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Gemeinsames Positionspapier zum Herdenschutz in Baden-Württemberg

Positionspapier Mai 2018

In einem breiten Bündnis der baden-württembergischen Landnutzerverbände fordern diese, dass die Wolfspolitik des Landes zugunsten der Weidetierhalter ausgerichtet wird.

 

Eine mögliche Haftung für die Folgen von durch Wolfsangriffen verursachten Ausbrüchen ist das mit Abstand größte Risiko für die Weidetierhaltung. Daher erwarten die Verbände eine rechtlich umfassende Befreiung der Halter von ihrem Haftungsrisiko. Zudem fordern wir die Aufnahme des Wolfs in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz Baden-Württemberg. Da die Tierhaltung in Baden-Württemberg kleinteilig ist und häufig im Nebenerwerb betrieben wird, können die bekannten Herdenschutzstandards nicht eingehalten werden, daher dürfen im Land auch keine rechtsverbindlichen Mindeststandards für den Herdenschutz gelten. Wenn in ökologisch wertvollen Räumen keine Präventionsmaßnahmen zumutbar sind, dann müssen diese zu sogenannten Weidetierschutzzonen erklärt werden. In diesen Gebieten muss eine unbürokratische Entnahme von Wölfen trotz Artenschutz ermöglicht werden.

 

Die Unterzeichner:

 

Der Ziegenzuchtverband Baden-Württemberg e.V.,
der Verband für landwirtschaftliche nutztierartige Haltung von Wild e.V.
die Rinderunion Baden-Württemberg e.V.,
der Pferdezuchtverband Baden-Württemberg e.V.,
der Landesschafzuchtverband Baden-Württemberg e.V.,
der Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V.,
der Landesbauernverband in Baden-Württemberg e.V.,
der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband e.V.,
und die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau e.V.,