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Bezirksrindvieh- und sonstige Schauen 2005< zurück > Jungviehprämierung in Weikersheim am 03. September 2005 Im ganzen Land gibt es keinen Rinderzuchtverein, der so aktiv ist wie der Mergentheimer unter Leitung von Hermann Gehringer in Creglingen-Schonach. Während woanders bei Rinderprämierungen immer weniger Tiere vorgeführt werden, sind es bei der Jungviehprämierung anlässlich der Weikersheimer Kärwe, immer mehr. Dies zeugt von dem hervorragenden Teamgeist der hiesigen Rinderzüchter und der vertrauensvollen Vereinsarbeit. Obwohl die Zahl der Milchviehhalter ständig zurückgeht traten 71 Rinder auf dem grünen Laufsteg an. Und es gab eine Steigerung, denn erstmals waren Tiere von vier verschiedenen Rassen zu sehen. Neben den großen Gruppen der Fleckvieh und Holsteintiere wurden vier Jerseyrinder und ein Braunviehkalb präsentiert. So viele Zuschauer wie seit Jahren nicht mehr besuchten die traditionelle Jungviehprämierung bei strahlendem Sonnenschein anlässlich der Weikersheimer Kärwe .Sie kamen zurecht , denn es gab einige Höhepunkte. Hermann Gehringer, Vorsitzender der Fleckviehzuchtvereins Mergentheim, gab in seiner Begrüßung einen Überblick. Von der Rasse Fleckvieh wurden 41 Tiere, von Holsteins 27 und vier Jerseys aufgetrieben. Das Herrichten und an den Strick gewöhnen der freilaufenden Tiere kann schon zur Knochenarbeit werden und hierfür gebührt den Züchtern besonderen Dank. Vor allem das Laufen lernen macht gehörig Arbeit. Auch findet in diesem Jahr zum sechsten Mal ein Kindervorführwettbewerb statt - der vom Züchternachwuchs eifrig angenommen wird und vor allem eine Publikumsmagnet ist. In diesem Jahr gehen, 17 Kinder im Alter zwischen vier und 13 Jahren mit ihren Kälbern an den Start. Uns Landwirten ist es ein wichtiges Anliegen durch die Jungviehprämierung an der Weikersheimer Kärwe, den Kontakt zur Stadtbevölkerung zu pflegen und wir freuen uns über die vielen Zuschauer. Für den Uneingeweihten wirken alle Kühe gleich. Sie haben sanfte Augen , ein Fell und einen Schwanz. Für den Züchter sieht es ganz anders aus. Die Zuchtleiterin Monika Nörr und die Herren Zuchtrichter Thomas Biedlingmaier und Gerhard Bullinger sprachen von korrekter Beinstellung, edlem Wuchs, bestechender , straffer Fesselung, schönem Hals, korrekter Beckenlage, fester Niere, Schwäche in der Hinterhand durch Winkelung, sehr trockenes Beinwerk, harmonischer Typ und hackeneng. Die Richter beurteilen das Äußere zu recht. Denn so entscheidet die Lage des Beckens über etwaige Abkalbeprobleme. Durch ein Anheben der Sitzbeine wird automatisch der Geburtskanal eingeengt. Wer waren nun die erfolgreichen Züchter und Siegerinnen im Schönheitswettbewerb auf dem grünen Rasen ? Bei der Rasse Holstein, erster Gruppe war es das sehr wüchsige Rind von Kurt Horn aus Niederstetten-Vorbachzimmern . In der zweiten Gruppe siegte eine Freelanzetochter aus demselben Stall . Sie bestach durch ein sehr gutes Fundament und eine gute Oberlinie. Im dritten Ring war eine Calenttochter vom Züchter Hubert Stolz aus Weikersheim-Laudenbach dank ihrer idealen Beckenlage an der Spitze. Im vierten Ring war eine Rudolphtochter von Albrecht Weidenmüller aus Creglingen Sechselbach mit ihrem hervorragenden Baucheuter erstplatziert. Zu Gesamtsiegerinnen wurde die Rinder von Albrecht Weidenmüller und von Kurt Horn ausgewählt.
Beim Fleckvieh wurde eine Morrortochter von Reinhold Markert aus Creglingen-Schön im ersten Ring an die Spitze gestellt. Sie hat ein superdrüsiges Euter und verbindet hervorragende innere Werte mit einem bestechenden Exterieur. Auch in der nächsten Klasse siegte ein Rind aus dem Stall von Markert mit hervorragender Harmonie und spitzenmässigem Euteransatz. Weitere Siegerinnen waren die Rinder von Edgar Rupp aus Creglingen-Lichtel . Die Rocktochter hat eine sehr gute körperliche Entwicklung und sehr viel Kaliber. Gehringer Hermann aus Schonach - Creglingen präsentierte in der nächsten Klasse mit der Engadintochter ein Doppelnutzungsrind par excellence mit Proportionen , die ein komplettes Gesamtbild ergeben. Im vorletzten Ring siegte eine Testbullentochter aus dem Stall von Norbert Beck in Weikersheim-Hof Aischland. In der letzten Gruppe war eine Hostresstochter gezüchtet von Hans Ott aus Creglingen-Weiler auf dem ersten Platz. Gesamtsiegerinnen wurden ein Rind von Hermann Gehringer und von Reinhold Markert.
Vom Betrieb Georg und Willi Hain in Creglingen-Schirmbach wurden vier Jerseyrinder vorgeführt. Diese Rasse besticht durch enorme Milchinhaltstoffe und im Vergleich zum Körpergewicht durch eine extreme Milchleistung.
Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die 17 Kinder, die ihre Kälber vorführten. Monatelang haben sie sich mit ihren Models auf den Laufsteg vorbereitet. Nicht leicht hatte es die Bewertungskommission um die Sieger heraus zu finden. Denn alle Kinder hatten großen Wert auf die äußere Erscheinung und auf ein makelloses Outfit gelegt. Jeder unkontrollierte Fladen war eine Katastrophe und die Spuren wurden sofort mit den Utensilien des Make-Up-Koffers beseitigt. Weitere Kriterien waren die Vorführung, der Vorführer selbst, die Vorbereitung des Tieres und der Gesamteindruck. Mit Übung und Beharrlichkeit wurden die Jungtiere in die Manege geführt. Die Kinder berichteten was sie mit ihren Schützlingen erlebt hatten. Beste Vollmilch und gutes Heu bekommen die Kälber . Weil die Zusammenarbeit zwischen Kalb und Vorführer vorbildlich war wurde der zehnjährige Maximilian Grieser aus Pfitzingen mit seinem Kalb Dornröschen in der Gruppe der jüngeren Kinder zum Sieger gekürt. Auch Nathalie Weidenmüller aus Creglingen-Sechselbach bestach durch die Harmonie , die zwischen ihr und ihrem Kalb Monic herrschte , und so war sie bei der Gruppe der älteren Kinder erfolgreich.
Fotos und Text: Tillmann Zeller Bezirksfleckviehschau in Siglingen am 09. Juli 2005Am 9. Juli 2005 zeigten die Züchter der Fleckviehvereine Kraichgau, Heilbronn und Neckarsulm auf ihrer diesjährigen Bezirksrindviehschau ihre besten Tiere. Ausgestellt wurden 51 Kühe in allen Alterskategorien. So konnten die Preisrichter Dr. Alfred Weidele, Zuchtleiter Fleckvieh und Geschäftsführer der RBW und Reinhold Haag, praktischer Landwirt und Züchter aus Beerwinkel, in neun Klassen richten. Das Wetter war gut und die baumbestandenen Wiesen an der Kocherbrücke boten ein wunderbares Ambiente für diese Veranstaltung. Daß der Boden nach den ausgiebigen Regenfällen der letzten Tage sehr weich geworden war, tat der gelungenen Viehschau keinen Abbruch. Der Vorsitzende des veranstaltenden Zuchtvereins Neckarsulm, Herr Jochen Schmidt aus Bad Friedrichshall-Kochendorf konnte denn auch in seiner Begrüßung dem Bürgermeister Herrn Hebeiß danken, dass zum wiederholten Male eine Schau an diesem herrlichen Ort durchgeführt werden konnte. So konnte dann nach harten Ausscheidungen "Inge", eine "Romen" Tochter aus dem Besitz von Jochen Schmidt, Bad Fiedrichshall den Titel "Eutersiegerin" und den der "Siegerkuh jung" vor "Wolke", einer "Rabitz" Tochter , gezüchtet von der Cooperation Carle-Werblow in Möckmühl erringen. "Siegerkuh alt" wurde "Birne", eine "Horbingo"Tochter von Herrn Wittmann aus Möckmühl vor "Heike", wiederum eine Kuh aus dem Besitz von Herrn Schmidt.
Die Vergabe des Titels der "Fleischsiegerin" an "Senta", eine "Lotarry" Tochter aus dem Besitz von Herbert Golther aus Jagsthausen Pfitzhof rundete das Gesamtbild einer erfolgreichen Veranstaltung ab. Insgesamt konnten 46 erste und 5 zweite Staatspreise vergeben werden! Es bleibt zu hoffen, dass die Rinderzüchter auch weiterhin Flagge zeigen und sich so gut in der Öffentlichkeit präsentieren. Matthias Ruck, RBW Stuttgart
Bezirksrindviehschau in Niederstetten verzeichnete Besucherandrang / Kinder im Ring Niederstetten. So viele Zuschauer wie seit Jahren nicht mehr besuchten die Bezirksrindviehschau des Fleckviehzuchtvereins Mergentheim in Niederstetten. Sie kamen zurecht , denn es gab ein-ge Höhepunkte. Es wurden beindruckende Kühe, Kuhfamilien und ein Ausnahmebulle der Rasse Fleckvieh vorgestellt, und hochmotivierte Kinder führten ihre Kälber vor. Die Landmaschinenfreunde hatten eine große Zahl von Oldtimerschleppern aufgefahren und die Jungzüchter sorgten für Speis und Trank. Hermann Gehringer, Vorsitzender der Fleckviehzuchtvereins Mergentheim, gab in seiner Begrüßung einen Überblick. "Die Bezirksrindviehschau findet im Turnus von drei Jahren statt. Sie demonstriert den Stand der Fleckviehzucht in unserem Vereinsgebiet und ist gleichzeitig ein Züchterwettbewerb, um die schönsten Tiere herauszufinden". Von den 1605 Vereinskühen wurden 46 Kühe und ein Zuchtbulle aufgetrieben. Aus neun Wettbewerbsklassen wurden die besten Tiere ausgesucht und je ein Siegertier jung und alt prämiert. Außerdem wurde das Tier mit dem schönsten Euter prämiert, und das Tier welches die Fleischleistung am besten demonstriert. Am Schluss des Wettbewerbs wurde die harmonischste Züchtersammlung, drei Tiere pro Züchter gesucht. Für den Laien wirken alle Kühe gleich. Für den Züchter sieht es ganz anders aus. Der gestrenge Zuchtleiter Dr. Alfred Weidele und Friedhelm Hahn, der Vorsitzende der RBW, sprachen von dem Bullen Valentino mit einem gewaltigen Entwicklungspotenzial. Der Siegerkuh in der ersten Schauklasse von Hans Ott aus Weiler wurde ein lebhaftes Euter, eine Leistungsbereitschaft zur Milch und viel Fundament attestiert. Die Siegerin in der zweiten Schauklasse von Reinhold Markert in Schön wurde als "Gedicht von einer Kuh" bezeichnet. Als klassische Zweinutzungskuh mit besten Übergängen, gut aufgehängtem Euter und deutlichem Zentralband wurde die Kuh von Günter und Ulrike Grieser aus Pfitzingen beschrieben. Felicitas und Galle waren in der dritten Schauklasse an der Spitze. Zwei "Granaten" hatte nach Meinung des begeisterten Geschäftsführers Dr. A. Weidele Norbert Beck vom Hof Aischland mit seinen Kühen platziert. Als gemeißeltes Denkmal und Kuh der Kompaktklasse schwärmte er von der beeindruckenden Kuh Rosi. Ida von Becks und Genofee von Reinhold Markert waren in der fünften Schauklasse vorne. Viel Wucht, eine gewaltige Bemuskelung und eine elegante Bewegung wurde der Kuh Amore von Norbert und Frank Eifert aus Rüsselhausen der Siegerin in der sechsten Schauklasse zugesprochen. Die leistungsbereite Horbtochter Feldkrone von Familie Grieser wurde zur Siegerin der siebten Schauklasse ernannt. Daphne von Norbert Beck mit einer Superdrüsigkeit und Caroline von Familie Grieser - eine Kuh im Schweizer Stil und Vorzügen im Beckenbereich - waren in der letzten Schauklasse besonders erfolgreich. Caroline besitzt auch ein exzellentes Euter und wurde Eutersiegerin. Mit ihrer gewaltigen Mittelhand und bestem, fehlerfreien Fundament wurde Genoffee von Markerts Fleischsiegerin. Die Familien Beck, Eifert und Grieser präsentierten drei Sammlungen hoher Qualität. Wegen der überragenden Euter wurde die Sammlung von Griesers an die erste Stelle gesetzt. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren die elf Kinder, die ihre Kälber vorführten. Monatelang haben sie sich mit ihren Models auf den Laufsteg vorbereitet. Elisa Hein berichtete , dass sie jeden Tag mit ihrem Kalb spazieren gegangen ist und in Oberstetten bekannt ist. Während andere ihre Hunde spazieren führen, ist sie mit ihrer Schwester Charlotte und den Kälbern unterwegs.
Nicht leicht hatte es die Bewertungskommission, um die Sieger zu finden. Denn alle Kinder hatten großen Wert auf die äußere Erscheinung und auf ein makelloses Outfit gelegt. Jeder unkontrollierte Fladen war eine Katastrophe und die Spuren wurden sofort mit den Utensilien des Make-Up-Koffers beseitigt. Weitere Kriterien waren die Vorführung, der Vorführer selbst, die Vorbereitung des Tieres und der Gesamteindruck. Mit Beharrlichkeit wurden die Jungtiere in die Manege geführt.
Die Kinder berichteten, was sie mit ihren Schützlingen erlebt hatten. Beste Vollmilch und gutes Heu bekommen die Kälber. Weil die Zusammenarbeit zwischen Kalb und Vorführerin vorbildlich war, wurde Martina Schugk aus Oberstetten in der Gruppe der Jüngeren zum Sieger gekürt. Das ganze Jahr ist sie mit dem Moggele draußen. Auch Elisa Hein aus Oberstetten bestach durch die Harmonie, die zwischen ihr und ihrem Kalb herrschte und so war sie bei der Gruppe der Älteren erfolgreich. "Einen Verein mit lebendigem Leben haben die Zuschauer erlebt" resümierte der Vorsitzende Hermann Gehringer in seinem Schlusswort. Tillmann Zeller
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