviehbullenkälber haben zur Erlösaufbesserung beigetragen. Sein Fazit: die Landwirtschaft befindet sich momentan in einer schwierigen Lage.

 

Herr Stucke vom Beratungsdienst Milchvieh des Ostalbkreises zeigte anhand von Folien  die Ergebnisse der Silageuntersuchungen. Auffallend auch hier die niedrigen Inhaltsergebnisse bei der Maissilage.

 

Geschäftsführer Werner Häberlin begann seinen Geschäftsbericht mit einer Bilderpräsentation der Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Die Mitglieder-versammlung am 26.01.2015 wurde von 60 Mitgliedern und Gästen besucht. Die Leistungen der 66 Vereinsbetriebe lag letztes Jahr bei durchschnittlich 7710 Milch. Somit lag man an 3 Stelle im nördlichen Verbandsgebiet der RBW. Höhepunkt des Vereinsjahres war die Bezirksrindviehschau am 11. April 2015 auf dem „Schießwasen“ in Ellwangen. 74 Tiere aus 12 Betrieben nahmen daran teil. 19 Kinder waren beim Kälbervorführ-wettbewerb am Start. Sehr gut besucht war auch der Familiennachmittag beim Betrieb Kleinhans GbR in Walxheim-Hundslohe mit 140 Teilnehmern.

 

In seinem Kassenbericht stellte er ein positives Ergebnis fest, welches von Kassenprüfer Kaspar Ilg, Saverwang bestätigt wurde. Er bescheinigte Häberlin eine korrekte und saubere Kassenführung und schlug die Entlastung vor. Nach 23 jähriger Tätigkeit schied Herr Ilg auf eigenen Wunsch als Kassenprüfer aus. Vorsitzender Mayer dankte ihm für seine langjährige, verantwortungsvolle Tätigkeit und überreichte ihm zum Abschied ein Geschenk. Die Entlastung nahm der ehemalige Stadtkämmerer der Stadt Ellwangen Herr Saupp vor, welche auch einstimmig erteilt wurde.

 

Bei den Wahlen, die ebenfalls von Herrn Saupp durchgeführt wurden, gab es folgendes Ergebnis:

  • 1. Vorsitzender: Klaus Mayer, Ellwangen-Lindenhof
  • 2. Vorsitzender: Johannes Ebert, Westhausen-Immenhofe
  • Ausschuß:
    • Rebecca Gerstmeier, Hundslohe
    • Andreas Engelhard, Dankoltsweiler
    • Hermann Bölstler, Westhausen-Maihof
  • Kassenprüfer: Günter Wackler, Rosenberg-Zollhof 

Herr Thomer überbrachte die besten Grüße von Oberbürgermeister Karl Hilsenbeck und seiner Vorgesetzten Sabine Heidrich. Er hob besonders die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung zur Schau hervor. Außerdem versprach er, die Stadtverwaltung werde auch weiterhin die Landwirtschaft im hiesigen Raum unterstützen.

 

Geschäftsbereichsleiter Landwirtschaft Dr. Dr. Hans Börner überbrachte Grüße von Landrat Klaus Pavel. Er ging dann noch auf die neuen Beratungsstrukturen mit der Modulberatung ein. Herr Dr. Börner gab noch Hinweise zur Nährstoff und Düngeverordnung und lud noch zum Pflanzenbautag ein.

 

Frau Dr. Eckert vom Veterinäramt des Ostalbkreises ging in ihrem Grußwort auf den BHV1 Status ein. Baden Württemberg ist seit Oktober letzten Jahres von dieser anzeigepflichtigen Viruserkrankung bei Rindern frei. Die Untersuchungpflichten bleiben aber wie seither bestehen.Bei der BVD-Untersuchung gab es seit 1 Jahr keine positiv untersuchten Kälber mehr.

 

Martin Boschet, Geschäftsfüher der Hohenloher Molkerei referierte sehr ausführlich über den derzeitigen Milchmarkt. Weltweit wird nach dem Wegfall der Quote mehr Milch erzeugt. Man habe derzeit einen Selbstversorgungsgrad von 115%. Das hat zur Folge dass man in allen Verkaufssegmenten Preisabschläge hinnehmen muss. Aktuell habe man einen Milchpreis von ca. 29 Cent bei 4% Fett. Negativ wirkt sich auch der Ölpreisverfall aus. Vielen Ländern fehlt es an der nötigen Kaufkraft. Als einzige Lösung den Preisverfall zu stoppen, sieht er nur in einer Veknappung des Angebotes.

 

Herr König von der BAG Hohenlohe nahm noch kurz Stellung zum genfreien Soja. Da der Handel dies in Kürze bei den Milchprodukten verlangen wird müssen sich die Milcherzeuger beim Kauf ihres Kraftfutters umstellen und nur noch genfreien Soja in ihren Futtermischungen verwenden. Die Futtermittelindustrie kann sich darauf einstellen, allerdings zu etwas höheren Preisen.

 

Der neugewählte Bauernverbandsvorsitzende des Ostalbkreises Hubert Kucher aus Ellwanen-Schrezheim war auch der Meinung dass kein Weg an genfreiem Soja vorbei geht.Er gab noch zu bedenken dass bei der derzeitigen Preissituation sämtliche Neuinvestitionen zu überdenken wären.

      

Leistungsinspektor Bernd Lorenz vom Landratsamt Schwäbisch Hall Abteilung Tierhaltung berichtete über das Kontrolljahr 2015. Mit 7890 kg Milch und 4,15% Fett, 3,49%Eiweiß und 603 Fett und Eiweiß kg ist man erstmals an der Spitze der 19 Zuchtvereine im nördlichen Verbandsgebiet der RBW.

 

Nachfolgend nun die Betriebe mit den besten Herdenleistungen

  • Über 10.000 kg Milch: Stefan Göggerle, Dalkingen
  • Über 9.500 kg Milch: Klaus Mayer, Lindenhof, Harald Fürst, Neunstadt
  • Über 9.000 kg Milch: Eberhard Thamasett, Lauchheim, Hermann Nagler, Unterwilflingen
  • Über 8.500 kg Milch: Xaver Häfele, Dalkingen, Kuhn GbR Bernhard und Daniel, Erpfental, Walter Pflanz, Walxheim, Helmle GbR, Dalkingen, Rief GbR, Buch, Hubert Kucher, Schrezheim, Kleinhans GbR, Hundslohe, Johannes Ebert, Immenhofen
  • Die Kühe mit den höchsten Jahresleistungen kamen aus den Betrieben:
    • Harald Fürst, Neunstadt mit der Kuh Tina mit 14.154 kg Milch und 1.071 Fett und Eiweiß kg
    • An 2. Stelle kam die Kuh Rosalia von der Beuther GbR aus Bleichroden mit 13.296 Milch kg und 1.017 Fett und Eiweiß kg
    • Platz Nr. 3 belegt die Kuh 64212 mit 13.174 kg Milch und 986 Fett und Eiweiß kg. Besitzer die Kobeleshof GbR, Hintersteinbühl.
  • Die höchste Lebensleistung erzielte die Kuh Leni mit aktuell 124.150 kg Milch. Besitzer ist Martin Feile aus Killingen.

Da Bernd Lorenz innerhalb des Amtes in ein anderes Referat wechselt gab er zum letzten mal seinen Leistungsbericht. Er wurde vom Vorsitzenden mit einem Geschenk verabschiedet.

 

Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Weidele begann seinen Vortrag mit den aktuellen Leistungszahlen der RBW. Mit 211.949 Herdbuchkühen und einer Leistung von 7.823 Milch kg liegt man über dem Vorjahresniveau. Mit 77.005 vermarkteten Tieren nahm die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Umsatz wurde auf 32,7Mio. Euro gesteigert. Die Vermarktung über KKS ist für die RBW eine wichtige Einnahmequelle. Der Verkaufspreis der 1.198 Kühe und Jungkühe lag im Schnitt bei 1.410 Euro pro Tier. Im letzten Jahr wurden 191 Bullen mit einem durchschnittlichen Preis von 1.780 Euro gehandelt. 

 

Die Nachfrage nach fachgerecht enthornten Kälbern nimmt zu. Die RBW zahlt deshalb z.Zt. einen Zuschlag von 8 € pro Kalb auf den Versteigerungsmärkten. Ein weiteres Thema war die Tierseuchensituation von BHV1, Schmallenberg Virus und Blauzungenkrankheit.

In der Zuchtwertschätzung sollen auch Änderungen kommen. Neue Zuchtwerte wie Vitalität und Temperament sollen in den Gesamtzuchtwert mit ein fliesen. Mit den Vorstellungen aktueller Besamungsbullen und dem Hinweis auf die RBW Schau 2016 schloss er sein Referat. Zum Schluss überreichte er den Betrieben Klaus Mayer, Lindenhof und Friedrich Pfisterer, Hochtänn die ADR Medaille für ihre Siegerkühe bei der Bezirksrindviehschau.

 

Mit Hinweisen auf die Lehrfahrt 2016 beendete der Vorsitzende die Jahresmitgliederversammlung des Fleckviehzuchtvereines Ellwangen.

 

Werner Häberlin


Jahresversammlung des Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

Am 22.01.2016 um 10.00 Uhr, Gasthaus „Hirschen“ in Bad Dürrheim-Oberbaldingen

Züchter die für hervorragende Milchleistungen eine Medaille der RBW erhalten haben. V.lks. Frank Hofer, Thomas Berchtold, Andreas Winterhalder, Lucas Moriz, Tobias Hess, Franz Riebe, Andreas Mink, Markus Sauter, Lothar Baumann

Die Fleckviehzüchter der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen trafen sich zur Jahresversammlung im „Hirschen“ in Oberbaldingen. Der Vorsitzende, Frank Hofer eröffnete die Versammlung. In seinem Geschäftsbericht spricht der Vorsitzende die schwierige Situation in der Landwirtschaft an und lässt die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2015 Revue passieren. Der Kassenbericht von Geschäftsführer Karl Gebert vermittelt geordnete Finanzen.

 

Mit einer Ehrung überraschte der Vorsitzende, Frank Hofer den langjährigen Geschäftsführer Karl Gebert mit der Ernennung zum Ehrenmitglied für  45 Jahre Geschäftsführertätigkeit.

 

Dr. Karl Schwab, Veterinär beim Landratsamt Tuttlingen informiert über die BHV1 Freiheit seit Oktober 2015. Trotzdem werden die Bestände weiterhin mittels  Milch – und Blutprobe untersucht. Dr. Schwab warnt  vor der Blauzungenkrankheit, das Virus wird durch Stechmücken übertragen und könnte von Frankreich her zu uns kommen. Auch das Schmallenberg – Virus das zu Missbildungen bei Kälbern führt  ist  in unseren Gebieten zurück.

 

Marius Weiß vom LWA Tuttlingen überbringt die Grüße des Landratsamtes und informiert über Förderrichtlinien und Schulungen für den Umgang mit „Viona“ in der Antragstellung.

 

Rafael Schüle, Erzeugerberater der Schwarzwaldmilch, Freiburg kann den Milchbauern keinen besseren Milchpreis versprechen, der Milchmarkt sei hart umkämpft. Peter Haberkorn von der Omira spricht ebenfalls über einen schwierigen Milchmarkt und äußert sich skeptisch was einen besseren Milchpreis betrifft..

 

Den Marktbericht vom Auktionsort Donaueschingen trug RBW Mitarbeiter Matthias Schupp vor. Schupp berichtet vom Marktort Donaueschingen wo im Jahr 2015 insgesamt 32 Zuchtbullen zum Preis von 1890 € verkauft wurden. Das Angebot an Jungkühen konnte leider nicht gesteigert werden, die 41 verkauften Kühe kosteten 1431 €. Außerdem wurden 2856 Bullenkälber zum Preis von 5,51 €/kg versteigert. 629 Kuhkälber brachten 3,53 € / kg.

 

Zuchtleiter-Assistent, Gerald Autenrieth von der RBW informiert über die Entwicklung der Vermarktung, Milchleistungen, Zuchtprogramm, die sich ändernde Zuchtwertschätzung, neues Zuchtziel und Besamung. Die erbrachten Milchleistungen der Mitgliedsbetriebe im Jahr 2015 sind trotz der schwierigen Witterungsverhältnisse zufriedenstellend..

 

Der Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg liegt mit seinen 64 Betrieben und 4185 Kühen im Mittelfeld der RBW mit 7266 kg Milch und 549 kg Fett/Eiweiß.

 

Die höchsten Herdenleistungen erzielten Mink GbR, Seitingen-Oberflacht mit 9244 kg Milch, Ewald Hubert, Bräunlingen mit 8841 kg Milch, Baumann GbR, Immendingen mit 8542 kg Milch, Hofer Frank, Tuttlingen mit 8485 kg Milch Winterhalder Armin, VS-Tannheim mit 8479 kg Milch, und Sauter GbR, Behla mit 8420 kg Milch.

 

Eine silberne Plakette der RBW für mehr als 9000 kg Milch erhält die Mink GbR, Oberflacht. Eine bronzene Plakette der RBW für mehr als 8500 kg Milch erhielten Ewald Hubert und die Baumann GbR.

 

Die höchsten Jahresleistungen lieferten Kuh „Fiona“ mit 14003 kg Milch, von  Martin-Ulrich Messner, Trossingen, „Glück“ mit 13521 kg Milch, „Emma“ mit 13480 kg Milch und „Hexe“ mit 13299 kg Milch von Ewald Hubert, Bräunlingen. Die Kühe mit der höchsten Lebensleistung stehen im Stall von Gleichauf Arnold in Fützen, Kuh „Ulrike“, 12 Kälber erbrachte 106147 kg Milch und im Stall der Mink GbR in Oberflacht, Kuh „Emanuela“, 10 Kälber erbrachte 101367 kg Milch.

 

Weiter informiert Gerald Autenrieth über das Zuchtziel 2016 mit einem neuen Gesamtzuchtwert beim Fleckvieh. Er erläutert die neue Zuchtwertschätzung ab April 2016 mit geänderten Gewichtungen bei einzelnen Merkmalen und  Berücksichtigung des Vitalitätswertes. Die Vorstellung der wichtigsten Besamungsbullen mit ihren Zuchtwerten und Nachkommen-Bewertungen komplettieren das interessante Referat.

 

Karl Gebert


Vorderwälderzuchtvereine Dreisam-Elztal und Hochschwarzwald halten Jahresversammlung ab

Voller Adlersaal in Buchenbach

Themen waren unter anderem die Marktentwicklung der Rasse, die Leistungen im vergangenen Zuchtjahr im Milch- und Fleischbereich, der hohe Anteil an Biobetrieben und das Angebot an Besamungsbullen.

 

Im Rahmen einer Dissertation sollen Verbesserungen in der Weiterentwicklung realisiert werden. Bilder aus dem Zuchtgeschehen lockerten die Versammlung auf und belebten sie.

 

Beim Sommerfest in Raitenbuch soll für die Mitglieder beider Vereine eine Zuchtschau stattfinden.

Zum Abschluss wurden die besten Betriebe mit einer Leistungstafeln der RBW ab einem Stalldurchschnitt von 6.500 Kilogramm Jahresleistung gewürdigt. V. l. Alexander Schwär, St. Peter, Eugen Tritschler aus Titisee- Neustadt, Martin Hättich, St. Peter, Tobias Winterhalter aus Oberried, Matthias Schill und Andreas Steiert aus Freiburg-Kappel, Gottfried Hermann aus Lenzkirch-Saig, Josef Nopper aus Gutach-Oberspitzenbach, Markus Scherer St. Peter, Christiane und Siegbert Willmann aus Titisee-Neustadt - Schwärzenbach und Hans-Georg Eble aus Glottertal-Föhrental. In der Mitte mit Krawatte Zuchtleiter Dr. Franz MausIm Rahmen der Versammlung konnte Augustin Kleiser aus Eisenbach-Schollach für 60 Jahre Probenahme von Zuchtwartin Maria Dammann vom LKV geehrt werden. Zuchtvereinsvorsitzender Mathias Brugger überreicht ein kleines Präsent

Oberschwäbischer Fleckviehtag 2015

Ein oberschwäbisches Fest der Kuh

Katalog Nr. 66 „Miss Oberschwaben“ Romy (Vater Rau) vom Betrieb Markus Scheuing, Ehingen-Berg

Nach einjähriger Pause fand am Sonntag dem 25.10. zum zweiten Mal der Oberschwäbische Fleckviehtag in der Auktionshalle Bad Waldsse statt. Die Zuchtvereine Bad Saulgau-Riedlingen, Biberach-Aulendorf, Blaubeuren, Ehingen, Ravensburg und Reutlingen luden ein und stellten sich dem Urteil des Preisrichters Johannes Huber aus Haundorf. Trotz des guten Silierwetters waren viele interessierte Züchter aus ganz Baden-Württemberg der Einladung gefolgt und schufen eine angenehme Schauatmosphäre. Neben den Einzelklassenentscheidungen waren auch Titel als Fleischsieger, Eutersieger und der Titel im Vereinscup zu vergeben. Begleitet wurde die Schau zudem von der eigens für diese Schau gegründeten Oberschwäbischen Fleckviehkapelle.

 

Sehr hochwertig starteten die jungen Kuhklassen der Erstkalbskühe. Sehr auffällig waren dabei die Töchter der Bullen Ofir, Vaudela, Vanel und Valot, die viele der vorderen Plätze bestimmten. Diese zum Teil sehr euterstarken Kühe zwangen den Preisrichter mehrfach sich zwischen einer Betonung des Euters oder des Formates bei seinen Entscheidungen abzuwägen, wobei er sich gelegentlich auch für den stärkeren Typ entschied. Die erste Klasse der Jungkühe wurde von einer extrem ausbalancierten Ofir-Tochter aus dem Betrieb Brunhilde Rinn, Ragenreute gewonnen, die vor allem durch ein sehr breites Hintereuter überzeugen konnte.

 

Die zweite Klasse der Jungkühe wurde von der Vaudela-Tochter Lavinia aus dem Bestand der Familie Bertel, Hasenweiler für sich entschieden. Neben einer unglaublichen Entwicklung im modernen Fleckviehtyp überzeugte die elegante Jungkuh vor allem durch ein sehr gut platziertes Euter mit sehr hohem und langem Hintereuter, eine Kuh, die von einigen schon zu diesem Zeitpunkt sehr hoch gehandelt wurde. Mit einer Wille-Tochter konnte die Betriebsgemeinschaft Leitersbuch die dritte Jungkuhklasse für sich entscheiden. Ebenfalls sehr auffällig war die Wille-Tochter Ludmilla von Dieter Schwarzmann, Allmendingen, die sich allerdings in ihrer Klasse der Vanel-Tochter Tara von Alfred Berger, Mieterkingen geschlagen geben musste. Diese konnte durch sehr gute Eutertextur und einen sehr kompakten und kompletten Körperbau punkten. Diese beiden Kühe machten schließlich auch die Entscheidung der Siegerjungkuh unter sich aus, der folglich an Tara von Alfred Berger vergeben wurde.

 

Die erste Klasse der Zweitkalbskühe war extrem hochwertig besetzt. Mit der Bundesschaukuh Leandra, der Vaudela Tochter Gyldela und der Winnor-Tochter Alina traten überzeugende Euterkühe gegeneinander an. Schließlich war es Leandra aus dem Bestand der Familie Bertel, Hasenweiler, die sich aufgrund ihres sehr harmonischen, drüsigen Euters gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen konnte. Die zweite Klasse wurde von der Romario-Tochter Lupe von Edwin Schelkle, Mieterkingen für sich entschieden. Den Siegertitel der jungen Kühe mit zwei Kälbern machten die Romario Tochter Lupe und die Opstein-Tochter Leandra unter sich aus, wobei die Entscheidung aufgrund des besseren Euters klar auf Leandra fiel. Zudem zeigte diese mittelrahmige Kuh viel Harmonie im Körper und ein sehr feines Skelett.

 

Die Drittkalbskühe traten in drei Klassen gegeneinander an. Dabei wurde die erste Klasse von der Rau-Tochter Grainy, aus dem Bestand der Familie Keller aus Allmendingen klar gewonnen. Sie konnte durch eine sehr gute, harmonische Entwicklung punkten und zeigte zudem einen sehr schönen Euterkörper mit bestem Zentralband. Die zweite Drittkalbskuhklasse entschied die sehr korrekte Round Up-Tochter Marita von Hansjörg Schilling, Blaubeuren für sich. Von spezieller Machart und der Rau-Tochter Grainy sehr ähnlich war die Siegerin der dritten Klasse, die Rau-Tochter Romy aus dem Bestand der Familie Scheuing, Berg. Auch sie hatte schon in der Vergangenheit Schauerfahrung gesammelt und in Bad Waldsee an diesem Wochenende ihren großen Auftritt. In allen Körpermaßen ausbalanciert, ein feines Beinwerk und vor allem ein fehlerfreies Euter mit sehr breitem und hohem Hintereuter ließen sie nicht nur die Klasse sondern auch den Siegertitel der mittleren Kühe für sich entscheiden, den sie sich vor der Rau Tochter Grainy der Familie Keller sicherte und sich somit auch gegen die Viert- und Fünftkalbskühe behaupten konnte.

 

Die erste Klasse der Viertkalbskühe konnte die Rau-Tochter Inka der Familie Gassner, Hundersingen für sich entscheiden, die die Siegerin des letzten Fleckviehtages die Mabax-Tochter Goldrose von Alois Müller, Atzenreute schlagen konnte. Die zweite Klasse entschied die Vaustria-Tochter Waldau von Brunhilde Rinn, Ragenreute für sich. Auch die Klassen der Fünftkalbskühe konnten von bekannten Schaukühen gewonnen werden. So dominierte die Bundesschaukuh Limette aus dem Bestand der Familie Bertel, Hasenweiler, die zugleich die Mutter der Siegerin Jung ist, ihre Klasse eindeutig durch ihr sehr drüsiges und sehr straff aufgehängtes Euter. Dieses Euter, welches nach fünf Kälbern noch sehr frisch, unverbraucht und kompakt wirkte, brachte der Kuh in einer der spannendsten Schlußentscheidungen zudem den Titel der Gesamteutersiegerin ein, den die Kuh bereits vor zwei Jahren erringen konnte. Die zweite Klasse wurde von der Romorb-Tochter Jumo von Thomas Zimmerer, Eselsmühle gewonnen, die vor allem durch ihr gewaltiges, stilvolles Format überzeugen konnte. Die Klassen der alten Kühe entschieden die Ratgeber-Tochter Genovea der Familie Keller, Allmendingen und die Hutmann-Tochter Gitta von Alois Müller, Atzenreute für sich. Dabei konnte Genovea sogar die ehemalige Grand Champion Kuh der RBW-Schau Forewer schlagen. Unter den alten Kühen war auch die spätere Fleischsiegerin, die Walbo-Tochter Dorwa von Hansjörg Schilling, die ebenfalls schon Schauerfahrungen auf Landesebene sammeln konnte.

 

Beim Vereinscup traten jeweils drei Kühe aus den Gebieten der einladenden Zuchtvereine gegeneinander an. Zu werten war neben dem Niveau der Einzeltiere vor allem die Einheitlichkeit der Gruppe. Der Zuchtverein Ehingen trat unter anderem mit den zwei überzeugenden Rau-Töchtern Romy und Grainy gegen die Konkurrenz an und konnte so klar den Wettbewerb für sich entscheiden.

 

In einem atemberaubenden Schlußbild präsentierten die Fleckviehzüchter noch einmal die Siegertiere zur Wahl der Miss Oberschwaben. Dabei verdeutlichte dieses Bild das sehr hohe Niveau der Schau, bei der Landes- und Bundesschaukühe in großer Zahl vertreten waren und vor allem durch die Euterqualität die spezielle Ausrichtung der heimischen Züchter unterstrichen. Dennoch war die Wahl der Championkuh recht eindeutig, da sich an diesem Tag die Rau-Tochter Romy aus dem Bestand der Familie Scheuing, Berg noch etwas von den anderen Kühen abhob und durch ihre Ausstrahlung, Harmonie im Körperbau und ihr breites und hohes Hintereuter nahezu alle Zuschauer in ihren Bann ziehen konnte.

 

In der Summe war der zweite oberschwäbische Fleckviehtag ein großer Erfolg, der durch guten Besuch und sehr hochwertige Kühe den großen Aufwand der organisierenden Zuchtvereine belohnte und nach diesem Fest der Kuh alle interessierten Züchter mit Freude an schönen Kühen nach Hause entließ.

 

Zugriff auf das RBW-Online-Fotoalbum (viele Fotos zur Schau)

Katalog Nr. 66 „Miss Oberschwaben“ Romy (Vater Rau) vom Betrieb Markus Scheuing, Ehingen-BergSchlussbild der Siegerkühe zur Auswahl der Miss OberschwabenDer Zuchtverein Ehingen hat den Zuchtvereinscup verteidigt

Jungviehprämierung mit Vorführwettbewerb der Züchterjugend am 26.09.2015 in Schwäbisch Hall - Wackershofen

Siegerrind alt - Fleckvieh

60 Rinder der Rassen Fleckvieh und Limpurger bei der Jungviehprämierung sowie

 

17 Jugendliche im Vorführwettbewerb am Start - Rekordbeteiligung

 

Das Backofenfest im Hohenloher Freilandmuseum in Schwäbisch Hall - Wackershofen war auch dieses Jahr wieder ein toller Rahmen für die Jungviehprämierung und den Vorführwettbewerb der Züchterjugend. Die Jungrinder und Kälber, bestens gepflegt und herausgeputzt sind einfach ein Publikumsmagnet. Rekordbeteiligung mit 33 Fleckvieh- und 27 Limpurger Rindern sowie 17 Kinder und Jugendliche im Vorführwettbewerb.

 

Den Rinderzüchtern ist es ein wichtiges Anliegen den Kontakt zur städtischen Bevölkerung zu pflegen, sie wollen zeigen, dass Sie ihre Rinder gut halten und dass sie gut mit ihnen umgehen. Dazu war in Wackershofen wieder die beste Gelegenheit, der Richtring war ständig von sehr vielen Zuschauern besucht. Ein großes Lob an alle Züchterfamilien die keine Arbeit scheuen um ihre Tiere sauber geputzt und bestens gepflegt zu präsentieren.

 

Zur Prämierung hatten die Rinderzüchter 33 Fleckviehrinder und 27 Limpurger-Rinder sowie 17 Kälber zum Vorführwettbewerb aufgetrieben. Als Preisrichter waren bei den Fleckviehrindern und Limpurger Rindern Zuchtleiter Dieter Kraft, der stellvertretende Vorsitzende des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall, Roman Beck und Rinderzuchtberater Julia Nagel von der RBW tätig.

 

Sicherlich fragen sich die Zuschauer manchmal, warum geht gerade dieses Rind an der Spitze? Für den Uneingeweihten wirken doch alle Rinder gleich. Sie haben sanfte Augen, ein glänzendes Fell und einen Schwanz. Otto Kurz klärte die Zuschauer immer wieder auf, weshalb oder wieso jetzt gerade diese Rind an der Spitze oder am Ende geht.

 

Für die Züchter sieht es natürlich ganz anders aus. Deshalb sprachen die Preisrichter von enormer Tiefe, klarem Fundament, korrekter Beinstellung, edlem Wuchs, straffer Fesselung und super Euteranlage. Und Sie hatten auch wirklich nicht viel zu kritisieren, Ihnen wurden elegante, rahmige, bestens bemuskelte, gut entwickelte Fleckvieh Rinder mit guten Fundamenten und Euteranlagen vorgestellt.

 

Folgende Betriebe hatten Fleckviehrinder zur Prämierung aufgetrieben: Rudolf Dambach Ramsbach (3), Martin Deininger Württemberger Hof (7), Pit Rebel Nüßlenshof (5), Eckhard Sperr Bölgental (5), Wolfgang Vogelmann Geißelhardt (10), Steffen u Gisela Wolf Brunzenberg (2) und Christoph Zimmer Hütten (1).

 

Das Preisgericht konnte an alle 33 Fleckvieh - Rinder 1. Preise vergeben, dies spricht eindeutig für den hohen Leistungsstand der hiesigen Rinderzucht. Die Katalognummer 13, eine elegante, bestens entwickelte, „Romantik“ - Tochter mit bestem Fundament errang den Siegerpreis der Rinder 12 bis 17 Monate, Besitzer des Tieres ist Christoph Zimmer aus Mainhardt Hütten. Der Reservesieg ging an Katalognummer 2, eine frohwüchsige „Wille“ - Tochter von Pit Rebel, Mainhardt- Nüßlenshof.

 

Den Siegerpreis der Rinder über 17 Monate errang Katalognummer 39, eine große, lange, ausdrucksstarke „Rave“ - Tochter von Eckhard Sperr aus Satteldorf.Bölgental. Der Reservesieg ging an Katalognummer 27, eine edle, elegante, formschöne „Iwinn“ -  Tochter von Wolfgang Vogelmann Mainhardt-Geißelhardt.

 

Roman Beck gratulierte den Besitzern der Sieger- und Reservesiegertiere und wünschte allen Züchtern viel Glück mit den vorgestellten Rindern. Die Siegerpreise sowie weitere Sachpreise wurden bei der Siegerehrung überreicht, ein herzliches Dankeschön an den Landhandel und an die Genossenschaften die die Sachpreise gestiftet haben.

 

Die Nordhäuser Goißelschnalzer ließen im Prämierungsring mehrmals lautstark ihre Peitschen knallen, begleitet von schwungvollen Akkordeonklängen.

 

Beim anschließenden Vorführwettbewerb der Züchterjugend war der Vorführring dicht von Besuchern umlagert, alle wollten sehen wie die Kinder und Jungzüchter ihre Kälber und Rinder vorstellten. Es ist halt auch zu schön wenn so kleine Knirpse mit ihrem Kalb um die Strohballen laufen oder auch mal gezogen werden. 17 Kinder/ Jugendliche mit Ihren Kälbern/Rindern gingen in 4 Altersgruppen an den Start.

 

Auf die Fragen über ihre Kälber, gestellt von den Preisrichtern wussten die Kids genau Bescheid. Deshalb war die Entscheidung, wer hat sein Kalb am besten vorgestellt für das Preisgericht nicht leicht. Bei der ältesten Gruppe, den Jungzüchtern, ging es beim Wettbewerb um das Vorstellen der schon etwas größeren Rinder. Wer geht mit seinem Rind im Gleichschritt, wer kann es am besten aufstellen, wer ist aufmerksam zum Preisrichter, wer kommt mit seinem Rind am besten klar. Diese Punkte werden hier bewertet.

 

Bei der Züchterjugend in der Altersgruppe bis 8 Jahre stellte Sophia Kottmann aus Heuchlingen- Riedhof ihr Kalb am besten vor, bei der Gruppe 8 – 13 Jahre, Nicole Weidner aus Künzelsau- Steinbach. Lorena Härpfer konnte die Altersgruppe von 10 -14 Jahren für sich entscheiden. Bei den Jugendlichen gewann Paul Sperr aus Bölgental. Bei der Preisverleihung erhielten alle Kinder und Jugendliche einen Siegerpokal überreicht.

 

Zur Prämierung der Limpurger Rinder wurden 27 Rinder aus acht Zuchtbetrieben vorgestellt. Neu dabei war die Vollzugsanstalt Hohrainhof aus Talheim bei Heilbronn mit vier Rindern. Sie hatten im Frühjahr fast die komplette Limpurger Herde der Kleincomburg in Schwäbisch Hall  übernommen, die leider geschlossen werden musste. Die Mitarbeiter des Hohrainhofes waren beeindruckt vom Publikumsinteresse und der familiären Atmosphäre bei den Limpurger Züchtern – gerne sind sie im nächsten Jahr wieder dabei.

 

Siegerin der jüngeren Klassen wurde eine sehr feingliedrige, ausgeglichene Raibach-Tochter aus dem Betrieb Munz GbR aus Untermünkheim-Haagen. Eine gut entwickelte Heizwuzz-Tochter, vorgestellt von Harald Galsbrenner aus Schwäbisch Hall – Tüngental errang den Reservesieg. Bei den älteren Rindern hatte die Hermit-Tochter von Familie Frank, Gschwend-Wasserhof die Nase vorn und wurde Siegerin. Reservesiegerin wurde die 18 Monate alte, milchtypische Herswolf-Tochter von Familie Holl aus Heuchlingen-Riedhof.

Siegerrinder-FleckviehSiegerrind jung FleckviehSiegerrind alt - FleckviehZuschauer am PrämierungsringGruppe Kinder VorführwettbewerbJVP-Limpurger-SiegersammlungReihe LimpurgerLimpurger Kälber

Hervorragende Vorderwälderschau auf dem Klosterplatz in Haslach im Kinzigtal

Das ist der Siegerbulle Igpiras mit Halter Klaus Duffner aus Haslach. Mit Note 8 zeigte er die beste Bemuskelung der Bullen. Züchter von Igpiras ist Roland Fichter aus St. Georgen- Oberkirnach

Am Sonntag, den 16. August 2015 präsentierten sich 33 Vorderwälderkühe, vier Zuchtbullen und acht Jungzüchter mit ihren Kälbern einem zahlreichen Publikum. Obwohl keine zusätzlichen Veranstaltungen die Schau begleiteten wie bei letzten Mal im Jahre 2011, haben sehr viele Zuschauer die Vorderwälderschau besucht.

 

Die Tierqualität war gut. Es ist daran zu erkennen, dass alle einen ersten Staatspreis erhalten haben. Schön war, dass vier Zuchtbullen, drei „Tester“ und ein Natursprungbulle prämiert werden konnten. Igpiras wurde mit den Noten 8 in der Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung Siegerbulle. Mit 32 Monaten wog er 900 kg und maß 142 cm im Widerrist. Züchter von Igpiras ist Roland Fichter aus St. Georgen- Oberkirnach, Besitzer ist Klaus Duffner aus Haslach. Reservesieger wurde der aktuelle Testbulle Giras. Er zeigte sich als langer Bulle und erhielt jeweils die Note 6 in der Bemuskelung und der Äußeren Erscheinung. Knapp 23 Monate alt maß er 142 cm im Widerrist und wog 725 kg Gewicht. Giras stammt von Hartmut Steinhart aus Buchenbach- Unteribental, Besitzer ist die Gemeinde Mühlenbach und Halter Hubert Neumaier.

 

Der dritte Testbulle war Olignaz. Mit 905 kg Gewicht war er exakt fünf Kilogramm schwerer als Igpiras, der Altersunterschied betrug einen halben Monat. Mit 7 in der Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung verließ er den Ring als vierter. In der Fessel konnte er den anderen nicht ganz das Wasser reichen. Olignaz stammt von Hans-Georg Eble aus dem Glottertal, gehört dem Bullenhaltungsring Mühlenbach und steht bei Michael Müller. Vor ihm kam der mit je 7 in Bemuskelung und Äußerer Erscheinung bewertete Deckbulle Rapirmar, vorgestellt von Bernd Blum aus Elzach- Oberprechtal. Franz Buchholz aus Mühlenbach ist der Züchter des formschönsten Bullen der Schau. Viele machten mit, das schwerste Schautier zu schätzen. Es war Olignaz, zwei Schätzer lagen mit 903 Kilogramm nur zwei Kilogramm daneben.

 

Die Entscheidung der besten Züchtersammlung – sechs Betriebe machten mit – entschied Karl Fix aus Mühlenbach wie bei der letzten Schau für sich. Auf dem zweiten Platz landete Klaus Duffner aus Haslach mit seinen schweren Doppelnutzungskühen. Dritter wurde Franz Hansmann aus Mühlenbach mit seinen in Größe und Gewicht zuchtzielkonformsten Kühen. Dass den Züchtern Langlebigkeit sehr wichtig ist, erkennt man daran, dass die neun Siegerinnen insgesamt 54 Kalbungen aufwiesen, das sind sechs pro Kuh.

 

Drei Kühe konkurrierten um den Altkuhsieg, zwei um den Mittelaltersieg und vier um den Jungkuhsieg. Die Raditochter Flamme von Klaus Duffner aus Haslach wurde Siegerjungkuh. Sie hatte das beste Exterieur, zuchtzielkonforme Maße und eine gute 100 Tageleistung von 2.447 kg Milch. Auch der Reservesieg ging an Klaus Duffner für die genetisch mischerbig hornlose Radmark P Tochter Wolga, die eine Woche vor der Schau zum zweiten Mal abgekalbt hatte. Auch sie ist bestens zuchtzielkonform von den Maßen her, 135 cm Widerrist und 599 kg Gewicht, und erzielte in 200 Tagen 4.059 kg Milch bei sehr guten Inhaltsstoffen. In der Konkurrenz standen die Ibractochter Bärbel von Michael Müller und die Raditochter Nevia von Rudolf Griessbaum beide aus Mühlenbach.

 

Eine Wucht waren die beiden Auswahlkühe zur Mittelaltersiegerin, die Gissracktochter Fatima von Franz Hansmann und die Ragostochter Celia von Karl Fix, beide aus Mühlenbach. Sie waren sehr ähnlich in den Maßen und im Exterieur. Entscheidend war der große Unterschied in den Zuchtwerten zugunsten von Celia. Ein Gesamtzuchtwert von 125 sprach für sie. Nach intensivem hin und her wurde der Altkuhsieg der Rackesptochter Fiona mit sechs Abkalbungen von Klaus Duffner aus Haslach zugesprochen. Die Zuchtwerte waren ähnlich wie bei der Reservesiegerin, die Strichlänge war aber passender und der Eiweißgehalt deutlich höher. Den Reservesieg landete die Geroldtochter Ella aus der Zucht von Hermann Schmider und im Besitz von Franz Hansmann beide aus Mühlenbach. Sie hatte neunmal abgekalbt. Die dritte im Bunde war Carina, eine Gebractochter von Karl Fix aus Mühlenbach.

 

Die gute Qualität der Tiere erkennt man auch daran, dass zehn Kühe um den Fundament-, neun um den Euter- und sieben um den Fleischsieg rangen. Was selten vorkommt, dass eine Kuh Fleisch- und Eutersiegerin wurde, passierte in Haslach: Bella, eine Ogdiantochter von Bernd Blum aus Elzach- Oberprechtal war in beiden Disziplinen die beste. Fundamentsiegerin wurde eindeutig die Reservemittelaltersiegerin Fatima von Franz Hansmann aus Mühlenbach. Nicht genug damit, sie wurde auch Euterreservesiegerin. Die Reservesiegerin im Fleisch ist die Altkuhsiegerin Bella von Klaus Duffner aus Haslach. Fundamentreservesiegerin wurde die Raditochter Nevia von Rudolf Griessbaum aus Mühlenbach.

 

In der Kategorie beste Fruchtbarkeit gab es eine Siegerin und eine Reservesiegerin: Die Giovannitochter Fara von Franz Hansmann bestach mit neun Kalbungen und 357 Tage Zwischenkalbezeit. Die Racktochter Wilke von Klaus Duffner aus Haslach erzielte mit sechs Abkalbungen bestechende 326 Tage Zwischenkalbezeit.

 

In der Lebensleistung siegte eindeutig mit über 72.000 kg Milchmenge die Altkuhreservesiegerin Ella von Franz Hansmann aus Mühlenbach. Die beste Kuh im Eiweißgehalt war die Altkuhsiegerin Fiona von Klaus Duffner mit 3,81 %. Ihr wurde auch der Titel „Miss Kinzigtal“ zugesprochen.

 

Im Anschluss an die Siegertierauswahl erfolgte die Befragung der acht Züchterkinder mit ihren Kälbern. Es war schön zu sehen, dass die Kinder hervorragend mit den Kälbern umgehen konnten. Auch wussten sie gut Bescheid, was Abstammung und Fütterung der Kälber betrifft. Der rauschende Applaus der Zuschauer wird für diese Kinder sicherlich einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen haben.

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass diese Schau im Klostergarten von Haslach wiederum eine rundherum gelungene Sache war. Züchterisch kann konstatiert werden, dass die Rasse Vorderwälder nach wie vor ihrem Zuchtziel immer näher kommt.

 

Dr. Franz Maus

Das ist der Siegerbulle Igpiras mit Halter Klaus Duffner aus Haslach. Mit Note 8 zeigte er die beste Bemuskelung der Bullen. Züchter von Igpiras ist Roland Fichter aus St. Georgen- OberkirnachReservesiegerbulle wurde der aktuelle Testbulle Giras, ein Gipadasohn aus einer Pirastochter von Hartmut Steinhart aus Buchenbach- Unteribental gezüchtet. Der lange Bulle gehört der Gemeinde Mühlenbach und steht bei Hubert NeumaierJungkuhsiegerin wurde die einheitliche Raditochter Flamme von Klaus Duffner aus HaslachCelia, eine Ragostochter wurde mit vier Abkalbungen Mittelaltersiegerin. Karl Fix aus Mühlenbach stellt sie dem FotografenMit sechs Abkalbungen wurde die Rackesptochter Fiona Altkuhsiegerin. Dazu war sie Reservefleisch- und Eiweißsiegerin und wurde zur Miss Haslach gekürt. Klaus Duffner gehört diese Prachtkuh, Tochter Melanie stellt sie vorSie räumte den Euter- und Fleischsieg ab, die Ogdiantochter Bella von Bernd Blum aus Elzach- OberprechtalEindeutige Fundamentsiegerin wurde die Gissracktochter Fatima von Franz Hansmann aus Mühlenbach. Auch den Euterreserve- und Mittelalterreservesieg konnte ihr vergeben werdenDie Geroldtochter Ella von Franz Hansmann aus der Zucht von Hermann Schmider beide aus Mühlenbach wurde mit neun Abkalbungen Altkuhreservesiegerin und erzielte mit über 72.000 kg Milchmenge die höchste Lebensleistung der SchauküheDas sind die stolzen Jungzüchter nach der Preisübergabe mit RBW- Aussendienstmitarbeiter Freddy Preiser (Mitte) und dem Vorsitzenden Klaus Duffner aus Haslach (rechts).Vor vollem Ring übernimmt RBW- Aussendienstmitarbeiter Freddy Preiser die Befragung von Mirco Müller aus Mühlenbach. In Warteposition sind David und Alexander Prinzbach ebenfalls aus Mühlenbach zu sehen

Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

Züchtertreffen der Vereinsmitglieder auf dem Hof der Heß GbR in Balgheim

Bei herrlichem Sommerwetter treffen sich ca. 60 Mitglieder mit Angehörigen am 07.06.2015 auf dem Hof ihrer Züchterkollegen der Heß GbR auf dem Stockäckerhof in Balgheim (Landkreis Tuttlingen).

 

Nach einem leckeren Mittagessen vom Grill stand eine Betriebsbesichtigung an. Der Betrieb der Familie Heß wurde im Jahr 1982 ins Gewann Stockäcker ausgesiedelt, der Milchviehstall für 60 Milchkühe ausgelegt. Später wurde der Stall auf 110 Kühe erweitert und nach der Gründung der Heß GbR im Jahr 2011 erfolgte im Jahr 2013 der Neubau eines Milchviehstalles mit 270 Kuhplätzen. Ein separates Melkhaus mit 32 er Melkkarusell komplettiert die Anlage.

 

Der Fleckviehzuchtbetrieb der Familie Heß ist Mitglied der RBW, die Kühe werden selbst besamt, zum Decken der Rinder wird ein Deckbulle gehalten. Beim Betriebsrundgang lauschten die Züchterkollegen interessiert den Erklärungen der Familie Heß. Viele Fragen wurden gestellt denn jeder Kollege wollte ja etwas für seinen Betrieb mitnehmen. Bei Kaffee und Kuchen wurde dann zwanglos diskutiert, über privates gesprochen und kollegiale Beziehungen gepflegt.

 

Der Vorsitzende, Frank Hofer bedankte sich bei der Familie Heß für die Hofführung mit Bewirtung. Nach einem schönen Sonntag unter Kollegen und Freunden endete das Treffen, weil die eigenen Kühe gemolken werden wollten.

 

Karl Gebert


FERBA-Treffen am 8./9. Mai 2015 in Chateauneuf/Sion/Wallis

Nationales Finale der Eringer Kampfkühe bildet den Rahmen für das diesjährliche Treffen

Zum Gruppenbild traf man sich vor dem Tagungslokal, der Walliser Landwirtschaftsschule: (von links) Gilles Dupenloup Abondance, Alain Alter, Eringerrasse, Klaus Riesle und Dr. Franz Maus, Wäldervieh, Christian Moser, Tux- Zillertaler, Jérôme Carruzzo, Eringerrasse, Josef Franzelin, Südtiroler Grauvieh, Fellay Ellie, Eringerrasse, Alois Huber Tux- Zillertaler, Vizepräsident Edy Bianquin, Valdostanarasse, Direktor Dr. Italo Gilmozzi und Präsident Giovanni Battista Polla, Rendenarind, Mathias Kinberger, Pinzgauer, Dr. Mario Vevey, Valdostanarasse, Rafael Kuen und Vizepräsident Erich Scheiber, Tiroler Grauvieh, Christian Dullnigg, Pinzgauer

Acht von elf Mitgliedern der FERBA, der Europäischen Föderation der Bergrinderrassen des alpinen Systems, trafen sich zur Vollversammlung in der Walliser Landwirtschaftsschule in Chateauneuf im Wallis. Präsident ist Giovanni Battista Polla, der Vorsitzende der Rendena Rasse und Geschäftsführer Dr. Italo Gilmozzi, der als Zuchtverantwortlicher ebenfalls für die Rendenarasse tätig ist. Neben den Regularien ging es um den Austausch der Situation in den einzelnen Rassen. Die Bestände und Leistungen der Rassen sowie die wichtigsten Ereignisse, Beschlüsse und Ziele wurden zusammengetragen und besprochen. Einen Schwerpunkt bildete das Vorstellen der Inhalte des EU- Programm „LiveAlp“ durch Professor Alessandro Bagnato aus Mailand. Ziel ist die Inwertsetzung der Bergrinderrassen und Ihrer Produkte.  Zum Treffen im Jahre 2016 luden die Vertreter der Tux-Zillertalerrasse nach Tirol in Österreich ein.

 

Ein Abendessen mit walisischem Spargel und Raclette Käse beschloss den Tag. Übrigens, das ursprüngliche Raclette-Essen stammt von Walliser Bergbauern, die ihren Bergkäse über dem offenen Holzkohlenfeuer im Kamin schmolzen.  Walliser Weißwein schmeckte hervorragend dazu.

 

Tags darauf stand die Besichtigung des Nationalen Finales der Eringer Kampfkühe am bekannten Standort Pra Bardy in Aproz auf dem Programm. Die Arena ist am Sonntag, dem Haupttag, mit 10.000 Zuschauern ausverkauft, am Samstag kommen etwa 6.000 Zuschauer. Wir besichtigten die Kategorien Kalbinnen und ein- und zweimal abgekalbte. Bis zu acht Kühe waren gleichzeitig im Ring, wo sich vier Kämpfe Kuh gegen Kuh vollzogen. Fünf  flinke junge Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Die Kämpfe und das unterschiedliche Verhalten der Kühe waren beeindruckend. Manche Kampfpaare mussten die Helfer zusammenführen, damit es überhaupt zum Kampf kam. Mancher Kampf wurde kampflos entschieden, weil eine verschwand. Andere zeigten ein Imponiergehabe mit Sandwerfen, Kopfsenken und sich gegenüber stehen. Dann ging es Kopf an Kopf mit dem Versuch, die Kontrahentin wegzuschieben, das teilweise schnell entschieden war, teilweise aber sehr lang dauerte, eine Partie war erst nach 20 Minuten zu Ende.

 

Auffallend war die starke Bemuskelung der Kühe und dass die Größe nur etwas mehr war als bei den Hinterwäldern. Manche Siegerin verfolgte nach dem Kampf ihre Kontrahentin, dabei waren die Helfer gefordert. Einziges Haltemittel war das breite Lederband der Glocken, die beim Kampf um geschnürt blieben. Manchmal verfingen sich die Hörner im Lederband, auch hier waren die Helfer gefragt. In den zwei Stunden der Besichtigung gab es keinerlei Verletzungen, eine erstaunliche Tatsache bei den starken Hörnern.

Zum Gruppenbild traf man sich vor dem Tagungslokal, der Walliser Landwirtschaftsschule: (von links) Gilles Dupenloup Abondance, Alain Alter, Eringerrasse, Klaus Riesle und Dr. Franz Maus, Wäldervieh, Christian Moser, Tux- Zillertaler, Jérôme Carruzzo, Eringerrasse, Josef Franzelin, Südtiroler Grauvieh, Fellay Ellie, Eringerrasse, Alois Huber Tux- Zillertaler, Vizepräsident Edy Bianquin, Valdostanarasse, Direktor Dr. Italo Gilmozzi und Präsident Giovanni Battista Polla, Rendenarind, Mathias Kinberger, Pinzgauer, Dr. Mario Vevey, Valdostanarasse, Rafael Kuen und Vizepräsident Erich Scheiber, Tiroler Grauvieh, Christian Dullnigg, PinzgauerDiese beiden Kühe mussten zum Kampf motiviert werdenDas Foto zeigt das Vorspiel mit Drohgebärden gesenkter Kopf zu gesenktem Kopf und seitlichem Nebeneinanderstehen mit SandwerfenHier sind zu sehen die Kampfszenen Kopf gegen KopfSo sah es aus, wenn eine Kuh mit ihrem Horn hinter das Glockenband der Gegnerin gerietStolz nimmt der Züchter der siegreichen Kuh Blickkontakt mit ihr aufSchneebedeckte Berge oben und Weinanbau unten, das macht das Wallis aus

Erfolgreiche Fleckviehschau in Neuhausen am 26. April 2015

Traditionell fand im drei jährigen Rhythmus wieder die Fleckviehschau des Zuchtvereins Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V. im Freilichtmuseum in Neuhausen statt. Bei bestem Frühlingswetter stellten 14 Betriebe  insgesamt 40 Fleckviehtiere aus.

 

Als Preisrichter fungierte Gerald Authenriet, Zuchtleistungsassistent der Rinderunion Baden-Württemberg. Ihm war die Aufgabe übertragen die Tiere zu bewerten in den einzelnen Klassen zu rangieren.

 

Bei den Jungkühen wurde die Kuh Nicki eine Ofir Tochter aus dem Zuchtbetrieb der Familie Birk aus Oberharmersbach als Siegerkuh ausgewählt.  Der Preisrichter zeigte sich beeindruckt vom tollen Euter dieser Jungkuh. Sehr gut bestückt waren die mittleren Kuhklassen. In einer sehr knappen Entscheidung konnte sich die Vodach Tochter Anna vom Betrieb der Weisshaar GBR aus dem Brigachtal durchsetzen. Einen klaren Favorit gab es für Gerald Authenriet bei den Altkühen. Hier kürte er die Hostress Tochter Anka als Siegerkuh.

 

Diese Kuh hatte bei 10 Abkalbungen schon über 70000kg Lebensleistung erbracht. Dies Kuh war es dann auch die den Chamapion Titel mit nach Hause nehmen konnte. Bei der Auswahl der Kuh mit der besten Bemuskelung ging der Sieg an die Zahner Tochter Edelweiß aus dem Zuchtbetrieb Hubert Ewald aus Bräunlingen.

 

Mit dem besten Euter wurde die Robi Tochter Merobi aus dem Betrieb der Familie Clemens Baumann, Hausen v.W. ausgezeichnet. Als die Fleckviehkuh mit der höchsten Lebensleistung auf dieser Schau wurde die Lotarry Tochter Helen aus dem Betrieb der Baumann GBR aus Zimmern geehrt.

 

Ein Augenschmaus war der Auftritt der Jungzüchter. Zwischen 3 und 15 Jahre präsentierten sie im Schauring ihre Tiere. Beeindruckend  war ihr Umgang mit den Tieren, und erstaunlich welches Wissen sie über die Haltung und Fütterung schon hatten. Sie wurden mit Preisen vom Zuchtverein und vom Freilichtmuseum belohnt.


Bezirksrindviehschau am 11. April 2015

des Fleckviehzuchtvereins Ellwangen und der Rinderzuchtvereine Ostalb und Neresheim

„Vadim“, ein Vanadin Sohn vom Betrieb Klaus Mayer, Lindenhof Altkuhsiegerin Messalina Bes. Klaus Mayer, Lindenhof

Bei schönem Frühlingswetter stellten sich insgesamt 74 Tiere aus 12 Betrieben und 19 Kälber dem Preisgericht und vielen Zuschauern auf dem „Schießwasen“ in Ellwangen/Jagst. Herzlichen Dank dem Bauhof der Stadt Ellwangen, die in vorzüglicher Weise den Platz und die Ringe hergerichtet haben.

 

Vorsitzender Klaus Mayer ging in seiner Begrüßung auf die lange Tradition der Rinderzucht im Ostalbkreis ein. Er dankte allen Betrieben für den Einsatz diese Schau zu beschicken. Ein besonderer Dank galt den vielen Sponsoren für die Unterstützung zu dieser Schau. Wir stehen zu unserer Landwirtschaft sagte OB Karl Hilsenbek in seinem Grußwort. Der Leiter des Landwirtschaftsamtes Dr. Hans Börner sah in den sauber herausgebrachten Tieren einen klaren Beleg dafür, dass bei den Milchviehaltern das Tierwohl an vorderster Stelle stehe.

 

Hubert Kucher vom Bauernverband Ostalb betonte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen für die Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Landwirtschaft. Pfarrer Dörflinger führte anschließend die Tiersegnung durch.

 

Die 2 Preisgerichte waren durch den Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele, den RBW Vorsitzenden Georg Häckel, Zuchtleitungsassistent Michael Schmidt und Rasseausschußmitglied  Eberhard Ableiter besetzt. Am Ende konnten 59 erste Staatspreise und 9 zweite Staatspreise, sowie 6 Vereinspreise vergeben werden.

 

Einziger aufgetriebener und folglich Siegerbulle war „Vadim“, ein Vanadin Sohn vom Betrieb Klaus Mayer, Lindenhof.

 

Nachfolgend nun die weiblichen Siegertiere:

 

Siegertiere

Name

GZW

Vater

Besitzer

Jungkuh

Sandra

128

Manuap

Friedrich Pfisterer, Hochtänn

Altkuh

Messalina

114

Imposium

Klaus Mayer, Lindenhof

Eutersiegerin

Juli

114

Wapold

Tobias Feil, Hohenstadt

Fleischsiegerin

Klothilde

109

Iwo

Klaus Mayer, Lindenhof

Lebensleistung

Melitta

91

Moren

Klaus Mayer, Lindenhof

 

19 Kinder und Jugendliche nahmen an dem von Anita Mühleis (RBW) durchgeführten Kälberwettbewerb teil. Im Vorfeld mussten die Kinder Fragen zur Fütterung, Haltung usw. beantworten. Danach zeigten sich die Kälber mit ihren Vorführern im kleinen Ring. In der Gruppe 1 ging David Feil aus Abstgmünd-Hohenstadt als Sieger hervor. In Gruppe 2 ging der Sieg an Leonie Feil aus Abstgmünd-Leinroden. Sieger in Gruppe 3 wurde Marcel Fuchs aus Ellwangen-Eggenrot.

 

Ein besonderer Dank noch an die Firma Rieger aus Röhlingen für die  Waschgeräte und natürlich an das „Verpflegungsteam“ um Petra Mayer die für das leibliche Wohl für die rund herum gelungene Schau sorgten.

 

GF Werner Häberlin

„Vadim“, ein Vanadin Sohn vom Betrieb Klaus Mayer, LindenhofJungkuhsiegerin Sandra,  Besitzer Friedrich Pfisterer, Rosenberg-HochtännAltkuhsiegerin Messalina Bes. Klaus Mayer, LindenhofEutersiegerin Juli von Tobias Feil, HohenstadtFleischsiegerin Klothilde , Besitzer Klaus Mayer, LindenhofIn der Gruppe 1 ging David Feil aus Abstgmünd-Hohenstadt als Sieger hervor. In Gruppe 2 ging der Sieg an Leonie Feil aus Abstgmünd-Leinroden. Sieger in Gruppe 3 wurde Marcel Fuchs aus Ellwangen-Eggenrot

Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

„Fleckviehzüchter besuchen Züchterkollegen im Schwarzwald“

Die diesjährige Lehrfahrt des Fleckviehzuchtvereins Schwarzwald-Baar-Heuberg führte die Teilnehmer bei sonnigem Winterwetter in den Hochschwarzwald.

 

Erstes Besichtigungsobjekt war der Betrieb der Familie Joachim Faller in St. Märgen. Auf dem Christenmartinshof bewirtschaftet Familie Faller in 1000 m Höhe und 1500 mm Niederschlägen, 48 ha Dauergrünland und 32 ha Wald. Der „Bioland“ Hof hält im Boxenlaufstall, 45 Holsteinkühe mit einer Herdenleistung von 9000 kg Milch von denen 6000 kg Milch aus dem Grundfutter kommen. Gemolken wird im 8 er Fischgrätenmelkstand, der Milchpreis liegt bei 0,46 € je kg Milch. Beim Betriebsrundgang konnten sich die Besucher informieren über die spezielle Wirtschaftsweise im Berggebiet mit Weidehaltung und intensiver Grünlandwirtschaft nach biologischen Grundsätzen. Im Stall konnten die Züchterkollegen leistungsfähige Holsteinkühe mit sehr guten Eutern bewundern.

 

Bei der anschließenden Verkostung von Kaffee mit Kuchen und Hochprozentigem  gab es rege Gespräche mit dem Betriebsleiter und den Kollegen. 

Nach einem stärkenden Mittagessen galt der Besuch dem Fleckviehzuchtbetrieb von Thomas Burger in Biederbach. Thomas Burger bewirtschaftet 64 ha Grünland, 5 ha Ackerfläche und 20 ha Wald. Im Jahr 2013 erstellte Thomas Burger einen Jungviehstall für 80 Jungtiere mit der Absicht, künftig jährlich 40 Jungkühe über die Auktionen der RBW zu vermarkten. Seine Milchviehherde möchte Herr Burger bis Ende 2015 aufgeben. Neben der Jungviehaufzucht betreibt Thomas Burger eine Brennerei und baut Christbäume an.

 

Bei der Stallbesichtigung diskutierten die Züchterkollegen über die Abstammung der Rinder und Kalbinnen die teilweise als Kälber aus dem Raum Donaueschingen stammen. Die Vision von einer erfolgreichen Jungkuhaufzucht begeisterte die Züchterkollegen. Bei Kaffee, Kuchen und selbstgebranntem Schnaps gab es gute Gespräche.

 

Dann ging die Fahrt nach Waldkirch wo im Elztalmuseum eine Orgelführung auf die Besucher wartete. Im ehemaligen Chorherrenstift konnten wir eine Sammlung von Musikautomaten und Jahrmarktsorgeln des Orgel – und Musikwerkbaus in Waldkirch besichtigen. Die Museumsführerin konnte fast alle Orgeln erklingen lassen und selbst die Besucher konnten sich üben am Kurbelrad. Die einzigartigen Kirmesorgeln fanden bei den Züchtern große Begeisterung.

Mit einem gemütlichen Abschluss in der Straußwirtschaft des Weingutes Hinn in Waldkirch  endete der gelungene Lehrausflug.

Karl Gebert


Hinterwälderzuchtverein tagt in Utzenfeld

Harmonische Versammlung

Im Rahmen der Versammlung gab es einige Ehrungen. Zum einen erhalten Betriebe, die die 4.000 kg erreichen, von der RBW eine Stallplakette: Vier Betriebe waren es, Klaus Kiefer aus Aitern (rechts), Martin Pfefferle aus Aitern-Rollsbach (zweiter von links), Oskar Winterhalder aus Löffingen-Göschweiler und die Le Frombaar GbR aus Hüfingen-Sumpfohren. Dann gab es neun neue 30.000 kg Lebensleistungsplaketten der ASR. Zwei Züchter sind auf dem Bild, zum einen Martin Pfefferle und zum anderen der Vorsitzende Hubert Schätzle (Mitte) aus Todtnau-Präg mit zwei Plaketten. Die ADR vergab bei der Jubiläumsschau fünf Plaketten, einmal Gold, je zweimal Silber und Bronze. Dazu wurden die Urkunden verteilt, zu sehen ist Manfred Kuttler (links) aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg mit der Urkunde für die Silberplakette für den Siegerbullen Ronlab. Mit auf dem Bild ist Hildegard Schelshorn aus Bernau. Sie ist Vorsitzende der Hinterwälderfördervereins und hat sich sehr stark bei der Show Food Messe 2014 und LHF in Stuttgart-Bad Cannstatt engagiert

Bei der jährlich im Vorfrühling stattfindenden Hinterwälderzüchterversammlung am 28.02.2015 wurde über züchterische Belange der Milch- und Mutterkuhhaltung im Jahre 2014 informiert und diskutiert. Der Rückwärtstrend bei den Milchviehhaltern bleibt bestehen, es sind 28 Betriebe mit etwas mehr als 400 Milchkühen und die Mutterkuhhalter nehmen weiter zu auf über 200 Betriebe und 1.800 Mutterkühen. Nach wie vor zeichnet sich die Hinterwälderrasse durch Langlebigkeit, Fruchtbarkeit und Robustheit aus. So gehen nur 0,7 % der Hinterwälderkühe wegen Beinwerksproblemen aus den Betrieben, über alle Rassen sind es mit 9 % über zwölf Mal mehr.

 

Bei den Körungen in Schönau lagen die täglichen Zunahmen unter der Schallmauer von 900 g pro Tag. Die Schlachtergebnisse des Mutterkuhbetriebes Paul Franck aus Kraichtal- Neuenbürg belegen mit 570 g Nettozunahmen pro Tag bei den männlichen Absetzern das gewünschte hinterwäldertypische Maß. 161 kg schwere Schlachtkörper passen mit Ihrer hervorragenden Fleischqualität sehr gut zur Fleischdirektvermarktung. Die ermittelten genetischen Trends zeigen das für Erhaltungsrassen – das sind die Hinterwälder - typische Muster: Leichter Aufwärtstrend bei der Milchleistung, relativ gerade Linie bei Fitness und Fleischwert.

 

Anhand der Stallkörungen, der Märkte und bei den Besamungsbullen konnte gezeigt werden, dass die Linienvielfalt sehr gut gegeben ist. Der Schausiegerbulle Ronlab wird nach dem Frühjahrsmarkt abgesamt, Fällersöhne kommen auf die Märkte und mit Flimmer wird gezielt angepaart. Erläutert wurde die FAKT- Förderung mit der Neuerung der gekörten Zuchtbullenförderung und der Splittung nach Milch- und Mutterkuh. Im Museumsdorf Düppel in Berlin wachsen zwei Hinterwälderochsen heran, die als Zugtiere abgerichtet werden. In der Vorschau wurde auf die Slow Food Messe in der Filderhalle von Leinfelden- Echterdingen vom 9. bis 12. April 2015 mit Beteiligung einer Hinterwäldermutterkuh mit Kalb sowie auf die Badenmesse mit Wälderbeteiligung vom 12. bis 20. September 2015 hingewiesen.

 

In der Vermarktung konnten über alle Kategorien 124 Tiere zu ähnlichen Preisen wie ein Jahr vorher abgesetzt werden. Zuchtbullen waren es 32, von denen elf über die Märkte und 21 ab Stall verkauft wurden. Kalbinnen und Kühe waren es 31, Rinder elf, Fresser sechs und Kälber 44. In Bezug zur kleinen Population sind das gute Zahlen. Mit Bildern aus dem Zuchtgeschehen vor allem von der 125 Jahre Jubiläumsschau schlossen die harmonische Veranstaltung ab.

Im Rahmen der Versammlung gab es einige Ehrungen. Zum einen erhalten Betriebe, die die 4.000 kg erreichen, von der RBW eine Stallplakette: Vier Betriebe waren es, Klaus Kiefer aus Aitern (rechts), Martin Pfefferle aus Aitern-Rollsbach (zweiter von links), Oskar Winterhalder aus Löffingen-Göschweiler und die Le Frombaar GbR aus Hüfingen-Sumpfohren. Dann gab es neun neue 30.000 kg Lebensleistungsplaketten der ASR. Zwei Züchter sind auf dem Bild, zum einen Martin Pfefferle und zum anderen der Vorsitzende Hubert Schätzle (Mitte) aus Todtnau-Präg mit zwei Plaketten. Die ADR vergab bei der Jubiläumsschau fünf Plaketten, einmal Gold, je zweimal Silber und Bronze. Dazu wurden die Urkunden verteilt, zu sehen ist Manfred Kuttler (links) aus dem Kleinen Wiesental-Raich-Hohenegg mit der Urkunde für die Silberplakette für den Siegerbullen Ronlab. Mit auf dem Bild ist Hildegard Schelshorn aus Bernau. Sie ist Vorsitzende der Hinterwälderfördervereins und hat sich sehr stark bei der Show Food Messe 2014 und LHF in Stuttgart-Bad Cannstatt engagiert

Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall mit neuer Führung

Thomas Klenk aus Dörrmenz folgt Hans Dieter Herrmann aus Blaubach als 1. Vorsitzender

Vorsitzender Hans Dieter Herrmann bedankt sich bei Otto Kurz nach seinem Ausscheiden bei der RBW  für die langjährige Unterstützung der Rinderzucht im Kreis., von links: Hans Dieter Herrmann, bisheriger Vorsitzender, Ehepaar Kurz

Bei der Mitgliederversammlung des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall standen neben den üblichen Regularien turnusgemäß auch Wahlen des Vorstands und Beirats auf dem Programm. Da sich der langjährige Vorsitzende Hans Dieter Herrmann nicht mehr zur Wahl stellte wurde der bisherige Stellvertreter Thomas Klenk, Dörrmenz einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Eckhard Sperr, Bölgental und Roman Beck, Fichtenhof wurden einstimmig zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

 

Zuvor hatte Hans Dieter Herrmann zahlreiche Ehrengäste bei der gut besuchten Mitgliederversammlung in der Stadthalle in Ilshofen begrüßen können. In seinem Jahresbericht ging er auf die zahlreichen Veranstaltungen im vergangenen Jahr ein. Besonders hob er die gute Öffentlichkeitsarbeit der Rinderzüchter hervor, die bei zahlreichen Schauen, u.a. bei Jungviehprämierungen beim Stadtfeiertag Kirchberg, Ostermarkt Ilshofen, Jakobifest Schrozberg, Mainhardter Markt, Backofenfest Wackershofen und bei der Muswiese ihre Tiere präsentierten. Herzlichen Dank an alle, die mit ihrer Teilnahme zum Gelingen der zahlreichen Veranstaltungen beigetragen haben.

Hans Dieter Herrmann übergab nicht nur den größten, sondern auch einen der aktivsten und erfolgreichsten Rinderzuchtvereine in Baden-Württemberg. Dafür dankte ihm sein Nachfolger, insbesondere für die gute Integration aller Mitglieder nach der Fusion des Vereins vor acht Jahren aus den Vereinen Crailsheim,  Gerabronn und Schwäbisch Hall.

 

In seinem Bericht ging Leistungsinspektor Bernd Lorenz vom Landwirtschaftsamt Ilshofen auf die herausragenden Leistungen der Fleckviehkühe im Landkreis Schwäbisch Hall ein. Mit langlebigen, fruchtbaren und gesunden Tieren steht der Rinderzuchtverein Schwäbisch Hall unter den top ten der Zuchtvereine in Baden-Württemberg. Allerdings gehört den Baden-Württembergischen Betrieben in Deutschland inzwischen die rote Laterne bei der Milchleistung. In allen anderen Bundesländern geben die Kühe im Schnitt mehr Milch als in Baden-Württemberg. Trotzdem gibt es auch in Baden-Württemberg Betriebe, die mit ihren Leistungen mit den Besten in Deutschland mithalten können. Diese wurden von der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) besonders ausgezeichnet.

 

Für Herdenduchschnitte über 9000 kg Milch pro Jahr wurden folgende Betriebe mit einer Leistungstafel in Gold ausgezeichnet: Willi Gross, Buckenweiler, Maurer GbR, Engelhardshausen, KNH Milchhof GbR, Hörlebach, Schneider GbR, Gantenwald, Klaus Utz, Oberdeufstetten, Christoph Braun, Gailenkirchen, Rosenäcker GbR, Wüstenau, Thomas Klenk, Dörrmenz, Michael Ludwig, Hörlebach, Stier GbR, Schönenberg, Stock GbR, Rudelsdorf und Trittner GbR, Rappoldshofen. Für Herdendurchschnitte über 8500 kg Milch pro Jahr wurden folgende Betriebe mit einer Leistungstafel in Silber ausgezeichnet: Herrmann GbR, Blaubach, Brünnler GbR, Asbach, Weidner, Gerhard, Nüsslenhof, Wolfgang Kümmerer, Kupfer, Layher GbR, Eichenau, Sperr GbR, Bölgental, Pflanz GbR, Großaltdorf, Jörg Maisch, Stockhäusle. Für über 8000 kg Milch wurden mit einer bronzenen Leistungstafel ausgezeichnet: Manfred Klenk, Funkstadt, Hofwiesen-Milch GbR, Niedersteinach, Otto Pröger, Dörrmenz, Otto Hofmann, Waldtann, Michael Hofmann, Sanzenbach, Beck GbR, Fichtenhof, Meinikheim GbR, Oberwinden, Peter Bausch, Wolpertsdorf, Claudia Groß, Heufelwinden, Walter Zörrer, Wüstenau, Schüssler GbR, Ingersheim, Christoph Zimmer, Hütten, Dietrich GbR, Hohenegarten, Dieter Hanselmann, Goldbach und Mühlfeldhof, Steinbach.

 

Für besonders hohe Lebensleistungen wurden folgende Einzeltiere hervorgehoben: Die höchste Lebensleistung in Baden-Württemberg hält derzeit die Kuh „Pia“ von der KNH Milchhof GbR in Hörlebach. Weitere Kühe über 100.000 kg Milch im Zuchtverein sind: die Kuh „Betti“ der Pflanz GbR, Großaltdorf mit 110.445 kg, die Kuh „Fara“ von Familie Schüßler aus Ingersheim mit 100.317 kg Milch, die Kuh „Bärbel“ mit 113.520 kg Milch und die Kuh „Gina“ der Beck GbR, Fichtenhof mit  104.200 kg Milch.  Eine stolze Leistung dieser Kühen, die Gesundheit, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit mit hoher Leistung vereinen.

 

Der Zuchtleiter der RBW, Dr. Weidele ging auf ein sehr erfolgreiches Jahr in der Vermarktung mit über 31 Mio. Euro Umsatz für die Zuchtorganisation in Baden-Württemberg durch Zuchttierverkauf ein und dankte den Züchtern  für ihr Vertrauen. Er informierte in seinem ausführlichen Bericht über den Tierverkauf, Leistungszahlen, Zuchtprogramm, Tierseuchen und Besamungsbullen. Er wies auf die zu erwartenden Schwierigkeiten insbesondere bei der Kälbervermarktung hin, wenn Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor Baden-Württemberg den Status „BHV1-frei“ erreichen sollten. Hier sollten die Bundesländer im Gleichklang vorgehen.

 

Ein Hauptpunkt seines  Vortrages war die Auswertung der genomischen Besamungsbullen. Er führte aus, dass die eingesetzten Besamungsbullen im Durchschnitt die Erwartungswerte erreichten. Ein weiterer Hauptpunkt waren die Ausführungen zum Gesamtzuchtwert, eine Arbeitsgruppe soll ermitteln welche Merkmale in der Zukunft für die Berechnung des Gesamtzuchtwertes herangezogen werden sollen. In einem Stammtisch soll darüber nochmals diskutiert werden.

 

Daniel Stier gab einen detaillierten Bericht über die vielen Aktivitäten des Jungzüchterclubs Kreis Schwäbisch Hall. Auch in 2014 wurden gute Ergebnisse bei Jungzüchterwettbewerben erreicht. Hans Dieter Herrmann dankte den Jungzüchtern für ihre Unterstützung und warb um neue Mitglieder für den Jungzüchterclub.

 

Besonders geehrte wurden Otto Kurz, der Ende 2014 bei der RBW in den Ruhestand ging, für seine langjährige Tätigkeit zum Wohl der Rinderzucht sowie Frau Helene Bürk vom LKV für über 40 jährige Probenehmertätigkeit.

 

Zum Schluss bedankt sich der neu gewählte 1. Vorsitzende Thomas Klenk bei allen Gästen und Mitglieder für das Interesse am Rinderzuchtverein Kreis Schwäbisch Hall. Er wünscht allen ein erfolgreiches Jahr 2015.

Vorsitzender Hans Dieter Herrmann bedankt sich bei Otto Kurz nach seinem Ausscheiden bei der RBW  für die langjährige Unterstützung der Rinderzucht im Kreis., von links: Hans Dieter Herrmann, bisheriger Vorsitzender, Ehepaar KurzDer neue Vorstand des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall bedankt sich bei Ehepaar Herrmann, 
von links: Thomas Klenk, Dörrmenz, 1. Vorsitzender, Ehepaar Herrmann, Eckhard Sperr, Bölgental, stellvertretender Vorsitzender, Roman Beck, Fichtenhof, stellvertretender VorsitzenderFür hervorragende Leistungen wurden folgende Betriebe ausgezeichnet: Hintere Reihe von links nach rechts: Herrmann Hans Dieter, Herrmann GbR  Blaubach, Christoph Braun, Gailenkirchen, Leistungsinspektor Bernd Lorenz,  Otto Pröger Dörrmenz, Roman Beck, Beck GbR  Fichtenhof, Andre Pflanz, Pflanz GbR  Großaltdorf, Claudia Gross Heufelwinden, Jochen Schüßler, Schüssler GbR  Ingersheim, Hans Dietrich, Dietrich GbR  Hohenegarten, Klaus Utz Oberdeufstetten, Karlheinz Zimmer, Zimmer Christoph  Hütten, Stefan Brünnler,  Brünnler GbR, Asbach, Natalie Rosenäcker, Rosenäcker GbR Wüstenau, Bernd Fischer Hofwiesen-Milch GbR Niedersteinach, Karlheinz Trittner, Trittner GbR Rappoldshofen, Daniel Stier, Stier GbR Schönenberg,  Peter Hanselmann  KNH Hörlebach, Eckhard Sperr, Sperr GbR Bölgental. Vordere Reihe von links, Betriebe: Thomas Andris, Hofmann  Michael Sanzenbach, Maurer Georg, Maurer GbR Engelhardshausen, Meinikheim Mathias, Meinikheim GbR Oberwinden, Stock Florian, Stock GbR Rudelsdorf, Bausch Peter Wolpertsdorf, Rebel Pit, Weidner Gerhard Nüßlenshof,  Wackler Jörg Mühlfeldhof Steinbach/Jagst, Layher Simone, Layher  GbR  Eichenau,  Klenk Thomas DörrmenzDer neue Vorstand des Rinderzuchtvereins Kreis Schwäbisch Hall, von links: Eckhard Sperr, Bölgental, stellvertretender Vorsitzender, Thomas Klenk, Dörrmenz, 1. Vorsitzender, Roman Beck, Fichtenhof, stellvertretender Vorsitzender

Mitgliederversammlung des Rinderzuchtvereins Ostalb am 13.02.2015

Die anwesenden Geehrten mit Leistungsinspektor Lorenz (3. v.r.)

Am Freitag, 13.Februar trafen sich die Mitglieder des Rinderzuchtvereins Ostalb zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung im Gasthaus Rose in Essingen. Der Vorsitzende Markus Hartmann konnte eine Vielzahl an Mitgliedern sowie einige Gäste willkommen heißen. Nach den Grußworten der Gäste und dem gemeinsamen Mittagessen trug Hartmann den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres vor. Das Jahr startete im Verein mit dem traditionellen Familienabend Hommelesball, der wiederum in Hussenhofen veranstaltet wurde und zahlreiche Gäste anlockte. Im vergangenen Februar 2014 wurde die Mitgliederversammlung abgehalten, bei der der Vorstand im Amt bestätigt wurde. Die Lehrfahrt im September führte ins Allgäu, wo man neben einer Großviehauktion und einem Zuchtbetrieb auch Kulturelles in Kempten erkunden konnte. Zum Jahresende hin fand in Göggingen ein Stammtischgespräch zum Thema Jungviehaufzucht statt, zu dem Leistungsinspektor Bernd Lorenz als Referent gewonnen werden konnte. Ebenfalls im Dezember traf sich der Beirat, um die anstehenden Veranstaltungen vorzubereiten.

 

Geschäftsführer Markus Werner konnte den Mitgliedern von einer positiven Entwicklung der Vereinsfinanzen berichten. Als Vertreter der Kassenprüfer konnte Patrick Wöller eine tadellose Kassenführung attestieren und schlug Vorstand und Geschäftsführung zur Entlastung vor. Mit der Durchführung der Entlastung wurde Georg Häckel, 1. Vorsitzender der Rinderunion Baden-Württemberg betraut. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

 

Anschließend an den Kassenbericht wurde turnusgemäß der Beirat neu gewählt. Hermann Lakner, Göggingen, Martin Hummel, Degenfeld und Markus Maier, Oberkirneck standen nicht mehr zur Wahl. Markus Hartmann dankte ihnen für ihr Engagement im Verein. Der neue Beirat setzt sich wie folgt zusammen und wurde einstimmig gewählt: Christoph Grözinger, Forst; Markus Schabel, Metlangen; Helmut Kern, Lauterburg; Erich Hahn, Rossnagel; Daniel Seitzer, Brainkofen; Bernd Funk, Hussenhofen; Reiner Gebhardt, Beiswang; Manuel Mayer, Hüttlingen. Auch die Kassenprüfer Clara Fürst-Kuhn und Patrick Wöller wurden einstimmig bestätigt.

 

Leistungsinspektor Bernd Lorenz vom Landwirtschaftsamt Schwäbisch Hall berichtete über die Leistungsentwicklungen im vergangenen Jahr. Er konnte von einer weiter steigenden Kuhzahl bei immer weniger Betrieben berichten. Nach einem leichten Negativtrend im vergangenen Jahr konnte auch die Milchleistung je Kuh wieder etwas zulegen. Erfreulich ist zudem die Entwicklung der Zellzahlen als Maßstab für die Eutergesundheit. Die im Zuchtverein registrierten Kühe konnten sowohl in der Leistung, wie auch in den absoluten Inhaltsstoffen zulegen und befinden sich somit im Landestrend.

Mit Stallplaketten in Bronze für ihre Herdendurchschnitte geehrt wurden die Waltreinhof GbR, Beiswang, Hannfried Munz, Oberkirneck und der Milchhof Schneider GbR, Seitsberg für jeweils über 8000kg Durchschnittsleistung. Eine Plakette in Silber für über 8500kg erhielten die Betriebe Holger Drechsel, Forst, Edmund Abele GbR, Reichenbach, Hermann König, Iggingen und Tobias Feil aus Hohenstadt. Die Betriebe mit der höchsten Durchschnittsleistung, Lidwina Grimm, Horn und Georg Mayer, Hüttlingen mit über 9000kg Milch erhielten eine Stallplakette in Gold. Die Ostalb Agrargemeinschaft aus Waldstetten konnte für die Kuh Gunda geehrt werden, die eine Lebensleistung von mehr als 100.000kg Milch ermolken hat. Neben der Plakette erhielt sie einen Gutschein von der Rinderunion. Leistungsinspektor Lorenz hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung hoher Lebensleistungen hervor.

 

Dr. Alfred Weidele, Geschäftsführer der Rinderunion Baden-Württemberg konnte einen Rückblick auf zahlreiche Aktivitäten geben, an welchen die Rinderunion im vergangenen Jahr aktiv mitgewirkt hat. So war man auf zahlreichen Messen und Schauen erfolgreich vertreten. Im Bereich der Tiervermarktung musste man sich im vergangenen Jahr mit leicht rückläufigen Preisen begnügen. Weiterhin ein Thema ist die BHV-1-Sanierung, da Baden-Württemberg hier im Vergleich zu anderen Bundesländern ins Hintertreffen geraten ist. Zur genomischen Selektion konnte Weidele einige Beispiele von Vererbern vorstellen, die sich in ihren erwarteten Werten bestätigen konnten. Eine angeregte Diskussion der anwedsenden Milchviehhalter löste die Anpassung des Zuchtziels in der Rasse Fleckvieh aus.

 

In seinem Ausblick auf die geplanten Aktivitäten wies der Vorsitzende Markus Hartmann auf die Bezirksrindviehschau in Ellwangen am 11. April hin. Im Spätsommer soll wieder eine Lehrfahrt stattfinden, als Ziel wurde der Niederrhein auserkoren. Auch ein Stammtischgespräch ist zum Jahresende hin wieder geplant.

 

Werner, Markus GF


Jahresmitgliederversammlung Fleckviehzuchtverein Ellwangen/ Jagst am 26.Januar 2015

Bei der kürzlich abgehaltenen Jahresmitgliederversammlung des Fleckviehzuchtvereins Ellwangen im „Lamm“ in Schrezheim begrüßte Vorsitzender Klaus Mayer zahlreiche Mitglieder und Gäste.

 

 Mayer begann in seinem Jahresrückblick mit der letztjährigen Futtersituation. Im Jahr 2014, welches trocken begann, konnte ein guter und trockener 1. Schnitt sowie an Pfingsten gutes Heu geerntet werden. Ab dem Monat Mai sorgten die ausreichenden Niederschläge für qualitativ und quantitativ hohe Folgeschnitte bis in den Herbst hinein. So war es auch möglich eine sehr gute Maisernte zu erzielen. Die letztjährigen Getreide- und Rapserträge waren gut bis sehr gut.  Der Vorsitzende Mayer stellte fest, dass der Milchpreis 2014 bei knapp 40 Cent lag. Der Verkauf von Jungkühen war gut und der der Bullenkälber sehr gut. Dies kann durchaus eine Reserve bei niedrigerem Milchpreis sein. Der Quotenpreis beim letzten Börsentermin war mit 14 Cent übertrieben hoch. Die Milchanlieferung wurde erheblich gedrosselt, um die Abgaben an Brüssel zu reduzieren. . Zusammenfassend war das Jahr 2014 ein gutes Jahr für die Milchviehhalter.

 

Beim Rückblick in die Vereinstätigkeiten des vergangenen Jahres, begann Klaus Mayer mit der RBW Schau am 15./ 16. März 2014 in Ilshofen. Dabei nahmen 2 Kühe aus dem Vereinsgebiet , welche aus seinem Züchterstall stammten, erfolgreich teil.  Nach sieben Jahren fand im Jahr 2014 wieder eine Kuhnachzuchtschau statt. An zwei Tagen durften die Preisrichter auf 11 Betrieben, 34 Kuhfamilien mit 139 Kühen begutachten. Am 1. und 2. Juli 2014 fand die Lehrfahrt in den Raum Regensburg mit 45 Teilnehmern statt. Im Herbst fand ein Fleckviehstammtisch mit der Firma Milkivit in Schwabsberg statt.  Klaus Mayer freute sich sehr, dass es endlich nach 5 Jahren wieder einen Vorsitzenden, sowie einen Ausschuss bei den Jungzüchtern gibt. 

 

Geschäftsführer Werner Häberlin begann seinen Geschäftsbericht mit einer Bilderpräsentation der Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. In seinem Kassenbericht stellte er ein negatives Ergebnis für 2014 fest, welches von Kassenprüfer Kaspar Ilg bestätigt wurde. Er bescheinigte Häberlin eine korrekte und saubere Kassenführung und schlug die Entlastung vor. Die Entlastung nahm dieses Jahr erstmals Herr Thomer, Nachfolger von Herrn Faul, von der Stadt Ellwangen vor, welche auch einstimmig erteilt wurde. Her Thomer überbrachte die besten Grüße von Oberbürgermeister Karl Hilsenbeck und seiner Vorgesetzten Sabine Heidrich. 

 

Geschäftsbereichsleiter Landwirtschaft Dr. Dr. Hans Börner überbrachte Grüße von Landrat Klaus Pavel und referierte anschließend über die Chancen der Milchviehhalter im Ostalbkreis. Kernaussagen seines Vortrags waren, dass die Süddeutschen Landwirte trotz ihrer ungünstigen Strukturen, schlechteren Klimabedingungen und Flächen gleich gute Chancen, durch bessere Nutzungsdauer, niedrigeren Produktionskosten, effizienteren Einsatz durch Familienarbeitskräften und eventuell sparsameren Lebenshaltungskosten, auf dem Weltmarkt haben, wie ihre norddeutschen Kollegen. Man sei konkurrenzfähig auch durch die Unterstützung der Landwirtschaftsämter, der Beratungsdienste sowie den Kontrolldiensten.

 

Geschäftsführer Martin Boschet von der Hohenloher Molkerei eG bemerkte, dass der Ostalbkreis in der Hohenloher Molkerei die höchste Erfassungsmenge erzeugt. Herr Boschet referierte sehr ausführlich über den derzeitigen Milchmarkt.  Er prognostizierte für die nächsten Monate einen durchschnittlichen Milchpreis von 30 Cent. Zum Thema Milchanlieferung erklärte Boschet, dass diese um 1,4 % unter Vorjahresniveau liegt und man mit einer Superabgabe von 16 – 20 Cent rechnen müsse.  Der Grund für die diesjährige Situation ist, dass viele kleinere Landwirte ihre Quote verkauft hätten, trotzdem aber lieferten. Diese Quote fehlt nun der Molkerei. Die EU rechnet mit 1 Mrd. Euro Superabgabe für das Milchwirtschaftsjahr 2014/15.

Manuel Mayer der neue Vorsitzende des Jungzüchter Clubs, berichtete von der im März stattgefunden Generalversammlung sowie von dem traditionellen Grillfest in Westhausen.

 

Leistungsinspektor Bernd Lorenz begann seinen Vortrag mit der Veränderung der Strukturen in Baden-Württemberg. Die Anzahl der MLP-Betriebe geht weiter zurück, die Milchleistungen kontinuierlich nach oben. Der Fleckviehzuchtverein Ellwangen befindet sich, gemessen an der Durchschnittsleistung aller Zuchtvereine im nördlichen Verbandsgebiet der RBW, an dritter Stelle. Dabei erreichten 66 Betriebe mit durchschnittlich 58,6 Kühen eine Leistung von 7.710 Milch-kg, 4,12 Fett-% und 3,47 Eiweiß-%.

 

Nachfolgend nun die Betriebe mit den besten Herdendurchschnitten:

 

Über 9.000 kg Milch:

Göggerle Stefan, Dalkingen, Mayer Klaus, Lindenhof, Thamasett Eberhard, Lauchheim, Fürst Harald, Neunstadt.

Über 8.500 kg Milch:

Pflanz Walter, Walxheim, Bast Karl, Wört, Hutter Agrar GbR, Hütten, Kuhn GbR Bernhard und Daniel, Erpfental, Kleinhans GbR, Hundslohe, Hackspacher Sara, Harthausen, Helmle GbR Nikolaus, Dalkingen, Rief GbR, Buch, Hilsenbeck Josef, Rindelbach, Ebert Johannes, Immenhofen, Weiss Raimund, Baiershofen. 

Über 8.000 kg Milch:

Nagler Hermann jun., Unterwilflingen, Hagen Wolfgang, Stödtlen, Kucher Hubert, Schrezheim, Häfele Xaver, Dalkingen, Schiele Georg , Jagstzell, Ebert Moritz, Westhausen, Pfisterer Friedrich, Hochtänn, Engelhard GbR Josef und Andreas, Dankoltsweiler, Vaas Kurt, Stillau.

 

Die Kühe mit den höchsten Jahresleistungen kamen aus den Züchterställen Harald Fürst, Neunstadt mit der Kuh Tina. Sie erreichte 15316 kg Milch und 1181 Fett u. Eiweiß kg. Die Kuh Susanne von Raimund Weiss, Baiershofen kam auf 13055 kg Milch und 1028 Fett u. Eiweiß kg. An dritter Stelle rangiert die Kuh Emma mit 11828 kg Milch und 992 Fett u. Eiweiß kg. Besitzer, Wolfgang Hagen, Stödtlen.

 

Die 100 000 kg Grenze überschritten die Kuh Nr. 6 von der Landhof GbR Kohnle, Heidmühle, die Kuh Luna von Johannes Ebert, Immenhofen sowie die Kühe Daune und Odessa von der Helmle GbR, Dalkingen. Die Betriebe erhielten dafür eine besondere Ehrung.

 

Michael Schmidt von der RBW begann seinen Vortrag mit den gut bestückten Schauen sowie Ausstellungen 2014. Die aktuelle Leistungsentwicklung der RBW liegt mit 209.434 Herdbuchkühen und einer Leistung von 7.799 Milch kg deutlich über dem Vorjahresniveau. Mit 76.500 vermarkteten Tieren nahm die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr zu. Jedoch fiel der Umsatz um 1,97 Mio. Euro auf 31,2 Mio. Euro. Die Vermarktung über KKS ist für die RBW eine wichtige Einnahmequelle, dort werden im Schnitt 1000 Tiere pro Woche vermarktet. Michael Schmidt hob hervor, dass der Markt sehr wichtig ist, den er macht den Kälberpreis. Der Verkaufspreis der 1.323 Kühe viel um 78 Euro auf 1.531 Euro pro Tier. Im letzten Jahr wurden 193 Bullen mit einem durchschnittlichen Preis von 1.755 Euro gehandelt. Schmidt hob noch hervor, dass bei der Rasse Holsteins 400 Bullen verkauft wurden.

 

Zur BHV1 Sanierung konnte Schmidt anmerken, dass Baden-Württemberg die BHV1 Freiheit nun sehr stark vorantreibe. Er erläuterte, dass ab dem 15.02.2015 das Impfverbot in Kraft treten wird, ab dem 31.03.2015 die Entfernung der letzten 750 Reagenten Pflicht sei und ab dem 01.04.2015 Einstallverbot herrsche. Damit ist ein Antrag auf BHV1 Freiheit im April 2015 möglich. Michael Schmidt schloss seinen Vortrag mit der Vorstellung aktueller Besamungsbullen und lud alle Anwesenden auf die 1. RBW Sale-Night am 14.03.2015 nach Bad Waldsee ein.

 

Mit Hinweisen auf die Bezirksrindviehschau am 11.April auf dem Schießwasen in Ellwangen,dem Familiennachmittag am 21. Juni bei der Kleinhans GbR in Hundslohe und einem Züchterstammtisch im Herbst schloss  Vorsitzender Mayer die Versammlung.

                                                                                                    

Rebecca Gerstmeier

Das Gruppenbild zeigt die Betriebe mit über 8000 kg Herdenleistung

Die besten Betriebe des Vorderwälderzuchtverein Brigach-Bregtal

Die besten Betrieben im Vorderwälderzuchtverein Brigach-Bregtal

Die Rinderunion Baden-Württemberg e.V. verleiht Stalltafeln für Vorderwälderzuchtbetriebe, die einen Stalldurchschnitt von über 6.500 kg Milch erreicht haben. Diese Betriebe liegen über 1.000 kg über dem Rassendurchschnitt.

 

Im größten Zuchtverein Brigach- Bregtal e.V. haben das zwölf Betriebe erreicht. Es sind das (von links) der Vorsitzende Klaus Riesle aus Gütenbach, Hubert Thoma aus Vöhrenbach- Langenbach, Bruno Hettich und Manfred Nopper aus Gütenbach, Eberhard Beha aus Unterkirnach, Otmar Klausmann und Roland Fichter aus St. Georgen-Oberkirnach, Gerhard Klausmann aus St. Georgen-Stockburg, Markus Fehrenbach aus Furtwangen-Rohrbach, Stefan Weiss aus Schönwald und Walter Fichter aus St. Georgen-Peterzell. Es fehlte Hermann Muckle aus Triberg- Nussbach. Ganz rechts der auf seine Züchter stolze Zuchtleiter Dr. Franz Maus.


Jahresversammlung des Fleckviehzuchtverein Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.

am 23.01.2015 um 10.00 Uhr, Gasthaus „Hirschen“ in Bad Dürrheim-Oberbaldingen

Ehrung der RBW für hohe Herdenleistungen. v. lks. Lothar Baumann, Hermann Riebe, Hubert Ewald, Ferdinand Staiger, Armin Baier, Stefan Winterhalder, Arnold Gleichauf, Angelika Mink

Die Fleckviehzüchter der Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen trafen sich zur Jahresversammlung im „Hirschen“ in Oberbaldingen. Der Vorsitzende, Frank Hofer eröffnete die Versammlung. In seinem Geschäftsbericht spricht der Vorsitzende die schwierige Situation in der Landwirtschaft an und lässt die zahlreichen Veranstaltungen im Jahr 2014 Revue passieren. Der Kassenbericht von Geschäftsführer Karl Gebert vermittelt geordnete Finanzen so dass die geplanten Vereinsaktivitäten weiterhin gesichert sind.

 

Bei den Ehrungen wird Probenehmer Friedrich Zimmering für 15 Jahre Tätigkeit in der Milchleistungsprüfung geehrt.

 

Unter Grußworte der Gäste überbringt Frau Marie Martin  vom LWA Tuttlingen die Grüße des Landratsamtes und informiert über Förderrichtlinien und den Wegfall der Anträge in Papierform und über die Anforderungen für das neue Grünland.

 

Dr. Langer vom Veterinäramt Donaueschingen informiert über neue Vorschriften nach dem Arzneimittelgesetz zur Begrenzung von Antibiotika-Resistenzen. Die BHV1 Problematik geht zu Ende so dass im Jahr 2015 die BHV1 Freiheit erreicht werden soll. Außerdem sei das Jahr 2014 für die Rinderhalter ein erfreuliches Seuchenjahr gewesen.

 

Kreisobmann, K.H. Bäurer spricht vom Ende der Nostalgie, Betriebe mit Wertschöpfung bleiben wichtig um ein ordentliches Betriebseinkommen zu erzielen.

 

Herr Haberkorn von der Omira Ravensburg spricht über einen schwierigen Milchmarkt und hofft auf einen Anstieg des Milchpreises im Jahr 2015.

Der Vorsitzende der RBW, Georg Häckel berichtet von guten Ergebnissen bei der Zuchttiervermarktung und im Bereich Besamung. Sorgen macht die IBR Sanierung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Kälbern in IBR freie Bundesländer.

 

Den Marktbericht vom Auktionsort Donaueschingen trug RBW Mitarbeiter Matthias Schupp vor. Schupp bezeichnete den Markt vor Ort als den Bullenmarkt der RBW auf dem im vergangenen Jahr 32 Zuchtbullen zum Preis von 1905 € verkauft wurden. Das Angebot an Jungkühen konnte gesteigert werden, die 73 verkauften Kühe kosteten 1549 €. Außerdem wurden 2807 Bullenkälber zum Preis von 5,20 €/kg versteigert. 568 Kuhkälber brachten 3,39 € / kg.

 

Weiter informiert Matthias Schupp die Züchter über die erbrachten Milchleistungen im Jahr 2014.  Mit einer Vereinsleistung bei 4151 Kühen, mit 7287 kg Milch und 553 kg Fett+Eiweiß konnte der Verein seine Leistung um 339 kg Milch und 28 kg F+E steigern.

 

Die höchsten Herdenleistungen erzielten Mink GbR, Seitingen-Oberflacht mit 9274 kg Milch, Ewald Hubert, Bräunlingen mit 8982 kg Milch, Baumann GbR, Immendingen mit 8879 kg Milch, Winterhalder Armin, VS-Tannheim mit 8631 kg Milch, Hofer Frank, Tuttlingen mit 8569 kg Milch und Armin Baier, Durchhausen mit 8278 kg Milch.

 

Eine goldene Plakette der RBW für mehr als 9000 kg Milch erhält die Mink GbR, Oberflacht. Eine silberne Plakette der RBW für mehr als 8500 kg Milch erhielten Ewald Hubert, Hofer Frank, Baumann GbR, und Winterhalder Armin.

Eine bronzene Plakette der RBW für mehr als 8000 kg Milch erhielten die Züchter, Baier Armin, Staiger Ferdinand, Messner Martin-Ulrich und Gleichauf Arnold.

 

Die höchsten Jahresleistungen lieferten Kuh „Emma“ Ewald Hubert, Bräunlingen mit 13723 kg Milch und „Besly“ mit 13278 kg Milch, Kuh „Edith“ Baier Armin, Durchhausen mit 13413 kg Milch und Kuh „Dahlie“ Mink GbR, Oberflacht mit 13226 kg Milch. Die Kuh mit der höchsten Lebensleistung steht im Stall von Riebe GbR in Bräunlingen.Kuh „Gerda“, 12 Kälber erbrachte 100897 kg Milch.

 

Geschäftsführer Karl Gebert informiert über eine Lehrfahrt in den Raum Freiburg, die Fleckviehschau des Vereins am 26.04.2015 im Freilichtmuseum Neuhausen, ein Züchtertreffen am 07.06.2015 bei Mitglied Markus Hess GbR in Balgheim, ein Workshop und ein Züchterstammtisch im Dezember.

 

Über „Aktuelles aus der Fleckviehzucht“ referierte Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele von der RBW. Dr. Weidele informiert über die Entwicklung der Vermarktung, Milchleistungen, Zuchtprogramm, genetische Besonderheiten, neues Zuchtziel und Besamung.

 

Den Ausführungen konnte entnommen werden, dass die Zahl der verkauften Zuchttiere gesteigert und die Preise sich positiv entwickelt haben. Einen hohen Stellenwert nimmt die Kälbervermarktung mit 30238 verkauften Fleckvieh-Bullenkälbern ein. Die Milchleistung bei allen Fleckviehkühen konnte um 147 kg Milch gesteigert werden.

 

Dr. Alfred Weidele informiert über die genomischen Zuchtwerte wo 941 Besamungsbullen 80 % Sicherheit nachweisen wobei die Vorhersagen sich fast mit den tatsächlichen Werten decken.

Als ganz wichtig bezeichnete Dr. Weidele die bevorstehende Zuchtzielanpassung, die letztmals im Jahr 2006 vorgenommen wurde und dringend angepasst werden müsse. Dabei stehen Fitnessmerkmale und das Tierwohl im Fokus. Trotz Steigerung der Milchleistung darf die Fruchtbarkeit nicht leiden und das Fleisch nicht verloren gehen. Die Zweinutzung beim Fleckvieh soll erhalten bleiben. Eine Arbeitsgruppe habe ihre Arbeit aufgenommen und zurzeit werden auch die Züchter nach ihren Erfahrungen zu den einzelnen Merkmalen befragt und das Thema soll vor Ort diskutiert werden.

 

Die Vorstellung der wichtigsten Besamungsbullen mit ihren Zuchtwerten und Nachkommen-Bewertungen komplettieren das interessante Referat des Zuchtleiters.

 

Nach einer Diskussion über das neue Zuchtziel, Besamungsbullen und Zuchtwerte konnte der Vorsitzende, Frank Hofer die harmonische Versammlung schließen und eine gute Zucht wünschen.

 

Karl Gebert

Ehrung der RBW für hohe Herdenleistungen. v. lks. Lothar Baumann, Hermann Riebe, Hubert Ewald, Ferdinand Staiger, Armin Baier, Stefan Winterhalder, Arnold Gleichauf, Angelika MinkEhrung Probenehmer für 15 Jahre Tätigkeit als Probenehmer. v. lks. Friedrich Zimmering, Frank Hofer