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Hinterwälderrasseschau am 6. und 7. Mai 2017 in Utzenfeld

Den Gesamtsieg der Züchtersammlungen erreichte eindeutig Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Die Qualität der drei Kühe, die zusammen 26 Kalbungen aufwiesen, war nicht zu toppen

Gelungene Schau trotz Regens, spannende Wettbewerbe, sehr gute Besucherresonanz

 

Am Samstag, den 6. Mai präsentierten sich fünf Zuchtbullen und 70 Milchkühe aus 13 Betrieben bei durchwachsenem Wetter den Preisrichtern und dem Publikum. Am Sonntag waren die Sieger und Reservesieger vom Vortag, 19 Mutterkühe mit ihren Absetzern und 14 Jungzüchter mit ihrem Kälbern zu sehen. Vier Zuchtbullen erhielten einen ersten, einer einen zweiten Staatspreis, bei den Milchkühen konnten 59 erste und elf zweite Staatspreise vergeben werden und bei den Mutterkühen war das Verhältnis 18 erste und ein zweiter Staatspreis.

 

Zu Beginn der Schau wurden neun Einzelzüchtersammlungen bewertet und die besten gereiht. Bei den kleinen Betrieben siegte Siegfried Wasmer aus Bernau vor Manfred Kuttler aus Kleines Wiesental-Raich-Hohenegg. Bei den großen gewann Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg vor Heinrich Till aus Schluchsee-Äule. Den Gesamtsieg erreichte eindeutig Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg vor Siegfried Wasmer aus Bernau mit seinen herrlichen Doppelnutzungskühen. Die Qualität der drei Siegerkühe, die zusammen 26 Kalbungen aufwiesen, war nicht zu toppen.

 

Erfreulicher Weise konnten fünf Zuchtbullen ausgestellt werden. Wie üblich bei Hinterwälderschauen, gaben sie ein sehr einheitliches gutes Bild ab. Alle fünf Bullen konkurrierten in der Klasse bis drei Jahre. Der Ronlabsohn Rouben gezüchtet und im Besitz von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg wurde Siegerbulle. Mit 8 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung bewertet, war mit 129 cm Widerrist und 662 kg Gewicht gut entwickelt für sein Alter von gut 2,5 Jahren. Die gleiche Bewertung erhielt der Reservesieger Fockernap, ein Fockeralsohn, gezüchtet und vorgestellt von Manfred Schelshorn aus Bernau. 2 ¼ jährig war er etwas kleiner und kürzer als der Siegerbulle. Drittplatziert war Walter, ein Fällersohn aus der gezielten Anpaaarung. Er wurde mit 7 in Bemuskelung und 6 in der Äußeren Erscheinung eintaxiert. Ihn haben wir im Fokus für eine Absamung nach dem Natursprung. Armin Roser aus Müllheim- Muggardt hat ihn gezüchtet, Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg hat ihn vorgestellt. 8 in Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung lautete die Bewertung von Konap aus der Fixerlinie, den Klaus Kiefer aus Aitern vorstellte und der von Manfred Schelshorn aus Bernau gezüchtet wurde. Walben, ein weiterer Fällersohn schloss den Reigen, 6 in der Bemuskelung und 5 in der Äußeren Erscheinung waren seine Noten. Daniel Gutmann aus Wieden stellte ihn vor, Arnold Schelb aus dem Münstertal hat ihn gezüchtet. Drei Bullen erhielten die Bemuskelungsnote 8 und einer 7 und belegen den rassetypisch guten Fleischansatz.

 

Die Kühe wurden in 14 Ringen bewertet und gereiht. Aus den Ringsiegerinnen standen sechs Kühe mit sechs und mehr Kälbern in der Altkuhsiegerauswahl, fünf Kühe mit drei bis fünf Kalbungen in der Siegerauswahl mittel und vier Kühe mit ein und zwei Kalbungen in der Auswahl zur Jungkuhsiegerin. Insgesamt ist es wiederum hochbeachtlich, dass 23 Kühe mit 6 und mehr Abkalbungen auf der Schau waren, ein deutlicher Beweis für die Langlebigkeit der Rasse. Das entspricht knapp einem Drittel aller Schaukühe. Altkuhsiegerin wurde die älteste Schaukuh überhaupt, die Hansbobtochter Gisi von Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg. Mit 12 Kalbungen präsentierte sie sich sehr vital und konnte Leistung, gutes Exterieur und eine gute Melkbarkeit sehr gut miteinander verbinden. Nicht genug damit, sie wurde auch Eutersiegerin und war Kuh mit der höchsten Lebensleistung. Den Reservesieg errang Samia, eine Napfocktochter aus der Zucht von Manfred Schelshorn aus Bernau. Einen Milchwert 117 findet sich nicht allzu häufig in der Rasse. Sie war auch die Mutter des Reservesiegerbullen Fockernap. Zur Siegerkuh mittel wurde die Agalatochter Lorena von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg gewählt. Sie war auch in der Fundamentauswahl. Den Reservesieg landete die Labefit I Tochter Elfriede von  Fridolin Wiesler aus dem Münstertal. Den Jungkuhsieg trug die Napfriedtochter Frieda aus der Zucht Manfred Schelshorn aus Bernau davon. Jungkuhreservesiegerin wurde die Humhumatochter Ronja Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg.

 

Um den Eutersieg konkurrierten 18 Kühe, um Fundamentsieg 7 und um den Fleischsieg 10 Kühe, vor allem bei Euter eine hohe Anzahl. Beim besten Euter war – wie vor drei und vor sechs Jahren - die Hansbobtochter Gisi von Züchter Hubert Schätzle, Todtnau Präg mit ihren nun zwölf Abkalbungen nicht zu schlagen. Auch hochtragend waren die Vorzüge deutlich zu erkennen. Sie bleibt damit in die Fußstapfen Ihrer Mutter Goldi, die bei der Schau 2008 Siegerin wurde. Reservesiegerin wurde die Siltnaptochter Fricka vom gleichen Betrieb. Wie weitere vier Halbschwestern zeigte sie ein hervorragendes Jungkuheuter. Zur Fundamentsiegerin wurde die Labefittochter Gusti von Siegfried Wasmer aus Bernau gewählt, den Reservesieg landete die Hummeltochter Golda von Werner Büchele aus Aitern-Rollsbach.

 

Den Fleischsieg errang die Humflotochter Jolande von Siegfried Wasmer aus Bernau vor der Bennaschtochter Gritli Manfred Kuttler aus Kleines Wiesental-Raich-Hohenegg. Jolande war die einzige Kuh, die mit der Bemuskelungsnote 9 bewertet werden wurde.

 

Siegerin in der Kategorie beste Fruchtbarkeit wurde die Humfälbtochter Viola von Klaus Kiefer aus Aitern. Sie hat mit sechs Kalbungen 354 Tage Zwischenkalbezeit und ein Erstkalbealter von 24 Monaten.

 

In der höchsten Lebensleistung war die Altkuh-und Eutersiegerin Gisi Hubert Schätzle, Todtnau-Präg mit 2.752 kg Fett- und Eiweißmenge in 11,9 Jahren die beste. Knapp hinter ihr folgte die Naxsilttochter Fricka von Manfred Schelshorn aus Bernau mit 2.535 kg in 9,3 Jahren.

Den höchsten Eiweißgehalt mit 3,72 % hatte die Humfabtochter Wanda von Hubert Schätzle, Todtnau-Präg.  

Spannend war die Titelvergabe „Miss Hinterwälder“. Die treffende dafür war bald gefunden, es ist die Napfocktochter Samia von Manfred Schelshorn aus Bernau. Sie lief in der Euterauswahl und war Reservealtkuhsiegerin, Mutter des Reservesiegerbullen und die typvollste Hinterwälderkuh. Die Jungkuhsiegerin Frieda aus dem gleichen Betrieb wurde Reservesiegerin in diesem Titel.

 

Am Sonntag, den 7. Mai 2017 war Tag der Mütterkühe mit ihren Absetzern beziehungsweise der Jungzüchter mit ihren Kälbern. Sieben Mutterkühe mit weiblichen Absetzern und zwölf Mutterkühe mit männlichen Absetzern aus 14 Betrieben nahmen am Wettbewerb teil. Die Tiere wurden in zwei Ringen für männliche und einen für weibliche Absetzer gerichtet.

 

Bei den weiblichen Absetzern siegte Anton Kalt aus Albbruck-Birkingen mit der Mutterkuh Gerda und einem Kalb mit Vater Silharni, das mit 52 Tagen bereits 84 kg auf die Waage stellte, was die höchsten Zunahmen von 1.231 g pro Tag bedeutete. In der Bemuskelung konnte die Note 7 vergeben werden. Den Reservesieg errang Neuzüchter Florian Hamma aus Fridingen mit der Jungkuh Gretel und einem Humferalkalb, das ebenfalls die Note 7 in der Bemuskelung erzielte. Bei der männlichen Fraktion siegte Andreas Preiser aus Lenzkirch mit der Agafocktochter Agathe. Vor drei Jahren war sie Reservesiegerin mit einem weiblichen Kalb. Sie hatte ein quelliges 41 Tage altes Nafradosbullenkalb mit 84 kg Gewicht und 1.439 g tägliche Zunahmen bei Fuß, das mit 8 in der Bemuskelung benotet werden konnte. Sie hat bereits zehnmal abgekalbt und wurde auch Siegerin in der Kategorie langlebigste Mutterkuh. Zweitplatziert war das Gespann Gini und ihr Silharnibullenkalb, das Anton Kalt aus Albbruck- Birkingen präsentierte. Mit 75 Tagen wog es 123 kg, was sehr guten tägliche Zunahmen von 1.333 g entspricht. Auch dieses Kalb erhielt die Note 8 in der Bemuskelung.

 

Es gab aber auch einmal die Note 9 für ein Malakbullenkalb, das mit 103 Tagen 181,5 kg wog und dabei die höchsten Zunahmen von 1.519 g erzielte. Mit seiner Mutter und Humfälbtochter Gerda aus der Zucht von Armin Roser aus Müllheim-Muggardt rangierten sie auf dem zweiten Platz hinter dem Reservesiegergespann. Ausgelobt wurde auch die typvollste Mutterkuh. Dieser Titel fiel eindeutig an die Siegerkuh mit weiblichen Kalb bei Fuß, die Gerda von Anton Kalt aus Albbruck-Birkingen. Die weiblichen Kälber wogen  mit 85 Tagen 96 kg, was 937 g täglichen Zunahmen entspricht, die männlichen mit 75 Tagen 112 kg mit den sehr guten 1.246 g täglichen Zunahmen. Dies ist wiederum ein Beleg für das schnelle Jugendwachstum der Rasse. Alle Mutterkühe zeigten eine deutlich bessere Euterqualität als in der Vergangenheit, in der Bemuskelung erreichten sie die gute Durchschnittsnote von 7,4. Dies war die bisher beste Mutterkuhpräsentation. Zwei hornlose Mütter mit Ihren hornlosen Absetzern waren mit im Sortiment und zeigten diese Variante der Hinterwälderrasse.

Bereits das dritte Mal wurde der Röhrbeinumfang gemessen und dabei eine Note für das Verhalten der Tiere beim Messen vergeben. Hintergrund ist der Begriff „Feingliedrigkeit“ im Zuchtziel und Rückschlüsse auf einen höheren Fleischanteil am Schlachtkörper. Die Milch- wie die Mutterkühe erzielten im Schnitt 17,4 cm bei einer sehr geringen Streuung.

 

Die Hinterwälderrasse hat einen sehr guten Standard. Auch das Verhalten beim Messen war ohne Tadel, auf der Scala eins für zahm bis fünf lagen die Milchkühe bei Note 1,7 und die Mutterkühe bei 2,2.

 

Die 70 Milchkühe wogen 452 kg und maßen 122 cm im Widerrist, die 19 Mutterkühe wogen 465 kg und maßen 123 cm im Widerrist. Damit liegen die Werte etwas über dem Zuchtziel.

 

Nach dem Mittagessen - natürlich mit Fleisch vom Hinterwälderrind auch am Samstag - zeigten 14 Jungzüchterkinder ihr Können im Umgang mit einem von ihnen vorgestellten Kalb. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer war ihnen sicher. Den Abschluss und Höhepunkt der Schau bildete die Aufstellung und Besprechung der Mutterkuhsieger und der Siegertiere vom Vortag mit der Übergabe der Hauptehrenpreise. Es gelang die Kunst, dass der dringend notwendige Regen genügend Raum ließ, dass man von einer rundherum gelungenen Schau sprechen kann.

Den Gesamtsieg der Züchtersammlungen erreichte eindeutig Hubert Schätzle aus Todtnau- Präg. Die Qualität der drei Kühe, die zusammen 26 Kalbungen aufwiesen, war nicht zu toppenDen Reservesieg errang Siegfried Wasmer aus Bernau mit seinen herrlichen DoppelnutzungskühenDer Ronlabsohn Rouben gezüchtet und im Besitz  von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg wurde Siegerbulle. Er war sehr gut bemuskelt und für sein Alter von gut 2,5 Jahren bestens entwickeltGleich bewertet wie der Siegerbulle war der  Reservesieger Fockernap gezüchtet und vorgestellt von Manfred Schelshorn aus Bernau. 2 ¼ jährig war er etwas kleiner und kürzer als der Siegerbulle. Seine Mutter wurde Miss HinterwälderAltkuhsiegerin wurde die die älteste Schaukuh überhaupt, die Hansbobtochter Gisi von Hubert Schätzle au Todtnau-Präg. Mit 12 Kalbungen präsentierte sie sich sehr vital und konnte Leistung, gutes Exterieur und eine gute Melkbarkeit sehr gut miteinander verbindenZur Siegerkuh mittel wurde die Agalatochter Lorena von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg gewählt. Sie war auch in der FundamentauswahlDen Reservesieg landete die harmonische Labefit I Tochter Elfriede von  Fridolin Wiesler aus dem MünstertalDen Jungkuhsieg trug die Napfriedtochter Frieda aus der Zucht Manfred Schelshorn aus Bernau davon. Sie hat einmal abgekalbtJungkuhreservesiegerin wurde die Humhumatochter Ronja von Manfred Kuttler aus dem Kleinen Wiesental- Raich- Hohenegg mit zwei AbkalbungenZur Fundamentsiegerin wurde die Labefittochter Gusti von Siegfried Wasmer aus Bernau gekürtDen Fundamentreservesieg landete die Hummeltochter Golda von Werner Büchele aus Aitern-RollsbachDen Fleischsieg errang klar die Humflotochter Jolande von Siegfried Wasmer aus Bernau. Sie war die einzige Schaukuh, die mit der Bemuskelungsnote 9 bewertet werden konnteDen Fleischsieg errang klar die Humflotochter Jolande von Siegfried Wasmer aus Bernau. Sie war die einzige Schaukuh, die mit der Bemuskelungsnote 9 bewertet werden konntePlatz zwei im Fleisch errang die Bennaschtochter Gritli Manfred Kuttler aus Kleines Wiesental-Raich-HoheneggReserveeutersiegerin wurde die Siltnaptochter Fricka vom Betrieb Hubert Schätzle aus Todtnau-Präg. Wie weitere vier Halbschwestern zeigte sie ein hervorragendes JungkuheuterDen höchsten Eiweißgehalt mit 3,72 %  hatte die Humfabtochter Wanda von Hubert Schätzle, Todtnau-Präg. Sie hat viermal abgekalbtSpannend war die Titelvergabe „Miss Hinterwälder“. Die treffende dafür war bald gefunden, es ist die Napfocktochter Samia von Manfred Schelshorn aus Bernau. Sie lief in der Euterauswahl und war Reservealtkuhsiegerin sowie Mutter des Reservesiegerbullen und die typvollste Hinterwäldermilchkuh14 Jungzüchterkinder nahmen mit Begeisterung am Vorführwettbewerb teil und hatten dabei ihre helle FreudeBei den Mutterkühen mit Kuhkälbern siegte Anton Kalt aus Albbruck-Birkingen mit der Napfauttochter Gerda und einem Kalb mit Vater Silharni, das mit 52 Tagen bereits 84 kg auf die Waage stellte, was die höchsten Zunahmen von 1.231 g pro Tag bedeuteteDen Reservesieg errang Neuzüchter Florian Hamma aus Fridingen mit der Jungkuh Gretel und einem gut bemuskelten HumferalkalbBei den Mutterkühen mit Bullenkälbern siegte Andreas Preiser aus Lenzkirch mit der Agafocktochter Agathe. Sie hatte ein quelliges 41 Tage altes Nafradosbullenkalb mit 84 kg Gewicht und 1.439 g tägliche Zunahmen bei Fuß, das mit 8 in der Bemuskelung benotet werden konnte. Agathe hat bereits zehnmal abgekalbt und wurde auch Siegerin in der Kategorie langlebigste MutterkuhZweitplatziert war das Gespann Gini und ihr Silharnibullenkalb, das Anton Kalt aus Albbruck- Birkingen präsentierte. Mit 75 Tagen wog es 123 kg, was sehr guten täglichen Zunahmen von 1.333g entspricht. Auch dieses Kalb erhielt die Note 8 in der BemuskelungEs gab aber auch einmal die Note 9 für dieses Malakbullenkalb, das mit 103 Tagen 181,5 kg wog und dabei die höchsten Zunahmen von 1.519 g erzielte. Mit seiner Mutter und Humfälbtochter Gerda aus der Zucht von Armin Roser aus Müllheim-Muggardt rangierten sie auf dem zweiten Platz hinter dem Reservesiegergespann