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Bezirksrindvieh- und sonstige Schauen 2008 - 2010< zurück >
Jungviehprämierung in Weikersheim - Gefleckte Schönheiten entzückten Jury - Jungviehprämierung lockte viele Besucher an / Kinder im Ring So viele Zuschauer wie seit Jahren nicht mehr besuchten die Jungviehprämierung des Rinderzuchtvereins Main-Tauber in Weikersheim. Sie kamen zu Recht , denn es gab einige Höhepunkte. Es wurden beindruckende Rinder der Rassen Holstein und Fleckvieh vorgestellt, und hochmotivierte Kinder führten ihre Kälber vor. Hermann Gehringer, Vorsitzender des Rinderzuchtvereins Main-Tauber, gab in seiner Begrüßung einen Überblick. "Die jährliche Jungviehprämierung demonstriert den Stand der Rinderzucht in unserem Vereinsgebiet und ist gleichzeitig ein Züchterwettbewerb, um die schönsten Tiere herauszufinden" führte er aus.. Seit dem letzten Jahr haben sich die ehemaligen Rinderzuchtvereine Mergentheim und Tauberbischofsheim zu einem schlagkräftigen Verein zusammengeschlossen. „ Den Züchtern gebührt ein ganz besonderer Applaus für das Herrichten und an den Strick gewöhnen der freilaufenden Tiere. Zudem wurde die Vorbereitung der Tiere durch das schlechte Erntewetter erschwert“ betonte Gehringer. „Uns Landwirten ist es ein wichtiges Anliegen, durch die Jungviehprämierung an der Weikersheimer Kärwe, den Kontakt zur Stadtbevölkerung , unseren Verbrauchern, zu pflegen . Über die vielen Zuschauer freuen wir uns besonders, die auch durch den zum zehnten Mal durchgeführten Kindervorführwettbewerb angelockt wurden. 26 Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren gehen an den Start“ berichtete er in seiner Begrüßung. Von den Fleckviehrindern stellten sich 36 und von der Rasse Holstein sieben Tiere dem Wettbewerb. Aus sechs Wettbewerbsklassen wurden die besten Fleckviehtiere ausgesucht und je ein Siegertier jung und alt prämiert. Bei der Rasse Holstein traten zwei Klassen an. Für den Laien wirken alle Rinder gleich. Für den Züchter sieht es ganz anders aus. Die Preisrichter Christine Kuppler , Otto Kurz, Michael Schmidt und Monika Nörr waren ganz begeistert von dem hohen Niveau der vorgestellten Tiere. Bei den Holsteins wurde im ersten Ring, eine Howietochter deren Mutter eine Jahresleistung von mehr als 12000 kg Milch vollbrachte, aus dem Stall von Kurt Horn (Vorbachzimmern) an die erste Stelle gesetzt. Den zweiten Platz belegte eine enorm entwickelte Buckleytochter, gezüchtet von Gerlinde und Reinhold Markert in Creglingen-Schön. In der zweiten Kür stand ein sehr schickes Rind mit einem tollen Euteransatz vom Züchter Horn vorne, gefolgt von einer weiteren Howietochter.
Mit einem korrekten Bein und einer harmonischen Oberlinie beeindruckte bei den Fleckviehrindern eine Saronienkelin aus der Herde von Günter Nagel in Lichtel, des weiteren eine sehr große und lange Rainertochter aus dem Stall von Reinhold Markert. Auch im zweiten Ring stand ein Rind aus der Züchtung Nagel mit einem trockenen Sprunggelenk vorne, dahinter rangierte eine Salmletochter aus der Herde von Norbert und Frank Eifert in Niederstetten- Rüsselshausen. In dritten Parcours lag eine Morrortochter mit einer klasse Fessel aus dem Bestand der Hof Aischland Milch –GbR gezüchtet von Norbert Beck an der Spitze. Ihr folgte eine elegante Renwarttochter mit einer geschlossenen Oberlinie aus dem Stall von Manfred Dürr in Edelfingen. In der vierten Klasse wurde eine Winnoxtochter, eine sehr langes Rind mit bester Euteranlage gezüchtet von Hermann Gehringer (Schonach), an die Spitze gestellt. Den zweiten Platz belegte eine lange und tiefe Rautochter aus der Herde von Norbert Beck. Ein harmonisches Rind mit korrekten Fesseln gezüchtet von Jürgen Weber aus Boxberg beeindruckte im fünften Ring und wurde vor ein großes Rind von Hermann Gehringer an den ersten Platz gestellt. Im sechsten Durchgang obsiegte eine Hofherrtochter aus dem Stall von Gerhard und Jürgen Vogel aus Rüsselhausen, verfolgt von einer korrekten Iliontochter aus der Herde von Manfred Dürr. Rinder, die kurz vor dem Abkalben stehen, traten in der siebten Klasse gegeneinander an. Hier wurde eine Rurextochter mit sehr guter Euteranlage von Reinhold Markert Siegerin, zweite Siegerin wurde eine großrahmige Waterbergtochter von Manfred Dürr. Am Ende des Wettbewerbs traten die Siegerinnen aus den Klassen der jungen und älteren Rinder gegeneinander an. Samutochter wurde Siegerin bei den Jüngeren. Bei den älteren Rindern war die Winnoxtochter an erster Stelle und die Rurextochter Reservesiegerin. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die Kinder, die ihre Kälber vorführten. Schon länger haben sie sich mit ihren Models auf den Laufsteg vorbereitet. Nicht leicht hatte es die Bewertungskommission, um die Sieger zu finden. Denn alle Kinder hatten großen Wert auf die äußere Erscheinung und auf ein makelloses Outfit gelegt. Weitere Kriterien waren die Vorführung, der Vorführer selbst, die Vorbereitung des Tieres und der Gesamteindruck.
Mit Beharrlichkeit wurden die oft widerspenstigen Jungtiere in die Manege geführt. Die Kinder berichteten, was sie mit ihren Schützlingen erlebt hatten. Beste Vollmilch und gutes Heu bekommen die Kälber. Auch von der Frage der Preisrichter Steffanie Nübel, Matthias Meinikheim, Dagmar Thieringer und Margrit Beck ließen sie sich nicht drausbringen. Auf die Frage : wo ist der Papa des Kalbes ? kam die Antwort: in der Besamungsstation! Weil die Zusammenarbeit zwischen Kalb und Vorführer vorbildlich war, wurde der fünfjährige Till Schwarz aus Heimberg bei den jüngeren Kindern zum Sieger gekürt. Der elfjährige Sebastian Grieser aus Pfitzingen machte es bei den älteren Kindern super.
Mit dieser Schau haben die Rinderzüchter des Main-Tauber-Kreises ihren hohen Leistungsstand bewiesen und viele Besucher Lust an der Landwirtschaft gewonnen.
Tillmann Zeller
Bezirksrindviehschau Fleckvieh der
Zuchtvereine - eine Regionale Schau auf höchstem Niveau - Schon die Anmeldeliste der Bezirksrindviehschau lies auf eine interessante Angelegenheit schließen, es waren die Grandchampions der RBW Schauen 2007 und 2009 sowie weitere Klassen und Reservesieger der letzten Jahre gemeldet. Den Anfang aber machten die bis in die letzten Haarspitzen motivierten 25 Jungzüchter/innen, eingeteilt in die Klassen Senior und Junior zeigten sie der Preisrichterin, Verena Fragner aus dem nahen Feuchtwangen und Vorsitzende der Mittelfränkischen Jungzüchter, was sie drauf haben. Und das war an diesem Tag einiges, so war sie schon bei den Jüngsten bis 8 Jahre von einem professionellen Vorführstil überrascht. Am Ende siegte bei den „Junioren“ Luisa Kühnle vor ihrer Schwester Laura und Jana Schramm, alle aus der Gemeinde Fichtenberg. Bei den „Senioren“ konnte sich Katharina Plapp aus Oberrot vor Marc Klenk / Kirchberg und Daniel Stier aus Untermünkheim durchsetzen.
Im Anschluss konnte die Schau der Kühe , eingeteilt in 16 Ringe und 9 Klassen, beginnen. Wobei auch hier viele Jungzüchter die Kühe ihrer Eltern exzellent zu präsentieren wussten. Von den 122 aufgetriebenen Kühen aus 30 verschiedenen Züchterställen konnten 115 Tiere einen I Staatpreis bzw. Vereinspreis erzielen, ein Zeichen der hohen Qualität. Zum Abschluss erfolgte die spannennende Siegerauswahl, wobei die Preisrichter Verena Fragner, Thomas Bidlingmaier, Reinhold Haag und Alfred Weidele nicht zu beneiden waren. Sie mussten unter neun Tieren eine Eutersiegerin küren, unter jeweils sechs Kühen eine Fundament und Fleischsiegerin, zudem natürlich noch die jeweiligen Sieger und Reservesieger der alten und jungen Kuhklasse. Aber am Ende standen die Siegerkühe mit Ihren zu Recht stolzen Züchtern fest und konnten zum Siegerbild Aufstellung nehmen (Siegerliste siehe unten).
Zum Abschluss bekam bzw. wird noch jedem Beschicker eine Chronik der Fleckviehzucht überreicht, dieses frisch erschienene Werk von Zuchtwart in Rente Heinz Albig zeigt einen Überblick der Fleckviehzucht von 1877 bis 2008 im nördlichen Teil des Ländles. Wer eines der Bücher käuflich erwerben möchte sollte sich an die Geschäftsführer Otto Kurz oder Uwe Beißwenger wenden. Mit insgesamt 16 Tieren darunter auch zwei Bullen stellte der Betrieb Thomas Heilmann aus Schrozberg zahlenmäßig den größten Auftrieb. Besonders zu erwähnen sind auch die Betriebe Kurt Schneider/ Sulzbach-Laufen mit vier 1a Kühen, Daniel Schneider/ Bühlerzell und Werner Nübel/ Oberrot mit jeweils drei 1a Kühen. (Ringsiegerinnen).
Zuletzt noch herzlichen Dank an alle die zum gelingen der Schau beigetragen haben, besonderer Dank gilt den Züchtern und Jungzüchtern für Ihr hohes Engagement und den Zuschauern und geladenen Gästen, die trotz des herrlichen Wetters den Weg in die Arena Hohenlohe gefunden haben.
Uwe Beißwenger
Jungviehprämierung in Weikersheim Bei herbstlich kühlen Temperaturen stellten sich die Mitglieder des Zuchtvereins Weikersheim der Jungviehprämierung, die jetzt schon seit einigen Jahren von den Holsteinzüchtern ebenfalls als Präsentationsplattform genutzt wird. Zudem findet ein Jungzüchter Vorführwettbewerb statt, der sich regen Zulaufs erfreuen kann.
Leider nur eine Hand voll Holsteinzüchtern stellte sich dieses Jahr der Konkurrenz. Die vier Beschicker brachten insgesamt 14 Tiere in den Ring, wo sie sachkundig von den Schwestern Anna und Lisa Langkammerer aus Fichtenau gerichtet wurden. So konnten im ersten Ring auch gleich die jungen Siegerrinder ermittelt werden. Vor der Reservesiegerin, einer „Samuelo“ Tochter von Hubert und Jürgen Stolz aus Laudenbach konnte sich ganz klar die „September“ Tochter von Kurt Horn, Vorbachzimmern platzieren und errang damit den Siegerpreis der jungen Rinder bis 16 Monate. Bei den älteren Rindern war die Aufgabe nicht ganz so einfach, da die gezeigten Tiere in der Spitze ein sehr gutes Niveau boten. Gewinnen konnte hier wiederum Kurt Horn mit einer „Jose“ Tochter vor Familie Stolz mit ihrem Rind aus „Jefferson“.
Alle vorgestellten Tiere bekamen 1. Preise, ebenso wie die 22 Fleckvieh Rinder die von Thomas Bidlingmaier und Eckhart Sperr aus Satteldorf gerichtet wurden.
Gewonnen hat hier in den jungen Klassen Familie Beck aus Weikersheim mit einem überzeugenden „Marmara“ Rind vor der „Rurex“ Tochter aus dem Besitz von Reinhold Markert in Creglingen-Schön. Bei den älteren Rindern konnte sich dann doch Familie Markert mit ihrer “Weinox“ Tochter durchsetzen und verwies das „Nohorr“ Rind von Familie Günther Nagel aus Creglingen-Lichtel auf den Platz der Reservesiegerin.
Auch hier war es schade, dass die Teilnahme nicht an die Vorjahre erinnern konnte. Ein Wettbewerb ganz anderer Art war das Vorführen der Kälber durch die kleinen Züchter. Hier kämpften gleich 30 Teilnehmer in 2 Altersklassen um den Titel des besten Vorführers. Alle machten ihre Sache sehr gut und konnten zu ihrer Freude mit Pokalen ausgezeichnet werden. Doch zwei von den Jungzüchtern waren dann eben doch einen Tick besser und konnten gewinnen: Moritz Schwarz aus Niederstetten bei den Jüngeren und Sebastian Grieser aus Pfitzingen bei den älteren!
Da das Interesse beim Publikum doch sehr ansprechend war, ist zu hoffen, dass der beträchtliche Aufwand in den kommenden Jahren durch einen vermehrten Auftrieb gerechtfertigt werden kann. Wenn sich alle Züchter ein Beispiel an den Jungzüchtern nehmen, dann ist die Wiese am Sportplatz wieder gefüllt. Matthias Ruck
Kuckucksmarkt 2009 in Eberbach - Kleiner exquisiter Auftrieb zur Jungviehprämierung - Bei schönstem Spätsommerwetter trafen sich anlässlich des Kuckucksmarktes am 1. September 2009 in Eberbach Fleckviehzüchter aus dem Umland, um sich mit ihren Rindern dem schon traditionellen Wettbewerb zu stellen. Wie seit fast 30 Jahren hatte Kurt Hess aus Schönbrunn bei Volksbanken, Sparkassen und anderen privaten Sponsoren für genügend finanzielle Unterstützung geworben, um ausreichend Anreiz für die Beschicker der Schau zu bieten.
So zeigten dann 10 Züchter 68 Tiere und wurden dafür mit 58 1.Preisen und 10 2. Preisen belohnt. Die hohe Qualität der Tiere wurde von Preisrichter Thomas Schmidt von der RBW deutlich herausgestellt, und so konnte der Bürgermeister der Stadt Eberbach, Bernhard Martin, alle Teilnehmer mit Preisen und Pokalen ehren.
Bei den jungen Rindern siegte der Betrieb Kaiser aus Limbach-Balsbach mit einer „Manitoba“ Tochter, Reservesiegerin in dieser Klasse wurde eine „Rurex“ Tochter aus dem Betrieb Walter Mehl in Buchen-Unterneudorf. Bei den älteren Rindern siegte Otto Hennegriff aus Balsbach mit einer „Webal“ Tochter aus seiner bekannten „Line Linie“, die Reservesiegerin stellte wiederum Walter Mehl.
Eine kleine Gruppe Kälber und Jungkühe bildeten den Showteil für das zahlreich angereiste Publikum. Diese Tiere wurden wie jedes Jahr vom Betrieb Hess in Schönbrunn gestellt, wofür der Bürgermeister auch nochmals dankte. Dank sei ebenfalls der Stadt Eberbach, die jedes Jahr den Austragungsort der Schau, nämlich die „Au“, direkt neben dem Marktgelände zur Verfügung stellt und entsprechend präpariert. Die Stadt Eberbach und auch die Teilnehmer hoffen, dass diese traditionelle Veranstaltung weiter Bestand hat und somit freuen sich alle schon auf das nächste Jahr. Matthias Ruck
Bezirksrindviehschau am 18.04.2009 Nicht gut meinte es der Wettergott bei der diesjährigen Bezirksrindviehschau der obengenannten Fleckviehzuchtvereine. Bei strömendem Regen stellten sich insgesamt 104 Tiere aus 19 Betrieben dem Preisgericht auf dem Schießwasengelände in Ellwangen/ Jagst. Der Bauhof der Stadt Ellwangen hatte wieder in vorzüglicher Weise die zwei Ringe hergerichtet und den Platzaufbau vorgenommen. Dafür herzlichen Dank! Der 1. Vorsitzende Klaus Mayer des ausrichtenden Vereins Ellwangen konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Er hob die große Bedeutung der Schau für die Züchter in der Region hervor, kann man sich hier doch einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Erstmals wurde durch Comboni-Pater Alfred Ziegler eine Tiersegnung durchgeführt. Die zwei Preisgerichte waren durch den RBW- Vorsitzenden Georg Häckel, Zuchtleitungsassistent Thomas Bidlingmaier, Zuchtleiter „Limpurger“ Dieter Kraft, Zuchtinspektor Maik Wittemeier sowie den Züchtern Alfred Schneider und Reinhold Haag besetzt. Am Ende gab es 82 erste und 22 zweite Preise. Bei den 2 aufgetriebenen Bullen machte „ Rolf“, ein Robi-Sohn, Besitzer Josef Ilg, Ellwangen-Schrezheim das Rennen vor „Willi“ einem Weinold Nachkommen vorgestellt von Hermann Bölstler, Westhausen. Nachfolgend die Sieger und Reservesiegerliste bei den weiblichen Tieren:
Zum Schluss möchten sich die beteiligten Zuchtvereine bei allen Firmen und Organisationen für die Geld-und Sachspenden bedanken. So konnte jedem Beschicker ein Präsent bzw. den Siegerkühen, Ringsiegern und Nächstplazierten Sach- und Ehrenpreise verliehen werden. Schade, dass das Wetter nicht mitspielte, die gut organisierte Schau hätte mehr Zuschauer verdient gehabt! Werner Häberlin, Fleckviehzuchtverein Ellwangen (Bilder: Arnold/ Häberlin)
Eindrucksvolle
Jubiläumsschau Fleckviehzuchtverein Schwarwald-Baar-Heuberg feiert sein 125 jähriges Jubiläum 38 Kühe aus 13 Betrieben und 12 Jungzüchter stellen sich dem Wettbewerb Am 26. April 2009 präsentierten sich bei idealem Schauwetter im Feilichtmuseum Neuhausen ob Eck 38 Milchkühe aus 13 Zuchtbetrieben des Fleckviehzuchtvereins Schwarzwald- Baar- Heuberg. Als Preisrichter fungierte der Vorsitzende der Rinderunion Georg Häckel aus Osterstetten- Langenau und der Geschäftsführer Zucht und Fleckviehzuchtleiter Dr. Alfred Weidele. Sie zeigten sich beeindruckt von der Qualität der Ausstellungstiere. Das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck war zum dritten Mal Austragungsort. Wiederum präsentierte es sich als ein tolles Ambiente und der Zuschauerzuspruch für die Jubiläumsschau zum 125- jährigen Bestehen des Zuchtvereins war enorm. Hervorragend waren Kühe und Beschicker herausgebracht. In acht Ringen wurden die Kühe gerichtet, fünf Betriebe stellten die Ringsiegerkühe. Dreimal kamen sie vom Betrieb Fridolin Baumann GbR in Immendingen- Zimmern und zweimal aus dem Betrieb Helmar und Thomas Weisshaar GbR aus Brigachtal- Klengen. Einmal stellten den Ringsieg die Betriebe Arnold Gleichauf aus Blumberg- Fützen, Ferdinand Bäurer aus Hüfingen- Mundelfingen und Lukas Moriz aus Geisingen- Kirchenhausen. Um den Titel „bestes Fundament“ und „bester Fleischansatz“ kämpften jeweils fünf Kühe, vier Kühe waren in der Eutersiegerauswahl. Den Sieg im Fundament wurde der Rengadtochter Evi von Werner Vetter aus Hüfingen-Behla zugesprochen, sie war auch in der Euterauswahl zu finden. Dies waren Gründe genug, dass sie letztlich auch Gesamtschaureservesiegerin wurde. In der Sparte bester Fleischansatz entschied sich die Jury schnell für die Morrortochter Regina von der Helmar und Thomas Weisshaar GbR aus Brigachtal- Klengen.
Drei Kühe mit ein und zwei Kalbungen standen zur Jungsiegerkuhauswahl: Die Fridolin Baumann GbR mit ihrer Hofherrochter Rosine und Arnold Gleichauf mit seiner Waterbergtochter Sofie mussten sich der Aleontochter Reni von der Helmar und Thomas Weisshaar GbR aus Brigachtal- Klengen geschlagen geben. Dass Reni auch Eutersiegerin wurde, spricht für die herausragende Qualität der jungen Dame. Der Altkuhsieg entschied sich zwischen vier Kühen: Der Ettochter Alexa und der Mooritotochter Karola der Fridolin Baumann GbR aus Immendingen- Zimmern sowie der Repmentochter Gabi von Lukas Moriz aus Geisingen- Kirchen- Hausen und der Morrortochter Regina von der Helmar und Thomas Weisshaar GbR aus Brigachtal- Klengen. Es gewann die Repmentochter Gabi, sie setzte sich auch gegen drei Konkurrentinnen als Gesamtsiegerin der Jubiläumsschau durch. Erwähnenswert ist auch, dass die neunmal abgekalbte Mooritotochter Karola mit knapp 65.000 kg Milch eindeutig die Schaukuh mit der höchsten Lebensleistung war. Sie erwies sehr vital und hat alle drei „Museumsschauen“ erfolgreich bestanden, vor drei Jahren war sie Altkuh- und Euterreservesiegerin.
Als Beiprogramm hatte das Landwirtschaftsamt Tuttlingen interessante Schautafeln unter anderem zur Milchkuhfütterung und den Milchinhaltsstoffen aufgestellt, bei Frau Beate Huonker konnte das „Melkerdiplom“ erworben werden, der Ansturm auf das Gummieuter war riesengroß. Am Stand der Landfrauen wurde die Weiterverarbeitung der Milch gezeigt, das „Butterschlagen“ mit Kostproben war der Renner. Erfreulicherweise konnten zahlreiche Ehrenpreise verteilt werden, die als eine kleine Entschädigung für die Vorbereitung und Durchführung von den Züchtern dankbar angenommen wurden. Interessant war auch der Auftritt von 12 Züchterkindern, die zeigten, wie vertraut sie sich im Umgang mit „ihren“ Kälbern gemacht hatten. Sie hatten auch schöne Bilder mit den Daten der Kälber gemalt und verziert. Auf die Fragen von Markus Traber aus Mühlingen kamen teils verblüffende Antworten. Es ist allen Kindern sehr gut gelungen, Ihre Kälber gekonnt im Ring zu bewegen und zu präsentieren. Man merkte allen an, dass Sie viel Freude an dem Wettbewerb hatten.
Auch sie wurden reich belohnt mit verschiedenen Geschenken. Geschäftsführer Karl Gebert aus Meßkirch hat eine Festschrift zum Jubiläum zusammengestellt, sie kann bei ihm erworben werden (Telefonnummer 07575/93400). Alle Fotos Dr. Maus. Dr. Maus
Bezirksrindviehschau des
Fleckviehzuchtvereins Gefleckte Schönheiten entzückten Jury Die Bezirksrindviehschau des Fleckviehzuchtvereins Mergentheim in Niederstetten fand unter optimalen Bedingungen am 21. Juni 2008 statt. Der Bauhof der Stadt Niederstetten hatte den Laufsteg für die gefleckten Schönheiten bestens vorbereitet. Die Zuschauer erlebten einige Höhepunkte. Es wurden beindruckende Kühe, Kuhfamilien und ein Ausnahmebulle der Rasse Fleckvieh vorgestellt und die Jungzüchter sorgten für Speis und Trank. Hermann Gehringer, Vorsitzender der Fleckviehzuchtvereins Mergentheim, gab in seiner Begrüßung einen Überblick. "Die Bezirksrindviehschau findet im Turnus von drei Jahren statt. Sie demonstriert den Stand der Fleckviehzucht in unserem Vereinsgebiet und ist gleichzeitig ein Züchterwettbewerb um die Tiere herauszufinden, die den strengen Zuchtziel entsprechen. Schauzulassungskriterien sind Mindestanforderungen an Fruchtbarkeit, Milchleistung und der Äußeren Erscheinung. Für Rahmen, Bemuskelung, Fundament und Euter gibt es Bewertungspunkte. Außerdem müssen die Tiere ins Zuchtbuch der RBW eingetragen sein. Von den 1675 Vereinskühen wurden 63 Fleckviehkühe und der Zuchtbulle Valentino aufgetrieben. Als ungewohnte Rassendemonstration wurden von der GbR Hain aus Schirmbach drei Jerseyrinder vorgeführt. Aus 9 Wettbewerbsklassen werden die besten Tiere ausgesucht und ein Siegertier Jung und Alt prämiert. Außerdem wird von allen Tieren, das Tier mit dem schönsten Euter und das Tier mit der besten Bemuskelung prämiert. Am Schluss des Wettbewerbs wurde die harmonischste Züchtersammlung, drei Tiere pro Züchter gesucht.“ Bürgermeister Rüdiger Zibold meinte in seinem Grußwort hier würde Germany Next Top Model ( mit vier Beinen ) auserkoren. Für den Laien wirken alle Kühe gleich. Für den Züchter sieht es ganz anders aus. Der gestrenge Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele und der Fleckviehherdbuchzüchter Reinhold Haag sprachen von dem Bullen Valentino mit seinen exzellenten Fundamenten und der geschlossenen Vorhand. Dem Bullen sieht man an, dass er im Stall von Landwirtschaftsmeister Friedrich Brenner in Heimberg bestens gepflegt wird.
Alle Besucher wurden aufgefordert sich am Schätzen des Gewichts dieses Schmuckstücks der Veranstaltung zu beteiligen. Gleich drei Personen hatten den richtigen Züchterblick und schätzten das Gewicht exakt auf 1410 kg. Der achtjährige Sebastian Grieser aus Pfitzingen wurde Sieger dieses Wettbewerbs.
Den Siegerkühen in der ersten Schauklasse von Schmidt GbR.Schön und Günter und Ulrike Grieser aus Pfitzingen wurde ein rahmiges, korrektes Fundament und ein drüsiges Euter mit einem deutlichen Zentralband attestiert. Die Siegerin in der zweiten Schauklasse von Reinhold Markert in Schön wurde als genetisch interessant bezeichnet. Als klassische Zweinutzungskühe mit besten Übergängen, gut aufgehängtem Euter und schöner Oberlinie wurden in der dritten Klasse die Kühe von Baumann GbR. Schonach und Beck, Norbert Hof Aischland beschrieben.
Das wunderbare Seitenbild, das exzellente Euter und die optimale Strichform begeisterte die Experten. In der vierten Schauklasse wurde Maigloecken von Grieser, Günter & Ulrika aus Pfitzingen an die Spitze gestellt. In der fünften Schauklasse vorne waren Ariane mit einer ausbalancierten , gewaltigen Rippe von Schmidt GbR.Schön und unangefochten Heidi mit ihrem Topeuter von Norbert Beck. Eine unheimliche Länge und eine Supermittelhand wurde der Kuh von Hermann Gehringer der Siegerin in der sechsten Schauklasse zugesprochen. Die leistungsbereite Gelrobe mit einer straffen Nierenpartie von Eifert GbR. Rüsselhausen wurde zur Siegerin der siebten Schauklasse ernannt. Ida von Norbert Beck mit einer Superdrüsigkeit war in der achten Schauklasse besonders erfolgreich. Die Kuh Basel von Thomas Schmidt und Irmel von Manfred Dürr Edelfingen, zwei Kühe mit Pfeffer und Vorzügen in Format, Breite und Bewegung, waren in der letzten Schauklasse erfolgreich. Eutersiegerin wurde Heidi von Norbert Beck dank ihrer optimalen Strichstellung.
Mit ihrer gewaltigen Mittelhand und bestem, fehlerfreien Fundament wurde Desiree von Habel GbR. Weiler Fleischsiegerin.
Beste Jungkuh wurde Griesers Dornroeschen und beste Altkuh Heidi von Becks. Die Züchter präsentierten Sammlungen hoher Qualität. Wegen der Harmonie wurde die Sammlung von Schmidts an die erste Stelle gesetzt.
Reservesieger wurde die Sammlung von Manfred Dürr. Die Kinder konnten bei dieser vielfältigen Schau nicht nur die Leistungsträgerinnen der hiesigen Züchter kennen lernen sondern auch Kälber streicheln. "Einen Verein mit lebendigem Leben haben die Zuschauer erlebt" resümierte der Vorsitzende Hermann Gehringer in seinem Schlusswort . Fotos der beiden Siegerkühe, Friedrich Brenner und F.Thomas mit Bulle Valentino, Vorbereiten der Kühe und Streichelkalb.
Tillmann Zeller
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